Thüringen: Sorge um Rotwild im Harz

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Die im vergangenen Herbst gegründete Rotwildhegegemeinschaft Harz hält das Rotwild in Deutschlands nördlichstem Mittelgebirge für gefährdet. Die Thüringer Allgemeine zitiert Vertreter der Gemeinschaft mit der Sorge, unsere größte Hirschart werde bald nicht mehr erlebbar sein.

Das Rotwild im Harz sei aufgrund der überscharfe Bejagung gefährdet, so die örtliche Rotwildhegegemeinschaft.
Foto: Ingo Gerlach

Hintergrund der Befürchtung sei eine „radikale Bejagung” durch Thüringenforst und Stiftforstbetrieb, die im Südharz rund 12 500 ha bewirtschaften, sowie die in den vergangenen Jahren sowie die aktuell betriebene Ausweitung der gesetzlichen Jagdzeiten. Das habe die Bestände mancherorts derart dezimiert, dass „die herbstliche Rotwildbrunft im Raum Sophienhof praktisch nicht mehr stattfindet”. Die als Begründung der scharfen Rotwildbejagung angeführten Schäden seien Folgen falscher Winterfütterung, geänderten Freizeitverhaltens und des Wegfalls von Äsungsflächen außerhalb des Waldes. chb

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