Bayern: Wieder unbekannter Luchs im Steinwald

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Im Steinwald in der Oberpfalz ist neben den beiden freigesetzten Luchsen ein dritter aufgetaucht. Das wurde beim Treffen des Arbeitskreises Luchs Nordbayern in Friedenfels am 18. Januar bekannt. Laut Landesamt für Umwelt (LfU) wurde der erwachsene Kuder schon im Oktober 2018 erstmals und seither immer wieder von einer Wildkamera aufgenommen. Oberpfälzer Medien berichteten, er heiße „Ivan“ und sei vom russischen Typus.

Am 24. Januar wurde der neue Kuder im Steinwald von einer Wildkamera abgelichtet.
Foto: Bayerisches Landesamt für Umwelt/vk

Von einer illegalen Auswilderung will das LfU bislang aber nichts wissen und hat eine solche auch nicht bei der Polizei angezeigt. Das genetische Muster habe noch keiner bekannten Population oder einem Gehegetier zugeordnet werden können, so das Amt. Die Situation erinnert an den Winter 2016/17, als im Steinwald ein erwachsenes Pinselohr vom skandinavischen Typ unvermittelt erschien. Es war so zahm, dass es betäubt und eingefangen werden konnte. Seine Herkunft wurde trotz polizeilicher Ermittlungen nie geklärt. Inzwischen ist der Luchs laut LfU in einer Auffangstation verendet. Der nun aufgetauchte Kuder nutzt den ganzen Steinwald als Revier und hat den jungen freigelassenen Luchs „Hotzenplotz“ nach Süden verdrängt. vk

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