Niedersachsen: Diskussion um Abschussfreigabe eskaliert

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Die Auseinandersetzung um die Abschussfreigabe für den Leitrüden des Rodewalder Wolfsrudels im Landkreis Nienburg durch das Umweltministerium droht zu eskalieren.

Das Rodewalder Rudel hat mutmaßlich dieses Pony bei Neustadt gerissen.
Foto: Arnar Halldorsson/mh

So hat das Umweltministerium einen der Wolfsberater im Landkreis Nienburg von seinem Amt abberufen, um ihn zu schützen. Der Berater wird bedroht. Anfang Februar hatte der „Freundeskreis freilebender Wölfe e. V.“ Klage beim Verwaltungsgericht Hannover gegen die von Umweltminister Olaf Lies (SPD) erlassene Abschussfreigabe des „Rodewalder Rüdens“ eingereicht und hofft so auf eine zumindest aufschiebende Wirkung für den Schießbefehl.

Dem vorausgegangen war ein offener Brief an Minister Lies, den 16 Wolfsberater unterzeichnet hatten. Darin wollen sie detailliert begründet sehen, wie Lies dazu kam, den Wolf freizugeben, und stellen das Vorgehen des Ministers infrage. Das wiederum führte zur Diskussion um die Neutralität der Wolfsberater und die Handhabung der Proben. Befeuert wurde die Diskussion zusätzlich durch den Riss eines mehrere Zentner schweren Ponyfohlens, mutmaßlich durch das Rodewalder Rudel bei Neustadt am Rübenberge in der Region Hannover am 5. Februar. mh

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