Landesjagdverband kollabiert erneut

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Der Landesjagdverband Sachsen kommt nicht zur Ruhe. Nach den Querelen um den langjährigen Präsident Giese und seinen Nachfolger Falkenberg sind am 14. Februar der Präsident Frank Conrad, Vizepräsient Norman Härter und Schatzmeister Kurt Reichel überraschend zurückgetreten.

Das Präsidium vom LJV Sachsen hat sich aufgelöst. Foto: LJV/ Claudia Westermann

Sie waren erst seit 2016 im Amt. Vorausgegangen war dem Sammelrücktritt ein offener Brief von 20 der 36 Kreisjagdverbände, in dem schwere Vorwürfe gegen das Präsidium erhoben wurden. Die Vorsitzenden der Kreisverbände kritisierten fehlende Kommunikation, Ziellosigkeit, Geldverschwendung und schlechte Mitarbeiterführung. Den letzten Ausschlag für den Brief gab, nach Aussagen des noch amtierenden Vizepräsidenten Thomas Markert, die Unterzeichnung der Bautzener Erklärung. Darin hatte sich der LJV zusammen mit Wolfsgegnern emotional gegen die Wolfspolitik des Landes gewendet. Conrad habe diese Erklärung im Alleingang verabschiedet, heißt es in dem offenen Brief der Kreisverbände, an dessen Ende diese den Rücktritt des Präsidiums fordern. Vize Markert hat die Präsidiumsaufgaben kommissarisch übernommen. Am 28. April sollen auf dem Landesjägertag bereits Neuwahlen stattfinden. Der LJV hatte zuletzt nur noch knapp 6 000 Mitglieder. hho

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