Kleine Entdecker im Revier

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Rund 30 Kinder zwischen drei und zwölf Jahren erlebten am 16. September in Obertiefenbach einen lehrreichen Sonntag.
Michael Woisetschläger

(v. l.) CDU-Ortsverbands-Vorsitzender Kai Brand, Obertiefenbachs Bürgermeister Erhard Back, WuH-Redakteur Michael Woisetschläger mit Tochter Emilia und Förster Volker Stockenhofen begrüßten die Teilnehmer des Kinderwalderlebnistages.

Zum Kinderwalderlebnistag in Obertiefenbach hatte der CDU-Ortsverein aus dem benachbarten Holzhausen am 16. September eingeladen. Etwa 100 Personen, darunter knapp 30 Kinder, fanden sich an der Grillhütte mitten im Revier ein.
Zahlreiche Exponate, vom Buntspecht bis zum präparierten Kitz, vermittelten den Kindern und Erwachsenen am Waldmobil der KreisgruppeRhein-Lahn Wildkunde zum Anfassen. Anhand didaktisch gut aufbereiteter Schaubilder und Lerntafeln wurden die Inhalte verständlich und kindgerecht erklärt.
Mit der Flora befasste sich der Förster Volker Stockenhofen. Er führte die Besucher auf einer knapp einstündigen Begehung durch die Obertiefenbacher Gemarkung, erklärte die Grundzüge des Waldbaus und wies auf die deutlich sichtbaren Schäden aufgrund der langanhaltenden Trockenheit in diesem Sommer hin. Im Speziellen sind diese durch den Borkenkäfer an den Fichten im Testrevier entstanden und auch für Laien sehr gut sichtbar.

Während der Führung durch das Testrevier durften die Kinder eine Kanzel besteigen – für viele ein Highlight des Tages.
Im Waldmobil führten die Jäger der Kreisgruppe Rhein-Lahn umfangreiches Informations- und Anschauungsmaterial mit.
Wissbegierig erfragten die Kinder viele Details und offenbarten zum Teil einiges an Vorwissen.

Die WILD UND HUND-Jäger vertraten Agnes Langkau und Michael Woisetschläger. Sie erläuterten die im Revier vorkommenden Wildarten und beantworteten Fragen rund um die Jagd. Auch durften die Kinder einen Hochsitz besteigen und das Gelände einmal aus Sicht des ansitzenden Jägers begutachten. Sie lernten weiterhin, was eine Fegestelle ist, wie Wildwechsel aussehen und eine Suhle zu erkennen – an der trotz der trockenen Witterung glücklicherweise einige Trittsiegel zu finden waren.
Sehr schön zu erleben war dabei, dass die Kinder und Erwachsenen, die fast ausnahmslos aus dem ländlichen Raum um das Revier stammten, bereits sehr viele Pflanzen und Tiere kannten. Die Jagd wurde von den meisten Teilnehmern sehr natürlich, selbstverständlich und notwendig wahrgenommen.

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