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Bayern: BaySF schießt mehr und findet mehr Verbiss

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Das Unternehmen Bayerische Staatsforsten (BaySF) schraubt seine Schalenwildstrecke weiter hoch – und ignoriert, dass die angezielte Wirkung ausbleibt. In der Bilanz 2018, die am 18. Oktober in München vorgestellt wurde, verzeichnet es für das vergangene Jagdjahr knapp 65 000 Stück. Das sind fast sechs Prozent mehr als die bisher höchste Jahresstrecke. Darunter sind 3 814 Stück Rotwild, ebenfalls ein Rekord in der Zeit des Unternehmens.

Obwohl die Bayerischen Staatsforsten den Abschuss von Schalenwild stark erhöht haben, wird der erwünschte Effekt, weniger Verbiss zu haben, nicht erzielt.
Foto: Karl-Heinz Volkmar

Auch beim Schwarzwild lag die Jagdstrecke noch nie über dem aktuellen Ergebnis von 13 717 Stück. Weiterhin sehr hoch sind die Zahlen an erlegtem Gams- (2 820), Reh- (44 382) und Sikawild (122). „Die Bayerischen Staatsforsten füllen den Grundsatz ‚Wald vor Wild‘ konsequent mit Leben“, heißt es dazu im Statistikband.
Rückläufig waren einzig die ohnehin sehr geringen Strecken beim Dam- (98) und Muffelwild (28). Die vorgeblich mit dem hohen Abschuss verfolgte Wirkung, ein geringerer Verbiss, zeichnet sich allerdings keineswegs ab: Beim Leittriebverbiss war im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Das Unternehmen schlussfolgert daraus: Wald vor Wild müsse „konsequent weiter verfolgt werden“. Ökonomisch wies die Bilanz 2018 sinkende Zahlen aus: verringerter Holzeinschlag, verringerter Holzabsatz, verringerter Umsatz von 379,2 Millionen Euro und erneut gesunkener Gewinn von 53 Millionen Euro. Auf eine Ausschüttung wird verzichtet. vk

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