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Ersatzbeute für Eisbären

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Biologen zeigen, welche Auswirkungen es hat, wenn Eisbären auf das Land ausweichen müssen, da das Packeis immer weiter abnimmt.

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An manchen Standorten verzehrten die Eisbären bis zu 90 Prozent der Eier, schätzen Wissenschaftler (Foto: Shutterstock)
Eisbären brauchen fettreiche Nahrung, um die Kälte der Arktis zu überstehen.  Ihre Beute erlegen sie meistens auf dem Packeis – Ringelrobben, Walrosse, Fische. Doch die Eisdecke nimmt immer weiter ab. Welche Auswirkungen es hat, wenn Eisbären gezwungen sind, neue Nahrungsquellen zu erschließen, hat der Freiburger Biologe Dr. Benoît Sittler herausgefunden. Gemeinsam mit Forschern aus Norwegen, Frankreich, Polen und den Niederlanden hat der Freiburger Biologe dokumentiert, dass Vogelkolonien den Petzen als Ersatzbeute dienen. Die Eisbären suchen Brutkolonien von Gänsen und Enten an Land auf, vor allem auf küstennahen kleinen Inseln. An manchen Standorten verzehrten die Eisbären bis zu 90 Prozent der Eier, vermuten die Forscher.
 
Das Team hat die Entwicklung sowohl an der Westküste Spitzbergens (Norwegen) als auch an der Ostküste Grönlands beobachtet. „Die Ähnlichkeit deutet darauf hin, dass diese Trends mit großräumigen Vorgängen wie zum Beispiel dem Klimawandel in Verbindung stehen“, sagt Sittler. Die Studie hat das Team soeben in der Fachzeitschrift „Frontiers in Ecology and Evolution“ veröffentlicht.
 
PM/as

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