WILD UND HUND TV-Tipps für Jäger

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Hier finden Sie die aktuelle Programmvorschau für Jäger

Mit freundlicher Unterstützung des Redaktionsbüros „Radio + Fernsehen“. Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.

Hörfunk: Radio Rheinwelle 92,5 Mhz, Samstags, 13 bis 15 Uhr, vierwöchentlich, ungerade Kalenderwochen: Jagd – Faszination und Kultur
ORF-Radio Niederösterreich, 1. Dienstag im Monat, 21 Uhr: Naturerlebnis Jagd
Radio Bamberg: „Heike trifft… Drei Jäger“
Jagdfunk: Ein Interview-Podcast rund um die Jagd

Kino und DVD-Tipps: siehe Trailer und Seitenende

Zahlreiche spannende Reportagen rund um die Jagd finden Sie auch auf PareyGo!

Zeitraum: 06.12.2021 - 12.12.2021

Montag, 6. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 9.15 Uhr
Abenteuer Wildnis
Europa – ungezähmt: Der trockene Süden
Europa ist vor Australien der zweitkleinste Kontinent der Erde – und zeigt sich immer noch vielfältig und wild. Die Bandbreite der Naturlandschaften von den Azoren bis zur Tundra reicht von subtropisch bis subpolar. Auf einer spannenden Expedition zeigt die 5-teilige Dokureihe „Europa – ungezähmt“ den Kontinent von seiner wilden Seite: mit tiefen Seen, schwer zugänglichen Hochgebirgsregionen, dichten Wäldern und eisigen Wüsten. Auf der Iberischen Halbinsel beispielsweise wachsen einzigartige Wälder aus immergrünen Korkeichen und bieten Lebensraum für den Pardelluchs. Von der extrem seltenen Raubkatze gibt es nur noch 150 Tiere. Die wüstenhaften trockenen Regionen sind Heimat von Perleidechsen, Hornottern und Chamäleons. Oder die Extremadura: Sie ist für ihre großen Geier-Vorkommen bekannt – wahre Flugkünstler, die in Höhen von bis zu 6.000 Metern kreisen. Sie sorgen dafür, dass kein großer Kadaver liegenbleibt und in der Hitze verfault.

Dienstag, 7. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 9.15 Uhr
Abenteuer Wildnis
Überleben im Reich der Eisbären
An Bord einer Segeljacht begibt sich ein BR-Team auf Spurensuche nach Spitzbergen, um Eisbären im Packeis zu filmen.
Spitzbergen, Ende August. Im polaren Spätsommer startet die Segeljacht Arctica zu einer Entdeckungsreise in den Norden der Inselgruppe – ins Reich der Eisbären. Fernab jeglicher Zivilisation bietet sich die Chance für eindrucksvolle Begegnungen mit der arktischen Tierwelt: weiße Bären, zum Greifen nah, an Land und auf dem Eis, Wale und Robben, Rentiere und Walrosse, Polarfüchse am Vogelfelsen. Unerwartet intakt präsentiert sich der vom Klimawandel bedrohte Lebensraum nahe der Packeisgrenze im Nordpolarmeer. Doch spektakuläre Tierbeobachtungen sind nicht das alleinige Ziel der Reise. Die Arctica folgt der Route einer Expedition von 1912. Noch heute ist das Schicksal des damaligen Expeditionsleiters und dreier seiner Weggefährten unklar. Im eisigen Nordostland beginnt eine spannende Spurensuche. Vor fast 100 Jahren wurden hier die Pioniere der deutschen Polarforschung, wie historische Filmaufnahmen belegen, von einem unerwartet frühen Wintereinbruch überrascht. Und so wie damals gerät auch die Expeditionscrew auf der Arctica in Bedrängnis, muss fliehen vor driftendem Eis, Sturm und Kälte. Für Tage ist das kleine Schiff im Eis gefangen. Während hungrige Eisbären versuchen, auf das Deck der Jacht zu klettern, entsteht der Plan, noch einmal in den Norden Nordostlands vorzustoßen und das Schicksal der Verschollenen aufzuklären. Doch ist die hohe Arktis kein leichter Gegner.

arte, 9.30 Uhr
Kielings wilde Welt
Die letzten ihrer Art
Wie funktioniert Überleben in extremen Landschaften? In zwei neuen Filmen zeigt Andreas Kieling die ungewöhnlichen Strategien seltener Tiere. Im ersten Teil besucht der Tierfilmer Neuseeland, Kasachstan, Namibia und Deutschland. Internationale Wissenschaftler lassen ihn an ihren Projekten teilhaben und ermöglichen ihm exklusiven Zugang zu bestimmten Orten und Arten. In Namibia besucht der Tierfilmer ein sehr erfolgreiches Artenschutzprojekt, das die schnellste Katze der Welt retten will, den Geparden. Hier erfährt er, wie Kangale – stattliche anatolische Hirtenhunde – den Wildkatzen und den Farmern gleichermaßen helfen. In Deutschland unterstützt Kieling Vogelforscher dabei, Rotmilane mit Sendern zu versehen. 60 Prozent der Weltpopulation leben hier, doch die schönen Greife benötigen weitaus mehr Raum, als die Betreiber von Windkraftanlagen ihnen zugestehen wollen.

Mittwoch, 8. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 9.15 Uhr
Abenteuer Wildnis
Der Harz – Eisige Gipfel, wilde Täler
Verwunschene Wälder, Großkatzen, wilde Schafe und ein langer, harter Winter: Deutschlands nördlichstes Mittelgebirge hat vieles zu bieten. Der Harz ist sagenumwobener Treffpunkt der Hexen, war einst Inselreich von Urzeitechsen und ist heute ein Naturjuwel mit einer Tierwelt, die man in Deutschland anderswo kaum noch findet. Der erste Teil der Dokumentation „Der Harz“ beginnt im schneereichen Winter und endet im milden Sommer des 2.000 Quadratkilometer großen Mittelgebirges. Über 1.000 Meter hoch ragt der Brocken, der höchste Berg des Harzes, aus der flachen norddeutschen Landschaft. Kahl und windumpeitscht ist sein Gipfel, dunkel und wasserreich sind seine bewaldeten Hänge. Der Harz ist ein Regenfänger. Hier fällt zwei bis dreimal so viel Niederschlag wie im Umland. Im Winter kommt der Niederschlag als Schnee und verwandelt das Gebirge in eine weiße Traumlandschaft. Dabei kann es in den Hochlagen ungemütlich werden. Am Brocken erreichen Stürme nicht selten Orkanstärke und die Temperaturen fallen regelmäßig unter minus 20 Grad Celsius. Wildkatze und Luchs streifen durch die nebelverhangenen Wälder, Mufflon und Rothirsch haben hier ihr Revier. Der Luchs ist längst zum Symboltier der Region geworden. Er zeigt, dass Naturschutz und Tourismus erfolgreich nebeneinander existieren können. Manchmal kommt er den Menschen, die im Harz unterwegs sind, sogar sehr nah. Doch die gut getarnte Großkatze wird fast nie bemerkt. Eine weitere Besonderheit in den Tälern des Ostharzes sind die Mufflons, Wildschafe, die ursprünglich aus Sardinien und Korsika stammen und vor 100 Jahren im Harz angesiedelt wurden. Seltene Aufnahmen zeigen die kleinen Wildschafe in den Wäldern des Harzes. Berühmt ist der Harz nicht nur für seine Natur, sondern auch für seine Mythen: Hexen sollen sich in der Walpurgisnacht auf dem Brocken versammeln, dem höchsten Berg Norddeutschlands. Weniger bekannt ist die Vorgeschichte des Gebirges: Jurassic Harz, sensationelle Dinosaurierfunde am Harzrand, Tausende Knochen einer nah verwandten Art des Brontosaurus, der bis zu 22 Meter lang war. Die Harzer Saurier allerdings waren nur etwa acht Meter lang und erhielten so den Spitznamen „Harzer Zwerg“. Der erste Teil der Dokumentation „Der Harz“ beginnt im schneereichen Winter und endet im milden Sommer des 2000 Quadratkilometer großen Mittelgebirges. Über zwei Jahre lang war Tierfilmer und Harz-Kenner Uwe Anders für seine zweiteilige Naturdokumentation im Harz unterwegs. Ihm ist ein besonderes Naturporträt gelungen mit einzigartigen Landschaftsaufnahmen und überraschenden Verhaltensweisen der wilden Tierwelt des Harzes. Teil 2 „Der Harz – Felsenreich und Wasserwelten“ folgt am 09.12.21 im BR Fernsehen.

3sat, 16.30 Uhr
Winterwelten
Neuschnee umhüllt Berge und Täler mit einem weißen Schleier und verzaubert das Land märchenhaft. – Eine Winterreise durch die Natur Deutschlands. Der Winter ist eine Zeit voller Gegensätze. Glitzernde Eisskulpturen entstehen wie zerbrechliche Kunstwerke aus Kälte und Wasser. Und wenn die Sonne scheint, funkelt die Welt plötzlich in ganz neuem Licht. Für viele Tiere beginnt jedoch ein Kampf ums Überleben. Ob Fuchs, Maus, Wildschwein, Hirsch, Eichhörnchen oder Vogel – jeder versucht auf seine Weise, dem Hunger und der Kälte zu trotzen. Ein dichtes Winterfell oder Daunenkleid schützen vor der Kälte, aber die Nahrung ist für alle knapp. Hirsche fahren ihren Stoffwechsel herunter, um mit dem kargen Futter auszukommen, und bewegen sich möglichst wenig, um keine Energie zu verschwenden. Wasservögel hingegen müssen sich bewegen, denn sonst frieren sie auf dem Eis fest. Eichhörnchen haben gut vorgesorgt und machen sich auf die Suche nach ihren heimlichen Nahrungsvorräten, die sie bereits im Herbst versteckt haben. Der Fuchs dagegen muss ständig jagen. Es ist kein leichtes Unterfangen, unterm Schnee Mäuse zu fangen – und häufig auch vergebens. Die Strategien der Natur sind vielfältig und voller Wunder und führen oft zu erstaunlichen, aber auch heiteren Begebenheiten. Die Filmemacher Annette und Klaus Scheurich haben zauberhafte Bilder von weißen Schneelandschaften eingefangen und zeigen in eindrucksvollen, aber auch heiteren und humorvollen Aufnahmen, wie die heimische Tierwelt über den Winter kommt.

Donnerstag, 9. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 9.15 Uhr
Abenteuer Wildnis
Der Harz – Felsenreich und Wasserwelten
Der zweite Teil der Dokumentation „Der Harz“ beginnt im Sommer und endet im Winter. Deutschlands nördlichstes Mittelgebirge hat viel zu bieten. Der Harz, das ist raue Natur mit Schneestürmen im Winter und regennassen Wäldern im Sommer, den beiden einzigen wilden Katzenarten Deutschlands, röhrenden Hirschen, wilden Schafen und vielen anderen Tieren, die sich nur selten zeigen. Auf den Wiesen und in den Wäldern des Harzes jagen Deutschlands einzige Großkatzenarten. Die Wildkatze kann leicht mit einer Hauskatze verwechselt werden. Sie war aus vielen Regionen Deutschlands verschwunden. Durch die Mischung aus dichten Wäldern, die Verstecke für den Nachwuchs bieten, und Wiesen für die Mäusejagd, konnte die Wildkatze in der Harzregion überleben. Der Luchs war in ganz Deutschland ausgerottet. Im Nationalpark Harz wurden erstmalig wieder Tiere in die Freiheit entlassen. Von 2000 bis 2006 waren es 24 Luchse. Seit 2002 gibt es regelmäßig Nachwuchs im Harz. Inzwischen leben hier die meisten Luchse Deutschlands, etwa 55 ausgewachsene Exemplare und 35 Jungtiere. Einige tragen ein Sendehalsband. Die Forscherinnen und Forscher des Luchsprojekts wollen herausbekommen, wie der Luchs seinen Lebensraum nutzt und vor allem wie er sich ausbreitet. Vom Harz ausgehend besiedeln Luchs und Wildkatze wieder ihre angestammten Lebensräume. Das braucht Zeit. Die größte Gefahr für die Tiere dabei sind die zahlreichen Straßen und Autobahnen, durch die Deutschlands Landschaften zerschnitten werden. Die zweite Folge „Der Harz“ beginnt im Sommer und endet im Winter. Mehr als zwei Jahre lang war Tierfilmer Uwe Anders im Harz unterwegs. Es entstanden einzigartige Aufnahmen von überfluteten Wäldern, zauberhaften Schneelandschaften und den heimlichen Harzbewohnern wie Luchs, Wildkatze, Tannenhäher und Mufflon sowie von vielen weiteren Überraschungen, die die Natur im Harz bereithält.

3sat, 14.15 Uhr
unterwegs – Kenia
Savanne, Wildtiere und Moderne
In Kenia, dem Land der weiten Savannen und der großen Gastfreundschaft, leben Elefanten, Löwen und Giraffen in freier Wildnis. Andrea Jansen hat dort vielfältige Eindrücke gesammelt. Dabei wurde sie stets mit einem herzlichen „Karibu!“ willkommen geheißen. In Lamu, an der Ostküste Kenias, beginnt ihre Reise. Die Zeit scheint hier zuweilen stehen geblieben, ganz im Gegensatz zu Nairobi, der nächsten Station. Auf das hektische Treiben in der Millionenstadt folgen endlose Weiten in der Masai Mara, dem Endpunkt von Andrea Jansens Reise. Mit dem Massai James erlebt Andrea Jansen die unvergessliche Wildnis Afrikas: Sie beobachtet Giraffen, Nilpferde, Zebras und Elefanten und erlebt sogar eine dramatische Flussüberquerung von Hunderten von Gnus hautnah mit. Ihr großer Wunsch ist es, den König der Löwen endlich einmal in freier Wildbahn zu sehen. Hakuna Matata! – alles kein Problem.

Freitag, 10. Dezember

arte, 17.50 Uhr
Deutschlands neue Wildnis
Im dicht besiedelten und hochindustrialisierten Deutschland durfte aus Industriebrachen und verlassenen Truppenübungsplätzen eine neue Wildnis entstehen, von der viele Tiere profitieren. Arten wie Kranich und Wolf zum Beispiel. Beiden begegnet die Dokumentation immer wieder und beobachtet ihr Familienleben, ihren Alltag und ihre Begegnungen mit anderen Tieren. Es ist kein Zufall, dass sich Deutschlands wilde Wölfe bei ihrer Rückkehr als erstes in dieser neuen Wildnis niedergelassen haben und sie bis heute bevorzugen. Durch alle Jahreszeiten entführt der Film in die neue Wildnis mit ihren außergewöhnlichen Lebensräumen, ihrer besonderen Fauna und Flora. Deutschland ist ein Land der Gegensätze. Auf der einen Seite Verstädterung, extrem dichte Verkehrswege, Industrie, intensivste Landwirtschaft. Doch seit ein paar Jahren gibt es hier auch Wildnis – mit ungehemmter Naturentwicklung. Entstanden aus Industriebrachen oder verlassenen Truppenübungsplätzen. Und mittendrin sogar ein großes, von manchen gefürchtetes Raubtier: der Wolf. Die Dokumentation taucht tief ein in diese neue Wildnis, von der viele Tiere profitieren. Arten wie Kranich und Wolf zum Beispiel. Beiden begegnet die Dokumentation immer wieder und beobachtet ihr Familienleben, ihren Alltag und ihre Begegnungen mit anderen Tieren. Es ist kein Zufall, dass sich Deutschlands wilde Wölfe bei ihrer Rückkehr als erstes in dieser neuen Wildnis niedergelassen haben und sie bis heute bevorzugen. Von hier schwärmen sie ins Umland, besiedeln die Kulturlandschaft. Auch Seeadler suchen die Verlassenheit und Unzerschnittenheit dieser Gebiete, wie sie andernorts kaum noch zu finden sind. Durch alle Jahreszeiten entführt der Film in die neue Wildnis mit ihren außergewöhnlichen Lebensräumen, ihrer besonderen Fauna und Flora. Die Dokumentation begleitet ein Kranichpaar von seiner Ankunft am Ende des Winters bis zum Abflug ins Winterquartier im Herbst. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erleben Balz und Paarung, Brut und Jungenaufzucht. Ein weiterer Protagonist ist eine Wolfsfamilie, ein Rudel. Mit ihnen erleben die Zuschauerinnen und Zuschauer Situationen und Szenen, wie sie zuvor in Deutschland noch keine Kamera festgehalten hat. Alle Bilder sind „original Wildlife“, ohne ein einziges aus Gehegen oder sonstigen kontrollierten Bedingungen. Natur und Wildnis pur – original und ungeschminkt, wie sie ist. Eine Rarität, in Deutschland und Europa.

arte, 18.30 Uhr
Dachse
Unsere unbekannten Nachbarn
Einen Bewohner unserer Wälder glaubt jeder zu kennen – und doch bekommt ihn kaum jemand zu Gesicht: den Dachs. Denn der Nachtjäger verschläft den Tag unter der Erde. Die Dokumentation begleitet eine Dachsfähe mit ihren beiden Jungen. Noch unsicher auf den Beinen wagt sich einer der beiden schon aus dem Bau und begibt sich damit in Gefahr. Im Nachbarrevier lebt ein erwachsenes Männchen mit mehreren Weibchen und deren Jungtieren zusammen. Zwischen den Tieren in einem solchen Clan bestehen enge Familienbande. Dachse sind also, entgegen ihrem Ruf als mürrische Einzelgänger, ausgesprochen soziale Tiere. In unseren Wäldern lebt eine bunte Vielfalt an Tieren. Manche sind uns sehr vertraut, andere weniger. Eines glaubt jeder zu kennen. Doch nur wenige bekommen es zu Gesicht: den Dachs. Der Nachtjäger verschläft den Tag unter der Erde. Der Meister im Tiefbau kann seine Baue auf über 30 Meter ausdehnen und bis zu fünf Meter tief graben. Nur in Sommernächten, zu kurz, um ausreichend Nahrung aufzunehmen, wagt er sich auch im Hellen heraus. Die Dokumentation begleitet eine Dachsfähe mit ihren beiden Jungen. Die großen Marder sind Spätentwickler, erst mit neun Wochen lernen sie laufen. Noch unsicher auf den Beinen wagt sich einer der beiden aus dem Bau und begibt sich damit in Gefahr. Im Revier nebenan lebt ein ganzer Dachsclan. Neben einem erwachsenen Männchen sind die meisten Tiere Weibchen und Jungtiere aus mehreren Jahrgängen. Zwischen den Tieren bestehen enge Familienbande. So helfen sie sich gegenseitig, Schmutz und Parasiten aus dem Pelz zu entfernen. Dachse sind also, entgegen ihrem Ruf als mürrische Einzelgänger, ausgesprochen soziale Tiere. Die Dachse teilen sich ihren Lebensraum mit einem Raufußkauzpaar, einer Wildkatzen- und einer Fuchsfamilie. Auch sie sind voll damit beschäftigt, ihre Jungen großzuziehen. Auf die Dachsfähe wartet im Spätherbst noch eine anstrengende Arbeit: Stundenlang polstert sie ihren Bau mit Laub und altem Gras aus, damit sie und ihre Jungen es während ihrer monatelangen Winterruhe schön bequem haben – bis sie im nächsten Frühjahr wieder zeigen können, wie sie wirklich sind: schlaue Allesfresser, geschickte Baumeister und soziale Familientiere.

3sat, 21.45 Uhr
Winter im Wildpark Mautern
Schläfrige Wildkatzen, dösende Bären und hellwache Wölfe – im steirischen Wildpark Mautern verbringen alle Tiere den Winter auf ihre höchst eigene naturgegebene Weise. Während der kalten Jahreszeit bleibt der Alpentierpark im Palten-Liesing-Tal für Gäste geschlossen. Die Tierpfleger halten aber regelmäßigen Kontakt zu ihren Schützlingen. Das ist wichtig, damit die Tiere an die Menschen gewöhnt bleiben und nicht verwildern. Manche Tiere schalten im Winter auf Energiesparmodus. Die Winterruhe der Bären zum Beispiel ist ein genialer Trick der Natur, sodass die großen Tiere, die überwiegend Pflanzenfresser sind, gut über die vegetationsarme Zeit kommen. Die Polarwölfe dagegen fühlen sich im Winter ganz in ihrem Element. Sie stammen aus der Arktis; eisige Stürme und Temperaturen von minus 50 Grad Celsius sind in ihrer ursprünglichen Heimat keine Seltenheit. Die Dokumentation zeigt die Tiere des steirischen Wildparks Mautern in Momenten, die Gästen üblicherweise nicht zugänglich sind.

Samstag, 11. Dezember

3sat, 11.15 Uhr
Rund um den Hahnenkamm
Der Hahnenkamm, der Hausberg von Kitzbühel, ist Austragungsort des berühmtesten Skirennens der Welt. Abgesehen von den einige Wochen lang stattfindenden sportlichen Ereignissen gehören die Berge den Tieren. Hoch oben mit bester Aussicht brütet ein Steinadler, in den Felsen des Wilden Kaisers turnen Gämsen, tief im Wald versteckt zieht eine Hirschkuh ihr Kalb auf und auf dem Steilhang grasen Rehe.

Bayerisches Fernsehen, 15.15 Uhr
Bilder einer Landschaft
Der Hochschwab – Unterwegs im steirischen Gamsgebirg
Der Hochschwab ist eines jener Gebirge, an die Bergwandernde ihr Herz verlieren können – all die großen und kleinen Wunder der Alpen liegen hier vor einem ausgebreitet: geheimnisvolle Seen und Wälder, offene Hochflächen und steile Felsen. Erzherzog Johann errichtete am Fuß des Hochschwabs sein Jagdschloss für die Gamsjagd.

Bayerisches Fernsehen, 16.15 Uhr
natur exclusiv
Der kleine Held vom Hamsterfeld
Feldhamster führen ein Leben im Verborgenen. Ein Hamsterjahr ist kurz und voller Gefahren. Sechs Monate hat ein Weibchen, um den Nachwuchs aufzuziehen und sich selbst für den Winterschlaf zu rüsten. Die niedlichen Tiere mit den Hamsterbacken sind selten geworden. Sie müssen sich vieler natürlicher Feinde wie Raubvögel und Füchse erwehren. Gleichzeitig stehen sie durch die Folgen industrieller Landwirtschaft und den Verlust an Lebensräumen unter Druck.Sie sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und werden auch immer seltener – Feldhamster führen ein Leben im Verborgenen. Ein Hamsterjahr ist kurz und voller Gefahren. Sechs Monate müssen ausreichen, um einen Partner zu finden, den Nachwuchs aufzuziehen und Wintervorrat zu sammeln. Exemplarisch wird die Geschichte eines Feldhamsterweibchens in einer der letzten deutschen Hamster-Regionen in Thüringen erzählt. Hier gibt es sogar eine seltene melanistische Population mit schwarzem Fell. Filmautor Uwe Müller und sein Team beobachten mit der Kamera das Leben der Hamsterdame zwischen den Halmen auf dem Feld und im Bau unter der Erde, immer aus nächster Nähe: bei der Paarung, der Geburt und beim Körner sammeln. Die ersten Jungen werden schon wenige Wochen nach dem Erwachen der Mutter aus dem Winterschlaf geboren. Anfangs nackt, blind und völlig abhängig, müssen sie binnen kürzester Zeit selbstständig werden und sich einen eigenen Bau graben. Doch zahlreiche natürliche Feinde wie Fuchs, Eule, Kornweihe, Störche und Reiher machen das Kornfeld unsicher. Sieben von zehn Hamstern überleben die ersten Wochen nicht. Schon im Mittelalter wurden Feldhamster als Körnerdiebe verfolgt und noch bis Ende der 1980er-Jahre bejagt. Heute sind die Tiere als „Bau-Stopper“ in Verruf. Dabei stehen sie selbst durch die Folgen industrieller Landwirtschaft massiv unter Druck. Monokulturen, Pestizideinsatz und frühere Ernten machen ihnen zu schaffen. Und die Versiegelung von täglich 60 Hektar Ackerfläche bedroht ihre letzten Lebensräume. Filmautor Uwe Müller erzählt packend, „pelznah“ und humorvoll vom harten Landleben der Feldhamster in Deutschland.

Bayerisches Fernsehen, 7.00 Uhr
Anna und die Haustiere
Hund Tierreporterin Anna will herausfinden, welche Hunde für ein Zusammenleben mit Kindern geeignet sind. Dazu besucht sie Tiertrainerin Renate, wo sie gleich von einer ganzen Hundeschar begrüßt wird. Welches Kind wünscht sich keinen Hund? Einen, mit dem man kuscheln kann, und der ein echter Freund und Gefährte ist. Doch welcher Hund eignet sich dazu? Welchen „Charakter“ muss er haben? Das und mehr erfährt Anna bei Tiertrainerin Renate. Dort wird sie gleich von einer ganzen Hundeschar in Empfang genommen und Anna ist sofort klar: Ihre neuen vierbeinigen Freunde haben viel Energie und wollen, dass sie sich mit ihnen beschäftigt. Auf dem Hundeplatz und beim Gassi gehen erfährt Anna, welche Befehle ein Vierbeiner befolgen muss, und welche Spiele er mag. Nach einem turbulenten Tag weiß die Reporterin, dass man mit einem Hund unglaublich viel Spaß haben kann – man aber auch sehr viel Zeit mit ihm verbringen muss, damit er sich wohlfühlt.

Sonntag, 12. Dezember

3sat, 13.35 Uhr
Wildes Überleben II (1/4)
Kleine Helden
In manchen Lebensräumen ist es von Vorteil, klein zu sein. Auf Inseln bilden sich viele Zwergformen von Wirbeltieren heraus. Doch auch die Kleinsten müssen oft große Hindernisse überwinden.

3sat, 14.20 Uhr
Wildes Überleben II (2/4)
Tierisch genial
In ihrem Alltag begegnen Tiere vielen lebensbedrohlichen Situationen. Hier ist im Vorteil, wer ungewöhnliche Techniken beherrscht, ein gutes Gedächtnis hat oder sogar Werkzeug nutzen kann.

3sat, 15.05 Uhr
Wildes Überleben II (3/4)
Gefährliche Kinderstube
Kaum auf der Welt, schon sehen Tierkinder sich zahlreichen Herausforderungen ausgesetzt. Wie sie Feinden entkommen, Futter finden und schließlich eine Familie gründen, zeigt dieser Film.

3sat, 15.50 Uhr
Wildes Überleben II (4/4)
Hoch in den Bäumen
Das Leben im Wald ist für die tierischen Bewohner mit ganz eigenen Chancen und Risiken verbunden. In Baumkronen und am Waldboden finden Nahrungsspezialisten reichlich Nahrung.

Zeitraum: 13.12.2021 - 19.12.2021

Montag, 13. Dezember

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wildes Deutschland – Das Erzgebirge
Die Wasserspitzmaus jagt hier in Gebirgsbächen, Birkhähne balzen und der Wanderfalke nistet in Felsklüften. Das Erzgebirge bietet Lebensräume für viele Spezialisten. Filmautor Uwe Müller offenbart in dieser Dokumentation das Wechselspiel von Geologie und Biologie in einem faszinierenden Gebirge, das verschiedene Naturschutzgebiete in Sachsen und Böhmen zu einem Naturpark verbindet.

3sat, 13.15 Uhr
Spaniens spannende Mitte
Unberührte Natur in Spaniens Mitte zeigt der Film im Nationalpark „Cabañeros“: eine weite Steppe mit Herden von Hirschen und ganzen Kolonien von Gänsen- und Mönchsgeiern. Jenseits dieser „Raña“, einer flachen Ebene, umrahmen steile Schluchten wilde Bäche.

Das Erste (ARD), 20.15 Uhr
Erlebnis Erde
Natur am Königssee
Im äußersten Südosten Deutschlands erhebt sich der Watzmann als höchster Gipfel der Berchtesgadener Alpen. Zu seinen Füßen liegt der Königssee; der bayerische Fjord, in dem sich die steilen Bergflanken nahtlos in die Tiefe fortsetzen. Kalt und klar liegt er da, eingebettet in eine blauweiße Bilderbuchlandschaft. Der fast 200 Meter tiefe Königssee liegt in einem geologisch sehr alten Grabenbruch. Er hat mehr als 500 Mio. Kubikmeter Inhalt – in Trinkwasserqualität. Der sieben Kilometer lange „Bayerische Fjord“ hat viele kleine Zuflüsse. Manche kommen mitten aus dem Fels gesprungen. Je nachdem zu welcher Jahreszeit man den Königssee und die umliegenden Berge besucht, trifft man auf ganz unterschiedliche Bewohner. Artenvielfalt am Königssee: Alpentiere, wie der Steinadler, leben hier. Der „König der Lüfte“ war in den Bayerischen Alpen ausgerottet. Heute gibt es wieder fast 50 Brutpaare. Einige von ihnen haben ihr Revier in den Steilwänden um den Königssee. Dass der Steinbock zur angestammten Tierwelt der Berge um den Königssee gehört, wurde lange bezweifelt. Bis Knochenfunde vor wenigen Jahren bewiesen, dass er hier seit jeher heimisch war. Heute durchstreifen etwa 200 Steinböcke die Gipfel um den Königssee. Der Alpensalamander ist der Liebhaber miserablen Wetters schlechthin. Er kommt meist erst spät in der Nacht aus seinem Versteck, weil dann die Luftfeuchtigkeit besonders hoch ist. Nur bei Regen und dichtem Nebel geht er auch tagsüber auf Wanderschaft. 900 Höhenmeter oberhalb des Königssees liegt noch ein See. An seinen Ufern spielen Murmeltiere, an den nahen Felswänden brüten seltene Mauerläufer und in den eisigen Höhen darüber ziehen Gänsegeier ihre Kreise. Der kleine Grünsee, aus dem die Unterwasserkameras erstmals Bilder mitgebracht haben, liegt in einem Kessel. Ein Abfluss ist weit und breit nicht zu sehen. Aber dennoch bleibt der Wasserstand immer annähernd gleich. Der Gebirgssee entwässert unterirdisch mitten in das felsige Innere der Berge. Auf seiner Reise von mehreren Kilometern durch die Salzgrabenhöhle staut sich das Wasser in glasklaren, teils unerforschten Höhlenseen. Nach einer Reise von sechs Stunden kommt das Grünseewasser schließlich, 900 Meter tiefer, aus dem Fels heraus und strebt die letzten Meter sprudelnd dem Königssee zu.

Bayerisches Fernsehen, 21.00 Uhr
Der Böhmerwald – eine Wildnis mitten in Europa
Elisa Belotti und Marco Heurich haben ihr Leben den Luchsen verschrieben. Die größte Wildkatze Europas findet im Böhmerwald ideale Lebensbedingungen vor, wird aber illegal gejagt. Schon einmal wurden Luchse vom Menschen ausgerottet. Damit das nicht noch einmal geschieht, kämpfen die Luchsforscherinnen und -forscher um jedes einzelne Tier.

3sat, 21.05 Uhr
Die magische Welt der Bäume – Die Eiche
Die Geschichte der Eiche reicht bis zu zwölf Millionen Jahre zurück. Die Früchte, die Eicheln, sind durch ihren hohen Anteil an Stärke zwar nahrhaft, aber wegen der Bitterstoffe für den Menschen ungenießbar und giftig. Für Nagetiere wie Mäuse und Eichhörnchen, Rotwild und Wildschweine sind die Eicheln dagegen unverzichtbare Kohlenhydrat- und Proteinquellen, weswegen sie sich für Nagetiere besonders gut beim Anlegen von Wintervorräten eignen.

Dienstag, 14. Dezember

3sat, 15.30 Uhr
Wie Tiere durch den Winter kommen
Der Winter ist die härteste Zeit für die Tiere in Norddeutschland. Sie müssen sich gegen Frost, Schnee und Nässe schützen. Dafür haben sie beeindruckende Strategien entwickelt. Der Film zeigt, wie die niedersächsische Tierwelt den Winter erlebt, wie sich Menschen für die Tiere einsetzen und welche neuen Herausforderungen das veränderte Klima für sie mit sich bringt.

3sat, 16.00 Uhr
Nordische Tiergeschichten
Der Film erzählt außergewöhnliche Tiergeschichten aus dem hohen Norden. Im Mittelpunkt steht das kleine Rentier-Baby „Ailo“ aus Finnisch-Lappland, das zum internationalen Filmstar wurde. Auf der Suche nach tierischen Darstellern waren Filmemacher auf der Rentierfarm von Christina und Manne Loether-Mourujärvi fündig geworden. Die aus Schleswig-Holstein stammende Rentierzüchterin und ihr finnischer Mann gelten in Finnland als „Rentierflüsterer“. Sie berichten über die monatelangen Dreharbeiten mit ihren Tieren. Der aufwendig gedrehte Film „Ailos Reise“, eine Mischung aus Tierdokumentation und Fiktion, zeigt in bezaubernden Bildern, wie sich ein kleines Rentier-Baby in der arktischen Wildnis behaupten muss. Der Film war in Finnland einer der erfolgreichsten Kinofilme des Jahres.

Mittwoch, 15. Dezember

3sat, 17.00 Uhr
Im Reich der Kälte – Tierische Überlebenskünstler
Der Film begibt sich auf die Spur jener tierischen Überlebenskünstler, die längst ein Symbol des arktischen Winters sind wie Rentier, Wolf, Polarfuchs oder Moschusochse. Vom gemütlich-warmen Wohnzimmer aus betrachtet mag eine verschneite Winterlandschaft romantisch anmuten, doch für viele Tiere in von Eis und Kälte geprägten Habitaten ist die Kälte eine Prüfung zwischen Leben und Tod. Um an den kältesten Orten der Welt überleben zu können, haben sie unglaubliche Strategien entwickelt. Und sie haben sich mit der Zeit an ihre Umgebung angepasst. In traditionellen Weihnachtsgeschichten wird von Rentieren erzählt, dass sie mit leuchtend roter Nase einen Schlitten ziehen. So weit hergeholt ist diese Volksweise nicht, denn dahinter verbirgt sich ihre geniale Anpassungsfähigkeit. Das Riechorgan der Hirsche ist stark mit roten Blutkörperchen durchsetzt, die Blutgefäße sollen um bis zu einem Viertel dichter sein als die des Menschen, so die wissenschaftliche Erklärung. Daher erscheint die Rentier-Nase auf Infrarotbildern leuchtend rot. Die kalte Luft erwärmt sich beim Einatmen und sorgt dafür, dass das Gehirn der Rentiere warm und aktiv bleibt. So ist es leichter, bei den extremen Wetterbedingungen des hohen Nordens zu überleben. Ob anpassungsfähig, furchtlos oder listig, eines haben die tierische Überlebenskünstler gemeinsam: Sie alle trotzen den Widrigkeiten des rauen, eisigen Winters und sichern so ihr eigenes Überleben in den unwirtlichsten Regionen der Erde.

3sat, 17.45 Uhr
Eisbabys – Eine Kindheit in der Antarktis
Widerstandsfähig, ausdauernd und noch dazu entzückend: Kleine Kaiserpinguine vereinen diese Attribute eindrucksvoll. Der Film begleitet die ersten sechs Monate im Leben von Kaiserpinguin-Küken. Angefangen vom Schlüpfen bis zu ihrem Aufbruch in die Weiten des Ozeans. Schauplatz ist einer der kältesten Orte der Welt – die Antarktis. Hier wachsen die Vögel auf, hier sind sie Temperaturen von bis zu minus 60 Grad Celsius und Schneestürmen ausgesetzt. Mitten im tiefsten Winter bahnt sich in der Antarktis eine der außergewöhnlichsten Geschichten des Tierreichs an. Während zweier langer Monate voller beißender Winde und unvorstellbarer Kälte haben die Kaiserpinguin-Männchen einer Pinguin-Kolonie jeweils ein einziges wertvolles Ei bebrütet. Gleichzeitig haben die Pinguin-Weibchen – fernab ihrer Küken – im offenen Meer nach Fischen gejagt und sich damit den Magen vollgeschlagen. Am Ende dieser Phase müssen die Weibchen so schnell wie möglich wieder zurück zu ihren Jungen. Eine etwa 100 Kilometer lange Wegstrecke müssen sie bis zur Kolonie zurücklegen. Bis zum Eintreffen des Muttertiers versorgt das Pinguin-Männchen das Küken. Der Vater füttert es mit einer nahrhaften milchigen Substanz, die in einer speziellen Drüse seiner Speiseröhre produziert wird. Die Pinguin-Weibchen füttern ihre Küken ferner mit vorverdautem Fisch. Trotzdem stehen den frisch geschlüpften Pinguin-Küken schwere Wochen und Monate bevor – immerhin müssen sie in einer der unwirtlichsten Regionen der Welt aufwachsen. In den nächsten sechs Monaten müssen sie sich rasant entwickeln, bis sie schließlich imstande sind, eigenständig im Südpolarmeer zu leben. Gegen die Kälte wissen sich die Küken in der Pinguin-Kolonie etwa mit der Bildung kleiner Gruppen zu helfen: Sie rücken nahe zusammen, wenn der Sturm der Antarktis gnadenlos peitscht, und wärmen sich so gegenseitig. Pinguine haben ausgeprägte soziale Kompetenzen, für die Küken bedeutet das, dass sie lernen müssen, mehr und mehr Verantwortung in der Kolonie zu übernehmen. Sie müssen ihre Rolle finden, das eigene Durchkommen sichern, aber auch ihren Beitrag innerhalb der Gruppe leisten. Sind die ersten sechs Monate im Leben der Kaiserpinguin-Küken vorüber, beginnt ein neues Kapitel. Nun müssen die Kaiserpinguine ohne Elterntiere auskommen und sich eigenständig ernähren. Und irgendwann werden sie selbst für Nachwuchs sorgen und ein Pinguin-Küken großziehen. Die Dokumentation ist ein spannendes Porträt der flugunfähigen Seevögel, die mit vielen Tricks die sensible Zeit am Beginn ihres Lebens zu überstehen wissen.

Donnerstag, 16. Dezember

3sat, 14.45 Uhr
Waffen der Tiere
Dschungel
Die Evolution hat in der Tierwelt ein Wettrüsten ausgelöst. Jedes Tier hat eigene Waffen. Ob in Dschungel, Prärie oder Ozean – mit Klauen, Gift und Intelligenz kämpfen Tiere ums Überleben. Der tropische Regenwald beheimatet rund zwei Drittel aller Tier- und Pflanzenarten weltweit. Es ist ein komplexes Jagdrevier, in dem Krokodile, Jaguare und Insekten tödliche Waffen einsetzen. mit Stacheln, Geweihen und Zähnen kämpfen sie um Beute und Paarungsrechte. Der Jaguar hat den stärksten Biss aller Raubkatzen und geht regelmäßig auf Reptilienjagd. Er jagt allein und kann sogar Schildkrötenpanzer durchbeißen. Fischotter hingegen jagen ihre Beute gemeinsam. Koordiniert treiben sie Fischschwärme zusammen und dann in die Enge, sodass die Beute nicht mehr flüchten kann. Unbemerkt von den großen Raubtieren lauert die Portia-Spinne ihrer Beute auf. Sie frisst andere Spinnen. Dafür springt sie, tarnt sich oder nutzt ihre außergewöhnliche Intelligenz, um das Verhalten ihrer Beute zu analysieren. Die erste Folge der dreiteiligen Reihe „Waffen der Tiere“ zeigt, mit welchen Angriffs- und Abwehrmechanismen die Dschungeltiere ausgerüstet sind und wie sie diese im Überlebenskampf einsetzen.

3sat, 15.30 Uhr
Waffen der Tiere
Offenes Gelände
In den Ebenen und Prärien der Erde haben es Raubtiere schwer: Ihre Beute sieht sie schon von Weitem kommen. Das erfordert besondere Überlebenstechniken. Von der afrikanischen Savanne bis zur amerikanischen Prärie finden sich Tiere in Herden zusammen, um Schutz zu finden. Geparden haben es besonders schwer. Sie sind die schnellsten Landtiere der Welt, doch gegen Löwenweibchen können sie nichts ausrichten. Regelmäßig müssen sie ihre Beute den Löwen überlassen, und jedes zweite Gepardenjunge wird von Löwinnen getötet. In Nordamerika hat sich der Kojote den Gegebenheiten angepasst und findet mit seinem hochempfindlichen Gehör selbst unter meterhohen Schneedecken noch Beutetiere. Aber auch innerhalb von Herden setzen Tiere ihre Waffen gegeneinander ein. Bisonmännchen etwa kämpfen bis zur Erschöpfung um das Recht, sich mit den Weibchen zu paaren. Am Ende der Brunftzeit können einige geschwächte Tiere nicht mehr mit der Herde mithalten und werden von viel kleineren Raubtieren erlegt. Die zweite Folge der dreiteiligen Reihe „Waffen der Tiere“ nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch die Ebenen dieser Welt, in der Raub- und Beutetiere strategisch und gut ausgerüstet um ihr Überleben kämpfen.

3sat, 17.45 Uhr
Überleben in der Savanne – Der Etosha-Nationalpark
Der Etosha-Nationalpark im Norden Namibias mit seiner trockenen Salzpfanne ist eines der bedeutendsten Wildreservate Afrikas. Nahrung und Wasser sind für die Tiere jedoch ein knappes Gut. Zu Etoshas Wildtierpopulation gehören unter anderem Elefanten, Löwen, Spitzmaulnashörner und Hunderte Vogelarten. Die karge Vegetation stellt sie vor extreme Herausforderungen. Und die Plätze an den wenigen und weit verstreuten Wasserlöchern sind hart umkämpft.

arte, 17.50 Uhr
Naturerbe Österreichs
Die Nationalparks
Der Nationalpark Gesäuse sticht aufgrund seiner imposanten Felsformationen hervor, wohingegen tiefe Wälder die Besonderheit des Nationalparks Kalkalpen darstellen. Er lüftet sein Geheimnis um die älteste Buche, die schon vor Christoph Kolumbus’ Entdeckung Amerikas keimte. Außerdem wurden hier im Schatten der Wälder die Luchse wieder angesiedelt.

Freitag, 17. Dezember

3sat, 13.20 Uhr
Russlands versteckte Paradiese
Russland ist mit Abstand das größte Land der Welt. Seine gewaltige und abwechslungsreiche Natur zieht die Menschen seit jeher in ihren Bann. Mehr als 100 Naturschutzgebiete, Nationalparks und Biosphärenreservate gibt es zwischen der Tiefebene im Westen und den Feuerbergen auf Kamtschatka im Osten. Engagierte Forscher und Naturschützer kämpfen täglich dafür, dass dieser Schatz erhalten bleibt. Im Fernen Osten auf Kamtschatka liegt der Kurilensee, ein Paradies für die größten Braunbären der Welt. Zur Zeit der Lachswanderung finden sie hier Nahrung im Überfluss. Seit eine engagierte Anti-Wilderer-Einheit die etwa 500 Bären im Blick hat, sind die pelzigen Giganten in Sicherheit. Zuvor haben Wilderer immer wieder Jagd auf die Braunbären gemacht und einen florierenden Markt für Bärenprodukte in China bedient. Hoch im Norden in einer Wüste aus Eis leben die Rentierherden der Nenzen. Seit Jahrhunderten sind die Huftiere und die nomadisch lebenden Menschen bestens an die lebensfeindlichen Bedingungen auf der Halbinsel Jamal angepasst. Doch trotz aller Flexibilität verändern Klimawandel und Gasförderung die Welt der Nenzen und ihrer Tiere rasant. Im Süden begrenzt der mächtige und wilde Kaukasus das Land. In den Schutzgebieten von Nordossetien gibt es große Flächen mit uralten Bergwäldern – ideale Lebensräume für Europas größte Urrinder, die Wisente. In einer beispiellosen Anstrengung gelang es Naturschutzorganisationen, hier die erfolgreichen Nachzuchten aus zoologischen Gärten der bereits ausgestorbenen Kolosse wieder anzusiedeln. Neben den gigantischen Landschaftsräumen geben zahlreiche Wissensinseln mit modern gestalteten Animationen einen Eindruck von der unendlichen Weite und Vielfalt Russlands.

3sat, 14.05 Uhr
Skandinaviens versteckte Paradiese
Die nordischen Länder beeindrucken mit einer grandiosen Natur. Um diesen Schatz zu erhalten, kämpfen engagierte Forscher und Naturschützer an entlegenen Orten. Vier spektakuläre Regionen stehen stellvertretend für „Skandinaviens versteckte Paradiese“: Schwedisch Lappland, die finnische Saimaa-Seenplatte, das Hallingskarvet-Hochplateau in Norwegen und Gotska Sandön, eine kleine schwedische Insel in der Ostsee. Mit drei- bis vierhunderttausend Exemplaren verfügt Schweden über die höchste Elchdichte weltweit. Hoch im Norden, in Schwedisch Lappland, markieren Wissenschaftler einzelne Elche mit GPS-Halsbändern, um mehr über das Wanderverhalten von Schwedens größtem Huftier zu erfahren. In Finnland nahe der russischen Grenze erstreckt sich die schier unendliche Saimaa-Seenplatte, die Heimat einer der seltensten Robbenarten der Welt. Extreme Bejagung Mitte des vergangenen Jahrhunderts hat den Bestand der Saimaa-Ringelrobbe fast ausgelöscht. Im gesamten Saimaa-Seegebiet gibt es nur noch 380 Exemplare. Für den Erhalt der kostbaren Tiere kämpfen Wissenschaftler und Naturschützer. Im Westen der skandinavischen Halbinsel prägen Fjorde und Gebirge die Landschaft. Auf dem norwegischen Hochplateau Hallingskarvet leben Polarfüchse. Wegen ihres Fells wurden sie in Norwegen, Schweden und Finnland beinahe ausgerottet. Seit 2010 siedelt die norwegische Regierung mit einem Zucht- und Auswilderungsprogramm die Polarfüchse in ihren ursprünglichen Lebensräumen wieder an. Bis ihre Zahl im Nationalpark Hallingskarvet wieder groß genug ist, werden sie ganzjährig von Rangern mit Futter versorgt. Gotska Sandön ist einer der entlegensten Orte im südlichen Inselreich der Ostsee. Für Vögel und Kegelrobben ein Paradies, dessen Abgeschiedenheit einst Seeräuber und Robbenjäger geschätzt haben sollen, so die Legende. Im Rahmen einer ersten Expedition auf der kleinen Insel suchen Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen nach Siedlungsspuren vergangener Zeiten. An all diesen besonderen Orten arbeiten Naturschützer mit großer Begeisterung für „Skandinaviens versteckte Paradiese“.

3sat, 17.00 Uhr
Im Zauber der Wildnis – Alaskas Majestät: Der Denali Nationalpark
Ein ZDF-Team reiste für ein Jahr in den spektakulären Denali-Nationalpark. Dort begleiteten sie Ranger, Forscher und junge Leute, die das Abenteuer suchen. Barack Obama machte sich im Denali ein Bild davon, wie der Klimawandel spürbar wird – was sind heute die Herausforderungen für diesen besonderen Park? Die ZDF-Reihe fragt in Alaska nach der Zukunft der großen Nationalparks. Die Biologin Patricia Owen ist die Hüterin der Grizzlybären rund um den Denali. Doch ihre Bären überschreiten immer wieder die Parkgrenzen und begeben sich damit in Lebensgefahr. Denn außerhalb des Parks dürfen sie gejagt und getötet werden. Der Grizzlybär ist die Nummer eins der „Big Five“, der „Großen Fünf“ des Parks. Bären, Wölfe, Elche, Karibus und Dall-Schafe tummeln sich zahlreich in dem Gebiet, das mit seinen rund 25 000 Quadratkilometern größer ist als Mecklenburg-Vorpommern. Die hohe Tierdichte, die Mischung aus Wäldern, Tundra und Gletschergebieten locken pro Jahr fast 400 000 Besucher in den Park.

Samstag, 18. Dezember

arte, 12.20 Uhr
Familie Wolf
Gefährliche Nachbarn?
Wölfe breiten sich in Deutschland und Frankreich immer mehr aus. Gleichzeitig nimmt das uralte Unbehagen vor den Raubtieren zu. Doch wie gefährlich sind sie wirklich? Um dies herauszubekommen, legte sich Tierfilmer Sebastian Koerner zwei Jahre lang auf die Lauer. So entstand die unglaubliche Geschichte einer ganz besonderen Wolfsfamilie an einem ungewöhnlichen Ort. Das porträtierte Rudel um den Rüden Leo hat sein Revier auf dem Truppenübungsplatz Munster-Nord in Niedersachsen. Einige Tiere aus dieser Familie sorgten für Schlagzeilen. Als sie sich Autos und Spaziergängern ungewöhnlich dicht annäherten, wurden sie zu „Problemwölfen“ erklärt. Ihr auffälliges Verhalten endete mit dem ersten staatlich genehmigten Abschuss eines der streng geschützten Tiere in Deutschland. Wer sind diese Wölfe? Woher kamen sie? Warum haben sich einige von ihnen anders verhalten als die meisten ihrer Artgenossen? Die Dokumentation begibt sich auf eine spannende Spurensuche. Dabei lernt der Zuschauer Wölfe als soziale Familienwesen kennen, die sich neugierig, verspielt und vorsichtig verhalten. Es gelang den Filmemachern, ungewöhnliche Begegnungen sowohl mit Menschen wie mit anderen Wildtieren in ihrer Nachbarschaft zu dokumentieren. Vor dem Hintergrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und intensiver Recherchen erzählt „Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn?“ eine wahre Geschichte voller Leben, Freuden, Dramen und Tod. Sie zeigt, wie gut sich die wilden Wölfe in unserer Kulturlandschaft zurechtfinden, aber auch, was schieflaufen kann, wenn die Menschen falsch reagieren.

arte, 21.45 Uhr
Die Leopardin
Wenige Tiere können es mit der Eleganz von Leoparden aufnehmen. Selten sieht man die vorsichtigen und extrem scheuen Raubkatzen länger als ein paar Sekunden in freier Wildbahn. Ausgiebiger kann man sie höchsten beobachten, wenn sie schlafend auf einem Baum rasten und sich von der meist nächtlichen Jagd erholen. In der nördlichen Serengeti gelang es jedoch, erstaunliche Einblicke in das Sozialleben und die Jagdtaktik der lauernden Jäger mit der Kamera festzuhalten. Eine Leopardin ist dazu übergegangen, am helllichten Tag zu jagen. Ihre Heimat entlang des Bachbetts des Olare Orok bietet alles, was eine Mutter braucht, um sich und ihren Nachwuchs über die Runden zu bringen: pittoreske Felsen und dichten Busch, eine Landschaft, in der die Raubkatze in Sekunden verschwinden kann, um sich an potenzielle Beute heranzuschleichen. Am Bach sind das vor allem Warzenschweine. Wenn die Leopardin ein Ferkel gepackt hat, muss sie sich schnellstmöglich auf einen Baum retten, um den Angriffen der wütenden Warzenschweinmütter zu entkommen, die mit ihren scharfen Hauern nicht ungefährlich sind. Daneben versucht das Weibchen auch Thomson-Gazellen und Impalas am Buschrand zu fangen, beides keine leichte Aufgabe, wenn man noch einen halbstarken Sohn im Schlepptau hat. Konkurrenten wie Hyänen und Löwen machen ihr das Leben schwer. Wenn nach eineinhalb Jahren das Weibchen wieder paarungsbereit ist, bedeutet das für ihren Sohn, dass seine Tage an der Seite der Mutter gezählt sind. Der Halbstarke wird dann auf sich selbst gestellt sein und hoffentlich in der Savanne Afrikas überleben.

arte, 23.20 Uhr
Wie die Katze die Welt eroberte
Rund 400 Millionen Katzen leben heute auf der Erde. Der Erfolg der Katzen schlägt sich in den Haustierstatistiken nieder: Frankreich zählt über 13 Millionen Katzen gegenüber 7 Millionen Hunden, und auch in Deutschland belegen die Stubentiger Platz eins der tierischen Hausgenossen. In den sozialen Netzwerken landen sie schon lange virale Hits. Wann und wie haben sich die Beziehungen zwischen Katzen und Menschen entwickelt? Und wie gelang es den Tieren, die ganze Welt zu erobern? Diesen Fragen gehen Archäozoologen, Paläogenetiker, Biologen und Verhaltensforscher in verschiedenen Ländern nach. Archäologische und historische Entdeckungen in Zypern stützen die Hypothese, wonach sich Menschen und Wildkatzen vor etwa 9.500 Jahren eben dort angenähert haben. Aber wie sich die Katze anschließend über die Welt verbreitet hat, blieb für die Wissenschaft lange ein Rätsel. Nun steht fest: Die Hauskatze stammt nicht von der europäischen Katze ab, sondern von der Falbkatze, die aus der Levante und Anatolien stammt. Zu ihrer großen Überraschung konnten die Forscher nicht nur eine, sondern gleich zwei Domestizierungswellen nachweisen. Seit knapp 10.000 Jahren sind also die Geschicke von Katzen und Menschen eng miteinander verwoben. Nachdem die samtpfotigen Vierbeiner das Herz der Menschen erobert hatten, begannen Züchter, die Tiere den Wünschen der Menschen anzupassen. Durch die Rückverfolgung bestimmter körperlicher Merkmale gelang es ihnen, immer extravagantere Rassen zu züchten: Minikatzen, Nacktkatzen, Tiere mit kurzen Beinen oder gekrümmten Ohren, aber auch besonders gesellige und verspielte Arten, die gerne mit Herrchen oder Frauchen interagieren. Aber kann man überhaupt eine solche „ideale“ Katze schaffen, umgänglich, gehorsam und loyal gegenüber ihrem Halter? Viele Verhaltensbiologen sind überzeugt, dass Katzen alle Voraussetzungen dafür mitbringen.

Sonntag, 19. Dezember

Das Erste (ARD), 13.15 Uhr
Die Wolfsfrau
Diese Frau kennt die Wölfe Kanadas wie kaum eine andere, noch nie ist jemand den scheuen Rudeln an den Küsten von British Columbia so nahe gekommen wie die Biologin und frühere Weltklasse-Langläuferin Gudrun Pflüger: Sie hat ihr Leben vollkommen den Wölfen gewidmet, bis ein gefährlicher Hirntumor alles zu zerstören drohte. Doch die vielen positiven Erinnerungen an „ihre“ Wölfe helfen Gudrun, ihren Durchhaltewillen zu stärken. Sie hat ein klares Ziel: Die Athletin will zurück nach Kanada, um das Leben der wilden Wölfe in den Rocky Mountains zu erforschen. Gudruns Studien sollen dazu beitragen, mehr über das Verhalten der scheuen Jäger zu erfahren, um sie in Zukunft besser schützen zu können. Keine Strapaze ist Gudrun dafür zu groß: Zu Fuß oder per Pferd ist sie den charismatischen Raubtieren auf der Spur. Mithilfe von versteckten Kameras will sie das verborgene Leben der Wölfe in Kanadas Bergwelt dokumentieren. Dabei entdeckt sie auch, wie sehr die Lebensräume der Tiere von Menschen beansprucht werden. Gudrun will ein Rudel im Tal des Kootenay National Parks beobachten, das sie von früheren Feldstudien kennt. Als sie mit ihrer Arbeit begonnen hatte, bestand das Rudel aus elf Tieren. Sieben Jahre später, nach ihrer Rückkehr, waren es nur noch zwei. Inzwischen hat sich das Rudel wieder etwas erholt, aber es ist weiterhin stark gefährdet, vor allem durch den Highway, der das Tal zerschneidet. Nur wenn größere Gebiete geschützt werden, haben Wildtiere eine Chance. Wenn Gudrun Pflüger eines in den vielen Jahren ihrer Forschungsarbeit gelernt hat, ist es die einfache Erkenntnis: „Wölfe brauchen Platz, viel Platz.“ Um die Grundlagen für einen besseren Schutz der Tiere zu legen, stellt sich Gudrun wieder einmal all den Herausforderungen und Härten, die eine Suche nach Wölfen in der Wildnis mit sich bringt. Wird sie noch einmal die Gelegenheit haben, Wölfen so nah zu sein wie damals an der Küste des Pazifiks?

Zeitraum: 20.12.2021 - 26.12.2021

Montag, 20. Dezember

3sat, 11.30 Uhr
Wildes Russland (1/6)
Der Kaukasus
Die Reihe „Wildes Russland“ zeigt zum ersten Mal die Natur des riesigen Landes zwischen Schwarzem Meer und Pazifischem Ozean. Fernab der Metropolen Moskau und St. Petersburg offenbart sich eine ursprüngliche Welt mit rauen Gipfeln und endloser Weite, ungezähmten Flüssen und einer unvergleichlichen Tier- und Pflanzenwelt. Die erste Folge führt den Zuschauer in den wilden Kaukasus. Es ist ein Land, in dem Bären und Wisente leben, Luchse jagen und Geier auf der Suche nach Aas kreisen. Die vielfältigen Landschaften haben einen riesigen Artenreichtum hervorgebracht – hier sind im Laufe der Evolution Tierarten entstanden, wie man ihnen sonst nirgends begegnet. Geradezu außerirdisch mutet die Saiga-Antilope an, deren aufgeblähte, flexible Nase eher an einen Rüssel erinnert. Dem Langohrigel als echtem Wüstenbewohner erleichtern seine langen Beine das Fortkommen im Sand. Für viele bedrohte Arten ist die Region der letzte Zufluchtsort: Kaukasusgämsen und Ture erklimmen die schroffen Felsen, während Störe, urtümliche Wesen aus der Urzeit, die Tiefen des Kaspischen Meeres durchschwimmen. Doch wie so viele ist dieses Paradies bedroht. Obwohl gut 3000 Quadratkilometer des Hochgebirgssystems streng geschützt sind, nimmt die Wilderei überall zu. Die einzigartige und kostbare Wildnis am Kaukasus muss um jeden Preis geschützt werden, wenn wir in Zukunft nicht auf Luchse, Bären, Saigas und Wisente verzichten wollen.

3sat, 12.10 Uhr
Wildes Russland (2/6)
Der Ural
Geheimnisvolle Steinmonumente markieren die Grenze zwischen Europa und Asien. Auf einem Felsplateau des nördlichen Ural-Gebirges ragen die „Sieben starken Männer“ bis zu 80 Meter in den Himmel. Den Einheimischen gilt „Manpupuner“ als Ort der Geister. Die Ausläufer des Urals erstrecken sich von der Küste des Nordpolarmeers über 2000 Kilometer bis an die kasachische Grenze. Dichte Nadelwälder bedecken die Hänge und laufen sanft in der angrenzenden Steppenlandschaft aus.

3sat, 13.00 Uhr
Wildes Russland (3/6)
Sibirien
Eine riesige Wildnis im Herzen Russlands, von der Kälte mit eisiger Hand regiert – das ist Sibirien. Jenseits des Urals gelegen, umfasst Sibirien rund zehn Prozent der gesamten Landmasse der Erde. Keine Frage, dass es sich um ein Land der Superlative handelt: riesige Temperaturschwankungen um etwa 80 Grad, der tiefste und älteste See der Welt und die wohl widerstandsfähigsten Tiere des Planeten. Das Moschustier dürfte das einzige Reh mit Vampirzähnen sein – und wo sonst machen Wölfe Bären die heißbegehrte Beute streitig? Der harte Winter fordert Anpassung – der dichte Pelz des Zobels wurde ihm allerdings fast zum Verhängnis. Inzwischen liegen Pelze glücklicherweise nicht mehr im Trend, und die einheimischen Raubtiere stellen dem Zobel häufiger nach als der Mensch. Sibirien ist die kälteste bewohnte Gegend der Erde, und man lebt meist in einfachen Verhältnissen. Die Männer züchten die berühmten jakutischen Pferde und halten große Rentierherden – ihre Haustiere kennen jedoch keinen Stall und keine Futterzeit, sondern sorgen in der Wildnis für sich selbst. Zugefrorene Flüsse dienen im Winter als Straßen, auf denen Rentierschlitten und Lastwagen gleichermaßen unterwegs sind.

3sat, 13.45 Uhr
Wildes Russland (4/6)
Der ferne Osten
Ussurien an der russischen Pazifikküste ist ein zerklüftetes Land aus Wasser und Eis mit sanften waldbedeckten Hängen und einer schroffen Küste. Der Herrscher dieser Gegend ist der Amur-Tiger (auch Sibirischer Tiger genannt). Die gepunkteten Sika-Hirsche kommen aus dichtem Wald häufig an die Küste, um angespülte Algen zu fressen. Doch das Leben im Jagdrevier des Sibirischen Tigers ist nicht ganz ungefährlich. Sensationelle Aufnahmen zeigen erstmalig einen wilden Amur-Tiger am Strand. Junge Kragenbären verstecken sich lieber in den Baumwipfeln sobald ein hungriger Tiger aufkreuzt. Doch der Amur-Tiger hat selbst gefährliche Feinde: Wilderer machen den Jäger zum Gejagten, und durch Rodung schrumpft sein Lebensraum unaufhaltsam. Das gleiche Schicksal teilt der Amur-Leopard. Schätzungsweise gibt es weltweit nur noch 40 Tiere. Der Amur-Leopard konnte bei der nächtlichen Jagd gefilmt werden.

3sat, 14.30 Uhr
Wildes Russland (5/6)
Kamtschatka
Kamtschatka ist ein Paradies für Bären: Im feuchten Sommer finden sie genug Kräuter und Beeren, und im Spätsommer stehen täglich 40 Kilogramm Lachs pro Bär auf dem Speiseplan. Auch der seltene Riesenseeadler ist hier heimisch und jagt Fische für seine Jungen. Im Winter schlägt die Stunde der kleineren Raubtiere. Während die Bären Winterschlaf halten, konkurrieren Vielfraß und Rotfuchs um Beutetiere und vor allem um Aas. Die Adler belagern die verbliebenen offenen Wasserstellen und kämpfen um die wenigen Fische. Noch stehen sechs Monate kalter Winter bevor – im Land der Bären und Vulkane.

3sat, 15.15 Uhr
Wildes Russland (6/6)
Die Arktis
Russland hat mehr arktische Gebiete als jedes andere Land der Erde. Die Eiswüsten und Tundren ziehen sich von der russisch-finnischen Grenze bis in den äußersten Nordosten der Beringstraße. Hier, nur einen Steinwurf von Alaska entfernt, liegt auch die Wrangel-Insel. Im Sommer sammeln sich hier die Eisbären, um auf die Ankunft der Walrosse zu warten. Nach mageren Wochen hoffen die größten Bären der Erde auf leichte Beute, aber die Walrosse sind wehrhaft.

Dienstag, 21. Dezember

3sat, 13.15 Uhr
Von Sibirien nach Japan
Wildes Kamtschatka
Wilde Natur, bizarre Vulkane und Bewohner, die der Abgeschiedenheit trotzen: Die Regionen von Kamtschatka in Sibirien zählen zu den faszinierendsten Gegenden der Erde. Grimme-Preisträger Klaus Scherer reist in seiner dreiteiligen Reportage durch ein vergessenes Paradies von „Sibirien nach Japan“. Auf der ersten Etappe der 4.000 Kilometer langen Route begleitet Scherer Rentiernomaden mit ihren Herden und begegnet Bären, die dort in großer Zahl leben.

Mittwoch, 22. Dezember

3sat, 5.35 Uhr
Herr Jäger und sein Bock
Auf Jagd nach dem König der Alpen
36 Jahre hat Domenic Jäger auf den Moment gewartet, einen kapitalen Steinbock zu erlegen. Das wäre der Höhepunkt seines Jägerlebens. „Reporter“ begleitet ihn auf die Jagd. „Der Steinbock ist unser Wappentier, unser Stolz. Nur alle zehn Jahre kriegt man die Chance, diese Tiere zu jagen; einen richtig großen, einen kapitalen Steinbock sogar nur einmal im Leben!“, schwärmt Domenic Jäger wenige Tage vor Jagdbeginn. Doch mit der Freude kommen beim Jäger auch Bedenken auf: Normalerweise kennt er sein Jagdgebiet in- und auswendig. Die Berge und Täler im Albrisgebiet oberhalb von Pontresina aber, wo sich die Steinbockkolonie befindet, die er bejagen darf, sind Neuland für ihn. Der Druck ist groß. Reporter Curdin Fliri heftet sich an Domenic Jägers Fersen. Er macht sich mit ihm auf die Suche nach den majestätischen Tieren, die im kargen Gebirge mit bloßem Auge kaum wahrzunehmen sind, pirscht sich mit ihm zwischen Felsen und Geröll an, auf der Jagd nach seinem Traum.

3sat, 9.25 Uhr
Magie der Jahreszeiten (1/4)
Frühling
Der Frühling ist die Zeit des Neubeginns, des Werdens und Wachsens. In den Bergen Alaskas erwachen Bären aus der Winterruhe. Die Jungen wurden in einer Höhle tief unter Schnee verdeckt geboren und sehen die Welt draußen jetzt zum ersten Mal.

3sat, 10.20 Uhr
Magie der Jahreszeiten (2/4)
Sommer
Der Sommer ist eine Zeit der Fülle. Die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite und bietet vielen Tieren die Chance, an leckeres Futter zu kommen und auf Partnersuche zu gehen.

arte, 11.00 Uhr
Die Rückkehr der Wölfe
Das Wunder im Yellowstone Nationalpark
Im nordamerikanischen Yellowstone-Nationalpark vermehrten sich die Wapiti-Rothirsche lange Zeit ungebremst und das zuungunsten der dortigen Flora und Fauna – bis Wölfe in das Gebiet Einzug hielten. Die Dokumentation „Die Rückkehr der Wölfe – Das Wunder im Yellowstone-Nationalpark“ zeigt die erstaunlichen Folgen, die die Wiederansiedlung von Wölfen Ende der 1990er Jahre für das gesamte Ökosystem im Yellowstone-Nationalpark hat. Ein aus den Fugen geratenes Ökosystem ist durch die Rückkehr der Raubtiere wieder in ein natürliches Gleichgewicht gelangt.

3sat, 11.05 Uhr
Magie der Jahreszeiten (3/4)
Herbst
Die kanadischen Laubwälder mit ihren vielen Eicheln sind ein Schlaraffenland für Streifenhörnchen. Biber bringen ihre Bauten in Ordnung und legen Vorräte aus Zweigen und Blättern an. Grizzlybären stehen an den Ufern der Flüsse und warten auf fette Lachse.

3sat, 11.50 Uhr
Magie der Jahreszeiten (4/4)
Winter
Moorschneehühner haben ein extrem dichtes Gefieder, selbst auf Füßen und den Augenlidern. Polarfüchse haben kleine Ohren und kurze Beine – das reduziert die Körperoberfläche und verringert den Wärmeverlust.

3sat, 13.20 Uhr
Roseggers Waldheimat – Ein Jahr im Zauberwald
Die Geschichten des Waldbauernbuben Peter Rosegger zählen bis heute zu den emotionalsten und beliebtesten Erzählungen rund um Weihnachten – und die steirische Waldheimat rund ums Alpl zu den waldreichsten Gebieten Österreichs. Was, wenn Tiere reden könnten? Welche faszinierenden Geschichten würden sie uns erzählen? Welche Überraschungen hätten sie für uns parat? In welche Welten würden sie uns entführen? Ausgehend von dieser Idee folgt Regisseur Klaus T. Steindl den Tieren der Region in verborgene Lebenswelten und stößt dabei auf Exoten wie den Marderhund, Alteingesessene wie das Reh, „Wasserratten“ wie den Fischotter oder „Bergfexen“ wie Gams und Steinbock. Dabei lassen die einzigartigen Tieraufnahmen staunen – und schmunzeln: denn der Film lässt die Zuseherinnen und Zuseher hautnah am turbulenten Paarungstanz der Fischotter oder an der Geburt eines Rehkitzes teilnehmen; sie beobachtet ungestüme junge Gämsen, die sich im „Gämsenhort“ auf einem frühsommerlichen Schneefeld austoben; und sie ist dabei, wenn die Rehgeiß den Fuchs zum Schutze ihres Kitzes im wahrsten Sinne des Wortes an der Nase herumführt.

3sat, 14.05 Uhr
Wilde Winterwelten
Mit Einbruch der Kälte beginnt für viele Tiere eine entbehrungsreiche Zeit. Mit dieser Winterreise von Pol zu Pol taucht der Film in die Welt der zähsten Anpassungskünstler des Planeten ein. Im Zeitraffer verwandeln sich ganze Landstriche in Winterlandschaften, Gewässer frieren zu und entwickeln sich zu eisigen Wüsten. „Terra X“ erzählt in anrührenden, dramatischen, aber auch launigen Geschichten von den vielfältigen Überlebensstrategien der Tiere. Ein „Winter spezial“, gestaltet aus den Highlights der erfolgreichsten Hochglanz-Koproduktionen mit der BBC. Schwerpunkt der Dokumentation sind die Polarregionen. Selten gewordene Aufnahmen von Geschöpfen, die existenziell gefährdet sind, von Helden einer weißen Welt, die immer kleiner wird und zu verschwinden droht. Doch noch herrscht die Kälte. In der Arktis steht die Sonne monatelang unter dem Horizont. Den meisten Tieren bleibt nichts anderes, als nach Süden abzuwandern. Am Nordpol gelang es den Teams trotz extremer Bedingungen, den König der Arktis durch die klirrend kalte Polarnacht zu begleiten. Der Eisbär, das größte an Land lebende Raubtier, macht keinen Winterschlaf, sondern legt auf seinen einsamen Jagdzügen auch weite Strecken zurück. Eisbärweibchen vergraben sich im Winter in einer Schneehöhle, um ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen. Mit dem Klimawandel verlieren die weißen Riesen zunehmend ihr Terrain und damit ihr Leben – nach vorsichtigen Prognosen schon bis zum Ende dieses Jahrhunderts. Neben den Helden der Polarregionen dokumentiert der Film auch andere hartgesottene Überlebenskünstler. Viele Tiere fliehen aus Tundra und Taiga, doch Wölfe, Füchse, Bisons, Elche, Lemminge, Wiesel und Karibus sind gezwungen, den erbarmungslosen Winter zu durchleben. Die Kleinsten sind unter der schützenden Schneedecke aktiv.

arte, 17.50 Uhr
Phänomenale Natur
Der Kaindy-See – Kasachstans Kleinod
Seit 2007 bilden der Kaindy-See und das umliegende Waldgebiet den Mittelpunkt eines Nationalparks in Kasachstan. Unter Aufsicht der Wildhüter konnte sich der Bestand an Hirschen, Steinböcken und kleinen Säugetieren in dem Gebiet gut erholen. Infolgedessen kehrten größere Beutegreifer wie Wolf, Bär, Luchs und auch der Schneeleopard zurück. Doch das Biotop ist von der beschleunigten Gletscherschmelze und dem Eingreifen des Menschen bedroht. Wissenschaftler kämpfen nun für ein Gleichgewicht zwischen menschlicher Entwicklung und dem Wohlergehen des Wildtierbestands.Mitten in den weiten Steppen Zentralasiens im Südosten Kasachstans ragt das Hochgebirge Kungej-Alatau in den Himmel. An seinen bis zu 5.000 Meter hohen Gipfeln bleiben die Wolken hängen und regnen ab. Rund 16.000 Gletscher versorgen die tiefer gelegenen Täler und Bergseen mit klarem Wasser. Der 1911 infolge eines Erdrutschs entstandene Kaindy-See überflutete einen ganzen Wald, dessen Stämme heute gespensterhaft in die Luft ragen. Unter der Oberfläche des türkisblauen Wassers haben die abgestorbenen Fichten ihr Geäst behalten und sind von Algen überzogen. In den letzten 100 Jahren hat sich im See sowie in dem ihn umgebenden Tal ein einzigartiges Ökosystem entwickelt. Seit 2007 bildet der Kaindy-See mit seinen umliegenden Wäldern den Mittelpunkt eines Nationalparks. Er wurde geschaffen, um die Wildtiere nicht nur vor Wilderern, sondern auch vor der Ausdehnung der Tierzuchtgebiete und vordem Fremdenverkehr zu schützen. Unter der Aufsicht der Wildhüter konnte sich der Bestand an Hirschen, Steinböcken und kleinen Säugetieren gut erholen. Infolgedessen kehrten größere Beutegreifer wie Wolf, Bär, Luchs und auch der Schneeleopard zurück. Doch das Biotop ist von der beschleunigten Gletscherschmelze und dem Eingreifen des Menschen bedroht. Diese Folge der Reihe „Phänomenale Natur“ zeigt, wie Wissenschaftler nun für ein ökologisches Gleichgewicht kämpfen.

Donnerstag, 23. Dezember

arte, 10.25 Uhr
Wie der Hund die Welt eroberte
Fast eine Milliarde Hunde bevölkern heute die Erde, manche als treue Begleiter des Menschen, andere als Streuner. Aus dem Alltag sind die Wach-, Jagd-, Renn-, Begleit- und Freizeithunde aller (Misch-)Rassen längst nicht mehr wegzudenken. Dabei kamen Hunde in der Natur ursprünglich gar nicht vor. Wann begann der Weg vom Wolf zum Hund? Und wie haben die frühen Vorfahren der heutigen Pudel, Windhunde und Chihuahuas die Welt erobert? Archäozoologen, Biologen, Verhaltensforscher und Genetiker arbeiten daran, die lange Geschichte der Hunde-Domestizierung bis zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen. Aus dem Erbgut von 1.600 prähistorischen und modernen Hunden und Wölfen konnten Wissenschaftler erstmals einen kompletten Stammbaum erstellen. Zu ihrer Überraschung machten sie drei unterschiedliche Domestizierungszentren in verschiedenen Epochen aus: Die erste Domestizierung fand vor 15.000 Jahren in Westeuropa statt, die zweite vor 12.500 Jahren im Norden Chinas und in Sibirien und die dritte im östlichen Mittelmeerraum. Doch wie ging es anschließend weiter? In Russland, Kanada, Skandinavien, Ungarn, Deutschland, Österreich und Frankreich erläutern Forscher, wie der Mensch den Wolf zum Hund gemacht hat, welche Mechanismen dabei im Spiel waren und wie sich Aussehen und Verhalten der Tiere im Lauf der Zeit veränderten: Die Haushunde wurden immer weniger aggressiv und ängstlich. Außerdem lernten sie, die menschliche Mimik zu lesen und zu deuten – so wie umgekehrt auch der Mensch gelernt hat, Körperhaltung, Gebell und Blicke seines vierbeinigen Gefährten zu verstehen. Mehr als jedes andere Haustier hat der Hund in den vergangenen Jahrtausenden zum Aufstieg der menschlichen Gesellschaften beigetragen. Aktuelle genetische Forschungen zeigen, dass diejenigen unserer Vorfahren, die Hunde an ihrer Seite hatten, gegenüber anderen Gruppen im Vorteil waren. Aus dieser langen, besonderen Verbindung ging die sogenannte Mensch-Hund-Gesellschaft hervor.

3sat, 13.40 Uhr
Wildes Skandinavien: Dänemark
Die Wälder von Lille Vildmose im nördlichen Jütland gehören zu den artenreichsten Nordeuropas. Hier bringen Wildschweine ihren Nachwuchs zur Welt und pflügen effizient den Boden um. Damit schaffen sie gute Keimbedingungen für viele seltene Pflanzen. Auch Rothirsche fühlen sich in dem Schutzgebiet zu Hause. Sie leben schon seit der letzten Eiszeit in diesen Wäldern.

3sat, 14.30 Uhr
Wildes Skandinavien: Norwegen
Norwegens atemberaubende, raue Natur wirkt mit ihren baumlosen Ebenen, durch die Rentierherden und Moschusochsen ziehen, als wäre die Zeit vor 10.000 Jahren stehengeblieben. Moschusochsen konnten erst in den 40er Jahren wieder erfolgreich in Norwegen angesiedelt werden. Auf den windigen Bergkuppen fühlen sie sich wohl. Der Film begleitet eine der Herden durchs Jahr, folgt ihr auf ihren Wanderungen, zeigt die Tiere bei der Paarung, der Aufzucht der Jungen und bei den erbitterten und gewalttätigen Brunftkämpfen im Herbst.

3sat, 15.15 Uhr
Wildes Skandinavien: Schweden
Der größte Hirsch der Erde, der Elch, hat gelernt, sich im Winter zu beschränken. Dann gibt es statt nahrhafter Blätter nur magere Zweige und Rinde für ihn. Der Vielfraß ist im tiefsten Winter ebenfalls auf der Suche nach Nahrung. Meist bedient er sich an den Kadavern erfrorener Tiere. Auf Schritt und Tritt folgen ihm hungrige Raben. Wenn Schnee und Eis endlich weichen, kommen im Mai die Elchkälber zur Welt. Jetzt beginnen üppige Zeiten in Schwedens Wäldern und Sümpfen. Nicht nur an den Bäumen finden die Elche reichlich zu fressen, sondern auch im Wasser. Denn Seerosen sind eine Delikatesse, die gerade Elchbullen zu schätzen wissen, da die in ihnen enthaltenen Mineralien das Wachstum ihres Geweihs fördern. Zu Mittsommer geht die Sonne in Schweden gar nicht mehr unter. Doch schon bald kündigen die Brunftschreie der Elche wieder den Herbst an.

Freitag, 24. Dezember

3sat, 13.05 Uhr
Wildes Skandinavien: Finnland
Bis ins 18. Jahrhundert hinein verehrten die Finnen den Bären als Gottheit. Noch immer ist er ein Nationalsymbol. Heute leben etwa 1.000 Braunbären im Land. Einmalige Aufnahmen zeigen die pelzigen Allesfresser bei der Paarung, Aufzucht ihrer Jungen und der Seerosenernte. Hauptsächlich fressen Bären Pflanzen, aber die Jungtiere müssen erst lernen, welche Gewächse schmecken und nahrhaft sind. Auch Tierkadavern sind die Bären nicht abgeneigt, um diese gibt es allerdings erbitterte Kämpfe mit anderen Aasfressern. So trauen sich die Wölfe im Rudel durchaus zu, einen Braunbären um seine Beute zu bringen.

3sat, 13.50 Uhr
Wildes Skandinavien: Island
Landsäugetiere gibt es auf Island nur wenige. Vor rund 10.000 Jahren gelangten die ersten Polarfüchse auf Eisschollen treibend an die Strände der Insel. Der Film gibt seltene Einblicke in das Familienleben der Tiere, zeigt ihr stürmisches Liebesspiel, die Aufzucht der Jungen im Fuchsbau und deren erste Jagd.

3sat, 14.35 Uhr
Wildes Skandinavien: Grönland
Im Nordosten Grönlands liegt der weltweit größte Nationalpark, seine Fläche ist größer als die von Frankreich und Großbritannien zusammen. Der Park ist bis heute ein sicheres Refugium für Eisbären, Moschusochsen, Polarfüchse und Walrosse. In den menschenleeren Weiten kaum zu entdecken, leben dort auch einige wenige weiße Wölfe. Grönland ist die größte Insel der Erde. Sie hat kalbende Gletscher und schwimmende Eisberge. Die Insel ist 1,7 Millionen Quadratkilometer groß und ihre Eiskappe bis zu drei Kilometer dick. Nach dem antarktischen Eis ist das die zweitgrößte Eismasse auf der Erde. Sie bestimmt Klima, Wetter und die Lebensbedingungen der Tierwelt auf der Insel. Im Nordosten Grönlands liegt der größte Nationalpark der Erde: das Reich der Eisbären, Moschusochsen und Walrosse. In den menschenleeren Weiten kaum zu entdecken leben auf Grönland auch einige wenige weiße Wölfe. Millionen von Krabbentauchern brüten jedes Jahr an Grönlands Küsten. Bei Brutbeginn fliegen sie manchmal in riesigen Schwärmen über ihr Brutgebiet, ein einzigartiges Naturschauspiel. Lange, dunkle Winter mit eisigen Schneestürmen machen Grönland zu einem Lebensraum für Spezialisten. Selbst die mächtigen Moschusochsen geraten dann an ihre Grenzen, Nahrungsmangel macht ihnen zu schaffen. Nur die stärksten Exemplare überleben bis zum nächsten Frühjahr, wenn der Schnee endlich das Land freigibt und die Tundra zu blühen beginnt. Anders als für Moschusochsen und die in der Tundra brütenden Vögel ist für die Eisbären der arktische Sommer eine schwierige Jahreszeit. Ihre Beutetiere sind Robben, die sie vom Meereis aus jagen. Wenn das Treibeis schmilzt, wird die Nahrung knapp. Viele Bären ziehen deshalb Hunderte von Kilometern nach Norden, um bessere Jagdgründe zu erreichen. Teils stark abgemagert, geben sie sich sogar mit winzigen Vogeleiern zufrieden, die sie Eierdieben wie Raben abjagen. Schroffe Küsten und Fjorde, Gletscher, Vulkane und Urwälder sind bis heute Lebensraum seltener Pflanzen und Tiere. Mit überwältigenden Bildern präsentiert die Naturfilm-Reihe „Wildes Skandinavien“ die raue, ungezähmte Natur des hohen Nordens. Finnlands Braunbären, Schwedens Elche, Islands Polarfüchse oder Norwegens Moschusochsen, jede Folge entführt mit spektakulären Bildern in die Wildnis Nordeuropas. Dank langer Drehzeiten mit HD-Kameratechnik, atemberaubender Flüge und aufwendiger Makroaufnahmen, Zeitraffer und Superzeitlupen sind international renommierten Tierfilmern einzigartige Szenen gelungen.

Samstag, 25. Dezember

arte, 7.55 Uhr
GEO Reportage: Italien
Die Igel-Retter aus dem Piemont
In seinem Job hat Massimo Vacchetta schon fast alles an tierischen Patienten behandelt, vor allem Rinder. Bis die kleine Ninna das Herz des Tierarztes so sehr berührte, dass er sich fortan der Rettung einer Art verschrieb: der Igel. Die uralte Villa des „Igel-Doktors“ hoch über den Weinbergen im Nordwesten Italiens ist inzwischen eine Institution. Doch wie sieht der Alltag in der Igel-Ambulanz eigentlich aus? Wer bringt die Wildtiere zu Dottore Massimo? Und können die oft schwer verletzten Patienten überhaupt wieder zurück in die Wildnis? Orecchio, Ettore, Pino oder Onorina – sie alle sind Patienten bei Dr. Massimo Vacchetta, in der einzigen Igelklinik Italiens. Die nachtaktiven Tiere sind Opfer von Autos, motorisierten Heckenscheren, Sensen oder Mährobotern, ihre Verletzungen sind oft schwerwiegend. Dottore Massimo betreut seine Schützlinge zusammen mit fünf Angestellten und vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern rund um die Uhr. Mit Feingefühl und auch unkonventionellen Methoden werden die stacheligen Patienten oft wochenlang aufgepäppelt. Das große Ziel: Sie wieder fit zu machen für ein Leben in der Natur. Angefangen hat alles mit einem winzigen Igelmädchen: „Als ich das erste Mal Ninna in der Praxis eines Kollegen sah, war sie noch sehr klein. Sie wog gerade mal fünfundzwanzig Gramm. Ich war tief berührt – und mir wurde so einiges klar. Zum Beispiel, dass es die kleinen Dinge sind, die einen glücklich machen. Ich betrachtete den Igel, der so zufrieden und glücklich war, wenn er einen Tropfen Milch zu sich nahm und dann in meiner Hand einschlief. Im Grunde lehrte er mich, dass ich den Sinn des Lebens woanders suchen musste.“ Heute, wenn Massimos stachelige Patienten gesund genug sind, werden sie mit größtmöglicher Fürsorge in die Freiheit entlassen. Für den „Igel-Doktor“ ist das jedes Mal aufs Neue ein Moment des Glücks, gemischt mit einer Prise Wehmut – wenn sich seine Igel wieder in ihren natürlichen Lebensraum aufmachen.

Sonntag, 26. Dezember

tagesschau 24, 8.15 Uhr
Hauptstadt der Wildschweine – Berlin
Der Film geht der Frage nach, wie problematisch das Verhältnis zwischen Stadtbewohnern und den Tieren ist und wie die dabei entstehenden Konflikte lösbar sind. Wenn es dunkel wird, machen sich rottenweise Wildschweine aus den leer gefressenen umliegenden Forsten auf den Weg in die deutsche Hauptstadt. Der Hunger treibt sie in die menschlichen Siedlungen. Die Filmemacher begleiten in ihrer Dokumentation freiwillige Stadtjäger bei ihren Pirschfahrten durch Berlin, der Hauptstadt der Wildschweine. Es zeigt sich eindrucksvoll, dass die Wildnis in den vergangenen Jahren immer weiter in die Stadt vorgedrungen ist.

Zeitraum: 27.12.2021 - 02.01.2022

Montag, 27. Dezember

3sat, 5.30 Uhr
Unter Grizzlys (1/2)
Das Abenteuer beginnt
Top-Wildlife-Kameraleute und Bärenexperten haben einige Wochen in Alaskas Wildnis verbracht, um das Leben der Grizzlys aus nächster Nähe zu verfolgen. Noch nie wurden die riesigen Raubtiere Nordamerikas filmisch so außergewöhnlich nah porträtiert, während sie sich zu Hunderten an den Stromschnellen im Katmai- Nationalpark versammeln, um Lachse zu fangen. 35 Kameras waren im Einsatz. Über und unter Wasser, in den Uferzonen, auf Plattformen, im Wald und auf den Weiden dokumentieren die Kameras einen Sommer lang das atemberaubende Spektakel. Die Bärenkenner begleiten die Teams Tag und Nacht, und so kommt es zu ungewöhnlichen Begegnungen. In der ersten Folge kämpft eine noch unerfahrene Grizzly-Mutter unermüdlich um das Überleben ihrer beiden Jungen. Ihr Sommer ist voller tragischer Ereignisse. Hungrig und müde im eiskalten Wasser nach Nahrung suchend, verliert sie eines ihrer Kleinen. Nur die Hälfte der Jungtiere überlebt die Saison in der Wildnis Alaskas. Die Gegend wird beherrscht von einem riesigen Grizzly-Männchen und seiner Partnerin, die die Filmcrew als hoch aggressives Weibchen erlebt. Ausgewachsene hungrige Bären stellen eine tödliche Bedrohung für den Nachwuchs dar. Für die Mutter des überlebenden Jungtiers ist es eine harte Zeit voller unerwarteter Abenteuer und Herausforderungen. Hautnah verfolgt die Crew den Überlebenskampf der Bärenmütter und ihrer Kinder, die bedrohlichen Attacken des großen Clanchefs und der zu allem entschlossenen Konkurrenten. Dabei erleben selbst die Bärenkenner Dinge, die sie vorher noch nicht gesehen haben. Tag für Tag werden sie Zeugen von großen persönlichen Dramen und überraschend traurigen Ereignissen. Welche großen Risiken sie dafür in Kauf nehmen, wird den Teams immer dann bewusst, wenn sich ein Grizzly unvermittelt bis auf wenige Meter nähert und keiner weiß, was in den nächsten Sekunden passieren wird. Dank jahrzehntelanger Erfahrung im Umgang mit den Raubtieren ist die Crew am Ende des Sommers unversehrt.

3sat, 6.15 Uhr
Unter Grizzlys (2/2)
Drama in der Wildnis
Grizzlys hautnah. Ein 25 Mann starkes Team schlägt in Alaskas Wildnis seine Zelte auf und dokumentiert das Leben der riesigen Raubtiere so nah wie nie zuvor. Wenn Millionen von Lachsen auf ihrer Laichwanderung die Flüsse Alaskas bevölkern, drängeln sich Hunderte von Grizzlys an den Stromschnellen, um tonnenweise Fisch zu verschlingen. Ein Hauen und Stechen beginnt. 35 Kameras über und unter Wasser, in den Uferzonen, auf Plattformen, im Wald und auf den Weiden dokumentieren einen ganzen Sommer lang das atemberaubende Spektakel. Die Bärenkenner begleiten die Teams Tag und Nacht, und so kommt es zu ungewöhnlich nahen Begegnungen und Einblicken in das Leben einzelner Bären in dieser Gemeinschaft. Bärenmütter kämpfen bis zur Erschöpfung um das Überleben ihrer Kinder, die Attacken des großen Clanchefs nehmen bedrohliche Ausmaße an. Konkurrenten sind zu allem entschlossen, wenn es um die Lachse, aber auch um die Weibchen geht. Selbst die Bärenkenner erleben Dinge, die sie vorher nie gesehen haben. Tag für Tag werden sie Zeugen von großen Dramen und überraschend traurigen Ereignissen. Welche Risiken sie dafür in Kauf nehmen, wird den Teams immer dann bewusst, wenn sich ein Grizzly unvermittelt bis auf wenige Meter nähert, und keiner weiß, was in den nächsten Sekunden passieren wird. Dank jahrzehntelanger Erfahrung im Umgang mit den Raubtieren kann die Crew am Ende des Sommers unversehrt zurückkehren.

3sat, 7.00 Uhr
Die Rückkehr der großen Raubtiere
Unterwegs mit drei Wildtierfotografen
Wolf, Luchs und Bär – vor rund 150 Jahren aus den Schweizer Landschaften hinausgedrängt und ausgerottet. Jetzt sind sie wieder da und sorgen für Kontroversen. Es gibt nur wenige Fachleute in der Schweiz, die viel über die rückkehrenden Raubtiere wissen. Unter anderen sind dies drei Wildtierfotografen: Laurent Geslin, Peter Dettling und David Bittner. Beat Häner begleitete sie bei Ansitzjagd und Pirsch mit der Kamera. Laurent Geslin, der gebürtige Bretone, beschloss im Jahr 2010, von Luchsen in freier Wildbahn qualitativ hochwertige Fotos zu machen – etwas, was vor ihm keiner geschafft hatte. 170 Luchse leben derzeit in der Schweiz. Laurent Geslin zog für dieses Fotoprojekt extra mit Frau und Kind hierher, in den Neuenburger Jura. Mehr als ein Jahr lang bereitete er sich intensiv vor. Er erhielt dabei die Unterstützung von Wildhütern und Jägern sowie den Forschern des Vereins Kora, die im Auftrag des Bundes das Monitoring der Großraubtiere betreiben. Peter Dettling ist Naturfotograf aus Sedrun im Kanton Graubünden. Im Jahr 2008 glückte es ihm, in seiner Heimat im Vorderrheintal einen ersten rückkehrenden Wolf zu fotografieren. Ihm gelang damit die erste Fotografie überhaupt eines wildlebenden Wolfes in der Schweiz. Seither hat ihn die Faszination für dieses Tier nicht mehr losgelassen. Seit 2013 beobachtet Peter Dettling die Calanda-Wolfsfamilie – das erste Schweizer Wolfsrudel auf Schweizer Boden nach weit über 100 Jahren, eingewandert aus Italien. David Bittner ist Biologe, Bärenforscher und Fotograf aus Schlossrued, Aargau. Seit 13 Jahren verbringt er fast jeden Sommer in der Wildnis in Alaska und lebt dort mit den Grizzlys. Bittner hat persönliche Beziehungen zu einzelnen Bären aufgebaut – Wildtier und Mensch kennen einander. Bittners Interesse gilt immer mehr dem Alpenbraunbär. Über ein Dutzend junge Männchen streiften in den letzten Jahren durch die Schweiz – Bären, die aus dem italienischen Trentino kommen. Alle drei verstehen sich als Vermittler, suchen die Zusammenarbeit mit Behörden und Verbänden. Keinem der drei geht es um das schnelle Bild. Vielmehr wollen sie mit ihren Reportagen aufklären, vermitteln, Interesse wecken. Denn sie wissen: Was man nicht kennt, verursacht Skepsis und Ängste. Ihr Anliegen ist deshalb, ein möglichst konfliktfreies Zusammenleben von Raubtier, Mensch und Nutztier zu ermöglichen.

3sat, 7.50 Uhr
Beeindruckende Tierwelt: In den Wäldern
Die Reihe „Beeindruckende Tierwelt“ gibt Einblicke in die unterschiedlichen Lebensräume und -bedingungen der Tiere weltweit. Diese Folge führt in die Wälder. Wälder und Walgebiete sind wichtig für das Fortbestehen der Menschheit. Sie gelten daher als „Grüne Lunge“ unseres Planeten. Sie bieten Lebensraum für viele Tiere wie zum Beispiel Koalas, Pandas oder Eulen. Von den trockenen Eukalyptuswäldern in Australien bis zu den riesigen Ahornbeständen in Kanada – Waldgebiete gibt es überall auf der Welt. Die Dokumentation zeigt, wie wichtig der Lebensraum Wald für Tiere ist. In der westlichen Provinz Kanadas, in British Columbia, liegt eines der weltweit größten Waldgebiete. Unglaubliche Weiten, Tausende Inseln und Zehntausende Flüsse und Seen beinhalten diese Wälder ebenso wie den perfekten Lebensraum für etwa 15 000 Grizzlys und knapp 150 000 Schwarzbären. Grizzly- und Schwarzbären lieben Landschaften aus Laub- und Nadelwald. Jedes Jahr im Juli gibt es für sie eine kulinarische Köstlichkeit: Tausende Lachse schwimmen dann vom Meer in die Flüsse, um dort zu laichen. Viele dieser Fische schaffen es allerdings nicht, an den gefräßigen Raubtieren vorbeizukommen, und werden stattdessen zu einem besonderen Leckerbissen für die Bären. Abgesehen von Lachs ernähren sich die Bären von Samen, Beeren und Pflanzen – die Wälder bieten das ganze Jahr über Lebensraum und Nahrung. Die Waldgebiete auf Kangaroo Island nahe der australischen Küste sind Heimat vieler seltener und bedrohter Tierarten. Wie der Name bereits verrät, leben dort unzählige Kängurus, aber auch Ameisenigel, Rieseneisvögel, Schnabeltiere und Opossums. Der wohl berühmteste Waldbewohner ist jedoch der Koalabär. Er ernährt sich vor allem von den dort zahlreich wachsenden Eukalyptusbäumen. Die Blätter dieser Bäume sind zwar giftig, doch der Koala hat ein außergewöhnlich langes Verdauungsorgan entwickelt, mit dem er das Gift aufspalten kann. Die Koalas fressen jeden Tag ein halbes Kilogramm dieser Blätter. Auf der Hauptinsel Australiens lebt der Tasmanische Teufel, eine Tierart aus der der Familie der Raubbeutler. Er hält sich vor allem in der Tarkine-Wildnis auf, dem weltweit zweitgrößten Küstenregenwald mit gemäßigtem Klima. Einer der beeindruckendsten Nationalparks Nordamerikas, der „Denali National Park“, umfasst zweieinhalb Millionen Hektar. Dort lebt neben der häufigsten Eulen-Art des Kontinents, dem Virginia-Uhu, die größte Hirschart der Welt. Der Elch hat sich an die Umgebung perfekt angepasst. Während er im Frühling in Seen und Sumpfgebieten nach Wasserpflanzen sucht, ernährt er sich im Winter von Moos und Flechten. Wenn in Nordamerika der Herbst Einzug hält, brechen Millionen von Schmetterlingen zur Reise ihres Lebens auf. Die Monarchfalter verlassen ihre sommerlichen Brut- und Futterstätten, um an einen Ort zu fliegen, an dem sie überwintern könnten.

3sat, 12.55 Uhr
Der Bär ist los! Die Geschichte von Bruno
Tirol und Bayern sind in Aufruhr: Braunbär Bruno geht um, und alle machen Jagd auf ihn. Bärenexperte Wolfgruber und Tierparkdirektor Rettensteiner wollen ihn fangen, andere ihn retten. Bruno wird zum Medienstar und zum Politikum. Während die Bärenschützer alle Register ziehen, um Bruno anzulocken, wartet die Jägerschaft bereits mit dem Finger am Abzug auf den Schießbefehl. „Der Bär ist los!“ ist eine turbulente Filmsatire, prominent besetzt mit Harald Krassnitzer, Fritz Karl und Nadeshda Brennicke und inspiriert vom Fall des authentischen „Problembären“ Bruno, der 2006 im Grenzgebiet zwischen Tirol und Bayern für Aufsehen sorgte und letztendlich geschossen wurde.

3sat, 20.15 Uhr
Kielings wilde Welt
Kreislauf des Lebens
Tierfilmer Andreas Kieling besucht Europa, Australien, Amerika, Afrika und Fidschi. Er trifft engagierte Wissenschaftler*innen und bietet spannende Einblicke. In Tansania trifft Andreas Kieling auf Hyänen, die ihrem schlechten Ruf nicht gerecht werden. Er erlebt auf Island Attacken von Küstenseeschwalben und sucht Beweise für die Rückkehr der Wildkatze in Deutschland. Und er taucht vor Fidschi mit Bullenhaien. Die Sympathiewerte von Hyänen sind die wohl schlechtesten unter afrikanischen Raubtieren. Zu Unrecht, wie Tierfilmer Andreas Kieling im Ngorongorokrater von Tansania feststellt. Dort untersuchen Forscher*innen das Mit- und Gegeneinander in Hyänen-Clans. Fazit: Mal lohnt es sich für Hyänen, nett zu sein, mal ist Kampf das bessere Mittel. Sogar Parallelen zu sozialen Netzwerken gibt es: Wer die meisten Follower hat, schafft es ganz nach oben. Wie in Hitchcocks „Die Vögel“ fühlt sich Andreas auf Island. Im Schwarm attackieren ihn Küstenseeschwalben. Sie schützen so ihren Nachwuchs. Maximal zwei Junge kann ein Seeschwalben-Paar pro Jahr großziehen. Die Zeit dafür ist knapp. Denn noch bevor der kurze isländische Sommer zu Ende geht, müssen die Kleinen fit sein für eine extreme Flugreise: aus der Arktis in die Antarktis. Bis zu 8000 Wildkatzen gibt es mittlerweile wieder in Deutschland. Die scheuen Waldbewohner brauchen viel Platz zum Leben und finden ihn nur schwer im dicht besiedelten Deutschland. Andreas erlebt, wie mühsam es ist, für den einzelgängerischen Jäger neue Gebiete zu erschließen. Eine Geschichte, bei der es um Baldrian und junge Bäume geht – und um sehr viel Geduld. Nirgendwo auf der Welt kommt man den seltenen Bullenhaien so nah wie am Shark Reef vor Fidschi. Der Grund: Thunfisch-Snacks von Menschenhand. Das „Hai Life“ unter Wasser lässt nicht nur das Herz von Tauchenden höherschlagen, es bietet auch einzigartige Forschungsmöglichkeiten. Eine wichtige Frage für Andreas und die Forscher*innen: Stören die Fütterungen das ökologische Gleichgewicht?

3sat, 21.00 Uhr
Kielings wilde Welt
Wilde Nachbarn
Auf seiner Deutschlandreise von Norden nach Süden besucht Tierfilmer Andreas Kieling wilde Nachbarn und trifft engagierte Wissenschaftler*innen. Welche Folgen hat die Rückkehr der Kegelrobbe? Wo fühlt sich die Honigbiene noch wohl? Ist der Alpensteinbock ein Gewinner des Klimawandels? Auf seiner Deutschlandreise findet Andreas Kieling Antworten. In Nord- und Ostsee trifft Andreas Kieling auf Kegelrobben, Deutschlands größte Raubtiere. Imposant – die Bullen mit gut 300 Kilogramm Gewicht. Herzzerreißend – die flauschigen Kleinen mit ihren Knopfaugen. Als Konkurrent um Fisch fast ausgerottet, kehrt die Kegelrobbe nun in die deutschen Meere zurück. Mehr als 1500 gibt es schon. Was ermutigt sie zum Bleiben? Und welche Folgen hat das für den Fischfang? Die Botin des Frühlings ist das kleinste Haustier der Welt. Neben Rind und Schwein ist die Honigbiene das wichtigste Nutztier des Menschen. Der traurige Trend: Das Bienensterben in Deutschland nimmt zu. Eine hoch industrialisierte Landwirtschaft hinterlässt zu viele ökologische Wüsten. Andreas Kieling trifft eine Bio-Imkerin mitten in Berlin und auf der Schwäbischen Alb Bienenforscher*innen, die das geheimnisvolle Leben wild lebender Honigbienen untersuchen. Nachtschwärmende Flattertiere leben seit mehr als 50 Millionen Jahren auf der Erde. Fledermäuse sind äußert effiziente Jäger. Doch der Mensch nimmt ihnen mehr und mehr Lebensraum weg. Auch durch den Einsatz von Pestiziden im Wald finden sie immer weniger zu fressen. Gebäudewohnenden Fledermäusen „renoviert“ man durch den Ausbau von Dachstühlen den Wohnraum unter den Füßen weg. Im Naturpark Schönbuch erlebt Andreas, wie Fledermaus-freundliche Akteur*innen es schaffen, dass gefährdete Arten eine Zukunft haben. Vielleicht ist er ein Gewinner des Klimawandels: Der Alpensteinbock kommt mit milderen Temperaturen im Gebirge gut zurecht. Die Allgäuer Hochalpen sind Deutschlands Hotspot. Andreas erlebt, wie schwer es ist, den Tieren zu folgen. Wie Jahresringe bei Bäumen verraten die imposanten Hörner der Böcke viel über gute und schlechte Jahre.

3sat, 21.40 Uhr
Kielings wilde Welt
Zurück zur Natur
Tierfilmer Andreas Kieling besucht Europa, Australien, Amerika, Afrika und Fidschi. Er trifft engagierte Wissenschaftler*innen und bietet spannende Einblicke. Andreas Kieling reist um den Globus. Er erfährt, wie die Rückkehr der Wölfe den Yellowstone-Park verändert, was exotische Halsbandsittiche für heimische Stare und Dohlen bedeuten und wie in Slowenien Bär und Mensch auf engstem Raum friedlich nebeneinander leben. Im Yellowstone-Nationalpark geht Tierfilmer Andreas Kieling der Frage nach, wie sich ein Ökosystem verändert, wenn der Mensch einen großen Beutegreifer wie den Wolf ausrottet. Rund 70 Jahre gab es dort keine Wölfe mehr. 1995 Jahren wurden 41 kanadische Timberwölfe als „Notfall-Maßnahme“ wieder angesiedelt. Wildbiolog*innen untersuchen seither den Einfluss der Wölfe auf die Landschaft und ihre tierischen Bewohner. Eine vorläufige Bilanz gibt Anlass zur Hoffnung. Entlang der Rheinebene, am Main und am Neckar haben sich gefiederte Exoten angesiedelt. Sie stammen ursprünglich aus Indien. Heute zählen Halsbandsittiche zu den erfolgreichsten Neubürgern in unserer Vogelwelt. Doch wie sieht ihr Einfluss auf alteingesessene Höhlenbrüter wie Stare und Dohlen aus? Herrscht bei ihnen jetzt Wohnungsnot? Noch nie war die Zukunft der Koalas so ungewiss wie heute. Nicht nur Trockenheit und Buschbrände bedrohen die Beutelsäuger. Auch ihre Nahrungsquelle, der Eukalyptus, verliert durch den Klimawandel wichtige Nährstoffe. Koalas müssen mehr fressen und länger verdauen, um satt zu werden. Wie können Tierschützer*innen verhindern, dass Hunger die Tiere an die Küste treibt, wo Gefahren der Zivilisation lauern? Eine Herausforderung genau wie in Slowenien. Nirgendwo sonst in Europa leben so viele Bären. Ein Erfolg für den Artenschutz, denn die Slowen*innen haben sich mit der Anwesenheit ihrer tierischen Nachbarn arrangiert. Das Projekt LIFE DINALP BEAR hilft, Konflikte auf ein Minimum zu beschränken. Doch wie genau hält man Bären von Bienenstöcken, Lämmern und Dörfern fern?

Dienstag, 28. Dezember

arte, 9.30 Uhr
Naturerbe Österreich
Erfolgsgeschichten aus dem Tierreich sind der rote Faden der Mini-Serie „Naturerbe Österreich“. So geht es beispielsweise um die Wiederansiedlung von Steinbock und Bartgeier oder die Rückkehr von Wildkatze und Kranich. Auch größere Umwälzungen, wie die Wiederanbindung von Nebenarmen an die Donau, sind Thema der Dokumentation. Die Entstehungsgeschichte der Nationalparks sowie die Herausforderungen und Errungenschaften, die mit dem Erhalt der unberührten Natur Österreichs einhergehen, werden anhand opulenter Bilder veranschaulicht. Vom Großglockner mit seinen sturmumtosten Gipfeln bis zur Auenlandschaft der Donau – die Naturwunder in Österreichs Nationalparks sind Thema dieser Dokumentation. Der Großglockner befindet sich im größten und ältesten Nationalpark Hohe Tauern im Westen des Landes. Die Auenlandschaft im Nationalpark Donau-Auen ist die größte, weitgehend intakte Auenlandschaft Mitteleuropas. Der Nationalpark Gesäuse sticht aufgrund seiner imposanten Felsformationen hervor, wohingegen tiefe Wälder die Besonderheit des Nationalparks Kalkalpen darstellen. Er lüftet sein Geheimnis um die älteste Buche, die schon vor Christoph Kolumbus’ Entdeckung Amerikas keimte. Außerdem wurden hier im Schatten der Wälder die Luchse wieder angesiedelt. Doch wie sind diese unberührten Naturschutzgebiete überhaupt entstanden? Die Nationalparks heute sind maßgeblich geprägt von den Visionen und dem zivilen Ungehorsam einiger Pioniere. Man erinnere sich beispielsweise an die Besetzung der Stopfenreuther Au im Konflikt um das Kraftwerk Hainburg oder die Proteste der Bevölkerung gegen die Errichtung eines Kanonenschießplatzes im Reichraminger Hintergebirge. In der ersten Folge der zweiteiligen Dokumentation „Naturerbe Österreich“ wird die Einzigartigkeit der österreichischen Nationalparks veranschaulicht. Eindrucksvolles Bildmaterial bringt die Schönheit der unberührten Natur in der Landschaft Österreichs zum Ausdruck. Außerdem wird von den Anfängen der Nationalparks und ihrer Entstehungsgeschichte erzählt.

Mittwoch, 29. Dezember

3sat, 8.10 Uhr
Im Zauber der Wildnis – Die Krone Nordamerikas
Der Waterton Glacier Friedenspark
An der Grenze zwischen den USA und Kanada vereint ein großes Projekt ganz unterschiedliche Akteure: Sie wollen einen Nationalpark vergrößern, um ihn zu retten. Der Waterton-Glacier-Friedenspark ist eine einzigartige Naturregion. Große Teile des fast 5000 Quadratkilometer umfassenden Schutzgebietes sind unberührt von menschlichen Eingriffen. Seit dem Jahr 1492, das als Referenzpunkt für europäische Einflüsse in Amerika gilt, ist hier fast keine Tier- oder Pflanzenart ausgestorben. Das gesamte Areal ist so artenreich wie kaum eine andere Wildnis auf der Erde: Insgesamt leben hier über 70 Säugetier- und rund 250 Vogelarten; nachgewiesen sind fast 1200 Pflanzenarten. Die Dokumentation über die Zukunft der Nationalparks führt hinein in diese einzigartige Welt und begleitet eine Expedition in das Gebiet, in dem noch nie zuvor ein Kamerateam filmen durfte. Der Park, seit 1932 ein Zusammenschluss des kanadischen Waterton-Lakes-Nationalparks und des US-amerikanischen Glacier-Nationalparks, ist der erste „Friedenspark“ der Welt. Doch die Einzigartigkeit des grenzübergreifenden Ökosystems ist in Gefahr. Im Nordwesten ragt ein großer Keil ungeschütztes Gebiet mitten hinein in den Park. Einer der wichtigsten kanadischen Highways führt durch die Region, es wird massiv Holz eingeschlagen – und es darf gejagt werden. Die Jäger-Lobby ist mächtig. Der wichtigste Wildtier-Korridor Nordamerikas ist hier brutal zerschnitten. Der Nationalpark könnte ohne die Verbindung zu nördlicheren Schutzgebieten wie dem Banff-Nationalpark zu einer Insel werden – das langsame Aussterben und das Ende einer der bedeutendsten Naturräume des Planeten wäre damit programmiert. Aktivisten, Wissenschaftler und Naturliebhaber haben dieser Bedrohung den Kampf angesagt. Für sie gibt es nur eine Lösung: Der Park muss vergrößert werden. Die Dokumentation begleitet diese Enthusiasten durch ein wichtiges Jahr. Geologe Richard Hauer macht sich Sorgen um den Flathead River, die Lebensader des Nationalparks. Die Kiesbett-Flussauen des sich wild schlängelnden Flusses bieten Raum für die größte Artenvielfalt der gesamten Region. Doch das Quell- und Einzugsgebiet des Flusses liegt außerhalb des Parks, im bisher ungeschützten Bereich. Mit seinem Observationsflugzeug ist Richard Hauer drohenden Gefahren permanent auf der Spur. Naturschutz-Aktivist Harvey Locke ist die treibende Kraft bei der Vergrößerung des Parks. Um die politischen Entscheider von der Notwendigkeit der Erweiterung zu überzeugen, unternimmt er Expeditionen mitten hinein in die Wildnis des „fehlenden Tortenstückes“, in ein Gebiet, in dem noch nie ein Kamerateam war. Biologin Mirjam Barrueto aus der Schweiz steckt ihre ganze Forschungskraft in das Projekt. Mit einer innovativen Datensammlung wollen sie und ihr Team feststellen, ob und wie viele Vielfraße in dem ungeschützten Gebiet leben. Der Nachweis der scheuen Tiere wäre ein weiteres Argument für die Vergrößerung des Parks. „Krone des Kontinents“ wird die Region genannt – die schneebedeckten Gipfel des Waterton-Glacier-Friedensparks ragen wie Zacken einer Krone spektakulär empor. Eine Region, die Sehnsüchte weckt – auch für Deutsche. Oliver Meister kam vor 25 Jahren während einer Wanderung zufällig in dieses Gebiet – und konnte sich nicht mehr losreißen. Er wurde Ranger im Park und betreibt ein uriges Hostel mitten in der Wildnis. Kim Pearson, die Wildtierbiologin des kanadischen Park-Teils, hat schon in vielen Naturschutzgebieten gearbeitet – aber so vielseitig und anspruchsvoll wie hier war es noch nirgendwo. Kim ist verantwortlich für eine kleine Herde Bisons, die im Park lebt. Sie und ihr Team haben eine mutige Vision: Irgendwann sollen die Tiere wieder wild und grenzenlos in den Ebenen entlang der Rocky Mountains und im Nationalpark zwischen den USA und Kanada umherstreifen. Die Blackfeet-Indianer, deren Siedlungsgebiet im Osten des Nationalparks liegt, haben aus diesem Grund sogar eine stammesübergreifende Büffel-Initiative gegründet. Sie versuchen, ihre eigene Herde Jahr für Jahr zu vergrößern. Mit Erfolg: Derzeit haben sie 600 Tiere. Wenn die Größe auf einige Tausend angewachsen ist, dann wollen sie den Versuch wagen, die Bisons auszuwildern – dann wäre das Ökosystem rund um den Waterton-Glacier-Friedenspark wieder so intakt wie vor 1492.

3sat, 8.55 Uhr
Im Zauber der Wildnis – Alaskas Majestät: Der Denali Nationalpark
Ein ZDF-Team reiste für ein Jahr in den spektakulären Denali-Nationalpark. Dort begleiteten sie Ranger, Forscher und junge Leute, die das Abenteuer suchen. Barack Obama machte sich im Denali ein Bild davon, wie der Klimawandel spürbar wird – was sind heute die Herausforderungen für diesen besonderen Park? Die ZDF-Reihe fragt in Alaska nach der Zukunft der großen Nationalparks. Er verschlägt jedem Betrachter den Atem. Weithin sichtbar ragt der Denali mit seinen fast 6200 Metern aus der Alaska Range heraus. Der höchste Berg Nordamerikas ist Namensgeber für einen der spektakulärsten Nationalparks der Welt. Barack Obama hat dem riesigen Gipfel seinen ursprünglichen Namen zurückgegeben: Aus dem Mount McKinley wurde wieder der Denali – was in der Sprache der Athabasken-Indianer „Der Hohe“ bedeutet. Vor über 100 Jahren wurde die Nationalpark-Idee in Amerikas Westen geboren, damals lebten eine Milliarde Menschen auf der Erde, und die Parks luden sie ein, sich an der Schönheit der Schöpfung zu erfreuen. Heute, mit über sieben Milliarden Menschen auf der Erde, wandelt sich auch die Rolle der Schutzgebiete. Die Filmemacher schauen ein Jahr lang hinter die Kulissen des Denali-Nationalparks und fragen nach der Zukunft der großen Parks. Und sie treffen Menschen, die die Schöpfung der Natur für ein neues Jahrtausend und seine Herausforderungen bewahren wollen. Denny Capps, Chefgeologe des Parks, macht sich Sorgen wegen der Klimaerwärmung. Durch die steigenden Temperaturen taut der Permafrostboden, der weite Teile des Nationalparks bedeckt. Mit dramatischen Folgen: Gerade wurde die Park Road, die einzige Straße, die in den Nationalpark führt, von einem großen Erdrutsch verschüttet. Davyd Betchkal leitet ein einzigartiges Projekt im Nationalpark. Der Physiker will die Geräusche der Einsamkeit beschützen. Und er schlägt Alarm: Selbst mitten im Nationalpark gibt es immer mehr „Geräusch-Verschmutzung“, vor allem durch Flugzeuge und Helikopter, das zeigt sein über den gesamten Nationalpark installiertes Netz von Sound-Aufnahmestationen. Patricia Owen hat ein ganz anderes Problem. Die Biologin ist die Hüterin der Grizzlybären rund um den Denali. Doch ihre Bären überschreiten immer wieder die Parkgrenzen und begeben sich damit in Lebensgefahr. Denn außerhalb des Parks dürfen sie gejagt und getötet werden. Der Grizzlybär ist die Nummer eins der „Big Five“, der „Großen Fünf“ des Parks. Bären, Wölfe, Elche, Karibus und Dall-Schafe tummeln sich zahlreich in dem Gebiet, das mit seinen rund 25 000 Quadratkilometern größer ist als Mecklenburg-Vorpommern. Die hohe Tierdichte, die Mischung aus Wäldern, Tundra und Gletschergebieten locken pro Jahr fast 400 000 Besucher in den Park. So auch Frank Stelges aus Essen, der hier mehrere Monate lang den „Big Five“ auf der Spur ist. Der Denali, Alaskas Majestät, hat nach wie vor eine ungeheure Anziehungskraft, vor allem für junge Abenteurer. Sie fasziniert auch die Geschichte von Millionärssohn Christopher McCandless, der 1992 die Wildnis suchte und auf tragische Weise mitten im Park ums Leben kam und dessen Schicksal im Hollywoodfilm „Into the Wild“ verewigt wurde. Viele suchen heute in der Wildnis Alaskas Frieden, physische Herausforderung oder sich selbst. Weitab von jeglicher Zivilisation, dem Wetter und der unwirtlichen Landschaft ausgesetzt, begeben sich immer wieder Wanderer in Lebensgefahr und müssen gerettet werden. Der Grat zwischen fröhlichem Abenteuer und Katastrophe ist in Alaskas Weiten extrem schmal. Der Film macht in großen Bildern und moderner Grafik die Faszination des Denali-Nationalparks im Verlauf eines Jahres spürbar und nimmt die Zuschauer mit zu Orten, die Besuchern sonst verborgen bleiben. Die ZDF-Reihe „Im Zauber der Wildnis“ widmet sich den Chancen der Parks für die Herausforderungen unserer Zeit.

3sat, 9.35 Uhr
Im Zauber der Wildnis – Ein kalifornischer Traum: Der Yosemite-Nationalpark Der Yosemite-Nationalpark in Kalifornien ist einer der bekanntesten Nationalparks der Welt: spektakuläre Ausblicke, gewaltige Wasserfälle, uralte Mammutbäume – eine atemberaubende Natur. Doch die Insel der Wildnis inmitten des bevölkerungsreichsten Staates der USA ist bedroht. Vier Millionen Besucher rollen jedes Jahr durch die geschützte Wildnis. Die durstige Landwirtschaft saugt die knappen Wasservorräte aus den Seen und Reservoirs. Die Filmemacher Catharina Kleber und Christian Bock haben den rund 3000 Quadratkilometer großen Park mit seinen unzähligen Flüssen und Seen bereist, mit einer Vielfalt von mehr als 400 Wirbeltier- und über 1500 Pflanzenarten. Dabei spürten sie vor allem auch den Verbindungen zwischen Park und Außenwelt nach. Gerade an diesem Ort des Blauen Planeten wird nämlich deutlich, wie fragil das Gleichgewicht der Natur in Zeiten von Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Ressourcen-Ausbeutung ist. Der Yosemite-Nationalpark lockt jährlich mehr als vier Millionen Besucher. Er ist nur wenige Hundert Kilometer entfernt von amerikanischen Städten wie Sacramento, San Francisco oder Los Angeles, deren Smog bis in den Park zieht. Ein erträgliches Gleichgewicht zwischen Wildnis und den Ansprüchen der Zivilisation zu wahren, ist daher eine der großen Herausforderungen für die Hüter des Yosemite-Nationalparks. Aber auch eine der zentralen Fragen der Wissenschaftler, die hier arbeiten: Wie viel Mensch verträgt die Natur? Um dieses Paradies zu schützen, greifen die Verantwortlichen dabei auch zu ungewöhnlichen Methoden. Sie arbeiten mit der Staatlichen Feuerwehr zusammen, die wiederum Häftlinge in ihre Arbeit einbindet. Dabei geht es nicht immer nur darum, Feuer zu verhindern. Nicht selten müssen sogar geplante Brände gesetzt werden, um die natürliche Entwicklung der Flora zu gewährleisten. Denn Naturschutz bedeutet auch, der Natur innerhalb gewisser Grenzen freien Lauf zu lassen. An anderer Stelle wiederum muss dieser Lebensraum scharf kontrolliert werden. Der staatliche Beauftragte für Wildtiermanagement ist im Jagdgebiet unterwegs und überprüft die Beute und Methoden der Jäger. Hydrologen und Mammutbaum-Forscher sorgen sich indes um die Tausende von Jahren alten Bäume. Denn sie sind bedroht von der Erderwärmung – und der schwankenden Wasserversorgung. Die Wissenschaftler gewähren einen Blick in ihre Arbeit, lassen sich von der Kamera begleiten bis in die Gipfel der Urweltriesen und zu den Gletschern des Parks. Dass dieser Zauber der Wildnis erhalten bleiben kann, trotz einer nicht immer gerade umweltfreundlichen Politik in den USA, davon ist der Naturschützer Pete Devine überzeugt: „Es ist egal, ob man Amerikaner ist oder Europäer. Alle verstehen, dass dies ein Teil von Amerika ist, den wir als wunderschön erkannt haben.“ Er fordert, ihn so zu erhalten, wie er ist, damit diese Region „für die Menschen im Jahr 2117 genauso schön ist wie heute für uns“.

3sat, 10.20 Uhr
Im Zauber der Wildnis – Geheimnis der Rockies: Der Banff National Park
Wie sah die Erde aus, bevor wir Menschen sie besiedelten und bewirtschafteten? Es gibt sie noch, die Orte voller ursprünglicher Wildnis, deren Zauber wir eingeladen sind zu erleben.
Da, wo Nationalparks die unwiederbringliche Schönheit der Erde beschützen und bewahren. Als begeisterte Pioniere und mutige Naturschützer Ende des 19. Jahrhunderts die ersten großen Parks in der Wildnis Nordamerikas gründeten, gab es nur eine Milliarde Menschen. Sie sollten in die Parks kommen und deren Schönheit erleben. Heute bevölkern mehr als sieben Milliarden Menschen unseren Planeten, und die Bedeutung der Nationalparks hat sich radikal verändert. Welche Rolle spielen sie heute – in Zeiten schnellen Wachstums, knapper Kassen und immer verletzlicherer Balance der Natur? Und wie erleben diejenigen sie, die tagtäglich dort leben und arbeiten – die Ranger und Abenteurer, die irgendwann aus Deutschland kamen und blieben? Ihren unvergleichlichen und meist unbekannten Alltag zu begleiten, ist dem Filmteam in zwei kanadischen Parks gelungen. Die zweiteilige Dokumentation „Im Zauber der Wildnis“ entführt die Zuschauer in eine atemberaubende Welt, weit im eisigen Norden und wilden Westen Kanadas. In Kanada, einem Land voller natürlicher Schönheit und unendlicher Weite, sollen bereits seit fast 130 Jahren Nationalparks einmalige Naturlandschaften bewahren und für ein natürliches Zusammenleben von Mensch und Tier sorgen. Ein deutsch-kanadisches Autorenteam hat ein Jahr in zwei Parks verbracht, die unterschiedlicher nicht sein könnten und gerade deswegen exemplarisch für Kanadas einmalige Wildnis wirken: der Banff-Nationalpark in den Rocky Mountains und der Kluane-Nationalpark im Yukon. „Im Zauber der Wildnis“ erzählt die faszinierenden Geschichten derer, die die Parks magisch angezogen haben, die blieben und die sie immer besser kennenlernen. Es ist eine moderne Entdecker-Szene, oft mit deutschen Wurzeln, die von Fernweh und Abenteuerlust erzählt. Die Geschichte des Buschpiloten Thor aus Siegen, der zu Hause alles aufgab und Deutschland als Architekt verließ, um in einem einsamen Holzhaus zu leben – und der heute wie kein anderer den Yukon von oben kennt. Wenn die Kamera sein Leben weit im Norden begleitet, entsteht das bewegende Bild von der Kraft der Natur und vom täglichen Kampf der Ranger, Wissenschaftler und Abenteurer um den Erhalt der Wildnis dort, wo für sie die Erde am schönsten ist. Mit ihnen gelingt dem Filmteam der Blick hinter die Kulissen dieser geschützten Naturräume in zwei legendären Gegenden Kanadas: den Rocky Mountains und dem Yukon. Im Wilden Westen Kanadas stoßen Arbeiter beim Bau der Eisenbahn 1885 auf schwefelhaltige Quellen. Dieser Zufallsfund markiert die Stunde null des Banff-Nationalparks. Der Eisenbahnmagnat William van Horne ist beeindruckt und beschließt, die Quelle und die einzigartige Schönheit der sie umgebenden Bergwelt für die Menschheit zu erhalten. So entsteht einer der ersten Nationalparks der Welt. Heute ist Banff UNESCO-Welterbe und zieht mit magischen Orten wie dem Lake Louise und dem Icefield Parkway Besucher in seinen Bann. Für den Erhalt dieses Naturschauspiels kämpfen Wissenschaftler aus aller Welt. Einer von ihnen kommt aus Deutschland: Fernab der Touristenrouten, auf der „Ya Ha Tinda Ranch“, lebt ein Cowboy aus Münster mit seiner Familie. Holger erforscht an einem der entlegensten Orte des Banff-Nationalparks die Wanderwege der Wapiti-Hirsche. Eine Herausforderung nicht nur für den gelernten Wildbiologen, sondern auch für seine Frau Antje und die beiden Kinder, die das Leben des Westfalen in den Rocky Mountains seit Jahren begleiten. Die schneebedeckten Gipfel des „Valley of the Ten Peaks“, endlose Wälder, grüne Seen und wilde Flüsse – die Dokumentation begleitet Holger, Antje und weitere deutsch-kanadische Abenteurer durch ein Jahr in dieser attraktiven Welt und lässt die Zuschauer die gewaltige Herausforderung spüren, diese Wildnis zu bewahren.

Donnerstag, 30. Dezember

arte, 17.50 Uhr
Polarnacht
Skandinaviens Wildnis im Winter
Die Dokumentation entführt in die wunderbare Welt des Polartages im Norden Skandinaviens. Nördlich des Polarkreises geht im Sommer die Sonne kaum mehr unter. Es gibt Nahrung im Überfluss, doch Tiere und Pflanzen stehen vor großen Herausforderungen. Der Sommer ist kurz und es bleibt nur wenig Zeit, eine neue Generation durchzubringen. Rund um die Uhr geht es ums Wachsen, Fressen, Füttern, Jagen. Doch Schlafmangel, Mücken und die ständige Bedrohung durch Raubtiere verbreiten Hektik und Stress. So liegen im Reich der Mitternachtssonne tödliche Gefahr und Leben im Überfluss eng beieinander. Nördlich des Polarkreises geht im Sommer die Sonne kaum mehr unter. Die harschen Bedingungen der Polarnacht sind nun Vergangenheit und warme Temperaturen und endloses Licht lassen die Natur nach der Schneeschmelze explodieren. An Land und im Meer gibt es jetzt Nahrung im Überfluss. Dennoch stehen Tiere und Pflanzen jetzt vor großen Herausforderungen. Der Sommer ist kurz und es bleibt nur wenig Zeit, eine neue Generation durchzubringen. Rund um die Uhr geht es nun ums Wachsen, Fressen, Füttern, Jagen. Zugvögel kommen von weit her, um zu brüten, denn während der langen Tage können sie ihre Jungen permanent füttern. Rentiere ziehen in großen Herden zu ihren Sommerweiden und überqueren selbst das Meer, um sie zu erreichen. Bären fressen jetzt unaufhörlich, um den Verlust vom Winter auszugleichen. Die Leben unter der Mitternachtssonne hat aber auch Nachteile: Wann schlafen die Tiere, wenn es nicht Nacht wird? Wie kommen sie mit den zunehmenden Hitzewellen mit Temperaturen von 30 Grad Celsius zurecht, wo sie doch eher an extreme Wintertemperaturen angepasst sind? Und wie halten sie es mit den Mücken aus, die zu Myriaden schlüpfen und sie ohne Unterlass umschwirren? Und es ist auch nicht alles friedlich. Raubtiere sind ebenfalls rund um die Uhr unterwegs. Wie kann also eine Bärenmutter ihre Jungen vor Wölfen in Sicherheit bringen? Wie beschützen Vogeleltern ihre Jungen, wenn Raben und Adler ständig Angst und Schrecken unter einer Vogelkolonie verbreiten? Ständige Bedrohung, Hektik und Stress beherrschen das Leben im Nahrungsparadies. So liegen im Reich der Mitternachtssonne tödliche Gefahr und Leben im Überfluss eng beieinander.

arte, 18.30 Uhr
Polartag
Skandinaviens Wildnis im Sommer
Die Doku entführt in die wunderbare Welt des Polartages im Norden Skandinaviens. Nördlich des Polarkreises geht im Sommer die Sonne kaum mehr unter. Es gibt Nahrung im Überfluss, doch Tiere und Pflanzen stehen vor großen Herausforderungen. Der Sommer ist kurz und es bleibt nur wenig Zeit, eine neue Generation durchzubringen. Rund um die Uhr geht es ums Wachsen, Fressen, Füttern, Jagen. Nördlich des Polarkreises geht im Sommer die Sonne kaum mehr unter. Die harschen Bedingungen der Polarnacht sind nun Vergangenheit und warme Temperaturen und endloses Licht lassen die Natur nach der Schneeschmelze explodieren. An Land und im Meer gibt es jetzt Nahrung im Überfluss. Dennoch stehen Tiere und Pflanzen jetzt vor großen Herausforderungen. Der Sommer ist kurz und es bleibt nur wenig Zeit, eine neue Generation durchzubringen. Rund um die Uhr geht es nun ums Wachsen, Fressen, Füttern, Jagen. Zugvögel kommen von weit her, um zu brüten, denn während der langen Tage können sie ihre Jungen permanent füttern. Rentiere ziehen in großen Herden zu ihren Sommerweiden und überqueren selbst das Meer, um sie zu erreichen. Bären fressen jetzt unaufhörlich, um den Verlust vom Winter auszugleichen. Die Leben unter der Mitternachtssonne hat aber auch Nachteile: Wann schlafen die Tiere, wenn es nicht Nacht wird? Wie kommen sie mit den zunehmenden Hitzewellen mit Temperaturen von 30 Grad Celsius zurecht, wo sie doch eher an extreme Wintertemperaturen angepasst sind? Und wie halten sie es mit den Mücken aus, die zu Myriaden schlüpfen und sie ohne Unterlass umschwirren? Und es ist auch nicht alles friedlich. Raubtiere sind ebenfalls rund um die Uhr unterwegs. Wie kann also eine Bärenmutter ihre Jungen vor Wölfen in Sicherheit bringen? Wie beschützen Vogeleltern ihre Jungen, wenn Raben und Adler ständig Angst und Schrecken unter einer Vogelkolonie verbreiten? Ständige Bedrohung, Hektik und Stress beherrschen das Leben im Nahrungsparadies. So liegen im Reich der Mitternachtssonne tödliche Gefahr und Leben im Überfluss eng beieinander.

Freitag, 31. Dezember

arte, 9.15 Uhr
Der Bär in Mir
Seit seiner frühesten Kindheit ist der Schweizer Regisseur Roman Droux von Bären fasziniert und träumt davon, sie einmal in freier Wildbahn zu erleben. Begleitet von dem Schweizer Bärenforscher David Bittner lässt er sich für drei Monate in der Wildnis Alaskas aussetzen – in einem Gebiet, in dem mehr Grizzlys leben als Menschen – und lernt ein friedvolles und auch rätselhaftes Wesen kennen. Am äußersten Ende Alaskas erfüllt sich der weit gereiste Filmemacher Roman Droux einen Kindheitstraum. Er taucht in die Welt jenes sagenumwobenen Tiers ein, das ihn von klein auf fasziniert und in den Schlaf begleitet hat. Der bekannte Bärenforscher David Bittner nimmt ihn mit ins Grizzlyland. In die vielleicht letzte Wildnis Nordamerikas, eine Welt, in der die Bären das Sagen haben, und keine Spur menschlicher Zivilisation zu finden ist. Hier, wo es keine Straßen, nur Bärenpfade gibt, machen sich die beiden Abenteurer auf die Suche nach einem Bärenmännchen und einer jungen Bärin, zu denen David Bittner eine enge Beziehung aufgebaut hat: Balu und seine große Liebe Luna. Die ersten arktischen Sonnenstrahlen des anbrechenden Sommers erwecken die Tiere zum Leben. Sie kommen aus ihren Höhlen hinab auf die saftigen Küstenwiesen, um in den kristallklaren Wildbächen und an den Stränden nach Lachsen zu suchen. Bald sind die beiden Männer umgeben von unzähligen Wildtieren, mittendrin in der Welt der Bären. Sie erleben die Fürsorglichkeit einer ausgehungerten Bärenmutter, die entkräftet versucht, ihre Jungen durchzubringen. Sie erleben blutige Kämpfe riesiger Bärenmännchen und die Tragik des Überlebenskampfes der wehrlosen Bärenkinder. Mit diesem Naturerlebnis und den Bildern von einzigartiger Nähe und Emotionalität hat Roman Droux einen lebendigen Naturfilm geschaffen, der Fragen aufwirft und zeigt, dass wir die Magie der Natur nie vollständig erklären können, hier jedoch aus erster Hand erleben dürfen.

Samstag, 1. Januar

arte, 9.00 Uhr
GEO Reportage
Arktis: Ein Junge wird Jäger
Online verfügbar von 01/01 bis 08/01
Immer weniger Polar-Inuit-Jungen wollen Jäger werden. Der zwölfjährige Qaaqqukannguaq ist eine Ausnahme. Zusammen mit seinem Vater begibt er sich zum ersten Mal auf eine mehrtägige Jagdreise mit dem Hundeschlitten durch die Eiswüste. Die beiden werden 70 Kilometer von ihrer winzigen Siedlung Savissivik aus bis zur Eiskante am Kap York zurücklegen. ARTE begleitet sie dabei. In einer der nördlichsten besiedelten Regionen der Welt, die zehn Monate im Jahr von Eis bedeckt ist, ist Jagen eine der wenigen Möglichkeiten für die Menschen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Doch die Jagd bedeutet für die Polar-Inuit nicht nur Versorgung. Aus ihr leiten sie nach wie vor ihre kulturellen Werte und ihre Identität ab. „Erst wenn du jagen kannst, bist du ein Mann“, sagen die Väter heute noch zu ihren Söhnen. Auf einer tagelangen Reise durch eine von bizarren Eisbergen gesäumte weiße Wüste wird der erst zwölf Jahre alte Qaaqqukannguaq die schwierige Kunst der Polarjagd von seinem Vater lernen. Er wird die Peitsche so schwingen und die Hunde so hetzen, bis sie Furcht vor ihm haben und ihm bei jeder der gefährlichen Wasserspalten oder Risse im Eis gehorchen. Er wird mit dem Blick die blendende Schneedecke nach Robben und Walrossen bis zum Horizont abtasten und sich dann langsam – im Schutz eines weißen Holzgestells – an das Tier heranpirschen. Er wird in den hellen Nächten und bei Sturm mit seinem Vater ein Zeltlager auf den Schlitten spannen und die frische Robbenleber in einem mit Schnee gefüllten Topf auf dem Primuskocher garen. Vor allem aber wird er lernen, das Eis zu lesen. An kaum sichtbaren Zeichen soll Qaaqqukannguaq blitzschnell erkennen, ob eine Gletscherwand gleich einbricht oder ob sich unter der ebenen Schneefläche eine Spalte im Eis verbirgt. Allein an den Windverwehungen soll er merken, welchen Kurs er mit seinem Schlitten gerade steuert. Kurzum: Qaaqqukannguaq soll auf dieser Reise zum richtigen Jäger werden.

Sonntag, 2. Januar

Kinderkanal, 19.25 Uhr
pur+
Böser Wolf?
Blutrünstige Bestie oder scheues Wildtier – wie ist der Wolf wirklich? Das erforscht Wissenschaftlerin Friederike Range. Eric Mayer besucht sie und die Baby-Wölfe, die sie per Hand aufzieht. Eric assistiert auch bei Friederikes wissenschaftlichen Tests: Wie intelligent sind Wölfe? Lernen sie? In Deutschland leben immer mehr wilde Wölfe – die meisten in der Lausitz. Wie gefährlich sind sie? Zusammen mit Experten versucht Eric, sie aufzuspüren.

Zeitraum: 03.01.2022 - 09.01.2022

Montag, 3. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Tiere vor der Kamera: Highway in die Eiszeit – Auf nach Alaska!
Ernst Arendt und Hans Schweiger bereisen den hohen Norden Amerikas mit seiner aufregenden Tierwelt. Die Strecke führt von Kanada über den berühmten Alaska-Highway nach Fairbanks und weiter über die berüchtigte Versorgungsstraße entlang der Ölpipeline bis nach Prudhoe Bay am Eismeer. Sommer und Winter waren Ernst Arendt und Hans Schweiger unterwegs durch landschaftlich traumhafte Gebiete voller Tierleben auf dem Alaska-Highway. Sie erzählen von Tieren, die am Rande des Highways leben oder ihn auch als ihre Straße betrachten. Wenn man den Alaska-Highway fährt, muss man ihn mit Bison, Karibu und Bären teilen. Der Alaska-Highway ist in den USA eine Legende: 2.300 Kilometer durch die Wildnis Nordamerikas. Wildtiere nutzen die Schneise durch die Wälder für ihre Wanderungen, grasen am Straßenrand oder säugen ihre Jungen. Vögel brüten unter den Brücken. Im Winter ist mit dem Auto nur unterwegs, wer unbedingt muss. Aber einsame verschneite Strecken, flackernde Nordlichter, eiskalte Nächte, urige Raststätten, Schneestürme und immer wieder Begegnungen mit Wildtieren sind einzigartige Erlebnisse.

Dienstag, 4. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Tiere vor der Kamera: Highway in die Eiszeit – Zum kalten Ende Alaskas
Der Dalton Highway im Winter gilt unter den Lkw-Fahrern als die ultimative Herausforderung. Von Fairbanks nach Norden zu den Ölfeldern von Prudhoe Bay führt die Versorgungsstraße entlang der berühmten Alaska-Pipeline. Schneestürme, eisglatte Steigungen und Einsamkeit fürchten die Truck Driver. Nirgendwo kommt man in Alaska mit dem Auto so tief in die Arktis, nirgendwo ist man so weit weg von der nächsten Werkstatt. Ernst Arendt und Hans Schweiger reisen durch die winterliche Wildnis, immer auf der Suche nach Tieren. Mit Arktisausrüstung und ihrem Unimog-Wohnmobil als winterfeste Unterkunft, waren sie hautnah dabei, haben unter Moschusochsen, Eisfüchsen und Schneehühnern gelebt. Die beiden haben in Kälte und Winterstürmen ausgeharrt und immer wieder gestaunt, wie Tiere unter diesen Bedingungen überleben können. Sobald die Schneestürme nachlassen, ziehen Karibus, Gänseschwärme und sogar Kleinvögel in den noch verschneiten Norden.

3sat, 18.15 Uhr
Geheimnisse Asiens – Die schönsten Nationalparks: Borneos wilde Elefanten
Anders als in Nordamerika oder Europa teilen sich in Asiens Nationalparks oft Menschen und Tiere denselben Lebensraum. Die Reihe „Geheimnisse Asiens“ zeigt das gemeinsame Überleben und nimmt den Zuschauer vor dem Hintergrund spektakulärer Naturaufnahmen mit auf eine exotische Reise.

Mittwoch, 5. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Tiere vor der Kamera: Highway in die Eiszeit – Sommer auf Eis
Ernst Arendt und Hans Schweiger überqueren das Brooksgebirge und erleben einen kurzen arktischen Sommer. Für zwei Monate geben Eis und Schnee das Land frei. Jedoch nur die Oberfläche der arktischen Tundra taut auf, darunter bleibt das Land gefroren. Auf dieser dünnen Kruste über dem Permafrost pulst dann üppiges Leben, die arktische Tundra wird zum Blumengarten. Große Herden Moschusochsen und Caribous mit ihren Jungen haben Arendt und Schweiger vor der Kamera. Grizzlybären und Erdhörnchen filmen sie rund um ihr Lager. Die beiden haben viel zu erzählen, zum Beispiel von einem Schneehuhn, das unbedingt auf dem Unimog der beiden sitzen und singen wollte oder von Mückenschwärmen, die Mensch und Tier plagen.

Donnerstag, 6. Januar

3sat, 10.10 Uhr
Elstners Reisen
Die Retter der Bären
Frank Elstner begibt sich auf eine spannende Reise durch Europa – zu den bedrohten und gequälten Wildtieren unseres Kontinents. Besonders die Braunbären in der Ukraine interessieren ihn. Elstner möchte aktiv mithelfen, einige aus ihren winzigen Käfigen zu befreien. Dazu begleitet er Carsten Hertwig von der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ bei zwei Bären-Rettungen. „Ich habe ja nicht geahnt, wie gefährlich das werden kann“, erzählt Frank Elstner rückblickend. Bei der Befreiung des Bären „Tyson“ versuchten nämlich teils bewaffnete Männer die Tierschützer zu vertreiben – ohne Erfolg. „Es ist ein Moment, den ich mein Leben lang nicht mehr vergessen werde: Als Tyson das erste Mal in der Auffangstation Gras unter seinen Pfoten spürte – da hatte ich wirklich Gänsehaut“, berichtet Elstner. Auf seiner Reise trifft er zudem engagierte Zoologen, die Geier in Bulgarien auswildern, und Forscher, die versuchen, die längst ausgestorbenen Waldrappen am Bodensee wieder anzusiedeln. Und er wandert durch das Biotop der Wölfe in Brandenburg. Eine Reise, die Frank Elstner aus vielen Gründen nicht vergessen wird. Immer mit dabei ist sein Freund, der Biologe und Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt.

arte, 19,40 Uhr
Jagd am Polarkreis
Die Samen gegen den schwedischen Staat
In Schweden hat der Oberste Gerichtshof in einem Urteil dem indigenen Volk der Samen die alleinige Vergabe der Jagdrechte für Kleinwild und Fisch zugesprochen. Für die Samen ein historisch bedeutender Moment, für die schwedischen Jäger ein Ärgernis. Es droht die Eskalation eines langen schwelenden Konfliktes: Wem gehört das Land der Rentiere? Das Argument der Samen-Gemeinde Girjas, das letztlich auch den Obersten Gerichtshof überzeugte: Seit Tausenden von Jahren hätten sie hier gejagt, gefischt und das Land als Weideland für ihre Rentiere genutzt. Bis der schwedische Staat kam und ihnen – aus ihrer Sicht – immer mehr Land und damit ihre Lebensgrundlage nahm. Zwischen 20.000 und 40.000 Menschen gehören der Gruppe der Samen in Schweden an. Rund 4.700 von ihnen sind Rentierbesitzer, wie die Familie von Ylva Sarri. Sie begrüßt das Urteil, denn die schwedischen Jäger würden mit ihren Hunden die Rentiere ängstigen und die Arbeit der Samen behindern. Regelmäßig fangen die Halter ihre Tiere ein, um sie zu schlachten und Fleisch und Fell zu verkaufen. Joachim Almgren ist einer von über 300.000 schwedischen Jägern im Land, der nun bangt, mit seinen Hunden in Zukunft nur noch eingeschränkt jagen zu können. Jagd und Fischfang sind bei den Schweden beliebte Freizeitaktivitäten, auf die sie ungern verzichten würden. Was, wenn andere Samen-Gemeinden dem Vorbild von Girjas Sameby folgen und vor Gericht ziehen, um die alleinige Vergabe der Jagdrechte zu erstreiten? Welches ist das höhere Gut: das Wohl der Rentiere oder das Jagdrecht der Schweden?

arte, 20.15 Uhr
Winter in den Schweizer Alpen
Wie Tiere überleben
Im Winter, bei Eis und Schnee, wird es in den Schweizer Alpen selbst für die Tiere ungemütlich. Während sich Murmeltiere in den schützenden Bau zum Winterschlaf zurückziehen, bleiben Steinböcke, Gämsen, Schneehasen und Bartgeier auch in der kalten Jahreszeit wach. Diese Tiere haben besondere Fähigkeiten entwickelt, um den kargen und widrigen Bedingungen in bis zu 3.000 Meter Höhe dauerhaft standzuhalten. Im Schweizerischen Nationalpark in Graubünden bleiben sie im Winter ungestört. Parkranger und Forscher sind die Einzigen, die dann in der Hochgebirgslandschaft unterwegs sein dürfen. Parkranger und Forscher sind die Einzigen, die auch im Winter in der Hochgebirgslandschaft im Schweizerischen Nationalpark in Graubünden unterwegs sein dürfen. Durch sie eröffnen sich einzigartige Einblicke in eine ansonsten ausschließlich den Wildtieren vorbehaltene Welt. Die großen Huftiere wie Gämsen, Steinböcke und Rothirsche reduzieren über die Wintermonate ihre Stoffwechselproduktion und bewegen sich so energiesparend wie möglich. Eine spannende Strategie haben auch Bartgeier entwickelt. Sie bekommen ihre Jungen nicht im Frühling, sondern mitten im Winter. Durch das raue Klima im Hochgebirge verenden in den kalten Monaten viele Säugetiere. Das Aas ist wie ein gedeckter Tisch für die Geier. Ideal zur Aufzucht der Jungtiere. Schneehasen wie Schneehühner sind so etwas wie Symboltiere für den Klimawandel geworden. Ihr Fell ist nur im Winter weiß. Fehlt es an Schnee, sind die Tiere extrem auffällig und eine leichte Beute. Steigende Temperaturen wären für die meisten Wildtiere verhängnisvoll. So geschickt sie sich auch an die raue Natur angepasst haben, so verletzlich sind sie doch, wenn sich die natürlichen Bedingungen in den Alpen weiter verändern. Die Sendung ist auch online verfügbar von 30/12 bis 06/05 auf dem Internetportal von ARTE.

arte, 21.05 Uhr
Vielfraß – Räuber des Nordens
Vielfraße, auch Bärenmarder oder Räuber des Nordens, sind wie gemacht für das Leben in den extremen Regionen des russisch-finnischen Grenzgebiets. Dieser Film gibt Einblicke in ihre mysteriöse Welt und zeigt, wie ein Vielfraßweibchen gegen alle Widrigkeiten versucht, ihre Jungen durchs erste Jahr zu bringen. Die Tiere vor die Kamera zu bekommen ist eine Herausforderung, daher gibt es nur vereinzelt Filmmaterial von ihnen. In dieser einzigartigen Naturdokumentation ist es gelungen, ein umfassendes Bild des „Geists des Nordens“ zu zeichnen. Vielfraße haben viele Spezialanpassungen, die ihnen das Überleben in einem der herausforderndsten Lebensräume dieses Planeten ermöglichen. Sie besitzen ein wasserdichtes Fell, Füße, die bei Bedarf in Schneeschuhe verwandelt werden können, ein spezielles Gebiss, das sogar durch tiefgefrorene Knochen schneidet – von den mächtigen Eisbrecher-Krallen ganz zu schweigen. Ihre herausragendsten Eigenschaften sind aber Mut, Hartnäckigkeit und extremes Durchhaltevermögen. In einer spektakulären Szene zeigt der Film, wie der Vielfraß mitten im Schneesturm ein Rentier attackiert – ein Tier, das 20 mal so schwer ist wie der Angreifer selbst. Nach einem stundenlangen Kampf schafft der Vielfraß es, die riesige Beute zu Fall zu bringen. Seine einzigartigen Fähigkeiten haben das Tier zur Legende gemacht und unter seinem englischen Namen „Wolverine“ sogar einen Film-Superhelden inspiriert.

Freitag, 7. Januar

3sat, 16.00 Uhr
Mythos Amur (1/2)
Zwischen Russland und China
Der Amur zählt zu den längsten Flüssen der Erde und ist dennoch kaum bekannt. Sein Einzugsgebiet ist viermal so groß wie Deutschland und erstreckt sich über die Mongolei, Russland und China. Die zweiteilige Dokumentation erkundet die weitgehend unberührte Natur entlang des Flusses Amur in Ostasien. Sie begibt sich auf die Spur der letzten Sibirischen Tiger und Amurleoparden und folgt den riesigen Gazellen-Herden durch die mongolische Steppe. Hier liegen die Siedlungen der Udege. Sie leben seit Jahrhunderten im Reich des Amurtigers. Dessen bevorzugte Beute sind Sikahirsche. Im Winter, wenn der Ferne Osten Russlands für Monate von strengem Frost beherrscht wird, überleben viele Tiere dank der Beuterisse der Tiger. Auf der russischen Seite ist die ursprüngliche Naturlandschaft weitgehend erhalten. Dorthin zieht es die Wildtiere. Der bedeutendste Nebenfluss des Flusses Amur auf chinesischer Seite ist der Songhua. Er entspringt in den Bergen an der Grenze zu Nordkorea. Durch die abgeschiedenen Wälder streifen nicht nur Amurtiger, sondern auch die vom Aussterben bedrohten, letzten Amurleoparden. Seit einiger Zeit geht China konsequent gegen Wilderer vor, die Tiger und Leoparden stark dezimiert haben. Chinesische Ranger patrouillieren im Rahmen eines Schutzprogramms regelmäßig in der fast menschenleeren Gegend. Mithilfe von Kamerafallen versuchen sie, vor allem den Bestand der Amurleoparden zu dokumentieren. Manche Aufnahmen sind eine wahre Sensation.

Samstag, 8. Januar

3sat, 6.45 Uhr
Mythos Amur (2/2)
Durch die Mongolei
Der zweite Teil der Reise flussaufwärts zum Ursprung des Amurs beginnt am Zusammenfluss des großen Stroms mit seinem wichtigsten Zufluss, dem Songhua. Im Sommer 2013 erreichte hier das Hochwasser einen Höchststand. Über Wochen war der Amur 100 Kilometer breit. Zehntausende Menschen mussten evakuiert werden. Auch die Tiere hatten unter den verheerenden Folgen der Überschwemmung zu leiden. 1000 Kilometer weiter flussaufwärts ist der Amur noch nicht so mächtig. Hier sind nicht Tiger, sondern Wölfe die gefürchteten Jäger. Im Rudel haben sie es vor allem auf Sibirische Rehe und Wildschweine abgesehen.

Sonntag, 9. Januar

Bayerisches Fernsehen, 14.30 Uhr
Das perfekte Herrchen
Einen Hund aus dem Tierheim retten und selbst zur perfekten Hundebesitzerin oder zum perfekten Hundebesitzer werden? Hundecoach Markus Richter hilft, damit der Wunsch eine Erfolgsgeschichte wird. Die schwarze Labrador-Hündin Gracy hat Glück im Unglück: Bevor sie ins Tierheim muss, findet sie Unterschlupf bei Anja Striegel am oberbayerischen Wörthsee. Anja Striegel züchtet Labradore, kümmert sich aber auch um Labradore in Not – wie Gracy. Die 5-jährige Hündin ist eine Seele von einem Hund – gutmütig, brav und umgänglich. Doch auf Dauer kann Gracy nicht bei ihrer Pflegestelle bleiben. Um zu verhindern, dass Gracy ins Tierheim muss, macht sich Markus Richter auf die Suche nach der perfekten Familie für Gracy. Aber große, schwarze Hunde wie Gracy, die auch gerne mal laut bellen, haben es bei der Vermittlung besonders schwer. Markus Richter unterstützt potenzielle Frauchen und Herrchen, die einen Hund aus dem Tierheim holen wollen. Als langjähriger Hundecoach kennt er sich gut mit Vier-, aber auch mit Zweibeinern aus. Er weiß, welche Hund-Mensch-Beziehungen zum Scheitern verurteilt sind, und welche gut passen.

Zeitraum: 10.01.2022 - 16.01.2022

Montag, 10. Januar

3sat, 17.00 Uhr
Steffens entdeckt: Südafrika
Gezähmte Wildnis
In dieser Folge ist Moderator Dirk Steffens in Südafrika unterwegs. Die Wildnis wird vielerorts von Menschen gemanagt. Sie entscheiden, wo welche Tiere leben dürfen und auch wie viele. Wie im Kruger-Nationalpark, dem größten Nationalpark Südafrikas, wo geschützt hinter Zäunen Löwen, Elefanten, Büffel, Nashörner und Leoparden leben.

Das Erste (ARD), 20.15 Uhr
Sibirische Tiger
Seele der russischen Wildnis
Mächtig, gefährlich und charismatisch: Der Sibirische Tiger ist die größte Wildkatze der Welt. Er lebt im Fernen Osten Russlands, im Sichote-Alin, einem 1.500 Kilometer langen Waldgebirge zwischen dem Japanischen Meer und der Grenze zu China. Der Sibirische Tiger hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Um 1940 vom Aussterben bedroht, haben strenge Schutzmaßnahmen seither ihre Wirkung nicht verfehlt. Damals gab es rund 30 wilde Tiger; derzeit ist der Bestand auf rund 600 angewachsen. Im Gegensatz zu Indien leben Sibirische Tiger meist im weglosen Urwald, verborgen im dichten Unterholz. Sibirische Tiger durchstreifen riesige, bis zu Hunderttausend Hektar große Territorien. Sie zu finden, war eine Herausforderung für das Kamera-Team. Die Sinne der Tiger sind außerordentlich; sie sehen, hören und riechen weit besser als Menschen. Will ein Tiger verborgen bleiben, bekommt man ihn nicht zu Gesicht. Nachdem das Film-Team wochenlang vergeblich gewartet hatte, waren Filmfallen der letzte Ausweg. Ihr Einsatz erwies sich als erfolgversprechend, denn es gab erste Einblicke in das Verhalten der scheuen Großkatzen. Die Dreharbeiten des Teams rund um Franz Hafner dauerten schließlich eineinhalb Jahre – im Winter bei bis zu minus 40 Grad, im Sommer bei Monsunregen, umringt von Mückenschwärmen: „Die Tiger haben immer gewusst, dass wir in der Nähe sind, umgekehrt haben wir auch ihre Spuren gesehen, ihre Anwesenheit gespürt“, so Hafner. Sibirische Tiger sind die Schlüsselart des Waldökosystems im Fernen Osten Russlands. Ihre Streifgebiete sind riesig. Schützt man Tiger, schützt man die gesamte Lebensgemeinschaft.

3sat, 21.45 Uhr
Wildes Nairobi
Mit etwa drei Millionen Einwohnern ist Nairobi eine der größten Städte Afrikas, doch die Metropole breitet sich mitten in der Savanne aus, und die Wildnis erreicht die Hauptstadt Kenias. Nur wenige Meter neben dem Flughafen betritt man den Nairobi-Nationalpark. Entlang der Autobahn, nur getrennt durch einen Maschendrahtzaun, spazieren Löwen, Hyänen, Giraffen und Nashörner durchs Gras, während auf den Alleebäumen im Stadtzentrum Marabus nisten. Auch Leoparden dringen bis ins Zentrum vor. Ein Zaun soll die Wildtiere vor den Stadtbewohnern und die Stadtbewohner vor den Wildtieren schützen. Doch dieser Zaun ist löchrig. Daher haben die Ranger des „Kenya Wildlife Service“ auch alle Hände voll zu tun, eine gefährliche Situation nach der anderen zu verhindern. Die Millionenstadt Nairobi und ihr Umland laufen zugleich auch Gefahr, dass die afrikanische Wildnis zu einem Zoo verkommt. Der Grund dafür ist der direkt ans Stadtgebiet angrenzende Nairobi-Nationalpark. Er bezieht seine Vitalität von einem offenen Korridor, der zu den anderen großen Schutzgebieten Kenias führt. Über diesen Korridor spielt sich ein reger Austausch ab, ein Kommen und Gehen der großen Herden. Vor allem während der Trockenzeit, wenn es für die Tiere darum geht, die letzten offenen Wasserstellen zu finden, herrscht dort emsiges Treiben. Der Korridor ist die Garantie dafür, dass die Tiere „wild“ und „natürlich“ in „Freiheit“ existieren können. Doch wie lange wird es diesen Durchlass noch geben? Nairobi wächst unaufhörlich, die Stadt dehnt sich bis in die Wildnis aus. Die Gefahr besteht, dass der Nationalpark vom Rest Kenias abgeschnürt wird. Die Wanderungen der Tiere würden dann unterbunden werden. Was übrig bliebe, wäre gewissermaßen ein Zoo: Die Tiere wären Statisten, die den Besuchern das heile Afrika zu verkaufen hätten. Diese Gefahr vor Augen, versucht ein privater Landbesitzer, den Korridor zu erhalten. Der in Kenia geborene Sandy Simpson ist zwar kein Tierforscher, aber er weiß, was zu tun ist. Er setzt alle Hebel in Bewegung, um passende Grundstücke zu erwerben und Landbesitzer von seiner Initiative zu überzeugen. Er tut alles, um die Massai auf seine Seite zu ziehen, deren Rinderherden den Konflikt zwischen Wildnis und Stadt noch anheizen. Regisseur Udo Maurer ist mit Mitarbeitern des „Kenya Wildlife Service“ auf Patrouille gefahren und hat die bizarre Schönheit des Nairobi-Nationalparks vor dem Hintergrund der Wolkenkratzer-Skyline erlebt.

Dienstag, 11. Januar

3sat, 15.30 Uhr
Miloš und die Luchse
Zwei kleine Luchse aus dem Tierpark sollen in die Heimat ihrer Vorfahren, in die Wälder der Malá Fatra im Herzen der Slowakei zurückkehren. Der Film begleitet den Weg zurück in die Wildnis. Zwei Jahre lang verfolgen Milos Majda, ein stiller Naturbursche und Ranger im Malá-Fatra-Nationalpark, und der Biologe und Tierfilmer Tomas Hulik den Weg der Luchsgeschwister. Dabei ist die Geschichte einer hart erkämpften Freundschaft entstanden.

3sat, 16.15 Uhr
Radioaktive Wölfe
Tschernobyl, 30 Jahre nach dem Super-GAU: Am Schauplatz des größten Reaktorunfalls der Geschichte ist in den letzten Jahrzehnten ein unbeabsichtigtes ökologisches Experiment abgelaufen. Für Menschen ist das Gebiet immer noch verbotene Zone. Doch riesige Rudel von Wölfen haben die Region erobert und streifen durch die Schwemmgebiete des Prypjat und die verlassenen Siedlungen. Was einst die Kornkammer der Sowjetunion war, ist nun von Wäldern bedeckt. Mit der neuen Vegetation sind Bisons, Luchse und Wölfe zurückgekehrt. Für diese Dokumentation konnte erstmals ein westliches Filmteam mit den Wolf-Experten Barbara und Christoph Promberger in die verbotene Zone vordringen und dieser spektakulären Wiederkehr der Natur nachforschen. Der Film von Klaus Feichtenberger zeigt eine faszinierende, paradoxe Welt, die beides zugleich ist: ein Blick in die Zeit lange vor der menschlichen Zivilisation und ein Fenster in die Zukunft nach der ultimativen nuklearen Katastrophe.

Mittwoch, 12. Januar

3sat, 13.55 Uhr
Wilde Medizin – Die Superkräfte der Tiere
Tiere sind wahre Superhelden. Sie verfügen über Superkräfte, von denen der Mensch nur träumen kann. Ihre Fähigkeiten könnten gegen Alzheimer, Herzinfarkte und Osteoporose helfen. Doch diese Superkräfte geben noch immer Rätsel auf. Wie machen die Tiere das? Wissenschaftler versuchen, die Frage zu beantworten, um mit diesen Erkenntnissen Menschenleben zu retten. Um Tiere mit Superkräften zu finden, reicht der Blick in die heimische Natur. Rothirsche etwa sind in der Lage, jedes Jahr ein neues Geweih auszutreiben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen, wie das Wachstum ausgelöst wird. Dieses Geheimnis könnte ihnen verraten, wie auch der Mensch sein Knochenwachstum stimulieren könnte, um Krankheiten wie Osteoporose zu behandeln. Auch für Menschen mit Herzproblemen verspricht ein Mittel aus der Tierwelt Heilung: Schlangengift. Was nach Science-Fiction klingt, ist im OP-Saal Alltag: Spezielle Wirkstoffe aus dem sonst für Mensch und Tier tödlichen Gift lösen Verstopfungen auch in den feinsten Blutbahnen auf. Um Herzinfarkte zu behandeln oder ihnen vorzubeugen, werden die Wirkstoffe in die durch Blutgerinnsel verschlossenen Herzkranzgefäße injiziert. Und was kann die Forschung in Sachen Muskeln von den Tieren lernen? Während der menschliche Körper schon nach einer kurzen Phase der Immobilität mit dem Muskelabbau beginnt, bleibt die Muskelmasse des Schwarzbären trotz seiner mehrere Monate andauernden Winterruhe erhalten. Ein einzigartiges Recyclingsystem von Abfallprodukten aus seinem Stoffwechsel macht das möglich. Ließe sich auch beim Menschen der Stoffwechsel auf diese Art reduzieren, wäre das ein großer Fortschritt für die medizinische Versorgung. Der Filmemacher Heiko De Groot hat Forschungsprojekte in Europa und Amerika besucht. Sein Film zeigt eindrücklich, wie tierische Regenerationsprozesse auch in der Humanmedizin Anwendung finden können – und dass der Mensch dem Tier doch häufig näher ist als gedacht.

Bayerisches Fernsehen, 18.30 Uhr
Bayern, Land der Gams
In Deutschland leben noch ungefähr 20.000 Gämsen, die meisten davon in Bayern. Als Symboltiere einer intakten Natur gehören sie zum festen Repertoire der Gebirgswelt. Tatsächlich finden die urigen Tiere mit den markanten Hörnern in den Alpen ihren idealen Lebensraum. Im Sommer besiedeln sie oberhalb der Waldgrenze Matten und Felsen, im Winter tiefere Talregionen. Und damit fangen die Probleme an: Wandern die Gämsen bei Kälte und Schnee in den Wald, verbeißen sie Triebe vom Jungwuchs der nachwachsenden Bäume. Für viele bayerische Förster ist das ein inakzeptabler Zustand. Sie fordern daher einen wesentlich stärkeren Abschuss der Gams als bisher. Jäger und Naturschützer dagegen befürchten, dass die Gams in manchen Alpenregionen ausgerottet werden könnte. Sogar das Bundesamt für Naturschutz hat 2020 die Gams auf die Vorwarnstufe der Roten Liste gesetzt. Ein deutliches Alarmzeichen. Wer hat nun recht? Oder gibt es eine für beide Seiten akzeptable Lösung? Der Filmautor Jens-Uwe Heins hat ein Jahr lang Gämsen, Wildbiologinnen, Jäger und Förster in den Bergen begleitet. Die Dokumentation nimmt den Zuschauer mit in eine zu allen Jahreszeiten zauberhafte Bergwelt. Sie zeigt das Leben der Gämsen, von ihren Kindergärten im Sommer bis zu den halsbrecherischen Brunftkämpfen im Winter, wenn die starken Böcke ihre Konkurrenten in atemberaubender Geschwindigkeit die Bergflanken rauf- und runterjagen.

Donnerstag, 13. Januar

arte, 20.15 Uhr
Der Sommer der Fischadler
Rückkehr nach Neuengland
Immer wenn es Sommer wird, kehrt das Fischadler-Männchen zurück an seinen Geburtsort: eine Salzwiese an der Ostküste der USA. Nachdem sie den Winter über getrennt waren, trifft er hier jedes Jahr seine Lebenspartnerin wieder. Der Filmemacher Jacob Steinberg hat das Paar sieben Jahre lang mit der Kamera begleitet. Die Tiere haben gelernt, ihm zu vertrauen, sodass seltene Nahaufnahmen entstehen konnten. Die Dokumentation verschafft den Zuschauern einen einzigartigen, intimen Einblick in das Leben der Fischadler-Familie. Es wird Sommer an der Ostküste der USA und sie kehren zurück: die Fischadler. Jeden Sommer kehrt zuerst das Fischadler-Männchen zurück an seinen Geburtsort. Dies sind die Salzwiesen, ein Marschland in der Mündung des Connecticut River. Hier trifft er jedes Jahr seine Partnerin wieder und das schon seit über zehn Jahren. Anhand intimer Aufnahmen begleitet die Dokumentation das Paar durch die Herausforderungen des Sommers. In waghalsigen Luftkämpfen verteidigen sie ihren Horst und ziehen ihre winzigen Küken auf, bis sie selbst rasante Jäger sind. Der Connecticut River ist der längste Fluss in Neuengland. Seit Jahrhunderten nutzen die Menschen ihn für Landwirtschaft und Industrie, seine Ufer sind dicht besiedelt. Doch an seiner Mündung in den Long Island Sound ist der Fluss noch wild – Hier liegen die Salzwiesen. Das reiche Ökosystem bietet Nahrung für Eulen, Waschbären, Kojoten, Füchse, Seeadler und unzählige Zugvögel. Über 150 Fischadler kehren jedes Frühjahr wieder aus Südamerika ins Marschland an der Flussmündung zurück – auch das Fischadler-Paar. Das Männchen kommt immer als einer der Ersten wieder, um den Nistplatz hoch oben auf ein paar alten Pfählen zu sichern. Ein idealer Platz, um ihre drei winzigen Küken großzuziehen. Diesen heiß begehrten Ort muss das Paar mit waghalsigen Luftkämpfen hart verteidigen. Regisseur Jacob Steinberg kennt das Fischadler-Paar, seit sie die ersten Male in den Salzwiesen brüteten. Er begleitet sie seit sieben Jahren jeden Sommer mit der Kamera. Sie akzeptieren seine Nähe und vertrauen ihm. So gelangen spektakuläre Nahaufnahmen, die den Zuschauern einen einzigartigen, intimen Einblick in das Leben der Fischadler-Familie ermöglichen.

arte, 21.00 Uhr
Könige des Himmels: Seeadler
Der Lebensraum der Seeadler erstreckt sich bis weit in den Norden unseres Kontinents. Bis zu sieben Kilogramm Gewicht, Flügel, die fast zweieinhalb Meter spannen, und zwei muskulöse Fänge mit nadelspitzen Krallen – der Seeadler ist perfekt für das Jagen ausgestattet und gilt deshalb als Sinnbild für Macht und Stärke. Hoch im Norden Europas finden die majestätischen Vögel alles, was sie zum Leben brauchen: Wälder, Seen und Sümpfe im Wechsel, kaum Landwirtschaft und wenig Menschen. Aber auch bei uns in Deutschland sind mittlerweile wieder mehr als 700 Seeadlerreviere besetzt – eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes. „Könige des Himmels – Seeadler“ präsentiert die verschiedenen Lebensräume, in denen der Seeadler in Europa heimisch ist. „Könige des Himmels – Seeadler“ präsentiert die verschiedenen Lebensräume, in denen der Seeadler in Europa heimisch ist. Die Dokumentation zeigt spektakuläre Bilder, etwa von den norwegischen Lofoten, wo die Adler mit den Orcas und Buckelwalen ziehen und von deren Jagderfolg profitieren. Oder aus den Mooren Finnlands, wo die Seeadler die Nähe zu Wolf und Bär suchen, denn auch hier profitieren sie von dem Jagdglück anderer. Bei uns in Deutschland leben die meisten Seeadler im gewässerreichen Nordosten der Republik. Der Film begleitet die Adler, die auf einer von Hunderten Kormoranen besiedelten Insel unterwegs sind, um dort die „Babynahrung“ der Kormoran-Küken zu fressen. Auch hier zieht der Adler wieder einmal Profit aus dem Erfolg der Mitgeschöpfe in seinem Lebensraum. Dank engagierter Naturschützer, Förster und Jäger haben in unseren Wäldern noch nie so viele Seeadler gebrütet wie heute, und die Zeiten, in denen Adler als Schädlinge betrachtet wurden, sind endgültig vorbei. Andere Bedrohungen, wie die bleihaltige Jagdmunition, sind überschaubar. Nur eines fehlt dem Seeadler: eine Wildnis, in der sich auch die großen Tiere entfalten können, in der Herden von Huftieren und Räuber wie Wolf und Bär wieder heimisch sind. Dann kann der „Vogel Phönix“ die Großtiere begleiten und darauf warten, dass etwas für ihn abfällt, und er ist nicht mehr so sehr auf den Menschen angewiesen. Die Rückkehr des Seeadlers ist ein Vorzeigeprojekt des Artenschutzes, doch weiterhin muss die Unberührtheit seiner Lebensräume bewahrt werden.

Freitag, 14. Januar

3sat, 16.15 Uhr
Die Kommunikation der Tiere (1/3)
Mimik, Gestik, Körperhaltung
Ob im Dschungel, auf Bergen oder im Meer – Tiere kommunizieren auch ohne Worte ständig. Wissenschaftler erforschen diese besondere Sprache und machen faszinierende Entdeckungen. Wie stellen Wölfe die Rangfolge im Rudel klar? Warum tanzt ein Arabischer Tahr in der Wüste? Wie setzen Schimpansen ihren Willen durch? Weltweit untersuchen Verhaltensforscher die Körpersprache von Tieren und stellen enorme Gemeinsamkeiten mit dem Menschen fest. Ob Reptil, Säugetier oder Vogel – alle Tiere kommunizieren mittels Körpersprache. Es geht um Dominanz, soziale Bindung, Verteidigung, Balz und Verführung. Vom Kaptölpel im Süden Afrikas über den Tahr in den Wüsten Arabiens bis hin zu Schimpansen in einem schottischen Zoo analysieren Wissenschaftler die besondere Körpersprache der Tiere. Selbst bei bereits gut erforschten Tierarten gibt es noch erstaunlich viel zu entdecken. Neue Erkenntnisse zeigen, dass es wesentlich mehr Gemeinsamkeiten zwischen der Körpersprache von Mensch und Tier gibt, als bisher bekannt war.

3sat, 17.00 Uhr
Die Kommunikation der Tiere (2/3)
Rufe und Laute
Ob im Meer, der Savanne oder im Dschungel: Die Lebensräume von Tieren sind von Rufen und Lauten erfüllt. Wissenschaftler analysieren deren Bedeutung und stoßen auf Erstaunliches. Wildhunde, die demokratisch abstimmen, Fische, die ihre Absichten lauthals äußern, und Giraffen, die summen – selbst gut erforschte Tierarten überraschen Forscher. Fest steht, dass die Kommunikation der Tiere deutlich ausgefeilter ist, als bisher angenommen. Nicht nur Menschen haben eine komplexe Sprache entwickelt. Auch wenn Tiere keine Worte verwenden, kommunizieren sie ständig mittels Lauten und Rufen. Junge Seebären finden so ihre Mutter wieder, Meerkatzen können mittels eines ausgeklügelten Alarmsystems vor Bedrohungen aus der Luft und am Boden warnen, Elefanten und Giraffen halten Kontakt zu anderen Artgenossen, und Fische verteidigen lautstark ihr Revier. Neue Aufnahmeverfahren ermöglichen es Wissenschaftlern, einzelne Tiersprachen zu isolieren und zu analysieren. Ihre Erkenntnisse sind nicht nur erstaunlich, sondern können in Zeiten von Lärmverschmutzung und Klimawandel auch zum Schutz gefährdeter Tierarten beitragen.

3sat, 17.45 Uhr
Die Kommunikation der Tiere (3/3)
Geheimnisvolle Signale
Tiere kommunizieren nicht nur mittels Rufen und Gesten, sondern auch auf subtilere Weise – durch Gerüche und Farben. Wissenschaftler weltweit analysieren diese verborgene Sprache der Tiere. Ohne Hilfsmittel sind tierische Kommunikationsformen für Menschen oft nicht wahrnehmbar. Doch ihre Erforschung kann dazu beitragen, bedrohte Arten zu retten. Je mehr Wissenschaftler über Zusammensetzung und Wirkung von duftenden und visuellen Signalen erfahren, umso besser können sie zum Schutz vieler bedrohter Tierarten beitragen – und vielleicht einige vor dem Aussterben bewahren.

Samstag, 15. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Bruno und der Bär
Seit einiger Zeit koordiniert Bruno D’Amicis die „Rewilding Apennines“-Initiative. Im Mittelpunkt steht die Wiederkehr der großen Grasfresser Wildpferd, Wisent und Rothirsch. Im Gefolge Luchse, Bären und Wölfe. In den Abruzzen sollen Schutzgebiete zu Korridoren nach Rumänien, den Ostkarpaten und dem kroatischen Velebit verwildern. Doch bis dahin liegt ein langer Weg vor Bruno D’Amicis. Vielleicht 50 Abruzzenbären, eine Unterart der Braunbären, die nur im italienischen Nationalpark Abruzzen-Latium-Molise und seiner Umgebung vorkommt, gibt es mittlerweile wieder. Das ist trotzdem zu wenig, um eine sichere Zukunft für das Wahrzeichen dieser Region zu garantieren. Fast die Hälfte des Bärennachwuchses überlebt das erste Jahr nicht. Das soll sich jetzt mithilfe eines engagierten Wildtierfotografen und der Rewilding Europe Initiative ändern. Knapp zwei Autostunden entfernt von Rom, in der südlichsten alpinen Region Europas, liegt die Heimat der Bären. Nicht nur der Abruzzenbär, sondern auch der italienische Wolf lebt hier. Große Hirschrudel durchstreifen die einsamen Berge, dazu Wildschweinrotten und Rehwild. Wehrhafte Kuhrassen laufen frei, ebenso halbwilde Pferde. In den über 2.000 Meter hohen Bergen hat man die fast ausgestorbene Abruzzengämse erfolgreich wieder angesiedelt. Ökotourismus soll wieder Arbeitsplätze schaffen. Denn nun sind die Abruzzen zu einer der besten Regionen Europas für das Beobachten von wilden Tieren geworden. Der preisgekrönte Wildlifefotograf Bruno D’Amicis hat dort seine Wurzeln und unterstützt die „Rewilding Apennines“-Initiative. Jedes Jahr im Frühsommer, wenn fast alle wilden Tiere Nachwuchs bekommen haben, ist Bruno D’Amicis mit seiner Kamera in den Abruzzen unterwegs und hofft, die ersten Bärenjungen zu sehen. Filmautorin Andrea Rüthlein und ihr Team begleiten Bruno D’Amicis bei seinen Streifzügen durch die wilden Abruzzen.

arte, 9.15 Uhr
Der Bär in Mir
Seit seiner frühesten Kindheit ist der Schweizer Regisseur Roman Droux von Bären fasziniert und träumt davon, sie einmal in freier Wildbahn zu erleben. Begleitet von dem Schweizer Bärenforscher David Bittner lässt er sich für drei Monate in der Wildnis Alaskas aussetzen – in einem Gebiet, in dem mehr Grizzlys leben als Menschen – und lernt ein friedvolles und auch rätselhaftes Wesen kennen. Am äußersten Ende Alaskas erfüllt sich der weit gereiste Filmemacher Roman Droux einen Kindheitstraum. Er taucht in die Welt jenes sagenumwobenen Tiers ein, das ihn von klein auf fasziniert und in den Schlaf begleitet hat. Der bekannte Bärenforscher David Bittner nimmt ihn mit ins Grizzlyland. In die vielleicht letzte Wildnis Nordamerikas, eine Welt, in der die Bären das Sagen haben, und keine Spur menschlicher Zivilisation zu finden ist. Hier, wo es keine Straßen, nur Bärenpfade gibt, machen sich die beiden Abenteurer auf die Suche nach einem Bärenmännchen und einer jungen Bärin, zu denen David Bittner eine enge Beziehung aufgebaut hat: Balu und seine große Liebe Luna. Die ersten arktischen Sonnenstrahlen des anbrechenden Sommers erwecken die Tiere zum Leben. Sie kommen aus ihren Höhlen hinab auf die saftigen Küstenwiesen, um in den kristallklaren Wildbächen und an den Stränden nach Lachsen zu suchen. Bald sind die beiden Männer umgeben von unzähligen Wildtieren, mittendrin in der Welt der Bären. Sie erleben die Fürsorglichkeit einer ausgehungerten Bärenmutter, die entkräftet versucht, ihre Jungen durchzubringen. Sie erleben blutige Kämpfe riesiger Bärenmännchen und die Tragik des Überlebenskampfes der wehrlosen Bärenkinder. Mit diesem Naturerlebnis und den Bildern von einzigartiger Nähe und Emotionalität hat Roman Droux einen lebendigen Naturfilm geschaffen, der Fragen aufwirft und zeigt, dass wir die Magie der Natur nie vollständig erklären können, hier jedoch aus erster Hand erleben dürfen.

Bayerisches Fernsehen, 16.15 Uhr
natur exclusiv
Auf Leben und Tod – Die Savanne
Um in der offenen Savanne zu überleben, müssen Jäger und Gejagte ständig ihre Strategien verbessern. Denn in dieser erbarmungslosen Wildnis werden weder Fehler noch Schwächen verziehen. Die Hälfte der Kontinente ist von Wüste oder Grasland bedeckt. „Die Savanne“ zeigt die Strategien von Jägern und Gejagten, wenn man permanent auf dem Präsentierteller sitzt. Auch in diesem Gelände gibt es Spezialisten: Der Gepard, das schnellste Landtier der Erde, jagt seine Beute mit enormer Geschwindigkeit, aber auch indem er ihre Ausweichmanöver perfekt nachahmt. Andere haben aus der minimalen Deckung dieser Landschaft das Beste gemacht – wie der elegante Karakal, dessen Fellfarbe perfekt mit dem hohen, trockenen Gras der afrikanischen Savanne verschmilzt. Die Löwen der Etosha-Salzpfanne haben gelernt, dass Wüstenstürme nicht nur ihren Geruch verwehen und sie sich daher besser anschleichen können. Die Wetterlage versetzt ihre Beute zusätzlich noch in Panik. Ameisen in der Namibwüste lassen die Sonne die Arbeit machen. Die grillt andere Insekten förmlich, und die Ameisen müssen nur noch die Kadaver einsammeln. In Brasilien locken die Larven von Schnellkäfern Termiten mithilfe eines gespenstischen Leuchtens in den Tod. Trotz allem sind die Gejagten nicht ausgeliefert. Sie entwickelten über Jahrhunderte wirkungsvolle Schutzmechanismen. Sie graben tiefer, rotten sich dichter zusammen oder kämpfen härter.

Sonntag, 16. Januar

arte, 13.15 Uhr
Wie der Hund die Welt eroberte
500 Millionen Hunde leben heute als Haustiere an der Seite des Menschen. Aus dem Alltag sind sie als Wach-, Jagd-, Renn-, Begleit- und Freizeithunde aller Rassen und Mischungen längst nicht mehr wegzudenken. Dabei kamen Hunde in der Natur ursprünglich gar nicht vor. Archäozoologen, Biologen, Verhaltensforscher und Genetiker arbeiten daran, die lange Geschichte der Hunde-Domestizierung bis zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen. Sie wollen genau wissen, wann der Weg vom Wolf zum Hund begann und wie die frühen Vorfahren der heutigen Pudel, Windhunde und Chihuahuas die Welt eroberten. Fast eine Milliarde Hunde bevölkern heute die Erde, manche als treue Begleiter des Menschen, andere als Streuner. Aus dem Alltag sind die Wach-, Jagd-, Renn-, Begleit- und Freizeithunde aller (Misch-)Rassen längst nicht mehr wegzudenken. Dabei kamen Hunde in der Natur ursprünglich gar nicht vor. Wann begann der Weg vom Wolf zum Hund? Und wie haben die frühen Vorfahren der heutigen Pudel, Windhunde und Chihuahuas die Welt erobert? Archäozoologen, Biologen, Verhaltensforscher und Genetiker arbeiten daran, die lange Geschichte der Hunde-Domestizierung bis zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen. Aus dem Erbgut von 1.600 prähistorischen und modernen Hunden und Wölfen konnten Wissenschaftler erstmals einen kompletten Stammbaum erstellen. Zu ihrer Überraschung machten sie drei unterschiedliche Domestizierungszentren in verschiedenen Epochen aus: Die erste Domestizierung fand vor 15.000 Jahren in Westeuropa statt, die zweite vor 12.500 Jahren im Norden Chinas und in Sibirien und die dritte im östlichen Mittelmeerraum. Doch wie ging es anschließend weiter? In Russland, Kanada, Skandinavien, Ungarn, Deutschland, Österreich und Frankreich erläutern Forscher, wie der Mensch den Wolf zum Hund gemacht hat, welche Mechanismen dabei im Spiel waren und wie sich Aussehen und Verhalten der Tiere im Lauf der Zeit veränderten: Die Haushunde wurden immer weniger aggressiv und ängstlich. Außerdem lernten sie, die menschliche Mimik zu lesen und zu deuten – so wie umgekehrt auch der Mensch gelernt hat, Körperhaltung, Gebell und Blicke seines vierbeinigen Gefährten zu verstehen. Mehr als jedes andere Haustier hat der Hund in den vergangenen Jahrtausenden zum Aufstieg der menschlichen Gesellschaften beigetragen. Aktuelle genetische Forschungen zeigen, dass diejenigen unserer Vorfahren, die Hunde an ihrer Seite hatten, gegenüber anderen Gruppen im Vorteil waren. Aus dieser langen, besonderen Verbindung ging die sogenannte Mensch-Hund-Gesellschaft hervor.

arte, 14.10 Uhr
Wie die Katze die Welt eroberte
400 Millionen Katzen leben heute unter uns, und es werden immer mehr. Die Hauskatze hat nicht nur fast den gesamten Erdball erobert, sondern ist heute auch unbestrittener Star der sozialen Netzwerke. Nichts scheint ihren Siegeszug aufhalten zu können. Aber wann haben sich die samtpfotigen Vierbeiner eigentlich die Gunst des Menschen gesichert und wie ist ihnen das gelungen? Archäologen, Genetiker und Verhaltensbiologen auf der ganzen Welt forschen seit Jahren zu diesen Fragen. Ihre jüngsten Erkenntnisse erlauben uns, den Weg der Stubentiger nachzuvollziehen – eine Reise, die noch lange nicht zu Ende ist. Rund 400 Millionen Katzen leben heute auf der Erde. Der Erfolg der Katzen schlägt sich in den Haustierstatistiken nieder: Frankreich zählt über 13 Millionen Katzen gegenüber 7 Millionen Hunden, und auch in Deutschland belegen die Stubentiger Platz eins der tierischen Hausgenossen. In den sozialen Netzwerken landen sie schon lange virale Hits. Wann und wie haben sich die Beziehungen zwischen Katzen und Menschen entwickelt? Und wie gelang es den Tieren, die ganze Welt zu erobern? Diesen Fragen gehen Archäozoologen, Paläogenetiker, Biologen und Verhaltensforscher in verschiedenen Ländern nach. Archäologische und historische Entdeckungen in Zypern stützen die Hypothese, wonach sich Menschen und Wildkatzen vor etwa 9.500 Jahren eben dort angenähert haben. Aber wie sich die Katze anschließend über die Welt verbreitet hat, blieb für die Wissenschaft lange ein Rätsel. Nun steht fest: Die Hauskatze stammt nicht von der europäischen Katze ab, sondern von der Falbkatze, die aus der Levante und Anatolien stammt. Zu ihrer großen Überraschung konnten die Forscher nicht nur eine, sondern gleich zwei Domestizierungswellen nachweisen. Seit knapp 10.000 Jahren sind also die Geschicke von Katzen und Menschen eng miteinander verwoben. Nachdem die samtpfotigen Vierbeiner das Herz der Menschen erobert hatten, begannen Züchter, die Tiere den Wünschen der Menschen anzupassen. Durch die Rückverfolgung bestimmter körperlicher Merkmale gelang es ihnen, immer extravagantere Rassen zu züchten: Minikatzen, Nacktkatzen, Tiere mit kurzen Beinen oder gekrümmten Ohren, aber auch besonders gesellige und verspielte Arten, die gerne mit Herrchen oder Frauchen interagieren. Aber kann man überhaupt eine solche „ideale“ Katze schaffen, umgänglich, gehorsam und loyal gegenüber ihrem Halter? Viele Verhaltensbiologen sind überzeugt, dass Katzen alle Voraussetzungen dafür mitbringen.

Bayerisches Fernsehen, 19.15 Uhr
Unter unserem Himmel
Im Schnee versunken – das Ursprungtal
Wo viel Wald, ist auch viel Wild, aber das ist während der langen Winter teilweise auf die Hilfe des Menschen angewiesen. Solange Schnee liegt, fährt der Revierjäger Engelbert Holzner jeden Tag zum Wildschutzgebiet hoch über dem Tal, um das Rotwild mit Heu zu versorgen.

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