Vogelgrippe im Norden

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In Schleswig-Holstein ist bei mehreren verendeten Wildvögeln eine hochpathogene Form der Vogelgrippe nachgewiesen worden. Mehr als 100 verendete Wasservögel waren am Großen Plöner See und in dessen Umgebung gefunden worden.

Hunderte Reiherenten, Blässhühner, Möwen, Gänse und Schwäne sind verendet aufgefunden worden. (Symbolbild)
Foto: Shutterstock

Bei dem Erreger handelt es sich um den Subtyp H5N8. Eine entsprechende Bestätigung erhielt das schleswig-holsteinische Landwirtschaftsministerium heute vom Friedrich-Löffler-Institut (FLI), dem nationalen Referenzlabor für Aviäre Influenza. Die in der Geflügelpest-Verordnung vorgesehenen Maßnahmen werden nun eingeleitet. Dies umfasst die Errichtung von Sperrbezirken mit Beschränkungen für Geflügelhalter und eine landesweite Aufstallung der Geflügelbestände in Freilandhaltung.

Seit dem Wochenende waren am Großen Plöner See und kleineren Seen in der Umgebung mehr als 100 verendete Reiherenten, Blässhühner, Möwen, Gänse und Schwäne aufgefunden worden. Mehrere dieser Vögel wurden zunächst am Montag im Landeslabor Schleswig-Holstein untersucht und der dortige positive Befund durch das FLI heute amtlich bestätigt. Auch in Polen waren am vergangenen Wochenende rund 20 Kilometer von der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern mehr als 70 Wildenten und Möwen verendet aufgefunden worden.

Bei dem dortigen Erreger handelte es sich um den gleichen hochpathogenen Influenza A-Subtyp H5N8. Die Behörden in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern äußerten sich sehr besorgt. mh

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