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Neuer Bauernpräsident gegen Greening-Pläne

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Bauernpräsident Joachim Rukwied lehnt „Greening-Pläne“ der EU-Agrarreform als ethisch nicht vertretbar ab.

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Frisch im Amt: Bauernpräsident Joachim Rukwied. Foto: dpa
Um Direktzahlungen im vollem Umfang zu erhalten, sollen deutsche Bauern zukünfig sieben Prozent ihrer Äcker und Wiesen als ökologische Ausgleichsfläche bereitstellen. Das fordern die „Greening-Pläne“ im Zuge der EU-Agrarreform. Der erst am vorigen Mittwoch im oberbayrischen Fürstenfeldbruck gewählte Bauernpräsident Joachim Rukwied rechnet damit, dass diese Regelung das Einkommen deutscher Bauern um 20 Prozent schmälert. Der Umfang der bundesweit bereitzustellenden Ausgleichflächen betrage rund 600.000 Hektar. Es sei ethisch nicht vertretbar, gute deutsche Böden aus der Bewirtschaftung zu nehmen.
 
Um Lebensmittel und Energiepflanzen bereitzustellen, müssten ertragsärmere Regionen dann ihr Land intensiver bewirtschaften. Das bedeute laut Rukwied globale ökologische Nachteile. Auch sei bisher nicht geklärt, wie die aus der Produktion genommenen Flächen künftig genutzt werden sollen. red

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