Schweiz: Forschungsprojekt zur Waldschnepfe

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Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat mit der Vogelwarte Sempach und einem weiteren Partner ein Forschungsprojekt zur Waldschnepfe gestartet. Hintergrund ist, dass Kartierungen der vergangenen Jahre das Verschwinden der Waldschnepfe aus dem Mittelland sowie größere Verbreitungslücken im östlichen Jura aufgedeckt haben. Nun sollen die Gründe untersucht werden. 

Jürgen Schiedsmann
In der Schweiz darf die Waldschnepfe noch in einigen Kantonen bejagt werden.
Foto: Jürgen Schiersmann

Im Neuenburger Jura werden dazu Waldschnepfen gefangen, mit zwei Typen von kleinen Sendern ausgerüstet und wieder freigelassen. Der eine Typ ermöglicht es, herauszufinden, in welchen Wäldern sich die Vögel aufhalten, und daraus den optimalen Waldaufbau für die Waldschnepfe herzuleiten. Der andere soll Daten über den Zeitpunkt liefern, an dem die heimischen Brutvögel Richtung Südwesten abwandern.

Die Waldschnepfe wird in den schweizerischen Kantonen der Romandie und im Tessin noch bejagt. Die Vogelwarte fordert, die Jagdzeit auf die Waldschnepfe so zu legen, dass dabei auf keinen Fall heimische Brutvögel erlegt werden. vk