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Bayern: Kaniber schlug Pflöcke ein

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Drei Tage, nachdem sie überraschend als neue Landwirtschaftsministerin ins Kabinett Söder berufen wurde, hat Michaela Kaniber den Landesjägertag in Veitshöchheim besucht und fachlich gleich erste Pflöcke eingeschlagen. Sie erntete heftigen Applaus und wurde anschließend von vielen auch persönlich herzlich begrüßt.

Michaela Kaniber
Michaela Kaniber positionierte sich auf dem Landesjägertag zugunsten der Jägerschaft.
Foto: vk

Unter anderem stellte sich Kaniber klar hinter die Hegeschauen und plädierte dafür, sie weiterzuentwickeln. Sie schlug vor, mit einer gemeinsamen Kampagne Ruhezonen fürs Wild gegenüber dem Freizeitsport durchzusetzen und stellte klar, dass sie einen restriktiven Umgang mit dem Wolf anzustreben werde, „auch wolfsfreie Zonen müssen zumindest diskutiert werden“. Hier positionierte sie sich explizit an der Seite des jagdpolitischen Sprechers der CSU-Landtagsfraktion, Eric Beißwenger. Weiter versprach sie, alles zu tun, um Angriffe auf das Jagdgesetz zum Nachteil der Jäger weiterhin abzuwenden, und ließ durchblicken, dass sie nicht geneigt ist, sich von jenen beraten zu lassen, die der Jagd kritisch gegenüberstehen. An Jäger, Waldbesitzer und Landwirte richtete sie die Bitte, sich nicht auseinanderdividieren zu lassen, und versprach, dass die Wertschätzung der Staatsregierung fürs jägerische Ehrenamt wieder klar zum Ausdruck gebracht würde. Während sie mit ihrer Rede um das Vertrauen der Jäger warb, teilte sie gegen BJV-Präsident Prof. Jürgen Vocke eher aus: Sie bezeichnete ihn als „Realsatire“ und warf ihm zwischendrin unterschwellig immer wieder vor, ihr offenbar als Frau nichts zuzutrauen. vk

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