Bayern: Wolfsschutzzaun praxisfremd

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Ein Wolf im Wald (Symbolbild: AB Photography stock.adobe.com)

Zäune nicht praxistauglich. Schutzstatus des Wolfs muss geändert werden

Die Vorschläge zum Wolfsmanagement von verschiedenen Abgeordneten sowie Umwelt- und Tierschutzverbänden seien praxisfremd und völlig unrealistisch, so Teilnehmer bei einem Gespräch zu dem der bayerische Landtagsabgeordneter Klaus Steiner eingeladen hatte.

Die Errichtung von Schutzzäunen, die Anschaffung von Schutzhunden oder Hirten, sei besonders in Bergregionen nicht machbar, äußerte sich eine Teilnehmerin des Gesprächs laut der Pressemitteilung des Landtagsabgeordneten, die Chiemgau24 vorliegt. Ähnlich äußerten sich auch andere Teilnehmer. Zäune würden den Lebensraum von anderen Wildtieren zerschneiden und ein umfassender Schutz durch eben diese Zäune sei nicht möglich. Selbst innerhalb der Zäune würden Rinder oder Pferde in Panik geraten, wenn der Wolf sich näherte – mit unabsehbaren Folgen. Zudem müssten solche Zäune ständig kontrolliert, ausgemäht, von Ästen befreit und anderweitg unterhalten werden. Dies könnten die Almbauern oder Schafhalter nicht leisten, gerade wenn sie an verschiedenen Standorten Herden hätten.

Als Beispiel zog man die Schweiz heran. Dort würde sich zeigen, dass die Herdenschutzmaßnahmen bei der Zunahme der Wölfe auf ihre absolute Grenze stoßen. Nötig seien u.a. eine Änderung des Schutzstatus des Wolfes auf europäischer Ebene und auf Bundesebene und der Dialog mit der Natur- und Tierschutzverbänden.  Der Landtagsabgeordnete Steiner kündigte weitere Gesprächsrunden an. PM/AL

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