Bremen will Halbautomaten im Kriegswaffenlook verbieten

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Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) will eine Verschärfung des Waffengesetzes erreichen.

Kriegswaffenlook
Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD): Er fordert eine Verschärfung des Waffengesetzes Foto:(c) dpa

Dazu hat er am 10. Januar eine Initiative im Bundesrat gestartet, wonach er den Besitz sogenannter kriegswaffenähnlicher, halbautomatischer Gewehre für Privatpersonen wie Sportschützen und Jäger verbieten will.
Attentäter hätten genau solche Waffen in der Vergangenheit benutzt. Die Verfügbarkeit und der Reiz bestimmter Waffen begünstige solche Taten und löse sie gegebenenfalls auch erst aus, so Mäurer. Außerdem verschärfe sie die Folgen für die Betroffenen und leiste Beihilfe zur Selbst- oder Fremdheroisierung von Tat und Tätern.
Das Gefahrenpotenzial solcher Gewehre, die von Jägern und Sportschützen derzeit legal erworben werden dürfen, werde noch einmal erhöht durch den Umstand, dass diese Waffen mit etwas Aufwand illegal zu vollautomatischen Gewehren umgebaut werden könnten, mit denen Dauerfeuer möglich sei. „Kriegswaffenähnliche Gewehre braucht kein Mensch für die Jagd oder den Sport“, so Mäurer, „deswegen möchte ich erreichen, dass sie künftig über unsere Bundesratsinitiative verboten werden“. Die Gewerkschaft der Bremer Polizei begrüßt den Vorstoß ihres Innensenators.
Ein Sprecher des Innensenators erklärte auf Anfrage von WILD UND HUND, das geplante Verbot beziehe sich nur auf halbautomatische Waffen mit kriegswaffenähnlichem Aussehen. Halbautomatische Jagdwaffen seien davon nicht betroffen. mh

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