WILD UND HUND TV-Tipps für Jäger

100445

fernsehen Kopie.jpg

Hier finden Sie die aktuelle Programmvorschau für Jäger

Mit freundlicher Unterstützung des Redaktionsbüros „Radio + Fernsehen“. Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.

Hörfunk: Radio Rheinwelle 92,5 Mhz, Samstags, 13 bis 15 Uhr, vierwöchentlich, ungerade Kalenderwochen: Jagd – Faszination und Kultur
ORF-Radio Niederösterreich, 1. Dienstag im Monat, 21 Uhr: Naturerlebnis Jagd
Radio Bamberg: „Heike trifft… Drei Jäger“
Jagdfunk: Ein Interview-Podcast rund um die Jagd

Kino und DVD-Tipps: siehe Trailer und Seitenende

Zahlreiche spannende Reportagen rund um die Jagd finden Sie auch auf PareyGo!

Zeitraum: 26.07.2021 - 01.08.2021

Montag, 26. Juli

3sat, 13.50 Uhr
Magie der Jahreszeiten: Frühling & Sommer
Der Frühling ist die Zeit des Neubeginns, des Werdens und Wachsens. In den Bergen Alaskas erwachen Bären aus der Winterruhe. Die Jungen wurden in einer Höhle tief unter Schnee verdeckt geboren und sehen die Welt draußen jetzt zum ersten Mal.

3sat, 15.20 Uhr
Kielings wilde Welt
In fünf Folgen reist Andreas Kieling zu den schönsten Tierparadiesen dieser Erde und präsentiert dabei außergewöhnliche und charismatische Vertreter der Tierwelt. Die erste Etappe von Andreas liegt im Südosten Indiens. Im Ranthambore-Nationalpark hofft Andreas Kieling, den seltenen Bengalischen Tiger zu finden. Früher jagten die Maharadschas von Jaipur in den artenreichen Wäldern. Romantisches Überbleibsel ist das alte königliche Fort, über 1000 Jahre alt. An seinem Fuß liegt ein See, nicht nur in der Trockenzeit anziehend für Tiger. Und tatsächlich gelingt es Andreas Kieling, ein weibliches Exemplar beim Baden zu filmen.

Dienstag, 27. Juli

3sat, 13.10 Uhr
Die Rückkehr der Wildnis
Reno Sommerhalders Suche nach der intakten Natur
Die Schweiz ist ein übernutztes Land. Tausende von Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Doch es gibt auch eine andere Schweiz. Dort wächst der Wald zu neuer Wildnis. Tiere, die längst ausgerottet waren, kehren zurück: Bär, Wolf, Bartgeier – und vielleicht sogar bald der Wisent. Der Film stellt Menschen vor, die sich für eine intakte Natur einsetzen. Ein beglückender Moment für Reno Sommerhalder: In seiner kanadischen Wahlheimat Banff werden Bisons ausgewildert – 130 Jahre, nachdem sie dort ausgemerzt worden waren. Vielleicht wird auch im Solothurner Jura der Europäische Bison, der Wisent, erneut heimisch. Es gibt Pläne, das archaische Tier zurück in den Jurawald zu bringen. Dazu reist Reno Sommerhalder in den Osten Polens, nach Bialowieza, wo 1952 die ersten Zoo-Wisente in die freie Wildbahn entlassen worden sind und mittlerweile wieder 1000 der mächtigen Tiere, meist gut versteckt, im größten Urwald Europas leben. Für den lokalen Naturtourismus sind sie inzwischen zu einer treibenden Kraft geworden. 2016 kehrte erstmals ein Bär ins Innerste der Schweiz, in den Kanton Uri, zurück – fast 200 Jahre, nachdem er dort ausgerottet worden war. Es wurde ein turbulentes Jahr für Wildhüter Fredy Arnold: Wie wird sich das Großraubtier verhalten? Beträchtlich war die Skepsis in der Bevölkerung, bis sich herausstellte, dass das junge Bärenmännchen sehr scheu ist, fast unsichtbar, keinen Kontakt wünscht zum Menschen. Der Wald wächst in der Schweiz jährlich um eine Fläche, die 8500 Fußballplätzen entspricht. Der Tessiner Forstingenieur Roberto Buffi hat schon vor Jahrzehnten für einen „wilden Wald“ gekämpft, hat mehrere Waldreservate im Tessin mit gegründet, in denen das Gehölz sich selbst überlassen bleibt, wodurch ein langsam heranwachsender Urwald entsteht. Der heutige Mensch, vor allem der urbane, sieht die Wildnis oft als Sehnsuchtsort – und doch weckt die wilde Natur im Menschen auch Unbehagen, ja Furcht. „Es ist die Angst vor dem Irrationalen, dem Unkontrollierbaren“, sagt Buffi.

Mittwoch, 28. Juli

hr fernsehen, 10.35 Uhr
Unser Wald – Reh und Hirsch
Reh und Hirsch – für die einen sind sie begehrte Jagdtrophäen, für die anderen lästige Waldschädlinge. Über den richtigen Umgang mit Reh und Rotwild wird seit Jahrzehnten heftig gestritten. Der Rothirsch gilt als der „König der Wälder“ und seit Jahrhunderten ist der Rothirsch ein Politikum – bis heute! Weil die Bauern für Schäden auf Feldern und Wiesen vom Jagdpächter Entschädigung fordern können, vertreiben die Jäger den „Schädling“ in den Wald. Mangels Gras fressen Rothirsche junge Bäume und schälen Rinde ab. Hirsche dürfen in Deutschland nur noch in eigens ausgewiesenen Rotwildbezirken leben. Lediglich in vier Bundesländern können die Hirsche sein, wo sie wollen. Die verbliebenen Reviere sind Inseln, zwischen ihn gibt es keine Verbindung und Wanderungen sind nicht möglich. Im Unterschied zum Rotwild passen sich Rehe gut an die durch den Menschen veränderte Landschaft an. Damit sind sie in der Lage, ständig neue Lebensräume zu besiedeln. Das Reh ist heute in Europa eine ausgesprochen häufige Art, mit zum Teil dramatischen Folgen: In einigen Regionen haben Rehe inzwischen eine so hohe Bestandsdichte erreicht, dass sie die natürliche Waldverjüngung verhindern. Vielerorts müssen die anfälligen Fichtenmonokulturen in widerstandsfähige Mischwälder umgewandelt werden. Doch in deutschen Wäldern können die heimischen Waldbäume überwiegend nur mit erheblichen Beeinträchtigungen nachwachsen. Verbiss empfindliche Baumarten wie Eiche, Weißtanne, Bergahorn, Eibe u. a. können oft nur mit Schutzmaßnahmen wachsen und sind aus vielen Wäldern bereits weitgehend verschwunden. Rehe werden in allen europäischen Ländern gejagt. Die mit Abstand höchste Jagdstrecke hat Deutschland mit mehr als einer Million erlegter Tiere pro Jahr. Selbst die enormen Verluste des Rehwildes durch den Straßenverkehr und in der Landwirtschaft schaffen es nicht, den Bestand so zu dezimieren, dass sich die Waldschäden verringern. Abhilfe würde auch hier nur eine gezielte Bejagung schaffen. Filmautor Jürgen Eichinger lässt zu den umstrittenen Themen Gegner und Befürworter, Jäger und Waldbesitzer, Wildbiologen und Bauern zu Wort kommen.

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wildes Deutschland: Der Chiemsee
Obwohl er seit seiner Entstehung ständig schrumpft, ist der Chiemsee heute Bayerns größter See, ein etwas anderes Porträt des „Bayerischen Meeres“. Vor 10.000 Jahren wurde der Chiemsee aus einem sterbenden Gletscher geboren. 73 Meter misst er heute an seiner tiefsten Stelle, über 80 Quadratkilometer ist seine Wasserfläche am Fuße der bayerischen Alpen groß. Gespeist wird er von der Tiroler Ache, der Prien und dem Lachsgang, sein einziger Abfluss ist die Alz bei Seebruck. Der See mit seinen drei Inseln – Herreninsel, Fraueninsel, Krautinsel – und seiner beeindruckenden Alpenkulisse lockt jährlich eine halbe Million Urlauber an. Ebenso viele Zugvögel rasten am See auf ihrer Reise gen Süden bzw. Norden. Der Filmautor stellt die Lebewesen vor, die am und im See leben und zeigt, wie empfindlich der Kreislauf der Natur auf Störungen durch den Menschen reagiert. Große Raubfische etwa, die in Blumenwiesen herumschwimmen, winzige Säugetiere, die Schilf ernten, spazierfreudige Zebramuscheln, blau leuchtende Pilzmückenlarven, rosa Flamingos und der größte Wasserfloh der Welt gehören zu den Akteuren dieses Films. Die Protagonisten des Filmes sind Haubentaucher, Hecht und auch die Stechmücke. Die Insekten sind uns Menschen äußerst lästig und werden auch am Chiemsee in großen Vergiftungsaktionen bekämpft. Aber Mücken, Eintagsfliegen & Co. sind unentbehrlich im Naturhaushalt und eine wichtige Nahrungsgrundlage für unzählige Seebewohner.

Donnerstag, 29. Juli

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Romantisches Mecklenburg – Tausend Seen und ein Meer
Bis heute hat Mecklenburg nichts von seinem Charme verloren. Zwischen Elbe und Darß liegt das weite Land mit Rapsfeldern, dunklen Wäldern, alten Alleen und herrschaftlichen Gutshäusern, mit tausend Seen und einem Meer. Zwischen Elbe und Darß liegt Mecklenburg. Tiere und Pflanzen finden hier noch ausreichend Raum und Nahrung. Tierfilmer Christoph Hauschild gelingen fantastische Aufnahmen von jagenden Seeadlern und balzenden Schwarzstörchen; er blickt in die Kinderstuben von Rohrweihe, Siebenschläfer und Eisvogel. Durch den Film führt eine Gauklerfamilie. Nach alter Tradition zieht sie durch das Land, von der Müritz an die Ostsee, von den Feldberger Seen nach Schwerin. In den Dörfern machen die Schausteller Halt und spielen mit selbst geschnitzten Puppen alte Märchen. Während die Fischer hinaus auf die klaren Seen fahren, um Karpfen, Hechte und die seltenen Maränen zu fangen, lauschen die Dorfkinder begeistert den Erlebnissen vom „Fischer un sien Fru“. Nirgendwo in Deutschland gibt es so viele Seeadler wie in Mecklenburg. Im März drehen die balzenden Paare rasante Loopings und bauen ihre gewaltigen Nester. Vor der Kamera des hoch in den Bäumen in einem Tarnzelt verborgenen Tierfilmers werden ihre Jungen allmählich größer, bis sie im Sommer ausfliegen und sich am See um die besten Happen streiten. Im Winter versammeln sich die Adler in großer Zahl an den letzten Eislöchern und stoßen hinab in Schwärme von Hunderten Blessrallen.

Freitag, 30. Juli

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Ostseeparadies Rügen
Die Ostseeinsel Rügen zählt zu den beliebtesten Reisezielen Deutschlands. In der aufwendigen Naturdokumentation zeigen von Dirk Blumenberg und Telse Meyer in opulenten Bildern eine der schönsten Regionen Deutschlands im Wechsel der Jahreszeiten. Die Ostseeinsel Rügen ist ein Ort, der seit Jahrhunderten Maler und Schriftsteller inspiriert hat: Die markanten Kreidefelsen mit ihren schroffen Zacken wurden durch Caspar David Friedrich weltberühmt. Dichte Buchenwälder, durch die das Blau des Meeres schimmert, zeichnen den Nationalpark Jasmund aus. Die Feuersteinfelder im Nordosten schließlich bieten einen bizarren und kargen Anblick mit einer ganz eigenen Tier- und Pflanzenwelt. Rügen ist Rastplatz für Zehntausende von Kranichen, Lebensraum für Damhirsche, Dachse, Marderhunde und den seltenen Seeadler. Rügens Geschichte ist eine Geschichte des Wandels: Gigantische Gletscher formten vor mehr als 10.000 Jahren in der letzten Eiszeit die Insel. Mit der Ankunft des Menschen verwandelte sich die Landschaft. Die Siedler holzten Wälder ab, legten Felder und Wiesen an und brachten neue Tiere mit. Der Seebäder-Tourismus brachte die größte Veränderung für die Natur Rügens. Jeden Sommer wälzen sich jetzt lange Blechlawinen durch die engen Alleen auf dem Weg zu den kilometerlangen Sandstränden. Wer hingegen noch ein Stückchen ursprüngliches Rügen sehen will, muss auf die kleine Insel Vilm fahren – einst abgeschottetes Feriendomizil der ehemaligen DDR-Elite, kann man hier einen der letzten Urwälder Deutschlands bestaunen.

Samstag, 31. Juli

SWR Fernsehen, 6.00 Uhr
Luchsmord
Tatort-Kommissar Andreas Hoppe ermittelt
Zwei grausam getötete Luchse werden im Bayerischen Wald gefunden. Es gibt Hinweise, dass die Täter bekannt sind. Doch bis heute können sie nicht überführt werden. Ein Naturkrimi, der bittere Realität ist und den Naturschützer und „Tatort“-Kommissar Andreas Hoppe in den Bayerischen Wald führt. Dort trifft er auf eine Mauer des Schweigens. Bis ein verdeckt ermittelnder Artenschutzfahnder auftaucht. Plötzlich führt die Spurensuche zur Pelzmafia. Aber auch die Jägerschaft und die ermittelnden Behörden geraten in die Kritik. In dieser Kurzfassung einer längeren Dokumentation werden Schülerinnen und Schüler als „Detektive“ angesprochen und erhalten Zugang zu den Themen Artenschutz, Ökologie, Jagd und ethischen Umgang mit Tieren.

Sonntag, 1. August

arte, 15.25 Uhr
Wildes Innsbruck
Zwischen Moderne und alpiner Wildnis
Die Dokumentation des Naturfilmers und Biologen Patrick Centurioni führt entlang einer oft nicht festgelegten Grenze zweier Welten und beschreibt das unvermeidbare Zusammentreffen zwischen Mensch und Tier im alpinen Raum. Gämsen, Steinböcke, Hermeline und Schneehühner, sie alle sind mit Veränderungen in ihrem Lebensraum konfrontiert, die sich von Art zu Art unterschiedlich auswirken. So nützt das Hermelin künstlich angelegte Beschneiungskorridore für eine bessere Tarnung in schneearmen Tieflagen für seine Jagdausflüge. Gämsen entdecken zwischen Baggern und Lkws Steinbrüche als ihren neuen Lebensraum. Auf der anderen Seite leiden sensible Arten wie Schneehühner unter dem stetig wachsenden Druck durch die Freizeitindustrie. Nur einen Grat abseits der menschlichen Pfade überrascht die Innsbrucker Bergwelt mit verblüffender Unberührtheit und spannenden Verhaltensweisen von Wildtieren. In einem unberührten Buchenwald versammeln sich drei Spechtarten während des Hochzeitsfluges einer Ameisenart an einem Baum und konkurrieren um die besten Futterplätze. In jahrelangen Expeditionen ist es Patrick Centurioni gelungen, den Spannungsbogen zwischen Urbanität und berührter wie auch unberührter alpiner Naturlandschaften und der dort beheimateten Tierwelten aufzuzeigen.

Zeitraum: 02.08.2021 - 08.08.2021

Montag, 2. August

arte, 9.30 Uhr
GEO Reportage
Harpyien – die größten Greifvögel des Regenwaldes
Die Harpyie zählt zu den imposantesten und kräftigsten Greifvögeln der Welt. Mit einer Flügelspannweite von bis zu zwei Metern jagt sie im dichten Blätterdach des südamerikanischen Regenwaldes vorwiegend Affen und Faultiere. Bis heute sind die scheuen Tiere kaum erforscht. Wissenschaftler testen daher verschiedene Möglichkeiten, den Jägern des Dschungels auf die Spur zu kommen. Eile ist dabei geboten. Denn durch intensive Rodungen werden die Reviere der Harpyien und die ihrer Beutetiere immer weiter begrenzt. „GEO Reportage“ hat Forscher besucht, die die Geheimnisse der Harpyien ergründen. Bei den Ureinwohnern Südamerikas genossen die Harpyien einen besonderen Ruf, wurden gleichermaßen verehrt wie gefürchtet. Kein Wunder, sind sie doch die größten Greifvögel des Regenwaldes und erlegen selbst große Affen und Faultiere. Mit ihrem mächtigen Klauen, die etwa die Kraft einer Bärentatze haben, gehören sie zu den stärksten Vögeln der Welt. Heute steht es schlecht um die Harpyie. Die zunehmende Rodung des Regenwaldes und ein langsamer Fortpflanzungszyklus verdrängen die Vögel aus ihren angestammten Revieren. Forscher und Naturschützer möchten gern helfen, wissen aber kaum etwas über den scheuen und seltenen Vogel. Beobachtungskameras sollen helfen, Informationen über die Harpyien zu sammeln. Dafür müssen jedoch erst einmal passende Nester gefunden werden. Um damit voranzukommen, will ein Forscherteam aus Wissenschaftlern, Architekten und Umweltschützern im Süden Perus, in der Region Madre de Dios, ein künstliches Nest bauen, das mit weiteren Beobachtungskameras ausgestattet wird. Kein leichtes Unterfangen, denn Harpyien sind sehr wählerisch bei der Auswahl ihres Nistplatzes. Nicht nur dass das Nest mindestens sieben Kilometer vom nächsten Nachbarn entfernt sein muss, sondern sie brüten ausschließlich in den Kronen der riesigen Brasilianischen Kastanie, auch Paranussbaum genannt, oder der Shihuahuaco-Bäume. Nur von diesen Giganten, die bis zu 40 Meter hoch und weit über das Blätterdach des Waldes hinaus reichen, haben sie einen guten Überblick. Die Arbeit des Teams muss also in schwindelerregender Höhe stattfinden – ohne Garantie auf Erfolg.

Dienstag, 3. August

3sat, 10.10 Uhr
Kielings wildes Afrika
Seit 25 Jahren bereist Andreas Kieling als Tierfilmer die Welt und berichtet von den schönsten Tierparadiesen. In dieser Folge widmet er sich ausschließlich dem afrikanischen Kontinent. Extreme jeder Art stehen immer wieder im Vordergrund: Von der legendären Serengeti und dem Mahale-Nationalpark in Tansania geht es ins äthiopische Hochland. Von den Regionen rund ums Kap der Guten Hoffnung weiter bis zum Addo-Elefanten-Nationalpark in Südafrika. Die Afrikareise von Andreas Kieling startet in den weiten Grassteppen der Serengeti, dem Inbegriff für afrikanisches Tierleben. Neben den bildgewaltigen Aufnahmen von Elefanten, Löwen, Flusspferden und Geparden gelingen auch die kleinen Geschichten am Rande: Löwenbabys spielen mit einer Schildkröte Fußball. Im verwunschenen Regenwald der tansanischen Mahale-Berge macht sich Andreas Kieling auf die Suche nach unseren Verwandten. 800 Schimpansen sind hier zu Hause, die letzte große frei lebende Population der Erde. Einblicke in ihr Familienleben und ihre spannenden Jagdzüge gibt es hier reichlich. Um die seltenen Äthiopischen Wölfe geht es am nächsten Ziel. Andreas Kieling begleitet in den Bale-Bergen, der größten zusammenhängenden alpinen Landschaft des Kontinents, den argentinischen Biologen Claudio Sillero-Zubiri. Der Wolfsspezialist bekämpft seit Jahren die Ansteckung der Wölfe mit Tollwut durch die Hütehunde der Bauern. Rund ums Kap der Guten Hoffnung macht der Tierfilmer Bekanntschaft mit den riesigen Kolonien von Pelzrobben und Kaptölpeln. Die Begegnung mit Brillenpinguinen geht nicht ganz schmerzfrei ab. Der ungeheure Tierreichtum dieser Region geht zurück auf das Zusammentreffen zweier großer Meeresströmungen: dem kalten Benguelastrom und dem warmen Agulhasstrom. Im südafrikanischen Addo-Elefanten-Nationalpark begleitet Andreas Kieling eine Forscherin und wird zusammen mit ihr Zeuge, wie an einem Wasserloch erwachsene Elefanten ein kleines Kalb aus dem Schlamm retten. In der unvergleichlichen Bergwelt des Simien-Nationalparks in Äthiopien endet die Reise. Die grasbewachsenen Hänge sind ein Paradies für Spezialisten wie Dscheladas. Die Blutbrustpaviane sind die einzigen Primaten der Welt, die ausschließlich auf dem Boden leben und sich rein vegetarisch ernähren. In dieser grandiosen Naturlandschaft kann Andreas Kieling die Tiere aus nächster Nähe beobachten.

Mittwoch, 4. August

3sat, 10.15 Uhr
Die Großkatzen der Masai Mara (1/2)
Auf der Jagd
Gnus, Zebras, Antilopen und Gazellen durchwandern die Savanne. Die Herden mit ihren Jungtieren stellen eine willkommene Futterquelle für Raubkatzen wie Löwen, Geparde und Leoparden dar. Dabei zeigen die Großkatzen unterschiedliche Jagdweisen. Während Löwen im Rudel jagen, sind Geparde Einzeljäger. Dank ihrer Schnelligkeit sind sie bei der Hetzjagd oft erfolgreich. Jaguare hingegen bevorzugen die passivere Anschleich- und Lauerjagd.

3sat, 11.00 Uhr
Die Großkatzen der Masai Mara (2/2)
In der Kinderstube
Schakale, Hyänen und Servale gehören zu den kleineren Jägern der Savanne. Sie alle müssen Beutetiere erlegen, um ihren Nachwuchs zu versorgen. Die Konkurrenz unter den Raubtieren ist groß. Geparde sind mit Spitzengeschwindigkeiten von rund 100 Kilometern pro Stunde die schnellsten Landtiere der Welt. Nach den anstrengenden Sprints müssen sie sich ausruhen – häufig nutzen Hyänen diese Schwäche aus, um den erfolgreichen Jägern ihre Beute abzunehmen.

Donnerstag, 5. August

3sat, 13.15 Uhr
Die Raubkatzen von Herberstein
Der Film dreht sich um das Leben von Löwen, Geparden, Luchsen und Pumas in der „Tierwelt Herberstein“, einem der touristischen Leitbetriebe in der Oststeiermark. Er zeigt die Versorgung der Raubkatzen ebenso wie Gesundheits-Checks durch den Zoo-Tierarzt. Schwerpunkt ist aber die Partnersuche – wie europäische Zoos Raubkatzen nach genetischen Richtlinien tauschen, um Rudel aufzufrischen und zu züchten.

3sat, 13.40 Uhr
Zurück zur Wildnis – Das Madikwe Wildreservat in Südafrika
Das südafrikanische Madikwe-Wildreservat gilt als beispielhaftes Modell des Naturschutzes und der gemeinschaftsbasierten Entwicklung. Aber ist dieser Anspruch berechtigt? Wie in der Arche-Noah-Geschichte wurden fast alle im südlichen Afrika vorkommenden Wildtierarten, die nicht ohnehin schon auf dem Land lebten, neu angesiedelt. Darunter befanden sich auch seltene und bedrohte Tierarten, die anderswo kaum Überlebenschancen haben. Wildhunde beispielsweise sind als eine der gefährdetsten Tierarten Südafrikas selbst in Wildreservaten alles andere als beliebt. Sie halten sich kaum an Parkgrenzen und jagen daher auch auf umliegenden Farmen – was zu Entschädigungsansprüchen gegenüber den Reservatbetreibern führt. Durch das umsichtige ökologische Wildlife-Management haben sie auf der 75 000 Hektar großen Fläche Madikwes ein nachhaltiges Zuhause gefunden. Der Film stellt das Madikwe-Wildreservat vor und beleuchtet die Leistungen derjenigen, die für den Neuzeit-„Arche Noah“-Plan und dessen zunächst utopisch anmutende Umsetzung verantwortlich waren. Wie oft bei derartigen Projekten steht die Frage im Raum, ob der Ökotourismus tatsächlich zur Armutsverringerung und zum Empowerment bei den eigentlich betroffenen Gemeinschaften beiträgt, oder ob es vor allem die privaten Investoren sind, die von einem solchen Öko-Projekt profitieren. Konnte die „Operation Phönix“ – wie die Wiederansiedlung von rund 10 000 Wildtieren werbewirksam genannt wurde – wirklich zum Aufschwung der lokalen Ökonomie beitragen, und waren die großen Hoffnungen berechtigt?

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Serengeti – Wettlauf ums Leben
Die Serengeti, eine großartige, unberührte Landschaft, erstreckt sich viele Hundert Kilometer von Tansania bis an die nördlichen Ausläufer des Schutzgebietes in Kenia. Der zweite Teil „Wettlauf ums Leben“ folgt den Herden auf ihrem Weg in den Norden und zeigt, welche Hindernisse die Tiere überwinden müssen. Bildgewaltig und berührend – der Zweiteiler „Serengeti“ bietet ein spektakuläres Naturerlebnis. In faszinierenden Bildern und mit atemberaubenden Zeitlupen mit bis zu 2.000 Bildern pro Sekunde haben der erfahrene Tierfilmer Reinhard Radke und seine Kollegen über zwei Jahre das Leben der Bewohner dieses einzigartigen UNESCO-Weltnaturerbes eingefangen. Hardy Krüger jr. führt als Sprecher durch dieses herausragende TV-Ereignis. Im zweiten Teil „Wettlauf ums Leben“ folgt das Filmteam den Herden auf ihrem Weg in den Norden und zeigt, welche Hindernisse die Tiere überwinden müssen. An den Ufern des Grumeti lauern nicht nur Löwen, sondern auch Krokodile, die in blitzschnellen Überraschungsangriffen ihre Beute ins Wasser zerren. Kurz bevor die Gnus das gelobte Land in Kenia erreichen, müssen die Tiere noch den Mara überqueren. Die Steilufer fordern jedes Mal zahllose Opfer.

3sat, 15.55 Uhr
Hyänen – Die Königinnen der Masai Mara
Sie sind nicht so stark wie Löwen. Sie sind nicht so schnell wie Geparde. Sie sind die ungeliebten Außenseiter von Afrikas Tierwelt. Und doch sind sie die Könige der Masai Mara: Hyänen. Hyänen gelten als feig, hässlich und uninteressant. Das über Jahrzehnte überlieferte Bild wird durch neueste Forschungen auf den Kopf gestellt. Die amerikanische Forscherin Kay Holecamp fand heraus, dass Hyänen ganz anders sind als ihr Ruf. Sie haben ein ausgeprägtes soziales Verhalten und eine bemerkenswerte Intelligenz – kluge Bestien sozusagen. Das macht sie so erfolgreich, dass sie sich auch inmitten der großen Raubkatzen der Savanne behaupten können.

3sat, 16.40 Uhr
Wildes Nairobi – Wo Leoparden durch Gärten schleichen
Nairobi, eine der größten Städte Afrikas, liegt mitten in der Savanne. Die Wildnis reicht weit in die bunte Hauptstadt Kenias hinein. – Eine Expedition in den Großstadtdschungel.
Entlang der Autobahn, nur getrennt durch einen Maschendrahtzaun, spazieren Löwen, Hyänen, Giraffen und Nashörner durchs Gras. Nur wenige Meter neben der Landebahn des Flughafens beginnt der Nairobi-Nationalpark.

Freitag, 6. August

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Serengeti – Das Abenteuer
„Serengeti – Das Abenteuer“ erzählt die Geschichte der aufregenden Dreharbeiten zum Kinofilm und lässt auch nicht Pleiten, Pech und Pannen aus. Trotz aller Probleme entstanden faszinierende Bilder, die die Zuschauer in ihren Bann ziehen. Jagende Geparde und Löwen, wandernde Gnus oder gefährliche Flusspferde: Die Serengeti bietet die prächtige Bühne für die großen und kleinen Dramen des Tierreichs – ein Naturspektakel, das man so nur in den Savannen Ostafrikas beobachten kann. Mit einem extra für ihn angefertigten Geländewagen konnte Naturfilmer Reinhard Radke durch das schwierige Terrain zwischen Tansania und Kenia fahren. Ein angebauter Filmbalkon erlaubte besonders niedrige Kameraperspektiven. So konnten die atemberaubenden Aufnahmen der Jagdszenen entstehen. Auf Augenhöhe mit dem Gepard sieht man genau, wie er zum Sprint ansetzt und seine Beute über die weiten Ebenen jagt. Stören lässt sich die große Raubkatze dabei nicht – an Menschen ist sie durch den Tourismus gewöhnt. Reinhard Radke war mehr als zwei Jahre im Land der Massai unterwegs und brachte einmalige Aufnahmen mit. Unterstützung bekam er von den beiden Kameramännern Ivo Nörenberg und Oliver Goethl, die modernste HD-Zeitlupenkameras im Gepäck hatten. Mit bis zu 2.000 Bildern pro Sekunde zeigen sie Verhaltensweisen, die man mit bloßem Auge niemals wahrnehmen könnte. Sekundenschnelle Krokodilangriffe werden so zu visuellen Erlebnissen.

Samstag, 7. August

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Ein Kätzchen der besonderen Art
Es ist ein ganz besonderer Film, der erstmals Einblicke in die Kinderstube der Schneeleoparden ermöglicht. Ein Kätzchen der besonderen Art ist Mira ganz sicher, vielleicht sogar eins der wenigen, die von dieser Art noch übrig geblieben sind. Mira, die kleine Schneeleopardin, wurde im Zoo von Nordens Ark in Schweden im März 2002 geboren. BR-Technikern gelang es durch den Einbau von Spezialkameras in der Geburtskammer erstmals die Geburt und die ersten Wochen danach zu dokumentieren. Ein Jahr lang haben Christian Herrmann und ein BR-Team Mira zusammen mit Mutter Tangra und ihrem Vater Tito beobachtet.

arte, 11.25 Uhr
Die Rückkehr der Wölfe
Das Wunder im Yellowstone-Nationalpark
Im nordamerikanischen Yellowstone-Nationalpark vermehrten sich die Wapiti-Rothirsche lange Zeit ungebremst und das zuungunsten der dortigen Flora und Fauna – bis Wölfe in das Gebiet Einzug hielten. Die Dokumentation „Die Rückkehr der Wölfe – Das Wunder im Yellowstone-Nationalpark“ zeigt die erstaunlichen Folgen, die die Wiederansiedlung von Wölfen Ende der 1990er Jahre für das gesamte Ökosystem im Yellowstone-Nationalpark hat. Ein aus den Fugen geratenes Ökosystem ist durch die Rückkehr der Raubtiere wieder in ein natürliches Gleichgewicht gelangt. 70 Jahre lang vermehrte sich die Population der Wapiti-Rothirsche im US-amerikanischen Yellowstone-Nationalpark nahezu ungebremst. Ohne einen natürlichen Feind und trotz aller Versuche der Menschen, die Zunahme an Hirschen zu begrenzen, breiteten sich diese immer weiter aus und zerstörten weite Teile der Vegetation des Parks. Sie fraßen den Nationalpark buchstäblich kahl. Doch mit der gezielten Wiederansiedlung von 41 kanadischen Wölfen in den Jahren 1995 bis 1997 ereignete sich geradezu ein Wunder: Die Tiere brachten das natürliche Gleichgewicht in den Nationalpark zurück. Die Wölfe jagten die Wapitis und, was noch entscheidender war, sie beeinflussten das Verhalten der Hirsche, sodass diese sich aus Tälern und Schluchten zurückzogen. Das eigentlich Faszinierende daran: Durch die Anwesenheit der Wölfe reduzierte sich nicht nur die Population der Wapiti-Hirsche von 20.000 auf circa 7.000 Tiere, auch die Pflanzenwelt des Nationalparks erholte sich und es entstand neuer Lebensraum für andere Tierarten. Die Wissenschaftler und Experten sprechen bei diesem Phänomen von einer sogenannten trophischen Kaskade, einer Kettenreaktion, die durch die Veränderung der Nahrungskette innerhalb eines komplexen Ökosystems ausgelöst wird. Die Dokumentation „Die Rückkehr der Wölfe – Das Wunder im Yellowstone-Nationalpark“ zeigt die erstaunlichen und dramatischen Folgen, die die Wiederansiedlung der Wölfe auf das gesamte Ökosystem des Nationalparks hat. Entgegen ihrem eigentlichen Ruf der gnadenlos tötenden Räuber, sind die Wölfe Schöpfer neuen Lebens, die das aus dem Gleichgewicht geratene Ökosystem wiederherstellen.

3sat, 11.30 Uhr
Wüstenkönige – Die Löwen der Namib
Es ist eines der unzugänglichsten Gebiete des südlichen Afrika: das Kaokoveld. Die atemberaubende Landschaft ist Heimat der letzten Wüstenlöwen, einer ganz besonderen Art. Ein Mann hat sich ihrer Erforschung und ihrem Schutz gewidmet: Philip Stander. Mit ihm ist das Kamerateam jahrelang unterwegs, um das Leben der scheuen Könige der Wüste zu erforschen. Die Hoffnung, ihren Fortbestand sichern zu können, richtet sich auf fünf junge Löwen. Für die Jungtiere ist es nun Zeit, sich von der Obhut ihrer Mütter zu lösen. Der Film begleitet die fünf „Musketiere“ beim Erwachsenwerden und erzählt die fesselnde Geschichte ihrer Fortschritte und Erfolge, aber auch ihrer Rückschläge. Das Trockengebiet Kaokoveld liegt zwischen den orangefarbenen Dünen der Namib, den einsamen Stränden der Skelettküste und den felsigen Schluchten des Kunene-Flusses. Auf der Jagd nach Beute legen die Löwen lange Strecken zurück, denn auch Antilopen und Gazellen sind ständig unterwegs auf der Suche nach dem spärlichen Grün in dieser kargen Landschaft. Die lebensfeindlichen Bedingungen, aber auch der Vormarsch von landwirtschaftlichen Industrien, haben den Bestand dieser einzigartigen Tiere gefährdet.

3sat, 12.15 Uhr
Die Wüstenlöwen der Namib – Aufbruch und Wiederkehr
Die fünf jungen, männlichen Löwen haben sich nun von ihren Müttern emanzipiert. Jetzt sind sie auf dem besten Weg, eine neue, starke Population von Wüstenlöwen in der Namib-Wüste zu etablieren. Die Fortsetzung der emotionalen Dokumentation über die fünf „Musketiere“ begleitet die erwachsen gewordenen Wüstenlöwen auf ihrer Suche nach Weibchen, mit denen sie sich paaren können. Doch was sich hoffnungsvoll anlässt, endet vorerst dramatisch. Nachdem die Löwen in der Nähe einer Siedlung einen Esel gerissen haben, verenden vier von ihnen an Gift. Nur einer, Tullamore, überlebt und wird umgehend in ein sicheres Revier gebracht. Tatsächlich akzeptiert er das neue Terrain – und wird zum Helden einer neuen Generation. Denn er findet eine Gruppe von Löwinnen, mit denen er sich paart und die eine neue Generation begründen. Doch auch Tullamores Mutter hat Junge zur Welt gebracht. Diesmal sind es lauter Weibchen. Sie sind früher auf der Jagd als seinerzeit die „Musketiere“ – und zudem mit schnellen Erfolgen.

rbb Fernsehen, 20.15 Uhr
Berlin ganz wild
Berlin ist voller Naturspektakel und wilder Nachbarn. Über 200 Wildtierarten gibt es in der Stadt. Tendenz steigend. Ob Biber, Fledermaus oder Nachtigall: Die wilden Berliner haben sich längst in den vielfältigen ökologischen Nischen der Stadt eingerichtet. In Folge 1 geht es um Biber, Fledermaus und Nachtigall. Folge 2 widmet sich im Anschluss Hornisse, Sumpfkrebs und Wildkaninchen.

Sonntag, 8. August

arte, 11.55 Uhr
Der unsichtbare Puma
In Südfrankreich trieb sich vor 250 Jahren ein berüchtigtes Untier herum: die Bestie von Gévaudan. Heute kursiert erneut ein Gerücht: Ein Puma soll an den steilen Hängen des Mont Mouchet hausen. Bruno Loisel kennt sich mit Pumas aus. Seit über 20 Jahren folgt der Tierfotograf den Spuren dieser Raubkatzen und dokumentiert sie in ihrem natürlichen Lebensraum. Da diese Geschichte die Beziehung zwischen Mensch und Wildnis reflektiert und die Sichtung eines Pumas ein äußerst seltenes Erlebnis ist, begibt sich Bruno in Frankreich und Kanada auf die Suche nach der vermeintlichen neuen „Bestie von Gévaudan“. Im Herzen Südfrankreichs erstreckt sich ein für Nebel anfälliges Gebiet, in dem der Legende nach vor 250 Jahren eine blutrünstige Kreatur ihr Unwesen trieb. An diesem sagenumwobenen Ort geht seit fünf Jahren ein Gerücht um: Augenzeugen berichten von einem Tier mit großen Pranken und langem Schwanz, das Straßen mit einem einzigen Sprung überquert – kräftig genug, ein Pferd zu reißen und verstümmelt auf der Weide zurückzulassen. Ist die Bestie von Gévaudan wieder zurück? Der Tierfotograf Bruno Loisel hat eine rationalere Erklärung: Nur ein Tier passt zu all dem Beschriebenen: der Puma! Die Großkatze wird vom Norden Kanadas bis zur Südspitze Argentiniens als mystisches Tier angesehen. Flink wie eine Katze und stark wie ein Löwe, sind seine Sinne sehr ausgeprägt. Durch die Farbe seines Fells ist er an sein Umfeld so gut angepasst, dass er sich fast unsichtbar fortbewegen kann. In freier Wildbahn ist es kaum möglich, ihm zufällig zu begegnen. Wer sich auf seine Spur begibt, lässt sich selbst mit speziell ausgebildeten Spürhunden und Spurenverfolgern auf eine lange und schier unmögliche Expedition ein. Gerade diese Herausforderung sucht Bruno Loisel zu bewältigen – alleine und über 7.000 Kilometer vom natürlichen Puma-Verbreitungsgebiet entfernt. Um seine Chancen zu erhöhen, beginnt er die Suche am entgegengesetzten Ende: in Kanada, der natürlichen Umgebung des Pumas. Dort will er die Techniken erlernen, die ihn vielleicht zum Ziel bringen werden. Im Bundesstaat Alberta begleitet er ein Forscherteam und einen Jäger, die mit dem Fang eines Pumas und dem Anbringen eines GPS-Halsbands endet. Aus Québec bringt Bruno einen speziellen Duftköder mit, um die Großkatze zurück in Frankreich vor die Wildkamera zu locken. Werden sich die Bemühungen lohnen? Wird Bruno das Rätsel um die neue Bestie von Gévaudan lösen können?

3sat, 14.15 Uhr
Wildes Südafrika (3 Folgen)
Im hohen Gras der Karoo lauert der erfolgreichste Jäger unter den Katzen Afrikas: ein Serval. Seine extrem langen Beine, der lange Hals und sein exzellentes Gehör machen ihm zum perfekten Jäger auf diesem Terrain. Nicht Löwen oder Leoparden sind Südafrikas erfolgreichste Raubtiere: Die seltenen Wildhunde jagen im Rudel deutlich effizienter als ihre Konkurrenz. Von mehreren Seiten gleichzeitig greifen sie eine Herde Gnus an, versuchen, ein einzelnes Beutetier zu isolieren. Doch die Gnus wissen sich zu wehren – instinktiv bleiben sie dicht zusammen. So haben die Angreifer kaum eine Chance.

3sat, 19.10 Uhr
Wir und das Tier – verehrt oder verzehrt
Warum essen wir die einen Tiere und lieben die anderen? Während Hunde und Katzen oft als Familienersatz dienen, haben Schweine und Rinder meist einen anderen Stellenwert. Wir behandeln sie wie Dinge und beuten sie aus. Ist dieser Widerspruch moralisch vertretbar? Immer mehr Menschen sagen „nein“. Ein „NZZ Format“ über geliebte Hunde, glückliche Schweine, den widersprüchlichen Menschen und wie die Kuh würdevoll ein Ende findet. Nicht nur Tierethiker und Tierschützer, auch Landwirte und verantwortungsvolle Konsumenten stellen sich die Frage: Wie soll artgemäße Tierhaltung und ethisch vertretbarer Fleischkonsum aussehen?

Zeitraum: 09.08.2021 - 15.08.2021

Montag, 9. August

Bayerisches Fernsehen, 9.00 Uhr
Das Waisenhaus für wilde Tiere – Abenteuer Afrika
Verlassene und verletzte Wildtiere der afrikanischen Savanne finden Zuflucht auf der „Harnas“-Farm in Namibia. Angetrieben von Tierliebe und Naturschutz kümmert sich eine namibische Familie mit ihrem Team um die Tiere und wird dabei von Freiwilligen aus aller Welt unterstützt.

rbb Fernsehen, 12.50 Uhr
Wildtiere in Berlin
Den wilden Nachbarn auf der Spur. Über 13.000 Wildtiere leben in Berlin: Fuchs und Wildschwein, Igel und Eichhörnchen, Waschbär und Waldkauz. Faszinierende Einblicke in die Tierwelt vor unserer Haustür.

Dienstag, 10. August

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Zwei Expeditionsteams – eines zu Wasser und eines an Land – haben sich aufgemacht, um die Rätsel des Mittelmeers unter und über Wasser zu ergründen, um Tieren zu begegnen und in die entlegensten Winkel vorzustoßen.

WDR Fernsehen, 18.15 Uhr
5 Fallen, 2 Experten: Haustiere
Ob Hundekörbchen, Katzenschmuck oder Nagetier-Leckerlis – die Haustierindustrie gehört auf jeden Fall zu den Gewinnern der Corona-Krise. Doch wo viel zu holen ist, tummeln sich auch schwarze Schafe. Von illegalem Tierhandel und überteuerter Tiernahrung, über die Gefahr der Vermenschlichung unserer tierischen Lebensgefährten bis zu Wildtieren in der Stadt – unsere Experten wissen, welche Schattenseiten das Zusammenleben von Mensch und Tier haben kann. Die Experten: Ines Imdahl. Diplompsychologin und Marktforscherin. Sie weiß, warum Tiere so wichtig für uns Menschen sind. Hans-Josef Vogel ist Anwalt in einer großen Kanzlei in Düsseldorf und Hundeliebhaber. Er kennt die rechtlichen Fallstricke, die uns das Leben mit Tieren schwer machen können.

Mittwoch, 11. August

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Hund oder Katze – wer ist klüger?
Hunde und Katzen liefern sich einen ebenso spannenden wie launigen Wettstreit in Sachen Intelligenz. Da werden Deckel gelüftet und Leckerlis gestibitzt. Da sollen Fingerzeige beachtet oder „Hütchenspiele“ durchschaut werden. Der Verhaltensforscher Immanuel Birmelin und der Wissenschaftsjournalist Volker Arzt schicken Hunde und Katzen auf eine amüsante Teststrecke voller Überraschungen und unerwarteter Ergebnisse. Wer sammelt die meisten Punkte? Hund oder Katze? Natürlich ist der Wettstreit nicht tierisch ernst zu nehmen – zu unterschiedlich sind die beiden Arten, ihre Lebensweise und ihre Herkunft, um einen fairen Vergleich zu gestatten. Trotzdem lohnt es sich, ihre geistigen Stärken und Schwächen zu testen oder, um es im Stil der Verhaltensforscher auszudrücken, ihre „kognitiven Fähigkeiten“ zu untersuchen. Es führt zu einem tieferen und auch gerechteren Verständnis für das Wesen unserer Haustiere, für ihre ganz eigene Art, die Welt zu erleben und zu beurteilen.

Donnerstag, 12. August

3sat, 10.15 Uhr
Lionsrock – Die Heimkehr des Königs
Als 2008 rund um ein markantes Felsplateau des südafrikanischen Hochlands ein gigantisches Tierreservat abgegrenzt wird, kann niemand den großen Erfolg dieses einzigartigen Projekts absehen. Heute ist Lionsrock, der „Felsen der Löwen“, ein umfassendes Schutzgebiet, in das Raubkatzen aus der gesamten Europäischen Union rückgeführt werden – ehemalige Zirkuslöwen, Großkatzen aus nicht artgerechter Haltung, Tiere aus konkursreifen Zoos. Die Tiere – zu den ersten „Heimkehrern“ zählten die Löwen des ehemaligen Gänserndorfer Safariparks – kommen zurück in ein Umfeld aus Savanne und Hochland, reich an Wildtieren, und sie erleben jene Freiheit, die auch ihren Vorfahren einst vergönnt war. Mit einer Ausnahme: Ohne Betreuung durch Menschen könnten sie hier nicht mehr existieren, nicht mehr überleben, denn eine Zirkus- oder Tiergartenkarriere bedeutet für Wildtiere das Ende der Eigenständigkeit.

3sat, 11.00 Uhr
Hyänen – Die Königinnen der Masai Mara
Sie sind nicht so stark wie Löwen. Sie sind nicht so schnell wie Geparde. Sie sind die ungeliebten Außenseiter von Afrikas Tierwelt. Und doch sind sie die Könige der Masai Mara: Hyänen. Hyänen gelten als feig, hässlich und uninteressant. Das über Jahrzehnte überlieferte Bild wird durch neueste Forschungen auf den Kopf gestellt. Die amerikanische Forscherin Kay Holecamp fand heraus, dass Hyänen ganz anders sind als ihr Ruf. Sie haben ein ausgeprägtes soziales Verhalten und eine bemerkenswerte Intelligenz – kluge Bestien sozusagen. Das macht sie so erfolgreich, dass sie sich auch inmitten der großen Raubkatzen der Savanne behaupten können.

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wildes Venedig
In der Naturdokumentation „Wildes Venedig“ erforscht Klaus Steindl das weitgehend unbekannte Venedig der Tiere. Hinter der malerischen Fassade aus Palästen, Kirchen und Kanälen existiert ein bis heute kaum erforschter Kosmos voller außergewöhnlicher Lebewesen – allgegenwärtig, aber kaum sichtbar. Venedig ist ein Mythos, eine der prächtigsten Kulissen der Welt. Doch die Stadt führt ein Doppelleben, hier die quirlige Lagunenstadt, da die faszinierende Welt der vielen, zum Teil unbewohnten Inseln und Sandbänke. Sie vermitteln noch heute den Eindruck jener Zeit, zu der die ersten Siedler ihre Pfähle in den schlammigen Boden rammten. Mensch und Natur schufen einen Lebensraum, den sie sich seit Jahrtausenden teilen: die Lagune von Venedig. Der österreichische Regisseur Klaus Steindl erforscht in der Naturdokumentation „Wildes Venedig“ das weitgehend unbekannte Venedig der Tiere, begleitet die Falken und Zugvögel der Stadt, entdeckt das wilde Tierleben auf den stillen Laguneninseln abseits des Touristentrubels und findet sogar die seltene Wasserspitzmaus: Sie ist eines der ganz wenigen giftigen Säugetiere der Erde, gefilmt bei einem ihrer Unterwasser-Beutezüge in der Lagune. Es ist auch eine Reise an die versteckten Plätze der Lagune, die dem normalen Touristen verschlossen bleiben. Venedigs Tiere leben mitten in der Stadt, tauchen unter ihr hinweg oder blicken von hoch oben aus der Luft auf sie herab. So werden bunte Riffe am Rand der Lagune bevölkert von einer Vielzahl wundersamer Meerestiere, die Sandbänke und Inseln sind Lebensraum für eine Vielzahl von Wildtieren – von Füchsen und Mardern bis hin zu abertausenden Zugvögeln. Und dann gibt es auch noch die Tierwelt der versteckten Gärten von Venedig-Stadt. Zugvögel suchen zweimal im Jahr die Lagune auf, um sich dort mit nahrhaftem Eiweiß der vielen Krustentiere zu stärken. Allen voran die Flamingos. Die Kolonie von Venedig ist die nördlichste im Mittelmeerraum. An der anderen Seite der Lagune, am Übergang zum offenen Meer, überrascht ein bunter Mikrokosmos. Nur wenige Meter unter der Wasseroberfläche ist die Welt der Tegnùe. Im flachen Becken der oberen Adria wunderten sich die Fischer über Jahrhunderte, dass ihre Netze in gewissen Bereichen beschädigt wurden oder rissen. Sagen über böse Wassergeister entstanden – doch in Wahrheit steckt dahinter eine geologische Besonderheit: Felsenriffe organischen Ursprungs, vergleichbar den Korallenriffen der Südsee. Venedigs Tegnùe wurden nicht von Korallen gebildet, sondern von kalkhaltigen und Kalk absondernden Algen. Die Felsschluchten des Mittelmeeres sind heute Habitate mit einer großen Artenvielfalt. Nicht nur bizarre Seeanemonen und Seeschwämme leben hier, sondern auch eine Vielzahl bunter Fische und Kalmare.

Freitag, 13. August

3sat, 13.50 Uhr
Wildes Überleben II (1/5)
Kleine Helden
In manchen Lebensräumen ist es von Vorteil, klein zu sein. Auf Inseln bilden sich viele Zwergformen von Wirbeltieren heraus. Doch auch die Kleinsten müssen oft große Hindernisse überwinden.

3sat, 14.35 Uhr
Wildes Überleben II (2/5)
Tierisch genial
In ihrem Alltag begegnen Tiere vielen lebensbedrohlichen Situationen. Hier ist im Vorteil, wer ungewöhnliche Techniken beherrscht, ein gutes Gedächtnis hat oder sogar Werkzeug nutzen kann.

3sat, 15.20 Uhr
Wildes Überleben II (3/5)
Gefährliche Kinderstube
Kaum auf der Welt, schon sehen Tierkinder sich zahlreichen Herausforderungen ausgesetzt. Wie sie Feinden entkommen, Futter finden und schließlich eine Familie gründen, zeigt dieser Film.

3sat, 16.00 Uhr
Wildes Überleben II (4/5)
Hoch in den Bäumen
Das Leben im Wald ist für die tierischen Bewohner mit ganz eigenen Chancen und Risiken verbunden. In Baumkronen und am Waldboden finden Nahrungsspezialisten reichlich Nahrung. Der südostasiatische Marderbär ist hinter Vogeleiern her.

3sat, 16.45 Uhr
Wildes Überleben II (5/5)
Tierische Freaks
In Aussehen und Verhalten wirken manche Tiere ausgesprochen seltsam. Doch jede Besonderheit hat einen triftigen Grund: Dahinter steckt die Anpassung an die Lebensbedingungen ihrer Umwelt.

ARD-alpha, 17.00 Uhr
Quarks
Überfüllte Natur – wie wir sie schützen können
In der Pandemiezeit versetzen Menschenmassen, die sich im Grünen erholen wollen, die Natur regelrecht in Stress: Die Zahl der Freizeitaktiven in den Wäldern hat sich mehr als verdoppelt, beim Wandern und Radfahren kommt es auf den Wegen regelrecht zu Gedränge, und schicke Ausflugstipps auf Social-Media-Kanälen sorgen endgültig für Chaos. Hält die Natur das aus? Und wie können wir sie besser schützen? – Ralph Caspers prüft, ob immer mehr freilaufende Hunde beim Spaziergang tatsächlich zur Bedrohung für Wildtiere werden und wie man das verhindern kann. – Eichhörnchen, Jungvogel, Rehkitz – retten? Oder schaden wir den vermeintlich hilflosen Tieren nur, weil wir ihr natürliches Verhalten einfach nicht kennen. – Schafft es das Team von Quarks, eine völlig unbekannte Felsformation im Sauerland auf Instagram ganz groß herauszubringen? Was bedeutet das für ein Ausflugsziel?

Samstag, 14. August

3sat, 10.00 Uhr
Tierkinder – Nesthocker und Frühaufsteher
Das Kindchenschema funktioniert – Tierkinder begeistern alle. Anhand verschiedener Tierarten zeigt der Film, wie unterschiedlich Tierkinder in Österreich aufgezogen werden. Der Bogen spannt sich von jungen Füchsen und Hundewelpen bis zu Erdmännchen und Greifvögeln, die gerade flügge werden.

Sonntag, 15. August

SWR Fernsehen, 17.15 Uhr
Löwen – Das wahre Leben der Raubkatzen
Löwen gelten als Symbole für Kraft und Furchtlosigkeit, Mut und Macht. Kaum ein Tier ist so intensiv erforscht worden. Doch einiges blieb im Dunkeln. Mit Hilfe von Wärmebildkameras enthüllt diese Doku die letzten Geheimnisse der größten Raubkatzen in Afrika. Tierfilmer Reinhard Radke enthüllt erstaunliches Verhalten, das so bisher nicht zu sehen war. Packende Dramen im täglichen Kampf ums Überleben und anrührende Momente bei der Aufzucht der Jungen. Zwei Rudel im Herzen der Massai Mara im Süden Kenias: Das erste hat bereits eine ganze Horde Halbwüchsiger in seinen Reihen, die kaum wissen wohin mit ihrer Energie. Beim zweiten hat der Nachwuchs gerade erst das Licht der Welt erblickt. Drei der Weibchen haben Junge, die im Schutz von mächtigen Paschas aufwachsen. Die Kleinen kommen blind und hilflos zur Welt. Verborgen in Büschen und gut geschützt verbringen sie die ersten Wochen ihres Lebens. Hin und wieder jedoch wird das Gelände von Büffeln heimgesucht, den größten Feinden der Löwen. Die Kolosse haben es vor allem auf die Jungen abgesehen. Trotz aller Gefahren sieht es zunächst gut für sie aus. Ihre Mütter sind erfahrene Jägerinnen. Doch jede Jagd ist ein hohes Risiko: Wenn ein Weibchen verletzt wird, droht auch ihren Jungen der Tod. Während die Löwinnen mit den Kleinen auch tagsüber manche Gelegenheit zur Jagd nutzen, muss das Rudel auf die Nacht warten. Was in absoluter Dunkelheit passiert, können die Zuschauer*innen dank neuester Technik miterleben: Wärmebildkameras enthüllen die Dramen, die sich in totaler Finsternis in der Savanne zutragen. Für die Mütter mit ihren Jungen sind die ersten Monate die schwersten. Glücklicherweise kamen die Kleinen zu einer Zeit auf die Welt, als die großen Gnu-Herden der Serengeti in der Massai Mara auf ihrer Wanderung Rast machen. Das sichert reiche Beute und die Weibchen produzieren viel Milch für die Kleinen. Doch diese Zeit der Fülle endet schnell, bald ziehen die Herden wieder gen Süden. Zurück bleiben ein leeres Land und kaum noch Nahrung. In den folgenden Wochen wird sich das Schicksal der jungen Löwen entscheiden.

ANZEIGEAboangebot