NABU will verwilderte Katzen einschläfern

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Franz-Josef Göddecke, erster Vorsitzender der NABU-Kreisgruppe Olpe, äußerte gegenüber dem WDR, dass streunende Hauskatzen eingeschläfert werden müssten, wenn diese nach der Kastration nicht vermittelt werden könnten. Der Verband macht die Stubentiger für den starken Rückgang der Singvögel in Deutschland verantwortlich und fordert, härter gegen diese vorzugehen.

Hauskatze
Laut NABU erbeuten Hauskatzen pro Jahr 200 Millionen Vögel.
Foto: Michael Breuer

Laut Naturschutzbund erbeuten Katzen rund 200 Millionen Vögel jedes Jahr in der Bundesrepublik. Die streunenden Beutegreifer wurden lange bejagt, um deren negativen Einfluss auf Singvögel- und Niederwildbesätze zu mindern. Der Abschuss ist seit 2014 aufgrund einer Änderung im Landesjagdgesetz, vorangetrieben durch den damaligen nordrhein-westfälischen Umweltminister Johannes Remmel (Grüne), nicht mehr möglich. Jäger müssen verwilderte Katzen einfangen und in Tierheime bringen, die meistens nicht genügend Platz haben. Häufig werden die Stubentiger dort kastriert und danach wieder freigelassen. aml

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