Problemwölfe sind ab sofort in Sachsen-Anhalt zum Abschuss freigegeben

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Das Umweltministerium in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) hat am 10. Juli beschlossen, dass Wölfe unter bestimmten Bedingungen zukünftig getötet werden dürfen. Wie der MDR berichtet, hat das Umweltministerium die seit 2008 geltenden Regelungen in einer neuen Leitlinie konkretisiert.

Problemwölfe können zurünftig erlegt werden
Aggressive Wölfe gegenüber Menschen können in Zukunft in Sachsen-Anhalt getötet werden. (Symbolbild)
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Es bestehen nun Vorgaben, ab wann ein Wolf als gefährlich einzustufen ist. Ein Wolf, der aggressiv auf Menschen oder Hunde reagiert, kann künftig erlegt werden, wenn alle alternativen Maßnahmen ausgeschlossen wurden. Dies gilt beispielsweise für Wölfe, die bereits mehrfach Nutztiere gerissen haben und Schutzmaßnahmen, wie Zäune, regelmäßig umgehen. Eine Abschussfreigabe für tollwütige Tiere wurde ebenfalls formuliert.

Eine Entnahme wird direkt vom Umweltministerium, in Absprache mit dem Wolfskompetenzzentrum und der Naturschutzbehörde, angeordnet. Das Umweltministerium teilte auf Anfrage mit, dass derzeit noch bundesweit im Arbeitsgruppen diskutiert wird, wie letztendlich die Tötung eines Wolfes erfolgen soll. Weiterhin stellt die Identifizierung eines verhaltensauffälligen Wolfes ein großes Problem dar, so das Ministerium. aml