Steinzeitliche Jagd und menschliche Entwicklung

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Forscher des Römisch-Germanischen Zentralmuseums in Neuwied gehen davon aus, dass die steinzeitliche Jagd die soziale Entwicklung des Menschen maßgeblich geformt hat.

Die Jagd spielte in der Lebenswelt der Steinzeitmenschen die zentrale Rolle und hat unsere Entwicklung nachhaltig geprägt.
Foto: Visipix

Die ältesten Spuren einer solchen Jagd wurden kürzlich in Sachsen-Anhalt entdeckt. Vor rund 120 000 Jahren lebten in Mitteleuropa Neandertaler, die in der Zwischeneiszeit Damwild nachstellten. Die Wissenschaftler fanden entsprechende Spuren an den Skeletten zweier Damhirsche. Die Steinzeitmenschen verwendeten Speere, die nicht geworfen, sondern – vergleichbar mit einer Saufeder – auf Nahdistanz gestoßen wurde.
Offenbar lauerten die Neandertaler dem Wild bevorzugt in Gruppen an dicht bewaldeten Seeufern auf, um es dann mittels Speerstoß zu erlegen. Diese Jagdmethode brachte ein hohes Verletzungsrisiko für die Jäger mit sich. Die komplizierte Interaktion zwischen den einzelnen Jägern, die für den Erfolg vonnöten war, förderte eine differenzierte Kommunikation. Luisa Ziegler

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