Die Wald-Kiefer: Baum des Jahres 2007

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Silvius Wodharz, Vorsitzender des Kuratoriums Baum des Jahres, erklärte am 19. Oktober 2006 in Berlin die Wald-Kiefer (Pinus silvestris) zum Baum des Jahres 2007.

Kiefer - Baum des Jahres 2007
Die Wald-Kiefer ist keine seltene Baumart „sondern eine bescheidene Schönheit mit zähem Überlebenswillen“, meint Wodharz. Die geringen Ansprüche der Wald-Kiefer an die Wasser- und Nährstoffversorgung machen sie zu einer besonderen Baumart.
 
Die Wald-Kiefer hat in Deutschland einem Baumartenanteil von circa 23 Prozent und kommt damit relativ häufig vor. Sie besticht durch ihre Fähigkeit auch ärmste Lebensräume, wie Felsen oder Heideflächen besiedeln zu können. Bei der Wald-Kiefer handelt es sich um eine ausgesprochene Lichtbaumart. Brachliegende Flächen werden durch die sie innerhalb kürzester Zeit neu besiedelt.
 
Die Wald-Kiefer zählt zu den immergrünen Nadelbaumarten. Die vier bis acht Zentimeter langen Nadeln sitzen auf so genannten Kurztrieben (unterentwickelte Triebe). Die blau- bis graugrünen Nadeln sind jeweils zu zweit auf einem Kurztrieb zu finden. Die junge Rinde der Wald-Kiefer (Spiegelrinde) hat eine fuchsrote Färbung, in den älteren Bereichen der Rinde bildet sich eine grob strukturierte Borke aus.
 
Verschiedene Lebewesen sind auf die Wald-Kiefer als Lebensraum angewiesen. An den Wurzeln sind über 50 Pilzarten bekannt, die dem Baum bei der Wasser- und Nährstoffversorgung unterstützen.
 
Das Holz der Kiefer findet Verwendung im Möbelbau, als Rammpfähle und im Fensterbau. Eine Harznutzung durch Anritzen der Borke findet heute nicht mehr statt. Weltweit gibt es etwa 100 Kiefernarten.
 
Einzelstehende Bäume (Solitäre) können sehr variable und damit einzigartige Wuchsformen ausbilden. In der Mischung mit anderen Waldbäumen ist die Wald-Kiefer durch ihren hohen Lichtbedarf oft unterlegen.
 
– pm/hei –

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