Schutzpatron Der Jäger – Sankt Hubertus

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Sankt Hubertus wird meistens als Jäger mit einem Hirsch abgebildet.

Wer war der Mann, der als Schutzpatron der Jäger gilt? Hubertus wurde um das Jahr 655 als Sohn eines Herzogs im französischen Toulouse geboren. Es heißt, er arbeitete für den Pfalzgrafen von Burgund und lebte auch an dessen Hof. Wie die meisten Edelleute zu dieser Zeit, konnte er gut mit Waffen umgehen und ging gern und oft zur Jagd. Mit etwa 30 Jahren heiratete er und wurde Vater eines Sohnes. Seine Frau starb leider bei der Geburt.

Da er sie sehr liebte, war er verzweifelt und wusste nicht, wie er damit umgehen sollte, dass sie nicht mehr da war. Mit der Jägerei wollte er sich ablenken. Manchmal war er tagelang allein unterwegs in den Wäldern. Hubertus war ein rücksichtsloser Jäger, hetzte das Wild mit Hunden bis zur Erschöpfung oder gar zum Tod. Er war alles andere als ein Vorbild.

Viele Waldkapellen sind nach dem Heiligen Hubertus benannt. Auch hier ist das Kreuz zwischen den Geweihstangen zu sehen.
Bei Hubertusmessen gehört erlegtes Wild als Zeichen des Dankes für eine gute Jagd dazu.
Der Legende nach war es ein weißer Hirsch, der Hubertus bekehrte.

Der Legende nach kam es eines Tages wieder zu einer Hetzjagd. Hubertus sah einen kapitalen weißen Hirsch, den er unbedingt erlegen wollte und viele Tage lang verfolgte. Als er den Hirsch schließlich stellte und auf ihn zielte, sah Hubertus ein leuchtendes Kreuz zwischen seinen Geweihstangen. Und eine Stimme fragte ihn, warum er so grausam sei. Das berührte ihn so tief, dass er den Hirsch nicht erlegte, sondern sich hinkniete und versprach, sich zu bessern. Ihm wurde nämlich klar, dass er sich falsch verhalten hatte, ein schlimmer Jäger war und das Wild nicht quälen durfte.

Hubertus änderte sein Leben danach von Grund auf. Er jagte nur noch waidgerecht, verschenkte seine Reichtümer und wurde Priester. Etwa im Jahr 700 wurde er sogar zum Bischof von Maastricht in den Niederlanden geweiht. Einige Jahre später ging er als Bischof ins belgische Lüttich. Dort starb er 727. Weil er sich in seinem Amt gut um die Menschen kümmerte, wurde er schon bald nach seinem Tod heiliggesprochen und wird seitdem Heiliger Hubertus oder Sankt Hubertus genannt.

Schon Gewusst?

Am 3. November, dem Hubertustag, wurden früher Brot, Salz und Wasser geweiht. Bauern mischten das gesegnete Brot unters Viehfutter. Manche Menschen nähten es in ihre Kleider ein. Es sollte vor den Bissen tollwütiger Tiere schützen. Hubertus ist nämlich auch Schutzpatron gegen die Tollwut.