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WILD UND HUND TV-Tipps für Jäger

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Hier finden Sie die aktuelle Programmvorschau für Jäger

Mit freundlicher Unterstützung des Redaktionsbüros „Radio + Fernsehen“. Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.

Hörfunk: Radio Rheinwelle 92,5 Mhz, Samstags, 13 bis 15 Uhr, vierwöchentlich, ungerade Kalenderwochen: Jagd – Faszination und Kultur
ORF-Radio Niederösterreich, 1. Dienstag im Monat, 21 Uhr: Naturerlebnis Jagd
Radio Bamberg: „Heike trifft… Drei Jäger“
Jagdfunk: Ein Interview-Podcast rund um die Jagd

Kino und DVD-Tipps: siehe Trailer und Seitenende

Filme von WILD UND HUND finden Sie auch auf YouTube!

Zeitraum: 06.04. - 12.04.2020

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Montag, 6. April

3sat, 13.15 Uhr
Bulgariens Bergwelten: Das Balkan-Gebirge
Stara Planina, Pirin, Rila und Rhodopen – Bulgariens Bergwelten sind nur wenigen Nicht-Bulgaren ein Begriff. Die abgeschiedene Gegend ist die Heimat von Karakatschan-Hunden und Braunbären. Der zweiteilige Film lädt zu einer Entdeckungsreise in eine unbekannte Region mitten in Europa ein, deren landschaftliche Vielfalt von atemberaubender Schönheit ist. Der erste Teil begleitet den Kletterer Todor Tsankov und den Biologen Wladimir Todorow. Das Balkangebirge zieht sich vom Nordwesten Bulgariens bis zur Schwarzmeerküste. Tiefe Täler schieben sich zwischen die Bergmassive des „alten Gebirges“ Stara Planina, wie das Gebirge offiziell in Bulgarien heißt. Über 600 Kilometer erstreckt sich das Massiv, das auf seiner Nordseite ein ausgeprägtes Vorgebirge hat, nach Süden aber steil abfällt. Es wird von Pässen überquert und Tälern durchschnitten. Das Balkangebirge ist vielseitig und zeigt dem Besucher ein immer neues Gesicht. Bis zu 200 Meter sind die roten Sandsteinfelsen von Belogradtschik hoch. Vor Millionen Jahren durch tektonische Bewegungen entstanden, ziehen sich diese Steinformationen über eine Länge von rund 30 Kilometern. Die Felsen bestehen aus rotem Sandsteinkonglomerat, sie brechen leicht und sind daher eine Herausforderung für jeden Kletterer. Der 18-jährige Todor Tsankov gehört zu Bulgariens talentiertesten Kletterern. 500 Felsen und fast 1000 Kletterrouten gibt es in der Region. Todor hat davon schon 200 gemeistert. Auf den 70 Meter hohen Felsen „Finger“ begleitet ihn zum ersten Mal sein Sicherungspartner Angel. Der Zentralbalkan ist der höchste und wildeste Teil des Balkangebirges. Größtenteils steht er als gleichnamiger Nationalpark unter Naturschutz. Flächenmäßig ist er einer der größten in Europa und eines der letzten Refugien des Braunbären. Wladimir Todorow ist Biologe und auf diese großen Raubtiere spezialisiert. Eine Bärin hat sich in der Falle eines Wilderers verfangen. Wladimir versucht, die junge Bärin zu retten.

3sat, 14.00 Uhr
Bulgariens Bergwelten: Rila, Pirin und Rhodopen
Rila, Pirin, Rhodopen und Strandscha sind vier Gebirgszüge im Süden Bulgariens. Sie wurden in ihrer jahrtausendealten Geschichte von Thrakern, Slawen, Byzantinern und Römern besiedelt. Das Rila-Gebirge ist das höchste Gebirge der Balkanhalbinsel. Schneebedeckte Gipfel, zackige Felsformationen und tiefe Schluchten sind typisch für die Gegend. Die Hänge rund um den Belmeken-Gipfel zählen zu den größten Weideflächen Bulgariens. Deshalb bringt Nikolai Wasilew seit zehn Jahren im Sommer seine Kühe dorthin. Sein Sohn Dimitar und er verbringen vier Monate mit den Tieren auf den Hochweiden im Rhythmus der Natur. Die riesigen Marmor- und Granitfelsen verleihen dem Pirin-Gebirge seinen alpinen Charakter. Dort züchtet Elena Zingarska einige der besten Wachhunde der Welt und rettet so die jahrtausendealte Rasse der Karakatschan vor dem Aussterben. Die Rhodopen sind das größte zusammenhängende Gebirge Bulgariens. Wie gewaltige grüne Wellen schieben sich die Hügel in die Landschaft, durchbrochen von tiefen Schluchten aus Sandstein. Die Rhodopen sind dünn besiedelt, wenige Dörfer in engen Tälern versteckt. Auch Kowatschewiza, das im 17. Jahrhundert erbaut wurde, hat sich kaum verändert. Ganz im Osten, entlang der türkischen Grenze, erstreckt sich das Strandscha-Gebirge, in dem unzählige Rhododendren- und Orchideenarten gedeihen. Die immergrünen Feuchtwälder sind die Heimat voreiszeitlicher Reliktpflanzen wie der wildwachsenden Rhododendren. Ein Blütenmeer in Rosa erwartet den Besucher.

Dienstag, 7. April

Bayerisches Fernsehen, 22.00 Uhr
Damals … Wilderer einst und jetzt
Wilderer, das waren in der Vergangenheit Geächtete und Helden gleichzeitig. Wie sehen die Wilderer von heute aus? Dieser Frage geht Gabriele Mooser nach. Es gab eine Zeit, da war der Wilderer ein Volksheld, ein Rebell, der gegen die Privilegien der Grundherren kämpfte. Zugleich war er oft ein armer Schlucker, der aus nackter Not auf die Pirsch ging und dabei Kopf und Kragen riskierte. Oder aber, es trieb ihn das Jagdfieber und die uralte Lust am Aufbegehren gegen die Jagdherren, die sich die besten Hirsche selber vorbehalten wollten. Der legendäre Wilderer Jennerwein war so einer. Bis er vom Jagdaufseher Pföderl am 6. November 1877 hinterrücks erschossen wurde. Diese Geschichte hat den Jennerwein bis heute zum Märtyrer werden lassen. An seinem Todestag hängt schon mal eine Gamsdecke an seinem Grabkreuz im Schlierseer Friedhof. Denn noch heute ist das Grab heimlicher Wallfahrtsort für viele, die ihm nacheifern. Aber was wurde aus den Volkshelden von einst? Welche Motive haben sie heute? Was ist dran an den romantisch verklärten Erzählungen der Alten von geheimen Pirschgängen und dem ewigen Kampf zwischen Berufs-Jägern und Wilderern?

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wilde Slowakei
Die Slowakei liegt im Herzen Europas. Welche Naturschätze das kleine Land birgt, wie spektakulär die Natur ist, und welche Besonderheiten es in der Tier- und Pflanzenwelt gibt, davon berichtet Jan Haft im Film „Wilde Slowakei“. Die Slowakei, eingerahmt von Österreich, Ungarn, der Ukraine, Polen und Tschechien, liegt im Herzen Europas, doch nur wenig ist über diesen Staat bekannt. Das kleine Land hat so manche Naturschätze zu bieten und auch in der Tier- und Pflanzenwelt gibt es so manche Besonderheiten, die der Filmemacher Jan Haft mit der Kamera eingefangen hat. Die Vielgestaltigkeit der slowakischen Natur überrascht, denn auf gut 49.000 Quadratkilometern befinden sich Überschwemmungsebenen und Flussauen, schroffe Hochgebirge und sanfte Hügellandschaften mit der jeweils typischen Fauna und Flora. Endemiten und Raritäten wie der kuriose Blauschnegel, der vom Aussterben bedrohte Hundsfisch und die seltenen Tatra-Gämse werden in „Wilde Slowakei“ vorgestellt.
Flugaufnahmen, die das Land aus der Vogelperspektive zeigen, prägen den Film ebenso wie aufwendig gedrehte Bilder der kulturellen Schätze der Slowakei. Die Zipser Burg zum Beispiel im Nordosten des Landes, die zweitgrößte Burgruine Mitteleuropas, ist umgeben von extensiv bewirtschaftetem Bauernland und kleinen Dörfchen, in denen noch viele Störche brüten. Die Hänge des Travertinkegels, auf dem die Burg steht, sind von weitläufigen Trockenrasen bedeckt. Kostbares „Ödland“ mit einer faszinierenden Tierwelt: Ziesel und Smaragdeidechsen, Heidelerchen und Segelfalter. Die Burg selbst ist UNESCO Weltkulturerbe und zieht zusammen mit den vielen Kirchen, Schlössern und anderen Prachtbauten immer mehr Besucher an. Die Slowakei hat sich in Teilen ihre Ursprünglichkeit bewahrt, was sich schon darin äußert, dass noch mehrere Hundert Wölfe und Bären durch uralte Wälder streifen. „Wilde Slowakei“ ist ein faszinierender Ausflug in eines der schönsten und überraschendsten Länder Mitteleuropas.

Bayerisches Fernsehen, 22.45 Uhr
Jennerwein
Jennerwein, Sohn des Wildschützen Hannes, den der Jäger Mayr vor den Augen von Mutter und Sohn ermorden ließ, und sein Freund Pföderl überleben den deutsch-französischen Krieg von 1870/71. Als sie nach Hause zurückkehren, herrscht in Bayern und Tirol bittere Armut. Jennerwein und Pföderl beginnen zu wildern, um zu überleben – aber der Jäger Mayr will auch den Sohn des Wildschützen tot sehen. Die beiden Freunde halten fest zusammen und werden von den Leuten unterstützt, die in Jennerwein mittlerweile ihren Helden gefunden haben. Als sie sich beide in Agerl verlieben, wechselt Pföderl die Fronten und wird zum erbitterten Gegner von Jennerwein. Nach der Geburt seines Sohnes verspricht Jennerwein Agerl, mit dem Wildern aufzuhören. Er will noch ein letztes Mal auf die Jagd gehen. Pföderl folgt ihm in die Wälder. Es ist seine letzte Chance, mit dem Widersacher für immer abzurechnen.

Mittwoch, 8. April

3sat, 5.40 Uhr
Ein Jahr am Wilden Berg
Es ist eine aufregende und geheimnisvolle Welt am „Wilden Berg“ in Mautern. Seit mehr als 50 Jahren kann man dort in einem außergewöhnlichen Wildpark die Alpentierwelt erleben. Der Film widmet sich dem steirischen Wildpark und gibt spannende, seltene und lustige Einblicke in das Zusammenleben von Mensch und Tier. Er zeigt die Abenteuer von Wölfen, Geiern, Waschbären und Co. und begleitet Jungtiere in der Frühlings- und Sommerzeit. Der Film zeigt auch jene besonderen Momente der Herbst- und Wintermonate, die sonst im Verborgenen bleiben – wenn der Tierpark geschlossen ist und Bären in Strohnestern schlafen, Yaks und Hirsche ins Tal wandern und weiße Wölfe im Schnee spielen.

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Wilde Miezen – Katzen allein unterwegs
Kaum jemand weiß, wie Katzen leben, sobald sie das heimische Grundstück verlassen. Dass so mancher Stubentiger ein Doppelleben führt und in der Dämmerung ungeahnte Raubtierinstinkte in den Schmusetieren erwachen, hat Filmautorin Martina Treusch eindrücklich dokumentiert. Katzen sind das beliebteste Haustier in Europa, allein in Deutschland leben zwölf Millionen Katzen. Und dennoch: Kaum jemand weiß, wie sie leben, sobald sie das heimische Grundstück verlassen. Martina Treusch zeigt in ihrer Dokumentation eindrücklich, dass so mancher Stubentiger ein Doppelleben führt und in der Dämmerung ungeahnte Raubtierinstinkte in den Schmusetieren erwachen. Als Freigänger erleben die Katzen Abenteuer, von denen ihre Halter nichts ahnen. Zu diesen Erkenntnissen kommt eine Katzenforscherin, die sich in Weimar, der Katzenhochburg Deutschlands, auf Spurensuche in die heimliche Welt der Katzen macht. Denn hier in Weimar leben 65.000 Menschen und geschätzt 10.000 Katzen. Ihr Experiment ist dabei ebenso effektiv wie leicht verständlich. Mit modernster Technik, mit GPS-Katzenhalsbändern und speziell entwickelten Kameras folgt die Katzenforscherin den Tieren auf ihren Streifzügen in freier Wildbahn. Das GPS-Signal sendet dabei im Minutentakt den Aufenthaltsort der Katze und entwickelt damit einen lückenlosen Bewegungspfad, der auch nachts die Aktivitäten der Katze darstellt. Damit die Untersuchung auch repräsentativ ist, wählt die Forscherin ein breites Spektrum von Katzen aus: Junge und ältere Katzen werden von ihr genauso beobachtet wie freche oder scheue Tiere. Schon innerhalb einer Woche erhält die Katzenforscherin damit gleich Zehntausende Daten zur Auswertung. Sie kartiert und entschlüsselt die unbekannten Wege und entdeckt verborgene Lieblingsplätze. Aber vor allem stellt sich heraus, dass Katzen auch eigene Reviere haben, in denen sie angegriffen werden, und die sie verteidigen. So kommt die Dokumentation dem Wesen und der Faszination dieser beliebten Tiere ein Stück näher.

arte, 17.50 Uhr
Die Wildnis meldet sich zurück
Vom Eisernen Vorhang zum Grünen Band
Ein langer grüner Gürtel zieht sich mitten durch Deutschland von Nord nach Süd, schlägt eine Schneise über Felder und Wiesen, verliert sich hinter Hügeln und Bergen, schlängelt sich durch Laub- und Mischwälder. Rund 145 verschiedene Biotoptypen bieten über tausend in Deutschland als gefährdet geltenden Arten Lebensraum, sind ein Paradies für Insekten, Schmetterlinge und seltene Pflanzen. Kleine Singvögel wie die Schwalbe, Störche oder mächtige Greifvögel wie der Seeadler haben hier ihren Lebensraum. Der Fischotter ist hier beheimatet, und Wildkatzen und Luchse durchstreifen das Gebiet. Im Schatten des Eisernen Vorhangs konnte sich die Natur ungestört entfalten und eine beeindruckende Artenvielfalt hervorbringen. Die Teilung Deutschlands begann Anfang der 50er Jahre mit der Errichtung erster Stacheldrahtzäune. Sie sollten die Ostblockländer gegen die westliche Welt abgrenzen, den Kommunismus gegen den Kapitalismus. Die Grenze erstreckte sich über genau 1.393 Kilometer. Mitten in dieser für Menschen todbringenden Zone konnte sich die Natur ungestört entfalten. Auf dem einstigen Grenzstreifen mit einer Breite zwischen 20 und 500 Metern hat sich ein einzigartiges Biosphärenreservat entwickelt.

arte, 18.30 Uhr
Die Wildnis meldet sich zurück
Neuengland, wo wieder Wälder wachsen
Neuengland erstreckt sich entlang der Küste im äußersten Nordosten der USA. Das sechs Bundesstaaten umfassende Gebiet mit Boston als größter Stadt gehört zu den waldreichsten Regionen der Vereinigten Staaten. Das war nicht zu allen Zeiten so. Einst wurde der Wald gerodet, kehrte zurück und bedeckt heute 80 Prozent des Gebietes von Neuengland, was einem Viertel der Fläche Frankreichs entspricht. Zeugen dieser wechselvollen Geschichte sind Reste von Steinmauern, die über Tausende von Kilometern durch das gesamte Waldgebiet verlaufen. Europäische Siedler errichteten sie als steinerne Grenzen zwischen den Parzellen, die dem Ackerbau und der Viehzucht dienten. Hierfür rodeten sie den Wald nach ihrer Ankunft auf dem nordamerikanischen Kontinent im 18. Jahrhundert. Mitte des 19. Jahrhunderts lockten die beginnende Industrialisierung und die fruchtbaren Böden der Great Plains die Siedler in den amerikanischen Westen. Sie verließen Neuengland, und der Wald konnte sich Schritt für Schritt erholen. Die Tiere hatten überlebt. Elche, Hirsche, Biber, Marder und Schwarzbären zeugen von einer Artenvielfalt, die noch vor einigen Jahrzehnten unvorstellbar gewesen wäre. Die Geschichte dieser Rückkehr zu einer weitgehend unberührten Natur bietet die einmalige Chance, die Mechanismen zu verstehen, die am Werk sind, wenn ein Ökosystem sein Gleichgewicht wiederfindet und ein Wald sich selbst erneuern kann.

Donnerstag, 9. April

arte, 17.50 Uhr
Die Wildnis meldet sich zurück
US-Nordwestküste
Wo der Mensch sich zurückzieht, macht er Platz für die Natur. Landschaften blühen wieder auf und werden zum Lebensraum für eine große Artenvielfalt. Innerhalb weniger Jahrzehnte ist das ökologische Gleichgewicht wieder im Lot; Flora und Fauna können sich entfalten. Ökosysteme, die ihre natürliche Eigendynamik zurückgewinnen, bringen auch dem Menschen vielfältigen Nutzen. In Nordamerika und in Europa sind einige Gebiete nicht wiederzuerkennen. Die dreiteilige Reihe „Die Wildnis meldet sich zurück“ zeigt solche Regionen und veranschaulicht, wie die Natur sich den Weg zurück in die Freiheit bahnt. Der Olympic National Park liegt im Nordwesten der USA im Bundesstaat Washington. Er beherbergt einen der ältesten Regenwälder unserer Erde. Ein Dutzend Fließgewässer schlängeln sich durch die Wildnis und prägen das Gesicht der Landschaft. Der Elwha River gehört zu den spektakulärsten Flüssen der Vereinigten Staaten. Er entspringt in den Bergen und mündet in den Pazifik.

Freitag, 10. April

3sat, 6.00 Uhr
Kenia: Kein Platz für wilde Tiere
Löwen spazieren auf der Straße, Hyänen wildern in den Ziegenställen. Die Tiere leben im Nationalpark unmittelbar vor den Toren Nairobis. Das führt in der wachsenden Metropole zu Problemen. Der Platz wird immer knapper, und die Stadt dringt langsam in den Lebensraum der Tiere vor. Auch der Verkehr wird immer dichter. Entlastung sollte eine Breitspureisenbahn bringen, die durch Teile des Nairobi-Nationalparks führen sollte. Dagegen gab es Proteste. Nun wird die Strecke größtenteils über Brücken im Park geführt. Ein kleiner Erfolg. Doch der eigentliche Konflikt zwischen Wirtschaftsentwicklung, Bevölkerungswachstum und Naturschutz ist damit nicht beseitigt. Der Film wirft einen Blick auf Kenias ältesten Nationalpark.

rbb Fernsehen, 17.05 Uhr
Leben unter Bäumen – Ein Jahr im Wald
Seelensdorf – ein kleiner Ort im Wald des Domstifts Brandenburg. Hier leben 35 Einwohner, umgeben von 1.900 Hektar Wirtschaftswald aus Kiefern, Eichen, Buchen, Lärchen und Erlen. Mitten drin: Hirsche, Wildschweine, Rehe, Füchse und Hasen. Es fährt kein Bus, es gibt keinen Laden, dafür aber ein Sägewerk mit sieben Mitarbeitern. Das ist das Reich von Förster Friedrich Hinz. Seit 27 Jahren ist er Domstiftsforstmeister in Seelensdorf. Mit seiner Frau und seiner 12-jährigen Tochter lebt er in einer Dienstwohnung mitten im Dorf. Für ihn ist der Wald Lebensraum, Arbeitsplatz, Wirtschaftsfaktor und Naturparadies. Die Kamera hat Friedrich Hinz ein Jahr lang im Seelensdorfer Forst begleitet.

Bayerisches Fernsehen, 14.30 Uhr
Natur exclusiv
Wildes Kanada – Die endlose Weite
Von den magischen Regenwäldern der Pazifikküste zu den majestätischen Gipfeln der Rocky Mountains, vom endlosen Grasmeer der Prärie zu den Eisfeldern der Arktis – das riesige Kanada mit seinen vielen, höchst unterschiedlichen Lebensräumen ist eine Welt für sich. Die Landschaft im Herzen Kanadas ist geprägt von dichten Wäldern, unzähligen Seen und scheinbar grenzenlosem Grasland. Die Prärie ist Heimat und Lebensraum des wohl markantesten Tiers in Nordamerika: des Bisons. Einst bevölkerten diese mächtigen Büffel die Prärie zu Millionen. Der massive Abschuss der Bisons durch weiße Jäger und Siedler im 19. Jahrhundert sorgte dafür, dass diese Ikonen der Prärie in freier Wildbahn praktisch verschwunden sind. In den weiten Ebenen tummeln sich auch Gabelböcke. Diese Antilopen sind die schnellsten Huftiere der Welt: Im Sprint erreichen sie ein Tempo von knapp 100 Kilometern pro Stunde. Nach einem dramatischen Rückgang durch intensive Bejagung wurde diese Art unter Schutz gestellt. Kanadas Kernland zeigt noch ein weiteres Merkmal: Es ist übersät mit Seen. Diese sind stumme Zeugen einer bewegten Vergangenheit – während der letzten Eiszeit gruben mächtige Gletscher Becken in den felsigen Untergrund. Heute ist diese Seenlandschaft ein Refugium für Wasservögel und Raststation für Zugvögel. Ein weiterer Bewohner der Seenlandschaft ist der Biber. Die großen Nager betätigen sich als Dammbauer und Landschaftsgestalter und so ist es zum Teil den Bibern zu verdanken, dass dieses Gebiet im Herzen Kanadas ein Paradies für Wasservögel und andere Bewohner geworden ist.

Samstag, 11. April

Bayerisches Fernsehen, 6.00 Uhr
Wildtiere – Wie Artenschutz erfolgreich ist
Was kann man tun gegen das größte Artensterben seit dem Zeitalter der Dinosaurier? Schon jetzt sind 60 Prozent aller Wirbeltiere verschwunden. Doch es gibt auch positive Beispiele: Die „Xenius“-Moderatoren stellen zwei erfolgreiche Wildtierprogramme vor.

SWR Fernsehen, 12.45 Uhr
Tierisch wild im Wald
Der erste Schritt
Der „Start ins Leben“ kann für Tierkinder im Südwesten alles sein – behütet und umsorgt, aber auch aufregend und gefährlich. Die SWR Dokumentation begleitet die Tiere im Südwesten bei ihrem „Start ins Leben“. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erleben die ersten Schritte von Wildkatzen, Waschbären und Wildschweinen, erfahren, warum die Untreue der Eltern Garant für gute Erziehung sein kann und welche Eltern die besten sind – obwohl man es ihnen eigentlich nicht zutraut.

Sonntag, 12. April

SWR Fernsehen, 17.15 Uhr
Tierisch wild im Südwesten
Oberrhein und Kaiserstuhl
Wildkatzen, Waschbären, Bienenfresser, Störche, Lachse – an Oberrhein und Kaiserstuhl leben unzählige Tierarten in einer einzigartigen Landschaft. Die Naturdokumentation von Jürgen Vogt und Andreas Kölmel führt die Zuschauerinnen und Zuschauer in eines der größten Schutzgebiete Europas. Die Vielfalt der Landschaften und ihrer tierischen Bewohner ist riesengroß. Sie reicht von lichtscheuen „Gewitterfurzern“, die am liebsten im trüben Wasser leben über sonnenhungrige Eidechsen am Kaiserstuhl bis hin zu Wildkatzen und Weißstörchen oder auch Sumpfschildkröten, die ihre Eier in die warmen Strände am Rhein legen.

Zeitraum: 13.04. - 19.04.2020

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Montag, 13. April

arte, 17.50 Uhr
Wilde Karpaten
Im Reich der Bären
Die Karpaten sind das bedeutendste Gebirge Zentraleuropas. Sie ziehen sich über acht verschiedene Länder: Österreich, die Slowakei, Polen, Tschechien, Ungarn, die Ukraine, Rumänien und Serbien. Mehr als ein Drittel der wildlebenden Großraubtiere Europas sind dort beheimatet. Inmitten des dicht besiedelten Kontinents sind die Karpaten eine wahre Oase, in der die verschiedensten Tierarten sich frei bewegen und ungestört ihre Jungen aufzuziehen können. Der erste Teil der Dokumentation begleitet ein Bärenweibchen mit ihren Jungen und ein Luchsweibchen, das ebenfalls zwei Junge zu ernähren hat. Weitläufige Urwälder, steile Schluchten und freistehende Gipfel – die Karpaten sind ein lebenswichtiger Schutzraum für zahlreiche Tierarten. Sie sind ein Ort, wo Raubtiere noch in ihrer ursprünglichen Freiheit leben und die Menschen sich daran angepasst haben. Die Bergkette beheimatet die größten Populationen von Braunbären, Wölfen und Luchsen in Europa. Fast die Hälfte aller europäischen Steinadler lebt in den Karpaten. Sie sind eine der letzten Gegenden in Europa, wo Wildkatzen und wilde Bisons vorkommen. Insgesamt leben dort über 1.500 verschiedene Arten. Angesichts des nahenden Herbstes verbringen ein Bärenweibchen und ihre beiden Jungen ihre Tage damit, sich Winterspeck zuzulegen. Sie wappnen sich so vor der bevorstehenden Kälte. Die Jungen lernen dabei außerdem wichtige Überlebensstrategien, auf die sie angewiesen sein werden, wenn sie sich einmal selbst versorgen müssen. Es geht für sie um Leben und Tod – nur die Hälfte aller Bärenjungen überlebt das erste Lebensjahr. Im Schatten des Waldes verfolgt ein Eurasischer Luchs lautlos seine Beute. Auch dieses Luchsweibchen hat zwei hungrige Junge zu ernähren, die noch voll und ganz von ihr abhängig sind. Doch das wird nicht mehr lange so bleiben. Schon bald werden auch sie lernen, selbst zu jagen. Die Karpaten sind das bedeutendste Gebirge Zentraleuropas. Sie ziehen sich über acht verschiedene Länder: Österreich, die Slowakei, Polen, Tschechien, Ungarn, die Ukraine, Rumänien und Serbien. Mehr als ein Drittel der wildlebenden Großraubtiere Europas sind dort beheimatet. Inmitten des dicht besiedelten Kontinents sind die Karpaten eine wahre Oase, die verschiedensten Tierarten einen Raum bieten, in dem sie sich frei bewegen und ungestört ihre Junge aufzuziehen können. Die Dokumentation zeigt unter anderem die Lebensweise von Bären und Luchsen, Wölfen und Eulen, Salamandern, Füchsen und Gämsen.

arte, 18.30 Uhr
Wilde Karpaten
Im Reich der Wölfe
Die Karpaten sind das bedeutendste Gebirge Zentraleuropas. Sie ziehen sich über acht verschiedene Länder: Österreich, die Slowakei, Polen, Tschechien, Ungarn, die Ukraine, Rumänien und Serbien. Mehr als ein Drittel der wildlebenden Großraubtiere Europas sind dort beheimatet. Inmitten des dicht besiedelten Kontinents sind die Karpaten eine wahre Oase, in der die verschiedensten Tierarten sich frei bewegen und ungestört ihre Jungen aufzuziehen können. Die Dokumentation begleitet ein Rudel Eurasischer Wölfe, beobachtet Hirsche beim Revierkampf und einen Feuersalamander bei der Nahrungssuche. Die Karpaten sind die Heimat eines ganz besonderen Raubtiers: des Eurasischen Wolfs. In der Vergangenheit wurde er verfolgt. Heute weiß man, dass Wölfe eine zentrale Rolle für das Ökosystem der Karpaten spielen. Sie schützen das Gleichgewicht des Waldes und nehmen positiven Einfluss auf die gesamte Nahrungskette. Wölfe leben in Gruppen. Alle Individuen eines Rudels kümmern sich gemeinsam um den Nachwuchs des Alphapärchens. Hierarchien und Verwandtschaftsgrade markieren Wölfe durch eine komplexe Körper- und Lautsprache. Die ausgewachsenen Tiere eines Rudels nutzen ihren hervorragenden Geruchssinn, der hundertmal stärker ausgeprägt ist als beim Menschen, um zusammen auf Beutejagd zu gehen. Sie vereinen ihre Kräfte und teilen ihren Fang. Mit dem Einzug des Herbstes beginnt für den Hirsch die Zeit der Kämpfe. Tief im Wald stoßen männliche Rothirsche mit ihren Geweihen aneinander und machen damit klar, dass sie zu allem bereit sind, um sich zu paaren. Ein Gefecht, das beide Kontrahenten das Leben kosten kann. Für den Feuersalamander ist es an der Zeit, sich ein Winterquartier zu suchen. Auf der Suche nach einem geeigneten Ort durchfurcht er das Laub des Waldes. Sein kräftig gefärbter Bauch schützt ihn vor möglichen Fressfeinden. Die grelle Färbung ist ein Warnsignal vor dem tödlichen Gift, das der Salamander unter seiner Haut trägt.

Bayerisches Fernsehen, 18.45 Uhr
natur exclusiv
Unser Wild – Sein Name ist Hase
Lange Ohren, braunes Fell und auf flinken Pfoten unterwegs: Der Feldhase ist wohl das bekannteste Wildtier in Deutschland. Er liebt vor allem eine strukturreiche Landschaft mit Hecken und Büschen als Deckung. Er braucht kräuterreiche Nahrung und ist meistens als Einzelgänger dämmerungs- und nachtaktiv. In vielen Regionen Europas geht der Bestand des Feldhasen stark zurück. In einigen Bundesländern Deutschlands steht er mittlerweile sogar auf der Roten Liste der bedrohten Säugetiere. Vor allem macht ihm die Lebensraumzerstörung zu schaffen. Die Intensivierung der Landwirtschaft mit riesigen Monokulturen und zahllosen Maisfeldern für Biogasbetriebe und Futteranbau vernichtet vielerorts noch intakte Natur – genau das ist der Hasenkiller Nummer eins. Doch es geht auch anders. In Deutschland leben etwa elf Hasen pro Quadratkilometer. In einem Revier des Jägers Michael Höfler in Baden-Württemberg dagegen sind es zehnmal so viele. Für ihn ist klar: „Ohne Naturschutz überlebt der Feldhase nicht.“ WissenschaftlerInnen der Universität Potsdam und des Leibniz-Institutes für Wildtierforschung in Berlin wollen wissen, warum in Nordostdeutschland die Hasenbestände drastisch zurückgehen und in Bayern noch relativ stabil sind. Wo liegt eigentlich die „Hasenhauptstadt Deutschlands“, und warum gibt es immer mehr Hasenfindelkinder? Filmautor Jens-Uwe Heins begibt sich auf die Suche nach Feldhasen und stellt Menschen vor, die sich für die Langohren einsetzen.

Dienstag, 14. April

Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr
Die Südheide – Wälder, Wiesen und weites Land
Die Region im Städtedreieck Celle, Walsrode und Uelzen wurde jahrhundertelang von Heidebauern geprägt und als norddeutsche Kulturlandschaft geformt. Das Geheimnis des knapp 500 Quadratkilometer großen Naturparks Südheide liegt in seiner Vielgestaltigkeit: Böden, Geologie und Relief haben ihren Ursprung in der Eiszeit. Vielerorts durchfließen malerische Bäche die Landschaft, die ihre Quellen in zahlreichen Heidemooren haben. Die ausgedehnten Wälder sind Rückzugsgebiete für Wildschweine und Dachse. In klaren Heidebächen jagen Fischotter und scheue Schwarzstörche nach Forellen und Neunaugen. Wichtiger Bestandteil der Südheide sind die unzugänglichen Moore, in denen Kraniche, gut geschützt vor Feinden, ihren Nachwuchs großziehen. Kreuzotter und die selten gewordenen Birkhühner hingegen fühlen sich auf den sandigen Heideflächen wohl. Mit beeindruckenden Verhaltensbeobachtungen von streitenden Birkhähnen, Dachsen in ihrem unterirdischen Bau, kämpfenden Wildschweinfrischlingen oder auch Kranichküken, die im wärmenden Federkleid ihrer Eltern Schutz suchen, setzt Naturfilmer Günter Goldmann die Natur der Südheide in Szene. Flugaufnahmen zeigen die Region aus der Luftperspektive, extreme HD-Zeitlupen von Birkhühnern, Wildschweinen und Rehen gewähren Einblicke in die Welt der tierischen Bewohner im Herzen Niedersachsens.

Mittwoch, 15. April

WDR Fernsehen, 13.05 Uhr
Wolf, Bär & Co.
Ein Zwillingspaar für den Wildpark: Zwei Elche ziehen um
Es gibt zwei neue Bewohner im Wildpark Lüneburger Heide! Ein Elch-Zwillingspärchen aus Hessen ist eingezogen. Eine Fasanenfrau beschließt, ihre Tarnkleidung abzulegen und auf Farbe zu machen, und die Bären mögen’s lieber gerührt als geschüttelt. Der Wildpark erhält von zwei ganz fleißigen Händen Unterstützung, und bei den schottischen Highlandern ist Nachwuchs angekommen.

Donnerstag, 16. April

3sat, 14.05 Uhr
Wildes Nairobi
Mit etwa drei Millionen Einwohnern ist Nairobi eine der größten Städte Afrikas, doch die Metropole breitet sich mitten in der Savanne aus, und die Wildnis erreicht die Hauptstadt Kenias. Nur wenige Meter neben dem Flughafen betritt man den Nairobi-Nationalpark. Entlang der Autobahn, nur getrennt durch einen Maschendrahtzaun, spazieren Löwen, Hyänen, Giraffen und Nashörner durchs Gras, während auf den Alleebäumen im Stadtzentrum Marabus nisten. Auch Leoparden dringen bis ins Zentrum vor. Ein Zaun soll die Wildtiere vor den Stadtbewohnern und die Stadtbewohner vor den Wildtieren schützen. Doch dieser Zaun ist löchrig. Daher haben die Ranger des „Kenya Wildlife Service“ auch alle Hände voll zu tun, eine gefährliche Situation nach der anderen zu verhindern. Die Millionenstadt Nairobi und ihr Umland laufen zugleich auch Gefahr, dass die afrikanische Wildnis zu einem Zoo verkommt. Der Grund dafür ist der direkt ans Stadtgebiet angrenzende Nairobi-Nationalpark. Er bezieht seine Vitalität von einem offenen Korridor, der zu den anderen großen Schutzgebieten Kenias führt. Über diesen Korridor spielt sich ein reger Austausch ab, ein Kommen und Gehen der großen Herden. Vor allem während der Trockenzeit, wenn es für die Tiere darum geht, die letzten offenen Wasserstellen zu finden, herrscht dort emsiges Treiben. Der Korridor ist die Garantie dafür, dass die Tiere „wild“ und „natürlich“ in „Freiheit“ existieren können. Doch wie lange wird es diesen Durchlass noch geben? Nairobi wächst unaufhörlich, die Stadt dehnt sich bis in die Wildnis aus. Die Gefahr besteht, dass der Nationalpark vom Rest Kenias abgeschnürt wird. Die Wanderungen der Tiere würden dann unterbunden werden. Was übrig bliebe, wäre gewissermaßen ein Zoo: Die Tiere wären Statisten, die den Besuchern das heile Afrika zu verkaufen hätten. Diese Gefahr vor Augen, versucht ein privater Landbesitzer, den Korridor zu erhalten. Der in Kenia geborene Sandy Simpson ist zwar kein Tierforscher, aber er weiß, was zu tun ist. Er setzt alle Hebel in Bewegung, um passende Grundstücke zu erwerben und Landbesitzer von seiner Initiative zu überzeugen. Er tut alles, um die Massai auf seine Seite zu ziehen, deren Rinderherden den Konflikt zwischen Wildnis und Stadt noch anheizen. Regisseur Udo Maurer ist mit Mitarbeitern des „Kenya Wildlife Service“ auf Patrouille gefahren und hat die bizarre Schönheit des Nairobi-Nationalparks vor dem Hintergrund der Wolkenkratzer-Skyline erlebt.

3sat, 15.10 Uhr
Himba, Buschmänner und Löwen – Wildnis- und Kulturmarketing in Namibia
Ein Reisebus nähert sich dem San-Dorf Grashoek in Namibia. Ein Schild begrüßt die Besucher im „Bushman Living Museum“. Noch im Bus beginnen die Insassen zu fotografieren. Eine typische Szene – und doch hat sie wenig gemeinsam mit üblichen Szenarien im Kulturtourismus. Keine anstürmenden Kinderscharen, keine laufenden Frauen, die aufgeregt Handwerkskunst anbieten und auch keine jungen Männer, die gegen Entgelt ihre Dienste anbieten. Ein einzelner San in westlicher Kleidung zückt seine Papiere, die ihn als Tourismus-Bevollmächtigten der Gemeinschaft ausweisen. Höflich fragt er nach dem Gruppenleiter und übergibt eine Mappe – in der Art einer Speisekarte – mit den kulturellen Angeboten und den dafür verlangten Preisen. Abgestuft nach der Anzahl der Touristen und der Anzahl der gewünschten Teilnehmer auf San-Seite: Von einer einfachen Dorfbesichtigung bis zum Trance-Tanz, der Teilnahme an einem Kurz-Workshop zur Schmuckproduktion aus Straußenei-Schalen, dem Training im Bogenschießen, der Teilnahme an einer traditionellen Jagd und letztlich der Verheiratung auf „Bushmen-Art“ ist alles möglich. Jede Aktivität hat ihren fixen Preis, und genaue Angaben informieren über die Dauer und die Art der Leistung. Im südlichen Afrika sind sogenannte Bushmen-Walks und Besuche beim „ockerroten Volk“ der Himba ebenso allgegenwärtig wie Großwild-Safaris. Sie haben einen Beigeschmack von zivilisatorischer Ungleichheit und Ungleichzeitigkeit – als eine Art Zeitreise zu uralten, „primitiven“ Kulturen. Dementsprechend finden sich in vielen Prospekten und Tourismus-Broschüren die verräterischen Worte vom Besuch in der „Vorzeit“ oder „Steinzeit“ menschlicher Kulturen. Folgt man der Auslegung der derzeit international bekanntesten Anthropologen Jean und John Comaroff, handelt es sich dabei um einen weltweiten Trend, der im südlichen Afrika vielleicht besonders auffällig ist: der Errichtung von Ethno-Themenparks oder „Lebenden Museen“. Nach ihrer Analyse im Buch „Ethnicity, Inc.“ kann die Musealisierung von traditionellen Kulturen aus kommerziellen Gründen zu sehr unterschiedlichen Prozessen und Situationen führen. Die möglichen Resultate solcher interkultureller Kontaktnahmen erweisen sich als keineswegs so eindeutig, wie die Annahmen der meisten Ethnologen erwarten ließen: Vor die Wahl gestellt, unter dem Druck staatlicher Gesetze und Verwaltungsregime ihre Lebensweise völlig aufzugeben oder einen Teil ihrer Lebenszeit in die Selbstdarstellung der kulturellen Traditionen zu investieren, bedeutet die zweite Option zumindest im besten Fall einen Gestaltungsspielraum für Menschen und Kollektive, die sich der Landflucht und dem oktroyierten Kulturverlust widersetzen. Die Dokumentation „Himba, Buschmänner und Löwen“ nimmt das Ethno-Marketing in Namibia als Beispiel eines weltweiten Trends im Umgang mit „exotischen“ indigenen Kulturen ins Visier. Sie geht der Frage nach, wie sich das Leben in einem „Lebenden Museum“ oder in einem „Kulturdorf“ anfühlt: Was bedeutet diese Form der kommerziellen Verwertung kultureller Kompetenzen und ethnischer Geschichte für die betroffenen Menschen? Handelt es sich tatsächlich um eine – wenn auch ambivalente – Chance, nach mehr oder weniger eigenen Kriterien unter Bewahrung der eigenen Traditionen zu überleben? Oder tendiert die eingeübte Praxis der Selbstdarstellung zu einem fortschreitenden Identitätsverlust bis hin zu einem Gefühl der kulturellen Prostitution?

Phoenix, 15.45 Uhr
Mythos Wald
Tierparadies und Schattenreich
Einst war ganz Mitteleuropa von dichten Urwäldern bedeckt. Der römische Autor Tacitus schrieb: Die Bäume waren so gewaltig, dass die Legionäre unter ihren Wurzeln hindurch reiten konnten. Doch diese Wälder sind lange verschwunden, nur einige grüne Inseln scheinen die Zeiten überdauert zu haben. „Mythos Wald“ erzählt die Geschichte dieser letzten Oasen, wie sie noch nie zuvor erzählt wurde. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass selbst die Wälder in einem Nationalpark fern von echten Urwäldern sind. Mit der Ausrottung der großen Pflanzenfresser, wie Bison und Auerochse, haben wir ein Biotop verloren, das artenreicher war als jedes andere in Mitteleuropa. „Mythos Wald“ zeigt, wie wir dieses Paradies zurückgewinnen können. Die Geheimnisse des Waldes miterleben Noch immer ist der Wald der Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten, die Bühne für die großen und kleinen Dramen der Natur: Werden Sie Zeuge, wie im Frühjahr die Füchse in ihrem unterirdischen Bau ihre Jungen zur Welt bringen, folgen sie den Erlebnissen einer Wildschweinrotte – und lassen Sie sich bezaubern vom anmutigen Tanz der Lebermoose, einem Phänomen, das erst durch die neuartige Technik in dieser Form sichtbar werden konnte.

3sat, 16.05 Uhr
Die Magie des Leoparden – Ökotourismus in Südafrikas Wildreservaten
Die „Magie des Leoparden“ lockt jährlich Hunderttausende Besucher aus aller Welt nach Südafrika. Der Safari-Tourismus floriert wie nie zuvor und sorgt für das Entstehen von „Boomtowns“. Viele Menschen leben zumindest indirekt von der Anziehungskraft der Wildnis. Die Dokumentation zeigt die Verbindungen zwischen Luxustourismus, Umwelt- und Wildtierschutz, sozialer Gerechtigkeit und „Empowerment“ als „Modell der afrikanischen Renaissance“. Hinter der Fassade scheinbarer unberührter Wildnis aus den Reiseprospekten, Hotel-Broschüren und letztlich auch der Naturdokumentationen im Fernsehen stehen komplexe Management-Pläne, schwierige Verhandlungen zwischen alten Eignern und ansässigen lokalen Gemeinschaften sowie betriebswirtschaftliche Strategien der „Verwertung“ von Natur und Kultur. Im Unterschied zu den meisten Tierdokumentationen stehen in diesem Film die Menschen und ihre Perspektiven auf den Nutzen von Naturschutz im Mittelpunkt. Dabei kommen von der deutschen Erbin eines berühmten Wildreservates bis zu Rangern und Hotelmanagern Beteiligte mit völlig unterschiedlichen Erfahrungen zu Wort.

3sat, 16.45 Uhr
Südafrika: Harte Zeiten für Löwen und Geparde
Großkatzen wie Löwen und Geparde sind die Ikonen Afrikas. Doch ihr Bestand ist heute stark gefährdet. Der Film zeigt, was in Südafrika unternommen wird, um die Tiere zu retten. Das Filmteam besucht mehrere Schutzgebiete in Südafrika, um so Einblicke in die heutigen Erfordernisse von Naturschutz und Wildlife-Management zu geben. Zweifelsfrei zählen „Big Cats“ wie Löwen und Geparde zu den beliebtesten Wildtieren. Sie wurden tausendfach in Naturfilmen porträtiert, im Ökotourismus gelten sie als Publikumsmagnet. Wie schnell ein Gepard läuft, weiß so gut wie jedes Kind. Aber das Wissen um ihre höchst bedrohte Existenz in freier Wildbahn ist weit weniger ausgeprägt. Nach derzeitigen Schätzungen existieren weltweit nur mehr 7000 Geparde, während die Population der Löwen in den letzten beiden Jahrzehnten um geschätzte 30 bi 50 Prozent zurückging. Beide Großkatzen sind bedrohte Arten. In West- und Zentralafrika stehen sie am Rande des Aussterbens. Selbst in den vermeintlichen Hochburgen in Ostafrika und im südlichen Afrika wird ihre Lage immer alarmierender. Fest steht, dass ihre Populationen – mit wenigen Ausnahmen in gut geführten und streng kontrollierten Nationalparks sowie Wildreservaten – fast überall im Abnehmen sind. Gleichzeitig blüht die Vermarktung der Großkatzen. Löwen, Leoparden und Geparde zieren eine Vielzahl von Reiseprospekten, Werbeplakaten, Etiketten, Firmen-Logos und aller Arten von Brandings. Südafrika bewirbt sich zu einem entscheidenden Teil mithilfe dieser Tiere. Während Safari-Touristen den rundum abgesicherten Adrenalin-Kick in den gut organisierten Naturparks suchen, sieht die Realität für afrikanische Viehhirten und angrenzende Gemeinschaften in den immer kleiner werdenden Pufferzonen zwischen Löwen-Schutzzonen und ihren Dörfern bedrückend aus. Für sie bedeutet das magische Brüllen eine unmittelbare Bedrohung für ihr Hab und Gut. Seit dem Ende der Apartheid wurden zahlreiche Farmen zu privaten Wildreservaten zusammengelegt. Hier wird mit hohem Kapitaleinsatz versucht, einst für die Landwirtschaft erschlossene Gebiete zu „re-naturalisieren“ und längst verdrängte Wildtierarten wieder anzusiedeln. Auch Großkatzen werden dadurch zwangsläufig zu einer Handelsware, die im Laufe ihres Lebens oft mehrfach umgesiedelt werden, um ein Gen-Pool aufzufrischen oder alte und neue Wildreservate attraktiver für den Ökotourismus zu machen. Doch bei aller Kritik am kommerziellen Naturschutz als Teil einer „neoliberalen Ökonomie“, leisten diese Wildreservate einen immer wichtigeren Beitrag zur Erhaltung bedrohter Arten. Aufgrund der immensen Kosten für den Kampf gegen die grassierende Wilderei und die Verbreitung von Krankheiten unter Wildtieren, können staatliche Nationalparks nicht mehr allein den Schutz der Großkatzen gewährleisten.

Freitag, 17. April

Phoenix, 20.15 Uhr
Frankreich – wild und schöne
Die Alpen, Gipfel der Extreme
Die Alpen sind wie ein Haus mit mehreren Stockwerken aufgebaut, in denen jeweils andere Bewohner leben. Am Fuße des Gebirges liegen saftige, grüne Täler, weiter oben der Bergwald, darüber die Bergweiden oder Almen, und wiederum darüber die felsigen Gipfel mit dem ewigen Schnee. Die Murmeltiere leben auf den Bergweiden, das heißt auf zwei- bis dreitausend Metern Höhe. Sie sind ständig auf der Hut vor ihrem größten Fressfeind, dem Königsadler. Wenn der Winter naht, bereiten die Murmeltiere, die der Raubvogel nicht schlagen konnte, ein Quartier für ihren sechsmonatigen Winterschlaf vor. Im Herbst ist Brunftzeit für die Gämsen. Diese Kletterer haben flexible Hufe, dank derer ihnen die erstaunlichsten Kletterpartien gelingen. Der Steinbock lebt noch weiter oben, wo die Hänge immer steiler abfallen. Im Bergwald, auf rund 2.000 Metern Höhe, verlässt der Fuchs seinen Bau, aber Beute findet er jetzt nur selten. Der Schneehase ist fast unsichtbar, seine Tarntracht schützt ihn vor Jägern. Der Lämmergeier ist mit einer Spannweite von fast drei Metern der größte Raubvogel Europas. Die Vögel fühlen sich wohl im Bergwald: Alpenbraunelle, Erlenzeisig und Schwarze Amsel ernähren sich von den hier wachsenden Vogelbeeren. Im Frühjahr erwacht alles zu neuem Leben: Die Murmeltiere verlassen ihren Schlafkessel, Birk- und Auerhahn ziehen ihre Show ab. Diese Vögel leben am Waldesrand, und in der Balzzeit überbieten sie sich mit prächtigen Federn und dem typischen Balzgesang: Die Hähne gluckern, trillern, wetzen und schleifen ohne Unterlass. Den Frühling symbolisiert auch eine Blume mit unerwarteten Eigenschaften, die Alpen-Soldanelle. Mit ihrer dunklen Farbe speichert sie Sonnenwärme, mit der sie den Schnee um sich herum zum Schmelzen bringt. Im Sommer wimmeln die Bergweiden vor Leben. Es ist die Zeit des Almauftriebs. Die Viehherden haben die Täler verlassen, um auf den Almen zu äsen. Trotz der harten Lebensbedingungen der Alpengipfel hat sich das Leben auch hier ausgebreitet. Von der Alpen-Soldanelle bis zum Steinbock hat jede hier heimische Art erstaunliche Widerstandskräfte und Überlebensstrategien entwickelt. Mit der Gletscherschmelze ist jedoch der ewige Schnee bedroht, und die Anpassungskünstler des Hochgebirges müssen sich neuen Herausforderungen stellen.

Phoenix, 21.45 Uhr
Frankreich – wild und schön
Die Provence, Reich der Sonne
Die Provence beherbergt erstaunlich exotisch anmutende Steppen. Hier bestimmt die Sonne das Leben. Im Maurenmassiv im Departement Var weckt zu Beginn des Frühlings die Sonne die Griechische Landschildkröte. Diese Überlebende der Vorgeschichte ist die einzige in Frankreich beheimatete Landschildkröte. Die Bäume haben sich dem heißtrockenen Klima angepasst und ähneln afrikanischen Akazien. Die Wälder des Var grenzen an die letzte natürliche Steppe Frankreichs, die Crau-Ebene. In dieser einzigartigen, südlich der Alpillen gelegenen Steinsteppe leben außergewöhnliche Tiere. Da sind die Kuhreiher, die Heuschrecken und Grashüpfer fressen, dann die Crau-Heuschrecke, das seltenste einheimische Tier der Ebene. Auch die Zwergtrappe, ein wie ein kleiner Strauß anmutender Schreitvogel, ist einer der bedrohtesten Vögel dieser Region. Und der bunte Bienenfresser verleiht der Provence tropische Farben. Er gehört zu den Zugvögeln, die in warmen Regionen, zum Beispiel im südlichen Afrika, überwintern. Im Sommer entfalten Orchideen all ihre Reize, um Insekten, insbesondere Bienen, zur Bestäubung der Blüten anzulocken. Nach und nach legt die Hitze die Natur lahm. Nur Insekten und Reptilien lassen sich noch blicken. Das provenzalische Maquis beherbergt zum Beispiel die Perleidechse, mit 80 Zentimetern Länge die größte Mauereidechse Europas. Und im Lubéron-Massiv sitzt hoch oben in den Zedernbäumen ein merkwürdiger Raubvogel, der Schmutzgeier, der kleinste Geier Europas. Zuletzt werden in der Abenddämmerung langsam die nächtlichen Jäger aktiv, darunter der Uhu.

Samstag, 18. April

Bayerisches Fernsehen, 16.15 Uhr
natur exclusiv
Die Rückkehr – Wölfe in Bayern
Wölfe sind in Bayern auf dem Vormarsch – und sie polarisieren. Wo sind die geschützten Raubtiere unterwegs, wie breiten sie sich aus? Kann es zu unerwarteten Begegnungen kommen, und wo verlaufen die Fronten zwischen Schützern und Gegnern? Der Film ist eine lebensnahe, facettenreiche und aktuelle Reportage, die zugleich den Stellenwert eines Zeitdokuments hat. Seit 2014 haben sich die ersten Wolfs-Pärchen in Bayern gefunden. Im Veldensteiner Forst ist sogar schon das erste Rudel beobachtet und gefilmt worden. Höchstwahrscheinlich werden sich die Wölfe von dort aus weiter ausbreiten. Aber mit der Zahl der Wölfe werden auch die Konflikte zunehmen. Und noch hat die Politik für viele Probleme, die die Beutegreifer mit sich bringen, keine Lösung. Sind Elektrozäune genug Schutz für Rinder und Schafe? Werden sie sich im Alpenvorland errichten lassen, zumal auf den steilen Hängen der Almen? Wie gefährlich oder gefährdet sind Herdenschutzhunde? Welche Maßnahmen sind nötig, damit sie zwar Wölfe von den Nutztieren fernhalten, aber nicht Spaziergänger mit Hunden angreifen? Und vor allem: Wie behalten Wölfe ihre natürliche Scheu vor dem Menschen? In Niedersachsen und den östlichen Bundesländern laufen neugierige Wölfe offenbar Joggern mit Hunden hinterher und ziehen am helllichten Tag durch Dörfer. In Deutschland dürfen sogenannte „Problemwölfe“ in letzter Konsequenz geschossen werden. Aber eine generelle, wenn auch staatlich kontrollierte Bejagung von Wölfen wäre derzeit undenkbar. Anhand der Entwicklung in Bayern besteht die Chance, die Rückkehr eines faszinierenden, aber sehr umstrittenen Wildtiers in unsere Lebenswelt mitzuerleben sowie die durchaus kontroversen Reaktionen. Das Filmteam verfolgt aus nächster Nähe die jüngsten Geschehnisse, zeigt die vielen Fragen, die diese aufwerfen, und endet mit einem „open end“ – ganz im Sinne dessen, was einer der Wissenschaftler sagt: „Die Rückkehr der Wölfe nach Bayern ist etwas Historisches.“ Historisch ist die Rückkehr nicht nur, was den Artenschutz angeht, sondern auch, wie und ob es verschiedenste Interessensgruppen schaffen werden, mit den Problemen, die der Wolf mit sich bringt, umzugehen. Noch ist nicht klar, wie viele Zugeständnisse Politik, Landwirtschaft, Jäger, Forstwirtschaft, Naturschützer, aber auch die breite Bevölkerung machen werden, um den Wolf wieder heimisch werden zu lassen. Die Rückkehr des Wolfes ist ein brisantes Projekt, bei dem viel schiefgehen kann. Sollte es gelingen, wird es ein Meilenstein für den Artenschutz sein.

Sonntag, 19. April

Das Erste (ARD), 13.15 Uhr
Auf Leben und Tod (1)
Die große Jagd
Der ewige Wettstreit zwischen Jäger und Gejagten bietet seit jeher die dramatischsten Szenen in der Natur; für beide geht es dabei um Leben und Tod. „Die große Jagd“ aus der Serie „Auf Leben und Tod“ vom Produzenten Alastair Fothergill („Planet Erde“) enthüllt die außergewöhnlichsten Strategien von Raubtieren, um Beute zu machen. Jede dieser Taktiken ist durch den Lebensraum geprägt, in dem die Tiere auf die Pirsch gehen. Für einen Leoparden hängt der Jagderfolg davon ab, wie gut er jede Deckung zu nutzen weiß, um möglichst nah an seine Beute heran zu kommen. Geduld ist dabei die oberste Prämisse. Wildhunde haben ganz andere Probleme zu meistern: Wie bringen sie ihre Beute in der offenen Savanne Afrikas zur Strecke, die kaum Möglichkeiten bietet, sich zu verstecken? Ihre Methode heißt Ausdauer. Die Wildhunde hetzen ihre Beute bis zur totalen Erschöpfung. Orcas wiederum verlassen sich auf Teamwork und Intelligenz. Gemeinsam nehmen sie es sogar mit 40 Tonnen schweren Buckelwalen auf. Jäger müssen sich vielen Herausforderungen stellen: Ob es die riesigen Krokodile der Serengeti sind – die geduldigsten Raubtiere der Erde – die ein ganzes Jahr auf eine Mahlzeit warten können, oder der Amurfalke, der auf seiner Suche nach Nahrung mehr als 22.000 Kilometer im Jahr zurücklegt. Doch welche Strategie auch immer verfolgt wird, die überraschende Wahrheit ist, dass Raubtiere in den meisten Fällen erfolglos sind. Selbst für den versiertesten Jäger ist der Ausgang stets offen. Für jede Mahlzeit müssen sie kämpfen und oft setzen sie dabei ihr Leben aufs Spiel.

Zeitraum: 20.04. - 26.04.2020

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Montag, 20. April

arte, 17.30 Uhr
Von Tieren und Hexen
Verborgenes Wiesenleben
Wildtiere haben für viele Menschen etwas Mystisches an sich. In Volksmythen werden sie häufig mit düsteren Assoziationen in Verbindung gebracht – als Botschafter des Teufels, Unheilbringer oder verwandelte Hexen. Doch die Realität hat mit diesem Aberglauben nichts zu tun. Durch alle Jahreszeiten hindurch begleitet die vierteilige Dokumentationsreihe Wildtiere in ihren natürlichen Lebensräumen. Sie kombiniert spektakuläre Aufnahmen mit kunstvollen Animationen von John Howe, dem künstlerischen Leiter von „Der Herr der Ringe“, und zeigt, dass der schlechte Ruf der Tiere alles andere als berechtigt ist. Nach Einbruch des Winters verwandeln sich Wiesenlandschaften oft in schneeüberzogene Naturparadiese. Die Natur wirkt verschlafen und wie erstarrt – doch für einen Wiesenbewohner steht die Zeit niemals still: den Rotfuchs. Ob bei Tag oder Nacht, bei Regen oder Schnee: Der Fuchs streicht unermüdlich durch sein Revier, um Nahrung zu finden. Obwohl er der Landwirtschaft einen großzügigen Dienst erweist, indem er die Nagetierpopulationen reguliert, eilt ihm ein überaus schlechter Ruf voraus: „Reineke Fuchs“, wie er im Mittelalter genannt wurde, gilt für viele als Eindringling, Hühnerdieb und schlichtweg als Feind. Auch ein weiterer Wiesenbewohner leidet zu Unrecht unter einem schlechten Ruf: der Totenkopfschwärmer. Schon sein Name mutet unheilvoll an. Vielen Sagen nach gilt der schwarz-gelbe Schmetterling als Botschafter des Teufels, der Hexen die Namen der Todgeweihten ins Ohr flüstert. Dabei ist er völlig harmlos und zudem bewundernswert: Er legt problemlos und ohne Pause Hunderte von Kilometern zurück, um von seiner Heimat Afrika aus das Mittelmeer zu überqueren und sich zur Fortpflanzung nach Europa zu begeben. Dem Feldhasen hingegen wird in Volksmythen unterstellt, dass Hexen sich in ihn verwandeln würden. Bis heute wird er oft als lasterhafter Ernteschädling betrachtet. Die Dokumentation begleitet die in Verruf geratenen Wildtiere in ihren natürlichen Lebensräumen. Sie kombiniert spektakuläre Aufnahmen mit kunstvollen Animationen – um dem schlechten Ruf der Tiere ein für alle Mal ein Ende zu setzen. Die Sendung ist auch online verfügbar von 13/04 bis 20/05 auf dem Internetportal von ARTE.

Das Erste (ARD), 20.15 Uhr
Stadt, Land, Fuchs
Füchse sind wahre Überlebenskünstler, die in allen Regionen der Erde zu Hause sind und sich vielen menschengemachten Veränderungen anpassen können. Inzwischen sind die klugen Tiere auch in Städten heimisch geworden. Für diese Stadtfüchse ist das Benutzen von Zebrastreifen so normal wie das Schlafen unter Bürocontainern. Besonders beeindruckend ist das liebevolle Familienleben der Stadtfüchse: Im Berliner Regierungsviertel lebt seit vielen Jahren ein eng verbundener, mehrere Generationen umfassender Fuchsclan. Einige Kilometer weiter am Verkehrsknotenpunkt Innsbrucker Platz genießt ein Fuchsrüde das Leben als treusorgender Familienvater in vollen Zügen. Nahrung ist genug für alle da, die Streifgebiete sind klein und Jäger haben sie hier nicht zu fürchten. Füchse, die mit dem steten Wandel und dem Verkehr in der Stadt zurechtkommen, können in der Stadt ein langes und sorgloses Leben führen. Auf dem Land weht für Füchse vielerorts ein anderer Wind. Hoch im Norden an der Küste Deutschlands zieht eine Füchsin ihren Wurf alleine auf. Wenn sie auf Nahrungssuche geht, muss sie die Welpen sich selbst überlassen. Damit die Kleinen trotzdem sicher vor Feinden sind, zieht die kluge Fuchsmutter immer wieder mit ihnen um. Vom Wurfbau im offenen Feld, zum Sandbau in der Steilklippe über dem Meer und später unter die schützenden Wurzeln einer alten Eiche am kleinen Fischerhafen. Um nicht selbst jemanden zum Bau zu locken, legt sie die Beute in immer größeren Abständen ab und ruft ihren Nachwuchs zu Tisch. Nur selten ist genug für alle da. Etwa nach einem Sturm, wenn die Füchsin im Spülsaum am Strand viel Fressbares finden kann. Die Kleinen müssen schnell erwachsen werden, denn wenn der Herbst kommt, sind die Reserven ihrer alleinerziehenden Mutter erschöpft und sie vertreibt sie aus ihrem Revier. Über zwei Jahre lang blieben die beiden Filmemacher Roland Gockel und Rosie Koch den Füchsen in Berlin, Hamburg und an der Norddeutschen Küste auf der Spur. Mithilfe vieler versteckter, eingegrabener und getarnter Kameras gelang es ihnen, den ebenso schlauen wie kamerascheuen Tieren einige Geheimnisse zu entlocken. Das Ergebnis ist ein tiefer Einblick in das überraschend hingebungsvolle und oft unterschätzte Familienleben von Füchsen in der Stadt und auf dem Land.

Dienstag, 21. April

arte, 19.40 Uhr
Tod im Paradies
Kampf um Wildtiere in den Niederlanden
„Wenn der Staat beschließt, dass hier 1.800 Hirsche abgeschossen werden, bricht die Hölle los“, sagt Ivonne Bierman. Sie und andere Aktivisten fordern, dass im Naturschutzgebiet Oostvaardersplassen Wildpferde und Hirsche im Winter nicht mehr verhungern dürfen. „Aber man löst das Problem nicht, indem man die Tiere umbringt“, sagt sie und ruft auf zum Kampf um das Tierparadies. Eddy Nagel schießen die Tränen in die Augen, wenn er seine Fotos von verhungernden Wildpferden anschaut. Für das Tierleid machen er und andere niederländische Tieraktivisten die Politik und Forstverwaltung verantwortlich. „Sie haben vor 20 Jahren ein grausames Experiment gestartet“, sagt Nagel. Der Streit entzündet sich am Naturschutzgebiet Oostvaardersplassen nordwestlich von Amsterdam. Auf Land, das dem Meer abgerungen wurde, wollte man die Natur sich selbst überlassen und eine niederländische Wildnis erschaffen. Rotwild, Rinder und Wildpferde wurden vor 25 Jahren ausgesetzt, damit die Vegetation kurz blieb. Seitdem vermehren sich diese Großtierarten stark, sie haben keine natürlichen Feinde. „Die behaupten, das sei freie Natur, aber so ist es nicht. Es gibt einen Zaun um das Gebiet, die Tiere sind gefangen“, schimpft Aktivistin Yvonne Bierman. Inzwischen gibt es so viele Tiere in Oostvaardersplassen, dass sie in den kalten Monaten nicht genügend Nahrung finden. Im Winter 2017/2018 verhungerten 3.200 Großtiere. Seitdem füttern die Tierschützer illegal mit Heu und protestieren lautstark. Die Politik beschließt schließlich, dass der Bestand reduziert werden soll. Nur wie? „Wenn sie die Tiere töten, bricht hier die Hölle los“, sagt Yvonne Bierman. Die Reportage begleitet den Kampf um das Naturparadies in seine heiße Phase. Politiker bekommen Morddrohungen, und von einem Gericht wird das Urteil erwartet, ob 1.800 Tiere abgeschossen werden.

Mittwoch, 22. April

3sat, 17.45 Uhr
17.000 Kilometer KANADA
Wölfe, Freiheit, Killerwale
Der Zuschauer begleitet das Filmteam durch Kanadas wilden, einsamen Westen über Vancouver zurück nach Montreal. Es werden die Widersprüche deutlich, die das moderne Kanada zu schultern hat. Doch die Menschen haben gelernt, die ganz unterschiedlichen Herausforderungen anzunehmen und niemals aufzugeben – immer auf der Suche nach einem besseren Leben. In Old Crow begleitet Johannes Hano mit seiner Crew Harald Frost vom Stamm der Vuntut Gwitchin. Er gilt als bester Jäger der Vuntut Gwitchin, und er sieht sich im Einklang mit der Natur, wenn er stolz die Felle seltener Blauwölfe präsentiert. Das sei nun mal ihr Leben seit Tausenden von Jahren, meint Harald Frost.

Donnerstag, 23. April

3sat, 14.45 Uhr
Radioaktive Wölfe
Tschernobyl, 30 Jahre nach dem Super-GAU: Am Schauplatz des größten Reaktorunfalls der Geschichte ist in den letzten Jahrzehnten ein unbeabsichtigtes ökologisches Experiment abgelaufen. Für Menschen ist das Gebiet immer noch verbotene Zone. Doch riesige Rudel von Wölfen haben die Region erobert und streifen durch die Schwemmgebiete des Prypjat und die verlassenen Siedlungen. Was einst die Kornkammer der Sowjetunion war, ist nun von Wäldern bedeckt. Mit der neuen Vegetation sind Bisons, Luchse und Wölfe zurückgekehrt. Für diese Dokumentation konnte erstmals ein westliches Filmteam mit Wolf-Experten in die verbotene Zone vordringen.

arte, 17.35 Uhr
Naturparadiese mit Zukunft
Schweiz – Einsatz für die Alpenwiesen
Gämsen, Murmeltiere, Enzian und Edelweiß: Die Schweizer Alpen sind für viele Menschen ein Naturparadies. Doch es ist ein Paradies aus Menschenhand. Blühende Almwiesen gibt es nur, weil Bergbauern seit Jahrhunderten ihr Vieh in die Berge treiben. Mittlerweile verschwinden die alten Traditionen, und der Wald breitet sich immer weiter aus. Doch die Schweizer lassen sich einiges einfallen, um den Zauber ihrer Bergwelt zu erhalten. Der Film begleitet die Hirtin Lean, die den Sommer hoch oben in den Bergen verbringt – gemeinsam mit 900 Schafen und genauso wie vor Hunderten von Jahren. Die Schweizer Alpen sind eine der grandiosesten Landschaften der Welt. Es gibt hier eine enorme Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Neben Gämsen und Murmeltieren findet man seltene Pflanzen wie Edelweiß und Enzian. Im Sommer verwandeln sich die Almen in ein buntes Blumenmeer. Für viele ist diese Bergwelt „Natur pur“. Doch dieses Almwiesenparadies stammt aus Menschenhand. Nur weil Bergbauern seit Jahrhunderten ihr Vieh in die Berge treiben, konnte dieses besondere Mosaik aus Wiesen, Wäldern und Felsen entstehen. Ohne Beweidung würden die Wiesen in wenigen Jahrzehnten von Gebüsch und Wald überwuchert werden. Pflanzen, Insekten und Vogelarten würden verschwinden, Natur und Urlaubslandschaft gingen verloren. Und genau diese Entwicklung droht. Das Leben der Bergbauern ist hart, viele geben ihre Höfe auf. Andere bleiben, treiben aber die Tiere im Sommer nicht mehr auf die Alm. Der Wald dringt immer weiter vor. Doch die Schweizer haben die Gefahr erkannt und lassen sich einiges einfallen, um ihre zauberhafte Bergwelt zu erhalten. Der Film begleitet die Hirtin Lean, die mit 900 Schafen den Sommer hoch oben in den Bergen so verbringt wie Schäfer vor Hunderten von Jahren. Er zeigt, was die Schweizer alles tun, um ihre alten Traditionen zu erhalten. Staatliche Fördergelder für die Almbauern gehören genauso dazu wie die Wolle der Schweizer Schafe, die seit einigen Jahren wieder vermarktet wird. Es geht darum, neue Wege zu finden, um die einzigartige Landschaft der Schweizer Alpen auch in Zukunft zu erhalten.

arte, 18.25 Uhr
Naturparadiese mit Zukunft
Bodensee – Rettung für die Vogelwelt
Die malerische Bodensee-Region wird von intensiver Landwirtschaft geprägt – mit dramatischen Folgen für die Vogelwelt. Seit 2003 versucht der Ornithologe Prof. Peter Berthold, neue Lebensräume für die Vögel zu schaffen. Direkt neben den Kulturlandschaften. Ein simpler wie genialer Plan. Der Film begleitet ein einzigartiges Projekt, das Störche, Waldrappe und seltene Singvögel in eine Region zurückholen soll, aus der sie lange verschwunden waren. Der Bodensee ist eines der größten und schönsten Binnengewässer Mitteleuropas. Seit Jahrtausenden ist die Region für ihre fruchtbaren Böden bekannt. Schon vor 4.000 Jahren wurden an den Ufern Äpfel geerntet — heute sind die Weine aus den Spitzenlagen der Region weltberühmt. Doch der Erfolg der industrialisierten Landwirtschaft mit ihren Monokulturen fordert seinen Tribut: Die Vogelwelt ist in den letzten 50 Jahren dramatisch geschrumpft. Rund 65 Prozent aller heimischen Vögel sind verschwunden. Der Ornithologe Prof. Peter Berthold kennt den Grund dafür. Überall, wo großflächig und intensiv Landwirtschaft betrieben wird, haben Vögel und andere Wildtiere wichtige Lebensräume verloren. Es fehlen natürliche Nahrungsquellen wie Wildkräuter, Blütenpflanzen und Insekten. Im Jahr 2003 begann Peter Berthold, dem Vogelsterben aktiv entgegenzuwirken — mit einem simplen wie genialen Plan. Ein engmaschiges Netzwerk aus neu angelegten Weihern, Hecken, Schilfgürteln und Streuobstwiesen soll Vögeln und anderen Wildtieren zurückgeben, was sie zum Leben brauchen. Alles in direkter Nachbarschaft zu Ortschaften und den landwirtschaftlich genutzten Flächen. Der Film begleitet dieses einzigartige Projekt, in dem inzwischen zahlreiche Naturschützer, Bauern und Gemeinden zusammenarbeiten. Er zeigt anhand aufwendiger Tierbilder und Luftaufnahmen, wie Weißstörche, Waldrappe und seltene Singvögel in eine Region zurückkehren, aus der sie lange verschwunden waren

arte, 19.40 Uhr
Wolfshunde
Treue Gefährten oder gefährliche Haustiere?
Wölfe erobern sich ihre ehemaligen Lebensräume in Europa zurück. Doch das scheint manchen Tierliebhabern nicht zu reichen. Sie möchten sich ein Stück Wildnis direkt ins Haus holen: Wolf-Hund-Mischlinge. Mit den scheuen Ausbruchskünstlern sind viele Halter aber total überfordert, spätestens wenn die Tiere erwachsen sind. Nicht selten landen diese dann in der Auffangstation. Anna Caroline Hein hat ein Herz für komplizierte Charaktere. Neben ihrem Hundehotel betreibt sie eine Auffangstation für Wolf-Hund-Mischlinge. Fast jede Woche bekommt sie Anfragen, doch ihre Kapazitätsgrenze ist längst erreicht. Denn in Europa gibt es nicht nur den Markt für die zwei anerkannten Wolfhunderassen, sondern auch einen Graumarkt für Wolfshybriden, wie man die Mischlinge auch nennt. Die Tiere mit unterschiedlich hohem genetischen Wolfsanteil werden unter anderem aus den USA eingeführt. Für die Behörden ist dabei nur sehr schwer zu kontrollieren, ob es sich um erlaubte Wolfshunde oder um unter Artenschutz stehende Wildtiere handelt. Gelangen solche Tiere auch in die Natur? Manche Schafhalter glauben das. Sie vertrauen den Genanalysen des in Deutschland zuständigen Instituts nicht und haben Gen-Proben von gerissenen Tieren von einem privaten forensischen Labor prüfen lassen. Nun gibt es Streit, denn das Labor behauptet, dass Mischlinge einige der Tiere gerissen haben. Wolfshundeliebhaber glauben an eine Hetzkampagne gegen ihre Tiere, Wolfsexperten an den Versuch, gezielt Ängste gegenüber Wölfen zu schüren. Anna Caroline Hein ist sich unsicher. Sie fragt sich, wohin all die faszinierenden, jungen Mischlinge verschwinden, mit denen sich ihre Halter in den sozialen Netzwerken präsentieren. Nach dem Motto: Je wölfischer der Hund, desto cooler der Besitzer. Die Hundekennerin liebt ihre Schützlinge und versucht sie an geeignete Halter weiterzuvermitteln. Gleichzeitig fordert sie dringend mehr Aufklärung und die kontrollierte Überwachung der Zucht von Tieren mit hohem Wolfanteil.

Freitag, 24. April

WDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Der wilde Osten – Abenteuer Ostwestfalen
Wo springen junge Männer im gestreckten Galopp vier Meter hoch aus dem Pferdesattel? Und wo fütterte „Sir Vival“ Rüdiger Nehberg einst Wölfe mit Leberwurstbroten? In Ostwestfalen! Eine Region, in der es viel Überraschendes zu entdecken gibt. Der Wald bei Steinhagen hat zwei Jägerinnen auf eine außergewöhnliche Geschäftsidee gebracht.

Samstag, 25. April

Phoenix, 14.15 Uhr
Frankreich – wild und schön
Die Brenne, Land der Tausend Teiche
Auf der Nordseite des französischen Zentralmassivs entfaltet sich das Berry. Eine seiner sehr besonderen Landschaften ist die Brenne, das Land der tausend Teiche. Zwischen Land und Wasser sind hier zahlreiche Vogel- und Säugetierarten heimisch. Füchse und die äußerst anpassungsfähigen Wildschweine durchstreifen Wälder, Wiesen und sumpfige Ufer, während das auf den Teichwiesen äsende Damwild unwissentlich der Sumpfschildkröte nutzt, denn sie legt in der freigeschürften Erde ihre Eier ab. Im September ist das Röhren der brunftigen Hirsche im Nebel zu hören. Im Winter versammeln sich Enten, Blesshühner und Schwäne, im Februar ziehen die Graukraniche von hier aus zur Fortpflanzung nach Deutschland, Schweden und Finnland. Der fragile Artenreichtum, der die Brenne zu einem beliebten Jagdgebiet macht, ist auf den nährstoffarmen Boden zurückzuführen, dank dem die Region von intensiver Landwirtschaft und Pestiziden verschont blieb.

Phoenix, 16.30 Uhr
Frankreich – wild und schön
Die Vogesen, geheimnisvoller Wald
Im Wald vollzieht sich der Wettkampf ums Licht. Jede Pflanze muss über den Schatten der anderen hinauswachsen, um möglichst viele Sonnenstrahlen abzubekommen. Nur so kann sie überleben. Die Buche wirft jedes Jahr Hunderttausende Blätter ab. Diese bilden eine ideale Streu für Regenwürmer, die durch ihr unablässiges Durchgraben und Durchlüften des Bodens für den Kreislauf der Natur unverzichtbar sind. Die Regenwürmer wiederum dienen den Wildschweinen als Nahrung. Der Wald arbeitet wie eine biologische Fabrik, in der jeder seine Rolle spielt und seine Funktion hat. Die von den Pflanzen aufgenommene Energie wird an die Pflanzenfresser weitergegeben und dann nach und nach an jedes Lebewesen des Waldes. Hier leben Eichhörnchen, Füchse, Hirsche und schwarze Raben, Buchfinken, Blaumeisen und Rotkehlchen, auch Lurche und Salamander. König des Waldes ist der wachsame Luchs, auch wenn er durch Wilderer fast ausgerottet ist und zu den bedrohten Arten zählt. Bei Anbruch der Nacht werden Raufußkäuze und Dachse aktiv. Schon vor langer Zeit ist der Mensch ins Vogesenmassiv vorgedrungen. Durch wenig behutsame Eingriffe hat er die Natur der Region stark verändert. Die hat sich jedoch mittels Evolution stets angepasst. Dieser Mechanismus funktioniert, ist aber sehr störanfällig. Die Aufgabe des Menschen ist es, ihn zu bewahren.

Sonntag, 26. April

Das Erste (ARD), 13.15 Uhr
Auf Leben und Tod (2)
In der zweiten Folge aus der Serie „Auf Leben und Tod“ vom „Planet Erde“-Produzenten Alastair Fothergill dringen die Tierfilmer in die Arktis vor. Kein Ort unseres Planeten verändert sich über die Jahreszeiten dramatischer und stellt Jäger wie Polarfuchs, Eisbär und Polarwolf vor größere Herausforderungen. Das Jahr ist in dieser unwirtlichen Region für die Raubtiere voller Entbehrungen, nur gelegentlich bietet ein kurzes Zeitfenster einfachere Jagdmöglichkeiten und damit bessere Überlebenschancen. Nicht nur das Wetter verändert sich, sondern auch der gesamte Lebensraum: Wo eben noch endloses Eis das Meer bedeckte, entsteht im Sommer ein Labyrinth aus Eisschollen. Aus eisigen Ebenen, auf denen im Winter Temperaturen von unter -50° Celsius herrschen und der Schnee meterhoch liegt, werden üppig blühende Wiesen, die Millionen von Zugvögeln anlocken. Die Jäger müssen daher ständig ihre Strategien anpassen: Im Winter haben Eisbären die besten Bedingungen, um auf dem geschlossenen Meereis nach Robben zu jagen, im Frühjahr wird es schon schwieriger und sie pirschen sich unter Wasser an ihre Beute an. Der Sommer, wenn das Nordpolarmeer offen ist, bringt für die größten Landjäger Zeiten des Hungers. Doch einige von ihnen haben erstaunliche Tricks entwickelt, um selbst dann noch etwas zwischen die Zähne zu bekommen. Polarwölfe müssen sich im Frühjahr mit Schneehasen begnügen, die sich sammeln, um ihre Jungen aufzuziehen. Diesen Meistern im Hakenschlagen auf den Fersen zu bleiben, ist allerdings alles andere als einfach. Im Herbst, wenn die Hasenjagd zu schwierig wird, greift das Rudel auch größere Beute an: Moschusochsen. Die wehrhaften Tiere mit ihren spitzen Hörnern sind allerdings gefährliche Gegner. Polarfüchse ernähren sich während des Winters nur von Aas. Erst mit der Rückkehr abertausender Zugvögel im Frühjahr beginnen für sie fette Zeiten. Die kleinen Jäger brauchen sehr viel Geschicklichkeit, um Krabbentaucher zu fangen. Dank ihres grauen Sommerfells können sie sich perfekt zwischen Steinen verstecken und lauern dort ihrer Beute auf. Einen dieser Seevögel zu fangen, ist trotzdem noch lange nicht einfach. Jeder einzelne Jäger hat sich perfekt auf den ständigen Wandel in der Arktis angepasst, nutzt die Zeiten des Überflusses, um die des Mangels zu überstehen.

Zeitraum: 27.04. - 03.05.2020

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Montag, 27. April

3sat, 14.45 Uhr
Wildes Überleben (1/5)
Geborene Jäger
Jede Tierart sichert sich durch anatomische Besonderheiten, einzigartige Strategien oder enorme Anpassungsfähigkeit den eigenen Fortbestand – zum Beispiel als Jäger. Jäger gibt es in der freien Wildbahn in allen Größen und Formen, vom Insekt bis zum Schwertwal. Der Film stellt in spektakulären Aufnahmen einige dieser Beutemacher – wie Geparde und Steinadler – vor. Die Techniken, Beute zu machen, sind dabei vielseitig und einfallsreich und von vielen Faktoren abhängig – besonders von den physischen Eigenschaften der Jäger und Gejagten.

Dienstag, 28. April

hr fernsehen, 10.30 Uhr
Wildes Baltikum
Die Küste
Der erste Teil der zweiteiligen Naturdokumentation zeigt die Naturschönheiten wie die Wanderdünen der Kurischen Nehrung, Durch die Küstenwälder streifen Luchse, in den Orchideenwiesen finden Wendehals und Wiedehopf ausreichend Nahrung. Auf den Inseln rund um Saaremaa in Estland jagen Kegelrobben nach Fisch.

Mittwoch, 29. April

hr fernsehen, 10.30 Uhr
Wildes Baltikum
Wälder und Moore
Das Hinterland des Baltikums ist reich an Wäldern, Mooren und Seen. Die weite, oft unberührte Wildnis bietet vielen Tieren Raum zum Leben. In Estlands Urwäldern von Alutaguse leben über 350 Braunbären. Wenn die Bärin mit ihren Jungen aus dem Winterschlaf erwacht, muss sie aufmerksam sein. Große Bärenmännchen können ihrem Nachwuchs gefährlich werden. Besonders während der Paarungszeit sind sie aggressiv und töten Jungbären, die sich in der Nähe der Weibchen aufhalten. Das Baltikum hält viele Superlative bereit: Ein Fünftel des Weltbestandes der Schreiadler brütet hier. In den Flussauen Lettlands liegt eine der größten Balzarenen für Doppelschnepfen. Und an die 1.000 Wölfe gehen in Lettlands Wäldern auf die Jagd. Litauen ist das Land der Störche – mit über 13.000 Paaren zählt es die meisten Weißstörche im Baltikum. Die Dokumentation führt in Regionen, die vom Menschen seit Jahrhunderten beeinflusst und dennoch naturnah geblieben sind.

Donnerstag, 30. April

arte, 7.15 Uhr
Wilde Karpaten – Im Reich der Bären
Die Karpaten sind das bedeutendste Gebirge Zentraleuropas. Sie ziehen sich über acht verschiedene Länder: Österreich, die Slowakei, Polen, Tschechien, Ungarn, die Ukraine, Rumänien und Serbien. Mehr als ein Drittel der wildlebenden Großraubtiere Europas sind dort beheimatet. Inmitten des dicht besiedelten Kontinents sind die Karpaten eine wahre Oase, in der die verschiedensten Tierarten sich frei bewegen und ungestört ihre Jungen aufzuziehen können. Der erste Teil der Dokumentation begleitet ein Bärenweibchen mit ihren Jungen und ein Luchsweibchen, das ebenfalls zwei Junge zu ernähren hat. Weitläufige Urwälder, steile Schluchten und freistehende Gipfel – die Karpaten sind ein lebenswichtiger Schutzraum für zahlreiche Tierarten. Sie sind ein Ort, wo Raubtiere noch in ihrer ursprünglichen Freiheit leben und die Menschen sich daran angepasst haben. Die Bergkette beheimatet die größten Populationen von Braunbären, Wölfen und Luchsen in Europa. Fast die Hälfte aller europäischen Steinadler lebt in den Karpaten. Sie sind eine der letzten Gegenden in Europa, wo Wildkatzen und wilde Bisons vorkommen. Insgesamt leben dort über 1.500 verschiedene Arten. Angesichts des nahenden Herbstes verbringen ein Bärenweibchen und ihre beiden Jungen ihre Tage damit, sich Winterspeck zuzulegen. Sie wappnen sich so vor der bevorstehenden Kälte. Die Jungen lernen dabei außerdem wichtige Überlebensstrategien, auf die sie angewiesen sein werden, wenn sie sich einmal selbst versorgen müssen. Es geht für sie um Leben und Tod – nur die Hälfte aller Bärenjungen überlebt das erste Lebensjahr. Im Schatten des Waldes verfolgt ein Eurasischer Luchs lautlos seine Beute. Auch dieses Luchsweibchen hat zwei hungrige Junge zu ernähren, die noch voll und ganz von ihr abhängig sind. Doch das wird nicht mehr lange so bleiben. Schon bald werden auch sie lernen, selbst zu jagen. Die Karpaten sind das bedeutendste Gebirge Zentraleuropas. Sie ziehen sich über acht verschiedene Länder: Österreich, die Slowakei, Polen, Tschechien, Ungarn, die Ukraine, Rumänien und Serbien. Mehr als ein Drittel der wildlebenden Großraubtiere Europas sind dort beheimatet. Inmitten des dicht besiedelten Kontinents sind die Karpaten eine wahre Oase, die verschiedensten Tierarten einen Raum bieten, in dem sie sich frei bewegen und ungestört ihre Junge aufzuziehen können. Die Dokumentation zeigt unter anderem die Lebensweise von Bären und Luchsen, Wölfen und Eulen, Salamandern, Füchsen und Gämsen.

Freitag, 1. Mai

arte, 7.15 Uhr
Wilde Karpaten – Im Reich der Wölfe
Die Karpaten sind das bedeutendste Gebirge Zentraleuropas. Sie ziehen sich über acht verschiedene Länder: Österreich, die Slowakei, Polen, Tschechien, Ungarn, die Ukraine, Rumänien und Serbien. Mehr als ein Drittel der wildlebenden Großraubtiere Europas sind dort beheimatet. Inmitten des dicht besiedelten Kontinents sind die Karpaten eine wahre Oase, in der die verschiedensten Tierarten sich frei bewegen und ungestört ihre Jungen aufzuziehen können. Die Dokumentation begleitet ein Rudel Eurasischer Wölfe, beobachtet Hirsche beim Revierkampf und einen Feuersalamander bei der Nahrungssuche. Die Karpaten sind die Heimat eines ganz besonderen Raubtiers: des Eurasischen Wolfs. In der Vergangenheit wurde er verfolgt. Heute weiß man, dass Wölfe eine zentrale Rolle für das Ökosystem der Karpaten spielen. Sie schützen das Gleichgewicht des Waldes und nehmen positiven Einfluss auf die gesamte Nahrungskette. Wölfe leben in Gruppen. Alle Individuen eines Rudels kümmern sich gemeinsam um den Nachwuchs des Alphapärchens. Hierarchien und Verwandtschaftsgrade markieren Wölfe durch eine komplexe Körper- und Lautsprache. Die ausgewachsenen Tiere eines Rudels nutzen ihren hervorragenden Geruchssinn, der hundertmal stärker ausgeprägt ist als beim Menschen, um zusammen auf Beutejagd zu gehen. Sie vereinen ihre Kräfte und teilen ihren Fang. Mit dem Einzug des Herbstes beginnt für den Hirsch die Zeit der Kämpfe. Tief im Wald stoßen männliche Rothirsche mit ihren Geweihen aneinander und machen damit klar, dass sie zu allem bereit sind, um sich zu paaren. Ein Gefecht, das beide Kontrahenten das Leben kosten kann. Für den Feuersalamander ist es an der Zeit, sich ein Winterquartier zu suchen. Auf der Suche nach einem geeigneten Ort durchfurcht er das Laub des Waldes. Sein kräftig gefärbter Bauch schützt ihn vor möglichen Fressfeinden. Die grelle Färbung ist ein Warnsignal vor dem tödlichen Gift, das der Salamander unter seiner Haut trägt.

Samstag, 2. Mai

arte, 15.00 Uhr
Die Wildnis meldet sich zurück
US-Nordwestküste
Wo der Mensch sich zurückzieht, macht er Platz für die Natur. Landschaften blühen wieder auf und werden zum Lebensraum für eine große Artenvielfalt. Innerhalb weniger Jahrzehnte ist das ökologische Gleichgewicht wieder im Lot; Flora und Fauna können sich entfalten. Ökosysteme, die ihre natürliche Eigendynamik zurückgewinnen, bringen auch dem Menschen vielfältigen Nutzen. In Nordamerika und in Europa sind einige Gebiete nicht wiederzuerkennen. Die dreiteilige Reihe „Die Wildnis meldet sich zurück“ zeigt solche Regionen und veranschaulicht, wie die Natur sich den Weg zurück in die Freiheit bahnt. Der Olympic National Park liegt im Nordwesten der USA im Bundesstaat Washington. Er beherbergt einen der ältesten Regenwälder unserer Erde. Ein Dutzend Fließgewässer schlängeln sich durch die Wildnis und prägen das Gesicht der Landschaft. Der Elwha River gehört zu den spektakulärsten Flüssen der Vereinigten Staaten. Er entspringt in den Bergen und mündet in den Pazifik.

Sonntag, 3. Mai

arte, 12.20 Uhr
Südamerika – So weit das Auge reicht (5 Folgen)
Der Urwald
Vom Äquator bis zum Kap Hoorn: Auf einer Reise durch Südamerika geht der französische Journalist Alfred de Montesquiou der Frage nach, wie sich der Mensch an extreme Umweltbedingungen anpassen kann. In der fünfteiligen Dokumentationsreihe werden fünf Biotope der Superlative vorgestellt: der größte Regenwald, der wasserreichste Fluss, der längste Gebirgszug, die trockenste Wüste und die südlichste Landmasse der Erde. In dieser Folge führt die Reise in den Urwald.

SWR Fernsehen, 17.15 Uhr
Expeditionen ins Tierreich
Wildes Österreich – Vom Bergbach zur Donau
Vor dem Hintergrund einmaliger Landschaften macht der Zweiteiler „Wildes Österreich“ eine bildgewaltige, epische Reise durch eines der schönsten Länder Europas, von den Alpenbächen bis zur Donau. Durch modernen Massentourismus hat Österreich Gipfel und Grate erschlossen und das Land als „Skination“ zur internationalen Marke gemacht. Vieles, was wie urtümliche Natur wirkt, wurde bereits vor langer Zeit vom Menschen geprägt. Dennoch gibt es noch die wilden unberührten Orte mit einer Tierwelt, die ihresgleichen sucht. Die zweite Folge, „Wildes Österreich – Vom Bergbach zur Donau“, führt in die Märchenwälder und zu den Granitriesen der Alpen, zu rauschenden Gebirgsbächen und in die Auwälder entlang der ruhig fließenden Donau. Hohe Täler, dichte Wälder, eine wehrhafte Burganlage, die hoch über dem Fluss thront. Ein Ort wie aus einer mittelalterlichen Heldensaga: das Kamptal. Aus einer Baumhöhle sind leise Geräusche zu hören. Gänsesäger haben in einer alten Weide am Flussufer gebrütet. Die Küken sind gerade erst geschlüpft, schon verlässt die Mutter das Nest. Der Nachwuchs ruft nach ihr, doch sie kommt nicht zurück. Vom Fluss aus lockt sie ihre Küken mit lauten Rufen. Was dann folgt, ist der sprichwörtliche Sprung ins kalte Wasser. Die Vorbereitungen zu den Dreharbeiten der aufwendigen Sequenzen haben Monate gedauert. Zunächst mussten die Filmemacher Rita und Michael Schlamberger die Bruthöhlen überhaupt finden und ferngesteuerte Minikameras installieren. Als die Küken kurz vor dem Schlüpfen waren, standen die Naturfilmer rund um die Uhr hinter den Kameras bereit. Dann, eines Morgens, war es so weit: Der erste von elf flauschigen Winzlingen stürzte sich todesmutig in die Tiefe. Entstanden sind berührende und seltene Szenen einer Familienzusammenführung. Das Gesäuse in der Steiermark ist eine von Eis und Wasser geschaffene wilde Hochgebirgslandschaft. Keine Regenfront kommt an den schroffen Gipfeln vorbei. Als Wetterscheide holt das Gebirge ungeheure Mengen an Niederschlägen vom Himmel. Unbändige Fluten brausen durch enge Schluchten. Loses Gestein wird mitgerissen und ins Tal transportiert. Was die Erosion weiter oben absprengt und wegschleift, wird von den wilden Wassern talwärts verfrachtet – bis in die größte zusammenhängende natürliche Au-Landschaft Mitteleuropas: ein Naturparadies vor den Toren Wiens, die Donau-Auen. Sie konnten als Nationalpark vor Kraftwerkprojekten gerettet werden. Zu verdanken haben sie ihre Existenz jedoch dem Wiener Hof. Einst waren die Wälder kaiserliches Jagdrevier und somit von Rodung und Zersiedelung verschont. Für das Kaiserhaus und dessen hohe Gäste wurden pompöse Jagden inszeniert, die tagelang dauerten und Hunderte Wildschweine und Hirsche das Leben kosteten. Auch der Seeadler wurde bejagt und ausgerottet. Seine Rückkehr als Brutvogel ist eine Erfolgsgeschichte, die untrennbar mit dem Nationalpark verbunden ist.

Zeitraum: 04.05. - 10.05.2020

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Montag, 4. Mai

arte, 11.45 Uhr
Mörderische Mieze – die Katze
Katzen gelten als niedliche Schmusetiger mit hohem Flauschfaktor. Sie werden von allen geliebt und überall auf der Welt mit großer Hingabe umsorgt. Im Internet werden wir mit Cat-Content – Katzenbildern und -videos – geradezu überflutet. Doch trotz zehntausendjähriger Domestizierung und ganz abgesehen von dem guten Image in den sozialen Medien ist und bleibt das weltweit beliebteste Haustier vor allem eins: ein Raubtier. In gefährdeten Ökosystemen wie Neukaledonien und Australien richten Katzen großen Schaden an, indem sie Jagd auf bedrohte Arten machen. Europäische Reisende und Siedler sorgten dafür, dass sich Katzen auf der ganzen Welt verbreiten. Dabei richtet die invasive Spezies zum Teil verheerende Schäden an. In einer Zeit, in der die Artenvielfalt ohnehin schon auf dem Spiel steht, sind die geschickten Fleischfresser eine immense Gefahr für viele bedrohte Tierarten. In den USA geht man davon aus, dass jährlich mehr als 1,5 Milliarden Vögel und mehr als sieben Milliarden kleine Säugetiere Katzen zum Opfer fallen. Zehn Reptilienarten wurden von Katzen bisher ausgerottet. Besonders problematisch ist die Situation in isolierten Lagen wie beispielsweise auf Inseln, wo seltene endemische Arten eigentlich keine natürlichen Fressfeinde haben. Der Dokumentarfilm zeigt Gebiete, in denen Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, vor den Katzen geschützt werden müssen. In den gefährdeten Ökosystemen in Neukaledonien und Australien leben seltene Arten, die sich die methodischen Jäger nur allzu gerne einverleiben. Auch das Jagdverhalten der Katzen nimmt die Tierdokumentation unter die Lupe, um zu verstehen, mit welcher Strategie die „mörderischen Miezen“ vorgehen, was sie antreibt und wie geschickt sie in ihrem Jagdverhalten sind.

Dienstag, 5. Mai

arte, 9.30 Uhr
Yellowstone – Park der Extreme (1/4)
Feuer und Frost
Der Yellowstone-Nationalpark verzaubert mit seinen spektakulären Naturschauspielen wie wohl kaum ein anderer Ort in Nordamerika. Zwei Jahre lang haben die Filmemacher den ersten Nationalpark der Welt in allen vier Jahreszeiten mit der Ultra-HD-Kamera durchstreift. Die bildstarke vierteilige Dokumentation zeigt den Yellowstone-Nationalpark in faszinierenden Aufnahmen und aus einer völlig neuen Perspektive. Die erste Folge führt in die weißen Winterlandschaften des Yellowstone-Nationalparks. Die Winter sind hier extrem hart. Nur besonders gut angepasste Tiere wie etwa Bisons, Wölfe und Fischotter können dann überleben. Am Madison River, der dank heißer Quellen eisfrei bleibt, geht ein Rotluchs auf Jagd nach Enten und Gänsen. Wenn an den geothermischen Hotspots des Yellowstone-Parks Feuer und Eis aufeinandertreffen, bilden sich Polarschneekristalle. Sie funkeln im Sonnenlicht wie Diamantstaub und verwandeln die Winterlandschaft in ein spektakuläres Naturschauspiel. Selbst den widerstandsfähigsten Bewohnern des Parks wird im Winter alles abverlangt, um diese Jahreszeit zu überstehen. Nach den ersten Winterstürmen bedeckt eine dichte Schneedecke den Nationalpark. Der Rotluchs ist noch da und jagt am Ufer des Madison River. Dank der heißen Quellen ist dieser Fluss eisfrei geblieben, während nahezu alle anderen Wasserquellen im Yellowstone-Nationalpark zugefroren sind. Der Luchs macht Jagd auf Enten und Gänse, die auf dem eisfreien Fluss Zuflucht suchen. Eine erfolgreiche Jagd ist seine einzige Chance, die kalte Jahreszeit zu überleben. Der Winter in Yellowstone ist unerbittlich, oft herrschen hier die niedrigsten Temperaturen des Landes. Dadurch lässt sich hier ein meteorologisches Phänomen beobachten, das sonst vor allem in der Antarktis zu sehen ist: Durch die hohe Luftfeuchtigkeit bilden sich Polarschneekristalle und erzeugen funkelnde Halos. Diamantschnee ist allerdings nicht nur schön anzusehen, sondern auch ein Anzeichen für extreme Bedingungen, die selbst den Tierarten zu schaffen machen, die sich im Lauf der Evolution an die harten Winter angepasst haben. Fischotter etwa gehen auch im Winter auf Jagd. Mit ihrem dichten Fell und dem muskulösen Schwanz bewegen sie sich flink in vereisten Teichen. Aber auch sie brauchen eisfreie Gewässer, um sich von Fischen ernähren zu können. Von allen Tierarten sind Bisons von der Natur vielleicht am besten ausgestattet, um dem Winter in Yellowstone zu trotzen. Aber die riesigen Schneemassen, die ein Blizzard mit sich bringt, sind selbst den Bisons zu viel. So wandern die Tiere aus dem kalten Gebirge ins Zentrum des Nationalparks mit seinen heißen Quellen. Unter der dampfenden Oberfläche befindet sich hier der größte aktive Supervulkan der Erde. Im Winter bietet das Aufeinandertreffen von Feuer und Eis einen spektakulären Anblick. Hier suchen die Bisons Schutz, aber wie jede Oase lockt auch dieses warme Refugium Beutegreifer wie Wölfe an.

arte, 10.15 Uhr
Yellowstone – Park der Extreme (2/4)
Die Rückkehr der Beutegreifer
Die Wölfe sind nach 70 Jahren wieder zurück und die Grizzlybären-Population im Yellowstone-Nationalpark hat ein Hoch erreicht. Pumas leben nach wie vor hier. An einem versteckten Ort im Herzen des Nationalparks haben sich die Bisons versammelt. Doch jetzt wartet das berüchtigte Wapiti-Wolfsrudel auf sie. In der Vergangenheit hat das 20 Tiere starke Rudel bereits ausgewachsene Bisons erlegt, und jetzt könnte es weiterwachsen: Blacktail, ein einsamer Wolf, hat sich auf den weiten Weg gemacht, um sich seinen Artgenossen anzuschließen. Seine Geschichte steht exemplarisch für die Kämpfe, die der Wolf seit seiner Wiederansiedlung im Jahr 1995 ausfechten musste. Heute halten die Wölfe das Ökosystem des Yellowstone-Nationalparks im Gleichgewicht. In den vergangenen 40 Jahren hat sich aber auch eine andere Spezies erholt: der Grizzlybär. Seit Mitte der 70er Jahre auf der Liste der bedrohten Arten, erlebte er ein bemerkenswertes Comeback. Von einem Tiefstand mit 150 Tieren wuchs die Grizzly-Population auf über 700 Exemplare an. Ein Symbol für die Erholung der Grizzly-Bestände in den letzten 20 Jahren ist die „Matriarchin“ von Yellowstone, Quad Mom. Als sie 2010 mit ihren vier Jungen aus dem Bau auftauchte, war das in der Geschichte des Nationalparks erst der vierte Grizzly-Vierlingswurf. Mit Einbruch der Dunkelheit taucht ein dritter Beutegreifer auf, vielleicht der effektivste in ganz Yellowstone: der Puma. Alle drei bis fünf Tage tötet er ein neues Opfer. Weil er im Schutz der Dunkelheit jagt, entging seine Art – im Gegensatz zu Grizzlys und Wölfen – der Verfolgung und wurde in Yellowstone nicht dezimiert. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des Pumas sind die geheimen Fressplätze, an deren er seine Beute vor anderen Beutegreifern versteckt. Zum Ende des Winters hat Blacktail das Wapiti-Rudel erreicht. Mit nunmehr 230 Wölfen ist es eines der größten in der Geschichte des Yellowstone-Nationalparks.

arte, 11.00 Uhr
Yellowstone – Park der Extreme (3/4)
Mit schnellen Schwingen
Diese Folge erzählt vom Leben im Yellowstone-Park aus der Vogelperspektive: Aber so mühelos, wie es aussieht, wenn die Vögel über den Geysir Old Faithful, die Lower-Falls-Wasserfälle oder die Thermalquelle Grand Prismatic Spring dahingleiten, ist das Leben in der extremen Umgebung nicht. Der Winter taucht die Wildnis des Parks in große Stille, nur durchbrochen vom einsamen Gesang der Grauwasseramsel. Die einzige Wasseramselart Nordamerikas ist hervorragend an das Leben in der Kälte angepasst. Sie ernährt sich von kleinen Insekten, die sie am Flussboden findet. Der imposante Weißkopfseeadler dagegen wird unter den rauen Bedingungen zum Aasfresser. Im Frühling, wenn die Vögel aus ihren Winterquartieren zurückkehren, erfüllt ein vielstimmiger Chor die Lüfte. Für den Kanadakranich beginnt mitten im Grizzly-Gebiet das alljährliche Balzritual. Dabei erneuern die Kranichpaare, die lebenslange Partnerschaften eingehen, ihre Beziehung. Bei den Beifußhühnern ist die Paarung eine kurze und dramatische Angelegenheit. Die Hähne stolzieren auf und ab, spreizen die schwarz-weiß getupften Schwanzfedern und plustern das weiße Brustgefieder auf. Die beiden Luftsäcke, die darin verborgen sind, können sie prall aufpumpen und dann unter kullernden Lauten wieder entleeren. Konkurrenten jagen einander durch die Balzarena und stechen ihre Rivalen aus. Dann kommt der Sommer mit all seinem Überfluss. Wenn hungrige Schnäbel um Futter betteln, wird jede Mahlzeit zu einer harten Prüfung für die Vogeleltern. Ein himmelblaues Berghüttensänger-Pärchen fliegt stündlich mehr als ein Dutzend Mal zwischen Futterquellen und Nisthöhle hin und her. Ein Fischadler wehrt den Angriff eines Wanderfalken ab, der es auf das Futter für sein Küken abgesehen hat. Der Weißkopfseeadler müht sich ebenfalls, seine Jungen satt zu bekommen. Kanadakraniche sind Bodenbrüter. Sie müssen ihre frisch geschlüpften Kleinen gleich vor zwei Gefahren schützen: vor lauernden Kojoten und einer geschickt jagenden Habichtart, der Kornweihe. Zum Ende des Sommers ist die Aufregung groß, denn ein ganz besonderer Moment wird vorbereitet: das Flüggewerden. Hoch oben auf einer Felsnadel an den Lower Falls müssen die Fischadlerjungen bald das berühmteste Nest des Parks verlassen.

Mittwoch, 6. Mai

arte, 9.50 Uhr
Die Wildnis meldet sich zurück
Neuengland, wo wieder Wälder wachsen
Neuengland erstreckt sich entlang der Küste im äußersten Nordosten der USA. Das sechs Bundesstaaten umfassende Gebiet mit Boston als größter Stadt gehört zu den waldreichsten Regionen der Vereinigten Staaten. Das war nicht zu allen Zeiten so. Einst wurde der Wald gerodet, kehrte zurück und bedeckt heute 80 Prozent des Gebietes von Neuengland, was einem Viertel der Fläche Frankreichs entspricht. Zeugen dieser wechselvollen Geschichte sind Reste von Steinmauern, die über Tausende von Kilometern durch das gesamte Waldgebiet verlaufen. Europäische Siedler errichteten sie als steinerne Grenzen zwischen den Parzellen, die dem Ackerbau und der Viehzucht dienten. Hierfür rodeten sie den Wald nach ihrer Ankunft auf dem nordamerikanischen Kontinent im 18. Jahrhundert. Mitte des 19. Jahrhunderts lockten die beginnende Industrialisierung und die fruchtbaren Böden der Great Plains die Siedler in den amerikanischen Westen. Sie verließen Neuengland, und der Wald konnte sich Schritt für Schritt erholen. Die Tiere hatten überlebt. Elche, Hirsche, Biber, Marder und Schwarzbären zeugen von einer Artenvielfalt, die noch vor einigen Jahrzehnten unvorstellbar gewesen wäre. Die Geschichte dieser Rückkehr zu einer weitgehend unberührten Natur bietet die einmalige Chance, die Mechanismen zu verstehen, die am Werk sind, wenn ein Ökosystem sein Gleichgewicht wiederfindet und ein Wald sich selbst erneuern kann.

arte, 10.35 Uhr
Die Wildnis meldet sich zurück
Vom Eisernen Vorhang zum Grünen Band
Ein langer grüner Gürtel zieht sich mitten durch Deutschland von Nord nach Süd, schlägt eine Schneise über Felder und Wiesen, verliert sich hinter Hügeln und Bergen, schlängelt sich durch Laub- und Mischwälder. Rund 145 verschiedene Biotoptypen bieten über tausend in Deutschland als gefährdet geltenden Arten Lebensraum, sind ein Paradies für Insekten, Schmetterlinge und seltene Pflanzen. Kleine Singvögel wie die Schwalbe, Störche oder mächtige Greifvögel wie der Seeadler haben hier ihren Lebensraum. Der Fischotter ist hier beheimatet, und Wildkatzen und Luchse durchstreifen das Gebiet. Im Schatten des Eisernen Vorhangs konnte sich die Natur ungestört entfalten und eine beeindruckende Artenvielfalt hervorbringen. Die Teilung Deutschlands begann Anfang der 50er Jahre mit der Errichtung erster Stacheldrahtzäune. Sie sollten die Ostblockländer gegen die westliche Welt abgrenzen, den Kommunismus gegen den Kapitalismus. Die Grenze erstreckte sich über genau 1.393 Kilometer. Mitten in dieser für Menschen todbringenden Zone konnte sich die Natur ungestört entfalten. Auf dem einstigen Grenzstreifen mit einer Breite zwischen 20 und 500 Metern hat sich ein einzigartiges Biosphärenreservat entwickelt.

Donnerstag, 7. Mai

3sat, 14.40 Uhr
Schakale unter uns
Schakale sind aufgrund ihrer versteckten Lebensweise bis heute kaum erforscht. Der Film begleitet die Forscherin Elisabeth Schönthal, die von den scheuen Raubtieren fasziniert ist. Schakale gelten in einigen Kulturen als unreine Aasfresser und Schädlinge. In Ägypten wurden sie als Gottheiten verehrt. Sie leben vor allem in den Steppenlandschaften Afrikas. Dass Schakale seit Kurzem auch in Europa heimisch sind, ist weitgehend unbekannt. Heute melden Wildbiologen und Jäger bereits Sichtungen von Goldschakalen in Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich, Schweden und in Finnland. Elisabeth Schönthal sucht die scheuen Säugetiere in Europa und trifft auf Goldschakale in Ägypten und dem griechischen Karst, wo sie an den Küsten Krabben jagen.

3sat, 15.25 Uhr
Milos und die Luchse
Zwei kleine Luchse aus dem Tierpark sollen in die Heimat ihrer Vorfahren, in die Wälder der Malá Fatra im Herzen der Slowakei zurückkehren. Der Film begleitet den Weg zurück in die Wildnis. Zwei Jahre lang verfolgen Milos Majda, ein stiller Naturbursche und Ranger im Malá Fatra Nationalpark, und der Biologe und Tierfilmer Tomas Hulik den Weg der Luchsgeschwister. Dabei ist die Geschichte einer hart erkämpften Freundschaft entstanden.

3sat, 16.10 Uhr
Mit Wölfen unter einer Decke (1/3)
Ernstbrunn – Montana und zurück
Was unterscheidet den Haushund vom Wolf, wenn beide unter denselben Bedingungen aufwachsen? Welche Fähigkeiten gingen im Zuge der Domestikation verloren, und welche wurden dazugewonnen? In der dreiteiligen Reihe suchen Regisseurin Barbara Fally-Puskás und ihr Filmteam gemeinsam mit den Mitarbeitern des Wolf Science Center (WSC) in Ernstbrunn nach Antworten auf all diese Fragen. Im ersten Teil holen sie vier Welpen aus Montana, USA, nach Österreich. Im niederösterreichischen Weinviertel heulen seit gut eineinhalb Jahren Wölfe. Nicht in freier Wildbahn, sondern wohlbehütet in den Gehegen des WSC. Vier einjährige Timberwölfe sind im Mai 2009 in die Schlossgärten von Ernstbrunn eingezogen. Nachdem das Quartett für wissenschaftliches Arbeiten zu klein ist, entschließen sich die Wolfsforscher, weitere Jungtiere nach Ernstbrunn zu holen – diesmal jedoch nicht aus dem Tierpark Herberstein, sondern aus den USA, der Heimat der Timberwölfe. Regisseurin Barbara Fally-Puskás will von Anfang an dabei sein. Gemeinsam mit Bea Belenyi und Helene Möslinger, zwei Mitarbeiterinnen des WSC, und Kameramann Ferdinand Cibulka reist Fally-Puskás nach Montana, um dort 14 Tage alte Welpen abzuholen. Da keine amerikanische Fluglinie derart junge Wölfe transportieren darf, geht die Reise im Dienste der Wolfsforschung per Auto quer durch die USA von Montana nach New York: 4500 Kilometer mit vier winzigen Wolfswelpen im Gepäck. Rückblickend gesteht Fally-Puskás: „Es war erstaunlich, wie sich von der ersten Minute mit den Welpen bis zum Eintreffen in Ernstbrunn nahezu alles ausschließlich um deren Nahrungsaufnahme und das Geschäft danach drehte. Trinken die Kleinen genug? Wollen sie mehr? Vertragen sie die Nahrung? Haben sie Durchfall?“ Und nicht immer scheint alles zum Besten. Die Kleinen verkraften die Umstellung nur schwer, ein Zwischenstopp mit Tierarztbesuch im Wolfspark von Indiana ist notwendig. Für die letzte Etappe von New York nach Wien dürfen die Kleinen an Bord einer österreichischen Fluglinie. Und ob Passagiere oder Flugpersonal – alle schließen die süßen Welpen sofort in ihr Herz. Schließlich kommen die vier kleinen Welpen – Tatonga, Nanuk, Yukon und Geronimo – und ihre Begleiter gesund und wohlbehalten in Wien an. Doch wozu der ganze Aufwand? Kurt Kotrschal, Leiter der Konrad-Lorenz-Forschungsstation in Grünau und Professor an der Universität Wien, sowie die Kognitionsbiologen Friederike Range und Zsofia Viranyi haben sich vor einigen Jahren in Wien zusammengefunden. Kotrschal: „Da waren dann drei beisammen, die verrückt genug sind, so ein Projekt aus dem Nichts zu starten!“ Die drei Leiter des WSC beschlossen in Kooperation mit der Universität Wien und der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Grünau, die geistigen Fähigkeiten des Wolfes zu erforschen und herauszufinden, was den Hund nun tatsächlich von seinem Urahnen, dem Wolf, unterscheidet. Wölfe sind wie der Mensch von Kooperationen abhängig. Wie viel sie zur Kooperation bewusst beitragen oder im Laufe ihres Lebens erlernen können, ist eine spannende Frage, die es von den Forschern zu klären gilt. Deshalb ziehen Kurt Kotrschal, Friederike Range und Zsofia Viranyi nun erstmals in der Hundeforschung ein Rudel Wölfe mit der Hand auf. Bisher hat man nur Erfahrungen mit Einzelaufzuchten gemacht. Die Wölfe im WSC dürfen Wolf im Rudel bleiben und bauen dennoch eine innige Beziehung zu ihren menschlichen Partnern auf.

3sat, 16.55 Uhr
Mit Wölfen unter einer Decke (2/3)
Sechs Welpen und ein Todesfall
Auch wenn sie noch mit ihren Betreuern schmusen und miteinander balgen: Die vier amerikanischen Welpen und ihre zwei neuen Artgenossen aus der Schweiz entwickeln sich zu frechen Halbstarken. Aber von Anfang an wird auch trainiert und getestet. Immer spielerisch, immer mit viel Lob – und vor allem mit Leckerlis. „Ohne Leckerli geht bei Wölfen gar nichts“, weiß Wolfsforscherin Bea Belenyi aus Erfahrung. Das ist bei Hunden anders. „Ein Hund arbeitet auch ohne Belohnungshappen, ein Wolf muss zumindest wissen, dass ich etwas dabei habe“, sagt Bea Belenyi. Die Einzigen, die die kleinen Racker in die Schranken weisen, sind die privaten Haushunde von Zsofia Viranyi, Friederike Range, Kurt Kotrschal und Bea Belenyi. Diese Hunde sind bei der Aufzucht der Welpen ständige Begleiter. Sie werden von den Welpen geliebt und als ranghöher akzeptiert. Die Hunde disziplinieren die kleinen Wölfe, wenn ihr Spiel zu grob wird, wenn sie zu fest zubeißen oder sich nicht entsprechend unterwerfen. Während sich die Kleinen gut entwickeln, muss das Team des WSC bei den älteren Wölfen einen Rückschlag hinnehmen. Taya, die von Geburt an kranke Wölfin, stirbt eines Nachts plötzlich. Kurz darauf sorgt auch Tatonga für Aufregung. Sie hat sich im Gehege schwer verletzt und muss eine Woche in der Tierklinik verbringen. Zurück kommt eine kleine Wölfin mit einer großen Narbe auf der Stirn, die nun nicht mehr aus der Flasche trinken mag, aber Fremden gegenüber viel zutraulicher ist als ihre Altersgenossen. Während sich alle anderen jedes Mal aufs Neue an das Kamerateam gewöhnen müssen, kommt Tatonga zur Begrüßung angelaufen. Kaum sind die kleinen Wölfe dem Ärgsten entwachsen, ziehen die nächsten Säuglinge in Ernstbrunn ein. Diesmal sind es vier Hundewelpen, die genauso aufgezogen werden wie die Wölfe. Wieder warten auf die drei Leiter des WSC, Zsofia Viranyi, Friederike Range und Kurt Kotrschal, sowie auf die Trainerin Bea Belenyi lange schlaflose Nächte auf einer Matratze, die sie mit den kleinen Quälgeistern verbringen. Auch die Hunde wollen alle zwei Stunden ein Fläschchen haben. Die Hundewelpen dienen den Wissenschaftlern als Vergleichsgruppe. Nur dadurch, dass sie so aufwachsen wie die Wölfe, lassen sich tragbare Vergleiche anstellen. Im Alter von sechs Monaten bekommen die jungen Wölfe erstmals Besuch von ihren ein Jahr älteren Artgenossen. Alt und Jung sind offensichtlich begeistert. Aragorn tollt mit den Kleinen herum und würgt sogar halbverdaute Nahrung als Futter für sie hervor. Wie aber werden Aragorn, Kaspar und Shima reagieren, wenn sie ihr Revier dauerhaft mit den sechs Halbstarken teilen müssen? Was unterscheidet den Wolf vom Haushund? Welche Fähigkeiten gingen auf dem Weg der Domestikation verloren, welche wurden dazugewonnen? Das sind die großen Fragen, die das WSC-Team beschäftigen. Wie reagieren die Wölfe auf neue Dinge? Wie die Hunde? Lassen sich Hunde ein Stück Fleisch einfach wegnehmen? Die Wölfe wohl eher kaum. Ab welchem Alter verstehen Hunde menschliche Zeigegesten? Wann die Wölfe? Warum folgen Wölfe der Blickrichtung des Menschen, während Hunde unverwandt weiter das Gesicht anstarren?

3sat, 17.40 Uhr
Mit Wölfen unter einer Decke (3/3)
Im Rudel geht es rund
Es wird spannend: Endlich wird das Rudel zusammengeführt. Die vier Welpen aus Amerika und die zwei Welpen aus der Schweiz kommen zu den drei eineinhalbjährigen Wölfen. Der Zaun zwischen den beiden Gehegen wird geöffnet. Die Menschen sind deutlich aufgeregter als die Tiere. Niemand weiß, was passiert. Bisher waren die älteren drei nur bei den Kleinen zu Besuch. Nun aber müssen sie auch ihr angestammtes Revier teilen. Das Tor wird geöffnet. Sofort laufen die Kleinen zu den Großen. Die Begrüßung ist kurz, aber herzlich. Dann erforschen die Halbwüchsigen den neuen Teil des Geheges. Die Alten kümmert das wenig. Nur den Unterstand dürfen die Neulinge nicht betreten. Im Gehege stehen eine Menge Obstbäume, und die Früchte sind reif. Man sollte meinen, das interessiere Wölfe herzlich wenig. Weit gefehlt: Für eine reife Birne lernen Wölfe sogar klettern. Bis zu 70 Prozent ihres Nahrungsbedarfs decken die Tiere im Herbst mit frischem Obst ab. Während anfangs alles sehr harmonisch ablief, zeigen sich nun die ersten Unstimmigkeiten im Rudel. Shima wird das erste Mal läufig. Die Kleinen gewinnen an Selbstbewusstsein und beginnen, zuerst Shima zu mobben – ein paar Wochen später ist Aragorn an der Reihe. Immer wieder müssen Zsofia Viranyi, Friederike Range und Kurt Kotrschal einschreiten und einige der Wölfe separieren. Es werden verschiedene Konstellationen ausprobiert. Ob die neun Wölfe je wieder als Rudel zusammenfinden, ist offen. Erstaunlich ist die Entwicklung der Altwölfe. Zsofia Viranyi: „Die werden zunehmend entspannter. Vor einem Jahr noch waren sie Fremden gegenüber sehr vorsichtig und distanziert.“ Mittlerweile kann auch das Kamerateam das Gehege betreten und sofort filmen. Früher war jedes Mal eine lange Eingewöhnungsphase notwendig. Im Schlosspark von Ernstbrunn befindet sich ein idyllischer Tierpark, der Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zeigt. Da auch der Wolf hier einst heimisch war, bot sich Hausherr Prinz Heinrich XIV. von Reuss als Gastgeber für das Wolf Science Center an. Bis jetzt waren Wölfe und Wissenschaftler vor der Haustür in den ehemaligen hängenden Gärten einquartiert. Doch Umbauten stehen an – die Tiere sollen weitläufige Gehege im Wildpark und ihre Betreuer ein gut ausgestattetes Forschungszentrum bekommen. Der Test-Raum soll mit verspiegelten Scheiben ausgestattet werden, dann können auch Besucher beim täglichen Training und vor allem bei den Tests zuschauen. Bis es so weit ist, sind die Wolfsforscher vor allem damit beschäftigt, erste Testergebnisse auszuwerten und passende Rudel-Zusammenstellungen zu finden. Kotrschal: „Wir haben ein paar Rüden, die gerne mobben, und wir haben Weibchen, die sich nicht vertragen.“ Dass Shima und Yukon nicht miteinander können, steht fest, dass Kaspar auf jeden Fall ein Rudel führt, ebenfalls. Also bleiben die drei Altwölfe Kaspar, Aragorn und Shima beisammen. Doch wer von den Jungen passt dazu? Und wer wird beim zweiten Rudel das Kommando übernehmen? Der Umzug in die neuen Gehege findet in Etappen statt. Zuerst die Hunde, die ebenfalls sommers wie winters als Rudel in einem Gehege leben werden, dann das Kaspar-Rudel und dann das – wie könnte es auch anders sein – Nanuk-Rudel. Nanuk war seinen Artgenossen gegenüber von Anfang an äußerst durchsetzungsstark, Menschen gegenüber allerdings immer sehr freundlich, ja geradezu zuvorkommend. Die neuen Territorien werden von den Wölfen im Sturm erobert. Freudig laufen sie das gesamte Areal ab und erkunden die Höhlen, Hügel und Teiche. Doch nach etwa einer halben Stunde kommen sie zu Zsofia, Friederike und Kurt und holen sich ein paar Streicheleinheiten ab. Wer hätte das gedacht? Das WSC-Team kann es nun kaum erwarten, mit den vielen Vorhaben, die erst in der neuen Anlage möglich sind, zu beginnen. Was unterscheidet den Wolf vom Haushund? Welche Fähigkeiten gingen auf dem Weg der Domestikation verloren, welche wurden dazugewonnen? Das sind die großen Fragen, die das WSC-Team beschäftigen. Wie reagieren die Wölfe auf neue Dinge? Wie die Hunde? Lassen sich Hunde ein Stück Fleisch einfach wegnehmen? Die Wölfe wohl eher kaum. Ab welchem Alter verstehen Hunde menschliche Zeigegesten? Wann die Wölfe? Warum folgen Wölfe der Blickrichtung des Menschen, während Hunde unverwandt weiter das Gesicht anstarren?

Freitag, 8. Mai

3sat, 6.05 Uhr
Eine Reise durch Niederösterreichs Naturparke
Von wilden Tieren, Mooren und Ruinen
Was verbindet 200 Jahre alte Rotbuchen, verspielte Fischotter, fleischfressende Pflanzen und begeisterte Sternengucker? Sie alle sind in den niederösterreichischen Naturparks zu finden.Von den 47 derartigen geschützten Landschaften in ganz Österreich liegen 22 in Niederösterreich – einige davon werden in diesem Film vorgestellt. Die Reise beginnt im Naturpark Hohe Wand, wo sich alpine und pannonische Vegetation mischen. Am imposanten „Sky Walk“ können Naturparkbesucher – fast frei schwebend über dem Abgrund – hautnah Felsen, Alpenblumen und die atemberaubende Landschaft erleben. Eindrucksvolle Aufnahmen zeigen auch ganz junge Steinböcke, die hier mittlerweile in einer stattlichen Population leben. Nicht zuletzt erklärt ein ehemaliger Austrian-Airlines-Pilot, warum er gerade hier Schlitten- und Wagenfahrten mit Huskys anbietet.

3sat, 12.55 Uhr
Sonntags
Leben mit Tieren
Haustiere schenken Lebensfreude und helfen aus der Einsamkeit. Für viele Menschen ist ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellbar. „sonntags“ wirft einen Blick auf das Leben mit Tieren. Warum leben Menschen mit Tieren zusammen? Tiere merken, wenn es ihrem Herrchen oder Frauchen nicht gut geht und lassen sich kuscheln oder machen Männchen, so dass der Mensch sich an dem Tier erfreut und es ihm besser geht. „sonntags“ besucht die Frankfurter Tiertafel. Immer mehr Menschen brauchen bei der Versorgung ihres Haustieres finanzielle Unterstützung. „Der Bedarf ist riesig“, sagt Wolfgang Lemke, Geschäftsführer der Tiertafel Düsseldorf. Entweder kostenlos oder gegen eine geringe Unkostenbeteiligung bekommen hier Tierhalter Nahrung, Hundeleinen oder Spielzeug für ihren tierischen Freund. Finanziert werden die Tafeln durch Spenden. „sonntags“ besucht Bianca Wolf. Bianca Wolf lebt zusammen mit Eulen. In der Antike waren die Eulen Symbol für Weisheit. Im Abendland wird nach dem Ruf einer Eule jemand sterben. In anderen Regionen geht man davon aus, dass der Ruf einer Eule eine Geburt ankündigt. Frau Wolf bietet das Kennenlernen ihrer Eulen an. Sie besucht Kindergärten und Schulen. Die Menschen sollen einen respektvollen Umgang mit den Eulen lernen. „sonntags“ wirft einen Blick auf die Bedeutung von Haustieren im Islam. Der Hund ist nach muslimischen Gesetzen unrein. Er solle das Haus nicht betreten und auch die Kleidung, die vom Hund berührt oder beschnüffelt wurde, dürfe man beim Gebet nicht tragen. Trotzdem gibt es immer mehr muslimische Hundehalter. „sonntags“ besucht den Gnadenhof Keller-Ranch in Weiterstadt. Viele Tiere, die keinen Nutzen mehr haben, werden ausgesetzt oder qualvoll getötet. Der Gnadenhof bietet eine ethisch vertretbare Alternative. Hier können die Tiere die letzten Jahre ihres Lebens artgerecht verbringen. Heute beherbergt die Kellers Ranch cirka 300 Tiere verschiedenster Art. Finanziert wird der Gnadenhof durch Spenden und Mitgliedschaft im eigens geschaffenen Verein.

3sat, 13.25 Uhr
Wilde Inseln: Sansibar
Östlich von Tansania, 40 Kilometer vom afrikanischen Festland entfernt, liegt eine der exotischsten Inselgruppen der Welt: der Sansibar-Archipel. Sansibar ist die Insel der ungezähmten Wildnis. Unberührte Buchten und azurblaues Wasser machen Sansibar zu einem perfekten Ferienparadies. Doch wenn die Sonne langsam im Meer versinkt, bevölkern bizarre Kreaturen die Traumstrände. Seit Jahrtausenden vom Festland isoliert, haben sich die Lebewesen auf diesem begrenzten Raum an Nischen angepasst und in rasanter Geschwindigkeit neue Arten gebildet. Die Dokumentationsreihe „Wilde Inseln“ ist eine filmische Liebeserklärung an die spektakulärsten Archipele der Erde, an ihre Menschen, Tiere und Pflanzen, die in diesen Paradiesen ihre Heimat gefunden haben.

3sat, 14.50 Uhr
Faszination Afrika (1/5)
Tiere im Okawango Delta
Afrikas gigantische Landschaften sind atemberaubend in ihrer einmaligen Schönheit und faszinieren mit ihrer Vielfalt an Tieren, die nicht selten einen Kampf um Leben und Tod führen. Zu den faszinierendsten Landschaften zählt das Okavango-Delta in Botsuana. Im Laufe eines Jahres verwandelt es sich von einer grünen Oase in eine staubtrockene Wüstenlandschaft und bringt all seine Bewohner an ihre Grenzen. Das Okavango-Delta in Botsuana ist das größte Binnendelta der Welt. Das UNESCO-Weltnaturerbe inmitten der Kalahari verwandelt sich im Laufe des Jahres von einem weitreichenden Feuchtgebiet zu einer staubtrockenen Wüstenlandschaft. Jedes Jahr flutet Regenwasser aus Angola das 20 000 Quadratkilometer große Delta und bildet einen paradiesischen Lebensraum. Affen genießen die Wurzeln und Sprossen der Wasserpflanzen, Elefanten erfrischen sich im kühlen Nass, und selbst Löwen wagen auf der Jagd den Sprung ins Wasser. Wenn die Trockenzeit ihren Höhepunkt erreicht, verwandelt sich der Sumpf in eine Wüstenlandschaft. Der Kampf ums Überleben beginnt. Sumpfbewohner wie Büffel, Zebras und Antilopen versammeln sich zu Herden, um ihre Wanderung zur einzigen permanenten Wasserquelle, dem Boteti River, anzutreten. Die 240 Kilometer lange Reise birgt unzählige Gefahren. Für Aasfresser wie Schakale und Geier ist es die futterreichste Zeit. Das Ende der Trockenzeit wird von gewaltigen Bränden begleitet. Die Flammen brennen in Minutenschnelle trockene Gras- und Buschflächen nieder und bescheren nährstoffreiche Asche. Mit dem einsetzenden Regen füllt sich das Delta, und neues Leben macht sich breit. Die Landschaft blüht auf, und die Paarungszeit der Tiere beginnt, bevor die nächste Flut das Delta aufs Neue speist.

3sat, 15.35 Uhr
Faszination Afrika (2/5)
Tiere im Mala Mala-Reservat
Am Rand des berühmten Kruger-Nationalparks liegt das MalaMala-Reservat, Teil der größten Wildnis Südafrikas und Heimat der „Big Five“ Afrikas. Der afrikanische Kontinent begeistert mit all seinen Extremen. Von endlosen Wüsten über sumpfige Landschaften bis hin zum peitschenden Meer. Das MalaMala-Reservat liegt am Rand des berühmten Kruger-Nationalparks und ist Teil der größten Wildnis Südafrikas. Löwen, Elefanten, Nashörner, Kaffernbüffel und Leoparden – die „Big Five“ Afrikas finden hier hervorragende Lebensbedingungen. Mit Beginn des südafrikanischen Winters hält die Trockenzeit Einzug in MalaMala. Nach und nach fallen Bäche und Flüsse trocken, bis nur noch ein letzter Strom übrig bleibt. Der Sand River ist die Lebensader des Reservats. Elefanten und Kaffernbüffel ziehen jeden Tag zu Hunderten an den Fluss, um ihren Durst zu stillen. Doch das lockt auch Fressfeinde an. Für Raubtiere ist die Trockenzeit die beste Zeit des Jahres, um leichte Beute zu machen. Kein Wunder also, dass Leoparden und Tüpfelhyänen gerade jetzt ihren Nachwuchs großziehen – wenn auch unter sehr unterschiedlichen Voraussetzungen. Denn während sich die Leopardenmutter allein um ihre beiden Jungen kümmern muss, arbeiten im Hyänenrudel bei der Aufzucht des Nachwuchses alle zusammen. Wenn die Regenzeit Einzug hält, wird das Leben für Pflanzenfresser wie Nashörner, Kaffernbüffel und Elefanten wieder leichter. Überall gibt es Wasser und Nahrung im Überfluss. Davon profitieren auch Hornraben, die ihrem Nachwuchs das Jagen beibringen. Und der Waran findet sogar im Nashorndung fette Beute.

3sat, 16.20 Uhr
Faszination Afrika (3/5)
Tiere im Mashatu-Reservat
Das Mashatu-Reservat im Osten Botsuanas wird auch „Land der Riesen“ genannt, denn gewaltige Baobabs – manche mehr als 5000 Jahre alt – wachen über die beeindruckende Tierwelt. Der afrikanische Kontinent begeistert mit all seinen Extremen. Von endlosen Wüsten über sumpfige Landschaften bis hin zum peitschenden Meer. Diese Folge führt in das Mashatu-Reservat am Zusammenfluss des Limpopo und des Shashe im Osten Botsuanas. Seinen Namen verdankt das Reservat den gleichnamigen Bäumen, die hier zu Tausenden entlang der Flüsse wachsen. Bekannt ist es aber auch als „Land der Riesen“: Gewaltige Baobabs – manche mehr als 5000 Jahre alt – wachen über Mashatus nicht weniger beeindruckende Tierwelt. Während der Trockenzeit leidet das Land unter sengender Hitze. Selbst die großen Flüsse trocknen nach und nach aus. Die letzten Wasserstellen werden zum Sammelpunkt für Klein und Groß: Ob Vögel, Paviane, Impalas oder Elefanten – vom Durst getrieben kommen die Tiere an den Fluss. Im Wasser jedoch lauert tödliche Gefahr: Nilkrokodile. Die riesigen Panzerechsen haben Monate auf die Trockenzeit gewartet – jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie fette Beute machen. Und die Trockenheit hat noch andere Profiteure: Auch Wildhunde machen jetzt leichte Beute. Das ist wichtig, denn das Rudel hat hungrige Welpen zu versorgen. Wenn nach Monaten der Trockenheit endlich die Regenzeit einsetzt, schöpft das Land neue Kraft. Nun treten andere Protagonisten auf den Plan: Afrikanische Ochsenfrösche haben die Trockenzeit im Boden vergraben überdauert. Mit dem Wasser kehren sie zurück und widmen sich lautstark der Familienplanung. Auch die Nilkrokodile zeigen sich unerwartet fürsorglich: Die Mütter beschützen ihre Jungtiere.

3sat, 17.00 Uhr
Faszination Afrika (4/5)
Tiere im Luangwa-Tal
In dieser Folge führt die Reise in das Luangwa-Tal, das im Osten Sambias liegt. Durch das Naturschutzgebiet erstreckt sich der gewaltige Luangwa-Fluss. Er ist Lebensader und Heimat für zahlreiche Tierarten. Das Luangwa-Tal liegt im Osten Sambias. Es ist ein Tal der Extreme, das ein einzigartiges Naturschutzgebiet umfasst und unzähligen Wildtieren eine Heimat bietet. Mit einer Länge von rund 800 Kilometern schlängelt sich der Luangwa-Fluss durchs Tal und belebt Busch und Wälder. Seine Ufer ziehen mehr als 60 Säugetierarten und über 400 Vogelarten an. Doch die üppige Pracht verwandelt sich in der Trockenzeit in eine staubige Fläche aus trockenem Sand. Mit der sengenden Hitze verdunstet das Flusswasser. Übrig bleiben vereinzelte Tümpel, verstreut über das Tal. Dann treibt die Dürre Raub- und Beutetiere zu den verbliebenen Wasserstellen. Für die Bewohner des Tals beginnt ein Kampf ums Überleben: Flusspferde verteidigen ihre schrumpfenden Reviere. Giraffen- und Elefantenherden ziehen durch das Labyrinth der trockenen Wälder auf der Suche nach Wasser. Gelbschnabelstörche arbeiten mit hungrigen Krokodilen zusammen, um ihre Beute in die Enge zu treiben. Und Paviane, die normalerweise pflanzliche Nahrung bevorzugen, gehen auf die Jagd. Am Ende der Trockenzeit bringen heftige Regenschauer endlich die Erlösung. Das Tal erblüht, und der Kreislauf beginnt von vorn.

3sat, 17.45 Uhr
Faszination Afrika (5/5)
Tiere in der Wüste Namib
Diese Folge führt in die Namib. Die Wüste ist einer der lebensfeindlichsten Orte der Welt. Nur dank geschickter Anpassung überleben die dort heimischen Tiere die extremen Bedingungen. Mit über 55 Millionen Jahren ist die Namib-Wüste die älteste Wüste der Welt. Sie erstreckt sich auf einer Fläche von 95 000 Quadratkilometern und zählt zu den wenigen Küstenwüsten der Erde. An der Skelettküste peitschen die rauen Winde des Atlantiks über das Land. Eine Süßwasserlagune direkt am Ufer ist die letzte Raststätte für Flamingos auf der Reise zu ihren Brutplätzen. Weiter im Landesinneren ist Nebel die einzige Wasserquelle. Er transportiert wertvolle Feuchtigkeit über die Dünen. Die Wüstenbewohner haben sich an die extreme Trockenheit angepasst. Der Nebeltrinker-Käfer nutzt seinen Körper, um Kondenswasser zu sammeln, während sich der Namib-Gecko den Tau direkt von den Augen leckt. Elefanten und Giraffen sind auf die Früchte des Anabaums angewiesen. Er grünt mitten in der Trockenzeit. Der Fish River Canyon ist nach dem Grand Canyon in den USA der zweitgrößte seiner Art. In seinen Schluchten wurden Rekordtemperaturen von 50 Grad Celsius gemessen. Nur wenige Tiere halten diesen extremen Bedingungen stand. Eines von ihnen ist die größte Schlange Afrikas, der Südliche Felsenpython. Mit einem speziellen Organ unter der Nase nimmt er Wärmestrahlung wahr, mit dem er seine Beute aufspürt. Südafrikanische Seebären versammeln sich zu Tausenden an der Küste im Westen des Landes. Während der Brutzeit kämpfen die Männchen um die besten Territorien. Vor wenigen Jahrzehnten war die Art beinahe ausgerottet. Nun erholen sich ihre Bestände wieder. Der afrikanische Kontinent begeistert mit all seinen Extremen. Seine gigantischen Landschaften sind atemberaubend in ihrer unvergleichlichen Schönheit – von endlosen Wüsten über sumpfige Landschaften bis hin zum peitschenden Meer. Auf dieser Bühne zeigen sich die Tiere in ihrer großen Vielfalt und führen häufig einen Kampf um Leben und Tod.

Samstag, 9. Mai

3sat, 15.30 Uhr
Wiener Gstettn
Umgeben von Stadtwüste und sterilem Beton verlieren immer mehr Tiere ihre letzten Rückzugsflächen. Doch wo der Mensch sich zurückzieht, sprießt und krabbelt es. So auch mitten in Wien. Die Natur dringt aus allen noch so winzigen Asphalt- und Betonritzen und erobert sich ihr Recht zurück. Für viele frei lebende Tiere sind solche „Gstettn“ oft die letzten Rückzugsmöglichkeiten in der Stadt. Die Dokumentation aus der Reihe „Universum“ präsentiert die Vielfalt der „Wiener Gstettn“, einer kaum bekannten Wildnis in der Großstadt.

Sonntag, 10. Mai

Bayerisches Fernsehen, 14.30 Uhr
natur exclusiv
Überleben – Eine Zuflucht finden
Gezeigt wird der tägliche Kampf ums Überleben in der Natur. Individuelle Tiere werden in den wichtigsten Phasen ihres Daseins begleitet: Geburt, erste gefährliche Monate als Jungtier, Partnersuche und Aufzucht des eigenen Nachwuchses. Stationen, die auch im menschlichen Leben eine große Bedeutung haben. Nonnengänse-Küken in Grönland stürzen sich mehr als 100 Meter in die Tiefe, lange bevor sie fliegen können. Andere müssen sich erst als Erwachsene beweisen wie der Babysitter eines Wildhundrudels im afrikanischen Sambia. Als ein Python den Bau der Familie übernimmt, muss er kurzerhand mit den Welpen umziehen. Doch auf den Ebenen patrouillieren die Todfeinde der Wildhunde, die Hyänen. Auf steilen Geröllhängen hoch oben in den Rocky Mountains leben Pfeifhasen. Die kleinen Nagetiere halten keinen Winterschlaf und müssen während der kurzen schneefreien Phase so viel Nahrung wie möglich in ihren Bau transportieren, um die kalte Jahreszeit zu überleben. Ein Zuhause unweit einer üppigen Blumenwiese ist dabei ein großer Vorteil. Während die Tiere an bevorzugten Stellen fast im Futter wohnen, müssen andere weite Strecken zurücklegen und führen ein anstrengendes Pendlerleben. Extrem nah dran, unvorhersehbar und dramatisch: Die BBC setzt die aufregendsten Geschichten der Tierwelt in dieser Reihe erstklassig in Szene. In der Folge „Eine Zuflucht finden“ dreht sich alles darum, einen sicheren Ort zu finden, der Tieren Nahrung und Wasser bietet und Schutz vor Feinden und den Elementen garantiert.

Zeitraum: 11.05. - 17.05.2020

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Montag, 11. Mai

3sat, 17.00 Uhr
Elstners Reisen
Die Retter der Bären
Frank Elstner begibt sich auf eine spannende Reise durch Europa – zu den bedrohten und gequälten Wildtieren unseres Kontinents. Besonders das Schicksal der Braunbären in der Ukraine will er beleuchten und aktiv mithelfen, einige aus ihren winzigen Käfigen zu befreien. Dazu begleitet er Carsten Hertwig von der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ bei zwei Bären-Rettungen.
„Ich habe ja nicht geahnt, wie gefährlich das werden kann“, erzählt Frank Elstner rückblickend. Bei der Befreiung des Bären „Tyson“ versuchten nämlich teils bewaffnete Männer die Tierschützer zu vertreiben – ohne Erfolg. „Es ist ein Moment, den ich mein Leben lang nicht mehr vergessen werde: Als Tyson das erste Mal in der Auffangstation Gras unter seinen Pfoten spürte – da hatte ich wirklich Gänsehaut“, berichtet Elstner. Auf seiner Reise trifft er zudem engagierte Zoologen, die Geier in Bulgarien auswildern, und Forscher, die versuchen, die längst ausgestorbenen Waldrappen am Bodensee wieder anzusiedeln. Und er wandert durch das Biotop der Wölfe in Brandenburg. Eine Reise, die Frank Elstner aus vielen Gründen nicht vergessen wird. Immer mit dabei ist sein Freund, der Biologe und Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt.

Dienstag, 12. Mai

3sat, 6.05 Uhr
Kenia: Kein Platz für wilde Tiere
Löwen spazieren auf der Straße, Hyänen wildern in den Ziegenställen. Die Tiere leben im Nationalpark unmittelbar vor den Toren Nairobis. Das führt in der wachsenden Metropole zu Problemen. Der Platz wird immer knapper, und die Stadt dringt langsam in den Lebensraum der Tiere vor. Auch der Verkehr wird immer dichter. Entlastung sollte eine Breitspureisenbahn bringen, die durch Teile des Nairobi-Nationalparks führen sollte. Dagegen gab es Proteste. Nun wird die Strecke größtenteils über Brücken im Park geführt. Ein kleiner Erfolg. Doch der eigentliche Konflikt zwischen Wirtschaftsentwicklung, Bevölkerungswachstum und Naturschutz ist damit nicht beseitigt. Der Film wirft einen Blick auf Kenias ältesten Nationalpark.

3sat, 13.50 Uhr
Tiger hautnah! (1/3)
Die ersten Schritte
Die dreiteilige Reihe des preisgekrönten Tierfilmers John Downer zeigt Tiger im indischen Dschungel hautnah: Spezialkameras werden dafür von trainierten Elefanten mitgeführt. Sie liefern einzigartige Bilder der Großkatzen. Die erste Folge präsentiert vier kaum zehn Tage alte Tiger-Kinder, die bereits neugierig ihre Umgebung erkunden. Zunächst beschützt und gesäugt von ihrer Mutter, wachsen zwei Weibchen und zwei Männchen heran. Eines Tages ist die Tigerin auf der Jagd und ihr Nachwuchs allein, als plötzlich ein hungriger Leopard auftaucht – und die jungen Tiger in höchster Gefahr schweben.

3sat, 14.35 Uhr
Tiger hautnah! (2/3)
Zeit des Lernens
Im Mittelpunkt der zweiten Folge steht eine wichtige Lebensphase von vier halbwüchsigen Tigern im indischen Dschungel: die „Zeit des Lernens“. Ihre Mutter bringt ihnen alles bei. Sie lernen, selbst jagen zu können: vom korrekten Anpirschen über das geduldige Lauern bis zur erfolgreichen Attacke. Immerhin müssen sich die beiden Tiger-Männchen und ihre Schwestern schon bald allein versorgen können, um ihr Überleben zu sichern. Während die Jungen langsam heranwachsen, absolvieren sie auch erste Rangkämpfe – in spielerischen Raufereien erproben sie immer wieder ihre Kräfte und trainieren ihre Reaktionen. Dazwischen erholt sich die Familie bei einem erfrischenden Bad. Am Teich versammeln sich viele weitere Tiere wie Wildschweine und Lippenbären. Die Begegnung mit einem fremden Artgenossen sorgt für höchste Alarmstufe bei den jungen Tigern.

3sat, 15.20 Uhr
Tiger hautnah! (3/3)
Herrscher des Dschungels
In der dritten Folge sind die vier jungen Tiger beinahe ausgewachsen. Sie bleiben bis zu zwei Jahren bei ihrer Mutter, dann haben sie gelernt, was sie im indischen Dschungel benötigen. Tiger werden in freier Wildbahn bis zu zehn Jahre alt. Daher ist es für den Nachwuchs langsam an der Zeit, sich eigene Reviere zu suchen. Von nun an sind die vier unerfahrenen Tiger auf sich selbst gestellt – und wachsen langsam zu Herrschern des Dschungels heran. Während die Männchen zu diesem Zweck Dschungelregionen aufsuchen, die relativ weit von ihrem Geburtsort entfernt sind, bleiben die Weibchen eher in der Nähe und teilen gelegentlich sogar das Revier mit ihrer Mutter.

SWR Fernsehen, 18.15 Uhr
natürlich!
Natur und Umwelt im Südwesten
Fast wie Wildschweine leben sie in der freien Natur, am Schwarzwaldrand zwischen Bäumen und auf Streuobstwiesen: 120 Schweine der Rasse Berkshire und Tamworth. Ursel Wolfahrth und ihre Tochter Judith ziehen sie in Oberkirch in der Ortenau groß und produzieren hochwertiges Schweinefleisch. Inzwischen sind die Frauen zu dritt: Judith hat eine kleine Tochter bekommen. Landesart-Moderatorin Ulrike Nehrbaß erlebt mit, wie die Wohlfarths mit den freilaufenden Tieren leben und arbeiten.

Mittwoch, 13. Mai

3sat, 6.05 Uhr
Zentralkalahari – Nur für Löwen?
Die Zentralkalahari im Herzen Botsuanas ist mit fast 53 000 Quadratkilometern das zweitgrößte Wildreservat der Erde. Weltberühmt ist das Schutzgebiet für seine schwarzmähnigen Löwen. Gegründet wurde das Reservat ursprünglich auch, um die dort lebenden San zu schützen. Konflikte zwischen den Jägern und Sammlern mit Viehhirten waren vor der Gründung des Reservats alltäglich. Immer ging es um die Frage, wer das Land nutzen darf. Die Lebensweise der San gilt der heutigen botsuanischen Regierung als rückständig. Zu Beginn des 3. Jahrtausends wurden sie aus ihrem angestammten Territorium ausgesiedelt. Das geschah unter dem Vorwand des Naturschutzes und der wirtschaftlichen Erschließung durch Ökotourismus. Erst in einem langjährigen Rechtsstreit erkämpften sich die Betroffenen ein Rückkehrrecht in das Land ihrer Vorfahren. Sie wollen als legitime Besitzer ihrer Jagdgründe anerkannt werden. Doch die Jagd ist ihnen bis heute untersagt. Dieses Recht bleibt somit allein den Löwen und anderen Raubtieren vorbehalten.

3sat, 10.15 Uhr
Täuschen und Tarnen – Über Lebenskünstler der Natur
Das Motto „Täuschen und Tarnen“ als Erfolgsprinzip der Evolution: Die Dokumentation zeichnet am Beispiel einer kleinen Vulkaninsel nach, wie sich Biotope und Populationen entwickeln. Manche Lebewesen sind sehr erfinderisch, um sich in Ökosystemen zu behaupten. So haben sich Tiere im Lauf der Evolution entweder die erstaunlichsten Waffen oder außerordentliche Fähigkeiten im Tarnen und Täuschen angeeignet. Langsam, oft über Jahrtausende und Jahrmillionen – und meist durch Zufall – folgt eine Tierart der anderen. Die besten Zukunftschancen hat, wer sich am schnellsten und am geschicktesten an den Lebensraum anpasst. Denn evolutionäre Entwicklungen haben keinen Plan, sondern ein Ziel. Dieses Ziel heißt Leben und Überleben, für das einzelne Tier sowie für die gesamte Spezies.

Bayerisches Fernsehen, 10.20 Uhr
Dschungelhunde – Brasiliens scheue Jäger
Waldhund Charles lebt in einem riesigen brasilianischen Privatwald, ihm fehlt jedoch eine Partnerin. Als sich in freier Wildbahn keine Waldhündin auftreiben lässt, trifft die Biologin Dr. Cleyde Chieregatto eine gewagte Entscheidung. Charles bekommt eine Partnerin aus dem Zoologischen Garten von Rio de Janeiro. In den Wäldern Brasiliens lebt eine Tierart, die so scheu ist, dass sogar in ihrer Heimat kaum jemand von ihr weiß – der Waldhund. Einst durchstreiften viele Waldhunde den Atlantischen Regenwald Südamerikas. Und wie andere Hunde gingen sie als Rudel auf Jagd. Aber durch die Abholzung der Wälder bleibt immer weniger Lebensraum für die Waldhunde, und so kommt es, dass im Süden Brasiliens der Waldhund Charles im Privatwald eines engagierten Tierschützers lebt. Etwas fehlt jedoch: eine Partnerin. Denn die geselligen Tiere leben und überleben nur im Rudel. Im Pantanal, dem größten Feuchtschutzgebiet der Erde, das sich von Zentralbrasilien bis über Bolivien und Paraguay erstreckt, macht sich Dr. Cleyde Chieregatto auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin für Charles. Die Biologin dringt schließlich zu einem der Forscher in dem riesigen Naturschutzgebiet vor. Sie hofft, mit dessen Hilfe eines der seltenen Weibchen zu finden. Aber weil die Zeit drängt, entscheidet sich die Biologin für eine gewagte Lösung: Olivia, eine Waldhündin aus dem Zoo in Rio de Janeiro, soll zu Charles in die Wildnis kommen.

Donnerstag, 14. Mai

3sat, 17.00 Uhr
Magie der Jahreszeiten (1/4)
Frühling
Unterschiedliche Jahreszeiten prägen das Leben auf unserem Planeten. Ihr immerwährender Zyklus bestimmt das Leben von Pflanzen und Tieren, bringt neue Chancen und Gefahren. Der Frühling ist die Zeit des Neubeginns, des Werdens und Wachsens. In den Bergen Alaskas erwachen Bären aus der Winterruhe. Die Jungen wurden in einer Höhle tief unter Schnee verdeckt geboren und sehen die Welt draußen jetzt zum ersten Mal.

3sat, 17.45 Uhr
Magie der Jahreszeiten (2/4)
Sommer
Der Sommer ist eine Zeit der Fülle. Die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite und bietet vielen Tieren die Chance, an Futter zu kommen und auf Partnersuche zu gehen. Unterschiedliche Jahreszeiten prägen das Leben auf unserem Planeten. Ihr immerwährender Zyklus bestimmt das Dasein von Pflanzen und Tieren, bringt neue Chancen und Gefahren. Die vierteilige Reihe „Magie der Jahreszeiten“ zeigt, wie sich das Leben an verschiedenen Orten der Erde Lauf der Jahreszeiten verändert.

Freitag, 15. Mai

3sat, 17.00 Uhr
Magie der Jahreszeiten (3/4)
Herbst
Im Herbst zeigt sich die Natur in leuchtend roten Farben und mit üppigem Nahrungsangebot. Viele Tiere legen nun Vorräte an, um die Winterkälte zu überstehen. Die kanadischen Laubwälder mit ihren vielen Eicheln sind ein Schlaraffenland für Streifenhörnchen. Biber bringen ihre Bauten in Ordnung und legen Vorräte aus Zweigen und Blättern an. Grizzlybären stehen an den Ufern der Flüsse und warten auf fette Lachse.

3sat, 17.45 Uhr
Magie der Jahreszeiten (4/4)
Winter
Der kalte Winter zwingt die Natur zur Ruhe und zu einzigartigen Überlebensstrategien. Wer keine warme Höhle zum Überwintern hat und im Freien nach Futter sucht, muss sich warm einpacken. Moorschneehühner haben ein extrem dichtes Gefieder, selbst auf Füßen und den Augenlidern. Polarfüchse haben kleine Ohren und kurze Beine – das reduziert die Körperoberfläche und verringert den Wärmeverlust. Unterschiedliche Jahreszeiten prägen das Leben auf unserem Planeten. Ihr immerwährender Zyklus bestimmt das Leben von Pflanzen und Tieren, bringt neue Chancen und Gefahren.

arte, 18.30 Uhr
Jaguar – Heimliche Jäger hautnah
Jaguare zählen zu den größten Raubkatzen der Erde. Zu ihrem Verbreitungsgebiet gehört auch das riesige Binnenland-Feuchtgebiet zwischen Brasilien, Bolivien und Paraguay. Da Jaguare es vorziehen, im Verborgenen zu leben, gibt es kaum Filmaufnahmen von den geschmeidigen Jägern. Mehrere Jahre hat Tierfilmer Christian Baumeister benötigt, bis ihm seine einzigartigen filmischen Einblicke in das bislang so geheimnisvolle Leben der Jaguare – auf der Jagd, bei der Paarung oder beim Mittagsschläfchen – gelangen. Das südamerikanische Pantanal im Dreiländereck Brasilien, Bolivien und Paraguay ist ein riesiges Netzwerk aus Sümpfen und Flüssen, Tropenwäldern und Savannen; es ist siebenmal größer als Belgien. Das Gebiet gehört zu den artenreichsten Lebensräumen Amerikas und ist die Heimat von seltenen Riesenottern, Kaimanen und unzähligen Vogelarten. Und es ist das Reich des Jaguars, einer der größten Raubkatzen der Erde. Nirgendwo sonst gibt es so viele Jaguare wie im Pantanal. Doch ihre Reviere sind so riesig, dass es kaum einmal gelingt, eine der scheuen und perfekt getarnten Großkatzen zu entdecken. Nie zuvor ist es gelungen, die Lebensgewohnheiten des gefleckten Jägers filmisch ausführlich zu dokumentieren. Was ist die bevorzugte Beute des Jaguars? Wie groß ist sein Revier, und wie können Raubkatze und Mensch friedlich nebeneinander existieren? Mensch und Tier geraten immer wieder aneinander, vor allem da der Jaguar – sehr zum Ärger der Farmer im Pantanal – immer wieder auch Rinder reißt. Die Viehzucht ist der Hauptwirtschaftszweig der Region und die Cowboys zögern nicht, die unter Schutz stehende Raubkatze zu erschießen, wenn sie sich in die Nähe der Herden wagt. Eigentlich ziehen Jaguare Wildtiere Rindern vor. Aber weil auch die Farmer Wasserschweine und anderes Wild jagen, bleibt der hungrigen Raubkatze oft nur das Zuchtvieh, um ihren Hunger zu stillen. Ein Höhepunkt des Films ist die Jagd des Jaguars auf einen Kaiman, ein mindestens ebenso gefährliches Raubtier. Der Kampf der Giganten zeigt die ungezügelte Kraft der Großkatze aus nächster Nähe.

3sat, 21.45 Uhr
Nichts als Natur
Einsame Hochgebirgstäler, ursprüngliche Aulandschaften, Gebirgsketten: Ein Drittel des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg ist unberührte Natur. Auch Kulturlandschaften wie beispielsweise das Gaflunatal, ein Seitental des Silbertales, in dem vor 400 Jahren noch Bergbau betrieben wurde, zählen dazu. Ziehen sich die Menschen zurück, können sich Pflanzen und Tiere wieder ausbreiten. Der legendäre Bär Bruno hat auf seiner Wanderung von Graubünden quer durch Vorarlberg nach Bayern die Route über diese unberührten Landschaftsräume gewählt. Damit diese Naturräume vor intensiver landwirtschaftlicher oder touristischer Nutzung verschont bleiben, soll es eine klare rechtliche Regelung nach dem Raumplanungsgesetz geben. Der Film führt vom Saminatal auf 900 Meter Seehöhe bis in die 3000er-Region in der Silvretta.

Samstag, 16. Mai

3sat, 16.00 Uhr
Wiener Wälder – Grüne Juwele
Die Wälder von Wien prägen das Erscheinungsbild der Stadt, sind Lebensader und Zuflucht zugleich. Kaum eine andere europäische Hauptstadt besitzt pro Einwohner so viel Wald wie Wien. Die Kernzone des Waldbesitzes liegt 150 Kilometer von der Stadt entfernt. Die Kalkalpen rund um die Rax, den Schneeberg und das Hochschwab-Massiv stehen in Wiener Gemeindebesitz, zumindest jene 32 000 Hektar, die im Einzugsgebiet der beiden berühmten Hochquellwasserleitungen liegen. All diese grünen Juwele stehen unter der Obhut einer beachtlichen Garde von Förstern, Landwirten, Winzern, Berufsjägern und Holzarbeitern, die vor allem im Dienst der Lebensqualität tätig sind.

Bayerisches Fernsehen, 16.15 Uhr
natur exclusiv
Wildes Elba
Massentourismus und Unberührtheit – ein Ökosystem zwischen zwei Extremen ist sehr selten. Die toskanische Insel Elba ist historisch bedingt ein solcher Ort. Francesca Giannini, Biologin beim Nationalpark Elba und gebürtige Elbanerin hat ihr Leben dem Kampf für die Natur ihrer Inseln gewidmet. Trotz ihrer touristischen Erschließung hat die Insel Elba eine wilde, naturbelassene Seite, die im Mittelmeerraum ihresgleichen sucht. Gründe dafür sind die frühe Errichtung eines Nationalparks, die natürliche Unzugänglichkeit der steilen Küsten und des bergigen Hinterlandes und das unermüdliche Ringen engagierter Naturschützer. Bis heute sind große Teile Elbas unbewohnt. Inzwischen umfasst der Nationalpark über 50 Prozent der Fläche Elbas. Die größte Insel des toskanischen Archipels ist deshalb während der Vogelwanderung wichtige Raststation für die kleinen Zugvögel und für die großen Greifvögel auf ihrem Weg von und nach Afrika. Schmetterlinge und Insekten schwärmen aus, wenn im Frühjahr die blumenreiche Macchia die Hänge in ein buntes Farbenspiel taucht. Diese Welt und ihre Bewohner will Francesca Giannini schützen. Die Biologin ist auf der Insel Elba geboren und kämpft an allen Fronten für den Erhalt der toskanischen Inseln. So etwa richten die auf Elba eingeschleppten Wildschweine und Mufflons in der einzigartigen Fauna viele Schäden an. Dank Francesca Giannini wurden strenge Verbote auf der kleinen vorgelagerten ehemaligen Gefängnis-Insel Pianosa durchgesetzt. Mit Erfolg: Hier ist die höchste Dichte Italiens von Zugvögeln auf dieser Afrikaroute und hier leben Arten wie ein genetisch einzigartiger Urhase. Wiedehopf und Bienenfresser können ungestört brüten, und auch die Bestände der vom Aussterben bedrohten Korallenmöwen und Gelbschnabel-Sturmtaucher können sich wieder erholen.

3sat, 16.00 Uhr
Wiener Wälder – Grüne Juwele
Die Wälder von Wien prägen das Erscheinungsbild der Stadt, sind Lebensader und Zuflucht zugleich. Kaum eine andere europäische Hauptstadt besitzt pro Einwohner so viel Wald wie Wien. Im Westen und im Norden der Donaumetropole erstreckt sich der Wienerwald, im Osten liegt der „Nationalpark Donau-Auen“. Unzählige Wäldchen und Grünanlagen finden sich direkt im Stadtgebiet. Die Kernzone des Waldbesitzes liegt jedoch 150 Kilometer von der Stadt entfernt. Die Kalkalpen rund um die Rax, den Schneeberg und das Hochschwab-Massiv stehen in Wiener Gemeindebesitz, zumindest jene 32 000 Hektar, die im Einzugsgebiet der beiden berühmten Hochquellwasserleitungen liegen. All diese grünen Juwele stehen unter der Obhut einer beachtlichen Garde von Förstern, Landwirten, Winzern, Berufsjägern und Holzarbeitern, die vor allem im Dienst der Lebensqualität tätig sind.

3sat, 16.45 Uhr
Der wilde Wald der Kaiserin
Ein malerisches Schloss in einem weitläufigen Park: die Wiener Hermesvilla im Lainzer Tiergarten. Ende des 19. Jahrhunderts ließ Kaiser Franz Joseph I. das Schloss für Kaiserin Sisi bauen. Heute strömt jährlich eine halbe Million Touristen hierher. Was die Besucher nicht zu sehen bekommen, zeigt dieser Film: die vielfältige Tierwelt. Zu den Tieren, die in dem 25 Quadratkilometer großen Tiergarten leben, zählen Wildschweine, Mufflons und Damwild. Der „wilde Wald der Kaiserin“ bietet auch perfekten Lebensraum für eine besonders schöne Eulenart: Vor etwa sechzig Jahren in Österreich ausgestorben, wird der Habichtskauz in einem ambitionierten Wiederansiedelungsprojekt heute in seine alte Heimat zurückgeführt. Erster Nachwuchs in freier Wildbahn hat sich bereits eingestellt.

Sonntag, 17. Mai

Das Erste (ARD), 13.15 Uhr
Erlebnis Erde
Auf Leben und Tod (5)
Die Savanne
Diese Folge der Serie „Auf Leben und Tod“ vom Produzenten Alastair Fothergill wagt sich ins offene Gelände. Die Hälfte der Kontinente ist von Wüste oder Grasland bedeckt. In diesen ungeschützten Lebensräumen ist es für Gepard, Weißkopfseeadler und Löwe leicht, ihre Beute zu entdecken. Aber auch die Beutetiere können die Gefahr frühzeitig erkennen. Ausdauer, Geschwindigkeit und Cleverness führen zumindest bei mancher Jagd zum Erfolg. „Die Savanne“ zeigt die Strategien von Jägern und Gejagten, die permanent auf dem Präsentierteller sitzen. Auch in diesem Gelände gibt es Spezialisten: Der Gepard, das schnellste Landtier der Erde, jagt seine Beute mit enormer Geschwindigkeit, aber auch, indem er ihre Ausweichmanöver perfekt nachahmt. Andere Tiere haben aus der minimalen Deckungsmöglichkeit in dieser Landschaft das Beste gemacht. Die Fellfarbe des Karakals zum Beispiel verschmilzt perfekt mit der des hohen, trockenen Grases der afrikanischen Savanne. Die Löwen der Etosha-Salzpfanne haben gelernt, dass Wüstenstürme nicht nur ihren Geruch verwehen und sie sich dadurch besser anschleichen können; die Wetterlage versetzt ihre Beute zusätzlich noch in Panik. Trotz allem sind die Gejagten ihren Feinden nicht ausgeliefert. Sie entwickelten über Jahrhunderte wirkungsvolle Schutzmechanismen. Sie graben tiefer, rotten sich dichter zusammen oder kämpfen härter, bis zum letzten Atemzug. Um in der offenen Savanne zu überleben, müssen Jäger und Gejagte ständig ihre Strategien verbessern. Denn in dieser erbarmungslosen Wildnis werden weder Fehler noch Schwächen verziehen.

Bayerisches Fernsehen, 14.30 Uhr
natur exclusiv
Überleben – Kampf um die Macht
Der tägliche Kampf ums Überleben – ein Filmteam der BBC hat einige Tiere in den wichtigsten Phasen ihres Daseins begleitet: Geburt, erste gefährliche Monate als Jungtier, Partnersuche und Aufzucht des eigenen Nachwuchses. Dabei zeigt sich, dass die Rangordnung einen entscheiden Einfluss auf die Überlebenschancen hat. Im Moment der Geburt startet die einmalige und gefährliche Reise – bei Menschen ebenso wie bei Tieren. Einige bestehen die größte Bewährungsprobe ihres Lebens schon kurz nach der Geburt. Die Küken der Nonnengänse in Grönland stürzen sich mehr als 100 Meter in die Tiefe, ohne fliegen zu können. Oft geht es um Leben oder Tod, wenn sich ein Tier in der Gruppe nicht durchsetzen kann. So etwa für ein junges Weißkopf-Seeadler-Weibchen. Wie Hunderte seiner Artgenossen auch kommt es im Winter an den Chilkat River in Alaska. Während weite Teile des Landes unter einer dicken Eis- und Schneeschicht liegen, gibt es hier noch offene Wasserstellen und damit Zugang zu Nahrung. Die Adler kämpfen erbittert um die letzten Lachse der Saison. Extrem nah dran, unvorhersehbar und dramatisch: Die BBC setzt die aufregendsten Geschichten der Tierwelt in der Reihe „Überleben“ erstklassig in Szene. In der Folge „Kampf um die Macht“ dreht sich alles darum, wie man in der Rangordnung aufsteigt. Denn nur wer Macht hat, hat auch Privilegien: die meiste Nahrung, das beste Revier und die besten Chancen sich fortzupflanzen. Nur so haben Tiere eine Chance zu überleben.

3sat, 15.30 Uhr
Wildes Frankreich (1/2)
Schroffe Gipfel, dichter Wald
Die landschaftliche Vielfalt Frankreichs – von den Küstenregionen bis in die Hochgebirge, von wilden Flüssen bis zum Atlantik – bietet Biotope für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Die Loire, einer der letzten wilden Flüsse Europas, fließt durch das Land. Im Herzen Frankreichs findet man Sumpflandschaften, die fast einzig von Vögeln bewohnt werden. Im Norden tummeln sich Robben im Atlantik und feine Sandstrände bieten Zugvögeln Zuflucht. Im Süden dagegen, mitten im provenzalischen Maquis, dem Buschwald, breiten sich afrikanisch anmutende Steppen aus. Im Gebirge finden sich hochalpine Schneelandschaften und um Korsika glitzert das Türkisgrün des Mittelmeers. All diese Landschaften bieten Lebensraum für vertraute und auch weniger geläufige Pflanzen und Tiere, unter anderem wilde Orchideen, bunte Vögel, Wildkatzen, Landschildkröten, Riesenhaie sowie mikroskopisch kleine Insekten. Die filmische Reise quer durch Frankreichs Naturschönheiten, von den Vogesen zur Provence, von der Bretagne nach Korsika, von der Loire bis in die Alpen, beobachtet zwölf Monate lang das Leben und Verhalten der Arten im Rhythmus der Jahreszeiten. In starken, poetischen Bildern zeigt der von Senta Berger kommentierte Film, wie kostbar, kraftvoll und zugleich verletzlich die Natur, die uns umgibt und deren Teil wir sind, doch ist. Teil 2 von „Wildes Frankreich: Weite Küste, raues Land“ ist im Anschluss ab 16.10 Uhr zu sehen.

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