Das passende Leuchtpunktvisier für die Drückjagd

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Das Leuchtpunktvisier kann als „Spezialoptik“ für die Drückjagd angesehen werden. Doch was macht das Leuchtpunktvisier so besonders und auf was sollte geachtet werden? In diesem Beitrag erhalten Sie alle Informationen, die Sie zum Thema Leuchtpunktvisier wissen müssen.

Wie funktioniert ein Leuchtpunktvisier?

Die meisten Leuchtpunktvisiere verfügen über eine Leuchtdiode, welche mittels eines Drehschalters oder einer + / – Taste gesteuert wird. Diese Leuchtdiode kann ihn verschiedenen Helligkeitsstufen an die vorherrschende Lichtsituation angepasst werden. Der vom Schützen zu sehende Leuchtpunkt wird auf eine schräg stehende Linse projiziert und kann als einfacher Punkt abgebildet werden, welcher verschiedene Größen aufweisen kann.

Die Größe des Leuchtpunktes

Wenn es um das Thema Drückjagd geht und das Leuchtpunktvisier somit auf einer Langwaffe montiert wird, sollte eine Punktgröße von 3MOA oder nach meiner Erfahrung noch besser 2MOA gewählt werden. Der feine Punkt verdeckt wenig vom Ziel und kann bei entsprechender Leuchtintensität auch stets gut vom Auge erfasst werden. Für Kurzwaffen kann man aufgrund der geringeren Distanzen auch einen Leuchtpunkt von 3MOA oder auch darüber wählen.

Gibt es ein Leuchtpunktvisier mit Fadenkreuz ?

Manche Hersteller versehen ihre Visiere mit einem Kreispunktabsehen. Gute Beispiele wären hier Eotech, Holosun oder auch Falke. Dabei wird um den Leuchtpunkt ein Kreis abgebildet, welcher ebenfalls mit horizontalen und vertikalen Strichen versehen sein kann.

Wie ziele ich mit einem Leuchtpunktvisier ?

Die größte Anforderung einer Drückjagdoptik ist das Sehfeld. Je mehr Sehfeld man erhält, umso besser könne jagdliche Situationen überblickt werden. Schlussendlich hilft dies dem Jäger, die richtigen Entscheidungen in den meist schnellen und unvorhersehbaren Drückjagdsituationen zu treffen.

Bei einem Zielfernrohr, welches eine 1,5x oder 2x Vergrößerung aufweist, schließt der Schütze in der Regel das nicht zielende Auge. Dadurch nimmt er sich die Hälfte seines Gesichtsfeldes und beschneidet sein räumliches Sehen immens.

Da Leuchtpunktvisiere über keine Vergrößerung verfügen (es gibt wenige Ausnahmen), lässt der Schütze beide Augen beim Zielen geöffnet und konzentriert sich lediglich auf den Leuchtpunkt. Hierdurch entsteht dem Schützen ein Bild als würde der Leuchtpunkt vor ihm schweben. Somit nutzt der Schütze a) sein komplettes natürliches Gesichtsfeld und b) sein räumliches Sehen.

Welche Marken von Leuchtpunktvisieren sind empfehlenswert?

Der Vorreiter der modernen Leuchtpunktvisere ist Aimpoint aus Schweden. Diese Leuchtpunktvisiere haben in unzähligen Fachzeitschriften, Tests, YouTube Videos sowie bei Militär und Polizeieinheiten rund um den Globus ihr Könne unter Beweis gestellt. Wer sich also für Aimpoint entschiedet, kauft ein Qualitätsprodukt, auf das er sich verlassen kann.

Aber auch andere Hersteller bieten Leuchtpunktvisiere, welche jagdlich und auch sportlich definitiv eingesetzt werden können. So bieten Bushnell, Holosun, Vortex oder auch Minox Leuchtpunktvisiere in geschlossener Bauweise.

Abzuraten ist von Leuchtpunktvisieren, welche zu Spottpreisen auf Ebay zu erstehen sind. Diese Produkte stammen meist aus China und halten den Belastungen eines Kalibers wie .30-06, 8x57IS oder 9,3×62 in keiner Weise stand.

Offene oder geschlossene Bauweise ?

Jedes Aimpoint ist in geschlossener Bauweise konstruiert. Sei es ein 9000er, Hunter oder auch Micro. Feuchtigkeit oder Schmutz kann nicht zum inneren der Diode vordringen. Dies sieht bei einem Docter Sight aus. Die Visiere sind zwar ultra komakt und wesentlich günstiger in der Anschaffung, haben jedoch den Nachteil, dass die Diode frei liegt und durch Schmutz verdeckt werden kann. Damit erlischt der Punkt, da er nicht mehr auf die Linse projiziert werden kann. Stellen wir uns dies bei der Nachsuche und den annehmende Keiler vor. Die meisten werden wissen, dass diese Situation milde ausgedrückt äußerst unangenehm werden kann.

Wenn wir uns vorstellen, dass unter jagdlichen Bedingungen wie Regen, Schnee, durchgehen, Nachsuche etc. viele äußere Einflüsse auf das Leuchtpunktvisier einwirken, bietet die geschlossen Bauweise wesentliche Vorteile gegenüber der offenen.

Wie stelle ich ein Leuchtpunktvisier ein?

Hier gibt es verschieden Ansätze. Aimpoint rüstet ihre Leuchtpunktvisiere mit einer Klickverstellung ähnlich einem Zielfernrohr aus. Hier wird am Höhen und Seitenverstellturm anhand einer Münze oder des speziellen Aimpoint Einstellschlüssels die Treffpunktkorrektur vorgenommen.

Beim Leica Tempus oder Burris Fast Fire, welche beide das gleiche Design des Docter Sight aufweisen, finden sich kleine Schlitzschrauben, mit denen die Treffpunktkorrektur vorgenommen wird. Dabei weisen diese Schlitzschrauben ebenfalls eine Klickrastung auf, was das ganze sehr erleichtert.

Beim Uhrvater dem Docter Sight ist das Einstellen der Treffpunktkorrektur etwas komplizierter. Hierzu finden wir Stellschrauben zur Treffpunktkorrektur und Konterschrauben, welche die Stellschrauben gegen eine Verstellung durch den Rückstoß der Waffe sichern sollen.

Bevor also eine Korrektur vorgenommen werden kann, müssen vorerst die Konterschrauben gelöst werden. Die Stellschrauben haben leider keine Klickrastung. Um jedoch einen Anhaltpunkt zu erhalten, in wie weit eine jeweilige Verstellung vorgenommen wurde, liegt dem Docter Sight eine Skalenscheibe bei. Diese ist kreisrund und in Teilstriche unterteilt. Sie wird lediglich auf den kleinen Schraubendreher aufgesteckt. Nun führt man den Schraubendreher in den Schlitz der Stellschraube ein und blickt von oben auf die Skalenscheibe. Man sucht sich an einer Kante des Docter Sight einen Fixpunkt und dreht nun nach der Skalenscheibe in die entsprechende Richtung. So erhält man einen Anhaltspunkt über die Verstellung. Zum Beispiel 5 Teilstriche nach rechts. Das Ganze ist leider etwas umständlich und nicht mehr ganz am Puls der Zeit.

Mit dem Leuchtpunktvisier auf den Ansitz oder die Pirsch?

Ein Leuchtpunktvisier sollte eher als “Spezialoptik” für die alljählichen Drückjagden gesehen werden. Sicherlich kann auch eine Pirsch am Tage damit bewältigt werden, wenn ein gutes Fernglas zum Anprechen des Wildes vorhanden ist. Auch sollte man sich in der Distanz beschränken. Ein gezielter Schuss auf eine Entfernung von 100m sollte einem Zielfernrohr vorbehalten bleiben. Auch in der Dämmerung stoßen Leuchtpunktvisiere an Ihre Grenzen.

Abschließend sei also gesagt, dass Leuchtpunktvisiere ihren festen Platz bei den herbstlichen Drückjagden genießen. Wer auf eine Vergrößerung verzichten kann, ist mit einem Leuchtpunktvisier gut beraten. Denn sie sind schnell, kompakt und im Vergleich zu einem hochwertigen Drückjagdzielfernrohr auch günstig in der Anschaffung.

Ein Leuchtpunktvisier kaufen – unsere Empfehlung

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