Bundesjagdgesetz: Unternehmer-Netzwerk kritisiert Entwurf

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In Bayern hat sich ein „Netzwerk Wald mit Wild“ gegründet, das sich Anfang Februar mit einem offenen Brief an alle Bundestagsabgeordneten in die Debatte um das Bundesjagdgesetz eingeschaltet hat.

Martin Heck ist Gründer von „Netzwerk Wald mit Wild“.
Foto: privat/vk

Die gemeinnützige GmbH, geführt von Martin Heck aus Benediktbeuern, zählt Unternehmer aus dem ganzen Bundesgebiet, Adelige, Tierschützer und auch den bayerischen Jagdpräsidenten Ernst Weidenbusch zu ihren Unterstützern. 21 von ihnen haben das Schreiben unterzeichnet, in dem Änderungen für sechs wesentliche Kritikpunkte am Bundesjagdgesetzentwurf gefordert werden. Im Anschreiben mahnt das Netzwerk an, dass der Hegebegriff durch den vorliegenden Entwurf ausgehebelt werde und ein ethischer, tierschutzgerechter Umgang mit dem Wild den ökonomischen Forstinteressen geopfert werde. Die Unterzeichner, zu denen große Waldbesitzer gehören, prangern an, dass in den vergangenen Jahrzehnten große forstliche Fehler gemacht worden seien. Sie fordern die Politik auf, wissenschaftliche Stellungnahmen, wie jene der Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung zur Waldstrategie 2050, stärker zu berücksichtigen.

vk

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