WILD UND HUND TV-Tipps für Jäger

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Hier finden Sie die aktuelle Programmvorschau für Jäger

Mit freundlicher Unterstützung des Redaktionsbüros „Radio + Fernsehen“. Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.

Hörfunk: Radio Rheinwelle 92,5 Mhz, Samstags, 13 bis 15 Uhr, vierwöchentlich, ungerade Kalenderwochen: Jagd – Faszination und Kultur
ORF-Radio Niederösterreich, 1. Dienstag im Monat, 21 Uhr: Naturerlebnis Jagd
Radio Bamberg: „Heike trifft… Drei Jäger“
Jagdfunk: Ein Interview-Podcast rund um die Jagd

Kino und DVD-Tipps: siehe Trailer und Seitenende

Alle Filme von WILD UND HUND finden Sie auch auf YouTube!

Zeitraum: 4. bis 17. Juli 2019

Donnerstag, 4. Juli

arte, 20.15 Uhr
Der Wald der wilden Katzen
Der Harz ist Katzenland. Hier leben die einzigen beiden wilden Katzenarten Deutschlands gleichzeitig. Luchs und Wildkatze teilen sich ein riesiges Gebiet – Gebirge und Vorland zusammen über 2.000 Quadratkilometer. In der Mitte thront der über elfhundert Meter hohe Brocken. Dass beide Katzenarten hier zu entdecken sind, ist keine Selbstverständlichkeit. Raubtiere hatten und haben es schwer im dicht besiedelten Deutschland. Der Luchs wurde vor 200 Jahren ausgerottet. Der letzte Harzer Luchs wurde 1818 erlegt. Erst seit dem Jahr 2000 wurden die „Pinselohren“ wieder angesiedelt. Inzwischen leben schon 55 erwachsene und 35 Jungluchse hier.
Auch die Wildkatze wurde bejagt und stark zurückgedrängt. Ihre Art überlebte nur in kleinen, inselartigen Gebieten. Eines davon ist der Harz. Sonnige Waldsäume und leuchtende Bergwiesen sind das Jagdgebiet der Wildkatze. Der Reichtum an natürlichen Strukturen hat ihr das Überleben im Verborgenen ermöglicht und bietet heute über 500 Tieren Schutz. Im März hallen die klagenden Rufe der Luchse durch den Wald. Es ist Paarungszeit bei den gefleckten Katzen.
Doch nun werden die Katzen-Reviere knapp. Die ersten Nachkommen müssen den Wald der wilden Katzen verlassen und neue erobern. Kein einfaches Unterfangen. Denn Straßen und zersiedelte und bewirtschaftete Flächen hemmen die Wanderungen von Deutschlands wilden Katzen. Wo aber Wildbrücken und –zäune das sichere Queren von Autobahnen und Schnellstraßen ermöglichen, lassen sich selbst entfernte Naturräume miteinander vernetzen. Und so eine Ausbreitung von Wildkatze und Luchs in Deutschland befördern.
Die Sendung ist auch online verfügbar von 04/07 bis 11/07 auf dem Internetportal von ARTE.

 

Freitag, 5. Juli

3sat, 15.35 Uhr
Europas Urwälder: Unberührtes Lappland
Am Polarkreis, im schwedischen Teil Lapplands, befindet sich der Muddus-Nationalpark, Heimat von Rentieren, Elchen, Braunbären, seltenen Vögeln und der ältesten Kiefer Schwedens. Es gibt sie noch, die letzten grünen Paradiese Europas – ursprüngliche Wälder, die noch nicht von Menschen verändert wurden. Die Dokumentation lädt zu einer Entdeckungsreise im hohen Norden ein.

Freitag, 5. Juli

arte, 16.45 Uhr
Waschbären
Niedliche Banditen
Mit der schwarzen „Brille“ um die Augen und der putzigen Art, wie sie ihre Nahrung in den Pfoten halten, wirken Waschbären niedlich und harmlos. Doch die nordamerikanischen Einwanderer weiten ihren Lebensraum unaufhörlich aus. Dabei richten sie zum Teil enorme Schäden an und können für Menschen und andere Tiere zum ernsthaften Problem werden.
Mitte des 20. Jahrhunderts an einem idyllischen See in Deutschland gezielt angesiedelt, breiten sich Waschbären beharrlich aus. Und längst sehen die Allesfresser auch unsere Städte als ihr Jagdrevier an. Welche Gefahr geht von ihnen als Hauszerstörer, Krankheitsüberträger und Wilderer aus? Und was lässt sich dagegen unternehmen? Die EU fordert zum Schutz gefährdeter Arten eine gezielte Jagd auf die niedlichen Banditen. Doch Wissenschaftler sind skeptisch, ob sich so ihre Ausbreitung eindämmen lässt.
Die Moderatoren Caroline du Bled und Gunnar Mergner machen sich heute mit einem Revierförster auf die Suche. In Nordhessen, der Hochburg des Waschbären in Europa, wollen sie dem nachtaktiven, schlauen Kleinbären ganz nah kommen.
Die Sendung ist auch online verfügbar von 05/07 bis 03/10 auf dem Internetportal von ARTE.

Samstag, 6. Juli

hr-fernsehen, 13.55 Uhr
Welt der Tiere
Eine Tier- und Naturdokumentation
Der Mähnenwolf ist der größte Vertreter der Hunde in Südamerika. Sein Name täuscht, denn eigentlich ist er kein Wolf. Doch wohl wegen seiner Größe ist er Opfer jenes schlechten Rufes, den man mit den Geschichten um den „bösen Wolf“ verbindet. Auf über neunzig Zentimeter langen Beinen durchstreift er die Savannen Zentral-Brasiliens. Aber diese fallen zunehmend Kaffee-, Soja- und Eukalyptusplantagen zum Opfer.
Für den Mähnenwolf wird es immer enger, bei der Suche nach neuem Lebensraum verenden häufig Jungtiere auf der Straße. Vorurteile, Unkenntnis und Aberglaube der Einheimischen sind eine weitere Bedrohung für den charismatischen Jäger.
Der Biologe Rogério Cunha de Paula erforscht seit über zehn Jahren das Verhalten der Mähnenwölfe im Nationalpark Serra da Canastra und den umliegenden Farmen. Der Forscher weiß, dass nur in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung das Überleben des Mähnenwolfs langfristig gesichert werden kann. Denn bei den Farmern ist er als Hühnerdieb verschrien, obwohl er sich überwiegend von Früchten wie dem Wolfsapfel, von Schlangen und kleinen Nagern ernährt. Über sechzig Mähnenwölfe hat der Biologe schon mit Sendern versehen, um mehr über die scheuen Einzelgänger zu erfahren. Farmer dürfen ihn bei Einfangaktionen begleiten, und in Schulklassen versucht er Kindern die Angst vor dem „großen bösen Wolf“ zu nehmen.
In dem über 400 Kilometer weit entfernten Lazaristenkloster von Caraça ist der Mähnenwolf dagegen eine Attraktion, für die Besucher aus ganz Brasilien kommen. Nacht für Nacht wird mit Fleisch gelockt, Nahaufnahmen sind die Belohnung für langes Warten.

Samstag, 6. Juli

arte, 14.30 Uhr
Wüstenkönige – Die Löwen der Namib
Am Rande der Namib-Wüste erschließen Rinderhirten ständig neue Weidegebiete für ihre Herden. So geraten die Löwen dort immer öfter in Konflikt mit den Menschen. Sie werden Opfer von hinterhältigen Fallen oder beim Angriff auf Nutz- und Weidetiere erschossen. Ist das Ende für die Wüstenlöwen Namibias gekommen? Mehr als zwei Jahre haben die Naturfilmer Will und Lianne Steenkamp in der kargen Wüste Namibias verbracht, um ein achtköpfiges Löwenrudel durch endlos heiße Tage zu begleiten und filmisch zu porträtieren.
Die Löwen der Namib-Wüste sind eine langsam verschwindende Spezies. Löwen sind kaum für ein Leben in derart trockenen Gebieten geschaffen, und nur sehr wenige Rudel haben sich im Lauf von Jahrhunderten an diese Umgebung adaptiert und spezielle Jagdstrategien entwickelt.
Damit die kleine Population der Wüstenlöwen überlebt, müssen die jungen Männchen das Erwachsenenalter erreichen und sich mit Weibchen aus anderen Rudeln fortpflanzen. Die Zeit drängt, denn die Löwenpopulation in der Namib ist schon verschwindend klein. Nur wenn die jungen Löwen rasch lernen, selbstständig zu jagen und unabhängig von ihren Müttern zu leben, gibt es überhaupt eine Chance für sie, ein eigenes Rudel zu gründen. Das könnte entscheidend sein für das Überleben einer ganzen Art, denn männliche Löwen gibt es nur mehr wenige in den Wüstenregionen Namibias.
Die Dokumentation begleitet drei Löwenweibchen mit ihren fünf Jungen durch die Wüste Namib. Hautnah erlebt das Publikum die entscheidenden Phasen des Abkapselns von den Müttern bis hin zur ersten selbstständigen erfolgreichen Jagd der jungen Löwengang.
Die Geschichte folgt den Löwen von den Sandstränden der legendären Skelettküste bis weit in die namibische Wüste, ins Hoanib-Tal, wo die Löwen Tag für Tag durch surreal wirkende Trockenlandschaften ziehen.

Sonntag, 7. Juli

3sat, 13.50 Uhr
Spessart – Natur nach Plan
Der Spessart gehört zu den größten Laubmischwaldgebieten Bayerns. Nicht nur Wildschweine, Hirsche und Spechte sind hier zuhause, sondern auch seltene Tiere wie der Hirschkäfer.
Von hier aus hat sich sogar die Wildkatze wieder in Bayern ausgebreitet, dank eines Auswilderungsprogramms und der Unterstützung einer Wildkatzenzuchtstation. Was nach unberührter Wildnis aussieht, ist also „Natur nach Plan“ – vom Menschen angelegt.
Der Spessart ist demnach kein Urwald, sondern ein Forstwald. Er ist geformt von zahllosen Förstergenerationen und Jahrhunderten extensiver Landwirtschaft. Allerdings spielt das Naturschutzbewusstsein eine immer größere Rolle: der Wunsch, Tieren und Pflanzen einen unberührten Lebensraum zu bieten und zu erhalten.
Wie lässt sich diese Entwicklung mit der ursprünglichen Beschaffenheit des Spessarts vereinbaren? Heute steht der Wald im Spannungsfeld zwischen Tradition, gewinnorientierter Forstwirtschaft, Erholungsbedürfnis und dem wachsenden Naturschutzbewusstsein. Das bringt neue Herausforderungen mit sich.
Der Film begleitet eine Biber-Beraterin und einen Förster, die beide jeden Tag vor der Aufgabe stehen, die Bedürfnisse von Tier, Natur und Mensch in Einklang zu bringen.

Sonntag, 7. Juli

SWR Fernsehen, 16.30 Uhr
Das geheime Leben der Katzen
Katzen sind Deutschlands meistgehaltene Haustiere. Was machen die eigentlich, wenn sie sich unbeobachtet fühlen? Ein SWR-Team hat zusammen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern das geheime Leben der beliebtesten Vierbeiner erforscht. Und interessante Ergebnisse herausgefunden: So führen viele Katzen ein „Doppelleben“, fühlen sich bei verschiedenen Besitzern zuhause. Die wissen zumeist nichts von den Zweitfamilien.
Tagsüber schnurrender Schmusekater – nachts animalischer Jäger? Was treiben Katzen auf der Pirsch? Das möchte Biologin und Wildkatzenexpertin Sabrina Streif mithilfe Breisacher Katzenbesitzerinnen und Katzenbesitzer herausfinden, die „Felix“ oder „Maunzi“ in den Dienst der Forschung stellen.
Im ersten Schritt bekommen die Katzen einen GPS-Sender am Halsband befestigt. 14 Tage lang misst das Gerät bis auf fünf Meter genau ihren Bewegungsradius. Am PC entsteht daraus eine Karte mit den Laufwegen der Katzen. Außerdem überwachen Kamerafallen die Ausgänge der Häuser. So halten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Katzen rund um die Uhr unter Beobachtung.
Wie viel Wildtier steckt in unserer Hauskatze? Sind sie Einzelgänger oder brauchen sie Spielgefährten? Die Katzenhalter sind überrascht, wie weit sich ihre Lieblinge von zu Hause entfernen und in welchen Gärten sie sich herumtreiben. Manch ein Proband geht sogar bei anderen Familien ein und aus!
Die Kamerabilder bringen auch zu Tage, mit welcher Geschicklichkeit die Räuber nachts auf die Jagd gehen. Und was Biologin Sabrina Streif besonders interessiert: Kommt es zu einem Zusammentreffen zwischen Haus- und Wildkatzen?

Montag, 8. Juli

3sat, 15.55 Uhr
Wiener Wildnis – Die Rückkehr der Biber
Donau, Lobau, Alte Donau: Versteckt unter Wasser und an kaum zugänglichen, dicht bewachsenen Ufern, stecken die bekannten Wiener Badegewässer voller Geheimnisse. Es ist die Welt der Biber.
Der Film zeigt die Gewässer der Großstadt als höchst vielfältige Lebensräume. Obwohl die meisten sogar zusammenhängen, sind sie sehr verschieden. Denn alle Fließgewässer im Raum Wien münden in die Donau und stehen so gesehen miteinander in Verbindung.
Sogar die Alte Donau erhält ihren Zufluss über das Grundwasser der Donau. Doch in einem Wienerwaldbach leben ganz andere Tiere und Pflanzen als im Donaukanal, in der Alten Donau oder in den weit verzweigten Wasserarmen der Lobau. Ein Tier, das vor einigen Jahren nach Wien zurückgekehrt ist, wird den Weg zu den geheimnisvollen Standorten weisen: der Biber.

Montag, 8. Juli

3sat, 17.30 Uhr
Der wilde Wald der Kaiserin
Ein malerisches Schloss in einem weitläufigen Park: die Wiener Hermesvilla im Lainzer Tiergarten. Ende des 19. Jahrhunderts ließ Kaiser Franz Joseph I. das Schloss für Kaiserin Sisi bauen.
Heute strömen jährlich eine halbe Million Touristen hierher. Was die Besucher nicht zu sehen bekommen, zeigt dieser Film: die vielfältige Tierwelt. Zu den Tieren, die in dem 25 Quadratkilometer großen Tiergarten leben, zählen Wildschweine, Mufflons und Damwild.

Montag, 8. Juli

3sat, 20.15 Uhr
Wildes Bayern: Im Schatten des Watzmann
Alle Bewohner der Berchtesgadener Alpen haben etwas gemeinsam: Sie bewohnen einen Lebensraum, in dem das Wetter manchmal Kapriolen schlägt. Modernste Zeitraffertechnik bringt den Wetterumschwung auf den Bildschirm. Etwa wenn im Sommer die Nacht ihre Schatten über den Watzmann legt und heftige Gewitter die Bergwelt und das darin eingebettete Berchtesgaden aufleuchten lassen. „Im Schatten des Watzmann“ ist ein spannendes und farbenfrohes Porträt einer der schönsten Regionen Deutschlands und zeigt die Tier- und Pflanzenwelt vom Vorfrühling bis zum Sommer.
Filmautor Jan Haft zeigt die faszinierende Natur in Deutschlands einzigem Alpennationalpark durch das Jahr. Zu den tierischen Protagonisten gehören: Steinadler, Gämse, Tannenhäher, Birkhuhn und Apollofalter. Gams und Steinadler gehören zu den Tieren, die man auch im Winter in Deutschlands einzigem Alpennationalpark beobachten kann.
Während der Watzmann und die anderen Gipfel noch lange Schatten auf die Täler werfen, kann die Frühlingssonne auf den Bergen ihre Kraft entfalten. Mit der Schneeschmelze erwachen die Berchtesgadener Alpen aus ihrem Winterschlaf. Überall sprießen bunte Blumen und die Murmeltiere kommen aus ihrem Bau. Es ist die Zeit von Birkhuhn- und Auerhahnbalz. Aber auch kleinere und oft unbekannte Tiere genießen jetzt den Bergfrühling. Molche versammeln sich zu einem skurrilen Balztanz, Dreizehenspechte mästen ihre Jungen mit Käferlarven aus dem Nationalpark, und aus winzigen, weißen Kügelchen schlüpfen gefräßige Minimonster – die Larven des anmutigen Apollofalters.

Montag, 8. Juli

3sat, 21.00 Uhr
Wildes München
Wie keine andere deutsche Großstadt steht München für Schickeria und Dolce Vita. Außerdem hat sich in München ein einzigartiges Nebeneinander von Mensch und Tier entwickelt.
Der Film transportiert das Münchner Lebensgefühl und erzählt spannende Geschichten über das Leben der städtischen Wildtiere neben dem ihrer zweibeinigen menschlichen Mitgeschöpfe. Im Mittelpunkt steht dabei der Biber, der den Münchnern nicht ganz unähnlich ist. Der Biber ist gemütlich, stur, dickschädelig, aber auch sehr sozial. Die Biberfamilie, die der Film beobachtet, lebt in einer großen Biberburg am Deutschen Museum, mitten an der Isar. Der wilde Gebirgsfluss ist Münchens Lebensader.
In der Isar ist der größte, ständig im Süßwasser lebende Lachsfisch der Welt, der Huchen, zu Hause. Er wird bis 150 Zentimeter lang und 50 Kilogramm schwer. Der seltene Fisch laicht mitten in München.
Neben der Isar finden sich zahlreiche kulturelle Juwelen, die vielen Wildtieren einzigartige Lebensräume bieten: Im Park von Schloss Nymphenburg etwa, dem Geburtsort des bayerischen Märchenkönigs Ludwigs II., haben Eisvogel, Rehe und Schwäne, Ludwigs Lieblingstiere, eine Heimat gefunden.
Der Englische Garten ist einer der größten Stadtparks der Welt, größer als der Central Park in New York. Hier brütet der Waldkauz so früh im Jahr, dass man ihn bei der Jungenaufzucht in den noch blätterlosen Bäumen gut beobachten kann. Danach brütet in der gleichen Höhle die Mandarinente. Ihre Jungen müssen unmittelbar nach dem Schlupf aus der 17 Meter hoch gelegenen Baumhöhle in die Tiefe springen.
Der Waldfriedhof ist mit über 160 Hektar der zweitgrößte Friedhof Deutschlands. Fast 65 000 Grabstätten finden sich inmitten alter Bäume. Hier finden Füchse ideale Orte für ihre Baue und die Fuchswelpen einen besonderen Spielplatz.
All diese Orte bilden spektakuläre und unverwechselbare Kulissen für die „Münchner G’schichten“ der Wildtiere, flankiert von dem atemberaubenden Alpenpanorama mit seinen zackigen Gipfeln.

Dienstag, 9. Juli

3sat, 15.15 Uhr
Wildes Halle
Wels in der Saale und Falke im Turm
Die Fauna in und rund um die Saale ist äußerst vielfältig. Dort sind Biber, Wanderfalken, angesiedelte Welse, Rehe, Fledermäuse und Krähen heimisch.
Anfang der 1990er-Jahre haben Fischer in der Saale Welse wiederangesiedelt, nachdem es 40 Jahre lang unterhalb der Chemiestandorte Leuna und Buna keine mehr gab. Sie gedeihen gut. Manche Exemplare bringen es auf stattliche zwei Meter.
Die Nutrias in der Saale freuen sich über die ersten warmen Sonnenstrahlen. Andernorts überstehen die eingebürgerten Südamerikaner den mitteleuropäischen Winter oft nicht. In Halle haben sie es leichter: Viele Leute bringen den Nagern Futter ans Ufer. Man kann es ihnen nicht verdenken – mit einer Möhre zwischen den Pfoten sehen die auch als Biberratte bezeichneten Tiere einfach putzig aus.
Sobald sich die letzten Nachtfröste verzogen haben, starten Tausende Kröten von der Insel Peißnitz durch die Wilde Saale zu ihren Laichgewässern, den Kreuzer Teichen im Amselgrund. Hier sind sie einst geschlüpft, und nichts bringt sie davon ab, hierher zurückzukehren, um ihrerseits für Nachwuchs zu sorgen.
In 30 Metern Höhe ziehen Wanderfalken an einer Industrieanlage ihre Jungen auf. Sie haben den „Kunstfelsen“ im flachen Land um Halle für sich ausgesucht. Hauptsache, die Übersicht stimmt. Die großen Greife stehen unter besonderer Beobachtung engagierter Naturschützer. Ihre kleineren Verwandten, die Turmfalken, nisten direkt im Stadtzentrum. Über dem Halleschen Markt kreisen sie um den Roten Turm.
Hoch über der Saale thront die Burg Giebichenstein. In einem alten Taubenschlag innerhalb der Burgmauern dienen verwilderte Haustauben der Wissenschaft. Ihre Eier werden auf Umweltgifte untersucht, die die Tauben mit der Nahrung aufnehmen. In Halle-Neustadt haben ihre Artgenossen leer stehende Hochhäuser „besetzt“. Ursprünglich Felsbrüter, besiedeln diese Vögel gern Balkone und Nischen in den Häuserschluchten.
Viele Tiere haben die grünen Inseln der Saalestadt für sich entdeckt: Rehe ein Wäldchen an einer Schnellstraße, Mopsfledermäuse die Dölauer Heide und Tausende Saatkrähen aus Europas Nordosten finden ihre Schlafbäume im Winter auf Ziegelwiese und Peißnitz.

Dienstag, 9. Juli

arte, 17.40 Uhr
Kanadas Nationalparks
Banff und die Rocky Mountains
In Kanada trifft der Reisende auf türkisfarbene Seen, raue Küsten, endlose Wälder, weite Prärien und eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt. Die Dokumentationsreihe stellt fünf spektakuläre Nationalparks des riesigen Landes vor.
Seit seiner Gründung 1885 lebt der Banff National Park von der Anziehungskraft der Rocky Mountains und ihrer Tierwelt. Er ist der meistbesuchte und beliebteste Nationalpark Kanadas und gehört heute zum UNESCO-Welterbe. Doch die jährlich größer werdenden Besucherzahlen sind zu einer Bedrohung für den Bestand der reichhaltigen Flora und Fauna geworden.
Der Bergphilosoph Ben Gadd, der Snowboarder und Abenteurer Andrew Harding, der Touristenführer Jeff Douglas und verschiedene Mitarbeiter der kanadischen Forstbehörde Parks Canada stellen den Banff National Park und seine einzigartige Schönheit vor und beleuchten die zunehmend schwieriger werdende Aufgabe, einen Ausgleich zwischen Mensch und Natur zu finden.
Die Sendung ist auch online verfügbar von 09/07 bis 16/07 auf dem Internetportal von ARTE.

Dienstag, 9. Juli

3sat, 18.15 Uhr
Im Herzen des Balkans
Auf der Suche nach dem Luchs
Nicht mehr als 100 Balkanluchse gibt es vermutlich nur noch, die meisten von ihnen in den Wäldern Mazedoniens. Im Mavrovo-Nationalpark betreiben mazedonische Wissenschaftler Feldforschung.
Unterstützt werden sie von der deutschen Stiftung EuroNatur und von KORA aus der Schweiz. Fünf Fallen haben Gjorge Ivanov und seine Kollegen bereits aufgestellt, ohne dass sie fündig wurden. Erst die sechste verhilft den Biologen endlich zu einem Balkanluchs.
Sie nennen ihn „Marko“ und legen ihm ein Halsband mit einem Satelliten-Sender an. Damit erhoffen sie sich Aufschluss über Wanderrouten und Gewohnheiten der größten, aber auch seltensten Katze Europas. Eine Weile lässt der Sender Markos Streifzüge nachvollziehen. Doch dann reißen die GPS-Meldungen plötzlich ab. Wo ist Marko?
Gjorge gelingt es schließlich, ihn zu finden – und dem Kameramann die allererste Filmaufnahme von einem freilebenden Balkanluchs.

Dienstag, 9. Juli

arte, 18.20 Uhr
Kanadas Nationalparks
Wood Buffalo
Der Wood Buffalo ist ein Park der Superlative. Im äußersten Norden der Provinz Alberta und im Süden der Northwest Territories gelegen, ist er der größte kanadische Nationalpark. Er umfasst eine Fläche von 44.800 Quadratkilometern, was in etwa der Größe der Schweiz entspricht.
Seine Gründung und seinen Namen verdankt der Wood Buffalo einem weiteren Superlativ: Im Park lebt die letzte frei lebende Waldbisonherde der Welt. Waren es bei der Gründung des Nationalparks 1922 noch weniger als 100 Tiere, leben jetzt wieder rund 6.000 Waldbisons im Wood Buffalo. Parkbiologin Rhona Kindopp und Chefökologin Lori Parker erklären, was es bedeutet, für den Lebensraum bedrohter Tierarten verantwortlich zu sein.

Dienstag, 9. Juli

arte, 19.40 Uhr
Staatsfeind Wildschwein
Dänemark und sein eiserner Vorhang
Ein Gitter gegen Wildschweine soll im Laufe des Jahres auf den gesamten siebzig Kilometern entlang der dänisch-deutschen Grenze entstehen – und einen halben Meter in die Erde und 1,50 Meter in die Höhe ragen. Insgesamt soll der Zaun zehn Millionen Euro kosten. Ziel ist nach Angaben der Naturbehörde, Wildschweine am Grenzübertritt zu hindern, um die dänische Fleischproduktion vor der Afrikanischen Schweinepest zu schützen.

Mittwoch, 10. Juli

3sat, 16.45 Uhr
Frankreichs Paradiese
Der Nationalpark Pyrenäen
Die Pyrenäen bilden vom Mittelmeer bis zum Atlantik die mehr als 400 Kilometer lange Grenze zwischen Frankreich und Spanien. Auf französischer Seite ist ein Viertel der Länge Nationalpark.
In dem 500 Quadratkilometer großen, wenig bekannten Schutzgebiet erreichen die Bergwipfel eine Höhe bis zu 3000 Meter, Wasserfälle stürzen viele Hundert Meter in die Tiefe, es gibt stille Bergseen und dunkler Wald wechselt sich mit bunten Bergwiesen ab.
Der Nationalpark Pyrenäen dient gleichermaßen zum Erhalt dieser großartigen Landschaft als auch dem Schutz seiner einmaligen Tier- und Pflanzenwelt.
An den Klippen von Asté-Beon im Ossau-Tal befindet sich die größte Geierkolonie außerhalb Spaniens. Durch abgelegene Täler und stille Wälder streifen die letzten Braunbären der französischen Pyrenäen. In den Sommermonaten kann man grazile Pyrenäengämse auf den Bergwiesen oberhalb der Baumgrenze beim Klettern beobachten.
Sie sind das Symbol des Nationalparks und waren in den 1950er-Jahren nahezu ausgerottet. Seitdem sie jedoch unter Schutz stehen, hat sich ihr Bestand im Nationalpark nahezu verzehnfacht. Einer der Väter dieses Erfolges ist der Ranger Jean-Paul Crampe. Seit 30 Jahren erforscht er im Tal von Cauteret Gämse, niemand kennt die Tiere so gut wie er.
In der Einsamkeit der Berge, hoch über dem Vallée d’Aspe, verbringt der Schäfer Patrice Gouin mit seinen 500 Schafen den Sommer. Patrice gehört zu den wenigen Bergbauern, die noch im Rhythmus der Jahreszeiten mit ihrer Herde zwischen Berg und Tal wandern. Die Idylle täuscht, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ist der Schäfer auf den Beinen, 365 Tage im Jahr. Glücklich ist er dennoch, niemals würde er gegen einen anderen Beruf tauschen.
Die Täler im Nationalpark Pyrenäen sind mit 40 000 Menschen nur dünn besiedelt. Vor allem die jungen Menschen zieht es in der Hoffnung auf einen guten Job in die großen Städte. Stéphanie Augras ging den umgekehrten Weg. Die junge Filmerin kam von Bordeaux nach Bedous, sie tauschte laute Straßenschluchten gegen die Stille einsamer Täler. Rund um das Dorf Bedous findet sie die Motive für ihre Fotos und Filme, von denen schon einige preisgekrönt wurden.
Der Nationalpark Pyrenäen lässt da, wo es nötig ist, die Natur ursprünglich sein, fördert zugleich aber auch die Menschen, die hier noch traditionell wirtschaften und somit zum Erhalt dieser einmaligen Bergwelt im äußersten Süden Frankreichs beitragen.

Mittwoch, 10. Juli

arte, 17.50 Uhr
Kanadas Nationalparks
Riding Mountain: Insel der Wildnis
Der Riding Mountain National Park in der Provinz Manitoba ist ein Park der klimatischen Gegensätze und die Heimat von mehr als 230 Vogelarten und 60 verschiedenen Säugetierarten.
Der Park liegt höher als der Rest Manitobas. In seinem Mikroklima wechseln sich Grasland, Laubwald und Nadelwald auf engstem Raum ab. Bei seiner Gründung wurde er als „Insel der Wildnis im Ozean aus Farmland“ bezeichnet. In diesem Park der Gegensätze kann es im Sommer zu 30 Grad Celsius heiß werden, während im Winter Temperaturen um minus 30 Grad keine Seltenheit sind. 239 Vogelarten und 60 verschiedene Säugetierarten bietet er eine Heimat. Hier leben Biber, Schwarzbären, Bisons, Elche und Wapitis, Kojoten, Wölfe, Stachelschweine, Luchse und Pumas.
Seit 1986 gehört Riding Mountain zum Weltnetz der UNESCO Biosphärenreservate. So soll die Artenvielfalt bewahrt und das Zusammenleben zwischen Mensch und Natur gefördert werden. Ganz unterschiedliche Menschen wie Reade Tereck, Leiter einer speziellen Feuerwehrtruppe, der Botaniker Peter Tarleton und der Wildhüter Tim Sallows arbeiten daran, diese einzigartige Landschaft zu erhalten.
Die Sendung ist auch online verfügbar von 10/07 bis 17/07 auf dem Internetportal von ARTE.

Mittwoch, 10. Juli

arte, 18.35 Uhr
Kanadas Nationalparks
Wapusk
Nirgendwo leben so viele Eisbären wie hier – und zwar das ganze Jahr über. Im Wapusk National Park im Nordosten der Provinz Manitoba – dem Eiskeller Nordamerikas – dreht sich das Leben fast ausschließlich um Eisbären.
In der Sprache der Cree bedeutet „Wapusk“ so viel wie „weißer Bär“. Und in der Tat, im Wapusk und der angrenzenden Kleinstadt Churchill dreht sich fast alles um diesen weißen Bären. Der Park liegt im Nordosten der Provinz Manitoba und nirgendwo sonst leben das ganze Jahr über so viele Eisbären wie hier. Mit einer Größe von 11.000 Quadratkilometern bildet der Wapusk die Übergangszone zwischen den weitläufigen Nadelwäldern im Süden Manitobas und der arktischen Tundra von Nunavut im Norden. Wegen seines empfindlichen Ökosystems und der vielen Eisbären dürfen Besucher den Park nicht ohne einen Führer betreten.

Donnerstag, 11. Juli

3sat, 13.15 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere bauen
Viele Tiere sind als Baumeister nicht weniger geschickt als der Mensch. Dass sie imstande sind, Erstaunliches zu leisten, zeigen die Turmbauten der Termiten ebenso wie die Waben von Wespen.
Tierbauten sind meistens einfach, aber immer genial durchdacht. Sie geben interessante Einblicke in die Lebensweise und das Verhalten der Baumeister. So spinnen Fallensteller Netze oder bauen Gruben und fangen auf diese Weise ihre Beute.
Nicht nur Vogelnester sind Kinderstuben, in denen die Jungen aufgezogen werden, auch Insekten, Frösche und Fische bauen für ihre Brut. Das Faszinierende bei allen Tierbauten ist, dass sie grundsätzlich aus Naturmaterialen gebaut werden. Und während der Menschen sein Revier gern für sich allein hat, ist es im Tierreich völlig normal, dass – oftmals viele verschiedene – andere Tiere einen Bau nutzen oder als Nachnutzer einziehen.

Freitag, 12. Juli

arte, 17.50 Uhr
Kanadas Nationalparks
Gros-Morne: Das raue Paradies Neufundlands
Bei den Kanadiern heißt Neufundland nur „The Rock“. Im äußersten Osten Kanadas trotzen der große Felsen und seine Bewohner dem rauen Wetter und den Wellen des Atlantiks. Hier liegt der Nationalpark Gros Morne. Seinen Namen verdankt er einem circa 806 Meter hohen Berg, der auf den ersten Blick karg und einsam wirkt. Tatsächlich ist er Lebensraum zahlreicher Tierarten. Karibuherden grasen auf den Hängen, zwischen den Felsen entdeckt man Alpenschneehühner und Polarhasen.
Ausgerechnet der Elch, ein Wahrzeichen Neufundlands, ist mittlerweile zur Plage geworden. Ursprünglich war er zur Jagd angesiedelt worden. Der Ökologe Darroch Whitaker und sein Team untersuchen den Einfluss der Elche auf den Waldbestand. Immer wieder hat der Eingriff des Menschen das empfindliche Ökosystem Neufundlands aus dem Gleichgewicht gebracht.
Die Sendung ist auch online verfügbar von 12/07 bis 19/07 auf dem Internetportal von ARTE.

Freitag, 12. Juli

arte, 18.35 Uhr
Kanadas Nationalparks
Grasslands
Die Prärie gehört zu den am stärksten bedrohten Habitaten der Erde, was den Grasslands National Park zu einem wichtigen Lebensraum für viele Tierarten macht. Der Schwarzschwanz-Präriehund rennt hier durch die Gräser und der Kaninchenkauz hält nach geeigneten Brutpaaren Ausschau. Inzwischen wurde auch der Bison erfolgreich angesiedelt – über 250 dieser majestätischen Tiere streifen heute wieder durch den Park. Zu verdanken ist dies vor allem den Menschen, die den Wert dieses einzigartigen Naturerbes erkannt haben.

Samstag, 13. Juli

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Babirusa – Das Schwein, das sich selber killt?
Babirusa – so wird der in Indonesien lebende Hirscheber genannt. Sein Name setzt sich aus den indonesischen Wörtern für „Hirsch“ und „Schwein“ zusammen.
Diese Tierart steht in dem Verdacht, sich selbst zu töten, denn seine Hauer, die größer sind als bei anderen Schweinen, ragen nicht aus dem Maul heraus, sondern bilden beim Wachstum einen Bogen nach hinten. Dabei wachsen die Hauerspitzen mitunter bis zum Kopf und sogar ins Gehirn hinein.

Samstag, 13. Juli

arte, 15.15 Uhr
Tierisch Urban
Folge 1, Anwohner
Kein Lebensraum der Welt wächst sich so schnell wie die Städte. Die rasante Urbanisierung führt zum Rückgang der Naturzonen – oft zum Leidwesen der dort lebenden Tierarten. Manche von ihnen haben die Lösung gefunden: Sie ziehen in die Stadt! Im vermeintlich grauen Asphaltdschungel finden Wildtiere mit ein paar Tricks alles, was sie zum Leben brauchen. Und meistern bisweilen ähnliche Herausforderungen wie der Mensch … Die erste Folge von „Tierisch urban“ enthüllt die sagenhaften Strategien, mit denen sich Tiere im urbanen Raum zurechtfinden. Die Folgen 2 („Pendler“) und 3 („Eroberer“) sind im Anschluss ab 16.00 bzw. 16.45 Uhr zu sehen.

Samstag, 13. Juli

Bayerisches Fernsehen, 16.15 Uhr
natur exclusiv
Die klugen Schwarzen – Rabenvögel
Sie sind ausgesprochen intelligent. Doch bei den meisten Menschen haben Rabenvögel einen schlechten Ruf. Filmautor Markus Schmidbauer zeigt, warum die Rabenvögel unsere Nähe suchen, und was die Menschen so alles anstellen, um die schlauen Tiere von sich fernzuhalten.
Rabenvögel werden wegen ihrer enormen Intelligenz auch als „fliegende Schimpansen“ bezeichnet. Doch die klugen Schwarzen sind bei den meisten Menschen nicht sonderlich beliebt. Eigentlich sind Rabenvögel eher scheu. Trotzdem halten sich Saatkrähe, Rabenkrähe oder Elster gerne in der Nähe von Menschen auf. Und damit beginnen die Probleme. Das Zusammenleben ist schwierig und mit Vorurteilen belastet. Die einen klagen über den Kot und das laute Gekrächze, die anderen darüber, dass angeblich in den Gärten jedes Singvogelnest ausgeräubert wird. Doch meist hat der Mensch selbst die Grundlage für die entstandenen Konflikte gelegt. Eine intensive Landwirtschaft, die Rodung von Hecken und Feldgehölzen sowie die Jagd auf Rabenvögel haben den Lebensraum Feldflur in weiten Teilen unattraktiv werden lassen. Deshalb haben viele Rabenvögel ihren klassischen Lebensraum verlassen und siedeln jetzt in den Städten.
Markus Schmidbauer zeigt in seinem Film, warum Rabenvögel die Nähe der Menschen suchen. Was steckt hinter den Vorurteilen gegenüber Rabenvögeln? Auch dieser Frage ist der Filmautor nachgegangen.

Sonntag, 14. Juli

Bayerisches Fernsehen, 14.30 Uhr
natur exclusiv
Der Punkvogel kehrt zurück
Der exotisch anmutende Waldrapp gehört zu den am stärksten bedrohten Vogelarten weltweit, nur im Zoo gibt es noch einige Exemplare. In freier Wildbahn ziehen die Ibisvögel im Winter nach Italien, doch die Vögel aus dem Zoo kennen den Weg nicht. Deswegen wurde ein Experiment gestartet, in dem Vogelküken auf Menschen geprägt wurden und diesen über die Alpen folgen sollten. Ein Abenteuer für Mensch und Vogel.
Bis ins 17. Jahrhundert war der Waldrapp in Europa verbreitet, doch weil das Fleisch als Delikatesse galt, wurde er in Europa gejagt und letztlich ausgerottet. Es gibt ihn bei uns nur noch im Zoo. Der Biologe Johannes Fritz hat es sich mit seinem Team zur Aufgabe gemacht, den Waldrapp in Bayern wieder auszuwildern. An der mächtigen Wehrmauer von Burghausen haben er und sein Team spezielle Nistplattformen gebaut und eine Brutkolonie aufgebaut. Parallel dazu werden in Wien Küken aus dem Zoo von Hand aufgezogen und so stark auf ihre menschlichen Vogelmütter geprägt, dass sie ihnen im Herbst hoffentlich über die Alpen nach Italien folgen.
Waldrappe sind Zugvögel. Das macht es besonders schwierig, sie auszuwildern, denn die Zootiere kennen den Weg ins warme, italienische Winterquartier nicht mehr. Deshalb muss das Team um den Biologen Johannes Fritz den Tieren die Flugroute in einem aufwendigen Training beibringen. Damit sie dem Fluggerät im Spätherbst überhaupt folgen, werden die Küken von ihren menschlichen Müttern aufgezogen und stark auf sie geprägt.
Über ein halbes Jahr lang verbringen Corinna, Anne, Lara und Pablo rund um die Uhr bei ihren Ziehkindern, zwischen den Jungvögeln und den Menschen entsteht eine innige Beziehung. Am Ende steht der gemeinsame Flug über die Alpen – die Ziehmütter im Leichtflugzeug, die Vogelkinder hinterher. Und wenn sie diesen Weg einmal geflogen sind, dann kennen sie ihn ein Vogelleben lang, und können ihn an ihre eigenen Küken weitergeben.

Montag, 15. Juli

arte, 11.30 Uhr
Der unsichtbare Puma
Ein Besucher in Frankreichs Wäldern?
In Südfrankreich trieb sich vor 250 Jahren ein berüchtigtes Untier herum: die Bestie von Gévaudan. Heute kursiert erneut ein Gerücht: Ein Puma soll an den steilen Hängen des Mont Mouchet hausen. Bruno Loisel kennt sich mit Pumas aus. Seit über zwanzig Jahren folgt der Tierfotograf den Spuren dieser Raubkatzen und dokumentiert sie in ihrem natürlichen Lebensraum.
Da diese Geschichte die Beziehung zwischen Mensch und Wildnis reflektiert und die Sichtung eines Pumas ein äußerst seltenes Erlebnis ist, begibt sich Bruno in Frankreich und Kanada auf die Suche nach der vermeintlichen neuen „Bestie von Gévaudan“.

Montag, 15. Juli

Bayerisches Fernsehen, 13.30 Uhr
Expedition in die Heimat
Wilde Tiere, tolle Touren – Täler im Pfälzerwald
Luchse in den verzweigten Tälern im Herzen des Pfälzerwaldes – abenteuerlustig wie Moderator Jens Hübschen eben ist und mit Unterstützung kundiger Einheimischer lernt er auf seiner Expedition Täler und Tiere kennen.

Dienstag, 16. Juli

Bayerisches Fernsehen, 14.15 Uhr
Felix und die wilden Tiere
Wettlauf der Hörnchen
Tierfilmer Felix Heidinger geht es diesmal um die flinken Kletterer mit dem roten, buschigen Schwanz: die europäischen Eichhörnchen. Den kleinen Europäern droht Gefahr, und zwar von der eigenen Verwandtschaft.
Ein paar wenige nordamerikanische Grauhörnchen und asiatische Schönhörnchen wurden vor rund 100 Jahren nach Norditalien und auf die Britischen Inseln eingeschleppt. Inzwischen haben sie sich rasant vermehrt. Die Nachfahren der fremden Hörnchenarten, die kräftiger und fortpflanzungsfreudiger sind als unsere heimischen Eichhörnchen, richten wegen ihrer Futtervorlieben nicht nur enorme Schäden in den Wäldern an, sondern verdrängen auch die europäischen Vettern aus ihren angestammten Lebensräumen. Auf den Britischen Inseln sind die Grauhörnchen eindeutig die Sieger. Zwei Millionen amerikanische Grauhörnchen haben sich inzwischen in Wäldern, Parks und Gärten des Inselreichs breitgemacht. Eichhörnchen gibt es nur noch in einigen höher gelegenen Waldregionen des Inselreichs. Biologen schätzen, dass die Schönhörnchen und Grauhörnchen, die jenseits der Alpen in Norditalien in großen Scharen ansässig sind, noch etwa 40 Jahre brauchen, bis sie einen Weg nach Mitteleuropa gefunden haben. Und wenn es nicht gelingt, den Vormarsch der Fremdlinge aufzuhalten, dann wird es unseren Eichhörnchen genauso ergehen wie denen auf den Britischen Inseln. Ihre Zahl wird immer kleiner werden, weil ihnen die überlegenen Hörnchen-Vettern die Reviere und das Futter wegnehmen.

Dienstag, 16. Juli

arte, 17.05 Uhr
Der Wald der wilden Katzen
Der Harz ist Katzenland. Hier leben die einzigen beiden wilden Katzenarten Deutschlands gleichzeitig. Luchs und Wildkatze teilen sich ein riesiges Gebiet von über 2.000 Quadratkilometern. In der Mitte thront der über elfhundert Meter hohe Brocken. Luchse waren hier ausgerottet und wurden erst seit dem Jahr 2000 wieder angesiedelt. Inzwischen leben schon gut neunzig „Pinselohren“ hier. Der Reichtum an natürlichen Strukturen im Harz bietet gleichzeitig über 500 Wildkatzen Schutz. Jetzt werden die Katzen-Reviere knapp. Die ersten Nachkommen müssen den Wald der wilden Katzen verlassen und neue erobern.

Dienstag, 16. Juli

3sat, 17.30 Uhr
Israel – Der Norden
Küste und Berge
Der Norden Israels erstreckt sich von Tel Aviv über den See Genezareth bis zu den Golanhöhen. Intensive Landwirtschaft auf fruchtbaren Böden macht die Region zum „Brotkorb des Landes“.
Ein Streifzug durch bizarre Höhlenlabyrinthe und eine fruchtbare Kulturlandschaft überrascht mit spektakulären Wildtieren, unbekannten historischen Orten und Forschern, die sich mit Leidenschaft für den Erhalt der letzten Wildnisgebiete einsetzen.
Um natürliche Lebensräume zu erhalten, agieren Biologen als Vermittler zwischen Landwirten, Wildtieren und Tierfreunden. So haben Wölfe in den Golanhöhen eine Heimat gefunden, Klippschliefer erobern die Festungen von Kreuzrittern, Goldschakale bevölkern die Parks der Städte, und große Haiarten wandern ins Mittelmeer ein.

Dienstag, 16. Juli

3sat, 18.15 Uhr
Israel – Der Süden
Der Süden Israels umfasst das Gebiet zwischen Jerusalem und Eilat am Roten Meer. David Ben-Gurion sah als erster Ministerpräsident des Landes vor, die Wüstenregion zum Blühen zu bringen.
In unberührten Gegenden sind Wölfe, Hyänen und Sandfüchse unterwegs – und bedrohte Tierarten wie die Oryxantilope werden wiederangesiedelt. Geologisch gibt der Ostafrikanische Grabenbruch, der sich über das Tote Meer durch eine Kraterlandschaft bis ans Rote Meer zieht, die Route vor, auf der jedes Jahr Millionen Zugvögel von Afrika nach Europa und zurückfliegen.

Mittwoch, 17. Juli

3sat, 16.45 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere sich herausputzen
Tiere waschen sich nie die Hände, putzen sich die Zähne oder springen unter die Dusche. Trotzdem sind sie sauber und verwenden im Lauf ihres Lebens ungeheuer viel Zeit auf ihr Äußeres. Sie kratzen, lecken und pudern sich, sie kämmen ihre Federn, nehmen Schlammbäder oder halten sich eine Putzhilfe. Dabei beugt die gründliche Pflege nicht nur Krankheiten und Parasiten vor – sie hilft auch, sich zu verteidigen oder kann für die Beziehung nützlich sein.

Mittwoch, 17. Juli

3sat, 17.30 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere sich tarnen
„Bloß nicht auffallen!“, lautet eine der wichtigsten Regeln im Tierreich. Um nicht von Feinden entdeckt zu werden – oder um selbst erfolgreich jagen zu können. Dazu haben sich viele Tierarten im Laufe ihrer Entwicklung schlaue Tricks einfallen lassen. Einige Tiere geben sich fast gar nicht zu erkennen. Täuschend echt ahmen sie ihre Umgebung nach und passen ihr Gefieder, ihre Farben und sogar ihr Verhalten daran an. Andere wiederum schrecken ihre Gegner mit Warnfarben ab.

Mittwoch, 17. Juli

3sat, 18.10 Uhr
Wilde Überlebenskünstler – Wie Tiere kommunizieren
Tiere mögen zwar keine Sprache haben, die unserer menschlichen ähnlich ist, trotzdem kommunizieren sie. Nicht nur untereinander, sondern auch mit anderen Lebewesen – oft einfach, aber effektiv. Wenn man einen Hirsch röhren hört, weiß man, es ist Brunftzeit. Wenn eine Klapperschlange mit ihrer Rassel warnt, ist Gefahr in Verzug. Wenn ein Hund gegen den Zaunpfahl pinkelt, markiert er sein Revier. Tiere teilen sich auch mit, wo es etwas zu Essen gibt, dass sie paarungsbereit sind oder dass Gefahr droht.

 

 

Zeitraum: 16 Mai bis 05 Juni 2019

Donnerstag, 16. Mai

 

arte, 8.00 Uhr

Ein Jahr in Kanadas Wildnis

Winter

Der Winter ist in Kanada die längste und härteste Jahreszeit. Im Norden dauert der Winter mehr als sechs Monate. Die letzte Folge der Reihe „Ein Jahr in Kanadas Wildnis“ zeigt die faszinierende Verwandlung der kanadischen Landschaften durch Schnee und Eis. Die Tiere müssen sich anpassen, um zu überleben. Auf Sable Island, 300 Kilometer vor der Küste von Nova Scotia, trotzen rund 400.000 Kegelrobben mit ihren kurz zuvor geborenen Jungtieren bei eisigen Temperaturen heftigen Gewittern sowie Sand- und Schneestürmen.

In den borealen Nadelwäldern überwintert eine Braunbärenfamilie in ihrem warmen Bau, wo die Mutter ihre Jungen zur Welt bringt. Die erwachsenen Bären brauchen fünf Monate nichts zu fressen; sie zehren von ihren Reserven und verbrennen 4.000 Kalorien pro Tag. In der Arktis geht ein letztes Mal die Sonne unter und überlässt den nunmehr nächtlichen Himmel dem Spektakel der grünen und purpurfarbenen Polarlichter.

Futter ist in der kalten Jahreszeit rar: Im Norden von Saskatchewan durchbrechen die nordamerikanischen Fischotter das Eis, um in den kalten Gewässern auf Nahrungsfang zu gehen; sie können dafür bis zu acht Minuten unter Wasser bleiben. Im Norden von Québec suchen hungrige Rentiere unter der dicken Schneeschicht nach getrockneten Flechten. Tief in den Wäldern des Yukon geht der Kanadische Luchs auf Hasenjagd. Dank seiner großen Pfoten schleicht er nahezu lautlos durchs verschneite Unterholz.

Auf Prince Edward Island spürt ein Rotfuchs dank seines ausgeprägten Geruchssinns auch die kleinsten Nagetiere unter der Schneeschicht auf. Der Schnee macht vielen Tieren das Leben schwer – den Wühlmäusen bietet er jedoch Schutz vor Kälte und Raubvögeln wie dem Uhu. Für die Wölfe ist der Winter die Saison, in der sie die meiste Beute machen, sodass sie bei bester Gesundheit sind. Sie scharen sich in Rudeln zusammen, um gemeinsam Rentiere zu erlegen.

 

 

Freitag, 17. Mai

 

3sat, 16.20 Uhr

Die neue Wildnis

Frühling

Die Oostvaardersplassen, das größte Feuchtgebiet der Niederlande, lag vor vierzig Jahren noch unter dem Meeresspiegel. In der unberührten Natur kann man den Wechsel der Jahreszeiten beobachten. Im Frühling herrschen Gedränge und Trubel auf den Wiesen und in den Sümpfen des Naturschutzgebietes. Mit Krach und stolzem Gehabe wollen sich alle Arten behaupten.

Das Gebiet ist inzwischen als Sumpfland und Überwinterungsregion für Vögel von internationaler Bedeutung. Die trockeneren höheren Landstriche sind sehr geeignet für große Grasfresser wie Rothirsche und Heckrinder. Oostvaardersplassen ist ein Schutzgebiet unter der gesetzlichen Aufsicht der staatlichen Forstverwaltung und beschränkt zugänglich für Besucher.

Zwei weitere Folgen der Reihe „Die neue Wildnis“ (Sommer, Herbst/Winter) sind um 17.00 bzw. 17.45 Uhr im Programm von 3sat zu sehen.

 

 

Samstag, 18. Mai

 

Phoenix, 20.15 Uhr

Alaska – Im Land der Bären

Teil 1 – Das Ende der Eiszeit

Als ein Teil der wohl modernsten Nation der Welt bietet Alaska – charakterisiert durch seine einzigartige und extreme Wildnis – ohne jeden Zweifel ein Kontrastprogramm. Bei Frühlingseinbruch können wir die atemberaubendste Verwandlung der Natur erleben: Wasser, Licht und Wärme kehren zurück. Dies mag zwar magisch wirken, aber für die Tiere, aus ihrem Winterschlaf erwacht, beginnt ein heftiger Konkurrenzkampf.

 

 

Samstag, 18. Mai

 

Phoenix, 21.00 Uhr

Alaska – Im Land der Bären

Teil 2 – Der kurze Sommer

Alaska – seine Position am nördlichen Polarkreis bedeutet, dass die Winter bitterlich kalt sein können, während im Sommer die Größe und die Form des Landes sogar Hitzewellen bringen. Die wenigen kurzen Wochen des Sommers in Alaska müssen der reichhaltigen Wildnis Kraft für das ganze Jahr geben. Der Sommer ist eine wahnsinnige Zeit – während sich wunderschöne Reichtümer zu erkennen geben, gibt es für sie zu wenig Zeit, ihr Überleben zu meistern.

 

 

Samstag, 18. Mai

 

Phoenix, 21.45 Uhr

Alaska – Im Land der Bären

Teil 3 – Die Herrschaft des Winters

Alaska – die kompromisslose Landschaft schafft harte Bedingungen. In keinem anderen Land sind die Saisonunterschiede so groß wie hier. Vor allem der Winter erfordert besondere Vorbereitung. Riesige Gebirge, das Land umschließende Ozeane und die nördliche Lage erwecken einen der härtesten Winter der Erde. Vorbereitung ist alles, wenn sich die kalte Jahreszeit ankündigt – das Land friert ein, Stürme wüten, und eine endlose Dunkelheit umfasst das Land.

 

 

Samstag, 18. Mai

 

Phoenix, 22.30 Uhr

Auf der Spur des Gobibären

Lange galt der Gobibär, „mazaalai“, den Mongolen als Fabelwesen, eine Art Wüsten-Yeti, über den in den Jurten der Nomaden zwar viel erzählt wird, den aber kaum einer je gesehen hat. Doch jetzt beweisen mongolische Wissenschaftler nicht nur, dass es den kleinen braunen Bären tatsächlich gibt, sie belegen auch, dass die Art akut bedroht ist.

Der Film begleitet die Forscher auf eine Expedition ins mongolisch-chinesische Grenzgebiet, dem Lebensraum des Gobibären. Ihre Fotofallen lassen vermuten, dass mindestens 23 Gobibären noch in der Wüste leben. Die Tiere haben sich dem Leben in der Wüste Gobi zwar perfekt angepasst, sie schaffen es, sich von Rhabarber-Wurzeln und Heuschrecken zu ernähren. Aber nicht nur der Klimawandel bedroht ihr Überleben. Viele Wasserstellen sind in den vergangenen Jahren ausgetrocknet, die Bären müssen auf Nahrungs- und Wassersuche immer größere Strecken zurücklegen.

Die mongolischen Bärenforscher planen mit Unterstützung aus Deutschland ein Schutzprogramm, das nur gelingen kann, wenn auch die Wüstennomaden mitziehen. Denn auch deren riesige Kaschmirziegenherden rücken auf der Suche nach den letzten Weideplätzen und Wasserstellen dem streng geschützten Gobi-Nationalpark und damit dem Lebensraum des Bären gefährlich nahe. Der Gobibär gilt den Wissenschaftlern als „Schirmart“ – wenn es gelingt, seinen Lebensraum zu schützen, dann könnten davon auch andere bedrohte Tierarten, wie Wildesel oder Wildkamele profitieren.

 

 

 

Sonntag, 19. Mai

 

3sat, 13.05 Uhr

Von Bären, Wölfen und Kamelen – Tierische Erlebnisse in Niederösterreich

Vom Bärenwald zum Kameltheater, vom Wolfszentrum bis zur Zuchtstation für Greifvögel: Abseits der heimischen Wildtiere leben in niederösterreichischen Tierparken, Schutzzentren und Forschungsstationen auch zahlreiche Tiere, die für unsere Breiten eher ungewöhnlich sind.

Die Doku stellt sie vor und zeigt tierische Erlebnisse und menschliche Begegnungen der besonderen Art:

Das Kameltheater in Kernhof im Mostviertel wurde vom Reiseunternehmer Herbert Eder gegründet. Seine Begeisterung für weit entfernte Länder zeigt sich auch in seinem privaten Tierpark: Die Besucher können hier weiße Tiger, Nebelparder, Schneeleoparden und andere in europäischen Zoos äußerst seltene Tier beobachten. Begonnen hat alles aber mit Herbert Eders Kamelen, die mit ihm und für das Publikum gerne und äußerst talentiert „richtiges“ Theater spielen. Für Schlagzeilen sorgt immer wieder auch ebenfalls außergewöhnlicher Tierbabys – so bekommen die weißen Tiger in Kernhof regelmäßig Nachwuchs.

Ebenfalls im Mostviertel befindet sich der Tierpark Stadt Haag. Hier warten 70 verschiedene Arten und 700 Tiere auf die Besucher, vor allem Kindern soll der natürliche Zugang zur Fauna erleichtert werden.

Gegründet wurde die Einrichtung bereits im Jahr 1970 im Park von Schloss Salaberg, der bis dahin nicht der Öffentlichkeit zugänglich war. Geführt wird der Tierpark von der Haag Tourismus GmbH, die auch viele Angebote zur „Umwelt-Bildung“ der jährlich rund 200.000 Besucher macht. Der Vogelstimmenweg und ein Dohlen-Schutzprogramm sind Teil dieses Anliegens.

Im Waldviertel liegt der Bärenwald Arbesbach. In diesem Tierschutzprojekt des Vereins „Vier Pfoten“ finden Bären aus Zoos, Zirkussen und Privathaltung ein artgerechtes Zuhause. Sieben Bären leben auf einer Fläche von 14.000 Quadratmetern und können von den Besuchern in der urtümlichen Waldviertler Landschaft beobachtet werden.

Zu den Publikumsattraktionen zählt ein Trekking-Weg, der so genannte Bärentrail, der zu versteckten Mooren, urwaldähnlichen Waldstücken und mäandernden Bächen führt.

Eine artgerechte Tierhaltung und die Zucht von Greifvögeln sind die Ziele der Falknerei und des Greifvogelzentrums auf Schloss Waldreichs im Waldviertel. Bartkauz, Blaubussard, Kaiseradler, Schleiereule, sibirischer Uhu oder Riesenseeadler sind nur einige der Tiere, die hier gehalten und trainiert werden.

Im Rahmen von Freiflug-Vorführungen erleben Besucher der nach den Bestimmungen des Tierschutzgesetzes gestalteten Anlage das enge Vertrauensverhältnis zwischen Falkner und Vogel.

Wie ein Wolf denkt, versucht man im Wolf Science Center in Ernstbrunn im Weinviertel zu verstehen. Im örtlichen Wildpark gelegen, werden in dieser wissenschaftlichen Einrichtung Gemeinsamkeiten von Wolf, Hund und Mensch erkundet.

Wölfe wie Hunde werden dabei von Hand aufgezogen und nehmen regelmäßig an Kooperations- und Kognitionsaufgaben – etwa an Touchscreens – teil. Dabei werden Fragen beantwortet wie: Sind Wölfe die besseren Imitatoren? Oder: Nutzen Weibchen ihren Reproduktionsstatus, um Zugang zu Ressourcen zu haben.

 

 

Montag, 20. Mai

 

3sat, 21.05 Uhr

NETZ NATUR

Die Naturreportage aus der Schweiz

Was tun mit fremden Arten?

Der globale Handel, grenzenlose Reisetätigkeit und unbedachte Aussetzungsaktionen bringen neue Arten von Pflanzen und Tieren in die Schweiz. Das bereitet Sorgen. Wie geht der Mensch mit den neuen Arten um? Weshalb lösen sie Kontroversen, Ablehnung und Angst aus und wie sinnvoll ist ihre Bekämpfung?

 

 

Dienstag, 21. Mai

 

3sat, 13.20 Uhr

Die „Roten“ der Rhön

Der elegante Segler am Himmel weiß es nicht, aber da unten am Boden verfolgen sie jeden seiner Flüge über der hügeligen, weiten Landschaft der Rhön. Hier lebt eine der größten Rotmilan-Populationen Europas, nirgendwo in der Welt kommen Rotmilane häufiger vor als in Deutschland.

Mit einem faszinierenden Greifvogel-Projekt im UNESCO-Biosphärenreservat werden sie beringt, beobachtet und ihre Bestände kartiert. Damit sollen Folgen der Umweltentwicklung für die markanten rostroten Greife erforscht werden. Die ersten Erkenntnisse zeigen – Deutschlands heimlicher Wappenvogel wird zunehmend Opfer der heutigen Landwirtschaft, und er ist ein Beispiel für den Konflikt zwischen Erneuerbaren Energien und Artenschutz. Denn während der dichte Teppich landwirtschaftlicher Kulturen gerade im Frühjahr – zur Fütterungszeit der Jungvögel – schnell den Blick auf Beute am Boden verdeckt, nehmen die Vögel die Brachflächen rund um Windräder zu gerne als Jagdrevier und fallen den Rotoren zum Opfer.

Aber das ist nur ein Aspekt in Frank Koschewskis Film, der die „Roten“ der Rhön in faszinierenden Aufnahmen von der Brut bis zum Vogelzug zeigt. Denn Rotmilane sind Zugvögel. Wie könnte ihre Zukunft aussehen, warum braucht die Natur diese Herren der Lüfte, was würde fehlen, wenn sie nicht mehr majestätisch überm Land schweben?

 

 

Dienstag, 21. Mai

 

3sat, 13.50 Uhr

Ein Jahr in der Lewitz

Ein Naturparadies in Mecklenburg

Südlich von Schwerin liegt ein einzigartiges Naturparadies: die Lewitz. Das nahezu unbewohnte Gebiet zählt zu den ältesten Vogelschutzgebieten in Mecklenburg-Vorpommern. Burkhard Fellner ist dort aufgewachsen und setzt sich als ehrenamtlicher Naturwart mit großer Leidenschaft für Seeadler, Graugans und Kormoran ein. Der Film begleitet den Buchautor und Tierfotografen ein Jahr lang durch seine Heimat.

 

 

Dienstag, 21. Mai

 

3sat, 16.15 Uhr

Rabenvögel – Gaukler der Lüfte

Kaum eine andere Vogelgruppe beschäftigt die Menschen so sehr wie die Rabenvögel. Der Film begibt sich auf eine Reise durch die Welt dieser intelligentesten heimischen Tiere.

Rabenvögel sind außergewöhnlich neugierig, gelehrig und intelligent. Raben sind die einzigen Vögel, die Werkzeuge nicht nur verwenden, sondern sogar selbst herstellen. Viele leben in festen sozialen Strukturen und sind ihrem Partner ein Leben lang treu.

Ausdrücke wie „Rabeneltern“ oder „Rabenbrut“ müssten als Kompliment aufgefasst werden, denn mit ihrem Nachwuchs gehen Rabenvögel extrem fürsorglich um.

Der Film liefert viele neue und faszinierende Einblicke in die Welt der Rabenvögel: von Alpendohlen in der Winterwelt des Hochgebirges, von Saatkrähenkolonien in Städten, von der kleinen intelligenten Dohle, die gern in Kaminen, aber auch in Kaninchenbauen nistet, von Raben- und Nebelkrähen und nicht zuletzt vom König der Rabenvögel, dem Kolkraben. Er ist nicht nur der größte Singvogel der Erde, sondern überrascht Wissenschaftler zunehmend mit einer außergewöhnlichen Intelligenz.

 

 

Dienstag, 21. Mai

 

3sat, 17.00 Uhr

Majestät im Aufwind

Seeadler – Neubürger in Mitteldeutschland

Mit einer Flügelspannweite von bis zu zweieinhalb Metern zählen Seeadler zu den größten Greifvögeln Mitteleuropas. Die beeindruckenden Vögel waren lange bedroht. Nun erholt sich der Bestand.

Das Jagdrevier eines Seeadlerpaares umfasst 20 bis 50 Quadratkilometer. Auf der Suche nach Nahrung segeln sie lange Strecken majestätisch durch die Lüfte und erkennen dabei selbst aus fünf Kilometern Entfernung die kleinste Maus.

Von Mitte des 17. Jahrhunderts an wurden die großen Vögel intensiv verfolgt, was ihre Population stark dezimierte. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts gab es erste Schutzbemühungen. Seither hat sich ihr Bestand wieder ausgeweitet. Aus Polen kommend, ließen sie sich in Mitteldeutschland zuerst in der Lausitz, später auch in wald- und seenreichen Regionen Nordwestsachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens nieder, wo sie Ruhe und genügend Nahrung finden.

 

 

Mittwoch, 22. Mai

 

rbb Fernsehen, 22.00 Uhr

Tiermythen

Jäger des Lichts

Der neunjährige Dani lebt in einem kleinen Dorf an der rauen Ostküste Grönlands. Gemeinsam mit seinem Vater und seinem Großonkel macht er sich auf die Reise, um Moschusochsen zu jagen. Die beiden gehören zu den letzten Jägern in Grönland, die noch wie früher mit Hundeschlitten unterwegs sind. Auch Dani soll die Tradition seiner Vorfahren kennenlernen.

 

 

Mittwoch, 22. Mai

 

rbb Fernsehen, 22.45 Uhr

Planet Deutschland – 300 Millionen Jahre

Das Ende der Wildnis

Die vorerst letzte Eiszeit ist die Zeit der großen Weidetiere. Mammut, Moschusochsen und Rentiere durchwandern die Weiten. Mitten in der Kälte zieht der moderne Mensch aus den Savannen Afrikas nach Deutschland. Als Jäger und Sammler bestimmt der Zug der Herden sein Leben. Mit dem Abschmelzen der Gletscher entwickelt sich der Norden Deutschlands zu dem Land von heute – es entsteht das Wattenmeer.

 

 

Donnerstag, 23. Mai

 

Schweizer Fernsehen SRF1, 20.05 Uhr

NETZ.NATUR

Naturreportage von und mit Andreas Moser

Die Redaktion produziert vier Eigenproduktionen im Jahr, die vom Biologen Andreas Moser moderiert und kommentiert werden.

 

 

Freitag, 24. Mai

 

Animal Planet, 21.00 Uhr

Lone Star Law – Die Gesetzeshüter von Texas

Wildhüter James Barge kümmert sich in Angelina County um einen verletzten Streifenkauz. Der gebrochene Flügel des Raubvogels wird von einem Tierarzt geschient und anschließend wird die Eule in einer Voliere untergebracht, bis sie wieder fliegen kann. Mack Chambers und seine Kollegin Jennifer Provaznik haben unterdessen in Galveston einen Austernfischer im Visier. Die Muscheln bringen auf dem Markt viel Geld ein, doch sie müssen mindestens eine Größe von 7,6 Zentimetern haben. Ansonsten wandert der Fang zurück ins Wasser.

 

 

Samstag, 25. Mai

 

arte, 19.30 Uhr

Die Adlerjäger in der Mongolei

Baibolat ist ein Berkutschi, ein kasachischer Adlerjäger. Seit Jahrhunderten leben die Berkutschi als Nomaden im Nordwesten der Mongolei und haben ihre einzigartige Jagdtradition erhalten. Die meisten Steppenvölker jagen mit Falken. Die Berkutschi bevorzugen Adler, weil die ihrer Meinung nach klüger sind. Am Beginn der Jagdsaison im Oktober steht das Adlerfest. Es zieht auch Touristen aus vielen Ländern an, und die Berkutschi genießen ihre neue Rolle: Sie verstehen sich als Bewahrer ihrer uralten Tradition in der modernen Welt.

Wenn der erste Schnee fällt, reitet Baibolat mit seinem Adler in die Berge. Jetzt beginnt die Jagdsaison im Altai-Gebirge. Mit seinem Raubvogel als Waffe erlegt Baibolat Hasen, Murmeltiere und Füchse, der Felle wegen. Mit viel Glück stößt das Jagdgespann sogar auf einen Wolf. Baibolat ist ein Berkutschi, ein kasachischer Adlerjäger. Seit Jahrhunderten leben die Berkutschi im Nordwesten der Mongolei und haben ihre einzigartige Jagdtradition erhalten. Die meisten Steppenvölker jagen mit Falken. Die Berkutschi bevorzugen Adler, weil die ihrer Meinung nach klüger sind. Baibolat nennt sein Adlerweibchen Balapan, die Einjährige. Baibolat lebt mit seiner Frau Altingül und seinem fünfjährigen Sohn Baka in einer Jurte. Sie sind Nomaden und gerade im Herbstlager angekommen – mitsamt ihren Ziegen, Schafen, Kühen, Pferden und Kamelen. Wenn ihm die Arbeit Zeit lässt, trainiert Baibolat seinen Vogel. Er hat Balapan als Küken aus dem Nest geholt und muss den Jagdtrieb bei dem Tier erst noch fördern. Doch bis ihm Balapan gehorchen wird, vergehen Wochen. Dann steht die erste Prüfung bevor: das Adlerfest. Das Adlerfest ist ein Kräftemessen der besten Berkutschi. Auch Baibolat reitet mit seinem Adlerweibchen in die Provinzhauptstadt Ulgii. In zwei Wettbewerben versuchen die Adlerjäger, ihre Raubvögel von einem Hügel anzulocken. Doch Adler sind nicht nur klug, sie sind auch eigensinnig und schwerer zu trainieren als zum Beispiel Falken. In diesem Jahr weht der mongolische Wind mit besonderer Stärke, so dass mancher Vogel seinem Herrn den Gehorsam versagt.

 

 

Sonntag, 26. Mai

 

Das Erste (ARD), 16.30 Uhr

Erlebnis Erde

Wildes Deutschland: Spessart und Steigerwald

Spessart und Steigerwald sind die beiden größten Laubwaldgebiete in Bayern. Hier finden sich Reviere mit jahrhundertealten Buchen und Eichen. Während der Spessart sich nördlich des Mains über die sanften Höhen aus Sandstein und Gneis erstreckt, zieht sich der Steigerwald südöstlich davon über die Hügel zwischen Bamberg, Würzburg und Nürnberg. Getrennt und gleichzeitig verbunden sind die beiden Gebiete durch das Maintal.

Intensive Flugaufnahmen mit ungewohnten Perspektiven entführen die Zuschauer in die malerische Landschaft von Spessart und Steigerwald und verbinden die witzigen, überraschenden und beeindruckenden Geschichten aus der Natur: seien es seltene Kreuzottern im Schnee, eine Fledermaus, die Fische jagt oder der Wanderfalter aus Afrika. Mit Highspeed- und anderen Spezialkameras erhalten die Zuschauer einzigartige Einblicke bis in die Welt kleinster Tiere. Umso überdimensionierter wirken Wildschweine, Hirsche und Biber, die mit einmaligem Verhalten überraschen. Im Spessart erzählen selbst die Bäume und Pflanzen Geschichten.

 

 

Montag, 27. Mai

 

Animal Planet, 0.05 Uhr (in der Nacht von Montag auf Dienstag)

Beinbruch im Nirgendwo

Spinner gibt es bekanntlich viele. Aber wer mit einer Schrotflinte bewaffnet in der Nähe einer Schule auf Gänsejagd geht, der muss schon ziemlich durchgeknallt sein! Genau das ist jetzt im Revier von Wildlife-Ranger Ron Arsenault passiert. Auf der Suche nach handfesten Beweisen gegen den Täter kommt Spürhund Ruby ins Spiel. Mit seiner feinen Nase soll der Vierbeiner Patronenhülsen oder eine andere heiß Spur erschnüffeln. Schaffen es die Beamten, den Schießwütigen dingfest zu machen? Auch in dieser Folge: Conservation Officer Bill Boudreau wird zum Leutnant befördert und am Mount Madison rückt Ranger Glen Lucas zu einem nächtlichen Rettungseinsatz aus, um einen verletzten Wanderer zu bergen.

 

 

Dienstag, 28. Mai

 

3sat, 12.50 Uhr

Der Bär ist los! Die Geschichte von Bruno

Tirol und Bayern sind in Aufruhr: Braunbär Bruno geht um, und alle machen Jagd auf ihn. Bärenexperte Wolfgruber und Tierparkdirektor Rettensteiner wollen ihn fangen, andere retten.

Bruno wird zum Medienstar und zum Politikum. Während die Bärenschützer alle Register ziehen, um Bruno anzulocken, wartet die Jägerschaft bereits mit dem Finger am Abzug auf den Schießbefehl.

„Der Bär ist los!“ ist eine turbulente Filmsatire, prominent besetzt mit Harald Krassnitzer, Fritz Karl und Nadeshda Brennicke und inspiriert vom Fall des authentischen „Problembären“ Bruno, der 2006 im Grenzgebiet zwischen Tirol und Bayern für Aufsehen sorgte und letztendlich geschossen wurde.

 

 

Mittwoch, 29. Mai

 

Animal Planet, 0.00 Uhr (in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag)

North Woods Law – Die Wildlife-Ranger

Von den schneebedeckten Bergen der Appalachen bis zu den felsigen Ufern des Atlantiks: Die wild zerklüftete Landschaft in New Hampshire ist ein Mekka für abenteuerhungrige Outdoor-Fans! Jagen, Fischen und Wandern gehören bei Einheimischen wie Touristen zu den beliebtesten Aktivitäten. Damit die traumhaft schöne Natur auch für nachfolgende Generationen erhalten bleibt, sind die Beamten des „New Hampshire Fish and Game Department“ pausenlos im Einsatz. Lebensgefährliche Rettungsaktionen, halsbrecherische Verfolgungsjagden oder bedeutende Projekte zum Artenschutz – Diese Dokumentarserie begleitet die Männer und Frauen der Wildlife-Behörde bei ihren vielschichtigen Aufgaben in freier Natur.

Hirsche, Wildschweine oder Bären: In den Wäldern von New Hampshire tummeln sich zahlreiche Säugetierarten. Damit das sensible Ökosystem nicht aus dem Gleichgewicht gerät, müssen sich Jäger an die Vorgaben der Naturschutzbehörde halten. Heute ist Wildlife-Officer Chris McKee zwei Männern auf der Spur, die verdächtigt werden, ihre Köder bereits vor dem Beginn der offiziellen Jagdsaison ausgelegt zu haben – ein Verstoß, der die Jäger teuer zu stehen kommen könnte! Allerdings sind die Beschuldigten alles andere als kooperativ. Außerdem in dieser Folge: In Alton Bay gerät ein illegaler Fischer ins Visier der Ermittler und ein Liebespaar wird bei seinem nächtlichen Ausflug gestört…

 

 

Donnerstag, 30. Mai

 

3sat, 8.35 Uhr

Wieviel Wolf steckt im Hund?

Wie viel Wolf tatsächlich noch im Hund steckt, ist eine Frage, die Forscher wie Hundeliebhaber gleichermaßen beschäftigt. Denn eines ist sicher: Alle unsere Hunde stammen vom Wolf ab.

Auch wenn sie heute ganz anders aussehen. Wie muss man sich diese Entwicklung vorstellen? Der Film von Andrea Rüthlein erzählt mit anschaulichen Bildern, wo die Wurzeln der langjährigen Partnerschaft von Mensch und Hund liegen.

Vor über 12 000 Jahren sind die ersten Hunde aufgetaucht. Doch diese Hunde waren nur eine Vorstufe von dem Tier, das im Laufe der Zeit zum besten Freund des Menschen wurde.

 

 

Donnerstag, 30. Mai

 

3sat, 9.05 Uhr

Die Odyssee der einsamen Wölfe (1/2)

Es ist die erstaunliche Geschichte von drei Wanderwölfen. Auf der Grundlage wissenschaftlicher Daten lassen sich ihre Wege quer durch Europa exakt nachvollziehen und miterleben.

100 Jahre lang war der Wolf in Mitteleuropa ausgerottet. Die Menschen sehen seine Rückkehr mit gemischten Gefühlen. Überall dringt der Wolf in die Zivilisation ein und markiert damit eine der spektakulärsten Entwicklungen im europäischen Naturraum.

Der Zweiteiler „Die Odyssee der einsamen Wölfe“ betrachtet das aktuelle Thema der Rückkehr eines Raubtiers aus der Perspektive der europäischen Wolfsforschung. Bis heute ist es für die Wissenschaft ein Rätsel, warum einzelne junge Wölfe auf der Suche nach einem neuen Territorium unglaubliche Distanzen von mehr als 1000 Kilometern zurücklegen. Die Geschichte dreier solcher Wanderwölfe bringt Licht in ihren spannenden Alltag: Sie ziehen quer durch Europa, überwinden reißende Flüsse, klettern Felswände empor, queren frostklirrende Bergmassive. Sie bewältigen Barrieren der Zivilisation, Autobahnen, Grenzsicherungen und Großstädte.

Unverzichtbar für das Projekt: Die drei Helden tragen Sender. Wissenschaftler entwickelten so detailreiche GPS-Karten. Es sind Dokumente, die die Routen der Wölfe exakt nachvollziehen lassen und beweisen, dass es einzelnen Tieren auf diese Weise gelingt, in den versprengten Wolfspopulationen Europas für genetische Vielfalt zu sorgen.

Im ersten Teil läuft der italienische Wanderwolf Ligabue 2004 von Parma aus durch den Apennin, gelangt bis hoch hinauf zum Monte Ebro und stößt schließlich in den französischen Meeralpen auf Artgenossen. Doch was ein Happy End zu sein scheint, entpuppt sich als tödliche Falle. Die italienische Wolfsforscherin Francesca Marucco vollzieht die Wanderung von Ligabue heute noch einmal nach und erklärt die besonderen Herausforderungen.

Alan, der zweite Wanderwolf, bricht 2009 in der Lausitz an der deutsch-polnischen Grenze auf. Die deutsche Wolfsbiologin Ilka Reinhardt folgt seiner Wanderung Richtung Nordosten. Auch Wanderwolf Alan quert mehrspurige Autobahnen und durchschwimmt die 400 Meter breite Weichsel bei Danzig. Wird es ihm gelingen, nach 1500 Kilometern in Weißrussland ein eigenes Rudel zu gründen?

Erstmals kann der Zuschauer dabei sein, wenn die Wölfe durch Europa ziehen. Möglich macht dies der international anerkannte Wolfstrainer Zoltan Horkai. Mithilfe seiner Wölfe werden selbst die spektakulärsten Wolfsaktionen hautnah in besten Bildern erlebbar.

Der „Terra X“-Zweiteiler schlägt die Brücke zwischen aktueller Wissenschaft und Mythos. In atemberaubenden Naturaufnahmen werden Europas wichtigste Wolfsreviere dargestellt. Aufwendige und zum Teil computergenerierte Reenactments öffnen den Blick für die zahlreichen Geschichten und historischen Begegnungen mit dem Wolf.

 

 

Donnerstag, 30. Mai

 

3sat, 9.45 Uhr

Die Odyssee der einsamen Wölfe (2/2)

Die erstaunliche Geschichte von drei Wanderwölfen findet ihre Fortsetzung mit der Geschichte des deutschen Wanderwolfs Alan. Er war 2010 von der Lausitz aus Richtung Osten gestartet.

Über Wochen und über Hunderte Kilometer hält er Kurs. Der 400 Meter breite Weichselstrom bei Danzig ist für ihn kein Hindernis. Im Biebrza-Nationalpark legt er eine ungewöhnlich lange Ruhepause ein. Möglicherweise kuriert er eine Verletzung aus.

Das ist zumindest die Vermutung der deutschen Wolfsexpertin Ilka Reinhardt, die die Route von Alan zusammen mit ihrem Hund Jacques noch einmal nachvollzieht. Ihre Reise endet schließlich im Grenzdreieck Polen-Litauen-Weißrussland. Dort sind Alans GPS-Signale verstummt.

Der slowenische Wanderwolf Slavko ist einer jener Glücksfälle, wie sie in zig Jahren kaum einmal passieren. Vom slowenischen Karst bei Triest macht er sich auf Richtung Norden, taucht am Flughafen von Ljubljana auf, erlebt bei Klagenfurt den Schock eines Silvester-Feuerwerks, steigt hoch in die Alpen und erreicht schließlich den Nationalpark Lessinia bei Verona. Hier endlich begegnet er einer Gefährtin. Und so unglaublich es klingen mag: Diese Gefährtin, Giulia, ist – genetisch gesichert – selbst eine Wanderwölfin, kommt aus den französischen Meeralpen. Und als wäre das nicht schon genug: Eine Foto-Video-Falle lichtet das Paar ab und zeigt es, umgeben von Welpen. Hubert Potocnik kennt das Schicksal von Slavko bis in alle Einzelheiten. 2011 hatte er den jungen Rüden besendert. Jetzt begibt er sich für den Film noch einmal auf die Spuren des Wanderwolfs und führt den Zuschauer zu markanten Orten seiner Reise.

Erstmals können die Zuschauer dabei sein, wenn die Wölfe durch Europa ziehen. Möglich macht dies der international anerkannte Wolfstrainer Zoltan Horkai. Mithilfe seiner Wölfe werden selbst die spektakulärsten Wolfsaktionen hautnah in besten Bildern erlebbar.

Der „Terra X“-Zweiteiler schlägt die Brücke zwischen aktueller Wissenschaft und Mythos. In atemberaubenden Naturaufnahmen werden Europas wichtigste Wolfsreviere dargestellt. Aufwendige und zum Teil computergenerierte Reenactments öffnen den Blick für die zahlreichen Geschichten und historischen Begegnungen mit dem Wolf.

 

 

Donnerstag, 30. Mai

 

3sat, 10.30 Uhr

Unter Grizzlys (1/2)

Das Abenteuer beginnt

Top-Wildlife-Kameraleute und Bärenexperten haben einige Wochen in Alaskas Wildnis verbracht, um das Leben der Grizzlys aus nächster Nähe zu verfolgen.

Noch nie wurden die riesigen Raubtiere Nordamerikas filmisch so außergewöhnlich nah porträtiert, während sie sich zu Hunderten an den Stromschnellen im Katmai-Nationalpark versammeln, um Lachse zu fangen. 35 Kameras waren im Einsatz.

Über und unter Wasser, in den Uferzonen, auf Plattformen, im Wald und auf den Weiden dokumentieren die Kameras einen Sommer lang das atemberaubende Spektakel. Die Bärenkenner begleiten die Teams Tag und Nacht, und so kommt es zu ungewöhnlichen Begegnungen.

In der ersten Folge kämpft eine noch unerfahrene Grizzly-Mutter unermüdlich um das Überleben ihrer beiden Jungen. Ihr Sommer ist voller tragischer Ereignisse. Hungrig und müde im eiskalten Wasser nach Nahrung suchend, verliert sie eines ihrer Kleinen. Nur die Hälfte der Jungtiere überlebt die Saison in der Wildnis Alaskas. Die Gegend wird beherrscht von einem riesigen Grizzly-Männchen und seiner Partnerin, die die Filmcrew als hoch aggressives Weibchen erlebt. Ausgewachsene hungrige Bären stellen eine tödliche Bedrohung für den Nachwuchs dar. Für die Mutter des überlebenden Jungtiers ist es eine harte Zeit voller unerwarteter Abenteuer und Herausforderungen.

Hautnah verfolgt die Crew den Überlebenskampf der Bärenmütter und ihrer Kinder, die bedrohlichen Attacken des großen Clanchefs und der zu allem entschlossenen Konkurrenten. Dabei erleben selbst die Bärenkenner Dinge, die sie vorher noch nicht gesehen haben. Tag für Tag werden sie Zeuge von großen persönlichen Dramen und überraschend traurigen Ereignissen.

Welche großen Risiken sie dafür in Kauf nehmen, wird den Teams immer dann bewusst, wenn sich ein Grizzly unvermittelt bis auf wenige Meter nähert und keiner weiß, was in den nächsten Sekunden passieren wird. Dank jahrzehntelanger Erfahrung im Umgang mit den Raubtieren ist die Crew am Ende des Sommers unversehrt.

 

 

Donnerstag, 30. Mai

 

3sat, 11.15 Uhr

Unter Grizzlys (2/2)

Drama in der Wildnis

Grizzlys hautnah. Ein 25 Mann starkes Team schlägt in Alaskas Wildnis seine Zelte auf und dokumentiert das Leben der riesigen Raubtiere so nah wie nie zuvor.

Wenn Millionen von Lachsen auf ihrer Laichwanderung die Flüsse Alaskas bevölkern, drängeln sich Hunderte von Grizzlys an den Stromschnellen, um tonnenweise Fisch zu verschlingen. Ein Hauen und Stechen beginnt.

35 Kameras über und unter Wasser, in den Uferzonen, auf Plattformen, im Wald und auf den Weiden dokumentieren einen ganzen Sommer lang das atemberaubende Spektakel. Die Bärenkenner begleiten die Teams Tag und Nacht, und so kommt es zu ungewöhnlich nahen Begegnungen und Einblicken in das Leben einzelner Bären in dieser Gemeinschaft.

Bärenmütter kämpfen bis zur Erschöpfung um das Überleben ihrer Kinder, die Attacken des großen Clanchefs nehmen bedrohliche Ausmaße an. Konkurrenten sind zu allem entschlossen, wenn es um die Lachse aber auch um die Weibchen geht.

Selbst die Bärenkenner erleben Dinge, die sie vorher nie gesehen haben. Tag für Tag werden sie Zeuge von großen Dramen und überraschend traurigen Ereignissen. Welche Risiken sie dafür in Kauf nehmen, wird den Teams immer dann bewusst, wenn sich ein Grizzly unvermittelt bis auf wenige Meter nähert und keiner weiß, was in den nächsten Sekunden passieren wird. Dank jahrzehntelanger Erfahrung im Umgang mit den Raubtieren kann die Crew am Ende des Sommers unversehrt zurückkehren.

 

 

Donnerstag, 30. Mai

 

3sat, 12.00 Uhr

Die Rückkehr der großen Raubtiere

Unterwegs mit drei Wildtierfotografen

Wolf, Luchs und Bär – vor rund 150 Jahren aus dem Schweizer Landschaften hinausgedrängt und ausgerottet. Jetzt sind sie wieder da und sorgen für Kontroversen.

Es gibt nur wenige Fachleute in der Schweiz, die viel über die rückkehrenden Raubtiere wissen. Unter anderen sind dies drei Wildtierfotografen: Laurent Geslin, Peter Dettling und David Bittner. Beat Häner begleitete sie bei Ansitzjagd und Pirsch mit der Kamera.

Laurent Geslin, der gebürtige Bretone, beschloss im Jahr 2010, von Luchsen in freier Wildbahn qualitativ hochwertige Fotos zu machen – etwas, was vor ihm keiner geschafft hatte. 170 Luchse leben derzeit in der Schweiz. Laurent Geslin zog für dieses Fotoprojekt extra mit Frau und Kind hierher, in den Neuenburger Jura. Mehr als ein Jahr lang bereitete er sich intensiv vor. Er erhielt dabei die Unterstützung von Wildhütern und Jägern sowie den Forschern des Vereins Kora, die im Auftrag des Bundes das Monitoring der Großraubtiere betreiben.

Peter Dettling ist Naturfotograf aus Sedrun im Kanton Graubünden. Im Jahr 2008 glückte es ihm, in seiner Heimat im Vorderrheintal einen ersten rückkehrenden Wolf zu fotografieren. Ihm gelang damit die erste Fotografie überhaupt eines wildlebenden Wolfes in der Schweiz. Seither hat ihn die Faszination für dieses Tier nicht mehr losgelassen. Seit 2013 beobachtet Peter Dettling die Calanda-Wolfsfamilie – das erste Schweizer Wolfsrudel auf Schweizer Boden nach weit über 100 Jahren, eingewandert aus Italien.

David Bittner ist Biologe, Bärenforscher und Fotograf aus Schlossrued, Aargau. Seit 13 Jahren verbringt er fast jeden Sommer in der Wildnis in Alaska und lebt dort mit den Grizzlys. Bittner hat persönliche Beziehungen zu einzelnen Bären aufgebaut – Wildtier und Mensch kennen einander. Bittners Interesse gilt immer mehr dem Alpenbraunbär. Über ein Dutzend junge Männchen streiften in den letzten Jahren durch die Schweiz – Bären, die aus dem italienischen Trentino kommen.

Alle drei verstehen sich als Vermittler, suchen die Zusammenarbeit mit Behörden und Verbänden. Keinem der drei geht es um das schnelle Bild. Vielmehr wollen sie mit ihren Reportagen aufklären, vermitteln, Interesse wecken. Denn sie wissen: Was man nicht kennt, verursacht Skepsis und Ängste. Ihr Anliegen ist deshalb, ein möglichst konfliktfreies Zusammenleben von Raubtier, Mensch und Nutztier zu ermöglichen.

 

 

Freitag, 31. Mai

 

arte, 11.30 Uhr

Die Adlerjäger in der Mongolei

Baibolat ist ein Berkutschi, ein kasachischer Adlerjäger. Seit Jahrhunderten leben die Berkutschi als Nomaden im Nordwesten der Mongolei und haben ihre einzigartige Jagdtradition erhalten. Die meisten Steppenvölker jagen mit Falken. Die Berkutschi bevorzugen Adler, weil die ihrer Meinung nach klüger sind. Am Beginn der Jagdsaison im Oktober steht das Adlerfest. Es zieht auch Touristen aus vielen Ländern an, und die Berkutschi genießen ihre neue Rolle: Sie verstehen sich als Bewahrer ihrer uralten Tradition in der modernen Welt.

 

 

Samstag, 1. Juni

 

MDR Fernsehen, 13.15 Uhr

Junger Wespenbussard, wohin?

Die Bruchlandung in der Münchener Innenstadt gibt Rätsel auf. Der junge Wespenbussard kann jedoch geborgen und in einer Freisinger Greifvogelstation wieder aufgepäppelt werden. Weil über das Verhalten dieser Zugvögel noch längst nicht alles bekannt ist, wird er hier mit einem kleinen Sender ausgestattet, der ab dem Tag seiner Freilassung mithelfen soll, sein „persönliches Geheimnis“ zu lüften. Wo ist dieser Vogel im Sommer zuhause?

Die Funksignale zeigen, wie er schließlich in die Nähe der polnischen Ostseeküste fliegt. Dort, in einem wahren Schlaraffenland für Wespenbussarde, die sich am liebsten von Wespenwaben ernähren, die sie aus Erdnestern buddeln, entdeckt ihn das Filmteam wieder. Es ist genau der Tag, an dem er auch seine lange Reise ins Winterquartier startet. Wie jeden europäischen Wespenbussard führt sie ihn alljährlich nach Westafrika. Doch schon im Schwarzwald erwarten ihn schlechtes Wetter – und andere Gefahren. Dabei liegen noch gut fünftausend Kilometer vor ihm.

 

 

Sonntag, 2. Juni

 

MDR Fernsehen, 11.30 Uhr

Unsere Gebirge von oben

Harz, Thüringer Wald und Erzgebirge, der Kyffhäuser, das Schiefergebirge oder das Elbsandsteingebirge – jedes von ihnen hat seine eigene Gestalt und seine besondere Geschichte. Gemeinsam umrahmen ihre Höhenzüge in einem weiten Bogen Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen.

In faszinierenden Bildern und mit persönlichen Geschichten wird erzählt, wie Mitteldeutschland durch seine Gebirge gemacht wurde und bis heute geprägt wird. Mit atemberaubenden Einstellungen aus der Luft, wird die besondere Schönheit der Landschaften und Orte deutlich. Erzählt wird die Geschichte von Menschen und Wildtieren, die in und mit ihren Gebirgen leben und deren Schicksal auch durch sie bestimmt wird.

 

 

Montag, 3. Juni

 

3sat, 20.15 Uhr

Yellowstone (1/3)

Feuer und Eis

Der „Yellowstone“-Nationalpark ist größer als mancher Bundesstaat der USA. Er ist geprägt vom Gegensatz zwischen Feuer und Eis, von vulkanischen Geysiren und von extremer Kälte im Winter. Viele bedrohte Tierarten finden hier noch Rückzugsgebiete

Es war im Winter 1807, als ein Trapper auf der Suche nach wertvollen Pelztieren ins Herz der Rocky Mountains vordrang. Was er dort an den Ufern des Yellowstone River entdeckte, war ein Stück unberührte Natur, eine vergessene Welt. 65 Jahre später, 1872, wurde dieser Flecken Erde mit seinen vulkanischen Geysiren und heißen Quellen zum Nationalpark erklärt – dem allerersten der Welt. Der „Yellowstone“-Nationalpark ist größer als so mancher Bundesstaat der USA – und geprägt vom Gegensatz zwischen Feuer und Eis: Im Winter sorgt vulkanische Aktivität im Untergrund für offene Wasserstellen – während die Landschaft ringsum bei 40 Grad unter null erstarrt. Bison und Bär, Wolf und Wapiti, Otter und Biber finden noch Rückzugsgebiete im größten intakten Ökosystem der gemäßigten Breiten. Ihr Leben ist jedoch geprägt von Extremen. Über ein halbes Jahr liegt der Park unter einer Schneedecke, die bis zu 15 Meter hoch werden kann, und einer dicken Eisschicht. Der meterhohe Schnee macht die Wege mühsam und Energie verzehrend für Wapitis und Bisons, zu fressen gibt es so gut wie nichts. Füchse jagen Mäuse unter Schnee, Otter suchen über Kilometer eine offene Wasserstelle, in der sie fischen können. Nur die Wölfe kommen in dieser Zeit auf ihre Kosten, denn ihre Beutetiere werden im Lauf des Winters immer schwächer. Linderung verschaffen die heißen Quellen und Geysire des Parks.

 

 

Dienstag, 4. Juni

 

3sat, 17.00 Uhr

Yellowstone (2/3)

Sommer der Bären

Der Sommer im ältesten Nationalpark der Welt, im „Yellowstone“, dauert nur wenige Wochen. Sobald die Tage wärmer werden, verwandelt sich die eiskalte Hochebene in kurzer Zeit in blumenbedeckte Weidegründe.

 

 

Mittwoch, 5. Juni

 

3sat, 17.00 Uhr

Yellowstone (3/3)

Herbst der Hirsche

Nach einem kurzen Sommer erlebt der „Yellowstone“-Nationalpark erneut eine Zeit des Wandels. Der Herbst hält Einzug, und ein besonderes Schauspiel beginnt: Bei der Brunft der mächtigen Wapitihirsche kommt es zu spektakulären Kämpfen um die Vorherrschaft über Weibchen und Revier. Biber überprüfen und reparieren ihre kunstvollen Dämme, mit denen sie Bäche zu Seen stauen.

Vögel und Eichhörnchen sammeln Vorräte für die kalte Jahreszeit, Grizzlybären fressen sich schnell noch zusätzliches Fett an für den langen Winterschlaf in ihren Höhlen. Schon fällt in den Bergen der erste Schnee, und die Hänge leuchten in den Farben des Herbstes. Wenn sie spüren, dass sich der Winter ankündigt, ziehen Gabelböcke und Wapitis in langen Trecks hinaus auf die umliegenden Weiden und Äcker. Dabei verlassen sie die Sicherheit, die ihnen der älteste Nationalpark der Welt bietet. Die Wapitihirsche machen sich im angrenzenden Farmland über das spärliche Futter für Rinder und Pferde her.

Von den erst 1995 wieder angesiedelten Wölfen folgen viele den Wapitihirschen über die Parkgrenzen hinaus. Einige Farmer, die um ihre Rinder fürchten, greifen zur Waffe, manche belassen es jedoch bei Warnschüssen. Auf den Winterweiden der Gabelböcke liegen heute die größten Gasfelder der USA, von Straßen zerschnitten. Den rasenden Autos sind selbst die schnellsten Antilopen der Welt nicht gewachsen, und viele werden überfahren.

 

 

Zeitraum: 06. Juni - 19. Juni 2019

Donnerstag, 6. Juni

 

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr

Wilder Iran – In den heißen Süden

Wüsten und große Seen, urige Laubwälder, sprudelnde Wasserfälle und schneebedeckte Berge – der Iran bietet überraschend spektakuläre Landschaften. Die abgelegenen Nationalparks des riesigen Landes beherbergen eine einzigartige Mischung von Tierarten aus Afrika, Asien und Europa, Bären neben Leoparden, Flamingos und Geiern.

Der erste Teil der zweiteiligen Dokumentation stellt den Süden des Landes in den Mittelpunkt. Der Iran, doppelt so groß wie Deutschland und Frankreich zusammen, ist weitgehend ein weißer Fleck im Bewusstsein vieler Europäer, vor allem, was Natur- und Kulturschätze angeht. Der Deutsch-Iraner Benny Rebel, international renommierter Tierfotograf und Umweltschützer, hat zwanzig Jahre seine Heimat nicht besucht, nun unternimmt er eine Expedition durch das ehemalige Persien. Ausgerüstet mit professioneller Kameratechnik sucht er in Nationalparks und Wildschutzgebieten nach Raritäten und Besonderheiten.

Seine Reise zeigt einen anderen Iran, wie man ihn so kaum zuvor gesehen hat. Mit Erfahrung und Glück gelingen dem Naturfotografen überraschende Aufnahmen von seltenen Tieren. So trifft er in der Steppe einen der Letzten Asiatischen Geparden. Nicht einmal hundert der Großkatzen gibt es noch in freier Wildbahn. In der Wüste spürt er die letzten Onager auf, eine äußerst scheue Art der Wildesel. Benny Rebel interessiert auch das Verhältnis der Iraner zur Natur. Er besucht einen historischen Taubenturm und trifft Vogelliebhaber, die mit eigenartigen Tauben Haus und Hof verwetten. In den paradiesischen persischen Gärten findet der 43-jährige Abenteurer Pelikane, zwischen den antiken Ruinen von Persepolis spürt er Eulen, Schlangen und Echsen auf.

 

 

Donnerstag, 6. Juni

 

arte, 17.40 Uhr

Yukon – Auf sich allein gestellt

Kim Pasche ist experimenteller Archäologe, Trapper, prähistorischer Handwerker, Experte für ursprüngliche Lebensweisen und Autor diverser Bücher über das Leben und Überleben in der Wildnis. Nach einer Kindheit in der Schweiz zog es ihn mit 20 Jahren in den kanadischen Nordwesten, zu den indigenen Völkern des Yukon.

Der weitgehend bewaldete Yukon-Nationalpark ist so groß wie Spanien und fast menschenleer. In dieser immensen Wildnis, wo Kim das Leben in völliger Autonomie erlernte, lebt er jedes Jahr für ein paar Monate, manchmal 700 Kilometer von der nächsten menschlichen Siedlung entfernt. Seine Leidenschaft für die Natur und ursprüngliche Überlebensformen ist ansteckend: Neben der Zusammenarbeit mit Archäologiemuseen in der französischsprachigen Schweiz organisiert er regelmäßig Workshops, in denen er den Menschen von heute die Techniken ihrer Vorfahren näherbringt. Dabei lernen die Teilnehmer, wie man Feuer macht, Steine metzt, Seile und Körbe aus Naturfasern flicht oder Alltagsgegenstände aus Holz und Knochen herstellt.

„Yukon – Auf sich allein gestellt“ ermöglicht eine faszinierende Reise durch Zeit und Raum auf den Spuren der ersten Menschen. Gleichzeitig regt Kim Pasches Leben und Arbeiten zum Nachdenken an über die Zukunftschancen der heutigen Gesellschaftsformen.

Die Sendung ist auch online verfügbar von 06/06 bis 13/06 auf dem Interportal von ARTE.

 

 

Donnerstag, 6. Juni

 

arte, 18.35 Uhr

Unser Wild

Sein Name ist Hase

Der Feldhase zählt zu den bekanntesten Wildtieren in Deutschland. Er liebt vor allem eine strukturreiche Landschaft mit Hecken und Büschen als Deckung. Er braucht kräuterreiche Nahrung und ist meistens dämmerungs- und nachtaktiv. Leider gibt es kaum noch Nachwuchs, in vielen Regionen Europas geht der Bestand des Feldhasen stark zurück. Vor allem macht ihm die Lebensraumzerstörung durch intensive Landwirtschaft zu schaffen. Doch es geht auch anders, wie der Jäger Michael Höfler in Baden-Württemberg beweist. Für ihn ist klar: „Ohne Naturschutz überlebt der Feldhase nicht.“

Lange Ohren, braunes Fell und auf flinken Pfoten unterwegs: Der Feldhase zählt zu den bekanntesten Wildtieren in Deutschland. Er liebt vor allem eine strukturreiche Landschaft mit Hecken und Büschen als Deckung. Er braucht kräuterreiche Nahrung und ist meistens als Einzelgänger dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber dagegen kann man die Langohren am besten zwischen Januar und August beobachten, wenn die Feldhasen Hochzeit halten. Doch Nachwuchs gibt es kaum noch. In vielen Regionen Europas geht der Bestand des Feldhasen stark zurück. In einigen Bundesländern Deutschlands steht er mittlerweile sogar auf der Roten Liste der bedrohten Säugetiere. Vor allem macht ihm die Lebensraumzerstörung zu schaffen.

Das Gesicht unserer gewohnten Kulturlandschaft verändert sich dramatisch. Die Intensivierung der Landwirtschaft mit riesigen Monokulturen und zahllosen Maisfeldern vernichtet vielerorts noch intakte Natur – genau das ist der Hasenkiller Nummer eins.

Es geht auch anders. In Deutschland leben elf Hasen pro Quadratkilometer. In einem Revier des Jägers Michael Höfler in Baden-Württemberg dagegen sind es zehnmal so viele. Für ihn ist klar: „Ohne Naturschutz überlebt der Feldhase nicht.“

Wissenschaftlerinnen der Universität Potsdam und des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin wollen wissen, warum in Nordostdeutschland die Hasenbestände drastisch zurückgehen und in Bayern noch relativ stabil sind. Wo liegt eigentlich die Hasenhauptstadt Deutschlands, und warum gibt es immer mehr Hasenfindelkinder?

Die Sendung ist auch online verfügbar von 06/06 bis 13/06 auf dem Internetportal von ARTE.

 

 

 

Donnerstag, 6. Juni

 

n-tv, 20.15 Uhr

Großkatzen – Wilde Jäger (1)

Der erfolgreichste Jäger der Welt ist die Katze. Ihre Gattungsfamilie hat viele Arten. Eine davon ist der Nebelparder, der im Dschungel von Thailand beheimatet ist. Doch auch abseits der tropischen Gebiete haben sich Großkatzen angesiedelt. Die Dokumentation ist den gefährlichen Tieren auf der Spur und zeigt ihre Intelligenz, Schnelligkeit und ihren Stolz.

 

 

Donnerstag, 6. Juni

 

SWR Fernsehen, 21.00 Uhr

Die Rückkehr der Wölfe – Schießen oder schützen?

150 Jahre lang war der Wolf ausgerottet. Inzwischen gibt es neue Rudel. Das Raubtier kommt den Menschen näher, auch im Südwesten. Der spektakulärste Vorfall war, dass ein Wolf nachts auf eine Schafweide in Bad Wildbad eindrang und mehr als 40 Tiere tötete. Seitdem kochen die Emotionen hoch. „Abschießen“ fordern die einen, „schützen“ die anderen.

Michael Glock aus Lahr hört beiden Gruppen zu. Mit einem SWR Fernsehteam reist der Wolfskenner durch den Südwesten, um zu erkunden, wo bald wieder ganze Wolfsrudel leben werden. Muss man Angst vor Wölfen haben? Und wie viel Schutz brauchen Schäfer für ihre Weidetiere? Für Michael Glock ist klar – der Wolf ist gekommen, um zu bleiben. Der Mensch muss lernen, wieder mit ihm klarzukommen.

 

 

Donnerstag, 6. Juni

 

n-tv, 21.05 Uhr

Großkatzen – Wilde Jäger (2)

Die Gattungsfamilie der Katze gehört zu den gefährlichsten und erfolgreichsten Jägern der Welt. In Zentralamerika leben die winzigen Ozelot-Katzen und jagen im Dickicht des Dschungels. Ihre extreme Anpassungsfähigkeit macht sich auch beim kanadischen Luchs bemerkbar, der Schnee und Eiseskälte trotzt. Die Doku reist außerdem in den US-Bundesstaat Texas, wo Pumas beheimatet sind und nach Afrika, um das Jagdverhalten der Leoparden zu beobachten.

 

 

Freitag, 7. Juni

 

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr

Wilder Iran – In den grünen Norden

Wüsten und große Seen, urige Laubwälder, sprudelnde Wasserfälle und schneebedeckte Berge – der Iran bietet überraschend spektakuläre Landschaften. Die abgelegenen Nationalparks des riesigen Landes beherbergen eine einzigartige Mischung von Tierarten aus Afrika, Asien und Europa, Bären neben Leoparden, Flamingos und Geiern.

In der zweiten Folge wird die Tier- und Pflanzenwelt im Norden des Irans vorgestellt. Der Deutsch-Iraner Benny Rebel, international renommierter Tierfotograf und Umweltschützer, macht sich auf den Weg in den Norden des Landes. Auch auf dieser Reise gelingen dem Naturfotografen wieder überraschende Aufnahmen von seltenen Tieren. Aus seinen Verstecken beobachtet er Antilopen und stattliche Wildschafe in den Gebirgen. Leoparden und Braunbären kreuzen seinen Weg im märchenhaften Laubwald. Und am größten See der Welt, dem Kaspischen Meer, sammeln sich rosafarbene Flamingos zur Nahrungssuche.

Auf seiner Foto- und Filmreise dokumentiert Benny Rebel die Naturschätze des Irans, auch um sich bei der Regierung seines Heimatlandes für deren Schutz einzusetzen.

 

 

Freitag, 7. Juni

 

arte, 18.35 Uhr

Die verrückte Welt der Hörnchen

Hörnchen gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Tieren auf der Welt. Überall sind sie zu sehen, sie begleiten so manchen Spaziergänger im Park oder im Wald, fordern ihren Anteil an der mitgebrachten Vesper und amüsieren uns mit ihren akrobatischen Kletterkünsten. Hörnchen haben mittlerweile fast alle Lebensräume der Erde besiedelt, man begegnet ihnen in Städten, im Wald, in Wüsten, in den Bergen und im hohen Norden. Die Eichhörnchen und ihre Verwandten sind heute aus kaum einer Region wegzudenken.

Die Dokumentation erzählt spannende und unterhaltsame Geschichten aus der Welt eines der populärsten Säugetiere des Planeten. Manche Hörnchen können fliegen, viele leben am Boden oder in Bäumen und einige bevorzugen die Kälte oder die Hitze. Ob Jung oder Alt, es gibt kaum einen Menschen, der sich dem Charme eines drollig dreinschauenden Hörnchens mit vollen Backen entziehen kann. Die Vielfalt im Reich der Hörnchen ist faszinierend und beeindruckend zugleich.

Der Film entführt den Zuschauer in die faszinierende Welt dieser kleinen Wesen und zeigt in unterhaltsamen Geschichten, wie sie sich auf der ganzen Welt so erfolgreich behaupten konnten. Er enthüllt die zauberhafte Welt der Hörnchen und bringt eine bunte Mischung aus Information, Unterhaltung und Faszination auf den Bildschirm.

Die Sendung ist auch online verfügbar von 07/06 bis 05/09 auf dem Internetportal von ARTE.

 

 

 

Samstag, 8. Juni

 

Bayerisches Fernsehen, 6.00 Uhr

Rehe und Rotwild – Was im Konflikt zwischen Wild und Wald hilft

Ein Reh fangen – das versuchen die Moderatoren Caroline du Bled und Gunnar Mergner in der Haute-Marne. Sie wollen ihm einen GPS-Sender verpassen. Forscher erhoffen sich, so mehr über Rehe zu erfahren, denn Förster klagen, dass das Wild Bäume verbeißt. Mit einer Winterfütterung versuchen deutsche Jäger, den Verbiss zu minimieren. In einigen Bundesländern sperrt man Rotwild in spezielle Gebiete ein. Doch diese Lösungen erscheinen einigen Forschern kontraproduktiv.

 

 

Samstag, 8. Juni

 

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr

Welt der Tiere

Sky – über den Gipfeln des Karwendel

Das Filmteam begleitet Sky, einen ganz besonderen Steinadler: Er ist der Erste, der von einem Falkner trainiert wird, um mit einer Kamera auf dem Rücken über den Alpengipfeln seine Kreise zu ziehen. Der Steinadler Sky wird von einem Falkner trainiert, um mit einer Kamera auf dem Rücken über den Alpengipfeln seine Kreise zu ziehen.

Seitdem Sky seine Eischale aufbrach, hat Falkner Martin Reindl die ersten zwei Lebensmonate des Adlers dokumentiert. Danach wurde er im Falkenhof Lenggries trainiert. Es begann mit dem „Abtragen“, wo sich der Vogel an die Gegenwart des Falkners auf dessen Hand gewöhnt. Eine Woche später startete das Flugtraining von Sky. Von Anfang an trug er einen Rucksack auf dem Rücken, in dem später die 320 Gramm schwere Kamera befestigt wurde. Zuerst lernte Sky damit am Brauneck zu fliegen und seine Heimat von oben zu dokumentieren. Ab August kreiste er dann auch im Karwendel: vom Juifen Richtung Falkenhütte, über den Ahornboden und dem Rissbach.

 

 

Samstag, 8. Juni

 

arte, 11.15 Uhr

Mörderische Mieze – Die Katze

Katzen gelten als niedliche Schmusetiger mit hohem Flauschfaktor. Sie werden von allen geliebt und überall auf der Welt mit großer Hingabe umsorgt. Im Internet werden wir mit Cat-Content – Katzenbildern und -videos – geradezu überflutet. Doch trotz zehntausendjähriger Domestizierung und ganz abgesehen von dem guten Image in den sozialen Medien ist und bleibt das weltweit beliebteste Haustier vor allem eins: ein Raubtier. In gefährdeten Ökosystemen wie Neukaledonien und Australien richten Katzen großen Schaden an, indem sie Jagd auf bedrohte Arten machen.

 

 

Samstag, 8. Juni

 

SWR Fernsehen, 20.15 Uhr

Natur im Südwesten

Die Tiere und wir

Der Südwesten ist ein Naturparadies für unzählige Tierarten, die in der direkten Nachbarschaft leben. Wie kommen diese Tiere mit den Menschen zurecht? Die Dokumentation von Jürgen Vogt erzählt Geschichten von Wölfen und Luchsen, Waschbären und Wildkatzen, die in den mehr als 20.000 Naturschutzgebieten, den über 5.000 Seen, in den Bergen, Wäldern und Feldern leben – in der Wildnis vor der Haustür.

Seit mindestens 40.000 Jahren haben die Menschen die Umwelt nach ihren Bedürfnissen gestaltet und damit auch den Lebensraum unserer tierischen Nachbarn verändert. Welche Tiere sind verschwunden – und welche sind zurückgekommen?

Welche Tiere haben sich angepasst – und welche in die hintersten Winkel zurückgezogen? Welche Tiere profitieren davon, dass wir Seen aufgestaut und Felder angelegt haben? Und wie rettet man fast ausgestorbene Tierarten vor dem völligen Verschwinden? Und welcher Tierart haben wir die größte archäologische Entdeckung der Menschheitsgeschichte zu verdanken?

 

 

Sonntag, 9. Juni

 

hr-fernsehen, 9.50 Uhr

Hessen von oben

Land der Wälder und Höhen

„Hessen von oben“ führt diesmal über Höhenzüge und Wälder, zeigt Landschaften im Schnee und in ihrer Blüte.

 

 

Sonntag, 9. Juni

 

n-tv, 14.10 Uhr

Im Angesicht des Raubtiers – Unter Löwen

Auf der Suche nach Löwen im entlegenen Osten Sambias: Der ehemalige US Navy Seal Joel Lambert will die kraftvollen Raubtiere aus nächster Nähe beobachten und erforschen. Um das zu ermöglichen, reist Lambert mit einem Käfig aus Polycarbonat und Aluminium durch den Busch – das erlaubt ihm, hautnah in die Lebenswelt der Tiere einzutauchen. Die Dokumentation begleitet das spannende Projekt.

 

 

Sonntag, 9. Juni

 

n-tv, 19.10 Uhr

Überleben! Knapp entkommen

Hat der Mensch eine Chance, gegen angriffslustige Tiere wie beispielsweise wütende Bären zu bestehen? Die Dokumentation zeigt die Extreme der Natur hautnah und verrät, wie es Menschen gelingen kann, sie zu bezwingen.

 

 

Montag, 10. Juni

 

SWR Fernsehen, 12.00 Uhr

Amerikas Naturwunder

Yosemite

Im Winter hängt der Nebel wie ein Schleier über dem vielleicht berühmtesten Tal der Welt, dem Yosemite Valley. Für die Tiere des Nationalparks eine harte Zeit, um an Nahrung zu gelangen. Der Rotluchs hat eine ganz besondere Technik entwickelt, um unter Schnee und Gras Wühlmäuse aufzuspüren. Für den Kojoten hingegen kann es gefährlich werden, wenn sich ein Steinadler für seine Beute interessiert. Mit fast zweieinhalb Metern Spannweite ist der Greifvogel ein ernstzunehmender Gegner. Mit dem Frühling taucht neues Leben im Park auf. Die Rotluchsmutter hat Nachwuchs und zeigt den Kleinen, wie man jagt.

 

 

Montag, 10. Juni

 

arte, 18.30 Uhr

Die fünf Geparde

Gemeinsam durch die Serengeti

Geparde sind die Hochgeschwindigkeitsjäger der Savanne. Nur wenige wagen sich an größere Beutetiere. Doch manchmal zeigen sich die Raubkatzen von einer überraschend anderen Seite. In der nördlichen Serengeti taucht eine Gruppe männlicher Geparde auf. Es ist das größte Bündnis, das jemals beobachtet wurde. Der Tierfilmer Reinhard Radke reiste nach Kenia in die nördliche Masai Mara, um Geparde zu filmen, wie man sie noch nie zuvor gesehen hat. Dabei gelangen ihm nicht nur spektakuläre Aufnahmen von der Jagd, sondern auch rührende Familiengeschichten zweier Mütter, die ihren Nachwuchs großziehen.

Die Sendung ist auch online verfügbar von 10/06 bis 10/07 auf dem Internetportal von ARTE.

 

 

Montag, 10. Juni

 

Bayerisches Fernsehen, 21.00 Uhr

Bayern erleben

Wölfe in Bayern

Wölfe sind in Bayern auf dem Vormarsch – und sie polarisieren. Wo sind die geschützten Raubtiere unterwegs, wie breiten sie sich aus? Kann es zu unerwarteten Begegnungen kommen und wo verlaufen die Fronten zwischen Schützern und Gegnern?

Seit 2014 haben sich die ersten Wolfs-Pärchen in Bayern gefunden. Im Veldensteiner Forst ist sogar schon das erste Rudel beobachtet und gefilmt worden. Höchstwahrscheinlich werden sich die Wölfe von dort aus weiter ausbreiten.

Aber mit der Zahl der Wölfe werden auch die Konflikte zunehmen. Und noch hat die Politik für viele Probleme, die die Beutegreifer mit sich bringen, keine Lösung.

Sind Elektrozäune genug Schutz für Rinder und Schafe? Werden sie sich im Alpenvorland errichten lassen, zumal auf den steilen Hängen der Almen? Wie gefährlich oder gefährdet sind Herdenschutzhunde? Welche Maßnahmen sind nötig, damit sie zwar Wölfe von den Nutztieren fernhalten, aber nicht Spaziergänger mit Hunden angreifen? Und vor allem: Wie behalten Wölfe ihre natürliche Scheu vor dem Menschen? In Niedersachsen und den östlichen Bundesländern laufen neugierige Wölfe offenbar Joggern mit Hunden hinterher und ziehen am helllichten Tag durch Dörfer.

In Deutschland dürfen sogenannte „Problemwölfe“ in letzter Konsequenz geschossen werden. Aber eine generelle, wenn auch staatlich kontrollierte Bejagung von Wölfen wäre derzeit undenkbar.

Anhand der Entwicklung in Bayern haben wir die Chance, die Rückkehr eines faszinierenden, aber sehr umstrittenen Wildtiers in unsere Lebenswelt mitzuerleben sowie die durchaus kontroversen Reaktionen. Das Filmteam verfolgt aus nächster Nähe die jüngsten Geschehnisse, zeigt die vielen Fragen, die diese aufwerfen, und endet mit einem „open end“ – ganz im Sinne dessen, was einer der Wissenschaftler sagt: „Die Rückkehr der Wölfe nach Bayern ist etwas Historisches.“

Historisch ist die Rückkehr nicht nur, was den Artenschutz angeht, sondern auch, wie und ob es verschiedenste Interessensgruppen schaffen werden, mit den Problemen, die der Wolf mit sich bringt, umzugehen. Noch ist nicht klar, wie viele Zugeständnisse Politik, Landwirtschaft, Jäger, Forstwirtschaft, Naturschützer, aber auch die breite Bevölkerung machen werden, um den Wolf wieder heimisch werden zu lassen.

Die Rückkehr des Wolfes ist ein brisantes Projekt, bei dem viel schiefgehen kann. Sollte es gelingen, wird es ein Meilenstein für den Artenschutz sein. Der Film ist eine lebensnahe, facettenreiche und aktuelle Reportage, die zugleich den Stellenwert eines Zeitdokuments hat.

 

 

Montag, 10. Juni

 

Phoenix, 0.45 Uhr (in der Nacht von Montag auf Dienstag)

Die Odyssee der einsamen Wölfe (1/2)

Es ist die erstaunliche Geschichte von drei Wanderwölfen. Auf der Grundlage wissenschaftlicher Daten lassen sich ihre Wege quer durch Europa exakt nachvollziehen und miterleben.  100 Jahre lang war der Wolf in Mitteleuropa ausgerottet. Die  Menschen sehen seine Rückkehr mit gemischten Gefühlen. Überall dringt der Wolf in die Zivilisation ein und markiert damit eine der spektakulärsten Entwicklungen im europäischen Naturraum.

Der Zweiteiler „Die Odyssee der einsamen Wölfe“ betrachtet das aktuelle Thema der Rückkehr eines Raubtiers aus der Perspektive der  europäischen Wolfsforschung. Bis heute ist es für die Wissenschaft ein Rätsel, warum einzelne junge Wölfe auf der Suche nach einem neuen Territorium unglaubliche Distanzen von mehr als 1.000 Kilometern zurücklegen.

Die Geschichte dreier solcher Wanderwölfe bringt Licht in ihren spannenden Alltag: Sie ziehen quer durch Europa, überwinden reißende Flüsse, klettern Felswände empor, queren frostklirrende Bergmassive. Sie bewältigen Barrieren der Zivilisation, Autobahnen, Grenzsicherungen und Großstädte. Unverzichtbar für das Projekt: Die drei Helden tragen Sender. Wissenschaftler entwickelten so detailreiche GPS-Karten. Es sind Dokumente, die die Routen der Wölfe exakt nachvollziehen lassen und beweisen, dass es einzelnen Tieren auf diese Weise gelingt, in den versprengten Wolfspopulationen Europas für genetische Vielfalt zu sorgen.

Im ersten Teil läuft der italienische Wanderwolf Ligabue 2004 von Parma aus durch den Apennin, gelangt bis hoch hinauf zum Monte Ebro und stößt schließlich in den französischen Meeralpen auf Artgenossen. Doch was ein Happy End zu sein scheint, entpuppt sich als tödliche Falle. Die italienische Wolfsforscherin Francesca Marucco vollzieht die Wanderung von Ligabue heute noch einmal nach und erklärt die besonderen Herausforderungen. Der zweite Teil ist um 1.30 Uhr im Programm von Phoenix zu sehen.

 

 

Dienstag, 11. Juni

 

Phoenix, 8.15 Uhr

Zurück zum Urwald

Nationalpark Kalkalpen

Der Wald ist viel mehr als bisher gedacht – das zeigt die neue Dokumentation „Zurück zum Urwald – Nationalpark Kalkalpen“ der preisgekrönten Filmemacher Rita und Michael Schlamberger. Ihre neue Produktion porträtiert das größte Verwilderungsgebiet der Alpen, das sich in den vergangenen 20 Jahren zu einem wildromantischen Urwald entwickelt hat. In diesem riesigen, unberührten Gebiet, in dem der Mensch die Natur Natur sein lässt, kommunizieren Bäume untereinander, streifen Luchse majestätisch anmutend am Waldboden und springen Gelbhalsmäuse zehn Mal so weit wie sie lang sind.

Dabei hat ten die Kalkalpen vor nicht allzu langer Zeit ein gänzlich anderes Erscheinungsbild. Erst im Jahr 1997 wurden das Sengsengebirge und das Reichraminger Hintergebirge als Nationalpark Kalkalpen unter strengen Schutz gestellt. Gleichzeitig mit einer mutigen Entscheidung: Fortan sollte das Bewirtschaften des Waldes den natürlichen dynamischen Prozessen überlassen sein. Nicht wenige Experten warnten damals vor diesem Schritt und befürchteten eine Verwesung des Waldes.

Heute, fast 20 Jahre später, ist klar, dass alle Zweifel unberechtigt waren. Das deutlichste Symbol dafür ist die Wiederkehr der Luchse. Nachdem ein Vorbote für die zukünftige Erfolgsgeschichte schon 1998 in den Nationalpark gekommen war, wurden 2011 Luchse aus der Schweiz angesiedelt. Schon ein Jahr später gab es den ersten Nachwuchs. Der einzige Feind, den die erste Luchspopulation in den Alpen seit ihrer Ausrottung vor 115 Jahren noch hat, ist der Mensch. Denn der sieht den Luchs nicht selten als Trophäe.

Doch das mächtigste Symbol der Kalkalpen ist letztlich der Baum. Seit über 350 Millionen Jahre haben sich Bäume zu perfekt angepassten Lebewesen entwickelt, zu pflanzlichen Genies, die in einem hochkomplexen Verbund den Organismus Wald bilden. Bäume sind Teil der wohl größten Gemeinschaftsarbeit in der Geschichte des Lebens – sie arbeiten Hand in Hand mit den Pilzen. Denn Myriaden von Pilzen zersetzen und verarbeiten das Totholz. Verborgen im Untergrund führen die Pilze ein finsteres Dasein. Irgendwann bahnen sie sich ihren Weg an die Oberfläche und spannen dort energisch ihre Schirme auf. Das, was wir dann landläufig als Pilz bezeichnen, dient nur der Vermehrung. Im Herbst, wenn die Pilze an die Oberfläche drängen, verraten sie indirekt, wo sie im Untergrund wachsen und sich ausbreiten.

 

 

Dienstag, 11. Juni

 

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr

Wels in der Saale und Falke im Turm

Die Fauna in und rund um die Saale ist äußerst vielfältig, wie Biber, Wanderfalken, Rehe, Fledermäuse und Krähen beweisen. Anfang der 1990er-Jahre haben Fischer in der Saale Welse wieder angesiedelt, nachdem es 40 Jahre lang unterhalb der Chemiestandorte Leuna und Buna keine mehr gab. Manche Exemplare bringen es auf stattliche zwei Meter.

Die Nutrias in der Saale freuen sich über die ersten warmen Sonnenstrahlen. Viele Leute bringen den Nagern Futter ans Ufer. Man kann es ihnen nicht verdenken – mit einer Möhre zwischen den Pfoten sehen die auch als Biberratte bezeichneten Tiere einfach putzig aus.

In 30 Metern Höhe ziehen Wanderfalken an einer Industrieanlage ihre Jungen auf. Sie haben den „Kunstfelsen“ im flachen Land um Halle für sich ausgesucht. Die großen Greife stehen unter besonderer Beobachtung engagierter Naturschützer. Ihre kleineren Verwandten, die Turmfalken, nisten direkt im Stadtzentrum. Über dem Halleschen Markt kreisen sie um den Roten Turm.

Hoch über der Saale thront die Burg Giebichenstein. In einem alten Taubenschlag innerhalb der Burgmauern dienen verwilderte Haustauben der Wissenschaft. Ihre Eier werden auf Umweltgifte untersucht, die die Tauben mit der Nahrung aufnehmen. In Halle-Neustadt haben ihre Artgenossen leer stehende Hochhäuser „besetzt“. Ursprünglich Felsbrüter, besiedeln diese Vögel gern Balkone und Nischen in den Häuserschluchten.

Viele Tiere haben die grünen Inseln der Saalestadt für sich entdeckt: Rehe ein Wäldchen an einer Schnellstraße, Mopsfledermäuse die Dölauer Heide, und Tausende Saatkrähen aus Europas Nordosten finden ihre Schlafbäume im Winter auf Ziegelwiese und Peißnitz.

 

 

Mittwoch, 12. Juni

 

3satm, 21.45 Uhr

Kenia: Kein Platz für wilde Tiere

Löwen spazieren auf der Straße, Hyänen wildern in den Ziegenställen. Die Tiere leben im Nationalpark unmittelbar vor den Toren Nairobis. Das führt in der wachsenden Metropole zu Problemen.

Der Platz wird immer knapper, und die Stadt dringt langsam in den Lebensraum der Tiere vor. Auch der Verkehr wird immer dichter. Entlastung sollte eine Breitspureisenbahn bringen, die durch Teile des Nairobi-Nationalparks führen sollte. Dagegen gab es Proteste.

Nun wird die Strecke größtenteils über Brücken im Park geführt. Ein kleiner Erfolg. Doch der eigentliche Konflikt zwischen Wirtschaftsentwicklung, Bevölkerungswachstum und Naturschutz ist damit nicht beseitigt. Der Film wirft einen Blick auf Kenias ältesten Nationalpark.

 

 

Mittwoch, 12. Juni

 

Animal Planet, 22.35 Uhr

Die Monster-Jäger – Bestien auf der Spur

Sendereihe

In Kentucky treibt angeblich seit 50 Jahren ein riesiger Wolf sein Unwesen. In West Virginia geht die Legende vom „Sheepsquatch“ um, und in den Höhlen von Greenbrier County lauert ein Furcht einflößendes Raubtier auf seine Beute. Solche Horrorgeschichten gehören in den Appalachen beinahe zum Alltag, denn die Menschen dort sind abergläubisch. Obendrein finden sich immer wieder Augenzeugen, die felsenfest behaupten, die besagten Monster mit eigenen Augen gesehen zu haben. In dieser Doku-Serie geht eine Handvoll uriger Naturburschen den Gruselstorys auf den Grund. Die Jäger und Fallensteller haben sich fest vorgenommen, Beweise für die Existenz der mysteriösen Kreaturen zu liefern und sie anschließend einzufangen.

 

 

Donnerstag, 13. Juni

 

hr-fernsehen, 10.30 Uhr

Wildes Deutschland

Grenzgänger am Grünen Band

Eine außergewöhnliche Perlenschnur der Natur zieht sich längs durch Deutschland. Von der Ostsee bis zum Vogtland verbindet sie auf 1.400 Kilometern Länge über 100 verschiedene Biotope mit seltenen Tier- und Pflanzenarten zum Grünen Band. Raritäten wie Schwarzstorch, Fischotter, Wanstschrecke oder Braunkehlchen finden ideale Bedingungen in Sumpfgebieten, Mooren, Pionierwäldern oder auf Magerrasenflächen. In diesem einzigartigen Biotopverbund leben über 5.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten, darunter über 600 stark gefährdete. Die langgestreckte grüne Oase ist ein besonders geschütztes Gebiet, dessen Ursprung lebensfeindlicher nicht sein kann.

Der Tierfilmer Uwe Müller beobachtete das Leben an der alten Grenze über ein Jahr lang zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Bei seinen Wachdiensten in den blühenden Landschaften und neuen Lebensräumen kamen ihm Jäger und Gejagte, aber auch Grenzzeugen vor die Kamera. Der Film zum 25. Jubiläum des Grünen Bandes lässt diesen längsten Biotopverbund Deutschlands dadurch gleichzeitig auch als besondere Erinnerungsstätte lebendig werden.

 

 

Donnerstag, 13. Juni

 

arte, 15.45 Uhr

Israel – Der Norden

Der Norden Israels erstreckt sich von Tel Aviv über den See Genezareth bis zu den Golanhöhen. Intensive Landwirtschaft auf fruchtbaren Böden macht die Region zum Brotkorb Israels. Die Dokumentation ist eine Entdeckungsreise durch eine vielfältige Kulturlandschaft. Leidenschaftliche Forscher vermitteln zwischen Landwirten, Tieren und Tierfreunden, um die letzten Wildnisgebiete zu erhalten. So haben Wölfe in den Golanhöhen eine sichere Heimat gefunden und Goldschakale bevölkern die Parks der Städte.

 

 

Freitag, 14. Juni

 

WDR Fernsehen, 11.55 Uhr

Wilder Rhein

Die zweiteilige Dokumentation begleitet den Rhein stromaufwärts von der Mündung ins niederländische Wattenmeer durch sechs Länder hinauf zu den Rheinquellen in den Schweizer Alpen und zeigt die Tiere die am oder im Rhein leben. Alteingesessene wie den Hecht, Heimkehrer wie den Biber und Neuankömmlinge wie den Halsbandsittich. Im Mündungsdelta tummeln sich Seehunde und im Oberlauf blicken Steinböcke auf seine Fluten hinab. Smaragdeidechsen, Uhus, Wildschweine und Weinhähnchen gehören zu den tierischen Stars der Sendung wie auch Wasseramsel, Siebenschläfer, Mausohrfledermaus und hunderttausende Wasservögel, die in der kalten Jahreszeit am Rhein rasten und hier überwintern.

 

 

Samstag, 15. Juni

 

MDR Fernsehen, 18.00 Uhr

Heute im Osten – Reportage

Rettung mit Hindernissen: Die Straßenhunde vom Goldstrand

Wenn Jeni Karabishlieva von Frankfurt ins bulgarische Varna reist, dann nicht, um sich am berühmten Goldstrand zu sonnen. Sie will Hunde retten. Denn allein in Varna leben Hunderte Straßenhunde. Viele verwahrlost und krank. Mithilfe von Spendengeldern, die sie über ihren Verein „Animal Hope Bulgaria-Varna“ auch in Deutschland einsammeln, päppeln Jeni und ihre bulgarischen Mitstreiter die Hunde auf und suchen neue Herrchen für sie – vor allem in Deutschland.

Doch nun sind die Tierschützerinnen in Aufruhr: Die Regierung in Sofia hat neue Regeln eingeführt – zusätzlich zu geltenden EU-Bestimmungen. Was bedeutet das für ihre Schützlinge? Werden sie sie überhaupt noch an die Tierliebhaber in Deutschland vermitteln können?

Blogger Ivailo Vassilev recherchiert für seine Leser. Manche von ihnen haben Angst vor den vielen herrenlosen Hunden oder fürchten, dass sie Touristen abschrecken könnten. Er will wissen, was sich die Behörden von der neuen Regelung verspricht. Ändert sie etwas am Problem mit den Straßenhunden?

 

 

Samstag, 15. Juni

 

arte, 22.40 Uhr

Die Wiedergeburt des Mammuts

Es klingt wie Science-Fiction: Mit Hilfe von Zellproben wollen Wissenschaftler die Gene des Mammuts in das Erbgut des asiatischen Elefanten einschleusen – und so einen Klon erzeugen. Lässt sich das vor Jahrtausenden ausgestorbene Wollhaarmammut tatsächlich wieder zum Leben erwecken? Die Dokumentation begleitet zwei internationale Forscherteams bei ihrem einzigartigen Projekt und ist unter anderem bei der Autopsie eines schockgefrorenen Mammuts in Sibirien dabei.

Im Mai 2013 sorgten russische Wissenschaftler für internationale Schlagzeilen: Im Dauerfrostboden einer abgelegenen Insel vor der sibirischen Küste fanden sie einen hervorragend erhaltenen Mammutkadaver. Das Fleisch war so frisch, dass die Forscher sogar davon kosten konnten. Zudem wurden kleine Mengen einer blutähnlichen Flüssigkeit sichergestellt.

In der Hoffnung auf verwertbares DNA-Material reisten schon bald südkoreanische Klonspezialisten an, um Zellproben zu entnehmen. Die Auswertungen ergaben, dass es sich bei dem Fund um eine 40.000 Jahre alte Mammutkuh handelt. Doch viele Fragen bleiben offen: Warum blutete das Mammut noch immer? Wie viel Nachwuchs brachte es zur Welt? Wie und woran starb es? Werden eines Tages wieder Mammuts durch die sibirische Tundra streifen?

„Die Wiedergeburt des Mammuts“ begleitet das südkoreanische Forscher-Team und trifft Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Harvard, die versuchen, bestimmte Gene des Mammuts in das Erbgut des ihm genetisch am nächsten stehenden asiatischen Elefanten einzuschleusen. Das auf diese Weise entstehende Mischwesen soll seinem prähistorischen Vorfahren ähneln und sich wie dieser verhalten.

Die Sendung ist auch online verfügbar von 15/06 bis 23/06 auf dem Internetportal von ARTE.

 

 

Sonntag, 16. Juni

 

MDR Fernsehen, 9.30 Uhr

Überleben

Die Welt entdecken

Als Polarfuchs-Welpe lebt es sich nicht schlecht: Drei Monate lang verwöhnt die Fuchsmutter ihre Kleinen mit Futter, sie haben viel Zeit zum Spielen – bis zu dem Tag, an dem die Mutter der Kindheit ihrer Jungen ein jähes Ende setzt: Sie vertreibt ihren Nachwuchs, schickt ihn in den arktischen Winter!

Völlig auf sich allein gestellt streift der junge Fuchs bei -50 Grad Celsius durch die Wildnis, bis zu 100 Kilometer täglich, ständig auf der Suche nach Fressbarem. Um zu überleben, hat er nur eine Chance: Er muss es schaffen, Lemminge zu jagen – aber die wohnen gut versteckt unter dem Schnee. Sie zu erwischen will gelernt sein.

 

 

Montag, 17. Juni

 

arte, 18.35 Uhr

Wüstenkönige – Die Löwen der Namib

Am Rande der Namib-Wüste erschließen Rinderhirten ständig neue Weidegebiete für ihre Herden. So geraten die Löwen dort immer öfter in Konflikt mit den Menschen. Sie werden Opfer von hinterhältigen Fallen oder beim Angriff auf Nutz- und Weidetiere erschossen. Ist das Ende für die Wüstenlöwen Namibias gekommen? Mehr als zwei Jahre haben die Naturfilmer Will und Lianne Steenkamp in der kargen Wüste Namibias verbracht, um ein achtköpfiges Löwenrudel durch endlos heiße Tage zu begleiten und filmisch zu porträtieren.

Für zwei Jahre haben die Filmemacher Will und Lianne Steenkamp ihre Wohnung mit dem Geländewagen und ihr Bett mit dem Schlafsack getauscht, um an der Seite eines Löwenrudels in der Wüste zu verbringen. Sie tauchen ein in das Leben im Hoanib-Becken der Namib-Wüste und erzählen eine Geschichte voller Emotionen. Die engagierten Kameraleute konnten lückenlos die entscheidenden Momente im Heranwachsen der prächtigen Tiere miterleben.

Das porträtierte Löwenrudel setzt sich aus einer sehr erfahrenen Löwin, ihren beiden erwachsenen Töchtern und deren fünf heranwachsenden männlichen Löwenjungen an der Schwelle zum Erwachsenenalter zusammen. Die alte Löwin ist bereits 17 Jahre alt, eine routinierte Jägerin und trotz ihres hohen Alters mutig und wild. Ihre Spezialität ist die Jagd auf Giraffen.

Die Löwen der Namib-Wüste sind eine langsam verschwindende Spezies. Löwen sind kaum für ein Leben in derart trockenen Gebieten geschaffen, und nur sehr wenige Rudel haben sich im Lauf von Jahrhunderten an diese Umgebung adaptiert und spezielle Jagdstrategien entwickelt.

Damit die kleine Population der Wüstenlöwen überlebt, müssen die jungen Männchen das Erwachsenenalter erreichen und sich mit Weibchen aus anderen Rudeln fortpflanzen. Die Zeit drängt, denn die Löwenpopulation in der Namib ist schon verschwindend klein. Nur wenn die jungen Löwen rasch lernen, selbstständig zu jagen und unabhängig von ihren Müttern zu leben, gibt es überhaupt eine Chance für sie, ein eigenes Rudel zu gründen. Das könnte entscheidend sein für das Überleben einer ganzen Art, denn männliche Löwen gibt es nur mehr wenige in den Wüstenregionen Namibias.

Die Dokumentation begleitet drei Löwenweibchen mit ihren fünf Jungen durch die Wüste Namib. Hautnah erlebt das Publikum die entscheidenden Phasen des Abkapselns von den Müttern bis hin zur ersten selbstständigen erfolgreichen Jagd der jungen Löwengang.

Die Geschichte folgt den Löwen von den Sandstränden der legendären Skelettküste bis weit in die namibische Wüste, ins Hoanib-Tal, wo die Löwen Tag für Tag durch surreal wirkende Trockenlandschaften ziehen.

Die Sendung ist auch online verfügbar von 17/06 bis 17/07 auf dem Internetportal von ARTE.

 

 

Dienstag, 18. Juni

 

3sat, 14.20 Uhr

Von Alaska nach Feuerland

Der Banff-Nationalpark ist berühmt für seine Wölfe und Bären. Der Schweizer Peter Dettling fotografiert sie in freier Natur und nimmt Reto Brennwald mit auf eine Foto-Jagd.

 

 

Dienstag, 18. Juni

 

arte, 18.35 Uhr

Die Wüstenlöwen der Namib

Aufbruch und Wiederkehr

Die fünf jungen Löwen aus der Dokumentation „Wüstenkönige – Die Löwen der Namib“, die 2015 entstand, sind inzwischen erwachsen geworden. Die Fortsetzung der emotionalen Beobachtung der fünf „Musketiere“ begleitet die Wüstenlöwen auf der Suche nach Weibchen. Doch das hoffnungsvolle Bild endet dramatisch: Nachdem die Löwen in der Nähe einer Siedlung einen Esel reißen, verenden vier von ihnen an Gift. Nur Tullamore überlebt und wird umgehend in ein sicheres Revier gebracht.

Die Sendung ist auch online verfügbar von 18/06 bis 25/06 auf dem Internetportal von ARTE.

 

 

Mittwoch, 19. Juni

 

arte, 16.45 Uhr

Der Luchs

Wieder heimisch und doch gefährdet

Sein schlimmster Feind war und ist der Mensch: Der Luchs mit seinen charakteristischen „Pinselohren“ wurde gnadenlos verfolgt. Er galt als Trophäe und Konkurrenz um Wildtiere und war fast ausgerottet. Naturschützer versuchen nun, den Luchs wieder in unseren Wäldern heimisch zu machen. Nach wie vor ist er aber gefährdet.

Die größte Raubkatze Europas hat ein fantastisches Hörvermögen und kann das Rascheln einer Maus auf eine Entfernung von 50 Metern hören. Dank seiner extrem lichtempfindlichen Augen sieht der Luchs auch bei nächtlicher Jagd noch gut.

Ein EU-LIFE-Projekt will dem scheuen Jäger im Biosphärenreservat Pfälzerwald ein neues Zuhause schaffen. Aus den slowakischen Karpaten und den Schweizer Bergen werden dafür seit 2015 einzelne Tiere im größten deutschen zusammenhängenden Waldgebiet freigelassen. Die Moderatoren Adrian Pflug und Emilie Langlade folgen den Spuren dieser Luchse. Mit GPS-Sendern, aber auch einzigartigen Luchshunden orten sie die scheuen Tiere und erfahren mehr über die Lebensweise und Gefahren der Raubkatzen.

Anders als im Bayerischen Wald und im Harz arbeitet man im Pfälzerwald mit Jägern zusammen, in der Hoffnung, dass die Tiere bald wieder zahlreich durch die Wälder streifen.

Die Sendung ist auch online verfügbar von 19/06 bis 17/09 auf dem Internetportal von ARTE.

 

 

Mittwoch, 19. Juni

 

3sat, 17.30 Uhr

Wildes Venedig

Die „Universum“-Dokumentation erforscht das unbekannte Venedig der Tiere. Sie trifft auf die reiche Vogelpopulation der unbewohnten Laguneninseln, findet Venedigs junge Falken in ihrem gut versteckten Unterschlupf und blickt über die Mauern der geheimen Gärten der Stadt, voll bunter Kleinlebewesen, deren Bestände sich seit dem Rückgang der hohen Zahl an Katzen nun wieder erholen. Es ist auch eine Reise an die versteckten Plätze der Lagune, die dem normalen Touristen üblicherweise verschlossen bleiben.

 

 

Der schwedische Bärenjäger Rasmus Boström präsentiert seine neue Bärenjagd-DVD
Unsere Wildnis – ab 10.03.2016 im Kino
Der Adlerflüsterer
Grenzbock – Dokumentarfilm mit WILD UND HUND-Wildbiologe Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel. Kinostart 2. Februar 2016
Wie Brüder im Wind – ab 28. Januar 2016 im Kino. Interview mit Tierfilmer Ottmar Penker in WILD UND HUND 2/2016!
Magie der Moore – ab 24. September 2015 im Kino
WILD UND HUND Exklusiv Nr. 46 mit DVD
Die WILD UND HUND-Redaktion geht zum Jahresanfang gemeinsam auf Drückjagd.
WILD UND HUND-Exklusiv Nr. 44 mit DVD

Kino und DVD

 

Grenzbock

Ein Dokumentarfilm von Hendrik Löbbert mit WILD UND HUND-Wildbiologe Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel.

Ein außergewöhnlicher Dokumentarfilm, der in die Welt der deutschen Jäger eintaucht und zeigt, wie sie sich im Spannungsfeld zwischen Sehnsucht nach ursprünglicher Natur und Effizienzdenken, zwischen Märchenwald und moderner Kulturlandschaft bewegen. Auf leisen Sohlen betritt der junge Filmemacher Hendrik Löbbert die Welt der Jäger im brandenburgischen Wald und beobachtet, nach welchen Maßstäben dieser Kosmos funktioniert und wie sich dessen Bewohner darin bewegen.

Ein letztes Mal lässt Hubertus Meckelmann zur großen Drückjagd in der Wildnis blasen. Im Kerngebiet des ehemaligen Truppenübungsplatzes soll bald gar nicht mehr gejagt werden. Für die Reviere außen herum ist das eine Zumutung. Denn die mühsam begrenzten Populationen von Rot-, Dam- und Schwarzwild werden dadurch völlig durcheinander geworfen. Daran ändert auch die Rückkehr vom Wolf nichts.
Grenzbock begleitet drei Jäger durch ihre Wälder und lässt in langen, ruhigen Einstellungen die Weltbilder durchschimmern, die sich hinter Jägerlatein und Lodenmantel verstecken. Kinostart: 04.02.2016
WILD UND HUND verloste 7 x 2 Kinokarten für den Film „Grenzbock“, der in ausgewählten Kinos laufen wird. Die ersten zwei Gewinner erhielten zudem ein Whitefox Jagdmesser „Dingo“ von Askari. Mehr zur Verlosung…
Lesen Sie hier ein Interview mit dem Regisseur Hendrik Löbbert…

Ab 28. Januar 2016 im Kino.

Wie Brüder im Wind

Mit „Wie Brüder im Wind“ kommt Ende Januar ein Film in die Kinos, dessen spektakuläre Wildaufnahmen und Besetzung mit Jean Reno und Tobias Moretti außergewöhnliche Unterhaltung versprechen. WILD UND HUND sprach mit Regisseur und Tierfilmer Otmar Penker…
Ab 10. März 2016 im Kino

Unsere Wildnis

Die Naturdokumentation von Jacques Perrin und Jacques Cluzaud erzählt in atemberaubenden Bildern die Entfaltung der Flora und Fauna im Wandel der Jahreszeiten sowie die Einwirkung des Menschen auf die gesamte Umwelt.
Aus der Perspektive von Flora und Fauna wird uns die Schönheit und Harmonie der ursprünglichen Wildnis vor Augen geführt, die nach und nach unter der zunehmenden Einwirkung des Menschen schwindet. Die Tier- und Pflanzenwelt muss sich den ständig wechselnden Bedingungen anpassen, einheimische Tierarten wie Wildpferde, Wölfe und Bären werden verdrängt, aber die Natur findet immer wieder Wege, sich in dem neuen Lebensraum zu entfalten.UNSERE WILDNIS ist eine poetische Chronik unseres Lebensraums und eine Hymne auf die Mysterien der Natur. Vom Fuchsbau tief im Wald bis zu den im Laufe der Jahre immer größer werdenden Ansiedlungen der Menschen zeigt UNSERE WILDNIS den Zauber sowie die unglaubliche Vielfalt des Lebens und weckt Hoffnung auf ein friedliches Miteinander aller Geschöpfe auf diesem Planeten. Kinostart: 10. März 2016
WILD UND HUND verloste 3 x 2 Freikarten. Gewonnen haben…
3D-Film: Halali: Waidwerk - Jäger - Wild

Halali: Waidwerk – Jäger – Wild

Ende 2016 kommt der 3D-Jagdfilm „Halali“ in die Kinos des deutschsprachigen Raums.
In der 90 Minuten soll der Film mit spektakulären Tier-, Natur- und Landschaftsaufnahmen in 3D mit vielen Missverständnissen rund um die Jagd aufräumen. Den Besuchern soll das wahre Bild der Jagd vermittelt werden. Filmstart ist November/Dezember 2016. Weiter wird es eine englischsprachige Version für den internationalen Kinoauftritt und ein eigenes Buch zum Kinostart geben.
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