Wolfgang E. Burhenne gestorben

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Am 6. Januar ist in Oelinghoven im Alter von 92 Jahren Dr. Wolfgang E. Burhenne verstorben, bekannt als Grand­seigneur des internationalen Umweltrechts und der Jagd. Er war vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Umweltpreis des UN-Umweltprogramms und dem Großen Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland mit Stern.

Dr. Wolfgang E.Burhenne ist im Alter von 92 Jahren gestorben.
Foto: V. Klimke

Geboren in Hannoverbegann er nach 1945 ein Forst- und Jurastudium und widmete sich nebenher unter anderem dem Wiederaufbau jagdlicher Strukturen wie auch dem Schutz der natürlichen Ressourcen. Er war wichtiger Mitgründer der „Schutzgemeinschaft Deutsches Wild“ und der Alpenschutzorganisation CIPRA.

1950 nahm der gerade mal 26-Jährige als erster Deutscher an einer Generalversammlung der Internationalen Naturschutzunion IUCN (damals IUPN) teil. Zeitgleich beteiligte sich Burhenne an der Gründung der Interparlamentarischen Arbeitsgemeinschaft IPA, die ab 1953 in Bonn moderne Umweltschutzgesetzgebung forcierte, und deren Geschäftsführer er zeit ihrer Existenz blieb.

Im Ehrenamt prägte Burhenne Meilensteine der internationalen Umweltpolitik mit, wie die UN-Konferenz von Stockholm 1972, die Entstehung der UN-Umweltbehörde UNEP 1973 und vor allem Konventionen wie das Artenschutzabkommen CITES 1973 oder die Afrika-Konventionen für Umweltschutz 1968 und 2003. Er war Ehrenjustiziar des Internationalen Jagdrates CIC und einer der Mitbegründer des alpinen Wald-Wild-Forschungsprojekts FUST. vk

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