Güteklassen sollen verschwinden

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04.09.2014

NRW-Jagdgesetz wird vorgestellt:

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Der Entwurf des neuen nordrhein-westfälischen Jagdgesetzes soll am 17. September, spätestens jedoch am 24. September, vorgestellt werden. Das erfuhr WILD UND HUND aus zuverlässiger Quelle.
 
Er präzisiert, was sich die rot-grüne Landesregierung unter einem ökologischen Jagdgesetz vorstellt. Zu den Details soll die Abschaffung der Güteklassen beim männlichen Schalenwild gehören. Die Einteilung würde dann nur noch nach drei Altersklassen erfolgen: jung, mittelalt und alt. Jeder beidseitige Kronenhirsch könnte demnach auch vor dem Erreichen des Zielalters erlegt werden. Diese Maßnahme gilt als Beitrag zum „Ende des Trophäenkults“.
 
In diesem Punkt folgt das von Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen) geführte Umweltministerium offensichtlich dem rheinland-pfälzischen Beispiel. Vorbilder in anderen Bundesländern gibt es auch für die offenbar geplante Ausweitung der regelmäßigen Waldzustandserhebung. Mit der landesweiten Abschaffung des Abschussplans für Rehwild soll die Datenerhebung dem Vernehmen nach deutlich ausgedehnt werden. Außerdem ist eine Stärkung der Hegegemeinschaften geplant, die demnächst mehr Verantwortung übernehmen sollen.
chb
 


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