Wildschweine finden Siedlung

1926

Im Landkreis Biberach (Baden-Württemberg) haben Sauen im nördlichen Federseeried auf mehreren Flächen gebrochen und sind dabei auf die Überreste einer Siedlung aus der Jungsteinzeit gestoßen.

Drohnenaufnahme der Fundstelle: Im gemähten Areal sind die von den Wildschweinen aufgewühlten Stellen zwischen den Gebüsch-Inseln zu erkennen. (Quelle: Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart/Bild: Paul Scherrer)

Wie das Regierungspräsidium Stuttgart mitteilt, hätten erste vor Ort durchgeführte Untersuchungen im Herbst 2020 Kulturschichtreste und Pfahlsetzungen im hangparallelen Entwässerungsgraben zutage gebracht. Sowohl das Fundmaterial als auch eine erste radiometrische Datierung sprächen für eine weitere Siedlung der Goldberg-III-Gruppe Oberschwabens aus dem Zeitraum um 2.900 vor Christus. Aus dieser Zeit seien bereits mehrere Siedlungen im nördlichen Federseeried bekannt. Die nächstgelegene Siedlung befinde sich nur wenige hundert Meter nordöstlich in den Täschenwiesen vor Alleshausen und sei 2019 durch das LAD untersucht worden.

fh

ANZEIGEAboangebot