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Eifel: Eingefangener Wolfshybrid stammt nicht aus freier Wildbahn

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Ein Wolfshybrid, der am 26. September bei Monschau in der Eifel eingefangen worden ist, stammt nicht aus freier Wildbahn, sondern aus menschlicher Obhut in Belarus. Diese Erkenntnis wurde durch einen Transponderchip belegt, der bei einer tierärztlichen Untersuchung gefunden wurde. Das teilte das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) in einer Pressemitteilung mit.

Der Transponderchip des Wolfshybriden verriet seine wahre Herkunft, nämlich aus Belarus (Symbolbild).
Foto: Shutterstock

Eine Anfrage bei den belarussischen Behörden wurde hinterlegt, um den konkreten Halter ermitteln zu können“, so das LANUV. Wie das Tier aus Belarus bis in die Eifel gelangen konnte, sei bisher noch unbekannt.

Zunächst war auch noch unklar, ob es sich bei dem wolfsähnlichen Hund, um einen Wolf handelt oder nicht. Erst die im Senckenberg Institut untersuchte genetische Probe gab Aufschluss darüber, dass das Tier ein Wolfshybrid ist, da er auch genetische Merkmale von Haushunden trägt, die vor drei Generationen eingekreuzt worden sind.

Laut Pressemitteilung hätte sich der zwei bis drei Jahre alte, unkastrierte Rüde bisher Menschen gegenüber scheu und nicht aggressiv verhalten, jedoch sei er über mehrere Stunden einer Wandergruppe gefolgt. Auf behördliche Veranlassung befindet er sich nun in einer artgerechten Unterbringung. Eine Freilassung käme aber nicht in Betracht, so das LANUV.

aml

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