Startup mit Vermeidung von Wildunfällen

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Mit einem System zur Vermeidung von Wildunfällen haben zwei junge Wissenschaftler der Hochschule Magdeburg-Stendal (Sachsen-Anhalt) ein Startup-Unternehmen gegründet.

Damit solche Bilder seltener werden: ein neues Technik-Startup befasst sich mit der modernen Vermeidung von Wildunfällen (Foto: Sophia Lorenzoni)

In ihrem Projekt wurden Leitpfosten mit Infrarotsensoren ausgestattet, die Wild in Straßennähe erkennen. Reagieren die Sensoren auf die Körperwärme des anwechselnden Wildes, wird ein Licht-Warnsignal im Leitpfosten ausgelöst, das in beide Fahrtrichtungen leuchtet. Die Fahrer sich nähernder Fahrzeuge können dann rechtzeitig reagieren und bremsen.

Jeder Leitpfosten muss dafür mit drei Sensoren ausgestattet werden; die Energieversorgung erfolgt mittels Solarzellen, die Akkus sind im Fuß der Pfosten untergebracht. Derzeit bilden die rund 15.000 Wildunfälle pro Jahr die häufigste Unfallursache in Sachsen-Anhalt.

Das System wird aktuell an mehreren stark betroffenen Straßenabschnitten in den Landkreisen Stendal und Harz getestet. Neben der Funktionalität geht es dabei auch um den Pflege- und Wartungsaufwand. Für einen entsprechend ausgerüsteten Leitpfosten werden etwa 120 bis 200 Euro veranschlagt. Pro Wildunfall beträgt die Schadenshöhe durchschnittlich 4.200 Euro.

mh

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