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Nationalpark Berchtesgarden: Ermittlungen wegen gefallener Rotwild-Kälber eingestellt

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Die Staatsanwaltschaft Traunstein hat einen Teil ihrer Ermittlungen wegen der gefallenen Rotwildkälber im Nationalpark Berchtesgaden eingestellt (WuH berichtete), weil es nicht gelang, eine Straftat mit der erforderlichen Sicherheit nachzuweisen. Die Anzeige gegen Nationalparkleiter Dr. Roland Baier werde aber weiter verfolgt, gab die Justizbehörde in einer Pressemitteilung am 26. Februar bekannt.

Die Wildbiologin Dr. Christine Miller hatte rund zwei Dutzend Kadaver bei einer Wanderung im Nationalpark Berchtesgaden entdeckt (WuH berichtete).
Foto: Dr. Christine Miller

Der Verein Wildes Bayern hatte im Mai 2019 Anzeige wegen der vermeintlich rechtswidrigen Erlegung von Rot- und Gamswild-Muttertieren erstattet. Dr. Christine Miller vom Verein hatte konkret angeführt, dass ein Alttier im Dezember 2018 ohne Kalb abgeschossen worden sei, und dass im Juni 2018 eine Gamsgeiß während der Schonzeit erlegt und anschließend als Gamsbock deklariert worden sei. Laut der Staatsanwaltschaft wurden „umfangreiche Ermittlungen“ durchgeführt, Zeugen vernommen sowie Wildeingangsbücher und Abschusslisten ausgewertet. Es habe aber nicht nachgewiesen werden können, dass das im Dezember 2018 ohne Kalb erlegte Alttier noch führend war. Zur Erlegung einer Gamsgeiß während der Schonzeit im Juni 2018 habe es widersprüchliche Angaben der Zeugen und des Jägers gegeben, so die Staatsanwaltschaft. Diese konnten nicht geklärt werden. vk

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