ASP-Bekämpfung: Landkreis Oder-Spree brennt Schilf nieder

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Im Landkreis Oder-Spree werden kommende Woche streifenweise kontrolliert Schilfgürtel in der Neuzeller Niederung abgebrannt, um das Schwarzwild einfacher und gezielter bejagen zu können. Hintergrund ist die ausgebrochene ASP in Brandenburg. Das geht aus einer Pressemitteilung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV) hervor.

Nächste Woche werden im Landkreis Oder-Spree gezielt Schilfgürtel niedergebrannt, um die Bejagung des Schwarzwildes vor dem Hintergrund der ASP zu vereinfachen. (Symbolbild)
Foto: picture alliance/Fritz Rust

Durch diese Maßnahme soll eine schwarzwildfreie Zone zwischen zwei festen Zauntrassen geschaffen und eine einfache Bejagung der Sauen ermöglicht werden. Dies sei aufgrund der hochgewachsenen Schilfgebiete nur schwer möglich. Durch das streifenweise Abbrennen der Schilfflächen werden die Schwarzwild-Einstände stark eingeschränkt und übersichtlicher. Jedoch sollen die Schilfbestände nicht vernichtet, sondern lediglich verjüngt werden, sodass diese vermutlich dichter wieder aufwachsen können. Eine im Naturschutz erfahre Fachfirma wird die Maßnahme durchführen, heißt es in der Pressemitteilung. Eine Schilfmahd sei auf den feuchten Moorflächen technisch nicht machbar.

Als erste Barriere wird die Zauntrasse am Oderdeich weiterhin wirksam gegen die Überwindung durch das Schwarzwild aus Westpolen gesichert. Eine zweite Trasse soll parallel dazu entlang der B 112 zur Abschirmung des Inlandes gezogen werden. Dadurch wird zwischen beiden Zauntrassen eine „weiße Zone“ geschaffen, die in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Jägern dauerhaft frei von Schwarzwild gehalten werden und insgesamt zu einer Unterbrechung des fortwährenden Infektionsdrucks aus Westpolen führen soll.

Die Maßnahme wurde bereits mit der staatlichen Vogelschutzwarte Nennhausen, mit den anerkannten Naturschutzverbänden, dem Naturschutzbeirat des Landkreises sowie der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt. Die Amtsfeuerwehr wird das Vorhaben vor Ort absichern. Außerdem soll durch eine Drohne kontrolliert werden, dass keine Tiere aktiv gefährdet werden.

Derzeit sind in Brandenburg 692 ASP-Fälle bekannt…

aml/PM

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