Kornweihen-Forschung

1992


Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert eine Untersuchung von Lebensraum, Beute und Flugrouten der Kornweihe mit 200 000 Euro.

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Allein versorgen Kornweihen-Männchen in der Brutzeit Weibchen und Junge. Foto: Janina Voskuhl/Uni Oldenburg
Um geeignete Schutzkonzepte für die vom Aussterben bedrohte Kornweihe entwickeln zu können, erforscht die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg in Kooperation mit dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer nun Lebensraum, Nahrung und Fortpflanzung der Kornweihen.
Intensive Ackernutzung, Entwässerung und Aufforstung von Heideflächen haben den Bestand dieser bodenbrütenden Greifvögel stark dezimiert. So sank die Anzahl der Brutpaare von 1997 bis 2011 allein im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer von 48 auf 18.
 
10 männliche Greife sollen jetzt mit Sendern ausgestattet werden, um ihre Bewegungsmuster aufzuzeichnen. Mithilfe von Nestkameras und Auswertung von Gewölle wollen die Forscher Rückschlüsse auf das Nahrungsspektrum ziehen. Dr. Reinhard Stock, Naturschutz-Experte bei der DBU erklärt: „Die Projektergebnisse sollen helfen, die Populationsdynamik der Kornweihen besser zu verstehen und geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten. Der entwickelte Maßnahmenkatalog kann anschließend auf andere Populationen übertragen werden.“
 
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