Brandenburg: Streit um Wolfsmanagement spitzt sich zu

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Symbolbild Foto: Horst Niesters

Nachdem das Umweltministerium eine Überarbeitung des Wolfsmanagementplanes vorgestellt hat, ist der Streit um den richtigen Umgang mit den Grauhunden eskaliert. Die Nutzerverbände unter dem Dach des Forum Natur bezeichneten diesen als ziel-, visions- und kraftlos. In einer Presseinformation des Forums heißt es, die Verbände seien angesichts der derzeitigen Situation entsetzt. Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) habe dem Wolf auf dem jüngsten Bauerntag noch einen günstigen Erhaltungszustand attestiert, jetzt habe er das Gegenteil festgehalten. Die Nutzerverbände stellten einen eigenen Acht-Punkte-Plan vor, mit dem sie zu einem aktiven Bestands- und Konfliktmanagement des Wolfes kommen wollen. Sie fordern unter anderem ein Zielgröße für den Wolfsbestand zu definieren und die Beweislast bei Rissen, die das Land zu 100 Prozent zu ersetzen habe, umzukehren. Bislang muss der Weidetierhalter beweisen, dass es sich bei einem Riss um Wölfe gehandelt hat.
Inzwischen haben neun Städte und Kommunen sich zu „wolfsfreien“ Zonen erklärt. Bei weiteren 18 stehe eine entsprechende Erklärung bevor, kündigte der Bauernverband auf einer Pressekonferenz in Potsdam an. Vertreter der Grünen im Landtag bezeichneten diese Erklärungen als rechtlich wirkungslosen Aktionismus.
hho

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