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WILD UND HUND TV-Tipps für Jäger

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Hier finden Sie die aktuelle Programmvorschau für Jäger

Mit freundlicher Unterstützung des Redaktionsbüros „Radio + Fernsehen“. Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.

Hörfunk: Radio Rheinwelle 92,5 Mhz, Samstags, 13 bis 15 Uhr, vierwöchentlich, ungerade Kalenderwochen: Jagd – Faszination und Kultur
ORF-Radio Niederösterreich, 1. Dienstag im Monat, 21 Uhr: Naturerlebnis Jagd
Radio Bamberg: „Heike trifft… Drei Jäger“
Jagdfunk: Ein Interview-Podcast rund um die Jagd

Kino und DVD-Tipps: siehe Trailer und Seitenende

Filme von WILD UND HUND finden Sie auch auf YouTube!

Zeitraum: 13.07. - 19.07.2020

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Montag, 13. Juli

arte, 6.40 Uhr
Der Luchs
Wieder heimisch und doch gefährdet
Sein schlimmster Feind war und ist der Mensch: Der Luchs mit seinen charakteristischen „Pinselohren“ wurde gnadenlos verfolgt. Er galt als Trophäe und Konkurrenz um Wildtiere und war fast ausgerottet. Naturschützer versuchen nun, den Luchs wieder in unseren Wäldern heimisch zu machen. Nach wie vor ist er aber gefährdet. Die größte Raubkatze Europas hat ein fantastisches Hörvermögen und kann das Rascheln einer Maus auf eine Entfernung von 50 Metern hören. Dank seiner extrem lichtempfindlichen Augen sieht der Luchs auch bei nächtlicher Jagd noch gut. Ein EU-LIFE-Projekt will dem scheuen Jäger im Biosphärenreservat Pfälzerwald ein neues Zuhause schaffen. Aus den slowakischen Karpaten und den Schweizer Bergen werden dafür seit 2015 einzelne Tiere im größten deutschen zusammenhängenden Waldgebiet freigelassen. Die „Xenius“-Moderatoren Adrian Pflug und Emilie Langlade folgen den Spuren dieser Luchse. Mit GPS-Sendern, aber auch einzigartigen Luchshunden orten sie die scheuen Tiere und erfahren mehr über die Lebensweise und Gefahren der Raubkatzen.

3sat, 16.45 Uhr
Yellowstone (1/3)
Feuer und Eis
Als ein Trapper im Winter 1807 auf der Suche nach Pelztieren ins Herz der Rocky Mountains vordrang, entdeckte er dort an den Ufern des Yellowstone River ein Stück unberührter Natur. 1872 wurde dieser Flecken Erde mit seinen vulkanischen Geysiren und heißen Quellen zum Nationalpark erklärt, dem ersten der Welt. Die dreiteilige Reihe zeichnet ein Porträt dieser einzigartigen Landschaft, ihrer Bewohner und Naturwunder. Der Yellowstone-Nationalpark ist geprägt vom Gegensatz zwischen Feuer und Eis: Vulkanische Aktivität im Untergrund sorgt auch im Winter für offene Wasserstellen, während die Landschaft ringsum bei 40 Grad Celsius unter Null in Frost und Kälte erstarrt. Diese Wasserstellen sind im Hochwinter die Bühne für so manches Drama: Hier bekommt es der noch unerfahrene Nachwuchs des Wolfsrudels zum ersten Mal mit einem ausgewachsenen Elchbullen zu tun. Was anfangs nach einer klaren Sache für den mächtigen Geweihträger aussieht, entwickelt sich im Laufe des Winters zu einem Kampf auf Leben und Tod. Im Gebiet des Yellowstone-Nationalparks herrschen einzigartige Umweltbedingungen: Durchschnittlich fallen im Bergmassiv der Rocky Mountains während der kalten Jahreszeit etwa drei Meter Schnee. Durch tiefe Gebirgseinschnitte gelangen jedoch feuchte Luftmassen vom Pazifischen Ozean im Westen bis nach Yellowstone, wo sie rasch abkühlen – und den Winter über für bis zu 15 Meter Schnee sorgen. Die mächtigen Bisons kommen mit der Kälte im Normalfall gut zurecht. Ihr dichtes, dickes Fell schützt sie weitgehend vor dem Frost. Yellowstone beherbergt die letzten wilden Bison-Herden, die hier seit Jahrtausenden überlebt haben. Aber auch die Bisons haben ihre Grenzen. Wenn es zu kalt wird, suchen sie einen ganz bestimmten Fluss auf, der von warmem Wasser aus der Tiefe gespeist und damit eisfrei gehalten wird. Der Fluss leitet die Bison-Herde in ein Gebiet voller Geysire, deren heißes Wasser den Boden ringsum schneefrei hält und das verdorrte Gras zugänglich. Doch die Tiere dürfen nicht zu viel davon fressen, denn das dürre Gras enthält hohe Konzentrationen von Kieselerde und Arsen. Diese Nahrung ist nicht nur sehr karg, sondern sogar gesundheitsgefährdend. Den meisten Bewohnern des Nationalparks machen Schnee und Eis zu schaffen – so auch dem Fuchs. Dennoch hat er einen Weg gefunden, den Winter zu überstehen: Er jagt Schneemäuse, die sich am Boden in Gängen und Höhlen unter dem Schnee verbergen. Bei seinem Lauschangriff achtet der Fuchs auf das leiseste Geräusch, das den Standort einer Schneemaus verrät. Hat er ein potenzielles Opfer ausgemacht, vollführt der Fuchs eine sehenswerte Aktion: Er springt hoch in die Luft und taucht mit der Schnauze voran tief in den Schnee, wo er mit etwas Glück die begehrte Beute erwischt. Die winterlichen Bedingungen sind auch für die Otter ein Problem. Die meisten Flüsse und Bäche sind jetzt von einer zentimeterdicken Eisschicht bedeckt, und darüber türmen sich die Schneemassen. Die Otter ziehen die Ufer entlang, um einen offenen Zugang zum Wasser zu finden, wo sie ihre wichtigste Nahrung jagen können, Fische. Als einer der Otter endlich einen erwischt, hat er dabei einen höchst interessierten Beobachter: Ein Kojote trachtet danach, dem Otter den Fisch abzujagen. Dieser denkt jedoch nicht daran, seine Beute aufzugeben, sondern taucht blitzschnell ab und versteckt sich unter der verschneiten Eisdecke im Fluss. Am Ende muss der Kojote unverrichteter Dinge abziehen. Wenn es kalt genug ist, zeigt sich in Yellowstone ein faszinierendes Naturschauspiel: Aus heiterem Himmel gefriert die Feuchtigkeit der Luft zu winzigen Eiskristallen, die in der Sonne glitzern, ein Phänomen, das als „Diamond Dust“, „Diamantenstaub“, bekannt ist.

3sat, 17.30 Uhr
Yellowstone (2/3)
Leben auf dem Vulkan
Ein halbes Jahr lang halten Eis und Schnee Yellowstone in frostigem Griff. Doch schließlich erwacht das Leben im Nationalpark langsam wieder. Nach dem langen Winterschlaf führt eine Grizzlybärin ihre neugeborenen Jungen zum ersten Mal durch ihr Revier. Doch sie könnte zu früh erwacht sein, denn das Land liegt dieses Jahr noch unter einer dicken Schneedecke verborgen – und so gibt es kaum Futter.
Einmal mehr zeigt sich, wie anpassungsfähig Grizzlys sind. Mit Tatzen, die mit einem Hieb einen Hirsch töten können, tastet die Bärenmutter unter den Eisschollen nach Fischen, die sich zum Überwintern ein allzu seichtes Gewässer ausgesucht haben – und daher erfroren sind. Die Bärin stärkt sich mit gefrorenem Fisch, um bei Kräften zu bleiben und ihre Kleinen säugen zu können. Sobald die Tage wärmer werden, kehren auch Rudel von mächtigen Wapitihirschen und Herden pfeilschneller Gabelböcke auf das Hochplateau zurück. Die Hirsche hatten in den Wäldern am Rand des Nationalparks Schutz vor der Kälte gesucht, die Gabelböcke haben hingegen eine Wanderung von beinahe 200 Kilometern hinter sich. Die Winterquartiere der schnellsten Sprinter Amerikas liegen fernab der unwirtlichen Hochtäler. Gabelböcke sind faszinierende Tiere, die auf der Flucht Geschwindigkeiten von etwa 80 Kilometern pro Stunde erreichen können. Jetzt ist die Zeit für den Nachwuchs: Ob Bisons, Wapitis oder Gabelböcke – sie alle bekommen nun ihre Jungen. Auf diesen Moment haben die Wölfe und Kojoten nur gewartet, denn auch sie müssen ihre neugeborenen Kleinen durchbringen, bis diese sich selbst versorgen können. Dabei stoßen die Tiere auf unerwartete Probleme: Die spezielle Lage und Geologie von Yellowstone bringt es mit sich, dass hier sogar im Juni gelegentlich noch heftige Schneestürme über die Landschaft hereinbrechen. Sie ahnen nichts davon, aber all die Bewohner des Nationalparks verbringen ihr Leben auf einem schlafenden Supervulkan. Tief im Untergrund von Yellowstone verbirgt sich ein gewaltiges Magma-Reservoir. Im Lauf der Erdgeschichte kam es hier bereits mehrfach zu unvorstellbaren Ausbrüchen – seit einigen Jahren registrieren Forscher immer wieder einen zunehmenden Druck im Erdinneren, durch den manche Bereiche des Nationalparks langsam angehoben werden. Die spektakulären Landschaften von Yellowstone wurden auch von den Eiszeiten geprägt: Als die Gletscher wuchsen und vordrangen, planierten sie weite Gebiete und schliffen dabei den Untergrund ab. Als sich die Eismassen wieder zurückzogen, bildete der mineralreiche Gesteinsstaub einen besonders fruchtbaren Boden für schier endlose Grasebenen. Zu Beginn des Sommers beginnt das Land hier unter der sengenden Sonne zu verdorren. Mit Fortschreiten der heißen Jahreszeit trocknet die Landschaft immer mehr aus – und schon ein Blitzschlag genügt, um verheerende Waldbrände auszulösen. Diese alles vernichtenden Feuerstürme sind eine große Bedrohung für das Leben in Yellowstone. So zerstörte 1988 ein katastrophaler Waldbrand etwa ein Drittel des Baumbestandes im Nationalpark. Doch auch diese Brände sind Teil eines ewigen Kreislaufs – denn die Asche düngt den Boden, auf dem dann rasch wieder neues, üppigeres Leben gedeiht. Als ein Trapper im Winter 1807 auf der Suche nach Pelztieren ins Herz der Rocky Mountains vordrang, entdeckte er dort an den Ufern des Yellowstone River ein Stück unberührter Natur. 1872 wurde dieser Flecken Erde mit seinen vulkanischen Geysiren und heißen Quellen zum Nationalpark erklärt, dem ersten der Welt. Die dreiteilige Reihe zeichnet ein Porträt dieser einzigartigen Landschaft, ihrer Bewohner und Naturwunder.

3sat, 18.15 Uhr
Yellowstone (3/3)
Zeit des Wandels
Im Sommer, wenn die Wiesen ein Meer aus Blumen und Blüten bilden, bietet der Yellowstone-Nationalpark einen eindrucksvollen Anblick. Doch diese Pracht währt nur kurz. Schon nach wenigen Wochen erlebt der Park erneut eine Zeit des Wandels. Der Herbst hält Einzug, und ein besonderes Schauspiel beginnt: Bei der Brunft der mächtigen Wapiti-Hirschbullen kommt es zu spektakulären Kämpfen um die Vorherrschaft über Weibchen und Revier. Andere Tiere bereiten sich auf den nahenden Winter vor: Biber überprüfen und reparieren ihre kunstvollen Baue, mit denen sie Bäche und kleinere Flüsse zu Teichen aufstauen. Diese Gewässer sind auch ein Anziehungspunkt für Elche. Diese gewaltigen Geweihträger ernähren sich unter anderem von Wasserpflanzen, die in den seichten Teichen wachsen. Daneben fressen Elche auch Zweige und Äste, aus denen wiederum die Biber ihre Baue errichten. Als ein Elch einem Biberbau zu nahe kommt, verteidigt der Nager seinen Unterschlupf und vertreibt den riesigen Störenfried, indem er mit seinem breiten Schwanz auf die Wasseroberfläche schlägt. Yellowstone, ein unberührtes Naturjuwel, in dem seit Menschengedenken allein der Rhythmus der Jahreszeiten das Leben bestimmt? Nicht ganz! Zwar ist der älteste Nationalpark der Welt größer als so mancher amerikanische Bundesstaat, doch die Wildtiere kümmern sich nicht um Parkgrenzen und von Menschen willkürlich festgelegte Zonen. Als ein Trapper im Winter 1807 auf der Suche nach Pelztieren ins Herz der Rocky Mountains vordrang, entdeckte er dort an den Ufern des Yellowstone River ein Stück unberührter Natur. 1872 wurde dieser Flecken Erde mit seinen vulkanischen Geysiren und heißen Quellen zum Nationalpark erklärt, dem ersten der Welt. Die dreiteilige Reihe zeichnet ein Porträt dieser einzigartigen Landschaft, ihrer Bewohner und Naturwunder.

Dienstag, 14. Juli

3sat, 15.15 Uhr
Im Land des Widders
Schon etwa 6000 vor Christus gab es Mufflons auf Sardinien. Jungsteinzeitmenschen sollen die scheuen kleinen Wildschafe aus Kleinasien bis hin zur Iberischen Halbinsel mitgenommen haben. Um 1890 wurden die ersten Mufflons von Sardinien aus ins Bergland Italiens gebracht. Doch dort, wo die letzten Wölfe Italiens überlebt haben, hatten die Wildschafe kaum eine Chance. Auch in ihrer Heimat Sardinien steht es mittlerweile nicht gut um sie. Die letzte Urpopulation Europas lebt in der zentralen Bergregion des Nationalparks Gennargentu, wo der Forscher Simone Ciuti sich vorgenommen hat, das weitgehend unbekannte Verhalten der Mufflons zu erforschen. Jede neue Erkenntnis zählt, wenn die scheuen Urschafe auf Sardinien überleben sollen.

3sat, 15.45 Uhr
Leben mit dem Tiger
Sibirische Tiger sind die größten und prächtigsten Wildkatzen der Erde. Und sie gehören zu der einzigen Tiger-Unterart, die in Schnee und Eiseskälte lebt. Sibirische Tiger bewohnen einen riesigen Raum, der sich über 150.000 Quadratkilometer vom Amur-Fluss bis zur pazifischen Küste Russlands erstreckt. Fast drei Meter lang und bis zu 300 Kilo schwer übertrifft der Amur-Tiger sogar den „König der Tiere“, den Löwen. Und er kennt nur einen Feind – den Menschen. Der nennt das charismatische Tier zwar „Herrscher der Taiga“ und bewundert ihn für seine Schönheit, Stärke und Ausdauer. Aber das hat Wilderer nicht daran gehindert, diese Großkatze skrupellos abzuschießen. In den 1930er-Jahren war die Population der Amur-Tiger so gut wie ausgerottet und zählte vermutlich nur noch etwa 50 Tiere. Dank eines straff organisierten staatlichen Schutzprogramms konnte der Tiger vor dem Aussterben bewahrt werden. Die Zählung 2005 ergab 450 Tiere. Im Winter 2015 wurden die Tiere erneut gezählt. Die große Frage war: Wie viele dieser gefährdeten Einzelgänger gibt es aktuell noch in der Taiga? Um den aktuellen Wildbestand zu erfassen, starteten russische Naturschützer und WWF-Experten eine spektakuläre Expedition in den sibirischen Urwald. Die Filmemacherin Galina Kirsunova und ihr Team haben die Tigerhüter auf der Suche nach Spuren im Schnee – hinterlassen von der größten aller Raubkatzen – begleitet. Ihr Film erzählt auch die Geschichte eines kranken Jungtiers und berichtet außerdem über das oft nicht ungefährliche Leben der Menschen Seite an Seite mit dieser Art, die selbst um ihr Überleben kämpfen muss.

3sat, 16.15 Uhr
Portugal – Die Rückkehr der wilden Tiere
In Portugal kann der Iberische Luchs wieder ausgewildert werden, und auch die Iberischen Wölfe breiten sich vom Norden des Landes her aus. Ist die Koexistenz mit dem Mensch doch möglich? Bernardo Rebelo de Andrade hat viele Jahre für Artenschutzprojekte in Afrika und Brasilien gearbeitet. Doch seitdem auch in seiner Heimat Portugal immer mehr für den Schutz der wilden Tiere getan wird, gibt es hier viel für ihn zu entdecken. Außerdem hat der Iberische Luchs ein lang ersehntes Comeback. Eine Seuche hatte ihre Hauptnahrung, die Wildkaninchen, dahingerafft. Der Schwund von Nahrung und Lebensraum machte den Katzen so stark zu schaffen, dass sie auch heute noch zu der am stärksten vom Aussterben bedrohten Raubtierart der Welt zählen. Bis vor Kurzem lebten die letzten Luchse Portugals in einer Aufzuchtstation, die Bernardo Rebelo de Andrade besucht. Doch jetzt werden die ersten Tiere im Naturpark Guadiana ausgewildert.Vom Norden her breitet sich auch der Iberische Wolf ohne fremde Hilfe wieder aus. Doch weil es immer noch an frei lebender Beute mangelt, holen sich die hungrigen Wölfe unbewachte Nutztiere – sehr zum Unmut mancher Bauern. Im Privatreservat „Faia Brava“ im Côa-Tal dagegen sind die großen Beutegreifer willkommen, denn dort wird alles für die Rückkehr der einst wilden Natur vorbereitet. Prähistorische Felsbilder, vor 25 000 Jahren von Menschen in die Felsen geschabt, zeigen Auerochse, Iberische Ziege und Pferd. Nach diesem Vorbild werden die großen Grasfresser von der NGO „Associação Transumância e Natureza“ in Zusammenarbeit mit der „Rewilding Europe“-Naturinitiative im Côa-Tal wieder angesiedelt. Bereits mehr als 50 Garranos, eine uralte Pferderasse, leben dort zusammen mit robusten Maronesa-Rindern. Iberische Ziege, Rotwild und Kaninchen sollen bald folgen, denn eines Tages sollen dort nicht nur der Wolf, sondern auch der Luchs von naturinteressierten Menschen beobachtet werden können. Bernardo darf schließlich noch bei Freilassung von zwei weiteren Iberischen Luchsen dabei sein. Sechs Tiere wurden vor diesen beiden Katzen ausgewildert, wovon ein Weibchen vergiftet aufgefunden wurde. Die Hoffnung liegt jetzt auch auf diesen beiden Neuankömmlingen. Zwei Monate lang sollen sie sich in einem großen Freigehege beweisen, dann geht es ganz hinaus. Werden sie in der für sie noch ungewohnten Freiheit überleben können? Andrea Rüthlein und ihr Filmteam begleiten Bernardo Rebelo de Andrade bei seiner Suche nach Portugals wilden Tieren.

3sat, 18.15 Uhr
Tierisch wild im Südwesten
Eifel und Hunsrück
„Tierisch wild im Südwesten“ führt diesmal in die Heimat von Uhu, Biber & Co in den Mittelgebirgen westlich des Rheins – und zu den Wildkatzen, die in Eifel und Hunsrück leben. Berge, Wälder und Täler sind hier Heimat für Tiere, die in anderen Teilen Europas bedroht oder verschwunden sind. Die Hälfte aller deutschen Wildkatzen lebt in Rheinland-Pfalz, dem – auf die Fläche bezogen – waldreichsten Bundesland Deutschlands. Auf der Hunsrücker Wildenburg im Nationalpark Hunsrück-Hochwald stellt der Film eine Pflegestation vor, in der verletzte „Westentaschentiger“ versorgt und wieder ausgewildert werden. Zwei andere Erfolgsgeschichten des Naturschutzes spielen in der Eifel: Hier wurden vor über 30 Jahren die ersten Biber wieder ausgewildert. Sie haben ihre Chance genutzt. Genau wie die Uhus. Die größte Eulenart der Welt lebt unter anderem in den Steinbrüchen der Nordeifel. Die Dokumentation begleitet die Naturschützer bei ihrer Arbeit für die Tiere, die schon hier sind – und für die, die noch erwartet werden in Eifel und Hunsrück. Wie zum Beispiel für den Wolf. Auf der Wildenburg im Nationalpark Hunsrück entstand ein Freigehege für diesen europäischen Ureinwohner. Hier wollen die Mitarbeiter eine Lanze brechen für die Tiere, die einen unverdient schlechten Ruf haben.

Mittwoch, 15. Juli

3sat, 10.25 Uhr
Feldhamster – Wo seid ihr?
Nur wenige wissen, dass er in Bayern lebt oder haben ihn je gesehen: den Feldhamster. Kein Wunder, dass den „zu groß geratenen Goldhamster“ kaum einer kennt – er ist vom Aussterben bedroht. Vor wenigen Jahrzehnten war das noch anders. Der Feldhamster gehörte zu den häufigsten Kleinsäugern und wurde sogar bis in die 1970er-Jahre als Plage betrachtet. Als Ernteschädling hat man ihn vergast, vergiftet oder mit Wasser aus dem Bau getrieben und erschlagen. In vielen Gemeinden mit traditionellen Hamster-Vorkommen ist er heute völlig verschwunden. Aber verfolgt man die Pressemeldungen, gewinnt man einen ganz anderen Eindruck: „Der Feldhamster verhindert den Wirtschaftsaufschwung in Unterfranken!“ – nur dieses Mal, weil er so selten ist. Zwar müssen Bauvorhaben heute angeblich Hamsterfelder ungeschoren lassen. Doch entgegen der landläufigen Meinung hat der Feldhamster noch nie ein Bauvorhaben verhindert – ganz im Gegenteil: Der Hamster war und ist eigentlich immer der Verlierer.

3sat, 10.55 Uhr
Junger Wespenbussard, wohin?
Die Bruchlandung eines jungen Wespenbussards mitten in München gibt Rätsel auf. Der Vogel kann jedoch geborgen und in einer Freisinger Greifvogelstation wieder aufgepäppelt werden. Weil über das Verhalten dieser Zugvögel noch längst nicht alles bekannt ist, wird der Bussard mit einem kleinen Sender ausgestattet, der ab dem Tag seiner Freilassung mithelfen soll, sein „persönliches Geheimnis“ zu lüften. Wo ist dieser Vogel im Sommer zu Hause? Die Funksignale zeigen, wie er schließlich in die Nähe der polnischen Ostseeküste fliegt. Dort, in einem wahren Schlaraffenland für Wespenbussarde, die sich am liebsten von Wespenwaben ernähren, die sie aus Erdnestern buddeln, entdeckt ihn das Filmteam wieder. Es ist genau der Tag, an dem er auch seine lange Reise ins Winterquartier startet. Wie jeden europäischen Wespenbussard führt sie ihn alljährlich nach Westafrika. Doch schon im Schwarzwald erwarten ihn schlechtes Wetter – und andere Gefahren. Dabei liegen noch gut 5000 Kilometer vor ihm.

Donnerstag, 16. Juli

arte, 20.15 Uhr
Kanadas Küstenwölfe
Der Great-Bear-Regenwald an der Westküste Kanadas ist die Heimat der Küstenwölfe. Sie haben die wilde Pazifikküste mit felsigen Riffen und bewaldeten Inseln zu ihrer Heimat gemacht. Das Besondere an ihnen ist, dass sie nicht nur an Land jagen, sondern auch im Ozean. Die Dokumentation begleitet den Naturführer Cal Humchitt und sein Team auf den Spuren der Küstenwölfe. British Columbia ist die westlichste Provinz Kanadas. Die Pazifikküste ist geprägt von einem Mosaik aus zerklüfteten Felsformationen und unberührten Wäldern. In dieser wilden Naturlandschaft ist eine einzigartige Population von Wölfen zu Hause. Sie leben mit und vom Ozean. Der Great-Bear-Regenwald ist geschütztes Gebiet und damit ein Rückzugsort für viele Tiere. Am Himmel kreisen majestätische Weißkopfseeadler, auf Felsen tummeln sich Robben und Seeotter. Doch die Ufer sind auch das Beuterevier ungewöhnlicher Jäger: der Küstenwölfe. Weltweit einzigartig, haben sie den Ozean als Nahrungsquelle entdeckt und sich im Great-Bear-Regenwald angesiedelt. Dort leben sie im Rhythmus der Gezeiten und machen Jagd auf kleine Meeressäuger. Für die indigenen Völker Kanadas, wie die Heiltsuk, sind Wolf und Adler von großer spiritueller Bedeutung. Es ist eine besondere Beziehung, die Mensch und Tier an diesem außergewöhnlichen Ort haben. Der Naturführer Cal Humchitt lebt seit über 50 Jahren hier. Seit seiner Kindheit spürt er eine besondere Verbindung zu den Wölfen, die lokale Population erforscht er seit langem. Die Dokumentation begleitet ihn und sein Team auf einer Reise durch die wilden Inselarchipele der Westküste, immer auf der Spur der Küstenwölfe. Cal und sein Team stoßen auf eine junge Wölfin, die sich vor dem Wasser scheut. Ihr Überleben ist an die Gnade der Gezeiten gebunden. Es ist eine Herausforderung, die es zu überwinden gilt. Wie die anderen Jungtiere des Waldes muss sie in die Fußstapfen ihrer Eltern treten und durch Nachahmung lernen.

arte, 21.00 Uhr
Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn
Wölfe breiten sich in Deutschland und Frankreich immer mehr aus. Gleichzeitig nimmt das uralte Unbehagen vor den Raubtieren zu. Doch wie gefährlich sind sie wirklich? Um dies herauszubekommen, legte sich Tierfilmer Sebastian Koerner zwei Jahre lang auf die Lauer. Mit Hilfe seiner Aufnahmen und einer Vielzahl von versteckten, automatisch filmenden Videofallen gelang erstmalig ein hautnaher Einblick in das Privatleben bei „Familie Wolf“ im Herzen Deutschlands. Alle Aufnahmen stammen ausnahmslos aus der freien Natur. Kein Bild für diese Dokumentation wurde in einem Gehege oder mit zahmen Wölfen gedreht. So entstand die unglaubliche Geschichte einer ganz besonderen Wolfsfamilie an einem ungewöhnlichen Ort. Das porträtierte Rudel um den Rüden Leo hat sein Revier auf dem Truppenübungsplatz Munster-Nord in Niedersachsen. Einige Tiere aus dieser Familie sorgten für Schlagzeilen. Als sie sich Autos und Spaziergängern ungewöhnlich dicht annäherten, wurden sie zu „Problemwölfen“ erklärt. Ihr auffälliges Verhalten endete mit dem ersten staatlich genehmigten Abschuss eines der streng geschützten Tiere in Deutschland. Wer sind diese Wölfe? Woher kamen sie? Warum haben sich einige von ihnen anders verhalten als die meisten ihrer Artgenossen? Die Dokumentation begibt sich auf eine spannende Spurensuche. Dabei lernt der Zuschauer Wölfe als soziale Familienwesen kennen, die sich neugierig, verspielt und vorsichtig verhalten. Es gelang den Filmemachern, ungewöhnliche Begegnungen sowohl mit Menschen wie mit anderen Wildtieren in ihrer Nachbarschaft zu dokumentieren. Vor dem Hintergrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und intensiver Recherchen erzählt „Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn?“ eine wahre Geschichte voller Leben, Freuden, Dramen und Tod. Sie zeigt, wie gut sich die wilden Wölfe in unserer Kulturlandschaft zurechtfinden, aber auch, was schieflaufen kann, wenn die Menschen falsch reagieren.

Freitag, 17. Juli

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Auf Leben und Tod – Die Arktis
Die Arktis: Kein Ort unseres Planeten verändert sich über die Jahreszeiten dramatischer und stellt Jäger wie Polarfuchs, Eisbär und Polarwolf vor größere Herausforderungen. Alastair Fothergill hat sich mit einem Filmteam in die Arktis aufgemacht. Nicht nur das Wetter verändert sich in der Arktis, sondern auch der gesamte Lebensraum: Wo eben noch endloses Eis das Meer bedeckte, entsteht im Sommer ein Labyrinth aus Eisschollen. Aus eisigen Ebenen, auf denen im Winter Temperaturen von unter -50° Celsius herrschen und der Schnee meterhoch liegt, werden üppig blühende Wiesen, die Millionen von Zugvögeln anlocken. Die Jäger müssen daher ständig ihre Strategien anpassen: Im Winter haben Eisbären die besten Bedingungen, um auf dem geschlossenen Meereis nach Robben zu jagen. Im Frühjahr wird es schon schwieriger und sie pirschen sich unter Wasser an ihre Beute an. Der Sommer, wenn das Nordpolarmeer offen ist, bringt für die größten Landjäger Zeiten des Hungers. Doch einige von ihnen haben erstaunliche Tricks entwickelt, um selbst dann noch etwas zwischen die Zähne zu bekommen. Polarwölfe müssen sich im Frühjahr mit Schneehasen begnügen, die sich sammeln, um ihre Jungen aufzuziehen. Diesen Meistern im Hakenschlagen auf den Fersen zu bleiben, ist allerdings alles andere als einfach. Im Herbst, wenn die Hasenjagd zu schwierig wird, greift das Rudel auch größere Beute an: Moschusochsen. Die wehrhaften Tiere mit ihren spitzen Hörnern sind allerdings gefährliche Gegner. Polarfüchse ernähren sich während des Winters nur von Aas. Erst mit der Rückkehr Abertausender Zugvögel im Frühjahr beginnen für sie fette Zeiten. Die kleinen Jäger brauchen sehr viel Geschicklichkeit, um Krabbentaucher zu fangen. Dank ihres grauen Sommerfells können sie sich perfekt zwischen Steinen verstecken und lauern dort ihrer Beute auf. Einen dieser Seevögel zu fangen, ist trotzdem noch lange nicht einfach. Jeder einzelne Jäger hat sich perfekt dem ständigen Wandel in der Arktis angepasst, nutzt die Zeiten des Überflusses, um die des Mangels zu überstehen.

Samstag, 18. Juli

3sat, 7.00 Uhr
Die Tierretter
Im Einsatz für Federn, Fell und Flossen
Großstädte wie Köln bieten nicht nur Menschen ein Zuhause, sondern auch vielen Wildtieren, die sich hier neue Lebensräume erobern. Manche Plätze aber entpuppen sich als Falle. Ausgerechnet im Innenhof eines Bürokomplexes hat eine Entenmutter ihre Eier ausgebrütet. Aber hier haben die Kleinen keinerlei Schutz vor Krähen und werden nach und nach getötet. Ein Einsatz für Tierretter. Die „ZDF.reportage“ stellt zwei von ihnen vor. Stefan ist seit vielen Jahren im Tierschutz aktiv und arbeitet ehrenamtlich als Tierretter. Er löste sogar seine Lebens- und Rentenversicherung auf, um sich das nötige Equipment anschaffen zu können. Dabei ist der 46-Jährige Tierretter, Telefonist und Fahrer in einer Person. Bei seinen teilweise waghalsigen Rettungsaktionen kommt ihm seine Vergangenheit als Kameramann und Aktivist im Tierschutz zugute. Kollege Marcus ist bereits seit 2005 ehrenamtlicher Tierretter. Er hat einen Verein gegründet, der die Rettungsaktionen organisiert. Und so schwärmt der 47-Jährige mittlerweile mit einem Team aus zwölf aktiven, ehrenamtlichen Helfern mit drei großen Rettungswagen aus. Tierretter stellt ihre selbst gewählte Arbeit immer wieder vor neue Herausforderungen. Eine große Portion Idealismus ist Grundvoraussetzung, denn sie arbeiten oft ohne Bezahlung, viele der Tiere sind herrenlos. Die Vereine finanzieren sich also hauptsächlich durch Spenden. Neben der körperlichen Belastung beim Klettern, Kriechen und Rennen müssen die Tierretter auch mental in der Lage sein, mit verletzten oder verendeten Tieren sowie den Resultaten falscher Tierhaltung umzugehen. Die „ZDF.reportage“ zeigt, welche ungewöhnlichen Methoden manchmal nötig sind, um in Gefahr geratene Tiere zu befreien. Die Geschichte mit der Entenfamilie im Innenhof hat tatsächlich ein gutes Ende: Tierretter Marcus kann sie einfangen und in einem nahe gelegenen Park in Sicherheit bringen.

hr fernsehen, 13.55 Uhr
Welt der Tiere
Slavc und Giulietta – zwei Wölfe, die weit entfernt voneinander geboren wurden und sich trotzdem gefunden haben. Slavc entstammt dem Slavnik-Rudel im Süden Sloweniens. Im Juli 2011 fangen slowenische Forscher den Wolf ein und legen ihm ein Halsband mit Sender an – von nun an wird jeder seiner Schritte per GPS kontrolliert. Im Dezember 2011 bricht Slavc auf, macht sich auf die Suche nach einem neuen Revier. Innerhalb von zehn Tagen erreicht er Österreich, quert Kärnten und Steiermark und gelangt trotz heftigen Schneefalls bis zum Salzburger Land. Dann ändert sich die Richtung, und Anfang Februar 2012 finden sich seine Spuren in den italienischen Dolomiten. Nach unglaublichen 1.500 Kilometern, zurückgelegt in nur drei Monaten, ist er am Ziel: In der Lessinia, einer Berglandschaft zwischen Verona und Gardasee, wartet eine Wölfin auf ihn. Giulietta – wie sie von den Forschern genannt wird – hat sich vor nicht allzu langer Zeit hier niedergelassen. Auch sie ist eingewandert, entstammt einem italienischen Rudel im Piemont. Es ist das erste dokumentierte Mal, dass zwei jahrhundertelang getrennte Wolfspopulationen zueinander finden konnten – eine Sensation für die Region in den Zentralalpen Italiens, in denen bereits Bär und Luchs vom Menschen wieder angesiedelt wurden. Nun kehrt der dritte große Räuber aus freien Stücken zurück.

Sonntag, 19. Juli

Das Erste (ARD), 13.15 Uhr
Niedersachsens kleine Helden
Hamster und Hasen
Goldgelbe Ähren, leuchtende Mohnblumen und Lerchengesang: Niedersachsens Felder und Wiesen liefern mehr als Heu und Getreide, sie sind Heimat seltener Tiere. Feldhamster bewohnen das „Untergeschoss“ naturbelassener Feldränder. Die Nager sind in anderen Regionen Deutschlands längst ausgestorben, doch im südlichen Niedersachsen finden sie immer noch Schutz und Nahrung. Viel leichter als Hamster sind andere Bewohner des Ackerlands zu entdecken: Fasane stolzieren laut rufend über den Acker, Feldhasen hoppeln schon im Januar über die schneebedeckten Felder. Wenn die Männchen sich wahre Boxkämpfe um die Weibchen liefern, fliegt so manches Fellbüschel. Doch wie den Hamstern macht auch den Hasen die moderne Landwirtschaft zu schaffen. Immer gründlicher ernten und pflügen die Bauern ihre Felder, und immer weniger Körner fallen bei der Ernte für die kleinen Feldbewohner ab. Erst im späten Frühjahr, wenn die Sonne den Erdboden durchwärmt hat, erwacht der Feldhamster aus dem Winterschlaf. Monatelang hat der Einzelgänger von den Vorräten in seinem Bau gelebt, jetzt gibt es auch draußen wieder frisches Grünzeug. Immer auf der Hut vor Raubtieren, stopft er sich das Futter in die Wangentaschen, bis zu 50 Gramm passen in jede seiner „Hamsterbacken“. Nur fünf Tage nach der Geburt beginnen die Hamsterjungen schon Grünfutter zu fressen, das die Mutter ihnen in den Bau schleppt. Nach gut drei Wochen sind die Jungen schon selbstständig und verlassen den Bau, um woanders ein eigenes Territorium zu erobern. Wenn die Felder grün werden, finden auch die Hasen wieder reichlich zu fressen. Am Feldrand im Gras verborgen sind die Hasenjungen zur Welt gekommen. Regungslos hocken die Winzlinge tagsüber in ihrem Versteck. In der Nacht kommt die Mutter, um ihren Nachwuchs zu säugen. So kann kaum ein Räuber die Jungtiere entdecken. Wildtierbiologen spüren die Jungtiere mit Infrarotlicht auf, um ihnen einen kleinen Funksender anzuheften. Auf diese Weise wollen die Forscher herausfinden, wie sie die Feldhasen auch in Niedersachsen zukünftig besser schützen können. Die Naturdokumentation von Günter Goldmann gewährt in diesem Porträt der Feld- und Wiesenbewohner im Göttinger Land über das Jahr außergewöhnliche Einblicke in das versteckte Leben mutiger Hamster und flinker Hasen.

tagesschau 24, 16.30 Uhr
W wie Wissen
Zurück zur Natur – Der Mensch macht’s
Die Wildnis kehrt zurück! Könnte man zumindest meinen, wenn man in die Lausitz im Osten Deutschlands schaut: in einem ehemaligen Braunkohletagebau-Gebiet haben sich Kraniche, Wölfe, viele andere Tiere und Pflanzen wichtigen Lebensraum zurückerobert. Einmalig in ganz Deutschland, denn anderswo breiten wir Menschen uns gnadenlos aus. Flächenversiegelung und Artensterben inklusive. Dabei gibt es viele Wege, wie Mensch und Natur in Einklang leben können.

Zeitraum: 20.07. - 26.07.2020

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Montag, 20. Juli

3sat, 13.45 Uhr
Die Tierärzte vom Kilimanjaro (3 Folgen)
Eine Farm in Afrika
Mitte der 1990er-Jahre kauften die beiden deutschen Tierärzte Elisabeth Stegtmaier und Laszlo Paisz die Makoa-Farm, eine kleine Kaffeeplantage am Fuße des Kilimandscharos. Dort, im ostafrikanischen Tansania, haben sich die beiden ein kleines Paradies geschaffen – mit 25 Pferden, Kühen, Schweinen, Gänsen, Enten und anderen Tieren. Als Tierärzte behandeln sie natürlich auch Haus- und Wildtiere. Außerdem veranstalten sie Reitsafaris. Sie führen in das unberührte West-Kilimandscharo-Gebiet. Bis auf wenige Meter kommen die Reiter dort an Elefanten, Zebras, Gnus und andere Wildtiere heran.

3sat, 16.00 Uhr
Nashörner für die Serengeti
In der weitläufigen Serengeti leben Tausende Tierarten – eine davon ist das Spitzmaulnashorn, doch es ist vom Aussterben bedroht. Ein Großprojekt soll den Artbestand retten. Drei Nashorn-Weibchen und zwei Männchen gehen auf die Reise ins Land ihrer Vorfahren: Der Film begleitet den Auftakt zur größten Umsiedlung, die jemals durchgeführt wurde, vom Einfangen der Tiere in Südafrika bis zur Entlassung in die Wildnis. Die Serengeti im ostafrikanischen Tansania ist eines der letzten Naturparadiese der Erde. Auf einer Fläche von 30 000 Quadratkilometern Steppe, Savanne und Busch finden hunderte von Tierarten ihre Heimat – davon mehr als eineinhalb Millionen Pflanzenfresser und mehrere tausend Raubtiere. Allein eineinhalb Millionen Gnus ziehen jedes Jahr, wenn die Trockenzeit beginnt, durch das weite Land und lassen auf der Suche nach Futter und Wasser den Boden unter sich beben. Ohne den Dung der Gnus gäbe es in der Serengeti kein Gras. Nur das älteste Landsäugetier, das seit rund 14 Millionen Jahren den afrikanischen Kontinent bevölkert, sucht man in der Serengeti inzwischen fast vergeblich. Anhaltende skrupellose Wilderei hat den Bestand innerhalb von 20 Jahren an den Rand der Ausrottung gebracht. Während 1970 noch rund 60 000 Spitzmaulnashörner durch die afrikanischen Savannen streiften, sind heute nur noch circa 4000 dieser eindrucksvollen Tiere übrig. Von der am stärksten bedrohten Unterart „Diceros Bicornis Michaeli“ leben insgesamt nur noch 700 Tiere, davon knapp 70 verteilt auf drei verschiedene Gebiete in Tansania. Zu wenige, um die Art zu erhalten. Mit dem „Serengeti Rhino Repatriation Project“ der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt sollen 32 Artgenossen aus Südafrika die Gruppe der letzten Spitzmaulnashörner in der Serengeti überlebensfähig machen. Fünf bis sechs Tiere pro Flugzeug, in Transportkisten verpackt, sollen auf der Steppenpiste in der Serengeti landen. Zurück ins Land ihrer Ahnen, die im Jahr 1961 zum Schutz vor Wilderern nach Südafrika in Sicherheit gebracht wurden. Nun sollen deren Nachkommen die letzten ihrer Art vor dem Aussterben bewahren. Rettung in letzter Sekunde.
Doch das millionenschwere Projekt, ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt zugunsten von Mensch und Tier, ist noch lange nicht beendet. Der schwierigste Teil steht noch bevor: Den Schutz der Tiere gegen Wilderer zu gewährleisten. Militärisch geschulte Ranger haben ihre Arbeit bereits aufgenommen – 24 Stunden täglich auf den Spuren der ersten Hoffnungsträger.

3sat, 16.45 Uhr
Mike und die Wege der Elefanten
Elefanten ganz nah zu sein, ist für Dr. Michael Chase ein überwältigendes Erlebnis. Die Dokumentation begleitet den Ökologen bei seiner Arbeit. Er stattet die Tiere mit Satellitenhalsbändern aus, um herausfinden, wo genau „grüne Korridore“ eingerichtet werden sollten. Sie sollen den Elefanten künftig vor allem in Zeiten großer Dürre sichere Wanderungen zu Wasser und Nahrung ermöglichen. Während der Trockenzeit ziehen sie in großen Herden aus allen Teilen Botsuanas zu den Flüssen, die ganzjährig Wasser führen. Doch die Dickhäuter-Population, mit über 130.000 Tieren die größte weltweit, wächst stetig und setzt der Vegetation zunehmend zu. Chase markiert die von Elefanten entrindeten Bäume und notiert die Verwüstungen in den Mopane-Wäldern. Beobachtungen aus der Luft und die Daten der Satellitenhalsbänder liefern ihm Informationen über bevorzugte Routen.

3sat, 17.30 Uhr
Die Löwen der Kalahari
Die Kalahari im Süden Afrikas gilt als eine der vielfältigsten und artenreichsten Wüsten der Welt. Noch vor Sonnenaufgang steckt der Honigdachs seine Nase in den trockenen Sand: zum Frühstück ein Skorpion. Lieber bei Tage macht das wenige Stunden alte Springböckchen die ersten staksigen Gehversuche, unbeachtet von dem kleinen Löwen, der sich in die dunkle Mähne seines schläfrigen Vaters vertieft. Zebras, Spießböcke und Gnus streben in flimmernder Luft dem Wasserloch entgegen. Einige junge Strauße warten mit dem Trinken, bis die Schakale ihre Ordnung gefunden haben. Einst war die Kalahari Schauplatz riesiger Tierwanderungen. Abertausende Huftiere und in ihrem Gefolge Löwen, Wildhunde und Geparde zogen vom Okavango-Delta durch die Zentralkalahari nach Süden und zurück, wenn der sporadische Regen mal hier, mal dort schmackhafte Gräser und natürliche Tränken in die Landschaft zauberte. Von den Durchzüglern profitierten auch die Buschmänner, die seit über 20.000 Jahren in dieser Wüste leben. In letzter Zeit hat sich die Kalahari stark verändert. Die riesige zusammenhängende Wildnis ist zu einem Mosaik aus Naturschutzgebieten und Farmen geworden. Kilometerlange Zäune zerschneiden das Ökosystem. Sie sollen den 2,5 Millionen Rindern Botsuanas Wildtierkrankheiten vom Leib halten.

Dienstag, 21. Juli

3sat, 13.15 Uhr
Die Raubkatzen von Herberstein
Der Film dreht sich um das Leben von Löwen, Geparden, Luchsen und Pumas in der „Tierwelt Herberstein“, einem der touristischen Leitbetriebe in der Oststeiermark. Er zeigt die Versorgung der Raubkatzen ebenso wie Gesundheits-Checks durch den Zoo-Tierarzt. Schwerpunkt ist aber die Partnersuche – wie europäische Zoos Raubkatzen nach genetischen Richtlinien tauschen, um Rudel aufzufrischen und zu züchten.

3sat, 14.25 Uhr
Wildes Nairobi – Wo Leoparden durch Gärten schleichen
Nairobi, eine der größten Städte Afrikas, liegt mitten in der Savanne – und die Wildnis reicht weit in die bunte Hauptstadt Kenias hinein. – Eine Expedition in den Großstadtdschungel. Die Parkanlagen Nairobis werden von Affenbanden kontrolliert, die Becken der Kläranlage von Krokodilen und Nilpferden, und die Marabus, die in den Alleebäumen im Zentrum der Stadt ihre Brutplätze gefunden haben, sind die Herren der städtischen Müllhalde. Entlang der Autobahn, nur getrennt durch einen Maschendrahtzaun, spazieren Löwen, Hyänen, Giraffen und Nashörner durchs Gras. Nur wenige Meter neben der Landebahn des Flughafens beginnt der Nairobi-Nationalpark.

3sat, 15.15 Uhr
Die Magie des Leoparden – Ökotourismus in Südafrikas Wildreservaten
Die „Magie des Leoparden“ lockt jährlich Hunderttausende Besucher aus aller Welt nach Südafrika. Der Safari-Tourismus floriert wie nie zuvor und sorgt für das Entstehen von „Boomtowns“. Viele Menschen leben zumindest indirekt von der Anziehungskraft der Wildnis. Hinter der Fassade scheinbarer unberührter Wildnis aus den Reiseprospekten, Hotel-Broschüren und letztlich auch der Naturdokumentationen im Fernsehen stehen komplexe Management-Pläne, schwierige Verhandlungen zwischen alten Eignern und ansässigen lokalen Gemeinschaften und betriebswirtschaftliche Strategien der „Verwertung“ von Natur und Kultur.

3sat, 15.55 Uhr
Südafrika: Harte Zeiten für Löwen und Geparde
Großkatzen wie Löwen und Geparde sind die Ikonen Afrikas. Doch ihr Bestand ist heute stark gefährdet. Der Film zeigt, was in Südafrika unternommen wird, um die Tiere zu retten. Das Filmteam besucht mehrere Schutzgebiete in Südafrika, um so Einblicke in die heutigen Erfordernisse von Naturschutz und Wildlife-Management zu geben. mZweifelsfrei zählen „Big Cats“ wie Löwen und Geparde zu den beliebtesten Wildtieren. Sie wurden tausendfach in Naturfilmen porträtiert, im Ökotourismus gelten sie als Publikumsmagnet. Wie schnell ein Gepard läuft, weiß so gut wie jedes Kind. Aber das Wissen um ihre höchst bedrohte Existenz in freier Wildbahn ist weit weniger ausgeprägt. Nach derzeitigen Schätzungen existieren weltweit nur mehr 7000 Geparde, während die Population der Löwen in den letzten beiden Jahrzehnten um geschätzte 30 bi 50 Prozent zurückging. Beide Großkatzen sind bedrohte Arten. In West- und Zentralafrika stehen sie am Rande des Aussterbens. Selbst in den vermeintlichen Hochburgen in Ostafrika und im südlichen Afrika wird ihre Lage immer alarmierender. Fest steht, dass ihre Populationen – mit wenigen Ausnahmen in gut geführten und streng kontrollierten Nationalparks sowie Wildreservaten – fast überall im Abnehmen sind. Gleichzeitig blüht die Vermarktung der Großkatzen. Löwen, Leoparden und Geparde zieren eine Vielzahl von Reiseprospekten, Werbeplakaten, Etiketten, Firmen-Logos und aller Arten von Brandings. Südafrika bewirbt sich zu einem entscheidenden Teil mithilfe dieser Tiere. Während Safari-Touristen den rundum abgesicherten Adrenalin-Kick in den gut organisierten Naturparks suchen, sieht die Realität für afrikanische Viehhirten und angrenzende Gemeinschaften in den immer kleiner werdenden Pufferzonen zwischen Löwen-Schutzzonen und ihren Dörfern bedrückend aus. Für sie bedeutet das magische Brüllen eine unmittelbare Bedrohung für ihr Hab und Gut. Seit dem Ende der Apartheid wurden zahlreiche Farmen zu privaten Wildreservaten zusammengelegt. Hier wird mit hohem Kapitaleinsatz versucht, einst für die Landwirtschaft erschlossene Gebiete zu „re-naturalisieren“ und längst verdrängte Wildtierarten wieder anzusiedeln. Auch Großkatzen werden dadurch zwangsläufig zu einer Handelsware, die im Laufe ihres Lebens oft mehrfach umgesiedelt werden, um ein Gen-Pool aufzufrischen oder alte und neue Wildreservate attraktiver für den Ökotourismus zu machen. Doch bei aller Kritik am kommerziellen Naturschutz als Teil einer „neoliberalen Ökonomie“, leisten diese Wildreservate einen immer wichtigeren Beitrag zur Erhaltung bedrohter Arten. Aufgrund der immensen Kosten für den Kampf gegen die grassierende Wilderei und die Verbreitung von Krankheiten unter Wildtieren, können staatliche Nationalparks nicht mehr allein den Schutz der Großkatzen gewährleisten.

3sat, 16.45 Uhr
Tiger hautnah! (1/3)
Die ersten Schritte
Die dreiteilige Reihe des preisgekrönten Tierfilmers John Downer zeigt Tiger im indischen Dschungel hautnah: Spezialkameras werden dafür von trainierten Elefanten mitgeführt. Sie liefern einzigartige Bilder der Großkatzen. Die erste Folge präsentiert vier kaum zehn Tage alte Tiger-Kinder, die bereits neugierig ihre Umgebung erkunden. Zunächst beschützt und gesäugt von ihrer Mutter, wachsen zwei Weibchen und zwei Männchen heran. Eines Tages ist die Tigerin auf der Jagd und ihr Nachwuchs allein, als plötzlich ein hungriger Leopard auftaucht – und die jungen Tiger in höchster Gefahr schweben.

3sat, 17.30 Uhr
Tiger hautnah! (2/3)
Zeit des Lernens
Im Mittelpunkt der zweiten Folge steht eine wichtige Lebensphase von vier halbwüchsigen Tigern im indischen Dschungel: die „Zeit des Lernens“. Ihre Mutter bringt ihnen alles bei. Sie lernen, selbst jagen zu können: vom korrekten Anpirschen über das geduldige Lauern bis zur erfolgreichen Attacke. Immerhin müssen sich die beiden Tiger-Männchen und ihre Schwestern schon bald allein versorgen können, um ihr Überleben zu sichern. Während die Jungen langsam heranwachsen, absolvieren sie auch erste Rangkämpfe – in spielerischen Raufereien erproben sie immer wieder ihre Kräfte und trainieren ihre Reaktionen.

3sat, 18.15 Uhr
Tiger hautnah! (3/3)
Herrscher des Dschungels
In der dritten Folge sind die vier jungen Tiger beinahe ausgewachsen. Sie bleiben bis zu zwei Jahren bei ihrer Mutter, dann haben sie gelernt, was sie im indischen Dschungel benötigen. Tiger werden in freier Wildbahn bis zu zehn Jahre alt. Daher ist es für den Nachwuchs langsam an der Zeit, sich eigene Reviere zu suchen. Von nun an sind die vier unerfahrenen Tiger auf sich selbst gestellt – und wachsen langsam zu Herrschern des Dschungels heran.

Mittwoch, 22. Juli

ARD-alpha, 22.30 Uhr
Das geheime Leben der Katzen
Tagsüber schnurrender Schmusekater – nachts animalischer Jäger? Was treiben unsere Katzen auf der Pirsch? Das möchte Biologin und Wildkatzenexpertin Sabrina Streif mithilfe Breisacher Katzenbesitzer herausfinden, die ihren Felix oder ihre Maunzi in den Dienst der Forschung stellen. Im ersten Schritt bekommen die Katzen einen GPS-Sender ans Halsband befestigt. 14 Tage lang misst das Gerät bis auf 5 Meter genau ihren Bewegungsradius. Am PC entsteht daraus eine Karte mit den Laufwegen der Katzen. Außerdem überwachen Kamera-Fallen die Ausgänge der Häuser. So halten die Wissenschaftler die Katzen rund um die Uhr unter Beobachtung. Wieviel Wildtier steckt in unserer Hauskatze? Sind sie Einzelgänger oder brauchen sie einen Spielgefährten? Die Katzenhalter sind überrascht, wie weit sich ihre Lieblinge von zu Hause entfernen und in welchen Gärten sie sich herumtreiben. Manch ein Proband geht sogar bei anderen Familien ein und aus! Die Kamerabilder bringen auch zu Tage, mit welcher Geschicklichkeit die Räuber nachts auf die Jagd gehen. Und was Biologin Sabrina Streif besonders interessiert: Kommt es zu einem Zusammentreffen zwischen Haus- und Wildkatzen?

Donnerstag, 23. Juli

ARD-alpha, 17.15 Uhr
Das geheime Leben der Hunde
Hunde sind Deutschlands meistgehaltene Haustiere. Doch was machen die Vierbeiner eigentlich, wenn sie alleine sind? Ein Filmteam hat sich aufgemacht, um über ihr geheimes Leben zu berichten. Sie begegnen verzweifelten Hundebesitzern, die nach einem langen Tag in eine verwüstete Wohnung zurückkommen oder deren Nachbarn sich über das ununterbrochene Heulen in ihrer Abwesenheit aufregen. Trennungsangst bei Hunden ist weit verbreitet – doch viele Hundebesitzer stellen sich dem Problem nur, wenn es besonders arg kommt. Sonja Meiburg und zwei weitere erfahrene Hundetrainerinnen kümmern sich um einige auf den ersten Blick aussichtslose Fälle. Sie machen Filmaufnahmen der alleingebliebenen Hunde und trainieren mit ihnen neue Verhaltensweisen. Und sie zeigen ihren Besitzern, wie man den Tieren Ängste nimmt und sie ans Alleinsein gewöhnt. Kein einfacher Prozess – weder für die Tiere, noch für die Hundebesitzer. Die professionelle Hilfe ist für einige die letzte Hoffnung, doch nicht alle halten bis zum Schluss durch. Wie verbreitet ist das Phänomen der Trennungsangst bei Hunden eigentlich – und wie äußert sich das konkret? Ein Team von Wissenschaftlern und Hundetrainern führt eine einzigartige Studie durch: Sie statten die Wohnungen zahlreicher Hundebesitzer in ganz Deutschland mit „versteckten“ Kameras aus und beobachten Hunde unterschiedlichster Rassen, Altersstufen und Lebensbedingungen, während diese allein in der Wohnung sind. Welche Anzeichen zeigen, dass das Tier ein Problem hat? Wie wirkt sich das Alleinsein auf Körper und Psyche aus? Macht die Einsamkeit die Tiere dauerhaft krank? Der Film geht diesen Fragen nach und erklärt, welchen Einfluss dieser Zustand auf die Gesundheit und den Gemütszustand der Tiere hat.

Freitag, 24. Juli

arte, 12.05 Uhr
Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn
Wölfe breiten sich in Deutschland und Frankreich immer mehr aus. Gleichzeitig nimmt das uralte Unbehagen vor den Raubtieren zu. Doch wie gefährlich sind sie wirklich? Um dies herauszubekommen, legte sich Tierfilmer Sebastian Koerner zwei Jahre lang auf die Lauer. Mit Hilfe seiner Aufnahmen und einer Vielzahl von versteckten, automatisch filmenden Videofallen gelang erstmalig ein hautnaher Einblick in das Privatleben bei „Familie Wolf“ im Herzen Deutschlands. Alle Aufnahmen stammen ausnahmslos aus der freien Natur. Kein Bild für diese Dokumentation wurde in einem Gehege oder mit zahmen Wölfen gedreht.

3sat, 13.50 Uhr
Wildes Überleben (1/5)
Geborene Jäger
Jede Tierart sichert sich durch anatomische Besonderheiten, einzigartige Strategien oder enorme Anpassungsfähigkeit den eigenen Fortbestand – zum Beispiel als Jäger. Jäger gibt es in der freien Wildbahn in allen Größen und Formen. Der Film stellt in spektakulären Aufnahmen einige dieser Beutemacher – wie Geparde und Steinadler – vor. Die Techniken, Beute zu machen, sind dabei vielseitig und einfallsreich und von vielen Faktoren abhängig – besonders von den physischen Eigenschaften der Jäger und Gejagten.

3sat, 14.35 Uhr
Wildes Überleben (2/5)
Rastlose Wanderer
Jede Tierart sichert sich durch anatomische Besonderheiten, einzigartige Strategien oder enorme Anpassungsfähigkeit den eigenen Fortbestand – selbst in extremsten Lebensräumen.

3sat, 15.20 Uhr
Wildes Überleben (3/5)
Leben in Extremen
In der Natur ist der Kampf um Lebensraum so hart, dass einige Tierarten in extrem lebensfeindlichen Umgebungen Zuflucht suchen. Nichts kann sie bei der Besiedelung schrecken. Weder größte Hitze noch bittere Kälte, trockene Wüsten oder tiefste Meere halten sie ab. Der Film zeigt spektakuläre Aufnahmen einiger dieser tierischen Widerstandskämpfer

3sat, 16.00 Uhr
Wildes Überleben (4/5)
Vorsprung durch Intelligenz
Bei der täglichen Nahrungsbeschaffung beweisen viele Tierarten verblüffende kognitive Fähigkeiten, sei es durch den Einsatz von Werkzeugen oder das Auffinden von weit entfernten Wasserstellen. Der Film zeigt spektakuläre Aufnahmen einiger dieser tierischen Schlaumeier

3sat, 16.45 Uhr
Wildes Überleben (5/5)
Tierische Kommunikation
Ob mit Rufen, Mimik, Körpersprache oder Duftstoffen: Tiere verständigen sich untereinander. Sie nutzen diese Fähigkeiten zum Beispiel, um vor Feinden zu warnen oder ihr Revier zu markieren. Ihre Kommunikation dient auch dazu, auf Futterquellen aufmerksam zu machen oder einen Partner zu finden. Der Film spektakuläre Aufnahmen einiger dieser tierischen Sprachkünstler

3sat, 17.30 Uhr
Die Odyssee der einsamen Wölfe (1/2)
Dies ist die atemberaubende Geschichte der drei Wanderwölfe Ligabue, Alan und Slavko. Alle drei machen sich auf die Suche nach einer Partnerin. Dabei überwinden sie Hunderte von Kilometern und bewältigen die tödlichen Gefahren der menschlichen Zivilisation. Mit nie zuvor gesehenen Bildern erlebt der Zuschauer die Rückkehr des Wolfes nach Zentraleuropa. Erstmals erzählt eine aufwendig gedrehte Tierdokumentation die Rückkehr des Wolfes in seine uralten Lebensräume in Zentraleuropa. Es ist die erstaunliche Geschichte der drei Wanderwölfe Ligabue, Alan und Slavko. Auf der Suche nach einer Partnerin überwinden sie atemberaubende Distanzen und bewältigen die tödlichen Barrieren der menschlichen Zivilisation. Bis heute ist es für die Wissenschaft ein Rätsel, warum immer wieder einzelne Wölfe plötzlich ihre Rudel verlassen und aufbrechen zu Wanderungen über mehr als tausend Kilometer. Diese Frage bewegt auch die europäischen Wolfsforscher, als sie die Wölfe Ligabue aus Italien, Alan aus Deutschland und Slavko aus Slowenien mit Senderhalsbändern ausstatten. Und dann passiert das, was die Biologen schon immer vermutet hatten. Der erste Teil begibt sich zusammen mit der Wolfsbiologin Francesca Marucco auf die Spuren des italienischen Wanderwolfs Ligabue. Er wandert durchs nördliche Italien. Überall lauern die Gefahren des Menschen, täglich muss er seinen Hunger stillen. In den französischen Seealpen findet er schließlich die passende Partnerin. Doch da nimmt sein Schicksal eine tragische Wendung. Alan, der zweite Wanderwolf, bricht auf in der Lausitz an der deutsch-polnischen Grenze. Die deutsche Wolfsbiologin Ilka Reinhardt folgt seiner Wanderung Richtung Nordosten. Auch Wanderwolf Alan überquert mehrspurige Autobahnen und durchschwimmt die 400 Meter breite Weichsel bei Danzig. Wird es ihm gelingen, nach 1.500 Kilometern in Weißrussland ein eigenes Rudel zu gründen?

3sat, 18.15 Uhr
Die Odyssee der einsamen Wölfe (2/2)
Film von Volker Schmidt-Sondermann
Auch der zweite Teil der Odyssee der einsamen Wölfe erzählt die Rückkehr des Wolfes in seine alten, angestammten Territorien in Mitteleuropa. Der Wanderwolf Ligabue bricht in Norditalien auf und begibt sich auf diesem Weg auf die Suche nach einer passenden Partnerin. Doch in den französischen Seealpen nimmt sein Schicksal eine tragische Wendung. Alan, ein Wanderwolf aus Ostdeutschland, erreicht nach 1.500 Kilometern die weißrussische Grenze. Auch er hat mehrspurige Autobahnen unverletzt überwunden und reißende Flüsse durchschwommen. An der weißrussischen Grenze wartet jedoch eine ganz neue Bedrohung auf ihn: Hier gehört der Wolf noch zum jagdbaren Wild. Slavko, der dritte Wanderwolf, bricht in Slowenien auf. Seine Reise führt ihn durch die frostklirrenden Gebirge Österreichs und Italiens. Er ist es, der der europäischen Wolfsforschung ganz neue Erkenntnisse liefern wird. Gemeinsam mit den Forschern Luigi Boitani, Francesca Marucco, Ilka Reinhardt und Hubert Potocnik wurden vier Jahre lang die Reisen der drei Wanderwölfe nachvollzogen. Die spektakulären Abenteuer von Ligabue, Alan und Slavko wurden dafür mit den dressierten Wölfen des ungarischen Tiertrainers Zoltan Horkai nacherzählt und gedreht. So ist eine wissenschaftlich fundierte Tierdokumentation entstanden, die gleichzeitig die mythologische Bedeutung des Wolfes für Europa zeigt und die faszinierenden Lebensräume der europäischen Wölfe erlebbar macht – in Italien und Frankreich, in Deutschland, Polen und Litauen, in Slowenien und Österreich.

Samstag, 25. Juli

3sat, 7.00 Uhr
Wolf im Fadenkreuz
Zwischen Wut und Gelassenheit
Beim Wolf ist die Nation leidenschaftlich gespalten. Zwar begrüßt eine Mehrheit der Deutschen die Rückkehr des Wolfes. Doch dort, wo er neu auftaucht, herrscht mitunter blanke Angst. „Wir sind kein Wolfsfutter“, steht auf Plakaten bei einem Mahnfeuer im niedersächsischen Rodewald, wo sich mehr als 100 Wolfsgegner zum Protest verabredet haben. Viele hier sagen, dass die Situation völlig außer Kontrolle geraten sei. Mehr als 1000 Tiere sollen mittlerweile durch Deutschland streifen. Über 5000 Risse an Nutztieren wie Schafen, Ziegen und Ponys zählt die Statistik in den vergangenen zehn Jahren. Und das sind nur die, für die der Wolf als Verursacher nachgewiesen wurde. „Ich gehe nur noch mit Pfefferspray aus dem Haus.“ Solche Sätze hört man häufig in Regionen, in denen sich der Wolf angesiedelt hat. Im brandenburgischen Ziesar berichtet Ulrike H., dass die Wölfe gar auf dem Friedhof waren. Sie hätten dort einen Wassertrog für Gießkannen als Tränke genutzt. Vasilio H. aus Winsen an der Aller schildert eine unheimliche Begegnung mit dem Wolf frühmorgens mitten im Stadtzentrum. „Schießen“, meint ein Schafzüchter von der Nordseeküste auf die Frage, wie man dem wilden Tier begegnen sollte. „Der Wolf gehört hier nicht her, er war noch nie hier, seit neun Generationen züchtet meine Familie Schafe, ich bin der Erste, der mit dem Wolf leben soll.“ Er will, dass das Land hinterm Deich zur wolfsfreien Zone wird. „Das ist alles Augenwischerei“, sagt Jens Matzen, der als sogenannter Wolfsmanager vom Umweltministerium beauftragt ist, zwischen Tierhaltern und Wolf zu vermitteln. „Mit der Forderung nach wolfsfreien Zonen gaukelt man sich Sicherheiten vor, die gar nicht vorhanden sind. Meine tiefste Überzeugung ist, es hilft nur ein guter Zaun.“ Tatsächlich ist der behördlich genehmigte Abschuss von zwei sogenannten „Problemwölfen“, die zu häufig hohe Zäune überwunden haben, über Monate hinweg nicht gelungen. Das zeigt, wie schwer es ist, die Tiere in ihren großen Revieren überhaupt aufzuspüren. In den 20 Jahren seit der Rückkehr des Wolfes hat es noch keinen nachgewiesenen Angriff auf Menschen gegeben. Doch die Angst scheint stärker zu sein als der nüchterne Blick auf die gegenwärtige Lage. Die Reportage erkundet an verschiedenen Orten zwischen Nordseeküste und Südbrandenburg, wie Menschen den Wolf wahrnehmen. Wie soll man mit dem wilden Tier umgehen?

Bayerisches Fernsehen, 13.55 Uhr
Welt der Tiere
Mähnenwolf
Der Mähnenwolf ist der größte Vertreter der Hunde in Südamerika. Sein Name täuscht, denn eigentlich ist er kein Wolf. Doch wohl wegen seiner Größe ist er Opfer jenes schlechten Rufes, den man mit den Geschichten um den „bösen Wolf“ verbindet. Auf über neunzig Zentimeter langen Beinen durchstreift er die Savannen Zentral-Brasiliens. Aber diese fallen zunehmend Kaffee-, Soja- und Eukalyptusplantagen zum Opfer. Für den Mähnenwolf wird es immer enger, bei der Suche nach neuem Lebensraum verenden häufig Jungtiere auf der Straße. Vorurteile, Unkenntnis und Aberglaube der Einheimischen sind eine weitere Bedrohung für den charismatischen Jäger. Der Biologe Rogério Cunha de Paula erforscht seit über zehn Jahren das Verhalten der Mähnenwölfe im Nationalpark Serra da Canastra und den umliegenden Farmen. Der Forscher weiß, dass nur in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung das Überleben des Mähnenwolfs langfristig gesichert werden kann. Denn bei den Farmern ist er als Hühnerdieb verschrien, obwohl er sich überwiegend von Früchten wie dem Wolfsapfel, von Schlangen und kleinen Nagern ernährt. Über sechzig Mähnenwölfe hat der Biologe schon mit Sendern versehen, um mehr über die scheuen Einzelgänger zu erfahren. Farmer dürfen ihn bei Einfangaktionen begleiten, und in Schulklassen versucht er Kindern die Angst vor dem „großen bösen Wolf“ zu nehmen. In dem über 400 Kilometer weit entfernten Lazaristenkloster von Caraça ist der Mähnenwolf dagegen eine Attraktion, für die Besucher aus ganz Brasilien kommen. Nacht für Nacht wird mit Fleisch gelockt, Nahaufnahmen sind die Belohnung für langes Warten.

Sonntag, 26. Juli

3sat, 5.10 Uhr
Wildes Überleben (5/5)
Tierische Kommunikation
Ob mit Rufen, Mimik, Körpersprache oder Duftstoffen: Tiere verständigen sich untereinander. Sie nutzen diese Fähigkeiten zum Beispiel, um vor Feinden zu warnen oder ihr Revier zu markieren. Ihre Kommunikation dient auch dazu, auf Futterquellen aufmerksam zu machen oder einen Partner zu finden. Jede Tierart sichert sich durch anatomische Besonderheiten, einzigartige Strategien oder enorme Anpassungsfähigkeit den eigenen Fortbestand – selbst in extremsten Lebensräumen. Die Reihe „Wildes Überleben“ stellt diese Fähigkeiten vor. Vier weitere Folgen „Wildes Überleben“ sind ab 2.15 Uhr im Programm von 3sat.

Das Erste (ARD), 13.15 Uhr
Erlebnis Erde
Hauptstadt der Wildschweine
Das Wildtiertelefon des Berliner Senats klingelt Zig Mal am Tag, Berliner Bürger melden immer wieder Wildschweine im Garten, in der U-Bahn oder auf dem Friedhof. „Viele Wildtiere haben sich so an das Leben in der Großstadt gewöhnt, dass sie sich gar nicht mehr in den Wald zurückziehen“, sagt Derk Ehlert, Wildtierbeauftragter des Berliner Senats. Während den Tieren ihr natürlicher Lebensraum genommen wird, finden sie in der Großstadt alles, was sie brauchen: Brachflächen und viel Futter. Das führt unweigerlich zu Konflikten mit den Bürgern. Fast täglich ist Ehlert in der Hauptstadt unterwegs, um Bürger zu beruhigen, wenn mal wieder Rotten von Wildschweinen unterwegs sind. Die Reportage geht der Frage nach, woher all die Tiere kommen, warum es so viele sind und wie sie in der Stadt leben. Dabei begleiten die Autoren Derk Ehlert auf seiner Pirsch durch den Großstadtdschungel.

Zeitraum: 27.07. - 02.08.2020

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Montag, 27. Juli

3sat, 9.45 Uhr
Wolf im Fadenkreuz
Zwischen Wut und Gelassenheit
In den zwanzig Jahren seit der Rückkehr des Wolfes hat es noch keinen nachgewiesenen Angriff auf Menschen gegeben. Doch die Angst scheint stärker zu sein als der nüchterne Blick auf die gegenwärtige Lage. Die Reportage erkundet an verschiedenen Orten zwischen Nordseeküste und Südbrandenburg, wie Menschen den Wolf wahrnehmen. Wie soll man mit dem wilden Tier umgehen?

3sat, 10.25 Uhr
Die Odyssee der einsamen Wölfe (1/2)
Dies ist die atemberaubende Geschichte der drei Wanderwölfe Ligabue, Alan und Slavko. Alle drei machen sich auf die Suche nach einer Partnerin. Dabei überwinden sie Hunderte von Kilometern und bewältigen die tödlichen Gefahren der menschlichen Zivilisation. Mit nie zuvor gesehenen Bildern erlebt der Zuschauer die Rückkehr des Wolfes nach Zentraleuropa. Erstmals erzählt eine aufwendig gedrehte Tierdokumentation die Rückkehr des Wolfes in seine uralten Lebensräume in Zentraleuropa. Es ist die erstaunliche Geschichte der drei Wanderwölfe Ligabue, Alan und Slavko. Auf der Suche nach einer Partnerin überwinden sie atemberaubende Distanzen und bewältigen die tödlichen Barrieren der menschlichen Zivilisation. Bis heute ist es für die Wissenschaft ein Rätsel, warum immer wieder einzelne Wölfe plötzlich ihre Rudel verlassen und aufbrechen zu Wanderungen über mehr als tausend Kilometer. Diese Frage bewegt auch die europäischen Wolfsforscher, als sie die Wölfe Ligabue aus Italien, Alan aus Deutschland und Slavko aus Slowenien mit Senderhalsbändern ausstatten. Und dann passiert das, was die Biologen schon immer vermutet hatten. Der erste Teil begibt sich zusammen mit der Wolfsbiologin Francesca Marucco auf die Spuren des italienischen Wanderwolfs Ligabue. Er wandert durchs nördliche Italien. Überall lauern die Gefahren des Menschen, täglich muss er seinen Hunger stillen. In den französischen Seealpen findet er schließlich die passende Partnerin. Doch da nimmt sein Schicksal eine tragische Wendung. Alan, der zweite Wanderwolf, bricht auf in der Lausitz an der deutsch-polnischen Grenze. Die deutsche Wolfsbiologin Ilka Reinhardt folgt seiner Wanderung Richtung Nordosten. Auch Wanderwolf Alan überquert mehrspurige Autobahnen und durchschwimmt die 400 Meter breite Weichsel bei Danzig. Wird es ihm gelingen, nach 1.500 Kilometern in Weißrussland ein eigenes Rudel zu gründen?

3sat, 11.10 Uhr
Die Odyssee der einsamen Wölfe (2/2)
Auch der zweite Teil der Odyssee der einsamen Wölfe erzählt die Rückkehr des Wolfes in seine alten, angestammten Territorien in Mitteleuropa. Der Wanderwolf Ligabue bricht in Norditalien auf und begibt sich auf diesem Weg auf die Suche nach einer passenden Partnerin. Doch in den französischen Seealpen nimmt sein Schicksal eine tragische Wendung. Alan, ein Wanderwolf aus Ostdeutschland, erreicht nach 1.500 Kilometern die weißrussische Grenze. Auch er hat mehrspurige Autobahnen unverletzt überwunden und reißende Flüsse durchschwommen. An der weißrussischen Grenze wartet jedoch eine ganz neue Bedrohung auf ihn: Hier gehört der Wolf noch zum jagdbaren Wild. Slavko, der dritte Wanderwolf, bricht in Slowenien auf. Seine Reise führt ihn durch die frostklirrenden Gebirge Österreichs und Italiens. Er ist es, der der europäischen Wolfsforschung ganz neue Erkenntnisse liefern wird. Gemeinsam mit den Forschern Luigi Boitani, Francesca Marucco, Ilka Reinhardt und Hubert Potocnik wurden vier Jahre lang die Reisen der drei Wanderwölfe nachvollzogen. Die spektakulären Abenteuer von Ligabue, Alan und Slavko wurden dafür mit den dressierten Wölfen des ungarischen Tiertrainers Zoltan Horkai nacherzählt und gedreht. So ist eine wissenschaftlich fundierte Tierdokumentation entstanden, die gleichzeitig die mythologische Bedeutung des Wolfes für Europa zeigt und die faszinierenden Lebensräume der europäischen Wölfe erlebbar macht – in Italien und Frankreich, in Deutschland, Polen und Litauen, in Slowenien und Österreich.

hr fernsehen, 20.15 Uhr
Big Five Asien
Der Amurtiger
Amurtiger sind die größten Katzen der Welt. Sie sind eine von zwei Tiger-Unterarten und leben überwiegend im fernen Osten Russlands. Als einzige Tigerform haben sich Amurtiger diesen winterkalten Lebensraum erschlossen, an dem es über sechs Monate im Jahr friert, dichte Schneefälle an der Tagesordnung sind und die Temperaturen nicht selten auf unter minus 40 Grad sinken. Andererseits steigen sie im kurzen ussurischen Sommer regelmäßig bis auf über 30 Grad. Der Landstreifen am Japanischen Meer ist dicht besiedelt. Kontaktzonen für Tiger und Mensch sind somit allgegenwärtig. Außerdem schieben sich Straßen, Dörfer und Holzfäller-Camps immer tiefer in die Taiga. Die Tiger können kaum noch wie gewohnt wandern, ohne zunehmend auf menschliche Ansiedlungen zu stoßen. Die Nähe zu China tut ihr Übriges: Das Land ist der weltweit größte Abnehmer von Tigern und deren „Produkten“. Das Reich des „Herrschers der Taiga“ ist bedroht. Die fernöstlichen Wälder werden geplündert, abgeholzt und exportiert. Die benachbarten Länder Japan, Südkorea und natürlich China haben einen schier unstillbaren Holzhunger. Reiche Russen chartern Kleinflugzeuge und machen Jagdausflüge tief hinein in die Wildnis. Auch die unablässige Wilderei auf zentrale Beutetiere des Tigers wie Kragenbären, Sikahirsche und Wildschweine bedroht die noch etwa 400 bis 500 wilden Amurtiger. In winterstarrer Taiga am Japanischen Meer macht sich ein „Big-Five-Kamerateam“ auf die Suche nach den letzten „Sibirischen Tigern“. Sie wollen eine Antwort finden auf die Frage: Wird es in 20 Jahren diese wilden Tiger noch auf der Erde geben?

Dienstag, 28. Juli

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Die fünf Geparde
Gemeinsam durch die Serengeti
In der nördlichen Serengeti jagen fünf Geparden im Verbund, um größere Beutetiere zu jagen. Es ist das größte Bündnis von Geparden, das jemals beobachtet wurde. Dieser Film hat viele Geschichten über die schlanken Jäger zu bieten. Geparde sind die Hochgeschwindigkeitsjäger der Savanne. Nur wenige wagen sich auch an größere Beute. Doch manchmal zeigen sich die Raubkatzen von einer überraschend anderen Seite. In der nördlichen Serengeti tauchen fünf Männchen auf, die alles auf den Kopf stellen. Es ist das größte Bündnis von Geparden, das jemals beobachtet wurde. Dieser Film hat viele Geschichten über die schlanken Jäger zu bieten. Eine erfahrene Mutter bringt ihren männlichen Nachkommen die letzten Feinheiten der Jagd bei, bevor sie den Nachwuchs in die Unabhängigkeit entlässt. Das Weibchen hat sich in eine gute Ausgangsposition gebracht. Geduldig wartet sie, bis die Gnus dicht genug bei ihr sind. Ein junges Weibchen steht vor ganz anderen Problemen, es hat vier Jungtiere zu versorgen. Die Kleinen müssen jeden Tag mehrere Kilometer zurücklegen. Lange mustert die Mutter die Umgebung, doch die Löwin in den Büschen hat sie nicht bemerkt. Die Löwin beobachtet sie dagegen schon lange: Fleischfresser sind untereinander Konkurrenten! Die fünf Gepardenmännchen beschatten nach mehreren erfolglosen Jagdversuchen eine Herde. Nachdem einer von ihnen durchstartet, bricht unter den Gnus Panik aus. In diesem Chaos den Überblick zu behalten ist eine Herausforderung für die Geparde. Ihr Opfer ist ein 200 Kilogramm schweres Gnu. Beute, die für ein einzelnes Männchen viel zu groß wäre. Doch die vielen Monate des Jagdtrainings zahlen sich aus. Für diesen Film reiste Tierfilmer Reinhard Radke in die nördliche Masai Mara, um Geparde in Situationen zu filmen, wie man sie noch nie zuvor gesehen hat. Dabei gelangen ihm nicht nur spektakuläre Aufnahmen von der Jagd, sondern auch rührende Familiengeschichten zweier Mütter, die ihren Nachwuchs großziehen.

Mittwoch, 29. Juli

Bayerisches Fernsehen, 21.00 Uhr
natur exclusiv
Invasion der kleinen Räuber
Goldschakal, Marderhund und Waschbär
Die heimische Tierwelt ist nicht auf eingeschleppte oder eingewanderte Räuber wie Waschbär, Marderhund, Mink und Goldschakal eingestellt. Jedes dieser Raubtiere hat andere Fähigkeiten und Strategien. Die Eindringlinge bedrohen vor allem die, die schon lange unter der Zerstörung und dem zunehmenden Schwund ihres Lebensraums leiden: Bodenbrüter, Singvögel und Amphibien. Umweltschutzorganisationen in Deutschland schlagen Alarm. Die Zahl der eingeschleppten und eingewanderten Kleinbären und kleinen Raubtiere steigt. Von Norden her drängen Waschbär, Mink und Marderhund nach Bayern, Österreich und Frankreich. Aus dem Süden kommt der eigentlich in Südosteuropa und in Afrika heimische Goldschakal. Wie viele dieser vor allem nachtaktiven Räuber sich in Deutschland aufhalten, kann nur geschätzt werden. Doch es gibt andere Zahlen, die aufhorchen lassen: So wurden 2016 über 25.000 Marderhunde in Deutschland und Österreich geschossen – fast 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei Waschbären sind es in fünf Jahren 150 Prozent mehr getötete Tiere gewesen. Das liegt nicht an besonders schießwütigen Jägern, sondern an der rasanten Ausbreitung dieser Arten. Die Eindringlinge bedrohen vor allem einheimische Arten, die vielerorts vom Aussterben bedroht sind. Denn die heimische Tierwelt ist nicht auf eingeschleppte oder eingewanderte Räuber wie Waschbär, Marderhund, Mink oder Goldschakal eingestellt.

Donnerstag, 30. Juli

Bayerisches Fernsehen, 11.10 Uhr
Abenteuer Armenien
Südöstlich von Jerewan liegt ein Naturschutzgebiet, das gerade erst entstanden ist, 5.000 Hektar groß: das „Caucasus Wildlife Refuge“. Karen Agababyan und Manuk Manukyan sind Biologen und Ranger, die verantwortlich sind für eine erste Wildtier-Bestandsaufnahme. Und sie müssen das Gebiet vor Wilderern verteidigen, die vor allem Raubvogel-Eier stehlen, um sie an Zoos zu verkaufen.

hr fernsehen, 20.15 Uhr
Alles Wissen
Invasion der Schwarzkittel
Sie graben Grünflächen um, durchwühlen Vorgärten und hinterlassen ein Bild der Zerstörung. Wo Wildschweine auftauchen, wächst im wahrsten Sinne des Wortes kein Gras mehr. Immer wieder dringen sie in Städte vor, was zu Konflikten führt. Denn die Anwohner müssen oft nicht nur selbst für die Schäden aufkommen, Wildschweine können auch höchst gefährlich werden. Was ist gegen die Invasion der Schwarzkittel zu tun?

Freitag, 31. Juli

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Auf Leben und Tod – Die Savanne
Um in der offenen Savanne zu überleben, müssen Jäger und Gejagte ständig ihre Strategien verbessern. Denn in dieser erbarmungslosen Wildnis werden weder Fehler noch Schwächen verziehen. Die Hälfte der Kontinente ist von Wüste oder Grasland bedeckt. „Die Savanne“ zeigt die Strategien von Jägern und Gejagten, wenn man permanent auf dem Präsentierteller sitzt. Auch in diesem Gelände gibt es Spezialisten: Der Gepard, das schnellste Landtier der Erde, jagt seine Beute mit enormer Geschwindigkeit, aber auch indem er ihre Ausweichmanöver perfekt nachahmt. Andere haben aus der minimalen Deckung dieser Landschaft das Beste gemacht – wie der elegante Karakal, dessen Fellfarbe perfekt mit dem hohen, trockenen Gras der afrikanischen Savanne verschmilzt. Die Löwen der Etosha-Salzpfanne haben gelernt, dass Wüstenstürme nicht nur ihren Geruch verwehen und sie sich daher besser anschleichen können. Die Wetterlage versetzt ihre Beute zusätzlich noch in Panik.

Samstag, 1. August

arte, 16.45 Uhr
Wildes Großbritannien
Landschaften
Großbritanniens vielfältige Natur bietet zahlreichen außergewöhnlichen Tierarten einen vom Menschen noch weitgehend unberührten Lebensraum. In der fünfteiligen Dokumentationsreihe fangen die Filmemacher Bill Markham und Martha Holmes mit atemberaubenden Aufnahmen die natürliche Schönheit des wilden Großbritanniens ein. Diese Episode ist den ländlichen Gefilden des Vereinigten Königreichs gewidmet. ARTE heftet sich zusammen mit dem Zuschauer an die Fersen von Hasen, Füchsen und den bedrohten Zauneidechsen und wirft einen Blick in das Nest einer Steinkauzfamilie. Die ländlichen Gegenden Großbritanniens sind nationale Heiligtümer. Es scheint, als sei hier die Zeit stehengeblieben. In Wirklichkeit ging in den letzten hundert Jahren aber ein kolossaler Wandel vonstatten. Britische Kulturlandschaften sind das bevorzugte Jagdgebiet eines Vogels, der sich im ganzen Land großer Beliebtheit erfreut: der Schleiereule. Zum Überleben braucht sie täglich eine Beute von etwa vier kleinen Säugetieren. Der Turmfalke ist als potentieller Räuber jedoch häufig mit auf der Pirsch. Großbritannien verfügt über eine schier unglaubliche Anzahl an Hecken: Würde man sie alle aneinanderreihen, könnte man den Äquator elfmal umrunden. Sie sind wichtiger Lebensraum für Vögel und Insekten. ARTE lädt den Zuschauer ein, eine der 9.000 Wespenarten kennenzulernen, die hier ansässig sind: die Heath Potter Wasp, eine Untergattung der Töpferwespe. Einzigartige Aufnahmen zeigen ihren hoch komplexen Nestbau. In Yorkshire, im Tal des River Derwent, lebt Natalie Rose. Sie ist Rinderzüchterin und betreibt traditionelle Weidewirtschaft. In Wiltshire kann der schwerste flugfähige Vogel Großbritanniens, die Großtrappe, bei ihrem wunderlichen Balztanz beobachtet werden.

arte, 18.20 Uhr
GEO Reportage
Arktis: Ein Junge wird Jäger
Immer weniger Polar-Inuit-Jungen wollen Jäger werden. Der zwölfjährige Qaaqqukannguaq ist eine Ausnahme. Zusammen mit seinem Vater begibt er sich zum ersten Mal auf eine mehrtägige Jagdreise mit dem Hundeschlitten durch die Eiswüste. Die beiden werden 70 Kilometer von ihrer winzigen Siedlung Savissivik aus bis zur Eiskante am Kap York zurücklegen. ARTE begleitet sie dabei. In einer der nördlichsten besiedelten Regionen der Welt, die zehn Monate im Jahr von Eis bedeckt ist, ist Jagen eine der wenigen Möglichkeiten für die Menschen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Doch die Jagd bedeutet für die Polar-Inuit nicht nur Versorgung. Aus ihr leiten sie nach wie vor ihre kulturellen Werte und ihre Identität ab. „Erst wenn du jagen kannst, bist du ein Mann“, sagen die Väter heute noch zu ihren Söhnen. Auf einer tagelangen Reise durch eine von bizarren Eisbergen gesäumte weiße Wüste wird der erst zwölf Jahre alte Qaaqqukannguaq die schwierige Kunst der Polarjagd von seinem Vater lernen. Er wird die Peitsche so schwingen und die Hunde so hetzen, bis sie Furcht vor ihm haben und ihm bei jeder der gefährlichen Wasserspalten oder Risse im Eis gehorchen. Er wird mit dem Blick die blendende Schneedecke nach Robben und Walrossen bis zum Horizont abtasten und sich dann langsam – im Schutz eines weißen Holzgestells – an das Tier heranpirschen. Er wird in den hellen Nächten und bei Sturm mit seinem Vater ein Zeltlager auf den Schlitten spannen und die frische Robbenleber in einem mit Schnee gefüllten Topf auf dem Primuskocher garen. Vor allem aber wird er lernen, das Eis zu lesen. An kaum sichtbaren Zeichen soll Qaaqqukannguaq blitzschnell erkennen, ob eine Gletscherwand gleich einbricht oder ob sich unter der ebenen Schneefläche eine Spalte im Eis verbirgt. Allein an den Windverwehungen soll er merken, welchen Kurs er mit seinem Schlitten gerade steuert. Kurzum: Qaaqqukannguaq soll auf dieser Reise zum richtigen Jäger werden.

Sonntag, 2. August

Phoenix, 20.15 Uhr
Wilde Überlebenskünstler
Wie Tiere bauen
Tierbauten sind meistens einfach, aber immer genial durchdacht. Sie geben interessante Einblicke in die Lebensweise und das Verhalten der Baumeister.

Phoenix, 21.00 Uhr
Wilde Überlebenskünstler
Wie Tiere sich herausputzen
Tiere waschen sich nie die Hände, putzen sich die Zähne oder springen unter die Dusche. Trotzdem sind sie sauber und verwenden im Lauf ihres Lebens ungeheuer viel Zeit auf ihr Äußeres. Dabei beugt die gründliche Pflege nicht nur Krankheiten und Parasiten vor – sie hilft auch, sich zu verteidigen, oder kann für die Beziehung nützlich sein.

Phoenix, 22.30 Uhr
Wilde Überlebenskünstler
Wie Tiere kommunizieren
Tiere mögen zwar keine Sprache haben, die unserer menschlichen ähnlich ist, trotzdem kommunizieren sie. Nicht nur untereinander, sondern auch mit anderen Lebewesen – oft einfach, aber effektiv. Wenn man einen Hirsch röhren hört, weiß man, es ist Brunftzeit. Wenn ein Hund gegen den Zaunpfahl pinkelt, markiert er sein Revier. Tiere teilen sich auch mit, wo es etwas zu Essen gibt, dass sie paarungsbereit sind oder dass Gefahr droht.

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