Niedersachsen: Schafhalter veröffentlichen Wolfs-Doku als Film

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Mit dem Dokumentationsfilm „Echte Fakten über Wölfe“ will der Förderverein der Deutschen Schafhaltung für Aufklärung sorgen.

Mit dem Dokumentationsfilm „Echte Fakten über Wölfe“ will der Förderverein der Deutschen Schafhaltung für Aufklärung sorgen. (Foto: Shutterstock)

In 30 Minuten stellt der Film die derzeitige Wolfssituation dar und beschreibt das Dilemma der Weidetierhaltung, die ja von Politik und Gesellschaft gewollt ist, es aber durch die ungehinderte Ausbreitung des Wolfes sehr schwer hat. „Der Verklärung setzen wir ‚erlebte‘ Fakten entgegen – und die Einschätzung von Wolfsexperten. Die Debatte über ein echtes und effektives Wolfsmanagement in Deutschland ist längst überfällig“, erklärt Wendelin Schmücker, Vorsitzender des Fördervereins. Eine Koexistenz zwischen Wolf und Weidetierhaltung könne in der Kulturlandschaft nur funktionieren, wenn die Bestände der Wölfe reguliert und seiner unbeschränkten Ausbreitung Grenzen gesetzt werden, fordert Schmücker gemeinsam mit dem Vize-Präsidenten des Landvolk-Verbandes, Jörn Ehlers.

Deutschland verlange von den Tierhaltern ein hoffnungsloses Wettrüsten gegen Wölfe, sagt Schmücker. Wenn Politiker und Naturschützer sich bei ihren Vorschlägen auf ‚Problemtiere‘ und Entschädigungen konzentrieren, gehe das laut Schmücker an der Realität vorbei.

Laut Ehlers arbeitet der Film zwei Aspekte besonders heraus: „Zum einen wird deutlich, dass alle Investitionen in Herdenschutz, sei es durch Zäune oder durch Hunde, Wolfsangriffe nur verzögern, aber nicht verhindern können. Zum anderen offenbart der Film einen Zielkonflikt innerhalb des Naturschutzes, denn unter dem Rückgang der Beweidung leidet die Artenvielfalt des Grünlandes enorm.“ Zudem sei der mit mehr als 15.000 Exemplaren allein in der Europäischen Union schon lange nicht mehr vom Aussterben bedrohte Wolf zum PR-Maskottchen einer gut vernetzten Lobby aus Verbandsfunktionären geworden, die von seiner Ausbreitung profitieren und sich bisher jeder vernünftigen Diskussion verweigern, so Ehlers.

mh

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