Meldungen Nordrhein-Westfalen: Missverständnis bei Kitzrettung

Nordrhein-Westfalen: Missverständnis bei Kitzrettung

Kitz im hohen Gras (Symbolbild: Sophia Lorenzoni)

Kitz aus Karton genommen. Dies diente dem Schutz vor der Mahd

Wie die Westfälischen Nachrichten berichten, kam es unlängst zu einem Missverständnis mit einem „besorgten Bürger“.  Frühmorgens machten sich ein Jäger und ein Mitglied der Maschinengemeinschaft Freckenhorst auf den Weg, um vor der Mahd mit einer Drohne Wiesen abzufliegen. Gefundene Kitze kamen in neue, geschlossene Umzugskartons mit Grasunterlage und Lüftungslöchern. Ein Bürger muss eine dieser Kisten gefunden und mindestens eines der Kitze aus dem Karton geholt haben. Zudem habe er sich bei einem Landwirt über dieses Vorgehen als nicht tierschutzgerecht beschwert und mit Anzeige gedroht – ein Missverständnis, das auf Unwissenheit beruht.

Gerade in der aktuellen Zeit ist es immens wichtig, dass Kitze nicht angefasst werden. Ihre „Geruchslosigkeit“ schützt sie vor Raubwild. Wenn sie menschlichen Geruch an sich haben, werden sie von der Mutter verstoßen.

Folgende Punkte sollten beachtet werden:

  • Kitze nicht anfassen
  • Kitze verbringen Stunden alleine im hohen Gras
  • bei Unsicherheit den örtlichen Bauern, Pächter oder die Polizei anrufen
  • Wildtierauffangstation kontaktieren, wenn es doch angefasst wurde
  • Mitnahme eine Kitzes (ohne Erlaubnis des Jagdausübungsberechtigten) stellt den Tatbestand der Wilderei dar (mehr Infos: hier)

WN/AL

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