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Studie: Buntzecke auf dem Vormarsch

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Die Buntzecke (Dermacentor reticulatus) hat sich mittlerweile in ganz Deutschland ausgebreitet. Das ergibt sich aus einer Studie zur Verbreitung dieser Spinnentiere. Die Zecke ist auch in den Wintermonaten aktiv und überträgt unter anderem die lebensgefährliche Hundebabesiose, auch Hunde-Malaria genannt.

Buntzecken sind an ihrem emailleartig marmorierten Körper zu erkennen.
Foto: wikipedia.de

Im vergangenen Jahr wurde die Zeckenart erstmals in der Region Hannover nachgewiesen, weshalb man davon ausgeht, dass diese sich bereits in nordwestlicher Richtung innerhalb Deutschlands ausbreitet. Um die neu eroberten Bereiche dieser Zeckenart in Deutschland benennen zu können, rief die Arbeitsgruppe um Professorin Dr. Christina Strube, Leiterin des Instituts für Parasitologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die marmorierten Zecken unter Angabe des Fundorts einzuschicken.

Die eingesendeten Zecken wurden auf unterschiedliche Erreger untersucht und die jeweiligen Fundorte ausgewertet. Insgesamt wurden knapp 4.000 Dermacentor-Zecken eingesendet. Das Ergebnisse des Buntzecken-Monitorings: Diese Art hat sich unter anderem erfolgreich im Norden und Nordewesten Deutschlands angesiedelt und ist über das ganze Bundegebiet verbreitet. Selbst auf Sylt hat man Exemplare gefunden. Die Buntzecke lebt gern auf Wiesen bzw. Grünstreifen mit höheren Aufwuchs oder in Übergangszonen am Waldrand. Sie sticht bevorzugt Hunde und seltener Menschen.

Um die Ausbreitung dieser Zeckenart nach wie vor untersuchen zu können, bittet die TiHo um weitere Einsendungen der Buntzecke an:

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Institut für Parasitologie Professorin Strube
Bünteweg 17
30559 Hannover

Die umfangreichen Ergebnisse des Buntzecken-Monitorings finden Sie hier.

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