FDP fordert: Wolf ins Jagdrecht

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Die FDP verlangt, den Wolf als jagdbare Tierart in das Bundesjagdgesetz aufzunehmen. Das wurde bei der heutigen Debatte des Bundestags über die Situation der Wölfe in Deutschland deutlich. 

Wolf
Der Umweltausschuss des Bundestages soll darüber beraten, wie es mit dem Wolf weitergeht.
Foto: Heinz Lehmann

Als ausgebildete Fachkräfte seien die Jäger in den jeweiligen Jagdbezirken schnell mobilisierbar. Zudem solle ein bundesweit einheitliches Wolfsmanagement mit festgelegten Verbreitungsgebieten entwickelt werden. Größere Einzäunungsmaßnahmen halten sowohl FDP als auch CDU/CSU für kaum durchführbar. Vielmehr würden sie Lebensräume zerschneiden und können in bestimmten Gebieten, wie beispielsweise im Hochgebirge, nicht umgesetzt werden, so der ­­Abgeordnete Dr. Klaus-Peter Schulze (CDU/CSU).

Die Grünen werfen den Liberalen vor, die Angst vor dem Wolf durch populistische Thesen über in Innenstädten und an Kindergärten gesichtete Grauhunde weiter zu schüren. Sie sehen im Wolf keine real existierende Gefahr für den Menschen, so die Grünen-Abgeordnete Steffi Lemke. Die Linke verlangt von der Bundesregierung Sofortmaßnahmen, um weidetierhaltende Betriebe umfassend zu schützen. So sollen diese einen Rechtsanspruch auf Unterstützung für Herdenschutzmaßnahmen sowie im Schadensfall schnell finanzielle Hilfe erhalten.

Die Anträge von FDP, Bündis 90/Die Grünen, der Linksfraktion sowie der AfD überwies der Bundestag zur federführenden Beratung an den Umwelt­ausschuss. lf

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