Botswana: Elefantenjagd wieder legal

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Die botswanische Regierung hat die Jagd auf Elefanten wieder legalisiert. Die Entscheidung wurde am 22. Mai nach einem einjährigen Beratungsprozess bekanntgegeben. Zur Begründung führte die Regierung an, dass die Anzahl und Schwere der Konflikte zwischen Mensch und Tier in der Zeit des Jagdverbotes zugenommen hätten.

Der Elefant ist in Botswana in Zukunft wieder jagdbar.
Foto: Winfried Schäfer

Zudem sei durch den Zusammenbruch der Safari-Industrie ein erheblicher volkswirtschaftlicher Schaden entstanden. Insbesondere in ländlichen Regionen sei es zu Verdienstausfällen und Ernteschäden im größeren Stil gekommen. Die Situation wurde dadurch verschärft, dass es den zuständigen Behörden an Personal und Kapazitäten mangele, um der Probleme durch Elefanten und andere Großsäuger Herr zu werden.
In einer Pressekonferenz am 23. Mai betonte der botswanische Umweltminister Kitso Mokaila, dass es nicht darum ginge, z.B. Elefanten wahllos abzuschießen, sondern vielmehr ökonomische Anreize für die betroffene ländliche Bevölkerung zu schaffen, um die Dickhäuter in ihrem Bestand zu erhalten. Dazu werde man jährlich etwa 400 Stücke freigeben. Man werde versuchen, eine Safari-Industrie zurück ins Leben zu rufen und Game Ranches anzulegen, um landwirtschaftliche Schäden zu minimieren. Botswana und seine Nachbarn Namibia und Zimbabwe beherbergen mehr als zwei Drittel des weltweiten Elefantenbestandes. rig

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