27 Luchse auf 746 Quadratkilometer

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Durch 120 Wildkameras konnten 27 verschiedene Luchse auf rund einem Drittel des Harzes bestätigt werden. Das ist das Ergebnis einer durch die Nationalparkverwaltung Harz durchgeführten „Luchsinventur“.

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100 Tage lang fotografierten die Kameras und erstellten in dieser Zeit 268 Aufnahmen von Luchsen (Foto: Nationalpark Harz/mh)
100 Tage lang fotografierten die Kameras und erstellten in dieser Zeit 268 Aufnahmen von Luchsen. Die Auswertung erfolgte anhand der individuellen Fellzeichnung der Katzen. Jäger und Forstleute beteiligten sich am Monitoring und leisteten aktive Unterstützung bei der Auswahl der Kamerastandorte.
 
Das Bildmaterial zeigt 15 selbstständige Luchse sowie 12 abhängige Jungluchse. Alle in der Fläche gekennzeichneten und bekannten Luchse wurden bei dem Monitoring bestätigt, woraus geschlossen werden kann, dass die Erfassungsquote nahezu vollständig ist.
 
Das Untersuchungsgebiet lag überwiegend im niedersächsischen Teil des Harzes und im gesamten länderübergreifenden Nationalpark Harz und erfasste eine Fläche von 746 Quadratkilometern. Aus der Auswertung errechnet sich eine Dichte von 2,1 selbstständigen beziehungsweise insgesamt 3,8 Luchsen pro 100 Quadratkilometer bei Berücksichtigung der fotografierten Jungtiere. Einem ähnlichen Projekt in Sachsen-Anhalt stehen bisher datenschutzrechtliche Bedenken gegen den Einsatz von Wildkameras entgegen.
 
mh

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