Luchs reißt Damwild

1925


In einem Damwildgatter im Schönderlinger Wald (Franken) unterhalb des Hegkopfsees hat ein Luchs drei Stück Damwild gerissen. Das ist das erste Mal, dass eine Großkatze in diesem Gebiet derart auffällig ist.

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Einige Tage zuvor hatte sich der Luchs entspannt im angrenzenden Staatsforst fotografieren lassen. (Foto: privat)
Zudem ist sie außergewöhnlich vertraut. Die Gutachter vom Netzwerk Große Beutegreifer (NBG) Christian Müller-Wirth und Peter Reuter sind sich aber sicher, dass es sich hier um einem Luchs handelt: „Die erlegten Tiere weisen die typischen Male auf. Der Luchs tötet gezielt durch einen Drosselbiss. Er erstickt sein Opfer und fängt dann an, das Muskelfleisch zu fressen.“
Der Gatterbesitzer hatte zunächst zwei Risse gefunden und die Gutachter informiert. Diese rieten ihm, die Stücke im Gatter zu belassen und eine Wildkamera aufzustellen. Luchse würden zu ihrer Beute zurückkehren, um zu fressen. Die Katze kehrte in der darauffolgenden Nacht tatsächlich zurück, riss aber – anstatt sich an ihrer Beute gütlich zu tun – ein weiteres Stück. Als der Gatterbesitzer mit seinem Vater gegen 19.30 Uhr ins Gehege zurück kam, sah er schon vom Eingang aus zwei leuchtende Augen im unteren Teil des Geheges.
„Damit haben wir nicht gerechnet: In aller Gemütlichkeit lief der Luchs am unteren Wald entlang, bis er schließlich mit einem gekonnten Sprung über das Gatter in die Nacht verschwand. Das ist sehr ungewöhnlich, denn die Tiere sind normalerweise menschenscheu“, zeigte er sich überrascht.
red.

 

 



Luchssichtungen

 

 

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