Das kleine Futter-ABC

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1. Geschlossene Deklaration: Die Zutaten werden in Gruppen zusammengefasst und auf der Packung veröffentlicht. Reines Fleisch wird beispielsweise als solches benannt, sofern tierische Nebenprodukte der Kategorie 3 enthalten sind, heißt die Gruppe „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“. Die Deklaration gibt nur Auskunft über Mengenanteile, aber nicht über die Qualität der Zutaten. So können die Nebenbestandteile aus Federn oder Hufen bestehen.
2. Offene Deklaration: Die Zutaten werden absteigend nach Gewichtsanteilen gelistet. Verschiedene Formen eines Stoffes dürfen allerdings getrennt angegeben werden. So kann zum Beispiel Fleisch an der ersten Stelle platziert werden, obwohl der Getreideanteil des Futters tatsächlich viel höher ist.
Inhaltsstoffe: werden in Rohprotein, Rohfett, Rohfaser und Rohasche angegeben.
Internationale Einheit (IE): Bemisst die Dosierung medizinischer Präparate nach deren Wirkung, bei Vitamin A und D meist pro Kilogramm angegeben.
Rohprotein: Eiweiße, die aus tierischen oder pflanzlichen Quellen stammen. Auch Schalen, Hufe, Federn und Tiermehl.
Rohfett: sowohl tierische und pflanzliche Fette. Über die Qualität dieser Fette sagt die Deklaration nichts aus.
Rohfaser: unverdauliche pflanzliche Bestandteile. Diese sind wichtig für eine gute Verdauung. Ihr Anteil sollte drei Prozent nicht überschreiten. Ein hoher Rohfaseranteil führt zu erhöhter Kotmenge. Rohfasern werden gerne in größeren Mengen im Futter verarbeitet, da sie sehr kostengünstig sind.
Rohasche: Mineralien und Spurenelemente, aber auch Sand, Federn, Tiermehl und Knochen! Der Rohascheanteil sollte sechs bis sieben Prozent nicht überschreiten, da sonst die Nieren überlastet werden.
Feuchtigkeit: Je weniger Wasser im Futter enthalten ist, desto konzentrierter sind die Inhaltsstoffe. Richtwert bei Dosenfutter: maximal 89 Prozent, bei Trockennahrung etwa zwölf Prozent.

 

 

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