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Sachsen-Anhalt: Keine Jagdkommandos wie zu DDR-Zeiten

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Hans-Heinrich Jordan, Präsident des Landesjagdverbandes, meint, bei der Landesregierung aus CDU, SPD und Grünen eine Tendenz zur Änderung im Umgang mit dem Wolf zu erkennen. „Bisher hatten wir den Eindruck, dass sich unser Leben im ländlichen Raum dem Wolf komplett unterzuordnen hat“, sagte Jordan auf dem Landesjägertag am 26. Mai in Wernigerode. Doch nun scheine die Politik umzudenken und Bewegung in die Diskussion um den günstigen Erhaltungszustand zu kommen.

Karl-Friedrich Kaufmann
Karl-Friedrich Kaufmann wendete sich auf dem Landesjägertag Sachsen-Anhalt im Namen von Weidetierhaltern, Eigenjagdbesitzern und Jagdgenossenschaften gegen die ungehinderte Ausbreitung des Wolfes.
Foto: Markus Hölzel

Dessen Definition bezeichnete Jordan als absolute Schwachstelle und forderte, die Größe der Wolfspopulation auf das Erfordernis zur Arterhaltung zu begrenzen. Er unterstrich außerdem die Bedeutung des Jagdrechts als Teil des Eigentumsrechts und lehnte den Einsatz staatlicher Eingreiftrupps zur Wolfsentnahme ab. Zu DDR-Zeiten habe es so etwas unter dem Namen Jagdkommandos schon einmal gegeben, erinnerte der LJV-Präsident.

„Wir kämpfen um jedes Schaf und jedes Rind“, sagte Karl-Friedrich Kaufmann, Sprecher des Bauernverbandes. Die Hofierung des Wolfes sei kontraproduktiv. Das Muffelwildvorkommen im Harz werde laut Kaufmann erlöschen, wenn der Wolf sich hier neben dem Luchs ausbreite. Das Muffelwild in der Göhrde sei bereits verschwunden, das in der Altmark stehe kurz vor der Ausrottung. mh

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