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Landwirtschaft: Produktionsziel Artenvielfalt

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Der Deutsche Jagdverband (DJV) fordert, dass Landwirte für Ökosystemleistungen besser belohnt werden. Das geht aus einer Pressemeldung vom ­7. Mai hervor. Hintergrund ist die Agrarministerkonferenz vom 15. Mai. Biodiversität und Artenschutz, so der DJV, müssten als Produktionsziel anerkannt werden.

Das Rebhuhn gehört zu den großen Verlierern der letzten Jahrzehnte.
Foto: Pixabay

Die Politik müsse auch finanzielle Anreize für die Bauern schaffen, in Blühstreifen, Brachen und andere Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu investieren. Der DJV favorisiert dabei ein Modell der Eco-Schemes. Dies bietet Landwirten eine Palette verschiedener Maßnahmen, die sich flexibel auf die Gegebenheiten des jeweiligen Betriebs zuschneiden lassen, und verspricht einen geringeren bürokratischen Aufwand.

Ferner betont der DJV die Notwendigkeit einer besseren ­Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). In der GAP verständigen sich die europäischen Staaten alle sieben Jahre über ihre landwirtschaft­lichen Ziele, die Verteilung von Geldern und Subventionen. Das Budget für die GAP nimmt stetig ab, der DJV fordert eine Trendwende. Da sich die Mitgliedsstaaten nicht über weitreichende Änderungen einigen konnten, hat der EU-Agrarausschuss eine zunächst auf zwei Jahre befristete Übergangsverordnung erlassen. Der DJV appellierte an die Bundesre­gierung, ihren Einfluss geltend zu machen, um Bewegung in die stagnierenden Verhandlungen zu bringen.

rig

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