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Fleischbeschau für Wildschweine im Havelland angeordnet

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Im brandenburgischen Landkreis Havelland sind bei einem Wildschwein Diphterie-Erreger entdeckt worden.

Mit dem Befund vom 13. Mai 2011 hatte das Landeslabor Berlin-Brandenburg bei einer auf dem Gemeindegebiet Wustermark verendet aufgefundenen Sau Stämme des Toxine bildenden Bakteriums Corynebakterium ulcerans nachgewiesen.
 
Amtliche Fleischbeschau angeordnet
 
Das Veterinäramt des Landkreises hat daraufhin für alle erlegten Wildschweine aus den Gebieten des östlichen Landkreises, die an den Verbraucher abgegeben werden sollen, eine amtliche Fleischbeschau angeordnet. Betroffen sind die Gemarkungen Nauen, Markee, Bredow, Pausin, Wansdorf, Schönwalde, Brieselang, Zeestow, Falkensee, Wemitz, Wustermark, Hoppenrade, Elstal, Buchow-Karpzow, Priort, Dallgow, Döberitz und Seeburg.
Corynebakterium ulcerans kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden, zum Beispiel durch den Verzehr von infizierten Wildbret, und Diphterie-ähnliche Infektionen verursachen. Auch gesund erscheinende Wildschweine können den Erreger in sich tragen.
 
Fälle in Süddeutschland
 
Am Veterinär-Untersuchungsamt Stuttgart (CVUA) wurde dieses Bakterium Anfang 2011 in zwei Wildschweinen aus den Gemarkungen Pforzheim und Tauberbischofsheim nachgewiesen. Die Lymphknoten beider Wildschweine zeigten Abszessbildung mit typischen, käsig-weißen Nekrosen mit „zwiebelschalen-artigem” Aufbau.  
 
Auf Mithilfe der Jäger angewiesen
 
Bei der Erforschung der Verbreitung von Corynebakterium ulcerans sind die Untersuchungsämter auf die Hilfe von Jägern durch Einsendungen veränderter Organe und Lymphknoten (Abszesse) von Wildschweinen aber auch anderen Wildtiere angewiesen. mh/as

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