Elchunfall auf dem Berliner Ring

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Auf dem östlichen Berliner Ring, der Autobahn 10, hat sich am 1. September ein schwerer Wildunfall mit einem Elch ereignet.

Der junge Bulle wollte die Autobahn zwischen Rüdersdorf und Erkner überqueren. Dabei kam es zu einer Kollision mit einem VW Polo. Der Fahrer erlitt schwere Kopfverletzungen. Der rund 600 Kilogramm schwere Elch hatte den Aufprall auf den Polo zunächst überlebt, wurde dann aber von einem Lkw erfasst und verendete an der Unfallstelle. Er wurde von der zuständigen Straßenmeisterei in eine Tierkörperbeseitigungsanstalt gebracht.
Seit dem Fall des eisernen Vorhangs finden vermehrt Elche den Weg über die Oder und Neiße nach Deutschland. Zu DDR-Zeiten wurden die wenigen Einwanderer erlegt. Heute unterliegt das Elchwild einer ganzjährigen Schonzeit. In Brandenburg werden zunehmend Elche registriert, mittlerweile geht man von rund 30 Stück aus. Wie bei den Wölfen will man auch hier ein Monitoring durchführen. Wildschutzzäune an den Autobahnen sind für ausgewachsene Elche kein ernsthaftes Hindernis. mh

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