Brüssel: FACE startet Petition für die Jagd

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Wem es noch nicht aufgefallen ist: FACE hat eine Petition für die Jagd gestartet.

(Quelle: Screenshot/FACE)

80 % der Vorschriften und Regelungen, die die Jagd und den Naturschutz betreffen, kommen aus Brüssel. Viele politische Entscheidungsträger dort arbeiten jedoch gegen die Jagd. Sie werden unterstützt von Dutzenden finanzstarken jagdfeindlichen Lobbygruppen. So kommt es immer wieder zu Entscheidungen und Regelungen, die nachteilig für Wild, Natur und Jäger in Europa sind.

Dazu stellt FACE, die Vereinigung der europäischen Jagdverbände fest: „Wichtige Jagdpraktiken werden unnötigerweise eingeschränkt. Es wird Druck ausgeübt, um in einigen Ländern die Bewirtschaftung von Großraubtieren durch Jäger auszusetzen, selbst wenn diese entscheidend zur Erholung der Populationen beigetragen haben. Wenn dies gelingt, werden der Rest Europas und die Großraubtiere darunter leiden. Die Jagd wird sogar als eine der größten Bedrohungen für die Natur dargestellt, obwohl es eindeutige Beweise für das Gegenteil gibt. Es gibt eine aktive Agenda zur Beendigung der meisten regionalen Jagdpraktiken in ganz Europa. Einige politische Entscheidungsträger haben sogar vorgeschlagen, die Jagd (und den Fischfang) auf 10 % der EU-Fläche einzustellen.“

Unter dem Motto „Bringt die Natur Zurück“ stellt die FACE neun Forderungen auf und bitte Jägerinnen, Jäger und alle Naturverbundenen in Europa auf, dies durch ihre Unterschrift zu unterstützen.

  1. Wir wollen ein Europa mit einer reichen Biodiversität für alle.
  2. Wir wollen, dass die Naturschutzpolitik Anreize für die Naturschutzarbeit von Jägern schafft, auch in Schutzgebieten.
  3. Wir wollen, dass das EU-Naturschutzrecht Ergebnisse für Ökosysteme und Lebensräume für das Niederwild, insbesondere Feuchtgebiete und Ackerland, erzielt.
  4. Wir wollen einen objektiveren und evidenzbasierten Ansatz für die Jagd, einschließlich regionaler Jagdpraktiken.
  5. Wir wollen genaue Bewertungen von Großraubtierpopulationen anhand geeigneter Kriterien und ein Verfahren zur Änderung ihrer Einstufung in die Liste der Habitat-Richtlinie.
  6. Wir wollen, dass die Jäger als Teil der Lösung für den Naturschutz anerkannt werden, nicht als das Problem.
  7. Wir wollen, dass Gesetze und Entscheidungen, die die Jagd betreffen, gerecht sind und einen deutlichen Nutzen bringen, wobei die Grundsätze der Subsidiarität und der Verhältnismäßigkeit zu beachten sind.
  8. Wir wollen, dass unser kulturelles Erbe geachtet wird, das für die Zukunft eines vielfältigen Europas und für die Bereicherung des Lebens des einzelnen Bürgers von entscheidender Bedeutung ist.
  9. Wir wollen, dass Brüssel diese Agenda auch international verfolgt, da die EU einen starken Einfluss auf globaler Ebene hat.

Unterschreiben können Sie hier: https://signforhunting.com/de/#

Unverständlich ist, dass FACE dieses wichtige Anliegen im Alleingang propagiert, anstatt alle anderen „like-minded“-Verbände in Europa einzubinden. Wer als Jäger keine FACE-Pressemitteilungen liest oder ganz aktiv in den sozialen Medien unterwegs ist, der kriegt nichts mit. Die Unterschriften trudeln deshalb auch nur schleppend langsam ein.

rdb


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