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Nordrhein-Westfalen: Fütterung soll Wisente binden

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Der Trägerverein Wisent-Welt-Wittgenstein hat auf Facebook eine Spendenaktion gestartet. Sie soll die Winterfütterung der frei lebenden Wisentherde im Rothaargebirge mitfinanzieren. 

Wisent
Der vom Aussterben bedrohte Wisent gilt als besonders geschützte Tierart.
Foto: Heinz Lehmann

Auf 6 000 Euro jährlich beziffert der Verein die Maßnahme, die die derzeit 21 ­Wildrinder „mit möglichst schmackhaftem Futter“ an das Projektgebiet binden soll. Bei der Winterfütterung stützt sich der Verein auf eine befürwortende Expertise von Dr. Michael Petrak, Leiter der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung.

Die Fütterung zielt auf eine Minimierung der Konflikte mit privaten Waldbesitzern aus dem benachbarten Hochsauerlandkreis. Ihnen hatte der Trägerverein allein 2016 rund 50 000 Euro für Schälschäden an Buchen bezahlen müssen. Die Waldbauern fordern, grundsätzlich zu verhindern, dass die Wisente ihren Besitz betreten. Die Auseinandersetzung ist inzwischen beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe anhängig. Initiator des umstrittenen Auswilderungsprojektes war der im März 2017 gestorbene Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg. Die Konzeption sah vor, dass die Wildrinder sich ausschließlich auf seinen Flächen aufhalten. chb

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