EU-Grüne fordern Zahlabschuss für alles Schalenwild

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Der agrarpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Europaparlament, Martin Häusling, hat ein Positionspapier zur Frage von Wild im Wald anfertigen lassen. Dabei werden die Ansätze der Novellierung des Bundesjagdgesetzes (BJagdG) konsequent weitergedacht.

Rotwild
Die Grünen betrachten Rotwild als eines der Hauptprobleme des deutschen Waldes.
Foto: Shutterstock

Häusling propagiert darin einen „Natur- und Klimaschutz mit der Jagd“ als modernes Konzept. Vermeintlich überhöhte Rot-, Reh- und Schwarzwildbestände machten es Förstern zunehmend schwer, einen klimastabilen Wald zu errichten, heißt es in der 32-seitigen Broschüre. Schuld seien trophäenorientierte Jäger. Häusling kritisiert, Forstministerin Julia Klöckner (CDU) sei bei der Novelle des BJagdG eingeknickt und habe sich nur zaghaft auf Reh- und Schwarzwild eingeschossen.

Ein noch größeres Problem in Wald und Feld sieht der Grünen-Abgeordnete aber im Rotwild. Diese Wildart werde wegen der Trophäe gehätschelt und stelle besondere Lebensraumansprüche, die hierzulande kaum noch erfüllt werden könnten. Der Begriff der Hege müsse aus der Jagd verschwinden und solle in Zukunft keine Rolle mehr spielen. Forstakteure sprechen sich in der Broschüre für einen Schalenwild-Abschuss aus, der sich lediglich noch an der Waldvegetation orientiere. Lebensraumbedingungen und Wildbestand sollen dagegen keine Rolle mehr spielen. Das ganze Papier unter: martin-haeusling.eu.

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