Fit zur Drückjagd

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WILD UND HUND 16/2014

Schießen gehört zum Handwerk der Jäger. Dass der Jäger treffen sollte, versteht sich von selbst. Doch wie bei allen Dingen im Leben ist beim Schießen noch kein Profi vom Himmel gefallen. Übung macht auch hier den Meister.

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Die Drückjagdsaison hat ihre ganz eigenen Gesetze – vor allem, was den Schuss auf bewegte Ziele betrifft. Oftmals sind für einige Jäger die flüchtigen Schwarzkittel vorne zu schnell und hinten zu kurz. Dann ist es noch Glück im Unglück, wenn der Schuss vorbeigeht und das Wild nicht krankgeschossen wird.
 
Inzwischen verlangen bereits die meisten Staatsforstbetriebe einen Schießnachweis, um an den staatlichen Gesellschaftsjagden teilnehmen zu dürfen. Auch der Bund der Deutschen Berufsjäger hat vor einigen Monaten ein Positionspapier zum Thema Schießnachweis verfasst.
 
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass es einen verpflichtenden Schießnachweis für Jäger nicht braucht. Letztlich werden Jagd und Jäger in Deutschland bereits zur Genüge reglementiert. Allerdings sollten wir Jäger dann auch eigenverantwortlich handeln und regelmäßig zum Übungsschießen gehen – so, wie es die meisten bisher auch tun. Versucht man nämlich in diesen Tagen einen freien Termin in einem Schießkino zu bekommen, ist man schnell erstaunt, wie groß die Nachfrage dort ist. Nehmen wir Jäger die Möglichkeit des Übungsschießen nicht regelmäßig wahr, berauben wir uns selbst unserer Freiheit. Denn dann werden uns vielleicht andere vorschreiben, wann, wo und wie oft wir zum Übungsschießen gehen müssen.
 
Wie Sie mit relativ wenig Aufwand Ihre Trefferleistung auf bewegte Ziele in nur sechs Wochen verbessern können, zeigt der WILD UND HUND-Schießexperte Andreas Bach (siehe ab Seite 22). In dieser Ausgabe startet er eine Serie mit einem Trainingsplan für die ersten zwei Wochen, der mit einem interessanten Trockentraining beginnt und auch später mit nur einem Schießstandbesuch pro Woche auskommt. Mit wenig Zeit- und Materialaufwand kann man das Einführungstraining zu Hause bewerkstelligen.
 
In der Redaktion haben wir den Trainingsplan schon einmal vorab ausprobiert und waren erstaunt, wie viel Spaß solche Übungen machen können. Wenn dabei gleichzeitig die persönliche Trefferleistung verbessert wird, kann man der kommenden Bewegungsjagdsaison mit noch mehr Vorfreude entgegensehen.
 
Thore Wolf
Chef vom Dienst

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