WILD UND HUND TV-Tipps für Jäger

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Hier finden Sie die aktuelle Programmvorschau für Jäger

Mit freundlicher Unterstützung des Redaktionsbüros „Radio + Fernsehen“. Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.

Hörfunk: Radio Rheinwelle 92,5 Mhz, Samstags, 13 bis 15 Uhr, vierwöchentlich, ungerade Kalenderwochen: Jagd – Faszination und Kultur
ORF-Radio Niederösterreich, 1. Dienstag im Monat, 21 Uhr: Naturerlebnis Jagd
Radio Bamberg: „Heike trifft… Drei Jäger“
Jagdfunk: Ein Interview-Podcast rund um die Jagd

Kino und DVD-Tipps: siehe Trailer und Seitenende

Zahlreiche spannende Reportagen rund um die Jagd finden Sie auch auf PareyGo!

Zeitraum: 17.05.2021 - 23.05.2021

Montag, 17. Mai

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Vom Woife und dem Wald
Im Bayerischen Wald päppelt Wolfgang Schreil – besser bekannt als „Woid Woife“ verletzte oder verwaiste Waldtiere auf und entlässt sie wieder in die Freiheit. Und von hier aus startet der Woife seine zahlreichen Wanderungen in den Wald. Im Bayerischen Wald lebt Wolfgang Schreil – besser bekannt unter seinem Spitznamen „Woid Woife“. Sein ganzer Stolz ist ein Bauwagen, der am Rande seines Heimatdorfes Bodenmais steht. Unter den Fichten, zwischen Eichhörnchen und Waldvögeln, findet der Waidler täglich seinen Seelenfrieden. Hier päppelt er verletzte oder verwaiste Waldtiere auf und entlässt sie wieder in die Freiheit. Und von hier aus startet der Woife seine zahlreichen Wanderungen in den Wald. Die Kamera ist meistens mit dabei. Denn seit ein paar Jahren ist der ehemalige Totengräber leidenschaftlicher Hobby-Fotograf. Seine Lieblingsmotive sind natürlich die Tiere des Bayerischen Waldes. Dieses Jahr möchte der Woife ein ganz besonderes Foto in freier Wildbahn schießen: einen Rothirsch bei der Brunft. Das Spektakel findet nur an ein paar wenigen Tagen im Herbst statt. Er muss dann zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Also behält der Woife das Rotwild vom Winter bis zum Herbst so gut wie möglich im Auge. Filmemacher Ben Wolter und sein Filmteam haben ihn auf seinen Spaziergängen durch die Jahreszeiten begleitet.

Dienstag, 18. Mai

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Kamtschatka – Die Abenteuer der jungen Bären
Im Naturschutzgebiet Süd-Kamtschatka müssen junge Braunbären viel lernen: Wie man im Sommer am Kurilensee den dicksten Lachs fängt, oder wo im Herbst die beste Kraftnahrung zu finden ist. Die russischen Filmemacher Irina Zhuravleva und Vladislav Grishin sind dort zusammen mit einem Naturschützer und Fotografen unterwegs, um das Leben der Bären eindrucksvoll zu dokumentieren. Im Naturschutzgebiet Süd-Kamtschatka bekommen junge Braunbären das Rüstzeug für ihr Leben in einer selten großen Bärengesellschaft. Sieben Monate lang beobachteten die russischen Filmemacher Irina Zhuravleva und Vladislav Grishin zusammen mit dem Naturschützer und Fotografen Igor Shpilenok zwei Bärenmütter und ihren Nachwuchs, einmal Zwillinge und die anderen Vierlinge. Entstanden sind faszinierende Aufnahmen in einer von Menschen kaum berührten Natur. Unterstützt von exzellenten Geräuschen und einer feinsinnig komponierten Musik, entwickelt der Film eine geradezu meditative Kraft.

Mittwoch, 19. Mai

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wildes Spanien – Der atlantische Norden
Der Zweiteiler „Wildes Spanien“ porträtiert die abwechslungsreiche Natur im Norden Spaniens zwischen Galizien und dem Baskenland, und im Süden zwischen Andalusien und der Extremadura. Teil 1 zeigt Landschaft und Tierwelt des Nordens von den Schilfgebieten im Baskenland über das Kantabrische Gebirge bis nach Galizien zur Atlantikküste. „Wildes Spanien: Der atlantische Norden“ zeigt ein Porträt einer Region, die viele wegen des berühmten Jakobsweges kennen, die aber so viel mehr zu bieten hat. Zwischen der rauen Atlantikküste im Norden Spaniens und der sonnenverwöhnten Mittelmeerküste im Süden findet sich eine Artenvielfalt, die in anderen Regionen Europas selten geworden ist. Im ersten Teil von „Wildes Spanien“ wird die abwechslungsreiche Natur vom grünen Norden zwischen Galizien und dem Baskenland porträtiert. Zwei Jahre lang dauerten die Dreharbeiten für den Zweiteiler auf der Iberischen Halbinsel. Der Naturfilmer Hans-Peter Kuttler setzte hochstabilisierte Cineflex-Kameras und Oktokopter für die Flugaufnahmen, Kameraschienen sowie Unterwasser- und Zeitlupenkameras ein, um die Natur und Tiere vom Atlantik bis zum Mittelmeer eindrucksvoll zu porträtieren. Von den Schilfgebieten im Baskenland über die fantastische Welt des Kantabrischen Gebirges bis nach Galizien mit seinen spektakulären Küsten: Das ist die Wildnis Nordspaniens, die eine ungeahnte Vielfalt bietet und dem Besucher die eher unbekannte Seite des Landes zeigt. Rothirsche tragen inmitten von Feuchtgebieten während der Brunft ihre erbitterten Kämpfe aus, bis das Wasser um sie herum zu brodeln scheint. Das Kantabrische Gebirge ist Lebensraum von rund 140 Kantabrischen Braunbären – die größte Bärenpopulation Westeuropas. Oberhalb der Baumgrenze ist das Reich der Kantabrischen Gämsen. Sie teilen sich ihren Lebensraum mit dem farbenprächtigen Mauerläufer, einem überaus seltenen Vogel der Hochgebirgsregion. Der asturische Feuersalamander ist der einzige mit einer komplett gelben Färbung. An Bachufern geht er auf Beutefang. Die zahlreichen Bäche des Gebirges fließen in den Atlantik, der von Riesen bewohnt wird: von Pottwalen bis hin zu Riesenhaien, den zweitgrößten Fischen der Welt. Der raue Norden hat die Menschen der Region geprägt. Das Filmteam begleitet einen Bergbauern im Nationalpark Picos de Europa, der noch traditionelle Viehwirtschaft betreibt, und einen Entenmuschelsammler an der Costa da Morte, der den vielleicht gefährlichsten Job der Welt hat. Beiden gemein ist, dass sie ihre Heimat nie gegen ein Leben in der Großstadt eintauschen würden.

Donnerstag, 20. Mai

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wildes Spanien – Der mediterrane Süden
Der Zweiteiler „Wildes Spanien“ porträtiert die abwechslungsreiche Natur im Norden Spaniens zwischen Galizien und dem Baskenland, und im Süden zwischen Andalusien und der Extremadura. Von den traumhaften Mittelmeerstränden und spektakulären Canyon-Landschaften Andalusiens bis zu den Weiten der Extremadura mit ihren bis zum Horizont verlaufenden Steineichenwäldern: Im Süden Spaniens gibt es noch viel Neues zu entdecken. Ginsterkatzen gehen im Schutz der Nacht auf Beutezug. Diese Vertreter der Schleichkatzen haben europaweit auf der Iberischen Halbinsel ihr größtes Vorkommen. Auch Geier sind in Spanien so zahlreich vertreten wie nirgends sonst in Europa. Auch der mit seiner typischen Federhaube unverwechselbare Wiedehopf schätzt das reiche Insektenangebot Spaniens – besonders, wenn die Vögel im Frühling ihren unersättlichen Nachwuchs mit Futter versorgen müssen. Mit rund 30.000 Brutpaaren haben Weißstörche in Spanien eines ihrer wichtigsten Verbreitungsgebiete. Unter Wasser erreicht der Tierreichtum Südspaniens schließlich seinen Höhepunkt. Die Schutzgebiete im Mittelmeer weisen eine unfassbare Artenvielfalt auf: Skurrile Meeresschnecken von beinahe außerirdischer Anmutung, grazile Seepferdchen, riesige Schwärme von Barrakudas und elegante Blauhaie haben hier ihren Lebensraum. Der Süden Spaniens hat die Menschen der Region geprägt. Das Filmteam begleitet einen Bauern in der Extremadura, dem Wilden Westen Spaniens, und einen Fischer, der vor der Küste des Schutzgebietes Cabo de Gata nachhaltigen Fischfang betreibt. Beiden gemein ist, dass sie ihre Heimat nie gegen ein Leben in der Großstadt eintauschen würden. „Wildes Spanien – Der mediterrane Süden“ zeigt die unbekannte Seite einer Region, die viele zu kennen glauben, in der es aber noch viel zu entdecken gibt.

arte, 20.15 Uhr
Kanadas Küstenwölfe
Der Great-Bear-Regenwald an der Westküste Kanadas ist die Heimat der Küstenwölfe. Sie haben die wilde Pazifikküste mit felsigen Riffen und bewaldeten Inseln zu ihrer Heimat gemacht. Das Besondere an ihnen ist, dass sie nicht nur an Land jagen, sondern auch im Ozean. Die Dokumentation begleitet den Naturführer Cal Humchitt und sein Team auf den Spuren der Küstenwölfe. British Columbia ist die westlichste Provinz Kanadas. Die Pazifikküste ist geprägt von einem Mosaik aus zerklüfteten Felsformationen und unberührten Wäldern. In dieser wilden Naturlandschaft ist eine einzigartige Population von Wölfen zu Hause. Sie leben mit und vom Ozean. Der Great-Bear-Regenwald ist geschütztes Gebiet und damit ein Rückzugsort für viele Tiere. Am Himmel kreisen majestätische Weißkopfseeadler, auf Felsen tummeln sich Robben und Seeotter. Doch die Ufer sind auch das Beuterevier ungewöhnlicher Jäger: der Küstenwölfe. Weltweit einzigartig, haben sie den Ozean als Nahrungsquelle entdeckt und sich im Great-Bear-Regenwald angesiedelt. Dort leben sie im Rhythmus der Gezeiten und machen Jagd auf kleine Meeressäuger. Für die indigenen Völker Kanadas, wie die Heiltsuk, sind Wolf und Adler von großer spiritueller Bedeutung. Es ist eine besondere Beziehung, die Mensch und Tier an diesem außergewöhnlichen Ort haben. Der Naturführer Cal Humchitt lebt seit über 50 Jahren hier. Seit seiner Kindheit spürt er eine besondere Verbindung zu den Wölfen, die lokale Population erforscht er seit langem. Die Dokumentation begleitet ihn und sein Team auf einer Reise durch die wilden Inselarchipele der Westküste, immer auf der Spur der Küstenwölfe. Cal und sein Team stoßen auf eine junge Wölfin, die sich vor dem Wasser scheut. Ihr Überleben ist an die Gnade der Gezeiten gebunden. Es ist eine Herausforderung, die es zu überwinden gilt. Wie die anderen Jungtiere des Waldes muss sie in die Fußstapfen ihrer Eltern treten und durch Nachahmung lernen.

Freitag, 21. Mai

arte, 7.55 Uhr
Durch das Jahr in der weltweiten Wildnis
Mehrteilige Serie
November – Dezember: Der Kreis schließt sich
Auf den hohen Breitengraden der Nordhalbkugel fällt erster Schnee. Der Winter hat begonnen. Ein Eurasischer Luchs und ein Wolfsrudel in Yellowstone zählen zu den wenigen Tieren, die dieser Jahreszeit perfekt angepasst sind.

Samstag, 22. Mai

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Al Maha – Im Visier des Falken
Die Falknerei hat in arabischen Ländern eine lange Tradition. Das Training und die Jagd mit den edlen Vögeln sind zugleich Sport und Leidenschaft. Majestätische Greifvögel ziehen ihre Kreise über der endlosen Wüste im Morgengrauen. Dabei werden ihre Flugkünste im ersten Nationalpark Dubais von den wachsamen Blicken der Falkner verfolgt. In arabischen Ländern hat die Falknerei eine lange Tradition. Das Training und die Jagd mit den edlen Vögeln sind zugleich Sport und Leidenschaft. Nun ist sie auch Ursprung eines Naturschutzprojektes der besonderen Art, denn in Dubai werden Falken eigens gezüchtet, um sie wieder in die Freiheit zu entlassen. Demnächst sollen sie ihren ursprünglichen Lebensraum zurückerobern und die natürliche Population stärken.

Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr
Welt der Tiere
Dicke Freunde
Ob Fischotter, Schwarzstorch oder Luchs – im Böhmerwald leben eine Menge selten gewordener Tiere. Angelika Sigl zeigt in diesem Film die Natur des Böhmerwalds aber aus einer ganz ungewöhnlichen Perspektive: aus der eines Hundes, einer Katze und eines Fuchses. Der Böhmerwald bietet einer Menge selten gewordener Tiere, wie Fischotter, Schwarzstorch oder Luchs bis heute ein Zuhause. Filmautorin Angelika Sigl zeigt die Natur des Böhmerwalds aber aus einer ganz ungewöhnlichen Perspektive: Der Hund Matla, die Katze Anne und ein Fuchs, der beim Förster im Frühling abgeliefert worden war, sind dicke Freunde geworden. Gemeinsam machen sie nun den Böhmerwald „unsicher“. Der Förster hat nichts gegen den Freigang der drei „Freunde“, denn dank der Fürsorge der Hündin Matla kommen sie immer wieder zurück. Das Filmteam hat die Abenteurer auf ihren Streifzügen fast ein Jahr lang begleitet.

arte, 13.30 Uhr
Wildnis Europa
Der Luchs
In dieser Folge: Der Luchs ist die größte Katze in Europa und ein scheuer Jäger. Tief in den Wäldern lauert er seiner Beute auf. Doch sein Lebensraum ist bedroht. Der Nationalpark Risnjak im Westen der Gebirgslandschaft Gorski Kotar in Kroatien ist einer der letzten Rückzugsorte für den Luchs. Vedran Slijepcevic ist den Tieren mit der Hilfe von Fotofallen auf der Spur. Auch in Deutschland, im Nationalpark Harz, wird unter großer Anstrengung seit den 1990 Jahren Lebensraum für den Luchs geschaffen. Durch Wiederansiedlung kehrt der Luchs in vielen Regionen zurück. Nationalpark Risnjak im Westen der Gebirgslandschaft Gorski Kotar in Kroatien ist einer der letzten Rückzugsorte für den europäischen Luchs. Seine Wälder und türkisfarbenen Seen bieten auch Lebensraum für viele Tiere seiner Speisekarte. In dem seit den 60er Jahren bestehenden Naturschutzgebiet findet sich eine noch ursprüngliche Population. Im benachbarten Slowenien werden im Rahmen eines Auswilderungsprojekts junge Luchse in die Freiheit entlassen. Seit einem Monat durchstreift das Luchsmännchen Boris die Gegend. Der dreijährige Luchs gibt Rätsel auf: Wo verläuft seine Wanderroute und kann er ein eigenes Revier besetzen? Mit Fotofallen versucht er, das Tier aufzuspüren. Auch im deutschen Nationalpark Harz wird unter großer Anstrengung seit den 90er Jahren Lebensraum für den Luchs geschaffen. Anfangs gab es Zweifel, ob Autobahnen und Äcker nicht unüberwindbare Hindernisse für die Luchse sind – aber das Harzer Projekt ist ein Riesenerfolg. Die Tiere ziehen von hier Richtung Südwesten, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Die Sendung ist auch online verfügbar von 02/05 bis 01/08 auf dem Internetportal von ARTE.

Sonntag, 23. Mai

hr fernsehen, 20.15 Uhr
Die Bärenbande
In Skandinaviens Wäldern
Hoch im Norden Europas liegt das Reich der Braunbären. Verborgen in den Wäldern von Finnland, Schweden und Norwegen leben bis heute mehrere Tausend Bären. Mitten im Winter, wenn draußen meterdicker Schnee ihre Höhle bedeckt, bringen die Weibchen ihre Jungtiere zur Welt. Monatelang bleiben die Bärenjungen dicht bei der Mutter, werden von ihr gewärmt und gesäugt, bevor die Drillinge im Frühjahr beginnen, ihre Welt außerhalb der Höhle zu erkunden. Gemeinsam mit der „Bärenbande“ geht der Naturfilm auf Entdeckungsreise in Skandinaviens wilde Wälder, in die Heimat der mächtigen Elche und cleveren Wölfe, zu den seltenen Waldrentieren und segelnden Gleithörnchen. Drei Jahre lang arbeiteten die renommierten Tierfilmer Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg an den Aufnahmen für den Film. Sie verbrachten viele Hundert Drehtage in den Wäldern Nordeuropas. Mit viel Geduld und noch mehr Know-how gelangen ihnen äußerst seltene und spannende Verhaltensaufnahmen aus der Wildnis Skandinaviens, unterstützt mit Aufnahmen von Jan Henriksson, Rolf Steinmann, Kari Kemppainen, Joosep Matjus und Florian Leo.

Zeitraum: 24.05.2021 - 30.05.2021

Montag, 24. Mai

tagesschau24, 20.15 Uhr
Wildes Deutschland – Die Müritz
Die Müritz ist mit 117 Quadratkilometern der größte See auf deutschem Gebiet, aber er ist bei weitem nicht der einzige im Nordosten der Republik. Allein die Mecklenburgische Seenplatte zwischen Waren und Feldberg umfasst etwa 2000 Seen. Dank des Müritz-Nationalparks leben hier viele verschiedene Tierarten. Die Hälfte aller in Deutschland ansässigen Kraniche brütet in Mecklenburg-Vorpommern, der Fischadler ist der Charaktervogel an der Müritz, der quirlige Fischotter geht hier auf die Jagd und bedrohte Rotmilane kreisen am Himmel. Fred Bollmann kennt den Nationalpark wie kaum ein anderer. Der ehemalige Ranger und ehrenamtliche Naturschützer setzt sich aktiv für den Erhalt ’seiner‘ Wildnis ein. Zwei Jahre dauerten die Dreharbeiten für diesen Film aus der Reihe Wildes Deutschland. Dabei entstand ein einzigartiges Porträt dieser Region.

Dienstag, 25. Mai

arte, 9.30 Uhr
Durch das Jahr in der weltweiten Wildnis
Mai – Juni: Ein empfindliches Gleichgewicht
Im Mai beschleunigt sich der Gang der Dinge, die Naturgewalten machen sich mit ganzer Wucht bemerkbar. In Nordamerika ziehen zerstörerische Tornados über die weiten Ebenen, während wilde Mustangs über die Prärien am Fuße der Sierra Nevada schweifen. Ein junger Hengst, angezogen vom üppigen Weidegras des Frühlings, gesellt sich zur Herde und fordert den Anführer heraus, um seinen Platz einzunehmen und sich mit den Stuten zu paaren. Im Juni ist im südlichen Afrika Winter. Es ist die trockenste Zeit des Jahres, und sie fordert in den Ebenen zahlreiche Opfer. Gerade die Elefanten werden zur leichten Beute für Kapgeier, Schakale und Löwen. Ein junges Elefantenweibchen beklagt den tragischen Verlust ihres Kalbs. Ende Mai hat die Erde fast die Hälfte ihrer Reise um die Sonne hinter sich. Weitere Folgen sind im Anschluss zu sehen.

SWR Fernsehen, 18.15 Uhr
natürlich
Natur und Umwelt im Südwesten
Sie pflegen verletzte Waldkäuze, Falken oder Uhus, bis sie die Vögel wieder in die Freiheit entlassen können: Maik Heublein und Vivien Traxel von der Nabu-Greifvogelstation in Haßloch/Pfalz. Beide haben eine Jäger- und Falkner-Ausbildung und kümmern sich voller Hingabe um die verletzten Vögel. SWR Moderatorin Tatjana Geßler begleitet die beiden mit fantasievollen Tätowierungen geschmückten Vogelfreunde bei der Arbeit und ist auch bei der Auswilderung eines genesenen Turmfalken dabei.

Mittwoch, 26. Mai

arte, 6.25 Uhr
Tierische Überlebenskünstler
Großkatzen
Bestimmte Tierarten haben sich besonders gut an ihre Umwelt angepasst. Die Dokumentationsreihe zeichnet die Evolution dieser Arten nach und demonstriert ihre erstaunlichen körperlichen Eigenschaften. Die aktuelle Folge macht deutlich, welchen besonderen Eigenschaften die Großkatzen ihre hervorragende Eignung zur Beutejagd verdanken. Die großen Raubkatzen, seien es Löwen, Tiger, Leoparden oder Jaguare, sind allgemein als kraftvolle, geschickte Jäger bekannt. Dem Leoparden helfen seine Prankenhaare beim Beutefang. Wenn der Schneeleopard auf Jagd geht, kommen ihm seine besonderen Muskelfasern zugute. Und dass der Jaguar in der Lage ist, so treffsicher zuzubeißen, verdankt er einer bestimmten Kombination von Kiefermuskeln und Schnurrhaaren.

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Äsche in der Gera und Hamster im Feld
Auf den Feldern eines Erfurter Blumensaatzuchtbetriebes fühlen Feldhamster sich offensichtlich sehr wohl. Hier wachsen die Kulturen abwechslungsreich und viele Pflanzen bleiben zur Samengewinnung bis in den Spätherbst stehen. Die Mitarbeiter des Betriebes verschmerzen die Blumensamen gern, die als Wintervorrat in zahlreichen Hamsterbacken in die Baue getragen werden. Wie der Feldhamster ist auch die Äsche gefährdet, denn sie stellt hohe Ansprüche an die Wasserqualität. Mit viel Engagement sorgen die Mitglieder des Landesanglerverbandes Thüringen dafür, dass die seltene Fischart im Erfurter Flutgraben und in der innerstädtischen Gera erhalten bleibt. Turmfalken kommen zahlreich zum Brüten nach Erfurt. Die besten Turmplätze sind schnell besetzt. Ungewöhnlich nah in menschlicher Nachbarschaft sind auch Rotmilane gezogen. Im Erfurter Stadtteil Gispersleben kreisen die scheuen großen Greife tief über den Häusern, in deren Umgebung ihr Horst versteckt sein muss. Der Altstadtkern von Thüringens Landeshauptstadt ist berühmt. Zwischen den liebevoll sanierten Fachwerkhäusern lassen die Wasserläufe der Gera ein kleines Venedig entstehen. Unter den Brücken schwimmen Forellen im Fluss, und an der berühmtesten, der Krämerbrücke, geht in der Nacht die Wasserfledermaus auf Jagd.

3sat, 17.45 Uhr
Kragenbären im Tigerwald
Auf den Spuren der Kragenbären in Südostsibirien
Der Bestand des Kragenbären in Südostsibirien schrumpft unaufhaltsam. Als der Forscher Alex Sedow in seinem Pachtwald keine Kragenbären mehr findet, befürchtet er, dass sie abgewandert sind. Sowohl Futtermangel als auch ihr Erzfeind, der Amur-Tiger, könnten sie vertrieben haben. Weil er sich Sorgen um ihren Fortbestand macht, startet Alex eine Expedition in die Taiga: Wo mag es die geschickten Kletterer hin verschlagen haben? Seine Suche ist ein lebensgefährliches und mühsames Unterfangen, das ihn tief in das unwegsame Dickicht Ussuriens führt. Ganz unerwartet taucht im Lager zumindest ein verlassener Kragenbär auf: ein entkräftetes und verwaistes Jungtier. Um ihm zu helfen, bringt Alex es zu einer Auffangstation, in der es wieder zu Kräften gebracht wird. Doch die Hoffnung des Forschers ist es, auch die übrige Bärenpopulation zu finden. Nach und nach entdeckt er, wo es genügend Futter gibt. Tatsächlich findet er dort auch Bärenspuren. Die Aufnahmen seiner Kamerafalle bestätigen ihm schließlich, dass die Kragenbären in seinen Wald zurückkehren. Erleichtert stellt Alex fest, dass sie ihr Refugium also nicht aufgegeben haben, sondern es wieder bevölkern und sich auch vom Amur-Tiger nicht verdrängen lassen. Nun kann also auch das Bärenjunge, das sich mittlerweile gut erholt hat, ausgewildert werden und unter seinesgleichen ein hoffentlich langes und ungestörtes Leben führen.

Donnerstag, 27. Mai

3sat, 16.15 Uhr
Naturparadies: Russland
Überlebenskünstler zwischen Arktis und Wüste
Russland hat mehr arktische Gebiete als jedes andere Land der Erde. Die Eiswüsten und Tundren ziehen sich von der russisch-finnischen Grenze bis in den äußersten Nordosten der Beringstraße. Hier, nur einen Steinwurf von Alaska entfernt, liegt auch die Wrangel-Insel. Im Sommer sammeln sich dort die Eisbären, um auf die Ankunft der Walrosse zu warten. Nach mageren Wochen hoffen die größten Bären der Erde auf leichte Beute, aber die Walrosse sind wehrhaft.

3sat, 17.00 Uhr
Naturparadies: Türkei
Von Braunbären, Zieseln und Flamingos
Im Taurusgebirge leben Braunbären. Sie halten in der kalten Jahreszeit Winterruhe. Über Monate nehmen sie weder Wasser noch Nahrung zu sich. Entsprechend hungrig sind sie im Frühjahr. Die Allesfresser stürzen sich auf Kleintiere, Insektenlarven, Pilze und Wurzeln. Die Mufflons auf den weiten Steppen Zentralanatoliens haben es im Winter schwer. Dichtes Fell schützt die Wildschafe vor beißender Kälte, doch mühsam scharren sie mit ihren Hufen Gräser und Wurzelwerk aus dem verschneiten Boden.

Freitag, 28. Mai

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Der Punkvogel kehrt zurück
Der exotisch anmutende Waldrapp gehört zu den am stärksten bedrohten Vogelarten weltweit, nur im Zoo gibt es noch einige Exemplare. In freier Wildbahn ziehen die Ibisvögel im Winter nach Italien, doch die Vögel aus dem Zoo kennen den Weg nicht. Deswegen wurde ein Experiment gestartet, in dem Vogelküken auf Menschen geprägt wurden und diesen über die Alpen folgen sollten. Ein Abenteuer für Mensch und Vogel. Bis ins 17. Jahrhundert war der Waldrapp in Europa verbreitet, doch weil das Fleisch als Delikatesse galt, wurde er in Europa gejagt und letztlich ausgerottet. Es gibt ihn bei uns nur noch im Zoo. Der Biologe Johannes Fritz hat es sich mit seinem Team zur Aufgabe gemacht, den Waldrapp in Bayern wieder auszuwildern. An der mächtigen Wehrmauer von Burghausen haben er und sein Team spezielle Nistplattformen gebaut und eine Brutkolonie aufgebaut. Parallel dazu werden in Wien Küken aus dem Zoo von Hand aufgezogen und so stark auf ihre menschlichen Vogelmütter geprägt, dass sie ihnen im Herbst hoffentlich über die Alpen nach Italien folgen. Waldrappe sind Zugvögel. Das macht es besonders schwierig, sie auszuwildern, denn die Zootiere kennen den Weg ins warme, italienische Winterquartier nicht mehr. Deshalb muss das Team um den Biologen Johannes Fritz den Tieren die Flugroute in einem aufwendigen Training beibringen. Damit sie dem Fluggerät im Spätherbst überhaupt folgen, werden die Küken von ihren menschlichen Müttern aufgezogen und stark auf sie geprägt. Über ein halbes Jahr lang verbringen Corinna, Anne, Lara und Pablo rund um die Uhr bei ihren Ziehkindern, zwischen den Jungvögeln und den Menschen entsteht eine innige Beziehung. Am Ende steht der gemeinsame Flug über die Alpen – die Ziehmütter im Leichtflugzeug, die Vogelkinder hinterher. Und wenn sie diesen Weg einmal geflogen sind, dann kennen sie ihn ein Vogelleben lang, und können ihn an ihre eigenen Küken weitergeben. Aber auf dem Weg über die Alpen lauern viele Gefahren.

arte, 18.30 Uhr
Löwen in Botswana
Überleben in der Savanne
Online verfügbar von 27/05 bis 26/08
Zwei Löwenmütter kämpfen um ihren Wurf. Wird es gelingen, ihre sechs Jungen übers erste Jahr zu bringen? In ergreifenden Szenen erzählt die Dokumentation vom Leben und Sterben in der Savanne im Norden Botswanas. Vor 20 Jahren waren die großen Raubkatzen dort fast ausgerottet. Das Überleben der Kleinen entscheidet also auch darüber, ob Löwen in Selinda wieder dauerhaft sesshaft werden oder ob ihre Art dort für immer verschwunden bleibt. Selinda ist eine Region im Norden Botswanas und befindet sich in der Nähe des Okawango-Deltas. Im Jahr 2000 war die dort einstmals beheimatete Löwenpopulation nahezu ausgerottet. Die Tiere waren Opfer von Wilderei und Jägern geworden. Zwei Löwinnen hatten das Massaker überlebt, aber es schien aussichtslos, dass sie jemals für Nachwuchs würden sorgen können. Ihr Schicksal schien besiegelt. Doch dann passierte etwas Unerwartetes: Im Jahr 2006 wurde die Löwenjagd in Selinda verboten, acht Jahre später, 2014, stellte ganz Botswana das Erlegen der Tiere unter Strafe. Erstmals schien es Hoffnung zu geben, dass sich der Bestand der Raubkatzen erholt. Und tatsächlich geschah ein Wunder: Zwei junge männliche Löwen durchschwammen eines Tages den Grenzfluss zwischen Namibia und Botswana und nahmen Witterung auf: Der Duft der Löwinnen Bolelo und Lebone schien sie magisch anzuziehen. Mit ihren sechs Jungen zogen die Löwinnen schon bald gemeinsam durch die Savanne. Doch es ist kein einfaches Leben, wie sich bald zeigte, es ist von alltäglichen Gefahren und Herausforderungen geprägt. Der vielfach preisgekrönte Tierfilmer Dereck Joubert erzählt die Geschichte von sechs Löwenjungen und ihren Müttern als spannenden Überlebenskampf. Ergreifend sind die Einblicke in das Familienleben der Großkatzen, für die das Team Wochen und Monate im Savannengras auf der Lauer lag. Auf dramaturgisch kunstvolle Weise wurden – mit Hilfe einer Infrarotkamera – Nachtaufnahmen integriert, die die Balz- und Revierkämpfe aus nächster Nähe dokumentieren.

Samstag, 29. Mai

3sat, 15.30 Uhr
Das Almtal – Mächtige Berge, klares Wasser und faszinierende Wildtiere
Das Almtal im Traunviertel zählt zu den imposantesten Landschaften Österreichs. Erich Pröll trifft zu Beginn „Märchen-Erzähler“ Helmut Wittmann und entführt in die Mystik rund um den Almsee. Kühl, sauber und glasklar steigt Wasser aus unzähligen Quellen des Seebodens auf und nährt damit den Almsee. Forellen und Saiblinge entwickeln sich hier prächtig – zur Freude der Fischer. Mit der Unterwasserkamera gelingt ein Blick in den Fischkalter. Er ist unter der Fischerhütte am See in ein paar Metern Tiefe verankert. Bei Grünau liegen die Fischteiche mit den Jungfischen des Forellenhofes. In der Küche werden die ausgewachsenen Forellen zu kulinarischen Leckerbissen veredelt. Der Almfluss durchschneidet zu Beginn mächtige Waldlandschaften, die das obere Almtal prägen. Die Waldarbeit ist hier wegen der steilen Berghänge beschwerlich. Fritz Wolf bezeichnet sich selbst als „Waldpädagoge“ und erläutert, wie er nachhaltige Bewirtschaftung oder natürlichen Aufwuchs versteht – seiner Meinung nach eine wesentliche Voraussetzung für beste Grundwasserqualität. Zu den Urgesteinen des Almtals zählt ohne Zweifel Tourismus-Pionier Hermann Hüthmayr. Der einstige Waldbauernbub wurde schon mit 24 Jahren zum jüngsten Tourismuschef Österreichs gekürt. 40 Jahre lang prägte er als Hüttenwirt das Hochberghaus auf dem Kasberg, bis er es 2014 seinem Nachfolger übergeben hat. Heute setzt er auf Tourismus-Trends aus dem Fernen Osten wie das Waldbaden. Damit will er die Sehnsucht gestresster Urlauber nach intensivem Naturerleben stillen, was sich positiv auf Körper und Geist der Gäste auswirken soll. Die Energie des Almflusses wird besonders intensiv genutzt. Neben zahlreichen Sägewerken treibt das Wasser auf einer Fließstrecke von 45 Kilometern bis zur Einmündung in die Traun 48 Kleinkraftwerke an. Es ist damit die vergleichsweise dichteste Kraftwerksstrecke unter Österreichs Flüssen. Hunderte Haushalte werden so mit Strom versorgt. Helmut Neubacher hat sich seine kleine Säge mit einem eigenen Kraftwerk selbst gebaut. Acht Meter ist sein hölzernes Wasserrad groß – und damit das größte Österreichs. Neben der Pyhrn-Eisenwurzen spielte zur Zeit der Donaumonarchie auch an der Alm die Sensenerzeugung eine entscheidende Rolle: Noch können die schweren Hämmer im Sensenmuseum Geyerhammer bewundert werden. Auch für Naturbeobachter gilt der Fluss mit seiner Landschaft als Refugium für Wasservögel wie Stockenten, Haubentaucher, Schwäne und Graugänse, die durch den Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz Bekanntheit erlangten. Seine Forschungsstelle wird heute von Dr. Kurt Kotrschal geleitet. Gemeinsam mit anderen Verhaltensforschern beobachtet er Raben, Dohlen, Waldrappe – und auch heute noch Graugänse. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Konrad-Lorenz-Forschungsinstitut liegt der völlig neu gestaltete „Cumberland Wildtierpark“. Auf 60 Hektar können Besucher heimische Wildtiere wie Luchse, Bisons, Wölfe, Bären, Elche oder Waldrappe hautnah erleben.

Sonntag, 30. Mai

arte, 12.00 Uhr
Tierische Überlebenskünstler
Raubvögel
Online verfügbar von 30/05 bis 07/06
Bestimmte Tierarten haben sich besonders gut an ihre Umwelt angepasst. Die Dokumentationsreihe zeichnet die Evolution dieser Arten nach und demonstriert ihre erstaunlichen körperlichen Eigenschaften. Die aktuelle Folge beschreibt die körperlichen Eigenschaften, die die Raubvögel zu den Herrschern der Lüfte machten. Raubvögel sind für ihre Kraft, Beweglichkeit und Geschwindigkeit bekannt. Die aktuelle Folge der Dokumentationsreihe ergründet den Mechanismus der mächtigen Fänge des Weißkopfseeadlers, mit denen er beim Zupacken eine enorme Kraft entfalten kann. Weiterhin zeigt der Film, wie der Habicht dank seiner scharfen Sicht und seines beweglichen Kopfes den Blick gleichzeitig auf seine Beute und die Umgebung richtet. Außerdem wird erklärt, wie die Rückenfedern des Wanderfalken den Luftwiderstand verringern und ihm eine Fluggeschwindigkeit bis zu 450 Kilometer pro Stunde ermöglichen.

Das Erste (ARD), 13.15 Uhr
Die fünf Geparde
Geparde sind die Hochgeschwindigkeitsjäger der Savanne. Nur wenige wagen sich auch an größere Beute. Doch manchmal zeigen sich die Raubkatzen von einer überraschend anderen Seite! In der nördlichen Serengeti tauchen fünf Männchen auf, die alles auf den Kopf stellen. Es ist das größte Bündnis von Geparden, das jemals beobachtet wurde! Dieser Film hat viele Geschichten über die schlanken Jäger zu bieten. Eine erfahrene Mutter bringt ihren männlichen Nachkommen die letzten Feinheiten der Jagd bei, bevor sie den Nachwuchs in die Unabhängigkeit entlässt. Das Weibchen hat sich in eine gute Ausgangsposition gebracht. Geduldig wartet sie, bis die Gnus dicht genug bei ihr sind. Ein junges Weibchen steht vor ganz anderen Problemen, es hat vier Jungtiere zu versorgen. Die Kleinen müssen jeden Tag mehrere Kilometer zurücklegen. Lange mustert die Mutter die Umgebung, doch die Löwin in den Büschen hat sie nicht bemerkt. Die Löwin beobachtet sie dagegen schon lange: Fleischfresser sind untereinander Konkurrenten! Die fünf Gepardenmännchen beschatten nach mehreren erfolglosen Jagdversuchen eine Herde. Nachdem einer von ihnen durchstartet, bricht unter den Gnus Panik aus. In diesem Chaos den Überblick zu behalten, ist eine Herausforderung für die Geparde. Ihr Opfer ist ein 200 Kilogramm schweres Gnu. Beute, die für ein einzelnes Männchen viel zu groß wäre! Doch die vielen Monate des Jagdtrainings zahlen sich aus. Für diesen Film reiste Tierfilmer Reinhard Radke in die nördliche Masai Mara, um Geparde in Situationen zu filmen, wie man sie noch nie zuvor gesehen hat! Dabei gelangen ihm nicht nur spektakuläre Aufnahmen von der Jagd, sondern auch rührende Familiengeschichten zweier Mütter, die ihren Nachwuchs großziehen.

3sat, 16.00 Uhr
Wilde Inseln: Sri Lanka
Wie eine winzige Träne liegt Sri Lanka nur sechs Grad über dem Äquator inmitten des Indischen Ozeans. Der Inselstaat umfasst weniger als 75 000 Quadratkilometer. Die Vielfalt seiner Tierwelt kann es jedoch mit jedem Kontinent aufnehmen. Und auch die komplexen klimatischen und geografischen Bedingungen sind von besonderem Ausmaß. Die Dokumentationsreihe „Wilde Inseln“ ist eine filmische Liebeserklärung an die spektakulärsten Archipele der Erde, an ihre Menschen, Tiere und Pflanzen, die in diesen Paradiesen ihre Heimat gefunden haben.

Zeitraum: 31.05.2021 - 06.06.2021

Montag, 31. Mai

arte, 10.35 Uhr
GEO Reportage
Auf der Spur des spanischen Luchses
Online verfügbar von 31/05 bis 07/06
Der Iberische Pardelluchs droht in Kürze auszusterben. Es wäre die erste Raubkatzenart seit dem Säbelzahntiger vor 10.000 Jahren, die von der Erde verschwindet – und das in Europa. Seit der Jahrtausendwende kämpfen Tierschützer im südspanischen Andalusien mit allen Mitteln für den Erhalt der Tiere. Nun tritt die Rettung der seltensten Großkatzenart der Welt in eine entscheidende Phase. Experten des Artenschutzprogramms Life-Lince setzen Luchse in einem neuen Revier aus. Gelingt es ihnen, dort eine neue, stabile Population zu gründen? „GEO Reportage“ hat den Kampf um Spaniens letzte Luchse begleitet. Um die Jahrtausendwende wäre der Iberische Pardelluchs, die kleine Schwesternart des Eurasischen Luchses, beinahe ausgestorben. Bevölkerten noch vor wenigen Jahrzehnten mehr als 5.000 Tiere unzählige Landstriche Portugals und Spaniens, kommen sie heute in freier Wildbahn nur noch in zwei kleinen Revieren im südspanischen Andalusien vor, und zwar in den Wäldern der Sierra de Andújar und dem Nationalpark Doñana im Mündungsdelta des Guadalquivir am Atlantik. Um das Aussterben der Raubkatzenart zu verhindern, wurde Europas teuerstes Schutz- und Zuchtprogramm initiiert. Und es zeigt Wirkung. Die Population des Pardelluchses konnte sich in den letzten Jahren auf rund 250 Tiere fast verdoppeln. Trotzdem ist diese Zahl noch immer zu niedrig, um den Genpool der Katzenart dauerhaft als gesund zu bezeichnen. Aufklärungsarbeit, Bau von Luchsbrücken und Tunneln sowie etliche Freilandmaßnahmen kosten viel Geld, sollen aber helfen, mittelfristig neue Siedlungsgebiete zu erschließen und die Abwanderung der Luchse auch in andere Regionen zu ermöglichen. Denn zu den Hauptproblemen – speziell der Doñana-Luchse – gehört die Inzucht. Schon seit 1997 kämpft Miguel Ángel Simón für das Überleben der Iberischen Luchse. Nun will er mit seinen Mitarbeitern Luchse in einem Gebiet aussetzen, in dem die Tiere heute nicht mehr vorkommen. Auf einer riesigen Finca sollen sie ein eigenes, intaktes Revier gründen. Glückt das Vorhaben, hätte es Beispielwirkung für die Zukunft.

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Mythos Amur – Zwischen Russland und China
Der Amur zählt zu den längsten Flüssen der Erde und ist dennoch kaum bekannt, er durchfließt die Mongolei, Russland und China. In der zweiteiligen Dokumentation „Mythos Amur“ wird die weitgehend unberührte Natur entlang des Flusses Amur in Ostasien vorgestellt – auf der Spur der letzten Sibirischen Tiger und Amurleoparden und der riesigen Gazellenherden durch die mongolische Steppe. Die ungewöhnliche Entdeckungsreise gegen den Strom, vom Pazifik 5.000 Kilometer landeinwärts bis zu den Quellflüssen in der Mongolei, beginnt am Mündungsdelta des Amur, dort, wo die Küsten des Japanischen und des Ochotskischen Meeres in der Tatarenstraße aufeinandertreffen. Wenn hier die Lachse auf ihren alljährlichen Wanderungen vorüberziehen, werden sie bereits von Braunbären, Robben und Seevögeln erwartet. Die Fische, die das große Fressen überleben, ziehen weiter den großen Strom aufwärts in die Zuflüsse des Amur zu den Laichplätzen im Sichote-Alin-Gebirge. Hier liegen die Siedlungen der Udege. Sie leben seit Jahrhunderten im Reich des Amurtigers. Dessen bevorzugte Beute sind Sikahirsche. Im Winter, wenn der Ferne Osten Russlands für Monate von strengem Frost beherrscht wird, überleben viele Tiere dank der Beuterisse der Tiger. Auch für die „Flussmenschen“ vom Volk der Nanai brechen harte Zeiten an. Den Ureinwohnern, die traditionell vom Fischfang leben, erschwert eine meterdicke Eisdecke den Zugang zu ihren Fanggründen. Immer wieder tritt der Amur über seine Ufer. Noch reguliert kein Staudamm den großen Strom. Sein Flussbett verändert sich ständig. Die Tierwelt am und im Fluss, etwa die Seeschwalben, die Chinesischen Weichschildkröten oder die seltenen Störe, sie alle sind abhängig vom ungebändigten Amur. Über 2.000 Kilometer markiert der Strom die längste Flussgrenze der Welt und trennt Russland und China. Die Landschaften entlang der Ufer könnten unterschiedlicher kaum sein: Auf der chinesischen Seite prägen ausgedehnte Reisfelder das Bild, Monokulturen, die keinen Lebensraum für Tiere bieten. Auf der russischen Seite ist die ursprüngliche Naturlandschaft weitgehend erhalten. Dorthin zieht es die Wildtiere. Der bedeutendste Nebenfluss des Flusses Amur auf chinesischer Seite ist der Songhua. Er entspringt in den Bergen an der Grenze zu Nordkorea. Durch die abgeschiedenen Wälder streifen nicht nur Amurtiger, sondern auch die vom Aussterben bedrohten, letzten Amurleoparden. Seit einiger Zeit geht China konsequent gegen Wilderer vor, die Tiger und Leoparden stark dezimiert haben. Chinesische Ranger patrouillieren im Rahmen eines Schutzprogramms regelmäßig in der fast menschenleeren Gegend. Mithilfe von Kamerafallen versuchen sie vor allem den Bestand der Amurleoparden zu dokumentieren. Manche Aufnahmen sind eine wahre Sensation.

Dienstag, 1. Juni

arte, 9.30 Uhr
Wasserlöcher – Oasen für Afrikas Fauna (1/3)
In der afrikanischen Savanne sind Wasserlöcher lebensnotwendig: Elefanten, Löwen, Leoparden und zahlreiche andere Tierarten treffen in den Oasen aufeinander und streiten um Wasser. Allerdings ist nur wenig über die tierische Koexistenz in dieser kleinen Welt bekannt. Deswegen wurde im Wildreservat Mwiba in Tansania zum ersten Mal eine künstliche Wasserstelle mit integrierten Kameras eingerichtet. Für diese Reihe wurde die Wasserstelle ununterbrochen über sechs Monate hinweg gefilmt, um einen einmaligen Einblick in die komplexe Dynamik des dortigen Geschehens zu geben und neue Einsichten in die Lebensweisen afrikanischer Tiere zu erlangen. Die erste Folge wurde auf dem Höhepunkt der Trockenzeit gefilmt. Es sind die entbehrungsreichsten Monate des Jahres. Das neue Wasserloch ist fertig. Welche Tiere werden kommen? Und werden sie das kostbare und lebensnotwendige Nass miteinander teilen? In der afrikanischen Savanne sind Wasserlöcher lebensnotwendig. Und sie werden immer bedeutender – denn Afrika und seine Fauna sind zunehmend vom Klimawandel betroffen. Für die dreiteilige Dokumentation wurde im Wildreservat Mwiba in Tansania eine künstliche Wasserstelle mit integrierten Kameras eingerichtet. Damit sich die wilden Tiere von allen Seiten nähern können, wurde die Wasserstelle mitten in der offenen Savanne gegraben. Dazu mussten hundert Tonnen Erde ausgehoben und acht Kilometer Glasfaserkabel und Leitungen verlegt werden. 60.000 Liter Grundwasser wurden in zwei Becken gepumpt, die für die durstigen Tiere leicht zugänglich sind. Die neue Wasserquelle soll auch nach dem Experiment bestehen bleiben. Zum Beginn der Trockenzeit wird die Wasserstelle in Betrieb genommen, die Kameras laufen. Welche Tiere werden zuerst kommen? Werden sie den Platz miteinander teilen? Wie viele Tierarten werden in der neuen Oase trinken? Bereits in der ersten Stunde nähern sich Warzenschweine und Elefanten, bald folgen zahlreiche weitere Tiere. Thermokameras dokumentieren, wie bestimmte Tierarten ihre Körpertemperatur regulieren, um in der Hitze überleben zu können. Die Landschaft wird mit jedem Tag trockener und schon bald entladen sich die Spannungen zwischen Elefanten und Kaffernbüffeln – die großen Tiere benötigen viel Wasser. Wird es für alle reichen? Die Wasserstelle beeinflusst auch das Leben in der Umgebung. Raubkatzen benötigen nicht viel Flüssigkeit, doch es wird angenommen, dass sie in der Trockenzeit die Wasserstellen als Jagdrevier nutzen. Die Tiere, die hier regelmäßig zugegen sind, riskieren ihr Leben. Online verfügbar von 17/05 bis 23/06

arte, 10.15 Uhr
Wasserlöcher – Oasen für Afrikas Fauna (2/3)
In dieser Folge: Es ist die heißeste Zeit des Jahres und die meisten Tiere besuchen das Wasserloch erst in der Kühle der Nacht. Ferngesteuerte Kameras halten die neue Dynamik fest, die nach der Dämmerung an der Wasserstelle herrscht. Mit der nächtlichen Betriebsamkeit taucht eine neue Art von Raubtieren auf: ein Clan Hyänen. Es ist die heißeste Zeit des Jahres und die meisten Tiere besuchen das Wasserloch erst in der Kühle der Nacht. Ferngesteuerte Kameras halten die neue Dynamik fest, die nach der Dämmerung an der Wasserstelle herrscht. Mit der nächtlichen Betriebsamkeit taucht eine neue Art von Raubtieren auf: ein Clan Hyänen. Obwohl sie sich im Einzugsbereich der Wasserstelle bewegen, ist die Größe ihrer Gruppe kaum zu bestimmen. Ihr Erscheinen hat maßgebliche Auswirkungen auf die anderen Raubtiere der Gegend: Wenn sie herumstreifen, bleiben Löwen und Leoparden der Wasserstelle fern. Ferngesteuerte Kameras filmen die Höhle des Clans in der Nähe. Es wird deutlich, wie sehr die Hyänen das Leben an der Wasserstelle prägen und wie sich das Verhalten der Oasenbewohner mit den hohen Temperaturen verändert. Die Kaffernbüffel, einstmals häufige Besucher, kommen nur noch selten. Dafür erscheinen immer mehr Elefanten, und das nicht nur zum Trinken. Für die zahlreichen Pflanzenfresser wird die Wasserstelle immer gefährlicher. Unter ihnen sind auch einige Neulinge wie der Nimmersatt. Der Vogel verbringt Stunden damit, Fischen aufzulauern – und hat mit seinen Füßen vielleicht selbst Fischeier transportiert. Während sich Regenwolken auftürmen, zeichnet sich am Horizont eine weitere spektakuläre Veränderung ab. Was wird die Zukunft für die Oasenbewohner bringen? Online verfügbar von 17/05 bis 23/06

hr fernsehen, 10.30 Uhr
Raubkatzen
Tödliche Eleganz
Raubkatzen faszinieren durch ihre geschmeidige Eleganz ebenso wie durch ihren kalten Jagdinstinkt. Der BBC-Zweiteiler über die Raubkatzen würdigt die gesamte Tierfamilie vom Sibirischen Tiger, der größten Katze, bis zur kleinsten, der Rostkatze, die die Urwälder Sri Lankas durchstreift. Der Film zeigt einsame Schneeleoparden im Himalaya und große Löwenrudel in Tansania. Während der dreijährigen Dreharbeiten konnten die Teams Katzen genau beobachten und Verhalten filmen, das selbst Wissenschaftler überrascht. Immer dabei: Neueste Technik die einen exklusiven Einblick in die Welt der stolzen Tiere gibt. Sie denken, Sie kennen Katzen und wissen alles über sie? Lassen Sie sich überraschen. Raubkatzen haben weit mehr zu bieten als nur ihr Image als „Top Jäger“. Katzen haben auch eine sanfte Seite, sie sind intelligent und gefühlvoll, Katzen sind aufopfernde Eltern und erstaunlich gut verschiedenste Lebensräume angepasst. In der ersten Folge steigt eine Expedition in die eisigen Höhen des Himalaja – auf der Suche nach einem Phantom: dem Schneeleoparden. Lautlos und meist unsichtbar, schleicht die geheimnisvolle Raubkatze durch die raue Gebirgswelt. Ein anderes Team beobachtet mit hochempfindlichen Nachtsichtkameras und neu entwickelten Kamerafallen eine Leopardin auf der Jagd in Afrika. Am Strand von Patagonien ist ein Puma auf der Suche nach Beute. Er jagt Pinguine. Weitere Highlights dieser Folge sind der Kronk, der kanadische Luchs und die spannende Hochgeschwindigkeitsjagd der Geparde. In faszinierenden Verhaltensaufnahmen und überraschenden Geschichten gibt der Zweiteiler „Raubkatzen“ Einblicke in die Natur der eleganten Jäger und zeigt, dass diese so gut erforschte Tiergruppe noch immer viele Überraschungen bereit hält.

arte, 11.00 Uhr
Wasserlöcher – Oasen für Afrikas Fauna (3/3)
In dieser Folge: Zum ersten Mal seit sechs Monaten fällt Regen über dem Wasserloch. Das Gras beginnt zu wachsen, Wasser ist allgegenwärtig und das Leben der Wildtiere verändert sich grundlegend. Das Gebiet rund um die Oase wird zum üppigen Weideland. Zum ersten Mal seit sechs Monaten fällt Regen über dem Wasserloch. Das Gras beginnt zu wachsen, Wasser ist allgegenwärtig und das Leben der Wildtiere verändert sich grundlegend. Das Gebiet rund um die Oase wird zum üppigen Weideland, in dem sich ein Pärchen Nilgänse niederlässt. Diese Zeit des Jahres ist für die Raubtiere nicht leicht, da die Beutetiere weiter weg wandern können. Außerdem sind die Temperaturen gemäßigter als in den vorangegangenen Jahreszeiten. Ferngesteuerte Kameras filmen, wie der Hyänen-Clan mit den neuen Bedingungen umgeht. Die große Wanderung folgt dem Rhythmus des Regens und treibt die Gnu-Herden, in denen Tausende von Tieren leben, in Richtung des Wildreservats von Mwiba. Die massenhaft auftretenden Weidetiere benötigen sehr viel Nahrung und Wasser. Werden sie im Ökosystem des Wasserlochs Konflikte verursachen? Raubtiere aus dem ganzen Landstrich folgen den Gnu-Herden auf der Jagd nach Beute. Diese Fleischfresser sind eine Bedrohung für das Leben an der Wasserstelle und können es sogar mit den Hyänen in deren Territorium aufnehmen. Während es weiterhin regnet, verändert sich nicht nur die Landschaft rund um die Oase: Mit dem Überfluss an Wasser und Futter beginnt auch die Zeit, in der zahlreiche Pflanzenfresser ihre Jungtiere zur Welt bringen. Wie wird das Wachstum in der Tierwelt das Leben an der Wasserstelle beeinflussen?
Online verfügbar von 18/05 bis 24/06

Mittwoch, 2. Juni

hr fernsehen, 10.30 Uhr
Raubkatzen
Heimliche Jäger
Die zweite Folge von „Raubkatzen“ gibt einen erstaunlichen Einblick in das geheime Leben der faszinierenden Raubtiere. Das Jagdverhalten und Sozialleben der meisten Katzen ist schwer zu beobachten und noch schwerer zu filmen. Noch geheimnisvoller und auch sehr wenig erforscht sind die Kleinkatzen. Die kleinste Katze Afrikas ist die Schwarzfußkatze. Ein Löwe ist 200 mal schwerer als sie. Und dennoch ist sie mit 60 Prozent Erfolgsquote der tödlichste Jäger der ganzen Katzenfamilie. Ob Fischkatze, Nebelparder, Pallaskatze oder Serval – Katzen gibt es in so vielen verschiedenen Facetten, dass uns die meisten bisher noch völlig unbekannt sind.

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wildes Rumänien – Land der Bären und Wölfe
Im Südosten Europas liegt ein Naturjuwel, das seinesgleichen sucht: Rumänien. Durch seine unzugänglichen Wälder streifen noch Bären und Wölfe, in seinen abgelegenen Dörfern leben die Menschen bis heute im Einklang mit der Natur – vieles erscheint wie aus längst vergangenen Zeiten. Siebenbürgen liegt im Zentrum Rumäniens: Seit etwa 800 Jahren sind hier die Siebenbürger Sachsen zu Hause. Die von Rhein und Mosel stammenden Siebenbürger Sachsen wirtschaften noch heute nach bewährter Tradition, viele sind Selbstversorger: Die meiste Feldarbeit wird von Hand erledigt, Pferde- und Ochsengespanne helfen dabei. Die Karpaten umgeben Siebenbürgen – über 2.000 Meter ragen die mächtigen Gebirgszüge empor. Wenn im Sommer große Schafherden auf den saftigen Bergwiesen weiden, droht ihnen Gefahr durch hungrige Bären. Große Schutzhunde begleiten daher die Schafe und ihre Hirten. Abseits der Alm tummeln sich Murmeltiere – während des kurzen Sommers im Hochgebirge sind sie vor allem damit beschäftigt, sich so viel Speck wie möglich für den nächsten Winterschlaf anzufressen. Rumänien ist ein Land der Kontraste: Lange Sandstrände, Felsklippen und mediterranes Klima prägen die Küste zum Schwarzen Meer. Gut geschützt an steilen Ufern nisten Zehntausende Uferschwalben – in mühsamer Feinarbeit graben sie ihre ein Meter langen Bruthöhlen in die Wand. Wo die Donau ins Schwarze Meer mündet, tut sich ein weiteres Naturparadies auf: das Donaudelta. Im größten Schilfgebiet der Erde finden viele seltene Vögel Schutz und Lebensraum. Nur hier leben noch große Kolonien von Pelikanen.

Donnerstag, 3. Juni

3sat, 8.00 Uhr
Dolomiten – Sagenhaftes Juwel der Alpen
Erstmals seit über 100 Jahren durchqueren wieder Großraubtiere die Dolomiten. Ein Wolf auf der Suche nach neuem Lebensraum nimmt die Zuschauer mit auf eine spannungsgeladene Reise durch die wilden Bergwelten. Dabei wird mit hartnäckigen Mythen aufgeräumt. Der Wolf ist keine reißende Bestie, der Luchs kein Räuber außer Rand und Band, und der Fuchs, das erfolgreichste Raubtier Europas, entpuppt sich hier als vegetarischer Gourmet. Steinadler haben „das Land der bleichen Berge“, wie man die Dolomiten früher nannte, wieder unter sich aufgeteilt. In einzigartigen Flugaufnahmen lassen sich ihre Paarung verfolgen und ihre bemerkenswerte Jagdtechnik beobachten. Mit atemberaubender Geschicklichkeit queren Gämsen eine nahezu senkrechte Wand. Im Alpenglühen zieht der Steinadler zwischen bizarren Zinnen und Türmen seine Kreise.

Freitag, 4. Juni

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Spessart – Natur nach Plan
Wildkatzen sind typisch für den Spessart und die ganze Naturschutzdiskussion in Bayern, weil sie einerseits menschenleere Wälder brauchen und andererseits aber von Menschen hier angesiedelt wurden. Anhand des Spessarts wird das Zusammenspiel von Mensch und Natur gezeigt. Wer an Spessart denkt, denkt an Eichen, dichte weite Wälder und idyllische Natur. Tatsächlich gehört der Spessart zu den größten Laubmischwaldgebieten Bayerns. Nicht nur Wildschweine, Hirsche und Spechte sind hier zu Hause. Auch viele andere seltene Tiere wie der Hirschkäfer leben in den alten Laubbäumen und im reichlich vorhandenen Totholz. Von hier aus hat sich sogar die Wildkatze wieder in Bayern ausgebreitet, dank eines konsequenten Auswilderungsprogramms und der Unterstützung einer Wildkatzenzuchtstation. Was nach unberührter Wildnis aussieht, ist also in Wirklichkeit „Natur nach Plan“ – vom Menschen angelegt, gestaltet und verwaltet. So idyllisch er anmutet: Der Spessart ist kein Urwald, sondern ein Forstwald. Er ist geformt von zahllosen Förstergenerationen und Jahrhunderten extensiver Landwirtschaft. Allerdings spielt das Naturschutzbewusstsein eine immer größere Rolle: Der Wunsch, Tieren und Pflanzen einen unberührten Lebensraum zu bieten und zu erhalten. Heute steht der Wald im Spannungsfeld zwischen Tradition, gewinnorientierter Forstwirtschaft, Erholungsbedürfnis und dem wachsenden Naturschutzbewusstsein. Das bringt neue Herausforderungen mit sich. Das Filmteam begleitet eine Biberberaterin und einen Förster, die beide jeden Tag vor der Aufgabe stehen, die Bedürfnisse von Tier, Natur und Mensch in Einklang zu bringen.

Samstag, 5. Juni

arte, 7.05 Uhr
GEO Reportage
Auf der Spur des spanischen Luchses
Der Iberische Pardelluchs droht in Kürze auszusterben. Es wäre die erste Raubkatzenart seit dem Säbelzahntiger vor 10.000 Jahren, die von der Erde verschwindet – und das in Europa. Seit der Jahrtausendwende kämpfen Tierschützer im südspanischen Andalusien mit allen Mitteln für den Erhalt der Tiere. Nun tritt die Rettung der seltensten Großkatzenart der Welt in eine entscheidende Phase. Experten des Artenschutzprogramms Life-Lince setzen Luchse in einem neuen Revier aus. Gelingt es ihnen, dort eine neue, stabile Population zu gründen? „GEO Reportage“ hat den Kampf um Spaniens letzte Luchse begleitet. Um die Jahrtausendwende wäre der Iberische Pardelluchs, die kleine Schwesternart des Eurasischen Luchses, beinahe ausgestorben. Bevölkerten noch vor wenigen Jahrzehnten mehr als 5.000 Tiere unzählige Landstriche Portugals und Spaniens, kommen sie heute in freier Wildbahn nur noch in zwei kleinen Revieren im südspanischen Andalusien vor, und zwar in den Wäldern der Sierra de Andújar und dem Nationalpark Doñana im Mündungsdelta des Guadalquivir am Atlantik. Um das Aussterben der Raubkatzenart zu verhindern, wurde Europas teuerstes Schutz- und Zuchtprogramm initiiert. Und es zeigt Wirkung. Die Population des Pardelluchses konnte sich in den letzten Jahren auf rund 250 Tiere fast verdoppeln. Trotzdem ist diese Zahl noch immer zu niedrig, um den Genpool der Katzenart dauerhaft als gesund zu bezeichnen. Aufklärungsarbeit, Bau von Luchsbrücken und Tunneln sowie etliche Freilandmaßnahmen kosten viel Geld, sollen aber helfen, mittelfristig neue Siedlungsgebiete zu erschließen und die Abwanderung der Luchse auch in andere Regionen zu ermöglichen. Denn zu den Hauptproblemen – speziell der Doñana-Luchse – gehört die Inzucht. Schon seit 1997 kämpft Miguel Ángel Simón für das Überleben der Iberischen Luchse. Nun will er mit seinen Mitarbeitern Luchse in einem Gebiet aussetzen, in dem die Tiere heute nicht mehr vorkommen. Auf einer riesigen Finca sollen sie ein eigenes, intaktes Revier gründen. Glückt das Vorhaben, hätte es Beispielwirkung für die Zukunft.

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Die Kängurus von Mecklenburg
Auch in Deutschland kann man Kängurus und Marderhunde, Waschbär, Nandu und Mink finden – frei lebend. Sie wurden freigelassen aus Zoos oder ausgesetzt. Solange die Tiere alleine sind, haben sie keine Chance. Aber irgendwann findet sich ein Pärchen, und wenn dann das Klima noch stimmt, etablieren sich die Zuwanderer. Kängurus und Marderhunde, Waschbär, Nandu und Mink – da denkt man an Australien und andere exotische Länder. Doch man kann sie auch in Deutschland finden – frei lebend, in Mecklenburg Vorpommern. Denn vor einiger Zeit öffneten Rowdys im Zoo von Burg Stargard die Türen eines Streichelgeheges und prügelten die Tiere heraus. Als Zoodirektor Schumann am nächsten Morgen die Bescherung entdeckte, war es schon zu spät. Die Bennetkängurus waren auf und davon und fanden in der hügeligen Umgebung beste Versteckmöglichkeiten. Nur zwei männliche Tiere standen wenige Tage später freiwillig wieder vor der Tür, die anderen, ein weiteres Männchen und einige Weibchen blieben fort und waren nicht mehr einzufangen. Überall werden Tiere ausgesetzt, entfliehen oder werden sogar aktiv freigelassen. Solange die Tiere alleine sind, haben sie keine Chance. Aber irgendwann findet sich ein Pärchen, und wenn dann das Klima noch stimmt, etablieren sich die Zuwanderer. So war es auch mit Laufvögeln aus Südamerika, den Nandus. Sie haben sich in einer Kolonie in Mecklenburg Vorpommern etabliert und vermehren sich dort rasant. Und mittelamerikanische Waschbären leben mit Minks, den amerikanischen Nerzen, und Marderhunden aus China in feuchten Auwäldern. Aber es gibt auch echte Zuwanderer, etwa aus China und Russland. Der Marderhund wurde 1928 im europäischen Russland zur Jagd angesiedelt. Über Finnland wanderte der hübsche Kerl nach Norddeutschland ein und inzwischen ist er auch auf dem Weg nach Bayern.

arte, 9.50 Uhr
Die Wälder des Nordens
Der boreale Wald, auch bekannt als „Taiga“ und „Schneewald“, erstreckt sich über Nordamerika, Finnland, Russland und Japan. Er ist der größte Wald der Erde und liefert neben den Ozeanen den höchsten Vorrat an Kohlenstoff. Dieser Wald ist die Heimat von Elchen, Wölfen und Sibirischem Tiger. Er ist eine ikonographische Landschaft der verschneiten Kiefern und rauschenden Flüsse, 16,6 Quadratkilometer groß mit der einmaligen Eigenschaft, regelmäßig niederzubrennen. Erzählt wird, wie der Wald wie Phönix aus der Asche wiederaufersteht: vom ersten Funken über die geschwärzte Ödnis bis zum neuen Wachstum. Was bedeutet der Wald für die Menschen, die von ihm abhängig sind, und welche Auswirkungen hat er auf den Klimawandel und die Industrialisierung? Mit zunehmenden Wetterextremen brennt der jahrtausendealte Wald häufiger als in der Vergangenheit. Der Nadelwald schrumpft schneller und verschließt nicht länger den Permafrost. Enorme CO2-Mengen werden freigesetzt – eine Klimakatastrophe ungeahnten Ausmaßes beginnt. Worin könnte die Rettung für den Dschungel des Nordens liegen?

Bayerisches Fernsehen, 16.15 Uhr
natur exclusiv
Festmahl der Tiere
Was geschieht, wenn ein Tier im Wald stirbt? Hirsche, Wildschweine, Mäuse, Käfer, Fliegen, Wespen und viele andere – wie hängen sie alle zusammen? Diesen spannenden Fragen widmet sich ein Forscherteam im Nationalpark Bayerischer Wald. Wissenschaftler wollen genau wissen, was in freier Wildbahn mit Kadavern passiert. Denn jeder Tod bedeutet Leben für zigtausende andere Lebewesen: Es ist der Beginn eines komplexen Kreislaufs. Man weiß recht wenig über die Tiere, die nach dem Tod einen Körper besiedeln, über die Organismen, die die Chemie des Körpers grundlegend verändern, und die Pflanzen, die die wertvollen Nährstoffe weiter verwerten. Im Film „Festmahl der Tiere“ wird eine fremde Welt offenbart, in der verendete Tierkörper zu behaglichen Refugien für Kleinlebewesen werden, und sich als praktische „Fast-Food Restaurants“ für andere Opportunisten entpuppen. Dabei erlebt man mitunter auch bekannte Tiere wie die Schmeißfliege oder den Totengräberkäfer von einer ganz neuen, erstaunlichen Seite. Aber statt düsterer Geschichten über den Tod zu erzählen, geht es in diesem Film darum, das Leben in den Fokus zu stellen und zu erzählen, wie jeder Körper die Basis für zahlreiche Nahrungsketten stellt.

rbb Fernsehen, 20.15 Uhr
Wildes Berlin
Auf leisen Pfoten durch den Großstadtdschungel
Die deutsche Hauptstadt Berlin ist Metropole und zugleich Lebensraum von Waschbären, Füchsen, Fledermäusen, Eichhörnchen, Igeln und Bibern. Wenn die Berliner Seen von Eis bedeckt sind, teilen sich ganz unterschiedliche Wasservögel die wenigen eisfreien Stellen in der Spree oder im Landwehrkanal. Mit dem Tauwetter beginnt eine geschäftige Zeit. Biber reparieren ihre Burgen und müssen sich mit dem Berliner Fährbetrieb über die Vorfahrt einigen. Eine Eichhörnchenmutter versorgt ihren Nachwuchs im vierten Stock eines Mietshauses. Die scheueren Berliner Tiere warten, bis es Nacht wird. Waschbären machen sich im Tiergarten auf die Suche nach Nahrung und finden sie manchmal an nicht ungefährlichen Orten. In einem Berliner Hinterhof macht ein Dachs die Treppenhäuser unsicher. Auch Kaninchen, Nashornkäfer und Füchse finden ihre Nische in der Millionenstadt. Im Herbst müssen Jungfüchse nun bald ihrer eigenen Wege gehen, Igel suchen Winterquartiere, und auch Mäuse und Eichhörnchen bereiten sich auf den Winter vor.

Sonntag, 6. Juni

hr fernsehen, 8.10 Uhr
Vorsicht Eisbär – Hessische Forscher in Grönland
Johannes Lang und Kersten Hänel sind wieder einmal in der Arktis. Sie wollen Schneeeulen mit Netzen fangen, um sie markieren zu können. Polarfüchse versuchen sie mit Sendern auszustatten, um mehr über ihr Leben zu erfahren. Der Wildbiologe Lang aus dem hessischen Lich und der Vogelkundler Hänel von der Uni Kassel gehören zum Team der Grönland-Expedition – auf den Spuren des Klimawandels. Seit 30 Jahren läuft das Projekt schon, so dass an vielen kleinen Details die Auswirkungen der Erwärmung sichtbar werden. Am bedrohlichsten für die Forscher: Der Lebensraum für die Eisbären wird im Packeis knapp. Ohne Gewehr geht längst keiner der Forscher mehr auf Tour auf der Insel Traill, denn seit Jahren steigt im Sommer die Zahl der Zusammentreffen mit Eisbären an. Das war früher eher die Ausnahme. Aber die Winter werden durch die Veränderungen des Klimas immer kürzer, das Eis schmilzt, den Eisbären bleibt nichts anderes übrig, als zu wandern. Die Zelte werden inzwischen nachts mit doppelten Elektrozäunen gesichert, Tagesexpeditionen ohne Gewehr über die Insel sind zu riskant geworden. Die kleine Hütte noch aus Trapperzeiten wird von den großen Tieren regelmäßig geräubert. Was wartet dieses Mal auf die Expedition? Gefahren oder interessante Entdeckungen – oder vielleicht beides? Rein wissenschaftlich sind es eher die kleinen Tiere, die die Veränderungen sichtbar machen. Lemminge lebten während der langen Winter sicher vor Feinden wie Schneeeule, Fuchs und Raubmöwe unter der Schneedecke und vermehrten sich munter. Einzig das Hermelin wird ihnen gefährlich. Doch der Schnee schmilzt nun Wochen früher, die anderen Räuber kommen früher zum Zug, die Lemmingpopulation wird ständig kleiner – und damit nach und nach auch die Zahl der Schneeeulen und anderen Beutegreifer, die von ihnen leben. Alles gerät durcheinander. Die gleiche klimatische Entwicklung, die Eisbären zu schaffen macht, verändert den kompletten Lebensraum der ansonsten unberührten arktischen Landschaft. Angesichts dieser Tatsache werden die ganze Dramatik und ihre Folgen der menschgemachten Veränderungen viel klarer. Die Forschergruppe sammelt akribisch die Belege dafür. Werden sie Erfolg haben, so dass sich die ganze Plackerei lohnt? Mühsam müssen sie alles mit dem Kleinflugzeug in die Arktis transportieren. Viel können sie nicht mitnehmen. Gut aufpassen müssen sie auf jeden Fall. Wird es ihnen gelingen, ihr Programm durchzuziehen? Spielt das Wetter mit? Haben sie Glück und treffen auch auf früher markierte Tiere? Hessenreporter Eckhard Braun begibt sich mit auf die Expedition – nachdem er vorher die Frankfurter Polarpostsammler besucht hat, die durch ihre Sammelfreudigkeit einen kleinen Teil zur Finanzierung der Expedition beitragen. Warum tun sie das? Was bringt ihnen ein Brief aus der grönländischen Poststation? Und wird er dieses Mal überhaupt ankommen?

Zeitraum: 07.06.2021 - 13.06.2021

Montag, 7. Juni

arte, 7.50 Uhr
Wildes Dänemark
Der Wald
Die Reihe zeigt das Leben des dänischen Tierreichs – Geschichten von Geburt und Tod, Paarung und Hunger, Beutezügen und Zärtlichkeit – und ist ein Ausdruck des Wunsches, die wilde Welt vor der Haustür wiederzuentdecken. Die erste Folge der fünfteiligen Dokumentationsreihe führt in die Wälder Dänemarks und gibt Einblicke in das Leben von Füchsen, Adlern, Mäusen, Grünspechten, Mardern und Rehkitzen. Heute sind nur noch etwa 15 Prozent der Fläche von Dänemark mit Wäldern bedeckt. Im Laufe der Jahrhunderte wurden zahlreiche Waldstücke gerodet, um Platz für Ackerland zu schaffen. Einige der Gebiete wurden zwar wieder aufgeforstet, doch Büsche und Pflanzen entfalten sich zwischen den akkurat gepflanzten Baumreihen nicht so gut wie in einem natürlich gewachsenen Wald. Die dänische Regierung bemüht sich nun, das ursprüngliche Ökosystem wiederherzustellen und die verbleibenden Tier- und Pflanzenarten bestmöglich zu schützen, um die Artenvielfalt in Dänemarks Wäldern nachhaltig zu verbessern. Weitere Folgen sind im Anschluss zu sehen.

3sat, 14.50 Uhr
Faszination Afrika (1/5)
Tiere im Okawango-Delta
Afrikas Landschaften sind atemberaubend in ihrer einmaligen Schönheit und beeindrucken mit ihrer Vielfalt an Tieren. Zu den faszinierendsten Gebieten zählt das Okavango-Delta in Botsuana. Jedes Jahr flutet Regenwasser aus Angola das mit 20 000 Quadratkilometern größte Binnendelta der Welt und bildet einen paradiesischen Lebensraum. Doch im Lauf eines Jahres verwandelt sich das UNESCO-Weltnaturerbe inmitten der Kalahari zu einer Wüstenlandschaft. Wenn die Trockenzeit ihren Höhepunkt erreicht, trocknet der Sumpf völlig aus. Der Kampf ums Überleben beginnt. Sumpfbewohner wie Büffel, Zebras und Antilopen versammeln sich zu Herden, um ihre Wanderung zur einzigen permanenten Wasserquelle, dem Boteti River, anzutreten. Die 240 Kilometer lange Reise birgt unzählige Gefahren. Für Aasfresser wie Schakale und Geier ist es die futterreichste Zeit. Das Ende der Trockenzeit wird von gewaltigen Bränden begleitet. Die Flammen brennen in Minutenschnelle trockene Gras- und Buschflächen nieder und bescheren nährstoffreiche Asche. Mit dem einsetzenden Regen füllt sich das Delta, und neues Leben macht sich breit. Die Landschaft blüht auf, und die Paarungszeit der Tiere beginnt, bevor die nächste Flut das Delta aufs Neue speist.

3sat, 15.35 Uhr
Faszination Afrika (2/5)
Tiere im MalaMala-Reservat
Afrikas gigantische Landschaften sind atemberaubend in ihrer unvergleichlichen Schönheit. Zu ihnen zählt auch das MalaMala-Reservat am Rand des berühmten Kruger-Nationalparks. Es ist Teil der größten Wildnis Südafrikas. Löwen, Elefanten, Nashörner, Kaffernbüffel und Leoparden – die „Big Five“ Afrikas finden hier hervorragende Lebensbedingungen. Doch mit Beginn des südafrikanischen Winters hält die Trockenzeit Einzug in MalaMala. Nach und nach fallen Bäche und Flüsse trocken, bis nur noch ein letzter Strom übrig bleibt. Der Sand River ist die Lebensader des Reservats. Elefanten und Kaffernbüffel ziehen jeden Tag zu Hunderten an den Fluss, um ihren Durst zu stillen. Doch das lockt auch Fressfeinde an. Für Raubtiere ist die Trockenzeit die beste Zeit des Jahres, um leichte Beute zu machen. Kein Wunder also, dass Leoparden und Tüpfelhyänen gerade jetzt ihren Nachwuchs großziehen – wenn auch unter sehr unterschiedlichen Voraussetzungen. Denn während sich die Leoparden-Mutter allein um ihre beiden Jungen kümmern muss, arbeiten im Hyänen-Rudel bei der Aufzucht des Nachwuchses alle zusammen. Wenn die Regenzeit Einzug hält, wird das Leben für Pflanzenfresser wie Nashörner, Kaffernbüffel und Elefanten wieder leichter. Überall gibt es Wasser und Nahrung im Überfluss. Davon profitieren auch Hornraben, die ihrem Nachwuchs das Jagen beibringen. Und der Waran findet sogar im Nashorndung fette Beute.

3sat, 16.20 Uhr
Faszination Afrika (3/5)
Tiere im Mashatu-Reservat
Das Mashatu-Reservat im Osten Botsuanas wird auch „Land der Riesen“ genannt, denn gewaltige Baobabs – manche mehr als 5000 Jahre alt – wachen über die beeindruckende Tierwelt. Während der Trockenzeit leidet das Land unter sengender Hitze. Selbst die großen Flüsse trocknen aus. Die letzten Wasserstellen werden zum Sammelpunkt für Klein und Groß: Ob Vögel, Paviane, Impalas oder Elefanten – vom Durst getrieben kommen die Tiere an den Fluss. Im Wasser jedoch lauert tödliche Gefahr: Nilkrokodile. Die riesigen Panzerechsen haben Monate auf die Trockenzeit gewartet – jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie fette Beute machen. Und die Trockenheit hat noch andere Profiteure: Auch Wildhunde machen jetzt leichte Beute. Das ist wichtig für sie, denn das Rudel hat hungrige Welpen zu versorgen. Wenn nach Monaten der Trockenheit endlich die Regenzeit einsetzt, schöpft das Land neue Kraft. Nun treten andere Protagonisten auf den Plan: Afrikanische Ochsenfrösche haben die Trockenzeit im Boden vergraben überdauert. Mit dem Wasser kehren sie zurück und widmen sich lautstark der Familienplanung. Auch die Nilkrokodile zeigen sich fürsorglich: Die Mütter beschützen ihre Jungtiere. Afrikas gigantische Landschaften sind atemberaubend in ihrer unvergleichlichen Schönheit. Auf dieser Bühne zeigen sich die Tiere in großer Vielfalt und in ihrem Kampf um Leben und Tod. Die Reihe „Faszination Afrika“ stellt beeindruckende Naturschutzgebiete des „schwarzen Kontinents“ vor.

3sat, 17.00 Uhr
Faszination Afrika (4/5)
Tiere im Luangwa-Tal
Das Luangwa-Tal liegt im Osten Sambias. Es ist ein Tal der Extreme, das ein einzigartiges Naturschutzgebiet umfasst und unzähligen Wildtieren eine Heimat bietet. Mit einer Länge von rund 800 Kilometern schlängelt sich der Luangwa-Fluss durchs Tal und belebt Busch und Wälder. Seine Ufer ziehen mehr als 60 Säugetierarten und über 400 Vogelarten an. Doch die üppige Pracht verwandelt sich in der Trockenzeit in eine Wüste. Mit der sengenden Hitze verdunstet das Flusswasser. Übrig bleiben vereinzelte Tümpel, verstreut über das Tal. Dann treibt die Dürre Raub- und Beutetiere zu den verbliebenen Wasserstellen. Für die Bewohner des Tals beginnt ein Kampf ums Überleben: Flusspferde verteidigen ihre schrumpfenden Reviere. Giraffen- und Elefantenherden ziehen durch das Labyrinth der trockenen Wälder auf der Suche nach Wasser. Gelbschnabelstörche arbeiten mit hungrigen Krokodilen zusammen, um ihre Beute in die Enge zu treiben. Und Paviane, die normalerweise pflanzliche Nahrung bevorzugen, gehen auf die Jagd. Am Ende der Trockenzeit bringen heftige Regenschauer endlich die Erlösung. Das Tal erblüht, und der Kreislauf beginnt von vorn. Afrikas gigantische Landschaften sind atemberaubend in ihrer unvergleichlichen Schönheit. Auf dieser Bühne zeigen sich die Tiere in großer Vielfalt und in ihrem Kampf um Leben und Tod. Die Reihe „Faszination Afrika“ stellt beeindruckende Naturschutzgebiete des „schwarzen Kontinents“ vor.

3sat, 17.45 Uhr
Faszination Afrika (5/5)
Tiere in der Wüste Namib
Afrikas gigantische Landschaften sind atemberaubend in ihrer einmaligen Schönheit und faszinieren mit ihrer Vielfalt an Tieren, die nicht selten einen Kampf um Leben und Tod führen. Diese Folge führt in die Namib. Die Wüste ist einer der lebensfeindlichsten Orte der Welt. Nur dank geschickter Anpassung überleben die dort heimischen Tiere die extremen Bedingungen. Mit über 55 Millionen Jahren ist die Namib-Wüste die älteste Wüste der Welt. Sie erstreckt sich auf einer Fläche von 95 000 Quadratkilometern und zählt zu den wenigen Küstenwüsten der Erde. An der Skelettküste peitschen die rauen Winde des Atlantiks über das Land. Eine Süßwasserlagune direkt am Ufer ist die letzte Raststätte für Flamingos auf der Reise zu ihren Brutplätzen. Weiter im Landesinneren ist Nebel die einzige Wasserquelle. Er transportiert wertvolle Feuchtigkeit über die Dünen. Die Wüstenbewohner haben sich an die extreme Trockenheit angepasst. Der Nebeltrinker-Käfer nutzt seinen Körper, um Kondenswasser zu sammeln, während sich der Namib-Gecko den Tau direkt von den Augen leckt. Elefanten und Giraffen sind auf die Früchte des Anabaums angewiesen. Er grünt mitten in der Trockenzeit. Der Fish River Canyon ist nach dem Grand Canyon in den USA der zweitgrößte seiner Art. In seinen Schluchten wurden Rekordtemperaturen von 50 Grad Celsius gemessen. Nur wenige Tiere halten diesen extremen Bedingungen stand. Eines von ihnen ist die größte Schlange Afrikas, der Südliche Felsenpython. Mit einem speziellen Organ unter der Nase nimmt er Wärmestrahlung wahr, mit dem er seine Beute aufspürt. Südafrikanische Seebären versammeln sich zu Tausenden an der Küste im Westen des Landes. Während der Brutzeit kämpfen die Männchen um die besten Territorien. Vor wenigen Jahrzehnten war die Art beinahe ausgerottet. Nun erholen sich ihre Bestände wieder. Der afrikanische Kontinent begeistert mit all seinen Extremen. Seine gigantischen Landschaften sind atemberaubend in ihrer unvergleichlichen Schönheit – von endlosen Wüsten über sumpfige Landschaften bis hin zum peitschenden Meer. Auf dieser Bühne zeigen sich die Tiere in ihrer großen Vielfalt und führen häufig einen Kampf um Leben und Tod.

Dienstag, 8. Juni

arte, 7.50 Uhr
Wildes Dänemark
Meere und Küsten
Ganz im Osten Dänemarks nahe der Insel Christiansø teilen sich unzählige Tierarten den Meeresraum: Kegelrobben schwimmen Seite an Seite mit Schweinswalen, einer kleinen, mit den Delfinen verwandten Zahnwalart, die als einzige weltweit zur Paarungszeit die dänischen Gewässer aufsucht. Auch Wanderfalken und die nachtaktiven Europäischen Hummer – die größten Krustentiere des Landes – fühlen sich in den Küstengebieten zu Hause. Dänemarks Mini-Sahara Råbjerg Mile steht niemals still: Die Düne wandert jährlich etwa 15 Meter mit dem Wind von der Landspitze der Stadt Skagen in Richtung der Ostküste Jütlands.

Mittwoch, 9. Juni

arte, 7.50 Uhr
Wildes Dänemark
Auf dem Land
Um auf den Feldern und Wiesen Dänemarks zu überleben, sind Schläue und Erfindungsreichtum gefragt. Im nordwestlich von Jütland gelegenen Nationalpark Thy kämpfen brünstige Rothirsche um den Fortbestand ihrer Art: Die Männchen prallen frontal mit ihren Geweihen aufeinander und messen sich, der Stärkere darf möglichst viele Hirschkühe begatten. Der Kleine Moorbläuling bringt Ameisen geschickt dazu, seinen Schmetterlingsnachwuchs aufzuziehen. Im Herbst erfüllt der Tanz der Stare den Himmel und ihr beeindruckender Schwarm hängt wie eine schwarze Sonne über der Erde. Millionen Zugvögel machen auf ihrer Reise gen Süden in Dänemark Rast. Auf der Suche nach Nahrung verbringen sie die Nacht in den Sümpfen Jütlands und bieten ein atemberaubendes Naturschauspiel.

hr fernsehen, 10.05 Uhr
Staatsfeind Wildschwein
Dänemark und sein eiserner Vorhang
Dänemark verstärkt seine Grenze zu Deutschland mit einem 70 Kilometer langen Eisenzaun zwischen Nord- und Ostsee, der heftig umstritten ist. Er soll Wildschweine aus dem Land fernhalten, denn dänische Ferkelzüchter fürchten, dass sie die Afrikanische Schweinepest einschleppen und die Zuchtbetriebe ruinieren könnten. Das ASP-Virus breitet sich derzeit von Ost- nach Westeuropa aus. In Dänemark leben sechs Millionen Menschen, und immerhin werden im Nachbarland zwölf Millionen Hausschweine gehalten. „Wir haben ja richtig Angst wegen der Afrikanischen Schweinepest. Wenn das nach Dänemark kommt, wenn das wirklich hier kommen sollte, dann ist das richtig gefährlich für uns“, sagt der Züchter Claus Jörgensen in „schweinegutem“ Deutsch. Aber die Gegner auf beiden Seiten der Grenze sehen in der Stahlbarriere ein schädliches Zeichen der Abschottung in einem kriselnden Europa, zumal Dänemark vorher schon die Grenzkontrollen wieder eingeführt hatte. „Psychologisch, für ein zusammenwachsendes Europa, ist es eine Katastrophe. Das trennt ja schließlich nicht nur die Wildschweine, das trennt auch die Menschen“, beklagt ein Milchbauer, dessen Flächen auf beiden Seiten der Grenze liegen. Auch Wildbiologen schütteln den Kopf, weil der neue Grenzzaun jetzt Rehen, Hirschen oder Füchsen ihre Wildwechselrouten versperrt. Wildschweine dagegen gebe es kaum in der Region. Und sogar der Sinn des Zehn-Millionen-Euro-Projekts wird in Zweifel gezogen, da der Grenzzaun Lücken für Straßen und Bahngleisen hat, also auch Lücken für Schwarzwild. Eine unterhaltsame Reportage aus der deutsch-dänischen Grenzregion über den Kampf gegen Wildschweine, die sich einfach nicht an Ländergrenzen halten.

Donnerstag, 10. Juni

arte, 7.55 Uhr
Wildes Dänemark
Seen und Flüsse
In Dänemark gibt es mehr als 120.000 Seen und 70.000 Kilometer Wasserstraßen. Diese Gewässer bieten zahlreichen Tierarten einen Lebensraum. Der farbenfrohe Eisvogel taucht blitzschnell ins Wasser ein, um Beutefische zu fangen. Nicht weit entfernt baut der Biber seinen Damm aus allem, was er in der Umgebung findet, und die Meerforelle schwimmt Hunderte Kilometer gegen den Strom zu ihrem Laichplatz. Mit einem Körpergewicht von etwa 25 Kilogramm kann der Hecht die Größe eines siebenjährigen Kindes erreichen. Der Kormoran wird in Dänemark nicht überall gerne gesehen, denn der schwarz gefiederte Vogel hat einen so unbändigen Hunger, dass er einige Fischbestände bedroht.

Freitag, 11. Juni

arte, 7.50 Uhr
Wildes Dänemark
In der Stadt
Die letzte Folge der Dokumentationsreihe „Wildes Dänemark“ ergründet, wie einige Tierarten, für welche die Lebensräume in der Natur immer knapper werden, urbane Lebensräume erobern und lernen, die Vorteile des Zusammenlebens mit dem Menschen zu nutzen. So lässt zum Beispiel die Krähe bewusst Walnüsse auf die Straße fallen und wartet, bis ein Auto darüberfährt und die harte Schale für ihn knackt. Diese Episode beobachtet die klugen Verhaltensweisen von Tieren in den dänischen Städten, die sich auf der Suche nach Nahrung und einem warmen Unterschlupf an die Lebensweise des Menschen angepasst haben.

arte, 18.30 Uhr
Elstern
Clevere Überflieger
Wer kennt sie nicht, die schwarz-weißen Vögel von nebenan. Echte Elstern findet man fast überall auf der Welt, aber sie haben auch weniger bekannte Verwandte wie die Blauelster. Und dann gibt es noch Elstern, die so heißen, aber eigentlich gar keine sind. Die australischen Magpies, zu Deutsch „Elstern“, sind eigentlich Flötenkrähenstare. Elstern gelten als diebisch und hinterlistig. Tatsächlich sind die Rabenvögel aber sehr klug und neugierig. Ihr markantes Aussehen und die Tatsache, dass sie sich häufig in Menschennähe aufhalten, hat sie Teil unserer Kultur werden lassen. Wer kennt sie nicht, die schwarz-weißen Vögel von nebenan, mit den langen Schwanzfedern und dem keckernden Ruf. Die sogenannten Echten Elstern haben aber auch weniger bekannte Verwandte wie die Blauelster. Und es gibt Elstern, die so heißen, aber eigentlich gar keine sind. Die australischen Magpies, zu Deutsch „Elstern“, sind eigentlich Flötenkrähenstare. Der Ruf der Echten Elstern ist häufig schlecht. Sie gelten als diebisch und hinterlistig. Tatsächlich sind die Rabenvögel aber sehr klug und neugierig. Deshalb sieht man sie oft in der Nähe von anderen Tieren. In der Nähe von Menschen fühlen sich die Vögel aber auch sehr wohl. Blauelstern besitzen eine im Tierreich äußert seltene Eigenschaft: Sie sind sozial und helfen sich untereinander bei der Jungenaufzucht. Magpies sind in Australien berühmt-berüchtigt – zum einen für ihren unglaublichen Gesang und ihre Fähigkeit, andere Geräusche nachzuahmen, zum anderen wegen ihres Verhältnisses zu Menschen. Haben die Vögel einmal schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht oder erkennen jemanden als Eindringling in ihrem Revier, so greifen sie an. Meist enden solche Attacken aber harmlos, und die Australier haben gelernt, die Vögel in manchen Gebieten einfach in Ruhe zu lassen. Das markante Aussehen der eurasischen Elstern und die Tatsache, dass sie sich häufig in Menschennähe aufhalten, hat sie Teil unserer Kultur werden lassen. Die Dokumentation räumt mit Vorurteilen auf und zeigt neue Erkenntnisse und Geschichten, die wir so von Elstern nicht erwarten würden.

Samstag, 12. Juni

3sat, 15.30 Uhr
Geschützte Wildnis – Leben im Nationalpark Donau-Auen
Ein Ausflug in die magische Naturlandschaft des Nationalparks Donau-Auen lässt staunen: Sogar einige Seeadler-Paare haben sich dort wieder angesiedelt. Der Film erzählt die Entwicklung der 9300 Hektar großen Fläche zwischen Wien und Bratislava und zeigt in stimmungsvollen Bildern diese letzte große Fluss-Auen-Landschaft Mitteleuropas. Dem schon ausgestorben geglaubten Hundsfisch und eleganten Graureiher, unzähligen Bibern und leuchtend gefiederten Eisvögeln – zahlreichen Tierarten bietet der Nationalpark Donau-Auen einen Lebensraum.

Sonntag, 13. Juni

3sat, 19.40 Uhr
Schätze der Welt – Erbe der Menschheit
Head-Smashed-In, Kanada
Abgrund der toten Bisons
Der „Abgrund der zu Tode gestürzten Bisons“ ist ein Ort, der an eine Zeit erinnert, in der sich Amerikas Ureinwohner das Land mit den Bisons teilten. „Head-Smashed-In Buffalo Jump“ gilt als einer der ältesten und besterhaltenen Jagdplätze Nordamerikas. „Head-Smashed-In“ wurde 1981 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Der Abgrund liegt in der kanadischen Provinz Alberta, etwa 175 Kilometer südlich von Calgary. Bei der historischen Bisonjagd versuchten getarnte Jäger, die Tiere in eine Richtung zu locken, aus der sie nur auf einen Abgrund fliehen konnten. Wenn sich Tiere aus der Herde der Klippe näherten, tauchten schreiend und winkend weitere Indianer auf. Sie umzingelten die erschrockene Herde, die in Panik auf den Abgrund zurannte. Die ersten Bisons versuchten meist, an der Kante zu stoppen, wurden aber von den nachfolgenden Tieren überrannt. Sie stürzten sich wie die Lemminge in den Tod. Seinen Namen verdankt „Head-Smashed-In“ aber nicht den getöteten Bisons, sondern einer Legende: Ein junger Krieger wollte die herabstürzenden Tiere aus nächster Nähe beobachten. Er stellte sich ganz eng an die Wände der Klippe, die Bisons stürzten vor ihm zu Tode. An diesem Tag war die dem Exitus geweihte Herde jedoch größer als sonst. Immer mehr Tiere stürzten herab und erdrückten den jungen Mann an dem steilen Fels. Die Blackfoot nannten die Stelle „where he got his head smashed in“ – „wo sein Schädel zerschmettert wurde“.

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