Nationalpark-Kernzone langfristig jagdfrei

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Im Nationalpark Schwarzwald soll bis zum Jahr 2020/21 die Kernzone von 3.000 Hektar jagdfrei werden. Das teilte der zuständige Abteilungsleiter des Parks, Friedrich Burghardt, gegenüber WILD UND HUND mit.

Nationalpark
Friedrich Burghardt, Leiter Wildtiermanagement im Nationalpark Schwarzwald
Foto: Vivienne Klimke

Die Zustimmung des Nationalparkrats steht aber noch aus. Bereits ab diesem Jahr werde die Schalenwildregulation in der Kernzone auf insgesamt vier Wochen und eine Drückjagd pro Flächeneinheit begrenzt. Die angepeilte Jagdruhe entspreche dem Grundsatz des Prozessschutzes, Natur Natur sein zu lassen. Da die Kernzone mancherorts aber direkt an Wirtschaftswälder außerhalb des Parks angrenzt, erfolge alles in enger Abstimmung mit den Anrainern.

Der Nationalpark ist mit seinen 10.000 Hektar auch Teil der neu angelaufenen Rotwildkonzeption Nordschwarzwald, die ein Gesamtgebiet von 105.000 Hektar umfasst. Ihr Ziel ist ein Rotwildmanagement auf Populationsebene. Burghardt hofft, dass es Baden-Württemberg gelingen werde, das Management des Rothirsches im Nationalpark mit dem Management im gesamten Rotwildgebiet abzustimmen und so eine Vorreiterrolle in Deutschland zu übernehmen. vk

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