Bayern: Naturschutz-Großprogramm soll Regionen

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Das bayerische Kabinett hat am 31. Juli eine mit 120 Millionen Euro voluminös ausgestattete „Naturoffensive Bayern“ auf den Weg gebracht, die offenbar die in der jüngeren Vergangenheit durch CSU-Projekte aufgewühlten Regionen versöhnen soll.

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Das bayerische Kabinett hat entschieden, rund 120 Millionen Euro in zukünftige Projekte für die „Naturoffensive Bayern“ zu stecken.
Foto: Michael Breuer

Für Widerstand hatten beispielsweise die Pläne für einen dritten Nationalpark gesorgt, die die frühere Umweltministerin Ulrike Scharf monatelang verfolgte. Auch das Aufbrechen des Alpenplans, um Skilifte am Riedberger Horn im Allgäu zu ermöglichen, hatte der CSU harsche Kritik eingebracht. Beide Projekte wurden vom neuen Ministerpräsidenten Markus Söder gleich bei Amtsantritt im März beerdigt. Jetzt will er offenbar die vergrätzten Wähler zurückholen. Zu den so genannten Leuchtturmprojekten der „Naturoffensive“ zählen ein Bayerisches Artenschutzzentrum in Augsburg, ein Biodiversitätszentrum in der Rhön, ein „Zentrum Naturerlebnis alpin“ am Riedberger Horn, ein umfassendes Walderlebniszentrum im Spessart sowie ein begehbares Donauaquarium. Die Naturparke sollen gestärkt werden, indem Naturparkzentren, je zwei bis vier Naturpark-Ranger sowie Koordinationsstellen eingerichtet werden. Außerdem hat Bayern bereits Programme zur Förderung der Insektenvielfalt auf den Weg gebracht. vk