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Neues aus der Wildbiologie: Neue Reiseziele

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Graugänse haben in den vergangenen Jahrzehnten ihre Wintermigration räumlich und zeitlich angepasst. Leif Nilsson und Hakon Kampe-Persson von der Universität Lund haben die Daten zusammengetragen.

Graugänse überwintern zunehmend im Norden.
Foto: Pixabay

Stark ansteigende Populationen führen zu einem höheren Beweidungsdruck in der Landwirtschaft. 2 639 Graugänsen wurden in ihren Brutgebieten in Schweden Halsbänder angelegt, um die Migration zu dokumentieren. Zwischen 1984 und 2009 konnten die Stücke mit Halsbändern 15 296 Mal auf ihren Wanderwegen gesichtet werden.

Anfangs zogen die meisten Graugänse zum Überwintern über die Niederlande in das südliche Spanien. Allerdings blieben nach und nach immer mehr Gänse im nördlichen Spanien oder in den Niederlanden. Zunehmend blieben sie sogar in Schweden selbst.
Die Graugänse kehrten zudem früher aus den Überwinterungsgebieten zurück und verweilten länger in den schwedischen Brutgebieten. Insgesamt verkürzten sich sowohl die Flugroute als auch die Dauer der Abwesenheit im Winter.
In den Brutgebieten steigt der Beweidungsdruck durch die längere Anwesenheit der Gänse. Um dem zu begegnen, erfordert es neue Wege im Umgang mit den Wildgänsen. Johann David Lanz

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