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Graubünden: Dritter abgestürzter Jungwolf und Spekulationen über neues Rudel

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Am Piz Mirutta in der Schweiz sind nicht nur zwei, sondern sogar drei Jungwölfe abgestürzt. Das bestätigte die Monitoring-Organisation KORA auf WuH-Nachfrage. Die Kadaver werden aktuell noch am pathologischen Institut der Universität Bern untersucht. Presseberichten zufolge hatten Herdenschutzhunde, die gealpte Schafe bewachten, die Wölfe in die Enge getrieben und so möglicherweise den Absturz verursacht.

Mittlerweile sollen drei Jungwölfe am Piz Mirutta in der Schweiz abgestürzt sein. (Symbolbild)
Foto: Reiner Bernhardt

Unbestätigten Angaben der „Gruppe Wolf Schweiz“ (GWS) zufolge gehörten die Welpen vermutlich nicht zum Calanda-Rudel. Die Organisation vermeldet vielmehr die Entstehung eines neuen Rudels am Südfuß des Ringelspitz bei Trin. Ihre Informationen basieren auf Fotonachweisen, genetischen Identifikationen und Kenntnissen über die Menge an gerissenen Beutetieren. All diese Fakten hätten bereits 2017 auf eine Paarbildung und 2018 auf Trächtigkeit hingewiesen, so die GWS. Leitwölfe seien die Fähe F33 und der Rüde M56. KORA bestätigte bislang noch keine der genannten Informationen: „Die Kommunikation der GWS ist eine Interpretation, die mit Fakten aktuell nicht belegt werden kann“, so ein Sprecher am 22. Oktober. „Man muss die genetischen Analysen der verschiedenen Jungwölfe und deren Verwandtschaftsgrade mit infrage kommenden Tieren abwarten.“ vk

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